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Mein Leben als Autist

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    Zitat von Condor Beitrag anzeigen
    Heute sind meine Eltern für mich sehr alte und dumme Menschen, nicht mehr und nicht weniger. Ich denke, ich werde weinen, wenn sie sterben und froh sein, wenn sie tot sind.
    Das klingt vielleicht hart, aber so hart war auch meine Kindheit mit ihnen.
    sorry, ich insistiere: das ding mit deinen eltern ist noch nicht durch. aber bei wem ist das schon wirklich... da gilt meist: wer besser verdrängt, gewinnt! inzwischen glaube ich auch, daß verdrängung manchmal die beste lösung ist. aber das ist ein anderes thema.
    du hat mir geantwortet, was alles für dich as NICHT ist. aber was IST es denn? lediglich ein gesellschaftliches problem? so wie bei r. v. praunheim's "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt"? das würde die sache übersichtlicher machen. ich bin verunsichert, und da brauche ich die übersicht.
    und was war da letztenendes in dir, das nicht sterben wollte?

    manchmal ist es mir peinlich, so penetrant zu fragen...

    Kommentar


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Hallo Sabine,

      Das Dumme ist, je mehr man aufpasst, desto unsicherer werde ich und desto eher falle ich. Vor allem als Kind bin ich oft gefallen, auch schon vom Fahrrad, auf gerader Strecke... meine Eltern mussten mich abholen und in die Klinik fahren, 3 Stunden hat mein Vater mich angebrüllt, wie dumm und unfähig ich sei. - Das ist eine von vielen Erinnerungen, die ich ihm nicht verzeihen kann. Man kann ein Kind mal anbrüllen, passiert fast jedem mal, aber 3 Stunden lang... das ist unentschuldbar.
      Ja, das ist es. Es ist nicht entschuldbar! Ich habe meine Mutter auch mal angebrüllt, als sie sich die Finger in der Waschmaschine geklemmt hat. Das war Hilflosigkeit. Ich habe es gemerkt und sie nie wieder angebrüllt, wenn sie sich irgendetwas getan hatte... Sondern ich habe sie getröstet und manchmal eben auch verarztet... das sollten Eltern auch können, zumal Kinder sich selbst ja ja nicht helfen können.

      Hast du schon mal etwas von self fulfilling hypothesis / Prophecy gehört? http://et.fh-duesseldorf.de/home/phi...ungen-2011.pdf Es bedeutet, dass man der Unsicherheit entgegen treten kann. Man kann sicher nicht alles verhindern, aber man kann sich sagen: das geht jetzt gut. Oder: ich bleibe stehen! Wichtig ist, positiv zu formulieren. Wenn einem die Eltern erzählen, dass man zu blöd sei, glaubt man das als Kind ja, weil Eltern sich (vermeintlich) nicht irren können. Aber im Erwachsenenleben können wir uns vom Urteil unserer Eltern befreien, was du ja auch versuchst und wie es scheint, relativ gut schaffst. Also: weitermachen. Immer schön positiv denken!! ;) Ich weiß, es ist harte Arbeit an sich selber.


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Das wissen sie meistens, nur oft wird es verschleiert oder der andere muss raten, was auch nicht besser ist.
      Also, erstmal vorab: ich geh mal davon aus, dass dieser Narzisst sehr narzisstisch ist, aber nicht empahtiefrei. Vielleicht irre ich mich, das fände ich sehr schade, aber wenn es so wäre, müsste ich es wohl auch akzeptieren.

      Ich muss noch einige Dinge mit ihm erledigen, deswegen kann ich den Kontakt nicht abbrechen. Aber falls das (Kontakt verlieren) mal passieren sollte, werde ich es mit Fassung tragen. Das Schlimmste, was er tun könnte, wäre zu versuchen, "Keile" zwischen mich und andere Menschen, die mir lieb sind, zu treiben. Ich weiß, dass ich das Risiko in Kauf nehmen muss, wenn ich in der Kommunikation mit dem Narzissten authentisch zu mir stehen will.

      Ich hoffe, wenn diese Dinge erledigt sein werden, dass es dann besser werden wird, weil wir keine gemeinsamen "Aufgaben" mehr haben.

      Das mit dem Raten ist für mich neu, würde auch passen. Ich habe schon 10 Mal gesagt, welche Angaben ich brauche, um es ihm recht zu machen, und bekomme als Antwort ziemlich unstrukturiertes Zeugs. Ich zweifel derzeit am Organisationstalent diese Narzissten. Vielleicht hat er aber Organisationstalent und macht diese Unstruktur mit Absicht. Eine Freundin von mir warnt mich öfters: "Achtung, er will dich übern Tisch ziehen." Das wäre schon eine Form des Über den Tisch Ziehens. (Um ehrlich zu sein, ich möchte das eigentlich nicht wahr haben).


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Das ist Absicht, auch wenn es oft nicht so aussieht.
      Er kann irgendwie auch nichts dafür, oder? Er ist so und kann nicht anders. Also ist es unbewusste Absicht?


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Das sind keine Missverständnisse, das ist pure Absicht. Dem Narzissten (allgemein) macht so was Spaß.
      Neeeee, ich will das eigentlich gar nicht ernsthaft zu Ende denken

      Was bedeutet nun Spaß für ihn? So wie er sich aufführt, versprüht er Adrenalin ohne Ende, weil er sich ärgert, seinen Willen nicht bekommen zu haben. Er jammert, dass es ihm sehr schlecht geht, (tut es auch, er hat z.B. Bluthochdruck).... und meiner Meinung nach schadet er sich selber damit. Wie kann das Spaß machen?


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Noch unglaublicher ist es, wenn unsereiner sieht, was da passiert und warum...
      Kann man diese Zwangshandlungen irgendwie ändern / auflösen? Ich habe schon öfter gedacht, diesem Narzissten täte eine Psychotherapie oder ein Coaching gut, aber vielleicht wäre das auch ohne Erfolg. Außerdem muss er es selber angehen. Wie kann man Selbstreflexion bei einem Narzissten fördern?


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Und die sind genau so gewollt.
      Das wäre sehr schade für mich.


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Das glaube ich dir. Mein Problem war das aber weniger, weil ich es gewohnt bin, nicht wertgeschätzt zu werden.
      Ich hoffe, dass du mehr erkennen kannst, wer dich wertschätzt und dass du den kontakt zu solchen Menschen mehren kannst.

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Ja, aber zieh dir den Schuh nicht an. Ich vermute mal, was man dir vorwirft, gehört eher zu deinem Narzissten?
      Naja, wie man es nimmt... so schwarz - weiß ist das irgendwie nicht. Aber ich vermute, dass vieles von dem, was er sagt, was er alles für mich tut, vielleicht dann doch nicht so viel ist. (Übertreibung macht anschaulich) Wenn ich sage, dass er to do Listen schreiben soll, damit wir die Arbeit verteilen, bekomme ich: nichts. Dafür aber später eine lange Litanei, was er alles wieder erledigt hat. Und den unterschwelligen oder konkreten Vorwurf, dass ich nichts gemacht habe. Wie auch, wenn ich nichts davon wusste?! Ich mache, so viel ich kann, und ich würde auch mehr machen, wenn ich mehr erkennen könnte. Nicht immer und jederzeit, aber mit Planung. Antwort des Narzissten: "wir können nicht planen" (Ich musste erst lernen, dass es heißt: er kann nicht planen.) Das klingt jetzt vielleicht etwas konfus. Das Fazit ist: ich mache nicht so viel wie er, aber auch nicht gar nichts. Die Vorwürfe sind bedingt richtig, aber ich kann wenig ändern, weil mir Informationen vom Narzissten fehlen. Außerdem ist der Narzisst angeblich einverstanden, dass ich weniger mache, weil ich weite Anfahrten hätte, um manche Dinge zu erledigen - und er nicht. Ohne Liste sehe ich keine Chance, eine Ausgewogenheit in der Erledigung der Aufgaben hin zu kriegen. Ich habe dem Narzissten angeboten, dass jemand anders die Aufgaben für mich übernehmen könnte. Antwort: "Ich bin nicht damit einverstanden, dass jemand anders deine Aufgaben übernimmt." Da werde ich ja gerne auch stur, dann muss er eben vieles selber machen.


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen

      Das habe ich leider nicht mehr gemerkt, ich bin irgendwann ins emotionale Koma gefallen und daraus bin ich vor einiger Zeit aufgewacht.
      Besser spät als nie. Ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür. Ich habe ein paar Mal die Reißleine gezogen, sei es im Beruf oder auch privat und es ist immer eine Verbesserung der Situation dabei heraus gekommen. Allerdings hatte ich auch jeweils das Gefühl, wie ein Alkoholabhängiger kurz vor dem Sterben zu sein, kein wirklich gutes Gefühl, furchtbar erschreckend.

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Ich hatte dann das Gefühl auf einer einsamen Insel mitten im Moor zu sein und kein Weg führe hinaus.
      Warst du eher verzweifelt? Oder traurig? Oder wütend? Jetzt schiebst du Planken so übers Moor, dass du auf die andere Seite kommen kannst. Mögen sie dich sicher tragen!! Viel Erfolg dabei.


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Wie hat er darauf reagiert?
      Ich kriege noch weniger Informationen als vorher. Ich fordere sie nicht ein, frage manchmal nach Dingen. Meine Fragen werden nicht beantwortet. Von sich aus kommt nichts wirklich Wesentliches zur Lösung des Dilemmas. Aber viele Dinge, die ihm auf dem herzen leigen, läd er ab, obwohl sie keinen Zusammenhang zu unseren Aufgaben haben. Ok, ich höre zu, und so gut es geht, zeige ich Verständnis.


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Das sehe ich auch so.
      Danke, tut immer gut, wenn man bestätigt wird und nicht das Gefühl hat, auf dem falschen Dampfer zu sein.

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Was bedeutet resp.?
      beziehungsweise, besser gesagt

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Du beschäftigst dich sehr viel mit deinem Narzissten. Ist das notwendig? Kannst du ihm nicht aus dem Weg gehen?
      Ich gehe ihm so viel aus dem Weg, wie ich kann, Wenn die gemeinsamen Aufgaben erledigt sein werden... wird es hoffentlich besser oder ich reduziere den Kontakt noch mehr.


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Ich frage das, weil der Narzisst die Reibung mit dir liebt, um im besten Fall für ihn als Gewinner hervor zu gehen. Je mehr Widerstand du bietest, desto interessanter bist du dabei für deinen Narzissten.
      Gewinnen ist für ihn wichtig, oder auch: das Gesicht zu wahren. Ich denke schon, dass ich da für ihn interessant bin, da hast du wahrscheinlich sehr recht. Mir geht es allerdings weniger um das Gewinnen, ich wäre froh, wenn ein paar Sachen einfach erledigt wären. Insofern stellt sich die Frage, wie ich das am schnellsten hin kriege. Ich habe ein paar Arzttermine und vor der Brust, in der Weihnachtszeit ist eh manches nicht zu erledigen. Ok, dann werde ich kommendes Jahr die Dinge angehen. Das wird ihm nach dem, was du schreibst, auch nicht passen. Aber dann ist genügend Zeit vergangen, um ihm das "Ruder" aus der Hand zu nehmen und selber zu handeln.... Mal sehen, vielleicht kommt er ja auch mal "runter von seinem komischen Tripp", prinzipiell spreche ich ihm die Empathie ja nicht ganz ab... (Die Hoffnung stirbt zuletzt!)

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      In deinem anderen Posting schreibst du, dass du deinen Narzissten liebst. Weiß er das?
      Ich habe ihm mal geschrieben, dass ich ihn lieb habe, weil ich dachte, dass er es übersieht. Ich dachte erst, er würde mir nicht glauben, es scheint aber, er hat es geglaubt. Die Situation hat sich nur unwesentlich gebessert. Wenigstens bedroht er mich seitdem nicht mehr.


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Ich hoffe nicht, denn das würde seinen Machtspielen unglaubliche Nahrung verleihen.
      Ok, was wäre der worst case? Keine Ahnung, da fehlt mir einfach die Phantasie.... vielleicht: siehe oben, dass er versucht, den Kontakt zu mir lieben Menschen zu unterbinden.

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Das größte Problem, wie ich finde, was unsereiner mit einem Narzissten haben kann, ist, dass ich früher immer Angst hatte, seine Gefühle zu verletzen, bis ich verstand, dass da nichts zu verletzen ist, weil diese Art der Gefühle, die ich zu verletzen glaubte, nicht vorhanden sind.
      Schrecklich. Ich liebe ihn, aber er mich nicht, obwohl er es behauptet. Das wäre ja sehr schade. Es würde allerdings vielleicht erklären, warum er z.B. vieles an mir hässlich findet (ich sehe ganz "normal" aus). Oder dass er vieles übertrieben von mir findet. Oder nur halb so schlimm wie bei ihm... Aber wenn ich weiß, dass ich ihn nicht verletzen kann, dann muss ich ja auch nicht mehr rumeiern. Also: eine klare Kommunikation, wann immer sie nötig ist. Ich muss überlegen, was nötig ist. Und wie ich es dann kommuniziere. Und wenn ich heftig werden sollte, es mir selber verzeihen. Bisher war ich aber zu 90% gut aufgestellt. Nur ein einziges Mal bin ich zynisch geworden. Mit anderen Worten: ich stell mich gleich vor den Spiegel und sage mir: das war gut so, und so kiregst du das auch weiter hin.

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Ich weiß, dass das so schwer zu glauben ist, aber ich hab das mit meiner XX erlebt, mehrfach, ich wollte es nur nicht glauben. Jetzt, wo ich es glaube, lebe ich etwas leichter, weil ich weiß, dass seine "Gefühle" nur gespielt sind und ich nichts dafür kann.
      Ne, wir können nichts dafür, es ist ein furchtbares Geflecht, aber sie (deine XX) kann vielleicht auch nichts dafür, weil sie vergleichbar schlimme Erfahrungen hat oder weil ihr Naturell eben so ist und sie nicht so an sich arbeiten kann. Man kann immer nur für sich selber entscheiden....

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Auch wenn Narzissten große emotionale Defizite aufweisen, so sind sie Meister in der Schauspielerei, im so tun Als-ob und im Vortäuschen falscher Tatsachen.
      Ich habe manchmal gedacht, dass ist wie ein Schalter, den der Narzisst umstellt. Erst bedrängt er jemanden, dass der andere etwas so oder so soder so tun muss. Und als der andere mit Kopfschmerz reagiert, fragt er, ob es dem anderen den hinsichtlich ganz etwas anderem gut ginge. Anstatt mal zu sagen: "das wäre eine Möglichkeit zu handeln, aber du entscheidest, wie du damit umgehst." Also erst drängen und dann Nähe und Empathie zeigen, aber das, was nervt, bleibt einfach ungelöst im Raum.


      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Ich weiß, dass der Narzisst genauso wenig etwas dafür kann, wie ich etwas dafür kann, dass ich Autist bin. Es war von meiner XX keine bewusste Entscheidung, heute werde ich Narzisstin, sicher nicht. Ich denke vielmehr, dass auch Narzissmus, jedenfalls in dieser extremen Form, eine Überlebensstrategie ist, um als Kind sehr starke Vernachlässigung zu überleben.
      Damit erledigen sich meine vorherigen Anmerkungen dazu. Das ist bei dem Narzissten, von dem ich spreche, auch so.

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Trotzdem ist diese Form der Überlebensstrategie zum Teil lebensbedrohlich für andere und darum und wie ich selbst aus diesem für mich so schmerzlichen Lebensabschnitt wieder heraus finde, geht es hier, wenn ich von Narzissten und Narzissmus schreibe.
      Was kann man tun, damit es nicht lebensbedrohlich wird?

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Und ich nenne die Dinge bewusst beim Namen, denn für Narzissten gibt es im Internet tatsächlich Foren, aber für deren Opfer nicht, die werden, wie immer, allein gelassen.
      Wahrscheinlich sind sie es ähnlich wie die Opfer von Verbrechen unter bestimmten Gesichtspunkten "selber schuld" (was für eine blöde Sichtweise), also wäre die Haltung: ihr seid co-narzisstisch, seht zu, wie ihr klar kommt. :( Kann man vielleicht die Empfehlungen für andere co-Abhängige ummodeln?

      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Condor
      Hoffe, dass ich jetzt alle quotes irgendwie richtig gesetzt habe.

      Liebe Grüße

      Sabine
      Zuletzt geändert von Sabine_nrw; 07.12.2014, 17:07.

      Kommentar


        Hallo benno,

        Zitat von benno Beitrag anzeigen
        das ding mit deinen eltern ist noch nicht durch. aber bei wem ist das schon wirklich...
        Was bedeutet durch? Vergeben und vergessen?

        Zitat von benno Beitrag anzeigen
        da gilt meist: wer besser verdrängt, gewinnt! inzwischen glaube ich auch, daß verdrängung manchmal die beste lösung ist. aber das ist ein anderes thema.
        Ich verdränge nicht, ich bemühe mich die Situation mit meinen Eltern als gegeben anzunehmen. Manchmal geht das ganz gut, manchmal nicht so gut, je nachdem wie es mir gelingt, damit umzugehen.
        Verdrängung halte ich für falsch, da sie das Problem nicht lösen kann.

        Zitat von benno Beitrag anzeigen
        du hat mir geantwortet, was alles für dich as NICHT ist.
        aber was IST es denn? lediglich ein gesellschaftliches problem?
        Nein. Autismus ist für mich eine andere Art zu sein. Ich schrieb ja schon, ich bin Autist, nicht ich habe Autismus.

        Autismus und Transsexualität sind schon ähnlich, beide sind vermutlich angeboren und man sagt eben auch bei TS, dass man transsexuell ist, nicht, dass man Transsexualität hat.

        Für mich gibt es nicht einfach nur die Menschen, sondern Gruppen von Menschen. Eine Gruppe in der Gruppe der Menschen, sind Autisten, eine weitere Gruppe in der Gruppe der Menschen sind Transsexuelle und noch eine Gruppe in der Gruppe der Menschen sind transsexuelle Autisten.
        Und so gibt es noch viele andere Gruppen innerhalb der Gruppe der Menschen.

        Zitat von benno Beitrag anzeigen
        ich bin verunsichert, und da brauche ich die übersicht.
        Das verstehe ich, die brauche ich auch immer.

        Zitat von benno Beitrag anzeigen
        und was war da letztenendes in dir, das nicht sterben wollte?
        Meine Seele.

        Zitat von benno Beitrag anzeigen
        manchmal ist es mir peinlich, so penetrant zu fragen...
        Warum? So lange du freundlich und oberhalb der Gürtellinie bleibst, ist doch alles in Ordnung.

        Condor

        Kommentar


          Hallo Sabine,

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Sondern ich habe sie getröstet und manchmal eben auch verarztet... das sollten Eltern auch können, zumal Kinder sich selbst ja ja nicht helfen können.
          Meine Eltern haben mich schon verarztet, so ist das nicht und sie haben mir beigebracht, wie ich mir selbst helfen kann. Mit dem Trösten hatten sie es bei mir nicht so, weil ich nicht das Kind war, das sie wollten. Trotzdem haben sie getan, was sie konnten. Ich denke meistens nicht mehr so, dass Eltern dies oder jenes hätten tun müssen und können müssen. Jeder tut das, was er kann, die einen können mehr, die anderen weniger. - Das ist das Leben.

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Hast du schon mal etwas von self fulfilling hypothesis / Prophecy gehört? http://et.fh-duesseldorf.de/home/phi...ungen-2011.pdf
          Ja, damit habe ich mich vor knapp 20 Jahren beschäftigt. Das ist nicht mehr mein Problem. Mein Problem ist, dass ich grobmotorische Störungen habe, die, wie man so schön sagt, Teil meines Behinderungsbildes sind, oder anders ausgedrückt, Asperger Autisten haben häufig mit grobmotorischen Störungen zu tun. - Es ist eben so, ich bin bereit, es zu akzeptieren, denn ändern kann ich es nicht. Ich kann aufpassen und nur eine Sache zur selben Zeit tun, dann verhindere ich schon die meisten Unfälle.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Immer schön positiv denken!! ;)
          Davon halte ich gar nichts. Ich empfinde solche Sätze beinahe als Beleidigung.
          Ich denke lieber realistisch. Damit komme ich weiter.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Er kann irgendwie auch nichts dafür, oder? Er ist so und kann nicht anders. Also ist es unbewusste Absicht?
          Macht es das besser oder leichter für dich? Tut er dir Leid?

          Ich kenne solche Gedankenspiele, aber sie helfen nicht.

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Was bedeutet nun Spaß für ihn? So wie er sich aufführt, versprüht er Adrenalin ohne Ende, weil er sich ärgert, seinen Willen nicht bekommen zu haben. Er jammert, dass es ihm sehr schlecht geht, (tut es auch, er hat z.B. Bluthochdruck).... und meiner Meinung nach schadet er sich selber damit. Wie kann das Spaß machen?
          Kannst du dich in ihn hineinversetzen? Kannst du dir ein Leben vorstellen, indem du keine innere Substanz besitzt, kein Gewissen, kein echtes Mitgefühl, keine Scham, keine wirklichen tiefen Gefühle, sondern nur flüchtige Momente von Spaß und kurzen Siegen? - Wenn du das kannst oder es mal versuchst, dann kannst du dir vorstellen, dass du an allem interessiert bist, was dir dein totlangweiliges Leben bereichern könnte.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Kann man diese Zwangshandlungen irgendwie ändern / auflösen? Ich habe schon öfter gedacht, diesem Narzissten täte eine Psychotherapie oder ein Coaching gut, aber vielleicht wäre das auch ohne Erfolg. Außerdem muss er es selber angehen. Wie kann man Selbstreflexion bei einem Narzissten fördern?
          Ich denke, man kann... wenn du bereit bist, dein Leben für die nächsten 10 oder 20 oder gar 30 Jahre für jemanden zu opfern...

          Sicher täte dem Narzissten eine Therapie gut, aber dafür müsste er erkennen, dass er eine bräuchte, dass er Fehler macht und nicht ständig nur die anderen und das kann er nicht. Manche machen eine Therapie, aber erst, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals steht und sie keine andere Wahl mehr haben. - Und selbst, wenn sie eine Therapie machen und es ist z.B. eine Therapie, die gar nicht den Narzissmus als Thematik hat, wie z.B. bei meiner XX, dann nützt die Therapie gar nichts. Im Gegenteil, sie kann die Beziehung zum Narzissten noch verschärfen, weil er vom Therapeuten noch Tipps bekommt, seinen Partner noch mehr zu beherrschen.

          Ganz besonders schlecht sind Paartherapien, weil man dort dem Narzissten seine Schwachpunkte auf einem Silbertablett serviert und er nicht mal danach suchen muss.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Aber ich vermute, dass vieles von dem, was er sagt, was er alles für mich tut, vielleicht dann doch nicht so viel ist.
          Wie siehst du das denn? Was sagt dir deine Wahrnehmung? Hat er recht oder du?

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Wenn ich sage, dass er to do Listen schreiben soll, damit wir die Arbeit verteilen, bekomme ich: nichts. Dafür aber später eine lange Litanei, was er alles wieder erledigt hat. Und den unterschwelligen oder konkreten Vorwurf, dass ich nichts gemacht habe. Wie auch, wenn ich nichts davon wusste?! Ich mache, so viel ich kann, und ich würde auch mehr machen, wenn ich mehr erkennen könnte.
          Oh Mann, sie sind wirklich alle gleich. Und wenn es nicht so bitter wäre, könnte man glatt drüber lachen.

          Ein Narzisst kennt den Unterschied zwischen richtig und falsch. Aber er sieht sich selbst als unfehlbar an. Fehler haben und machen immer nur die anderen. Also auch du und ich und alle anderen, die mit dem Narzissten zu tun haben, aber manche von denen braucht er noch, deswegen ist er nett zu ihnen, netter als zu dir oder mir oder den anderen, die ganz dicht dran sind.

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Warst du eher verzweifelt? Oder traurig? Oder wütend? Jetzt schiebst du Planken so übers Moor, dass du auf die andere Seite kommen kannst. Mögen sie dich sicher tragen!! Viel Erfolg dabei.
          Erst war ich traurig, dann verzweifelt, selten wütend und dann wieder traurig. Wirklich weg kann ich hier noch nicht, vor allem wegen dem Finanziellen, also übe ich mich erst im emotionalen Abstand.

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Ok, ich höre zu, und so gut es geht, zeige ich Verständnis.
          Warum?

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Ich gehe ihm so viel aus dem Weg, wie ich kann, Wenn die gemeinsamen Aufgaben erledigt sein werden... wird es hoffentlich besser oder ich reduziere den Kontakt noch mehr.
          Mit einem Narzissten wird es nie besser, zeitweise vielleicht, um dich wieder anzufüttern oder bei der Stange zu halten, aber wirklich besser wird es nie.

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Mir geht es allerdings weniger um das Gewinnen,
          Dir nicht, aber ihm.

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          ich wäre froh, wenn ein paar Sachen einfach erledigt wären. Insofern stellt sich die Frage, wie ich das am schnellsten hin kriege.
          Mach sie selbst.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Mal sehen, vielleicht kommt er ja auch mal "runter von seinem komischen Tripp", prinzipiell spreche ich ihm die Empathie ja nicht ganz ab... (Die Hoffnung stirbt zuletzt!)
          Ich kann verstehen, dass du Hoffnung hast, die hatte ich auch, leider viel zu lange. Bei einem Narzissten gibt es keine Hoffnung auf Besserung, außer der Narzisst ist nicht mehr Teil des Lebens.

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Ok, was wäre der worst case? Keine Ahnung, da fehlt mir einfach die Phantasie.... vielleicht: siehe oben, dass er versucht, den Kontakt zu mir lieben Menschen zu unterbinden.
          So einfach ist das nicht. Wahrscheinlicher ist, dass er dich dazu bringt, deine Kontakte abzubrechen... du unterschätzt ihn und das ist sein Vorteil.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Schrecklich. Ich liebe ihn, aber er mich nicht, obwohl er es behauptet. Das wäre ja sehr schade. Es würde allerdings vielleicht erklären, warum er z.B. vieles an mir hässlich findet (ich sehe ganz "normal" aus).
          Er kann nicht lieben, auch wenn er das von sich selbst glaubt. Findest du wirklich, es ist Liebe, wenn dir jemand sagt, dass was an dir hässlich ist???


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          eine klare Kommunikation, wann immer sie nötig ist.
          Nicht nur dann, sondern immer.

          Und ruhig bleiben und das ist schwierig, denn je ruhiger ich z.B. auf die Attacken meiner XX reagiere, desto mehr legt sie nach. Und sie zieht alle Register, weil sie meine Schwachpunkte kennt. Ich kann es nur besser für mich machen, wenn ich bereit bin, all meine Schwachpunkte und meine Fehler zu akzeptieren.

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Ne, wir können nichts dafür, es ist ein furchtbares Geflecht, aber sie (deine XX) kann vielleicht auch nichts dafür, weil sie vergleichbar schlimme Erfahrungen hat oder weil ihr Naturell eben so ist und sie nicht so an sich arbeiten kann. Man kann immer nur für sich selber entscheiden....
          Sicher kann sie nichts dafür, aber ich bin nicht für ihr Glück oder Unglück verantwortlich, weil sie dafür selbst verantwortlich ist.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Ich habe manchmal gedacht, dass ist wie ein Schalter, den der Narzisst umstellt.
          Ja, genauso ist das. Meine XX kann sich fürchterlich über mich aufregen und beleidigt im Zimmer verschwinden, aber wenn dann ne Freundin oder ein Arbeitskollege anruft, ist alles supi. Das geht genauso auch anders herum. Es kommt mir so vor, als würde sie einem ständig das Gesicht streicheln und ohne einen Grund schlägt sie plötzlich zu, um es danach wieder zu streicheln und so zu tun, als sei nichts passiert...

          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Also erst drängen und dann Nähe und Empathie zeigen, aber das, was nervt, bleibt einfach ungelöst im Raum.
          Den anderen im Unklaren lassen, scheint eine beliebte Strategie zu sein, um den anderen, zu verunsichern.
          Wenn ich mir und meiner Wahrnehmung jedoch vertraue, dann kann man mich jedoch nicht mehr verunsichern und das Spiel ist vorbei.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Was kann man tun, damit es nicht lebensbedrohlich wird?
          Es kommt darauf an, ob dein Narzisst zu solchem Verhalten neigen könnte. Meine XX nicht, denke ich. Aber sicher kann man sich, glaube ich, nie sein. Am besten wäre den Narzissten aus seinem Leben zu verbannen, mit einem Umzug, einem Arbeitswechsel, einer Scheidung.


          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Wahrscheinlich sind sie es ähnlich wie die Opfer von Verbrechen unter bestimmten Gesichtspunkten "selber schuld" (was für eine blöde Sichtweise), also wäre die Haltung: ihr seid co-narzisstisch, seht zu, wie ihr klar kommt. :( Kann man vielleicht die Empfehlungen für andere co-Abhängige ummodeln?
          Das weiß ich nicht, sich auf sich selbst zu besinnen, auf seine eigenen Stärken und Wahrnehmungen ist wohl das beste, was mir bisher dazu einfällt.
          Therapeuten unterstellen einem gern, dass man masochistisch wäre, doch das ist man meistens nicht, denn ist der Narzisst weg, ist man erleichtert und das wäre man nicht, wenn man wirklich masochistisch wäre.

          Ich möchte dir nur noch eines raten:
          Mach dir nicht so viele Gedanken über deinen Narzissten. Ich fürchte, dass du schon sehr in seinem Spiel drin steckst. Bleib bei dir und mach notfalls alles selbst oder such dir einen anderen Job. Zieh um, wenn es sein muss, noch hast du die Kraft, aber der Narzisst wird sie dir nehmen, Stück für Stück.

          Ich habe heute Abend gedacht, dass es doch irgendwie fies ist, zum einen kann man dem Narzissten nicht helfen, aber anderen Opfern kann man auch nicht helfen. Jeder muss selbst "sehen" lernen. Selbst wenn ich mir all diese Dinge, die ich dir schreibe, mir vor Jahren selbst geschrieben hätte, so hätte es nichts genützt, weil ich es noch nicht hätte "sehen" können.

          Condor

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            Hallo Condor,

            danke für deine lange und ausführliche Antwort. Ja, du denkst sehr realistisch, das merkt man hier immer wieder und das ist eine Stärke. Ich finde den Satz mit dem positiven denken auch irgendwie schwierig, weil man sich ja die Welt nicht einfach schön reden will. Trotzdem ist das, was wir empfinden, bedingt durch das, was wir denken, also, ob wir das Glas als halbvoll oder halb leer ansehen, das können wir schon in gewissem Umfang steuern. Ich wollte also niemanden beleidigen sondern sagen: je mehr wir das Positive sehen können, an es denken und auch formulieren können.... desto besser, und darum sollte man sich immer bemühen.

            Die Gedankenspiele erleichtern mir das akzeptieren, ich bekomme dadurch emotionale Distanz und as ist für mich gut.

            Der Narzisst und ich wohnen in einer Entfernung von 150 km. Wir arbeiten auch nicht zusammen. Wir haben gemeinsame Freunde und uns binden gemeinsame private Aufgaben. Insofern habe ich jede Chance zu sagen: "ist mir doch schnurz, ob du mit mir redest oder nicht." Aber offensichtlich will ich das nicht. Wahrscheinlich, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass er wirklich so ist. Ich denke immer, dass er sehr belastet ist und eh etwas depressiv verstimmt... ich suche also Entschuldigungen. Hm. Ich muss das alles wohl eine Weile sacken lassen, um ein Gespür dafür zu bekommen. Welcher Wahrnehmung will ich trauen, da hast du Recht, darüber muss / sollte ich mir klar werden.

            Nein, ich kann mich nicht in ihn hineinversetzen. Wenn sein Leben so trist ist, wie du es beschreibst, fände ich das ganz schade für ihn - aber er muss damit leben. Ich muss seine Aussetzer nur in dem Rahmen ertragen, wie ich es zulasse. Seine Partnerschaft ist durchsetzt von vielen kleinen Streitereien... er braucht vielleicht viele Personen für seine "Gewinne". Keine Ahnung, ich denke, ich werde versuchen, so wie du schreibst, die Dinge "einfach" selber zu regeln. Mal sehen, wie ich das hinkriegen werde / kann.

            Nein, dieses "Heruntermachen" ist sicher keine Liebe. Ich habe früher oft darunter gelitten. Bis der Narzisst im Sommer beim Schwimmen im Bikin sagte, mein Bacunabel sei hässlich. Jetzt mal ernsthaft, wie kann ein Bauchnabel hässlich sein? Wer sagt denn, was da das Schönheitsideal ist? Da war mir klar, dass diese Aussagen nur Gesummse sind. Ab dann haben mich diese Aussagen nicht mehr berührt (und sie haben folglich auch aufgehört).

            Ja, ich scheine ihn zu unterschätzen und deine Warnung (ich empfinde deinen Text so, dass ich aufmerksamer sein muss) nehme ich ernst. Er wird mir diese Kontakte nicht vermiesen, so oder so nicht. Ich bleib einfach in der Kommunikation und dann schauen wir mal, was die sagen, die ich nicht verlieren möchte.

            Du hilfst mir sehr, weil ich bereit bin, sehen lernen zu wollen. Dass das Klarsehen nicht von jetzt auf gleich geht, ist ja auch normal. Du hast auch Recht damit, dass ich mir nicht so viele Gedanken machen sollte. Mehr spüren, was einfach für mich gut ist. Los-lassen, den anderen ihr Los lassen. Und mein Los annehmen und formen.

            Also: nochmal danke.

            Liebe Grüße

            Sabine

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              hmm...

              habe ich was überlesen oder schon wieder vergessen? du beschreibst schwierigkeiten in der grobmotorik, was bei den meisten as-menschen bestandteil ihres wesens sein soll. wie hängt das mit den übrigen 'symptomen' physiologisch zusammen?
              die 'andere art zu sein': ich habe an anderer stelle beschrieben, daß meine wahrnehmung und meine handlungen wesentlich langsamer sind als bei menschen um mich herum. (ich glaube, im thema 'jugendsprache'). ich empfinde das oft als behinderung, auch wenn ich davon profitiere, dadurch gründlicher bin. es ist für mich also nicht nur eine andere art zu sein. worin besteht der unterschied zwischen uns, abgesehen vom erscheinungsbild (der eine ist vielleicht intuitiver nonverbaler interaktion nicht mächtig, der andere 'strauchelt immer der zeit hinterher'.)? ich sehe einen unterschied: bei dir ist es genetisch angelegt, ich habe es durch eine nervenkrankheit 'erworben'. wir sind ja beide, wie wir sind, egal wodurch. ich kann mich aber vor mir selbst nicht darauf zurückziehen, daß ich eben einfach 'anders bin'. das bekomme ich nicht unter einen hut...

              p. s. du hast ja gut zu tun hier im thema!
              Zuletzt geändert von benno; 08.12.2014, 11:54. Grund: p. s.

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                Hallo benno,

                ich glaube, dass ich Dir Deine Fragen nicht so beantworten kann, wie Du sie für Dich haben möchtest.

                Wenn Du mehr über Autismus, in meinem Fall speziell den Asperger Autismus erfahren möchtest, dann wäre es besser, wenn Du Dir Dein Wissen über Bücher von und über Aspies besorgst, z.B. Tony Attwood "Ein ganzes Leben mit dem Asperger Syndrom" ist sehr lesenswert und sehr umfangreich. Das ist von einem NT geschrieben, vielleicht ist das für NTs leichter zu verstehen.

                Ich bin mein ganzes Leben schon so, wie ich bin und ich werde mein ganzes Leben für genau das, was ich bin, in der ganzen Bandbreite misshandelt. Es gibt kaum etwas davon, was mir noch nicht passiert ist. Ich habe hier nur einen ganz kleinen Teil davon erzählt.

                Ich denke, dass ich inzwischen viel Geduld mit NTs aufbringen kann, aber nicht jederzeit muss. Ich mag NTs nicht, jedenfalls die meisten nicht.

                Bei all meinen Kommunikationen mit NTs stelle ich immer wieder fest, dass wir nicht die selbe Sprache sprechen, obwohl wir alle die selbe Landessprache sprechen, nämlich deutsch. Doch scheinbar ist mein deutsch anders, als das Deutsch von NTs. Es ist wortwörtlicher, genauer, präziser und es kommt ohne Smalltalk aus.

                Ich denke anders, manchmal schneller, verkürzter, logischer, andere Wörter fallen mir nicht ein, anders deckt es am besten ab. - Früher habe ich schon Lösungen parat gehabt, wo NTs noch dabei waren, sich vorzustellen und kennen zu lernen.

                Ich fühle anders, umfangreicher, tiefer, präziser und auch hier deckt anders das am besten ab.

                Ich sehe anders, bildgewaltiger, facettenreicher, farbiger, detaillierter... aber ich kann nur sehr wenig ausblenden, fast nichts.

                Ich höre auch anders... NTs sagen, dass Autisten bis zu 10 Mal mehr wahrnehmen, als NTs.
                Oft ist es mir zu laut oder noch schlimmer, wenn alle durcheinander reden, weil ich dann jeden Einzelnen höre, die in ihrer Summe das totale Chaos geben.

                Und logischerweise habe ich auch andere Erfahrungen als NTs gemacht, manchmal auch als andere Autisten, aber da gibt es noch die meisten Übereinstimmungen.

                Und deswegen erlebe ich mich als anders, weil ich anders bin, weil mein Leben anders ist.

                Ich verstehe nur nicht, warum die meisten NTs, die ich bisher in meinem Leben kennen gelernt habe, genau mit dem Anders-Sein so viele Probleme haben.

                Ich weiß, dass NTs immer wieder sagen, dass sie auch unterschiedlich sind, aber in einem seid ihr alle gleich, ihr NTs seid alle Neurotypische Menschen, ihr seid alle keine Autisten. - Und das ist nicht schlimm, das ist eine Tatsache, Fakt, keine Bewertung, aber ihr glaubt, dass es eine ist...

                Aber viele von euch regt genau das auf, ist mir völlig unverständlich.

                Condor

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                  will ich antworten so bekommen, wie ich sie für mich haben will? das wäre langweilig! ich würde mich nur um mich selbst herum im kreis drehen.
                  und unseren austausch hier halte ich für wesentlicher als ein buch, eben weil es ein austausch ist. nix perfekt vorgefertigtes; das macht es ja eben für mich so lebendig!
                  und, wenn ich richtig verstehe, habe ich von dir eine wesentliche antwort bekommen: dein leid besteht -außer der grobmotorik- aus mißhandlung, nur weil du anders bist. das ist mies; da versagt 'die gesellschaft'. das ist dann extrinsisch und auch für mich schwer zu akzeptieren.
                  ich mag die bezeichnung 'nt' nicht. die wirft alle nicht-autisten in einen topf. als wenn es da keine wesentlichen und kaum überbrückbaren unterschiede gäbe!
                  dieser ganze abgrenzungs-kram geht mir sowieso auf den wecker. das geht jetzt nicht persönlich gegen dich, sondern gegen die generelle haltung, daß alles in lager aufgeteilt werden muß. und die sehe ich überall zu viel.
                  let's work together! wenn die sprache unterschiedlich ist, muß ich das dolmetschen lernen -wenn es mich interessiert. viele menschen hören an diesem punkt auf, und das ist sehr schade!

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                    Hallo benno,

                    Zitat von benno Beitrag anzeigen
                    will ich antworten so bekommen, wie ich sie für mich haben will? das wäre langweilig! ich würde mich nur um mich selbst herum im kreis drehen.
                    Ich meinte, Antworten, die du besser verstehen kannst.

                    Zitat von benno Beitrag anzeigen
                    und unseren austausch hier halte ich für wesentlicher als ein buch, eben weil es ein austausch ist. nix perfekt vorgefertigtes; das macht es ja eben für mich so lebendig!
                    Du suchst nach Unterschieden zwischen dir und mir? Hier ist einer! Aus Büchern kann ich viel mehr erfahren, als aus Gesprächen. Ich kann das Buch zur Seite legen, über die gelesenen Worte nachdenken, mir die Zeit einteilen, wann ich lese, welches Buch ich lese, wo ich lese und welche Seite mich gerade interessiert.

                    Einziger Nachteil eines Buches ist, dass ich kein Feedback erhalte. Dafür kann ich dann mit Menschen in Kontakt treten.

                    Zitat von benno Beitrag anzeigen
                    und, wenn ich richtig verstehe, habe ich von dir eine wesentliche antwort bekommen: dein leid besteht -außer der grobmotorik- aus mißhandlung, nur weil du anders bist. das ist mies; da versagt 'die gesellschaft'. das ist dann extrinsisch und auch für mich schwer zu akzeptieren.
                    Das ist aber schade, dass du dir aus meinen Worten nicht mehr mitnehmen konntest, ich hatte doch viel mehr geschrieben...
                    Ich denke anders, manchmal schneller, verkürzter, logischer, andere Wörter fallen mir nicht ein, anders deckt es am besten ab. - Früher habe ich schon Lösungen parat gehabt, wo NTs noch dabei waren, sich vorzustellen und kennen zu lernen.

                    Ich fühle anders, umfangreicher, tiefer, präziser und auch hier deckt anders das am besten ab.

                    Ich sehe anders, bildgewaltiger, facettenreicher, farbiger, detaillierter... aber ich kann nur sehr wenig ausblenden, fast nichts.

                    Ich höre auch anders... NTs sagen, dass Autisten bis zu 10 Mal mehr wahrnehmen, als NTs.
                    Oft ist es mir zu laut oder noch schlimmer, wenn alle durcheinander reden, weil ich dann jeden Einzelnen höre, die in ihrer Summe das totale Chaos geben.

                    Und logischerweise habe ich auch andere Erfahrungen als NTs gemacht, manchmal auch als andere Autisten, aber da gibt es noch die meisten Übereinstimmungen.

                    Und deswegen erlebe ich mich als anders, weil ich anders bin, weil mein Leben anders ist.
                    Zitat von benno Beitrag anzeigen
                    ich mag die bezeichnung 'nt' nicht. die wirft alle nicht-autisten in einen topf. als wenn es da keine wesentlichen und kaum überbrückbaren unterschiede gäbe!
                    Auch das Problem habe ich dir bereits geschrieben und erklärt...
                    Ich weiß, dass NTs immer wieder sagen, dass sie auch unterschiedlich sind, aber in einem seid ihr alle gleich, ihr NTs seid alle Neurotypische Menschen, ihr seid alle keine Autisten. - Und das ist nicht schlimm, das ist eine Tatsache, Fakt, keine Bewertung, aber ihr glaubt, dass es eine ist...

                    Aber viele von euch regt genau das auf, ist mir völlig unverständlich.
                    Was dich nervt, ist für mich lebensnotwendig, ich würde ohne die Katalogisierung meinen Verstand verlieren. Oder nimmst du einem Blinden den Stock weg, weil du seinen Anblick nicht magst?

                    Zitat von benno Beitrag anzeigen
                    dieser ganze abgrenzungs-kram geht mir sowieso auf den wecker. das geht jetzt nicht persönlich gegen dich, sondern gegen die generelle haltung, daß alles in lager aufgeteilt werden muß. und die sehe ich überall zu viel.
                    Siehst du, ich finde das schön. Es macht die NT-Welt für mich als Autist übersichtlicher, einfacher. Weiter so!

                    Du suchst nach Unterschieden zwischen NT und Autist? Es sind mehr als genug da!

                    Zitat von benno Beitrag anzeigen
                    let's work together! wenn die sprache unterschiedlich ist, muß ich das dolmetschen lernen -wenn es mich interessiert. viele menschen hören an diesem punkt auf, und das ist sehr schade!
                    Ja, das ist ein großes Problem mit NTs.

                    Da ich als Autist in einer Welt der NTs lebe, habe ich mich in dieser Welt anzupassen oder auszusteigen und autark zu leben. Gäbe es ein autistisches Gebiet, wo nur Autisten leben und arbeiten, wäre ich der Erste, der im Zug sitzt und dahin fährt.

                    Ich kann hier nur für mich sprechen, weiß aber auch, dass es anderen Autisten ähnlich geht, denn ich habe in der NT-Welt immer mein Bestes gegeben, um mich möglichst weit anzupassen, doch es wurde nie honoriert oder anerkannt. Stattdessen wurde von mir so viel gefordert, was ich nie hätte erfüllen können, so dass ich immer unter den Erwartungen geblieben bin.

                    Da wären wir beim nächsten Thema: Erwartungen.

                    Die Erwartungen der NTs, die ich kenne, sind sehr hoch, unübersichtlich, konfus, durcheinander und unbeständig. Was heute gilt, kann morgen schon ganz anders sein und was für den einen gilt, gilt für den anderen noch lange nicht.

                    Ich finde mich als Autist in der Welt der NTs nicht gut zurecht, sie ist mir zu instabil.

                    Ich habe festgestellt, dass es NTs gibt, die sich auf die Ebene eines Menschen, auch eines Autisten, einlassen können und diesen Menschen dort abholen, wo er steht.
                    Sie versuchen nicht länger mit ihren Erwartungen, ihren Anforderungen, ihren Messlatten etc. einem anderen Menschen zu begegnen, sondern sie haben ein intuitives Gespür dafür, wo sich der andere Mensch gerade aufhält und was er braucht.

                    Mit diesen NTs gibt es für mich die wenigsten Probleme und ihre Anwesenheit ist für mich angenehm, schön und bereichernd. Leider sind es sehr wenige NTs, die diese Begabung besitzen.

                    Die anderen NTs, seid mir nicht böse, sind sicher auch meistens gute und liebe Menschen, doch für mich doch eher schädlich. Ich müsste mich aufgeben, um mit ihnen Kontakt zu haben und zu halten und dazu bin ich nicht mehr bereit.

                    Condor

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                      kurze interims-frage:

                      was hat dir bisher der gesamte austausch hier / die diskussion gebracht?

                      Kommentar


                        Hallo benno,

                        in dem Thread mit der Sterbehilfe hast du Folgendes geschrieben:
                        Zitat von benno Beitrag anzeigen
                        condor, du weißt, daß ich dich mag und hochschätze -soweit das über diesen virtuellen weg möglich ist.
                        Das ist mir neu. Woher hätte ich das wissen sollen?

                        Zitat von benno Beitrag anzeigen
                        was hat dir bisher der gesamte austausch hier / die diskussion gebracht?
                        Viel, u.a. kann ich mich in einem Forum mit anderen Menschen, überwiegend NTs, austauschen, ohne gleich von den Admins abgemahnt zu werden.

                        Den Rest behalte ich aber für mich.


                        Condor

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                          Hallo Sabine,

                          es ist nicht notwendig, wenn du dich für meine Antworten bedankst.

                          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
                          Ja, du denkst sehr realistisch, das merkt man hier immer wieder und das ist eine Stärke.
                          Es ist aber nur meine Realität.

                          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
                          je mehr wir das Positive sehen können, an es denken und auch formulieren können.... desto besser, und darum sollte man sich immer bemühen.
                          Ich mag eigentlich die Einteilung in positive und negative Erfahrungen nicht. Jede Erfahrung hat ihren Sinn und ist somit nicht negativ, aber das ist ein anderes Thema.

                          Ich bin dabei, Worte, wie "sollte", "muss" oder "darf nicht" aus meinem Wortschatz zu streichen und sie durch Formulierungen, wie "es wäre schön, wenn", "es wäre angenehmer" oder "mir wäre es lieber" zu ersetzen, da diese ganzen Wörter mit sollen, müssen oder nicht dürfen zu perfektionistisch sind und mich zu sehr unter Druck setzen.

                          Es geht mir besser, seitdem ich diese Wörter nicht mehr verwende.

                          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
                          Wahrscheinlich, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass er wirklich so ist.
                          Das ist das Schwierigste von allen. Wenn du dich auf deine Wahrnehmung verlässt, dann wird es leichter.

                          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
                          Ab dann haben mich diese Aussagen nicht mehr berührt (und sie haben folglich auch aufgehört).
                          Da schreibst du was ganz wichtiges... wenn einen nicht mehr berührt, was der Narzisst mit einem treibt, so gesehen Spiel nicht mehr mitspielt, dann hören die meisten Narzissten damit auf oder zumindest mit einem Teil. Da ich meine Narzissten aber mal sehr geliebt habe, ist das nicht ganz einfach mit dem Berühren und nicht mehr berühren.

                          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
                          Ich bleib einfach in der Kommunikation und dann schauen wir mal, was die sagen, die ich nicht verlieren möchte.
                          Wenn du ihnen von deinem Narzissten erzählen willst, dann kann es sein, dass sie dir nicht glauben werden.

                          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
                          Du hilfst mir sehr, weil ich bereit bin, sehen lernen zu wollen. Dass das Klarsehen nicht von jetzt auf gleich geht, ist ja auch normal. Du hast auch Recht damit, dass ich mir nicht so viele Gedanken machen sollte. Mehr spüren, was einfach für mich gut ist. Los-lassen, den anderen ihr Los lassen. Und mein Los annehmen und formen.
                          Ich weiß, dass sich das in der Theorie immer gut anhört, dies aber in die Praxis umzusetzen, dauert seine Zeit.

                          Lass dir Zeit, dein Narzisst ist morgen auch noch da.

                          Condor

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                            "condor, du weißt, daß ich dich mag und hochschätze -soweit das über diesen virtuellen weg möglich ist."
                            das habe ich geschrieben, und dir war das neu. vielleicht mein fehler: besser wäre es gewesen, daran zu denken, daß du als autist anders wahrnimmst. für mich erschloß sich meine haltung dir gegenüber aus der art und weise unseres austauschs hier. bei anderen leuten hätte ich einen anderen ton angeschlagen.
                            aber was ich wahrnehme, nimmt nicht jeder andere auch gleich wahr...
                            aber nun weißt du es (hoffentlich?)

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                              Hallo benno,

                              nun, gut, ich nehme das erst mal so hin. Wir werden sehen, wie lange deine Zustimmung anhält.

                              Es ist so, dass man einem Autisten fast alles sagen "muss", sonst weiß er es nicht.

                              Das ist gerade auch wichtig, wenn man mit einem Autisten befreundet ist oder eine Liebesbeziehung hat oder wenn man autistische Kinder hat. Sagt ihnen öfter, dass ihr sie mögt, lieb habt oder dass sie euch wichtig sind. - Ein Autist könnte sonst schnell auf den Gedanken kommen, nicht gemocht oder nicht geliebt zu werden.

                              Ich habe in deinen Worten nichts herauslesen können, weil ich das als Autist nicht kann, so, wie ein Blinder nicht sehen kann.

                              Deswegen bin ich auch immer so überrascht und auch verletzt, wenn man bei mir "zwischen den Zeilen" liest und etwas völlig anderes aus meinen Worten interpretiert. Ich denke dann, dass der andere schluderig ist und ungenau liest, denn hey, schaut mal her, zwischen den Zeilen ist nichts, nur Hintergrundfarbe.

                              Manchmal, vor allem, wenn es oft passiert und mir ganz fiese Dinge unterstellt werden, werde ich auch wütend und denke, dass NTs dumme, einfältige und ungenaue Menschen sind, obwohl sie das nicht immer sind.

                              Nicht autistische Menschen wären besser dran, wenn sie nie vergessen, dass wir Autisten die meisten Wörter wortwörtlich, bzw. in ihrer ursprünglichen Bedeutung verstehen. Das würde viel Stress und Ärger vermeiden.

                              Und... dass wir immer ein Bild oder eine Filmsequenz dazu im Kopf haben. Das kann manchmal sehr lustig sein, vor allem dann, wenn ihr gar nicht lustig sein wollt und es kann auch sehr eklig oder verletzend sein.

                              Ich hab das schon öfter geschrieben, aber ich denke, es ist gut, wenn ich es immer mal wieder erwähne:
                              Alles, was ihr nicht autistischen Menschen vom Gefühl her tut, haben autistische Menschen kognitiv zu erlernen.

                              Vielleicht bin ich deswegen permanent am lernen. Und vergesse dabei ab und zu, einfach ich zu sein und zu leben.

                              Deswegen fahre ich in mein Auszeitwochenende, denn da bin ich ganz ich selbst.

                              Bis die Tage, bin dann mal weg, Condor

                              Kommentar


                                Hallo Condor,

                                ich mag es nicht, wenn Dinge aussehen, als wären sie für mich selbstverständlich. Und um zu zeigen, dass sie mir etwas wert sind, sage ich danke. Ich bedanke mich gerne für Dinge, die mir gut tun oder mich weiter bringen. Ich weiß, dass manche Menschen soch ein Danke Schön als Schwäche ansehen (nicht du). Ich tu es trotzdem weiter so.

                                Ja klar hat jeder seine eigene Realität...

                                Ja, sollte und andere vergleichbare Wörter klingen nach Zwang, da gebe ich dir Recht. Wünsche zu formulieren... wirkt weniger provokativ, weniger einschränkend. Insofern ist es verständlich, wenn du dich damit besser fühlst.

                                Für mich sind gute und weniger gute oder auch schlechte Erfahrungen schon ok. Allerdings möchte ich die Folgen der negativen Erfahrungen manchmal gar nicht missen. Das fällt unter: jedes Ding hat mindestens seine zwei Seiten. Oder auch: jedes Unglück hat auch sein Gutes (wobei ich manchmal denke, nein, Tod und Krankheiten haben nichts Gutes - nur gibt es Menschen, die auch darin Gutes sehen können. So gesehen stecke ich in einem Dilemma (Trauer, Wut, Angst) und die anderen nicht oder weniger) Ich versuche, die negativen Ereignisse anzunehmen und ihnen den "Schrecken" zu nehmen. Oder auch: das Beste daraus zu machen. Einen "Sinn" sehe ich leider nicht immer, aber irgendwie kann man diese Erfahrungen ja (meist / oft) auch nicht verhindern / vermeiden - insofern ist der Sinn eben, dass sie einfach passieren.

                                Ja, man kann nicht einfach entscheiden, dass einen etwas nicht mehr berührt, und wenn die Liebe eine wichtige Rolle spielt, schon gar nicht. Das ist bestimmt ganz schwer.

                                Nein, ich habe nicht vor, andere davon zu überzeugen, was ich vom Narzissten halte. Ich hoffe, dass sie ihn auch einigermaßen so kennen wie ich. Falls nicht, wäre das nämlich ganz schlecht für mich, weil es so aussähe, als würde ich gegen den Narzissten mobben Ich habe es auch schon erlebt, dass (andere) narzisstische Menschen wie zwei Wesen waren, ein freundliches und ein agressives (und dass die Narzissten nicht immer allen Menschen beide Wesenseinheiten gezeigt haben). Insofern ist meine Strategie, unabhängig vom Narzissten direkt mit den anderen zu kommunizieren.

                                Zeit, ja, ich lass sie mir, ist wohl das Beste. Und ich werde fleißig üben, damit ich im Los-Lassen immer besser werde.

                                Erhol dich gut und sei ganz du in deinem Wochenende für dich.

                                LG

                                Sabine

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