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    #16
    Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
    Das scheint ja eine richtig lange Geschichte zu werden. Ich freu mich schon auf deinen Bericht.
    Das auch . Wobei der totale Flow schon wieder verebbt ist. Was mich danach vom Antworten abgehalten hat, war der Gedanke, dass ich mir das für die Zeit "aufhebe", in der meine Motivation mal wieder in Urlaub ist (ohne Anzeichen auf Wiederkehr).
    Andererseits gibt es hier so viel Input, da bleibt sowieso noch was für "schlechte Zeiten" übrig .


    Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
    Erstens ist das was ich schreibe für ein Kind nur bedingt geeignet ...
    Was schreibst Du denn? (Wenn Du es denn verraten magst)


    Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
    Und habe da erkannt, dass ich sehr viel von mir zeige.
    Du sagst es. Ich habe schon mal Kurzgeschichten in einer Zeitschrift veröffentlicht. Die erste davon habe ich quasi jedem in die Hand gedrückt, die Zweite zumindest meiner Familie vorenthalten. Was irgendwie ziemlicher Blödsinn ist, da jeder diese Zeitschrift kaufen konnte.
    Und trotzdem.
    Der Gedanke: "Will ich wirklich, dass jeder (bzw. speziell Person XY) weiß, dass ich so etwas schreibe?" ist mir schon öfter begegnet.
    "So etwas" ist dann meist so ein Persönlichkeitsanteil, den ich normalerweise (dieser Person/Gruppe gegenüber oder auch generell) ziemlich verdeckt halte. Aber ich hab ja noch die Hoffnung, dass sich das irgendwann ändert, dass ich mich irgendwann mit sämtlichen Anteilen angefreundet hab und die dann auch öffentlich herzeigen kann.
    Und manchmal macht das Herzeigen der eigenen Texte auch einfach nur Angst. Wie reagieren die jetzt? Ich schreibe ja oft auch mal über Dinge, bei denen es mir schwerfällt, sie auszusprechen. Schreiben ist leichter . Mittlerweile habe ich es aber auch schon oft erlebt, dass großartige Dinge geschehen, wenn ich diese "ich trau mich nicht" - Schwelle überschreite. Zum einen natürlich, Feedback zu meinen Texten zu bekommen, aber das ist noch das wenigste. Viel spannender fand ich, dass plötzlich Themen einen Raum bekamen, über die jahrelang keiner geredet hat.

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      #17
      So. Ich mache mal häppchenweise weiter .

      Chaja, was macht Dein freigeräumter Schreibplatz? Schon eingeweiht?

      Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
      Ich gelobe jedoch bei meiner Autorinnenehre, dass ich spätestens ab September wieder täglich tausend Wörter schreibe (und dabei herausfinde, wie die Geschichte von Miri, Ian, Sturmtänzer und ihren skeptischen Freunden weitergeht) ...
      *mal eben auf das Datum hinweise*


      Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
      Wenn der Text weder mir noch anderen etwas gibt (uns "nährt"), taugt er in meinen Augen nichts.
      Gibt es diese Texte wirklich? Ist da nicht doch immer irgendjemand, den genau dieser Text nähren könnte?


      Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
      Ein Buch ist für mich nur dann gut, wenn es mich auf irgendeine Art und Weise ins Nachdenken gebracht hat.
      Aber was ist dann mit all den wunderbar unterhaltsamen Büchern, die gerade dafür da sind, mir von all der Nachdenkerei endlich einmal eine Pause zu verschaffen?


      Wie ist das bei Euch, schreibt Ihr fortlaufend von Anfang bis Ende? Bei mir klappt das nicht. Oder nein, es könnte klappen, aber es macht mir keine Freude. Leichter geht es, wenn ich die Fragmente auf mich zukommen lasse. Dann stellt sich allerdings irgendwann die Frage, wie all diese Puzzlestücke zusammenpassen ...

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        #18
        Ihr Lieben,

        ich finde es ungeheuer spannend, was Ihr hier schreibt! Vielen Dank dafür!

        Liebe Nordhimmel,

        Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen
        Das ich ihr meine Schreiberling-Aktivitäten nicht gezeigt habe, hatte zwei Gründe. Erstens ist das was ich schreibe für ein Kind nur bedingt geeignet und zweitens war sie sehr stolz auf ihre Geschichten. Ich wollte ihr das komplett lassen und ihr nicht das Gefühl geben ich gehe in Konkurrenz mit ihr.
        Das kann ich gut verstehen!

        Da hat sich meine Ansicht im Laufe meines Lebens immer wieder verändert. Ich habe auch als Kind schon Geschichten geschrieben. Eine hab ich sogar noch. Da muss ich ca. 10 Jahre alte gewesen sein. Während meiner Studienzeit habe ich ein Kinderbuch begonnen das ich nie beendet habe. Damals habe ich schon über eine Veröffentlichung nachgedacht. Aber auf eher träumerische Art.
        Dann habe ich jahrelang nur Tagebuch geschrieben.
        Erst vor ca. 10 Jahren fing ich wieder an mit Kurzgeschichten.
        Das passt ganz zu dem, was der Autor Hanns-Josef Ortheil in seiner Vortragsreihe "Wie Romane entstehen" gesagt hat, nämlich, dass Romanschreiber rückblickend immer schon viel geschrieben haben. Ein gewisses Bedürfnis danach, Worte für etwas zu finden und diese auch niederzuschreiben muss wohl einfach gegeben sein.

        Erst vor ca. 10 Jahren fing ich wieder an mit Kurzgeschichten.
        Und habe da erkannt, dass ich sehr viel von mir zeige.
        Ja, man zeigt viel von sich. Eigentlich tut man das immer, egal was man tut: Die Art, wie man seinen Beruf ausübt, die Art, wie man mit Menschen umgeht, wie man sich in Situationen verhält oder ganz banal: die Art, wie man sein Bad putzt, seine Wohnung einrichtet, wie man einkaufen geht etc. - alles verrät permanent etwas über einen selbst. Dennoch ist es mit Kunstwerken noch verstärkt der Fall. Ich vermute, dass dieser Umstand damit zu tun hat, dass man nicht nur den persönlichen Umgang mit einem vorgegebenen Rahmen zu verantworten hat, sondern ungewohnter Weise auch die Rahmenbedingungen selbst festlegt (wenn man nicht gerade eine Preisfrage beantwortet oder dergleichen).

        Heute ist es ja relativ einfach geworden sich den Wunsch nach einem eigenen Buch zu erfüllen wenn man nicht unbedingt Geld damit verdienen will. Vielleicht gönne ich mir das irgendwann einmal.
        Schön!

        Wie hältst du das eigentlich so Chaja. Wem zeigst du deine Gedichte und Geschichten? Welches Feedback wünscht du dir? Ist es dir wichtig das deine Werke auch anderen gefallen?
        Da bin ich eher kompliziert gestrickt Bisher habe ich eigene Texte nur ganz wenigen, zu dem jeweiligen Text passenden Menschen aus meinem Umfeld gezeigt. Meine Texte sind sehr unterschiedlich und ich scheue mich noch davor, einem Menschen mehrere Texte von mir zu zeigen. Einmal habe ich Textauszüge hier im Forum gepostet, weil ich hoffte, dass ich besser mit Feedback umgehen kann, wenn es nicht aus meinem allernächsten Umkreis kommt. Aber da bin ich noch ziemlich blockiert: Auch positive und konstruktive Kritik kratzen mich ziemlich arg an und ich verkrieche mich damit lieber wieder in mein Schneckenhaus. Insofern wünsche ich mir bislang eigentlich gar kein Feedback. Trotzdem bin ich nicht ganz frei von Eitelkeit und freue mich insgeheim, wenn andere meine Texte mögen. Zuerst muss ich sie aber mal selber mögen... Das ganze Feedback-Thema ist für mich ziemlich verzwickt.

        Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
        Was schreibst Du denn? (Wenn Du es denn verraten magst)
        Liebe Nordhimmel, das würde mich ebenfalls sehr interessieren, falls Du davon erzählen magst.

        Liebe Hobbes,

        Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
        Der Gedanke: "Will ich wirklich, dass jeder (bzw. speziell Person XY) weiß, dass ich so etwas schreibe?" ist mir schon öfter begegnet.
        "So etwas" ist dann meist so ein Persönlichkeitsanteil, den ich normalerweise (dieser Person/Gruppe gegenüber oder auch generell) ziemlich verdeckt halte. Aber ich hab ja noch die Hoffnung, dass sich das irgendwann ändert, dass ich mich irgendwann mit sämtlichen Anteilen angefreundet hab und die dann auch öffentlich herzeigen kann.
        Und manchmal macht das Herzeigen der eigenen Texte auch einfach nur Angst. Wie reagieren die jetzt? Ich schreibe ja oft auch mal über Dinge, bei denen es mir schwerfällt, sie auszusprechen. Schreiben ist leichter . Mittlerweile habe ich es aber auch schon oft erlebt, dass großartige Dinge geschehen, wenn ich diese "ich trau mich nicht" - Schwelle überschreite. Zum einen natürlich, Feedback zu meinen Texten zu bekommen, aber das ist noch das wenigste. Viel spannender fand ich, dass plötzlich Themen einen Raum bekamen, über die jahrelang keiner geredet hat.
        Deine Worte haben in mir zwei verschiedene Gedanken angeregt:

        Zum einen: Könnte es sein, dass dieses Nicht-Sprechen, vielleicht ein gezieltes Schweigen oder gar Verschweigen, möglicherweise dem Text, der dann schließlich doch davon erzählt, eine gewisse Kraft gibt?

        Zum anderen: Was macht es für Dich schwer, manche Dinge auszusprechen, über die Du dann besser schreiben kannst? Ist es eine wie auch immer geartete Hemmschwelle oder eher der Umstand, dass Du nicht direkt die passenden Worte zur Verfügung hast, sie aber nachträglich findest und dann niederschreiben kannst?

        Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
        Chaja, was macht Dein freigeräumter Schreibplatz? Schon eingeweiht?
        Wie zu erwarten war, ist es nicht einfach, ihn als Schreibplatz zu verteidigen. Es hat sich so eingebürgert, dass auf meinem Schreibtisch alles landet, was an mich "adressiert" ist (zu flickende Hosen genauso wie für mich gemalte Bilder). Und alte Gewohnheiten sind mächtig. Vielleicht sollte ich deutlicher von diesem Platz Besitz ergreifen, aber ich merke, dass er mir zum Schreiben gar nicht geschützt genug erscheint, solange andere ihre Sachen darauf ablegen oder sonstwie in meinen Bereich eingreifen. Wie sehr ich es schaffe, meine Grenzlinien zu ziehen, hängt immer davon ab, wieviel Energie ich gerade habe...

        Wo schreibst Du denn Deine Texte?

        Gibt es diese Texte wirklich? Ist da nicht doch immer irgendjemand, den genau dieser Text nähren könnte?
        Hmm, vielleicht sollte ich lieber sagen: Es kommt ein bisschen darauf an, was diese Texte in uns nähren: Ich glaube nicht, dass ein Text gute, wertvolle Seelennahrung sein kann, wenn er nur die Sensationslust, die Gier, die Schadenfreude oder ähnliches in einem Leser nährt. Trotzdem kann es natürlich sein, dass dieser Leser genau diesen Text großartig findet. Ich sehe da wirklich Parallelen zu Junkfood - seelische Fehlernährung sozusagen. Es geht dabei - wie gesagt - nicht um einen bestimmten intellektuellen Anspruch, sondern eher darum, dass etwas Positives in uns angesprochen und genährt werden kann. Dazu muss der Text weder ein bestimmtes Stilniveau haben noch inhaltlich auf Friede-Freude-Eierkuchen hinauslaufen. Vielleicht geht es mir dabei haptsächlich um ein gewisses Niveau von Menschenliebe. Aber das sind alles auch noch unausgereifte Gedanken zu diesem Thema.

        Aber was ist dann mit all den wunderbar unterhaltsamen Büchern, die gerade dafür da sind, mir von all der Nachdenkerei endlich einmal eine Pause zu verschaffen?
        Ich denke durchaus, dass sie gute Seelennahrung sein können.

        Wie ist das bei Euch, schreibt Ihr fortlaufend von Anfang bis Ende? Bei mir klappt das nicht. Oder nein, es könnte klappen, aber es macht mir keine Freude. Leichter geht es, wenn ich die Fragmente auf mich zukommen lasse. Dann stellt sich allerdings irgendwann die Frage, wie all diese Puzzlestücke zusammenpassen ...
        Soweit ich weiß, arbeiten viele Autoren genau so wie Du. Irgendwie scheint das zu funktionieren, aber ich weiß leider nicht wie. Mich nervt es umgedreht immer, wenn ich mit einer Geschichte schon weiter bin und dann noch einmal zurückgehen muss, um dort eine Lücke zu füllen. Ich finde es schwer, mich wieder an eine frühere Stelle zurückzuversetzen und dort den richtigen Ton zu treffen, wenn ich schon weiß, was danach kommt. Aber vielleicht kann man dieses Hin- und Herspringen auch üben? Vielleicht hänge ich auch zu sehr an meinen roten Fäden und generell an Stringenz?

        Abschließend noch einen Beitrag, der ich schon lange auf meinem Rechner gespeichert habe, weil er mir, als er noch jung war, irgendwie Mut gemacht hat. Vielleicht interessiert er Euch ja auch?

        Juli Zeh über ihr Schriftsteller-Diplom: Schreiben wie Goethe - SPIEGEL ONLINE

        Liebe Grüße von Eurer Chaja

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          #19
          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
          Zum einen: Könnte es sein, dass dieses Nicht-Sprechen, vielleicht ein gezieltes Schweigen oder gar Verschweigen, möglicherweise dem Text, der dann schließlich doch davon erzählt, eine gewisse Kraft gibt?

          Zum anderen: Was macht es für Dich schwer, manche Dinge auszusprechen, über die Du dann besser schreiben kannst? Ist es eine wie auch immer geartete Hemmschwelle oder eher der Umstand, dass Du nicht direkt die passenden Worte zur Verfügung hast, sie aber nachträglich findest und dann niederschreiben kannst?
          Hm, ich glaube die Antwort auf beides ist wohl, dass ich mir gern ganz viel Zeit nehme. Oder brauche.
          Wenn ich da so darüber nachdenke, merke ich, dass da auch noch andere Dinge mit im Spiel sind. Aber die haben mit dem Thema "schreiben" nicht mehr viel zu tun ...

          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
          Wo schreibst Du denn Deine Texte?
          Am liebsten irgendwo draußen. Am Schreibtisch fühlt sich das so nach "Arbeit" an, draußen nicht. Am besten klappt es, wenn ich nicht mit dem Ziel "schreiben" losgehe, sondern eher "Sonne genießen" oder so. Schwupp, fällt eine Idee über mich her und will zu Papier gebracht werden.

          Im "Weg des Künstler"-Fadens hast Du doch erwähnt, dass Deine Künstlertreffs "Alleinzeit" sind - wie wäre es mit Schreiben im Café? Oder Bücherei, Museum, Bank am Fluß, ...?

          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
          Aber vielleicht kann man dieses Hin- und Herspringen auch üben? Vielleicht hänge ich auch zu sehr an meinen roten Fäden und generell an Stringenz?
          Aber warum sollte man, wenn es auch anders funktioniert? Am roten Faden entlangschreiben, stelle ich mir einfacher vor, als mein Durcheinander.
          Oder hast Du das Gefühl, Dir fehlt dadurch etwas?

          Und danke für den Juli Zeh Text. Macht Lust, sich noch einmal genauer mit dem Literaturinstitut zu befassen ...

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            #20
            Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
            Und danke für den Juli Zeh Text. Macht Lust, sich noch einmal genauer mit dem Literaturinstitut zu befassen ...
            /em nickt dazu sehr entschieden bevor sie sich schnell noch mal an ihre aktuelle Geschicht macht ...

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              #21
              Liebe Hobbes,

              Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
              Zitat von Chaja
              Wo schreibst Du denn Deine Texte?
              Am liebsten irgendwo draußen. Am Schreibtisch fühlt sich das so nach "Arbeit" an, draußen nicht. Am besten klappt es, wenn ich nicht mit dem Ziel "schreiben" losgehe, sondern eher "Sonne genießen" oder so. Schwupp, fällt eine Idee über mich her und will zu Papier gebracht werden.
              Das klingt gut! Heißt das dann, dass Du im Sommer mehr schreibst, oder klappt das auf andere Weise auch in Jahreszeiten, die nicht zum Draußensitzen einladen?

              Im "Weg des Künstler"-Fadens hast Du doch erwähnt, dass Deine Künstlertreffs "Alleinzeit" sind - wie wäre es mit Schreiben im Café? Oder Bücherei, Museum, Bank am Fluß, ...?
              Im Urlaub habe ich auch viel draußen geschrieben, aber im Alltag klappt das nicht so. Während der "Künstlertreffs" versuche ich etwas für mich alleine zu machen, schreibe aber nicht. Diese 1-1½ Stunden pro Woche bedeuten mir sehr viel. Ansonsten habe ich aber tagsüber keine Gelegenheit, mich aus dem Verkehr zu ziehen. Deswegen schreibe ich eigentlich immer nur abends, wenn die Kinder im Bett sind. Morgens wird es zeitlich etwas knapp. Um meine Morgenseiten schreiben zu können, stehe ich jetzt um 5:10 Uhr auf. Noch früher loszulegen, würde ich aber nicht durchhalten...

              Aber warum sollte man, wenn es auch anders funktioniert? Am roten Faden entlangschreiben, stelle ich mir einfacher vor, als mein Durcheinander.
              Oder hast Du das Gefühl, Dir fehlt dadurch etwas?
              Manchmal denke ich, etwas mehr Durcheinander könnte mir und meinen Texten guttun

              Apropos Durcheinander: "Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können." (Nietzsche)

              Habt Ihr eigentlich eine bevorzugte Erzählzeit? Ich meine, schreibt Ihr eher im Präteritum, im Präsens oder wechselt Ihr gerne die Zeiten? Probiert Ihr manchmal aus, wie die Texte in verschiedenen Zeiten wirken?

              Liebe Grüße an alle hier!
              Eure Chaja

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                #22
                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                Das klingt gut! Heißt das dann, dass Du im Sommer mehr schreibst, oder klappt das auf andere Weise auch in Jahreszeiten, die nicht zum Draußensitzen einladen?
                Gute Frage. Ich bin erst seit kurzem so fleißig . Mal sehen, was der Winter bringt ...

                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                Im Urlaub habe ich auch viel draußen geschrieben, aber im Alltag klappt das nicht so. Während der "Künstlertreffs" versuche ich etwas für mich alleine zu machen, schreibe aber nicht. Diese 1-1½ Stunden pro Woche bedeuten mir sehr viel. Ansonsten habe ich aber tagsüber keine Gelegenheit, mich aus dem Verkehr zu ziehen. Deswegen schreibe ich eigentlich immer nur abends, wenn die Kinder im Bett sind. Morgens wird es zeitlich etwas knapp. Um meine Morgenseiten schreiben zu können, stehe ich jetzt um 5:10 Uhr auf. Noch früher loszulegen, würde ich aber nicht durchhalten...
                Kein Wunder - da würde ich auch nicht weit kommen. 5:10 Uhr, das ist schon sehr früh.

                Habt ihr denn auch Lieblings-Schreibzeiten? Ich habe ja manchmal den Eindruck, zwischen 0:00 und 2:00 Uhr ziemlich kreativ zu sein. Nur leider bin ich dann am nächsten Tag zu nichts zu gebrauchen ...


                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                Habt Ihr eigentlich eine bevorzugte Erzählzeit? Ich meine, schreibt Ihr eher im Präteritum, im Präsens oder wechselt Ihr gerne die Zeiten? Probiert Ihr manchmal aus, wie die Texte in verschiedenen Zeiten wirken?
                Ich habe den Präsens für mich entdeckt. Der ist mir mittlerweile ziemlich ans Herz gewachsen. Von daher probiere ich gar nicht mehr so viel aus.
                In welcher Zeit schreibst Du?
                Was ich total gern ausprobiere: Eine Szene aus verschiedenen Perspektiven schreiben. Manchmal drängen sich die regelrecht auf. "Ich! Ich! Ich! Erzähl mich auch noch", quasi

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                  #23
                  Liebe Hobbes,

                  Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                  Ich bin erst seit kurzem so fleißig . Mal sehen, was der Winter bringt ...
                  Im Elternhaus von Fanny und Felix Mendelssohn-Bartholdy gab es ein Gästebuch mit vielen interessanten Einträgen, in dem die Kinder immer wieder gelesen haben. Im Sommer nannten sie es "Die Gartengazette" und im Winter "Das Tee- und Schneebuch". Ich bin mir sicher, dass Du - da Du Deine Sommerschreibweise bereits gefunden hast - auch Dein Winteräquivalent entdecken wirst!

                  Habt ihr denn auch Lieblings-Schreibzeiten? Ich habe ja manchmal den Eindruck, zwischen 0:00 und 2:00 Uhr ziemlich kreativ zu sein. Nur leider bin ich dann am nächsten Tag zu nichts zu gebrauchen ...
                  Das kann ich gut verstehen! Ich war eher früher ein Nachtmensch. Jetzt würde ich nach Mitternacht nicht mehr viel gebacken bekommen. Und ja - der nächste Tag wäre dann irgendwie dahin... Eigentlich wären die Vormittage für mich ein tolle Schreibzeit, aber die habe ich derzeit nicht für mich. Es geht aber auch zu anderen Tageszeiten, solange ich nicht zu müde bin. Nach dem Mittagessen bin ich allerdings immer sehr unkreativ.

                  Ich habe den Präsens für mich entdeckt. Der ist mir mittlerweile ziemlich ans Herz gewachsen. Von daher probiere ich gar nicht mehr so viel aus.
                  In welcher Zeit schreibst Du?
                  Ich habe es eher mit den Vergangenheitsformen. Früher mochte ich Texte, die im Präsens geschrieben waren, gar nicht. Sie gingen mir richtig auf die Nerven und ich habe beim Lesen nur selten bis zum Schluss durchgehalten. Vielleicht habe ich die falschen Bücher gelesen. Inzwischen habe ich entdeckt, dass es in der Präsensverwendung auch große Unterschiede gibt. Hanns-Josef Ortheil z.B. schreibt ein Präsens, dem wunderbare Erzählqualitäten innewohnen. An ein solch kunstvolles Präsens traue ich mich allerdings noch nicht heran.

                  Was ich total gern ausprobiere: Eine Szene aus verschiedenen Perspektiven schreiben. Manchmal drängen sich die regelrecht auf. "Ich! Ich! Ich! Erzähl mich auch noch", quasi
                  Ich hatte das Glück, dass ich das im Deutschunterricht sehr intensiv ausprobieren durfte. Ich fand das auch immer höchst spannend! Dass ich zur Zeit eine Szene aus verschiedenen Perspektiven ausprobieren würde, kann ich nicht behaupten, aber ich finde Perspektivwechsel innerhalbb eines Langtextes sehr spannend!

                  Auch hierzu fällt mir übrigens wieder Juli Zeh ein. Ich lese gerade ihren neuesten Roman "Nullzeit", in dem ein Ich-Erzähler und eine Tagebuchschreiberin zu Wort kommen. Am Anfang decken sich ihre Berichte sachlich, auch wenn sie aus verschiedenen Perspektiven geschrieben sind. Als sie aber einander näher kommen, weichen die Berichte immer weiter voneinander ab, so dass der Leser gar nicht mit Sicherheit sagen kann, was nun zwischen den beiden eigentlich passiert ist und was nicht. Ein sehr interessantes Verfahren!

                  Oder auch Uwe Johnsons "Mutmaßungen über Jakob". Kennst Du dieses Buch? Es geht um den Tod eines Jakob. Es könnte ein Unfall, ein Mord oder ein Selbstmord gewesen sein, aber es gibt nur Mutmaßungen verschiedener Ich-Erzähler und eines auktorialen Erzählers sowie Dialoge. Sehr spannend! Allerdings muss man aufpassen, dass man nicht den Überblick verliert bei der Lektüre.

                  "Ich! Ich! Ich! Erzähl mich auch noch",
                  Hierzu schicke ich Dir gleich eine PN.

                  Geht es Euch übrigens auch so, dass Ihr die Textlänge von Geschichten, die ihr im Kopf habt, völlig falsch einschätzt? Manche Geschichten, von denen ich denke, dass es doch einiges zu schreiben gibt, sind dann plötzlich ganz schnell erzählt, andere, die gar nicht so viel herzugeben scheinen, ufern plötzlich immer mehr aus. Ist das bei Euren Geschichten auch so?

                  Liebe Grüße,
                  Chaja

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                    #24
                    Ich weiß, ich hab hier noch einige Fragen zu beantworten, doch grad fehlt es mir an der Zeit und der inneren Ruhe. Ich bitte euch also um ein bisschen Geduld.
                    Eine neue Geschichte spukt mir im Kopf herum. Schuld daran bist du, Hobbes

                    Dein neuer Faden: "Bücher, die das Meer aufbrechen", hat mich auf einen Gedanken gebracht. Und nun versuche ich mich gerade an dem Thema: Kann ein einziger Satz zum richtigen Moment der Anstoß für eine totale Lebensveränderung sein.

                    Es ist übrigens total spannend für mich zu lesen, wie ihr an eure Geschichten rangeht. Vielen Dank für eure Beiträge.

                    Kommentar


                      #25
                      Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                      Geht es Euch übrigens auch so, dass Ihr die Textlänge von Geschichten, die ihr im Kopf habt, völlig falsch einschätzt?
                      Oh ja, da sagste was ...

                      Im Moment schreibe ich einen Bericht in Form einer Geschichte für meine Homepage. Ich war sicher, dass er höchstens eine Seite lang werden würde und jetzt bin ich schon bei der vierten Seite ...

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                        #26
                        Darf ich mich in Eurem Faden mal ein bißchen in die Ecke setzen und Mäuschen spielen? Irgendwas fasziniert mich hier gerade.
                        Vielleicht hat das was damit zu tun, dass ich gerade mit mir ringe, mich bei einem Figuren-web-wochenende anzumelden.
                        Jedenfalls würde ich gerne mitlesen...

                        Chaja, das folgende motiviert mich sehr, danke!
                        Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                        Heute nun habe ich alles von dort verbannt, was diesen Schreibplatz blockiert. Auch das dahinter verlaufende Fensterbrett, auf dem ich immer allerlei Krempel deponiert habe, hat eine vollständige Umgestaltung erfahren: Jetzt liegt ein dunkelrotes Tuch darauf, auf dem nur ganz wenige, ausgewählte Lieblingsstücke ihren Platz haben. Es ist richtig schön geworden!

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                          #27
                          Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                          Was schreibst Du denn? (Wenn Du es denn verraten magst)
                          Ich habe schon immer gerne Science-Fiction und Fantasy gelesen. Eine Mischung aus beiden Genres, das ist so der Bereich wo ich mich am liebsten betätige. Manchmal versuche ich mich auch an Erotischem, das empfinde ich selbst aber als sehr schwer, da die Wortwahl oft knifflig ist. Natürlich schreib ich auch ganz normale Geschichten

                          Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                          "So etwas" ist dann meist so ein Persönlichkeitsanteil, den ich normalerweise (dieser Person/Gruppe gegenüber oder auch generell) ziemlich verdeckt halte. Aber ich hab ja noch die Hoffnung, dass sich das irgendwann ändert, dass ich mich irgendwann mit sämtlichen Anteilen angefreundet hab und die dann auch öffentlich herzeigen kann..
                          Bei mir sind es weniger die verborgenen Persönlichkeitsanteile die ich nicht zeigen möchte, es sind eher die aktuellen Themen die mich beschäftigen. Deshalb mag ich auch Fantasy so gerne. Wenn man ein "Problem" aus dem normalen Kontext heraus nimmt und überspitzt darstellt, bekommt man oft einen ganz anderen Blick darauf. Ich habe vor einiger Zeit eine Geschichte begonnen und erst als sie fertig war, stellte ich fest, dass ich einen Lebensabschnitt von mir selbst sehr detailliert beschrieben habe. Beim Schreiben war mir das nicht bewusst gewesen.

                          Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                          Aber was ist dann mit all den wunderbar unterhaltsamen Büchern, die gerade dafür da sind, mir von all der Nachdenkerei endlich einmal eine Pause zu verschaffen?
                          Die lese ich natürlich auch gerne. Doch es gibt, glaube ich, kein einziges Buch in dem ich nicht zumindest einen Satz fand, über den ich ein Weilchen nachdenken musste.

                          Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                          Wie ist das bei Euch, schreibt Ihr fortlaufend von Anfang bis Ende? Bei mir klappt das nicht. Oder nein, es könnte klappen, aber es macht mir keine Freude. Leichter geht es, wenn ich die Fragmente auf mich zukommen lasse. Dann stellt sich allerdings irgendwann die Frage, wie all diese Puzzlestücke zusammenpassen ...
                          Ich schreibe fortlaufend. Genauso wie ich meistens gleichzeitig zwei oder drei Bücher lese, arbeite ich auch oft an mehreren Geschichten. Wenn ich dann noch innerhalb der Geschichten Puzzleteile zusammenfügen müsste, wär ich wahrscheinlich total überfordert.

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                            #28
                            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                            Ich vermute, dass dieser Umstand damit zu tun hat, dass man nicht nur den persönlichen Umgang mit einem vorgegebenen Rahmen zu verantworten hat, sondern ungewohnter Weise auch die Rahmenbedingungen selbst festlegt.
                            Danke für diesen Gedankengang. Da steckt viel Wahrheit drin. Und es beantwortet mir eine Frage, die ich mir immer wieder mal stellte.

                            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                            Da bin ich eher kompliziert gestrickt Bisher habe ich eigene Texte nur ganz wenigen, zu dem jeweiligen Text passenden Menschen aus meinem Umfeld gezeigt. Meine Texte sind sehr unterschiedlich und ich scheue mich noch davor, einem Menschen mehrere Texte von mir zu zeigen. Einmal habe ich Textauszüge hier im Forum gepostet, weil ich hoffte, dass ich besser mit Feedback umgehen kann, wenn es nicht aus meinem allernächsten Umkreis kommt. Aber da bin ich noch ziemlich blockiert: Auch positive und konstruktive Kritik kratzen mich ziemlich arg an und ich verkrieche mich damit lieber wieder in mein Schneckenhaus. Insofern wünsche ich mir bislang eigentlich gar kein Feedback. Trotzdem bin ich nicht ganz frei von Eitelkeit und freue mich insgeheim, wenn andere meine Texte mögen. Zuerst muss ich sie aber mal selber mögen... Das ganze Feedback-Thema ist für mich ziemlich verzwickt.
                            Für mich ist es auch heute noch deutlich einfacher meine Texte Menschen zu zeigen, die ich nicht sonderlich gut kenne. Mit Kritik kann ich gut umgehen. Spannend finde ich z.b. das ich manche Kritikpunkte ausräumen konnte weil derjenige der gelesen hat, selektiv las. Die Antwort also im Text stand. Das ist umgekehrt natürlich für mich als Schreiberling auch wertvoll. Denn es stellt sich automatisch die Frage ob ich mich auch deutlich genug ausgedrückt habe.
                            Darf ich dich auch mal fragen, was du so schreibst?
                            Die eigenen Texte mögen. Ich glaube das ist schwer. Ich weiß, das ich nicht "schlecht" schreibe, empfinde meine Texte aber oft als langweilig. Bekomme ich dann das Feedback es sei spannend, kann ich es kaum glauben


                            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                            Was macht es für Dich schwer, manche Dinge auszusprechen, über die Du dann besser schreiben kannst? Ist es eine wie auch immer geartete Hemmschwelle oder eher der Umstand, dass Du nicht direkt die passenden Worte zur Verfügung hast, sie aber nachträglich findest und dann niederschreiben kannst?
                            Ich habe mal irgendwo gelesen, dass beim Niederschreiben andere Gehirnarreale tätig sind, als beim Reden. Mir persönlich fehlen oft die Worte um etwas das mich aktuell beschäftigt, auszudrücken. Seltsamerweise geht das dann schriftlich oft, wenn es mir mündlich (noch) nicht möglich ist.

                            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                            Hmm, vielleicht sollte ich lieber sagen: Es kommt ein bisschen darauf an, was diese Texte in uns nähren: Ich glaube nicht, dass ein Text gute, wertvolle Seelennahrung sein kann, wenn er nur die Sensationslust, die Gier, die Schadenfreude oder ähnliches in einem Leser nährt. Trotzdem kann es natürlich sein, dass dieser Leser genau diesen Text großartig findet. Ich sehe da wirklich Parallelen zu Junkfood - seelische Fehlernährung sozusagen. Es geht dabei - wie gesagt - nicht um einen bestimmten intellektuellen Anspruch, sondern eher darum, dass etwas Positives in uns angesprochen und genährt werden kann. Dazu muss der Text weder ein bestimmtes Stilniveau haben noch inhaltlich auf Friede-Freude-Eierkuchen hinauslaufen. Vielleicht geht es mir dabei haptsächlich um ein gewisses Niveau von Menschenliebe. Aber das sind alles auch noch unausgereifte Gedanken zu diesem Thema.
                            Ist es nicht so, dass wir mit dem was wir lesen in Resonanz gehen? Ich glaube ein Mensch der gerade in einer Gier-Phase ist, wird auch ein Buch das dieses thematisiert gut finden. Ich habe Probleme mit Texten die sehr stark pauschalisieren und Schubladen bedienen.

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                              #29
                              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                              Heißt das dann, dass Du im Sommer mehr schreibst, oder klappt das auf andere Weise auch in Jahreszeiten, die nicht zum Draußensitzen einladen?
                              Im Urlaub habe ich auch viel draußen geschrieben, aber im Alltag klappt das nicht so.
                              Das ist nun spannend. Draußen schreiben kann ich irgendwie nicht. Da bin ich zu abgelenkt. Wie konzentriert ihr euch dann?

                              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                              Habt Ihr eigentlich eine bevorzugte Erzählzeit? Ich meine, schreibt Ihr eher im Präteritum, im Präsens oder wechselt Ihr gerne die Zeiten? Probiert Ihr manchmal aus, wie die Texte in verschiedenen Zeiten wirken?
                              Ich habe lange nur in der dritten Person in Kombination mit Vergangenheit geschrieben. Bis mir klar wurde, das ich mich damit selbst "künstlich" von meinen Texten fernhielt.
                              Heute experimentiere ich mit allen möglichen Formen. Momentan schreibe ich meistens in der Gegenwart. Und experimentiere mit der wörtlichen Rede, vorzugsweise von einer ganzen Gruppe von Personen.

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                                #30
                                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen

                                Das kann ich gut verstehen! Ich war eher früher ein Nachtmensch. Jetzt würde ich nach Mitternacht nicht mehr viel gebacken bekommen.
                                Meine bevorzugte Schreibzeit ist Abends. Ich bin eine Eule und der Rest der Familie geht wesentlich früher zu Bett als ich. Dann habe ich die nötige Ruhe um in meine Gedankenwelten einzutauchen.

                                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                                Dass ich zur Zeit eine Szene aus verschiedenen Perspektiven ausprobieren würde, kann ich nicht behaupten, aber ich finde Perspektivwechsel innerhalbb eines Langtextes sehr spannend!
                                Versuche habe ich hierzu schon gemacht. Ich habe zwei Personen die selbe Szene beschreiben lassen. Doch wirklich zufrieden war ich mit dem Ergebnis noch nicht.

                                Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                                Geht es Euch übrigens auch so, dass Ihr die Textlänge von Geschichten, die ihr im Kopf habt, völlig falsch einschätzt? Manche Geschichten, von denen ich denke, dass es doch einiges zu schreiben gibt, sind dann plötzlich ganz schnell erzählt, andere, die gar nicht so viel herzugeben scheinen, ufern plötzlich immer mehr aus. Ist das bei Euren Geschichten auch so?
                                Wenn ich etwas anfange, habe ich überhaupt kein Gefühl dafür wie lange es werden könnte. Bestes Beispiel ist der bereits erwähnte Roman mit dem Hollywood-Ende. Ich wollte ursprünglich nur ein paar Seiten wörtliche Rede üben und suchte eine Situation dafür. Als ich ein Jahr später fertig war, waren es deutlich mehr als nur ein paar Seiten geworden.

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