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Beruf - Berufung

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    #16
    Zitat von Gerlinde Beitrag anzeigen
    Wo wäre ich jetzt, wenn ich diesem Impuls Bedeutung gegeben hätte?
    Das weiß ich nicht, da ich dich nicht kenne, und nicht in dich hineinschauen kann.

    Ein Kollege von mir kann technische Sachverhalte einfach nicht gut erklären, denn er erklärt sie aus Sicht des Technikers, was aber von den nicht-technischen Empfängern in der Regel nicht verstanden wird. Außerdem stresst ihn die Situation des Erklären-Müssens sehr. Das ist seit Jahren so und scheint sich auch nicht zu ändern.

    Bist du der Meinung, dass er trotzdem in einem Job als technischer Trainer gut aufgehoben wäre und einfach nur kräftig üben müsste?

    Bei mir das Gegenteil: ich habe von jeher Schwierigkeiten, wenn ich komplexe technische Sachverhalte verstehen oder reparieren muss. Diese Aufgaben stressen mich sehr, ich fühle mich oft überfordert. Bist du dennoch der Meinung, dass ich diesen Job trotzdem lieben lernen sollte bzw. könnte?

    Kannst du dir keinen Beruf vorstellen, denn du NICHT gern machen wolltest?

    Generell würde ich sagen: wenn Du alle Berufe gleichermaßen lieben gelernt hast, dann ist das eine super Sache für Dich. Aber das heißt noch lange nicht, dass jeder andere Mensch das genauso empfinden wird wie Du. Nicht jeder ist so multifunktional einsetzbar, manche Menschen haben Ängste, die du nicht hast, oder Abneigungen, die du nicht hast, etc. Jeder Mensch ist anders, und man kann eigene Erfahrungen nicht immer eins zu eins auf andere übertragen.

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      #17
      Liebe Tanzende,

      ich finde Deinen Beitrag sehr spannend und kann einiges von dem, was Du schreibst, sehr gut nachvollziehen. Mir selbst ist auch schon öfter durch den Kopf gegangen, ob "Berufung" manchmal nicht vielleicht weniger an einer bestimmten Tätigkeit als an einer Eigenschaft hängen könnte. Dementsprechend könnte beispielsweise dieses Feuer-und-Flamme-Sein, diese Hingabe an die Begeisterung, die wiederum andere anstecken und begeistern kann, Deine Berufung sein, die Du natürlich überall dort, wo es Menschen gibt, leben kannst.

      Ansonsten sehe ich Deine Position nicht unbedingt im Widerspruch zu meinem Beitrag:

      Zitat von Tanzende Beitrag anzeigen
      chaja, erlebst du nicht auch sowas wie deine "zweite berufung" - du bist doch auch nach wie vor mit herz und seele mit dem thema "literatur" verbunden.
      Mein Eindruck ist, dass weder mein erster noch mein zweiter Beruf direkt meiner Berufung entspricht, dass aber beide in enger Nachbarschaft dazu liegen und deswegen beide für mich funktionieren. In diesem engeren Kreis sind noch einige andere Tätigkeiten angesiedelt, die ich mir als weitere "Lebensabschnittberufe" vorstellen kann. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass ich, wenn ich wirklich ins Zentrum dieses Kreises vordringen und eine Arbeit finden würde, die genau meiner Berufung entspräche, dort nicht wegwollen würde.

      Das heißt nicht, dass ich jetzt ständig auf der Suche nach diesem hundertprozentig berufungsadäquaten Job wäre, im Gegenteil: ich fühle mich soweit wohl und bin entsprechend zufrieden. Ich bin eben ausreichend nah dran an meiner Berufung. Aber es gibt ja - wie man auch hier lesen kann - etliche Menschen, die beruflich ganz woanders landen als es ihren Wünschen entspricht. Und einen derartig weiten Abstand zur eigenen Berufung stelle ich mir extrem anstrengend und seelenausdörrend vor.

      Ganz liebe Grüße in die Runde!
      Eure Chaja

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        #18
        Hallo Ihr Lieben,

        eine interessante Diskussion ist hier entstanden.

        Der Vergleich mit dem Warten auf den perfekten Lebenspartner ist vielleicht garnicht so eine schlechte Metapher.

        Nach meiner Meinung gibt es Menschen, mit denen man überhaupt nicht zusammenleben kann. Das wäre dann wie das, auf was Solipsist hinaus will...Berufe, die einem garnicht liegen.

        Und es gibt eine Vielzahl möglicher Berufe, in denen man mittelmäßig, gut, oder auch sehr gut zurecht kommen könnte. Das hängt dann nicht nur von der eigenen Persönlichkeit (wieviel brauche ich, um zufrieden zu sein?), sondern auch vom Arbeitsumfeld, den Kollegen, dem Chef, dem Betriebsklima usw. ab.

        Und dann gibt es den einen 100% passenden Beruf, wo man die meiste Zeit im Flow ist und wirklich alles gern tut, weil es einen interessiert und motiviert. Das wäre dann die Berufung.

        Aber gibt es sowas wirklich für jeden? Ist das nicht eine Vision? Soll ich dem wirklich hinterherjagen oder doch lieber eine Stufe tiefer einsteigen und etwas finden, mit dem ich zu 60-80% zufrieden bin?

        Nochmal die Frage in die Runde:
        Glaubt Ihr, daß jeder Mensch eine Berufung hat?

        Liebe Grüße
        Glühwürmchen

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          #19
          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
          Aber es gibt ja - wie man auch hier lesen kann - etliche Menschen, die beruflich ganz woanders landen als es ihren Wünschen entspricht. Und einen derartig weiten Abstand zur eigenen Berufung stelle ich mir extrem anstrengend und seelenausdörrend vor.
          Ja, das ist es...

          Angenommen, ich würde meine Interessen und Talente entlang einer Skala sortieren: bei 10 landen die Themen, die am besten zu mir passen, die ich persönlich als Berufung empfinden würde. Und bei 0 befinden sich die Themen und Aufgaben, die ich als extrem anstrengend oder langweilig empfinden würde, oder deren Erledigung mir sehr viel Mühe macht. Dann würde ich meinen Beruf ungefähr bei 2-3 einsortieren.

          Mein Ziel wäre ja nicht einmal, einen Job im Bereich 9 oder 10 zu erreichen. Ehrlich gesagt wäre ich schon mit allem, was über 5 oder 6 ist hochzufrieden und wäre eine ungemeine Erleichterung meines Berufslebens.

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            #20
            Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
            Nochmal die Frage in die Runde:
            Glaubt Ihr, daß jeder Mensch eine Berufung hat?
            Ich weiß nicht, aber ich vermute: nein.

            Mir sind nämlich auch schon viele Leute begegnet, die eigentlich keine großen Ansprüche an ihren Beruf stellen, außer, dass er ausreichend Geld bringt, und ihnen eine Beschäftigung verschafft. Und die kein inneres Sehnen, kein Drängen in eine bestimmte Richtung verspüren. Dagegen ist ja auch nichts zu sagen.

            Auch ich denke nicht, dass ich DIE EINE Berufung habe. Vielmehr gibt es wohl ein berufliches Aufgabenspektrum, in dem ich mich recht wohl fühlen könnte, und in dem ich gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen könnte.

            Mir persönlich würde es reichen, in diesen persönlichen "Beruflichen Komfort-Bereich" hineinzukommen. Mehr Optimum bräuchte ich wohl gar nicht.

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              #21
              Zitat von Chaja
              Aber es gibt ja - wie man auch hier lesen kann - etliche Menschen, die beruflich ganz woanders landen als es ihren Wünschen entspricht. Und einen derartig weiten Abstand zur eigenen Berufung stelle ich mir extrem anstrengend und seelenausdörrend vor.
              Ich fand das für meine berufliche Laufbahn, wiewohl ich nicht den Job bekam, den ich wollte, nicht zutreffend. Ich gehöre also zu den anderen "etlichen".

              Trotzdem ließ mich die Vorstellung, "irgendwann" in meinm Wunschberuf arbeiten zu können nicht los, wiewohl ich nicht behaupten würde, dass ich zu diesem Beruf "berufen" wären, bzw. "berufen worden wäre" ... von wem denn, wenn nicht von mir selbst ? Kann man sich selbst "berufen" ?

              Jahre später gelang es mir, meinen Wunschberuf an meinem Arbeitsplatz in meine Tätigkeit "einzuführen". Ich hatte sozusagen eine "Nische" entdeckt, in die mein Wunschberuf sehr gut hineinpasste. Mit einem Dickkopf wie meinem und zwar ermüdender, jedoch fruchtbarer Ausdauer und Überzeugungskraft konnte ich meine VOrgesetzten davon überzeugen, dass genau das uns bislang gefehlt hatte. Ich durfte den Job schießlich machen, den Beruf, den ich zirka 20 Jahre zuvor ziemlich enttäuscht abgeschrieben hatte.

              Mein ursprünglicher Brotberuf war sicherlich nicht meine "Berufung", geschweige denn mein heimlicher Traumjob gewesen, doch ich machte für mich das Beste daraus und siehe: meistens machte es sogar Spaß.
              Ich denke mal, dass es eine Sache der persönlichen Einstellung ist, wie man mit einem Job zurecht kommt, den man eigentlich nicht mag, den man jedoch braucht, um leben zu können ... und dabei trotzdem nicht zu versauern.

              Ich hatte es selbstverständlich nicht nur mit "guten Kollegen" zu tun, sondern da waren auch einige anstrengende Kotzbrocken darunter. Doch selbst denen kann man "etwas abgewinnen" und wenn es nur die Lehre ist, "nicht so zu werden wie sie", sondern "sich selbst zu bleiben".
              Die meisten habe ich überlebt (d.h. sie sind irgendwann versetzt worden oder haben sich auf eine andere Stelle beworben) und ich war irgendwann so etwas wie der "Herr in meiner Abteilung". Das war der Zeitpunkt, als ich die "Freiheit erhielt" meinen Wunschjob "einzuführen".

              Solipsist sprach von "einem inneren Sehnen, einem Drängen in eine bestimmte Richtung". Bei mir war es eher ein "warten darauf", warten auf die Gelegenheit.

              Eine Berufung war es mMn sicher nicht, denn dieses Wort verbinde ich mit "Dingen", die sich (für mein Verständnis) dem Nachvollziehbaren entziehen. Wenns nach meinen Eltern gegangen wäre, hätte meine "Berufung" Eisenbahner geheissen. Mich "rief" jedoch rein gar nichts dahin ...

              Um jedoch bei dem Wort zu bleiben, so bezeichnen sich z.B. Geistliche oder religiös arbeitende Menschen gerne als "dazu berufen" ... sie haben ja auch jemand oder etwas, dem sie ihre Berufung anhängen können.

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                #22
                Zitat von solipsist Beitrag anzeigen
                Das weiß ich nicht, da ich dich nicht kenne, und nicht in dich hineinschauen kann.

                Ein Kollege von mir kann technische Sachverhalte einfach nicht gut erklären, denn er erklärt sie aus Sicht des Technikers, was aber von den nicht-technischen Empfängern in der Regel nicht verstanden wird. Außerdem stresst ihn die Situation des Erklären-Müssens sehr. Das ist seit Jahren so und scheint sich auch nicht zu ändern.

                Bist du der Meinung, dass er trotzdem in einem Job als technischer Trainer gut aufgehoben wäre und einfach nur kräftig üben müsste?

                Bei mir das Gegenteil: ich habe von jeher Schwierigkeiten, wenn ich komplexe technische Sachverhalte verstehen oder reparieren muss. Diese Aufgaben stressen mich sehr, ich fühle mich oft überfordert. Bist du dennoch der Meinung, dass ich diesen Job trotzdem lieben lernen sollte bzw. könnte?

                Kannst du dir keinen Beruf vorstellen, denn du NICHT gern machen wolltest?

                Generell würde ich sagen: wenn Du alle Berufe gleichermaßen lieben gelernt hast, dann ist das eine super Sache für Dich. Aber das heißt noch lange nicht, dass jeder andere Mensch das genauso empfinden wird wie Du. Nicht jeder ist so multifunktional einsetzbar, manche Menschen haben Ängste, die du nicht hast, oder Abneigungen, die du nicht hast, etc. Jeder Mensch ist anders, und man kann eigene Erfahrungen nicht immer eins zu eins auf andere übertragen.
                Gute Frage nach dem Beruf, den ich nicht gerne machen würde. Ich habe große Vorbehalte gegen Glücksspiel - vermutlich könnte ich kein Croupier oder Geschäftsführerin in einem Glückspielunternehmen sein. Und ich glaube, dass ich keine gute Verkäuferin bin ... und Glaubensstrukturen machen meiner Meinung und Erfahrung nach Wirklichkeit ...

                Ich denke schon, dass es Sinn macht, den Beruf nach seinen Stärken zu wählen.

                Dass es Menschen mit Abneigungen oder Ängsten gibt ist mir sehr bewusst ... trotzdem meine ich nicht, dass nicht jede/r sie auch behalten muss. Und wenn ich Menschen permanent klagen höre über dass, was sie tagtäglich tun um ihre Brötchen zu verdienen, dann kann ich mich nur wundern, wie fest sich manche in die Opferrolle begeben haben. Ich habe es mir angewöhnt stets meinen Spielraum zu überlegen, ich bin lieber Täterin als Opfer.

                LG

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                  #23
                  Zitat von Gerlinde Beitrag anzeigen
                  Ich habe es mir angewöhnt stets meinen Spielraum zu überlegen, ich bin lieber Täterin als Opfer.
                  Wobei der Spielraum natürlich stark von verschiedenen Faktoren abhängt (wie sehr man beispielsweise in finanzielle oder familiäre Abhängigkeiten eingebunden ist). In vielen Fällen ist es schon sehr schwierig, den Beruf zu wechseln, weil einfach sehr viel von dem Einkommen abhängt. Dazu kommt das Problem, dass man in einen neuen Beruf erstmal hineinkommen muss, was gar nicht so einfach ist, wenn man nicht die nötigen Beziehungen, Zeugnisse, Erfahrungen mitbringt.

                  Ich selber habe zumindest immer versucht, mich aus finanziellen Abhängigkeiten soweit wie möglich rauszuhalten (kein Immobilienkauf, keine Schulden,...), und dennoch hänge ich gewissermaßen finanziell an meinem jetzigen Job dran.

                  Mein aktueller Lösungsversuch ist wie schon an anderer Stelle erwähnt ein nebenberufliches Studium. Zumindest erlebe ich in diesem Fach endlich mal eine innere Befriedigung und ein großes Interesse (ein Gefühl, das ich im Beruf so gut wie nie habe).

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                    #24
                    Zitat von Gerlinde Beitrag anzeigen
                    Ich denke schon, dass es Sinn macht, den Beruf nach seinen Stärken zu wählen.
                    Dem stimme ich zu, nur sollten zur Umsetzung der Stärken (im Beruf) auch die (anderen) Voraussetzungen stimmen, ... um in einen geeigneten Beruf einsteigen zu können.
                    Diese Voraussetzungen erfüllt bedauerlicherweise nicht jeder.

                    Und wenn ich Menschen permanent klagen höre über dass, was sie tagtäglich tun um ihre Brötchen zu verdienen, dann kann ich mich nur wundern, wie fest sich manche in die Opferrolle begeben haben.
                    Danke, dass du nicht verallgemeinerst. Ohne in die Details einzugehen, kann ich mich heute allerdings meist nicht mehr darüber wundern, ... wenn ich die Biographie dieser Menschen kenne.

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                      #25
                      Zitat von Gerlinde Beitrag anzeigen

                      Dass es Menschen mit Abneigungen oder Ängsten gibt ist mir sehr bewusst ... trotzdem meine ich nicht, dass nicht jede/r sie auch behalten muss. Und wenn ich Menschen permanent klagen höre über dass, was sie tagtäglich tun um ihre Brötchen zu verdienen, dann kann ich mich nur wundern, wie fest sich manche in die Opferrolle begeben haben. Ich habe es mir angewöhnt stets meinen Spielraum zu überlegen, ich bin lieber Täterin als Opfer.

                      LG


                      Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen

                      Danke, dass du nicht verallgemeinerst. Ohne in die Details einzugehen, kann ich mich heute allerdings meist nicht mehr darüber wundern, ... wenn ich die Biographie dieser Menschen kenne.
                      um jetzt diesen allgemeinen stil (der normalerweise nicht so meiner ist) beizubehalten: ich geb euch beiden vollkommen recht - aber auch wenn ich biografisch das festhalten an der opfer-rolle verstehen kann ...

                      ...
                      ...
                      ... NERVT SIE TROTZDEM



                      (und bevor das hier zu ner o-ton-diskussion kommt: ich weiss, dass ich nicht dazu verpflichtet bin, mich nerven zu lassen - auch das liegt in meiner verantwortung...)

                      on-topic:

                      ich komme immer wieder auf diese analog mit liebe und ehe / partnerschaft zurück:
                      als jugendliche habe ich auch geglaubt, es gibt MEINEN partner, den muss ich nur finden, MEINEN DECKEL (nach dem sprichwort: auf jeden topf den passenden deckel), MEINE media naranja (halbe orange, spanisches sprichwort, das das gleiche meint).

                      inzwischen bin ich überzeugt: es gibt menschen, die besser zu mir passen, andere weniger - und zum grossen teil liegt es an mir, meiner bereitschaft, mich einzulassen, anzupassen, etc, ob partnerschaft gelingt oder nicht.

                      nein, ich glaube nicht mehr an eine ganz spezifische berufung, die wir nur zu finden haben, ebensowenig wie an DEN einen traumprinzen, den ich nur finden muss.


                      undaberauch:
                      love it, change it or leave it.

                      wenn ich in meinem beruf nicht glücklich bin und auch wirklich schon versucht habe, ihn und mich zu verändern, aber immer noch nicht glücklicher werde - dann gibt es nur eins: den mut zum nächsten schritt - manchmal auch ins leere.

                      hilde domin:

                      ich setzte den fuss in die luft - und sie trug

                      herzlich-tanzende grüsse

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                        #26
                        Zitat von Tanzende Beitrag anzeigen
                        hilde domin:

                        ich setzte den fuss in die luft - und sie trug
                        Ja, wenn man Glück hat, funktioniert es...

                        VIelleicht habe ich mich auch von einem Freund abschrecken lassen: auch ihn hat sein damaliger Beruf genervt, er hat seinen Fuß in die Luft gesetzt (sprich: er hat gekündigt). Er hatte viele tolle Ideen, wie es weitergehen könnte, er war anfangs voller Motivation. Doch - die Luft, sie trug ihn nicht... Ich weiß nicht genau, was er falsch gemacht hatte, aber es schien irgendwie nicht zu funktionieren, seine ganzen Pläne zerbröselten: anfangs bekam er Arbeitslosengeld, dann lebte er eine Zeitlang von seinen Ersparnissen. Inzwischen ist er ins alte Kinderzimmer in seinem Elternhaus zurückgezogen - dorthin, wo er eigentlich nie mehr zurückwollte.

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                          #27
                          gelöscht

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                            #28
                            Man hat mich darauf hingewiesen, dass ich diesen Thread gekapert hätte.

                            Das ist eigentlich nicht meine Absicht, aber ich gebe zu, auf den Themenbereich Beruf/Berufung springe ich an, weil es zu meinen wichtigen Lebensthemen gehört.

                            Dennoch halte ich mich jetzt erstmal zurück und verfolge den Thread nur lesend....

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                              #29
                              Zitat von Tanzende
                              es gibt menschen, die besser zu mir passen, andere weniger - und zum grossen teil liegt es an mir, meiner bereitschaft, mich einzulassen, anzupassen, etc, ob partnerschaft gelingt oder nicht.
                              Ein Stück (Lebens)Weg zusammen gehen, ... wobei sich dann (entsprechend deiner Aussage) die Länge des Weges und die Dauer des gemeinsamen Gehens herausschält.

                              nein, ich glaube nicht mehr an eine ganz spezifische berufung, die wir nur zu finden haben, ebensowenig wie an DEN einen traumprinzen, den ich nur finden muss.
                              Ich lasse für mich das "mehr" weg und es stimmt. Die Traumfrau gibt es, ... allerdings (eben) nur im Traum, ... genau wie den Traumprinzen. Das sind Wünsche und Vorstellungen, die vielen Menschen auf der Suche nach dem/der "idealen" Partner(in) im Wege stehen und die Suche (genau wie beim Traumjob) irgendwann möglicherweise in einer (selbst heraufbeschworenen) Frustration endet, ... und nach etlichen solchen Ent-Täuschungen ihre Opferrolle zementieren, ...

                              ... und damit anderen Zeitgenoss(inn)en manchmal auf den Geist gehen.

                              Zitat von Solipsist
                              Ja, wenn man Glück hat, funktioniert es...
                              Das Glück (und das Unglück) gibt es eigentlich nicht, ... es sei denn, man macht sich sein Glück oder Unglück selbst. Womit wir wieder bei den Stärken(eigentlich den Eigenschaften) und der Biographie angelangt wären.

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                                #30
                                Zitat von Solipsist
                                Inzwischen ist er ins alte Kinderzimmer in seinem Elternhaus zurückgezogen - dorthin, wo er eigentlich nie mehr zurückwollte.
                                Wo er möglicherweise jedoch hingehörte.
                                Das ist kein Spott und keine Hähme, sondern lediglich ein Anstoß, das "warum", bzw. das "wozu" (im Zusammenhang mit dem Lebensweg deines Freundes) einmal weiter zu denken.

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