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Borderline - Grenzwertige Menschen ??

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    Zitat von windfrau Beitrag anzeigen
    dictionary, please! is das das selbe wie "schee laungsaum wern ma scho olle waaach in da birn"?
    Ich nehme es mal an. Wobeee isch dees "waaaach", eher mit so ebbes wie "weeeesch" übersetze tät. Abber annsonnste, jo.



    -----------------

    Mal im Ernst. Ich bin schon ewig im Internet unterwegs. Dank des erwähnten Stalkings ist mein Privatgebrauch zwar eingeschränkter, als er es wäre, hätte ich den Ärger nicht an der Backe (und dabei sah es bis vor Kurzem so aus, als wäre es endlich vorbei, was mich hat [zu] leichtsinnig werden lassen), aber gerade auch in meinem beruflichen Umfeld (in dem ich viel mit Webtechnik, also Wartung u. ä. zu tun habe) erlebe ich es immer wieder, dass Menschen, ganz besonders in Fach-/Sachdiskussionen, sich inbrünstige rhetorische Gefechte liefern, obwohl ihre Meinungen und Ansichten lediglich um ein Mikro-My variieren. Aber das gilt es auszufechten, mit allem was man so im stilistischen Argumentenköfferchen hat.

    Ich saß dann oftmals querlesend davor und fragte mich, warum um alles in der Welt die Leute so abgehen? Ich habe ja den Verdacht, das ist eine Art (sportliches) Spiel und wenn sich am Ende alle den Buchstabensalat aus den Haaren schütteln, sich einen grinsen und sich sagen können: "War ein cooles Match und gelernt habe ich auch noch was!" (wenn auch in der Regel nur am Rande und nebenbei, ergo zufällig) - DANN ist doch alles gut.

    Es ist zwar alles andere als effektiv, aber scheinbar doch enorm spaßig. Wobei ich zugeben muss, dass ich die letzten Jahre immer mehr Ermüdungserscheinungen zeige, sowohl was das Lesen angeht, als auch mein eigenes Schreiben in solchen Diskursen, wenn ich privat unterwegs bin. Das liegt an dem, was ich die "Vollidiotenquote" nenne, die meines Empfindens nach immer mehr ansteigt - vielleicht bin ich aber auch einfach etwas borniert geworden mit den Jahren. Ist mir aber auch egal.

    So, offTopic Ende.

    Zuletzt geändert von Legendenwind; 24.02.2012, 15:12. Grund: Ich bin ein Rechtschreibnazi - manchmal....

    Kommentar


      Hallo,

      ich möchte meinem Beitrag noch etwas hinzufügen, da ich an anderer Stelle (Vorstellung von mir) darauf hingewiesen worden bin.

      Mein Beitrag bezog sich wirklich nur auf diese eine Borderline-Persönlichkeit und nicht auf alle anderen Borderliner (das schreib ich so, wie ich auch Autisten schreibe).

      Ich wollte hier keiner Borderline-Persönlichkeit zu Nahe treten oder ihn/sie in einen Topf mit allen anderen Borderlinern werfen. Ich denke, mit Borderlinern ist es ähnlich wie mit Autisten, sie unterscheiden sich, mitunter auch sehr stark, aber sie haben Gemeinsamkeiten, die sie dann wieder der Borderline-Persönlichkeit zuordnen lässt, wie es eben bei Autisten auch so ist.

      Ich denke, dass ich deutlich gemacht habe, dass ich nur mit dieser einen Borderline-Persönlichkeit Probleme hatte, die ich für mich nicht anders lösen konnte, als durch einen Kontaktabbruch. Es gibt auch unter Autisten Menschen, mit denen komme ich nicht klar, aber weniger, als unter Borderlinern. Und es gibt noch eine ganze Reihe anderer Persönlichkeitsstörungen, die ich ebenfalls nicht in meiner direkten Nähe haben möchte und zwar, weil ich damit nicht umgehen kann.

      Condor

      Kommentar


        Zitat von Condor Beitrag anzeigen
        [...] die ich ebenfalls nicht in meiner direkten Nähe haben möchte und zwar, weil ich damit nicht umgehen kann.
        >>>

        Zitat von Legendenwind
        Wie gesagt, mir ist es lieber, jemand ist sofort so ehrlich (dass IHM das zu anstrengend ist), davor habe ich mehr Achtung, als diese Schuldzuschieberei auf Krankheitsbilder, weil es ja so schön einfach ist.
        Dann ist doch alles klar. Btw. ist meine Haltung (in Deinem Vorstellungsthread und generell) definitiv nicht ablehnend, sondern lediglich akzeptierend, nämlich genau dessen, was Du hier postulierst.

        Ich richte mich danach und das tue ich ohne Groll. Ich re-agiere auf das, was Du hier formuliertest. Und ich werde auch nicht dagegen an arbeiten. DAS habe ich nun meinerseits zum Ausdruck gebracht und denke, wir können es abschließend dabei belassen.

        MfG
        Legendenwind

        Kommentar


          Hallo Forum,

          da das letzte Post schon fast ein Jahr zurückliegt gehe ich davon aus das das Thema nicht mehr weiter diskutiert wird. Ich habe auch die BL - Diagnose und überlegt ob ich etwas zu dieser Diskussion beitragen will, da meiner Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Diskussionen nach nur politisch korrekte Meinungen erwünscht sind. Ich will erst einmal auf diesen Beitrag eingehen.

          Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
          Genau, das darf höchstens mal der Chef (im übertragenen Sinne) wenn er seine Angestellten zusammenfaltet.

          Im übrigen scheint das aber durchaus ein Thema zu sein:

          Um aus der Borderline-Dynamik wieder heraus zu finden, ist in unseren Augen ein wichtiges Thema die Eigenverantwortung. Vielen Borderline-Betroffenen fällt es -meist über eine lange Zeit hinweg- sehr schwer, Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen. Oftmals ist dies eine Folge von zu viel Verantwortungsübernahme in der Ursprungsfamilie. Später erscheint die Eigenverantwortlichkeit als eine Bürde, die nur allzu gern abgegeben wird. Um Eigenständigkeit zu erlangen und selbstständig leben zu können, ist aber dies einer der wichtigsten und zugleich schwierigsten Schritte, die Borderline-Betroffene gehen müssen

          aus:

          Borderline

          ob die jetzt kompetent sind, oder nicht, weiß ich nicht.
          Ich habe mehrere Bücher über klinische Psychologie, aber das Thema Borderliner wird da im Grunde nicht behandelt.
          Ich frage mich warum? Ist das auch unter Experten irgendwie "grenzwertig"?
          Sehr viel Wahrheit über psychische Erkrankungen kann der interessiert suchende in den Büchern von Alice Miller "Das verbannte Wissen" und "Das Drama des begabten Kindes" finden. Mir ist seit dem Lesen dieser Bücher viel klar geworden und die meisten verdrängte Erinnerungen kamen zurück. Seit dem Punkt der Erkenntnis warum ich die Krankheit habe, welche Handlungen meiner Umwelt diese verursacht haben, geht mein Interesse mich der Gesellschaft als solches über ein unbedingt notwendiges Maß anzupassen gegen Null. Bedeutet ich halte mich weitgehend von anderen Menschen und deren Zwangskollektiven fern und lebe für mich allein.

          Zum Thema Eigenverantwortung für sein Leben zu übernehmen, ich trinke kein Alkohol, ich nehme seit über zwei Jahren keine Drogen mehr, Rauche seit einem Jahr nicht einmal mehr Zigaretten und habe aus freien Stücken, ohne fremde Hilfe damit aufgehört. Ich führe meinen Haushalt alleine, erledige meinen Behördenkram selbst. Wenn es mir schlecht geht rede ich mit niemanden darüber und halte mich von Ärzten und Krankenhäusern fern. Mehr Eigenverantwortung als die gesunden Menschen und ihre schöne gerechte Welt in Ruhe zu lassen kann ich wohl kaum für mein Leben übernehmen. Darüber hinaus gibt dieser Link recht gut wieder was ich von einem Eigenverantwortlichen Leben halte:

          Die Verantwortungslüge Hinter den Schlagzeilen

          mfg
          Ostwasser

          Kommentar


            Zitat von Ostwasser
            Ich habe auch die BL - Diagnose und überlegt ob ich etwas zu dieser Diskussion beitragen will, da meiner Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Diskussionen nach nur politisch korrekte Meinungen erwünscht sind.
            Was ist politisch korrekt? Und ist politisch korrekt zwingend auch gesellschaftlich korrekt? Und ist gesellschaftlich korrekt zwingen auch richtig und hilfreich?

            Wie vieles kommt uns das "politically correct" aus dem Us-amerikanischen, ein Land das sich in vielen Hinsichten nicht nur mit Menschen anderer "couleur", sondern auch mit Ansichten und Weltanschuungen anderer Menschen und Völker mitunter sehr schwer tut.
            Sicher sind wir Europäer" und auch andere Nationen und Völker nicht frei von solchen hausgemachten Komplikationen und wir können diverse Gepflogenheiten selbstverständlich von anderen übernehmen, bzw. eigene erfinden und alte pflegen und und ...

            Anstatt Scheiße kann ich ein anderes Wort wählen, doch ich würde in meiner Enttäuschung und Wut sicher nicht "Exkremente!" schreien, sondern wahrscheinlich voller Inbrunst auf das traditionelle Scheiße zurückgreifen. Wenn ich jemand als Arschloch tituliere, sehe ich ihn/sie auch nicht bildhaft als eben das Genannte, sondern "qualifiziere" ihn mit einem Titel, der im Sprachgebrauch etwas "Niederes", etwas Schmutziges, etwas, das (im altherkömmlichen Sprachgebrauch) "nur mit Abfall" zu tun hat.
            Dass der erwähnte Darmentleerungsausgang ein wichtiges und ungemein nützliches "Ding" an unserem Körper darstellt, wird durch die negative Konnotation unterschlagen.

            Politische Korrektheit ist in meinen Augen eine Gepflogenheit, die eher dazu angetan ist, neue und alte Tabus zu zementieren, als dass sie - wie beispielsweise in der rassistischen Variante - sie aufweichen und nichtig machen würde.

            Kurz, ich halte sehr wenig von politischer Korrektheit, wenn es um die Sprache geht, bin mir jedoch auch bewusst, dass ich mit derben und nicht einmal abwertig gemeinten Worten/Begriffen öfters anstoßen werde, dadurch die Menschen ggf. gegen mich aufbringe und ergo mit dem, was ich eigentlich sagen wollte, infolge oft nicht mehr zum Zuge komme ... weil ich abgelehnt werde, weil meine erwünschten Zuhörer mir nicht mehr zuhören ... usw.

            Ich suche also einen mir genehmen Mittelweg und der ist erfahrungsgemäß noch immer die Sachlichkeit, was mich nicht davon abhält, manchmal auch sogenannte "Grenzen" zu verletzen indem ich "direkter" werde.

            Mein Mentor sagte mir, das Regeln da seien um gebrochen zu werden. Wäre es nicht so, würden wir immer noch auf einer Scheibe leben und Hexen verbrennen.

            Der lange Rede kurzer Sinn: in diesem Forum ist vieles erlaubt und einiges nicht. Kinder werden gerne beim Namen genannt, ohne sie dafür zu beschimpfen. Ich denke, du verstehst was ich damit meine.


            Seit dem Punkt der Erkenntnis warum ich die Krankheit habe, welche Handlungen meiner Umwelt diese verursacht haben, geht mein Interesse mich der Gesellschaft als solches über ein unbedingt notwendiges Maß anzupassen gegen Null. Bedeutet ich halte mich weitgehend von anderen Menschen und deren Zwangskollektiven fern und lebe für mich allein.
            Hmmm, das ist nun keine ausgesprochen "borderlinersche" Haltung, aber ein mutiger und anstrengender Schritt ... und zeigt, dass du einerseits dabei nicht nur an dein Wohlbefinden denkst,nämlich dich vor den Reaktionen der Umwelt zu schützen, sondern auch an die Konsequenzen, ... was wiederum (nicht ironisch gemeint) auch eine WIrkung auf das Wohlbefinden deiner Umwelt hat, weil sie "den da, oder die da" mit seiner/ihrer "unberechenbaren Art" nicht zu "ertragen" brauchen.

            Deine Haltung gegenüber (das nehme ich mal an) der "normalen" Welt ist an sich die Gleiche, wie die von Jemand, der (in gegenseitigem Respekt) sagt, dass er mit Borderlinern nicht umgehen kann, dass er dem Verhalten solchermaßen auftretenden Menschen nicht gewachsen sei. Da du dich "zurückziehst", nehme ich mal an, dass du deinen Rückzug ähnlich erklären würdest ??
            Es wäre in meinen Augen eine nicht nur akzeptable, sondern individuell auch durchaus vertretbare Haltung, weil sie an sich ehrlich ist.

            (...) Mehr Eigenverantwortung als die gesunden Menschen und ihre schöne gerechte Welt in Ruhe zu lassen kann ich wohl kaum für mein Leben übernehmen.
            Dass in deinen Augen (als Zurückgezogene(r)) die Welt der Menschen draußen "schön gerecht" ist, dass du das mit einer gewissen Verbitterung schreibst (nehme ich mal an), ist durchaus verständlich ... vielleicht stimmst du mir zu, wenn ich mal unverblümt sage, dass du als "Systemsprenger(in)" und somit als kleine Minderheit imselben System sehr unbequem bist.

            Vielleicht ist das Borderline-Syndrom, oder das Hamlet-Syndrom an sich gar keine multifaktorielle seelische Krankheit und ihre Repräsentant(inn)en keine Kranken, sondern wirklich (und ungewollt) Systemsprenger - sozusagen die Spitze eines gesellschaftlichen Symptoms, ein Zeichen für diese Gesellschaft, dass sie noch nicht in der Lage ist, ihre soziologische Dysfunktionalität und die daraus erwachsenden Krankheiten auf sich selbst zurückzuführen, sondern bequemerweise die Liste der psychosomatischen Krankheiten erweitert ... und demgemäß die Betroffenen als Kranke ausgrenzt, ... aus der Gemeinschaft der "Gesunden" ??

            Nur mal so eine Frage, die ich mir manchmal stelle.

            Was deine freiwillige Abkehr nicht nur von der Gesellschaft, sondern auch und besonders von Drogen, Alkohol und Tabak (und wahrscheinlich noch einiges andere) angeht, so zöge ich vor dir meinen Hut, wenn ich einen aufhätte .

            DAS erreichen sogenannte "Gesunde" nur in verhältnismäßig seltenen Fällen "ohne nachdrückliche Hilfe", ... was dich und deine Persönlichkeit von dem Makel der "Unfähigkeit der Selbstbeobachtung und Selbstkontrolle" befreit und das, was in den Elfenbeintürmen der Wissenschaften als Krankheit und Störung bezeichnet wird, in ein geläutertes Licht stellt.

            lieben Gruß

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