küste, von mir aus muß weihnachten überhaupt nicht sein! ich meinte das sozialkritisch; alle leute sagen, das MUß sein. und weil alle leute das sagen, muß ich das auch begehen??? weihnachten ist ja ein heidnischer brauch (lichterfest in der dunkelsten jahreszeit) und wurde später mit 'unserer' religion vollgestopft. der weihnachtsmann wurde von coca-cola erfunden... das datum 24. - 26. dezember ist willkürlich festgelegt. der 'wegweisende stern' leuchtete ein halbes jahr lang. natürlich verspüre ich auch die gesellschaftlich übergeordnete stimmung, genauso wie die 'andacht' bei einem fußball-wm-spiel mit deutscland als die eine mannschaft oder -jetzt wird's hart- wie ich die euphorie bei 'wollt ihr den totalen krieg?' verspürt hätte. muß ich deshalb mitmachen? muß ich meine inneren werte den äußeren angleichen? das tue ich nur, wenn ich mir meiner inneren werte nicht vollständig sicher bin. da kann man sich schnell einsam fühlen, aber alles andere wäre für mich selbstbetrug.
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Weihnachten allein
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Ich denke was du gerne hättest hängt in diesem Fall auch von deiner Einstellung zur Religion ab. Bei uns wurde immer der Geburtstag von Jesus gefeiert und ohne den gäbe es auch kein Ostern!!
Wenn du Atheist bist oder etwas anderes glaubst, hat Weihnachten für dich keinen Sinn und es zu feiern ist eigentlich Unfug!!
Hört doch endlich auf Weihnachten zu feiern, wenn ihr an nichts glaubt!!!
Und lasst die anderen feiern - auf ihre Art!!
Wenn ich aus dem Glauben feiere brauche ich keine großen Geschenke!! meine Familie wäre mir aber schon wichtig - da es da in der letzten Zeit einige Todesfälle gab, ist mir das Unvermögen der anderen die Familie zusammenzuhalten schon ein Problem!
Ich dachte immer wir wären anders und auf einmal stehe ich vor den sogenannten 0815-Problemen aller - Mist!!
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Ich stelle es mir generell (nicht nur auf Weihnachten bezogen) schwer vor, alleine zu feiern. Selbstverständlich kann ich mich alleine freuen, alleine genießen, mir etwas Besonderes gönnen, etwas Schönes nur für mich gestalten, meinen eigenen Ritualen bzw. meiner eigenen Choreographie folgen. Ich kann es mir richtig schön machen. Aber dabei kommen in mir -und ich kann da natürlich nur für mich sprechen - ganz andere Gefühle auf, als wenn ich feiere. Zu einem Fest, diesem geplanten, vorbereiteten, emotionalen Höhepunkt, wie ihn jeder Kulturkreis als gruppenidentitätstiftenden und -manifestierenden Ritus entwickelt und tradiert hat, scheinen immer mehr als ein Mensch zu gehören.
...was aber nicht heißt, dass man zu Weihnachten feiern müsste. Man kann es sich auch einfach schön machen. Nur ist das nicht immer so leicht zu trennen. Schwierig wird es m.E. dann, wenn eine ganze Gesellschaft auf diversen Ebenen auf ein solches Fest zusteuert und jedem Einzelnen so etwas wie ein Versprechen auf seinen persönlichen emotionalen Höhepunkt suggeriert. Natürlich kommt es auch auf den Einzelnen an, welchem Versprechen er wie weit Glauben schenken mag, aber wenn Sehnsüchte im Spiel sind - und jeder Mensch hat wohl seine Sehnsüchte, die sich irgendwie ansprechen und nähren lassen - kann sich auch parallel zur nach außen demonstrierten Nüchternheit in dieser Angelegenheit Enttäuschung einschleichen...
Ich habe Weihnachten noch nie alleine erlebt, aber immer mal wieder darüber nachgedacht, wie Weihnachten wohl ohne Familie oder Freunde für mich aussehen würde. Dieser - wie gesagt noch nicht erprobten - Vorstellung nach, würde ich diesen Tag weder ignorieren noch im engeren Sinne zu feiern versuchen. Aber ich würde es mir schön machen wollen und dabei auch an einigen Elementen meiner bisherigen Weihnachtsfeiern hängen bleiben. Ich stelle mir vor, dass ich mir eine Art Büffet mit lauter leckeren Kleinigkeiten herrichten würde, die nicht täglich auf meinem Speiseplan stehen, weil sie dafür zu aufwendig sind. Ich würde vermutlichen einen besinnlich-meditativen Teil einlegen, vielleicht Yoga üben, meditieren, ein ausgiebiges Bad nehmen oder auch einen Spaziergang machen, um möglichst bei mir und in der Gegenwart anzukommen. Ich würde mir auf jeden Fall Kerzen anzünden, vermutlich auch grüne Zweige oder ein kleines Bäumchen schmücken, weil ich Kerzenschein liebe und es mag, wenn in dem Kerzenlicht ab und zu etwas Goldenes funkelt oder ein Strohstern in der Kerzenwärme zu tanzen beginnt. Auch Tannenduft genieße ich sehr. Ich würde versuchen, ganz achtsam zu essen - ich weiß nicht, ob ich es deswegen in Stille täte oder mir eine Lieblingsmusik dazu anhören würde, irgendetwas Strahlendes, Herzerwärmendes. Vermutlich würde ich später selbst noch etwas Musik machen und irgendwann dazu übergehen, mir mit einem guten Buch ins Bett zu kuscheln. So sähe für mich ein wirklich schöner, genussreicher, wohltuender und erfüllender Heiligabend aus.
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Weißt Du, Chaja,
ich denke, dass viele, die in guten Familiensystemen eingebunden sind, wie scheinbar Du ( ich war Weihnachten auch schon bei Freunden eingeladen, aber da fühlt man sich auch irgendwann wie das fünfte Rad am Wagen) schnell vergessen, was für ein SEGEN es ist, von dem Rest der familie geliebt zu werden. Dass man sich aufeinander freut. Aneinander freut.
Ja, da ist es einfach, sich ein Diesmal-bin-ich-mal-allein-Weihnachten zu feiern. Weil man weiß, es bedarf nur wenig Aufwands- und man ist nicht mehr allein.
Was aber mit Leuten, die diese Alternative nicht haben?
ich hoffe, das kam nun nicht zu verbittert rüber, aber ich finde es wichtig, das zu differenieren: wann man die Wahl hat- und wann weniger.
Du schreibst, Du hättest Weihnachten noch nie allein verlebt.
Sei dankbar drum. Denn dann kennst Du nicht die Schattenseiten dieser Tage:
die Traurigkeit, die einen übermannen kann, wenn überall Weihnachtsgedudel ist. Oder die Kirchenglocken zu den Familienfeiern rufen. Oder oder oder...
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Liebe Ladymaryann,
was ich geschrieben habe, sollte nicht nach einem "Seid doch froh, Weihnachten ohne eine Familie verbringen zu können" klingen! Mir ist bewusst, was für ein großes Glück es ist, Familie zu haben, auch wenn beleibe nicht alle Familien miteinander glücklich sind. Man kann sich auch in einer Gruppe (auch in einer Familie) elendig einsam fühlen, aber das nur nebenher. Was ich geschrieben habe, sollte nicht nach einer "besseren" Alternative klingen, sondern lediglich eine (meine) persönliche Option in einem solchen Fall beschreiben, so wie ich sie aktuell sehen kann, mit all ihren Abstrichen.
Dass man gerade an solchen Tagen auch gegen entsprechende Bemühungen von Traurigkeit und Einsamkeitsgefühlen überflutet werden kann, ist mir bewusst. Und ich will das keineswegs kleinreden!
Ich weiß auch nicht, ob es einem bei solchen "Massenfesten", die von nahezu dem gesamten Umfeld begangen und im Vorfeld entsprechend gehyped werden, gelingen kann, sich ganz von diesen Vergleichen frei zu machen, die jeweils auf das gerichtet sind, was man gerade nicht hat. Und das meine ich keineswegs nur auf Menschen bezogen, die Weihnachten alleine verbringen: denn genauso, wie jemand, der diesen Tag nicht mit Verwandten oder Freunden verbringen kann, auch so etwas eigentlich "Neutrales" wie Glockengeläut mit glücklichen Familienfeiern assozieren und unter dem Alleinesein leiden kann, kann ein Mitglied einer zerrütteten Familie das Glockengeläut und den damit verbundenen Aufbruch zu einer entsetzlichen, mit vielen persönlichen Verletzungen und Enttäuschungen verbundenen Bescherung als Stressfaktor erleben und mit ihm den dringenden Wunsch verbinden, dieser Tag möge bald vorbei sein. Wieviel erwachsene Kinder verbringen Weihnachten bei ihren Eltern oder umgedreht die Eltern bei ihren erwachsenen Kindern, ohne dass es ihnen damit gut geht? Auch wenn sie immer wieder aneinandergeraten und völlig unterschiedliche Auffassungen vom Leben und Feiern haben, verbringen sie oft diesen Tag miteinander und leiden - jeder für sich - darunter, keine glückliche Familie sein und wirklich erfüllend miteinander feiern zu können. Ich habe viele Bekannte, die immer wieder ein paar Wochen brauchen, um sich von den persönlichen Enttäuschungen ihrre Weihnachtsfeiern im Familienkreis zu erholen. Sogar im großen und ganzen "glückliche" Familien können sich wegen irgendwelcher hochgeschraubter Erwartungen an dieses besondere Fest oder differierender Wünsche, wie dieser Tag zu begehen sei, das Leben gegenseitig so schwer machen, dass vieles, was sonst "unter der Decke" bleibt, hervorbricht und sie erleichtert sind, wenn sie Weihnachten endlich hinter sich haben. Auch sie vergleichen dann mit ihrem Idealbild von einer glücklichen Familienweihnachtsfeier und leiden daran.
Ich will damit nur sagen: die Erwartungen an diesen Tag (auch die, die sich "lediglich" aus dem Umfeld auf einen übertragen, wie sie etwa ein jüdischer Freund von mir empfindet, der genau weiß, dass er nicht Weihnachten feiern wird und eben doch wochenlang mit den allgemeinen Vorbereitungen auf dieses Fest konfrontiert ist) - solche Stimmungen, Erwartungen und aufgerührten Sehnsüchte also, machen es für sehr viele Menschen zu einer echten Herausforderung, diesen Tag in Gelassenheit hinter sich zu bringen. Man kann, so denke ich, in jedem Fall immer nur versuchen, diesen Tag nicht mit zu hohen Erwartungen zu überfrachten und sich dadurch Raum zu schaffen für eine eigene, möglichst wohltuende Gestaltung.
Liebe Grüße,
Chaja
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Tellerrand
Für mich war Weihnachten so lange ich denken kann immer belastet. Früher als Kind war's der blanke Horror, Feiertage waren bei uns immer besonders verbunden mit Streit, Schreierei, Prügeln und in-den-Keller-gesperrt werden, bis man zum Schöntun in den Gottesdienst wieder rausgelassen wurde.
Auch mit Trauer, ich erinnere mich, daß ich mal einen Zauberkasten, den ich mir gewünscht hatte, bekam (wir durften jeder für 20 Mark was aus dem Katalog aussuchen für den Wunschzettel, klappte nicht immer, aber da bekam ich mal mein Wunschgeschenk) - ich war so glücklich über den Kasten daß ich meiner Kinderdorfmutter sagte, ich würde sie am liebsten umarmen. Sie meinte "Tu dir keinen Zwang an" und stand dann da wie ein Stock, als ich sie umarmte. Fühlte sich schlimm an, so wie wenn ich was unanständiges tue, damit war die Freude für mich auch gegessen.
Solche Sachen gingen mir zu Weihnachten immer durch den Kopf, wenn ich die Weihnachtslieder, die Kerzenleuchten usw. hörte und sah, ich hatte immer das Gefühl von drohendem Ärger und Trauer, weil ich neidisch war auf die Leute, die das scheinbar unbelastet hinkriegten. Also hab ich all die Jahre Weihnachten vermieden, so gut ich konnte - hab mir Feiertagsdienste geben lassen, wenn die Jobs das hergaben oder hab meine OPs immer kurz vor Weihnachten machen lassen, weil in den Krankenhäusern dann sowieso wenig los war und ich war damit auch aus'm Weg
Ich hab auch paar Mal sowas probiert wie Vespi - mir die Tage besonders bewußt nach eigenem Gusto zu gestalten, aber das klappte für mich nicht, diese Tage haben ja sowas unausweichliches, egal ob man nur schnell einkaufen geht, das Radio oder den Fernseher einschaltet, überall wird einem dieses Weihnachten ja penetrant ins Gedächtnis gejubelt.
Mein Versuch, Weihnachtne in 'ner Kneipe über die Runden zu kriegen, war auch nicht gelungen, da hingen vor allem andere traurige Gestalten rum, die ihren Kummer dann im Alkohol ertränken wollten oder überfröhlich so zu tun versuchten, als würde ihnen das alles nichts ausmachen, ich spürte, daß das nur aufgesetzt war.
Als ich dann das erste Mal bei der Familie meines Mannes zu Weihnachten eingeladen war, gruselte mich wie Sau. Aber ich war dann überrascht - die haben in ihrer DDR-Zeit nie irgendwelche christlichen Botschaften damit verbunden, für die war Weihnachten vor allem: Lichter, Geschenke, Weihnachtsgans ohne Kirchen oder sonstiges Gedöns, für meinen Mann dann nach der Bescherung Ausgehen und Treffen mit der Clique in einer gemütlichen Kneipe. Das hab ich ziemlich genossen, nicht unbelastet zwar wegen meiner Erinnerungen, aber mit viel Lachen und Rumgewitzel mit den Leuten aus der Clique, die den christlichen Überbau alle nicht intus hatten.
Tja, und dann die letzten Jahre... ich verstand mich mit den Eltern meines Mannes bzw. vor allem mit seiner Mutter nicht. Wir feierten die Weihnachten bei uns, seit wir das Haus haben, die Schwiegereltern reisten an, brachten Unmengen an Plätzchen und Süßkram mit, Vati backte dann am 23. die Gans (roch immer sehr fein durch's ganze Haus - wenigstens durften wir die Gans selbst kaufen, wenn schon nicht zubereiten) - es war immer ein Akt, genügend Ablage oder sonstige Tätigkeiten zu finden, die Schwiegermutti erledigen konnte, weil sie kein Sitzfleisch hat und immer beschäftigt werden wollte. Wenn es dann am Heilig Abend die Gans zu Mittag gab, wurde immer vorher schon probiert mit Aaaaaaaaaaah und Oooooooooooh! - schmeckte auch immer (achja, und ich hatte in den letzten Jahren auch die Füllung für die Gans machen dürfen
) - Vati tat das Essen in der Küche schon auf die Teller, weil das immer schon so war - Mutti deckte immer den Tisch - weil das immer schon so war - und sie stellte dann jedem seinen Teller an den Platz: die Keulen für die Männer, die Flügel für die Frauen - auch das war schon immer so gewesen, neu dazu kam dann: "Oh Gott, Franziska, ich hab dich gar nicht gefragt ob du Keule oder Flügel willst, wie peinlich" - und das war dann eine halbe Stunde Thema mit Entschuldigungen und Beteuerungen, bis mir der Geduldsfaden riß und ich sagte: "Kein Problem, wir verstoßen dich in die Wüste, wo du 40 Tage in Schimpf und Schande barfuß über Steine laufen mußt, sooo schlimm ist das jetzt!" (den Humor verstand sie allerdings nicht, also ging's mit dem Lamentieren weiter...) - also ich fand's ungemütlich und zunehmend stressig. Schwiegermutti und ich haben 10 Jahre lang nicht genügend Gelassenheit entwickeln können, gut miteinander umzugehen, vor knapp 2 Jahren hab ich den Kontakt abgebrochen und den Schwiegereltern gesagt, daß ich sie hier nicht mehr sehen will.
Krass, aber hat geholfen. Mein Mann fährt heuer so wie letztes Jahr schon mit den Hunden zu seinen Eltern, dort verbringen sie Weihnachten so wie sie's gewohnt sind - und ich bleibe hier zu Hause, genieße es, mich nicht wie ein Gast im eigenen Haus zu fühlen, grins mir eins, wenn ich weiß, daß Schwiegermutti es einfach nicht glauben kann, daß mein Mann gerne bei ihr ist und daß ich es gern mag, wenn er guten Kontakt zu seinen Eltern hat - und trotzdem weiß, daß er gerne wieder nach Hause kommt und wir dann ganz ohne Streß "unser" Weihnachten gestalten.
Letztes Jahr bin ich kurz entschlossen am 1. Weihnachtstag nach Leipzig zu einem Bekannten gedüst, was ich heuer machen werde weiß ich noch nicht. Aber ich bin sicher, mir wird nach Lust und Laune was einfallen, jedenfalls war es das erste Mal, daß ich Weihnachten unbeschwert verbracht habe (fast jedenfalls, die vielen Leute, die meinten, es müsse mir doch recht einsam ums Gemüt sein, waren anstrengend - so viele Anrufe kriege ich sonst das ganze Jahr über nicht).
Eins ist mir in all den Jahren klar geworden, und ich weiß nicht, ob dir das hilft, ladymaryann. Ich hatte keine Familie, zu der ich hätte gehen können, früher. Und die Versuche, die Trauer und die schlechten Erinnerungen irgendwie zu "übertönen" haben mir nie geholfen, ich konnte mich nicht selbst austricksen. Aber ich habe akzeptiert, daß ich Weihnachten nun mal nicht besonders mag und es auch nicht "ersetzen" kann. Wenn mir danach ist, dann heule ich bissl rum und finde mich bedauernswert - auch mal fein, so'n Anfall von Selbstmitleid. Irgendwie habe ich inzwischen das Gefühl, daß ich nix kopieren muß. Wenn mir nach Traurigsein ist, dann bin ich's halt (zumindest an diesen Tagen, auch wenn ich bis heute kein besonders geschickter Trauerer bin), wenn mir nach Autofahren ist, tu ich das, wenn ich mir 'nen Horrorfilm reinpfeifen oder unsinnig viele gefüllte Lebkuchenherzerl verputzen will, dann tu ich das. Die Erwartung an diese Tage, die Sehnsüchte - die konnte ich loslassen. Sehnsucht nach Nähe hab ich nicht mehr, die genieße ich doch sowieso immer mit meinem Mann (manchmal mehr, als ich eigentlich mag) - vielleicht ist es das. Weihnachten ist mit so vielen Gefühlen behaftet, was "man" da teilen will, und wenn man das vermißt, tut's besonders weh. Seit ich mein Leben weitgehend so lebe, wie ich es gern hab, geht's mir Weihnachten besser.
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Sorry, ihr lieben,
meine Woche war zu lang..
hab mir die rechte Schulter irgendwie verspannt, kann deshalb nicht soo viel schreiben gerade...
@tellerrand:
DANKE für diese doch sehr persönlichen Zeilen.
Ja, ich kann etwas damit anfangen.
Ich habe auch schon das Verschiedenste zu Weihnachten ausprobiert:
Vorletztes Jahr habe ich sogar mich mit einer unbekannten Mittsechsiger getroffen- sie hatte in der Zeitung inseriert.
Das war einerseits spannend, anderseits auch befremdllich- ihre Traurigkeit war schon sehr zu spüren.
Ein Freund aus Süddeutschland spricht ebenfalls Jahr für Jahr Einladungen zu sich aus- aber das ist über 500 km entfernt- und da fühle ich mich manchmal "bedrängt" von ihm.
Allein war ich auch schon- war nicht schön...
Heute, am 3. Advent hab ich gerade ein wenig einen "Betrübten".
Vormittags ziemlich anstrengenden Ehrenamtsdienst, und auf dem Heimweg sind mir einige Familien entgegen gekommen. Und Paare.
Die Sonne strahlte. Ach, wie schön wäre es, wenn da jemand wäre, mit dem man diese Stimmung teilen könnte.
Heute fühle ich mich ein wenig einsam...
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ladymaryann
kommt mir gerade alles ein wenig bekannt vor - ich lag heute viel im Bett - Bronchitis - niemand da außer den 2 Katzen, auch niemand angerufen, obwohl alle wissen, dass ich krank bin.
In die Kindheit zurückgesehn - da hätte ich Tee, gute Worte, eine Wärmflasche und viel Liebe bekommen...
Aber das Bett war weich und warm - das war gut!
Was war bei dir heute gut???
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amelie, gute besserung, schwitz es aus!
ich habe jetzt schon einen grusel vor weihnachten! lädt sich mein bester freund selber ein? muß ich andere leute 'abschmettern'? stehe ich dann wieder als misanthrop da? ich will doch nur die tage begehen wie alle 'mittwoch bis freitag's! ich habe an anderer stelle schon geschrieben, daß ich mit derlei konventionen nix anfangen kann. ich höre jetzt schon die fragen 'und? was machst du zu weihnachten?' am liebsten würde ich zurückfragen 'was für weihnachten?' aber ich muß mich immer wieder erklären. gesellschaflicher druck ringsum! da fühle ich mich dann wie in einem fremden universum...
gehirngewaschene aliens?
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auweia, amelie, erhol Dich gut !!! Ohja, kranksein ist echt doof, wenn keiner da ist...
gehts Dir heut wieder etwas besser?
Hm, was war gestern gut? Die Tätigkeit da im E-Dienst und die Bestätigung, das Team dort... das ist immer Balsam fürs Herzle...
gegen Abend kamen dann aber richtig heftig die Schmerzen. An meiner rechten Schulter. Ich hielt es für eine simple Verspannung. also jede Menge Wärmesalbe und Wärmflasche drauf. Dadurch verschlimmerte sich noch alles.
Nachts fand ich fast gar keine Ruhe, irgendwann gegen 2 Uhr nahm ich dann eine Tablette.
Morgens bekam ich vor Fast-Steifheit am Arm meine Kleidung kaum an und meldete mich schweren Herzens krank und ging zum Orthopäden.
Der checkte mich voll durch. Und guckte sehr ernst.
Und verpasste mir eine fette Cortison-Spritze. Kalkschulter mit heftigen Entzündungen. Alle wunderten sich, dass ich nicht schon viel eher über Beschwerden geplagt habe.
Sogar eine OP fasste er ins Auge. Spätestens da bekam ich Angst...
Tja, der Alltag dreht sich fröhlich (in minem Falle gerade nicht so fröhlich) weiter. Knallhart. Da fällt es oft schwer, durchzuhalten.
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Liebe Maryann.
Das ist jetzt ziemlich OT, und ich weiß auch nicht, ob Du den Beitrag haben moechtest: aber da das Wort OP fiel und Du derzeit nicht in Deiner Balance bist (Belastung im Job mit Auswirkungen auf Appetit) moechte ich Dir diesen Gedanken hier lassen: die uebertragene Bedeutung dessen , wo was weh tut:
Was sitzt wo?
Evtl kommst Du bei ganzheitlicher Betrachtung an Schmerzen oder OP vorbei.
Gute Besserung & viel Kraft für Dich!
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Gast
also bei mir trifft das mit der rechten schulter voll zu, da war ich aber schon von selbst drauf gekommen.
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Chrysothemis
So ist es. Jedes Jahr wird noch mehr Theater gemacht, obwohl das schon kaum noch möglich ist. Es würde einigen Leuten sehr gut tun, einmal ein Weihnachten vom Jahr z.B. 1850 zu feiern. Da war es wirklich eine besinnliche Zeit und die Menschen wußten noch, worum es an Weihnachten ging.Zitat von benno Beitrag anzeigenamelie, gute besserung, schwitz es aus!
ich habe jetzt schon einen grusel vor weihnachten! lädt sich mein bester freund selber ein? muß ich andere leute 'abschmettern'? stehe ich dann wieder als misanthrop da? ich will doch nur die tage begehen wie alle 'mittwoch bis freitag's! ich habe an anderer stelle schon geschrieben, daß ich mit derlei konventionen nix anfangen kann. ich höre jetzt schon die fragen 'und? was machst du zu weihnachten?' am liebsten würde ich zurückfragen 'was für weihnachten?' aber ich muß mich immer wieder erklären. gesellschaflicher druck ringsum! da fühle ich mich dann wie in einem fremden universum...
gehirngewaschene aliens?
Das was Alleinstehende so mitnimmt, ist nur das, was sie angeblich entbehren - so eine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt wie in der Werbung und in den Weihnachtsfilmen dargestellt.
ladymaryann fallen Familien und Paare auf - natürlich alle glücklich. Vielleicht ist es so, daß man in manchen Fällen nur noch das wahrnimmt, was man wahrnehmen will. Streitende Paare, Kinder, die mit traurigen Minen hinter ihrer Mutter hertrotten, passen natürlich nicht ins Bild der Weihnachtswunderwelt - aber auch das kann man jetzt wahrnehmen (wenn man will).
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