Diese Seite verwendet Cookies, bitte beachte hierzu die Details in unserer Datenschutzerklärung Mit der weiteren Nutzung dieser Seite erklärst Du Dein Einverständnis zur Verwendung von Cookies.
Was mir auch auffällt an mir selber: mir fällt es wahnsinnig schwer, Gefühle zuzulassen. Kurz laufen mal die Tränen, das tut dann total weh. Ich versuche sie dann immer "wegzudrücken" ... Nur: es gelingt mir einfach nicht auf Kommando ... Kurzfristig bei einem schönen Film, so wie heute abend, den ich im Fernsehen angeschaut habe, "gelingt" es mir.
Das hat mich gerade erstaunt (zu lesen, dass es Dir schwerfällt, Gefühle zuzulassen). Vielleicht meinst Du speziell Traurigkeit. Mit Ärger, Aufregung und Wut scheinst Du nämlich genauso wenig Probleme zu haben wie mit Begeisterung und Freude.
Das ist jedenfalls mein Eindruck.
Zum "das tut dann total weh" - vor einiger Zeit sagte mir jemand "das sind doch alles nur Probleme". Damals fand ich das ziemlich überheblich. Mittlerweile gefällt mir diese Sichtweise. Und es stimmt. Irgendwie.
Und für mich habe ich gemerkt: Es geht vorbei. Zulassen. Atmen. Noch mal atmen. Irgendwann geht der Schmerz und die Leichtigkeit kommt.
Du bist mehr als Dein Problem.
Weiß ich nicht. Nur man muss jetzt ja nicht auf Teufel komm raus irgendwelche Gefühle zulassen.
Ich wundere mich eh immer wieder, welche Methoden dir empfohlen werden, um erzwungenermaßen irgendwelche Gefühle an die Oberfläche zu bringen oder auszuleben. Wenn sie da sind, sind sie eben da. Dagegen kannst du dich ja auch kaum wehren.
Das hat mich gerade erstaunt (zu lesen, dass es Dir schwerfällt, Gefühle zuzulassen). Vielleicht meinst Du speziell Traurigkeit. Mit Ärger, Aufregung und Wut scheinst Du nämlich genauso wenig Probleme zu haben wie mit Begeisterung und Freude.
Das ist jedenfalls mein Eindruck.
Vielleicht meinst Du speziell Traurigkeit. Mit Ärger, Aufregung und Wut scheinst Du nämlich genauso wenig Probleme zu haben wie mit Begeisterung und Freude.
Hm. Gute Anmerkung, liebe/r hobbes.
In der letzten Zeit habe ich - zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt - Ärger/Wut empfinden können. Jedoch immer an der falschen Stelle/den falschen Leuten gegenüber, nie den Leuten gegenüber, wo es evtl. angebracht gewesen wäre ...
Wochen-/monatelang konnte und wollte ich kaum Kontakte haben. So ganz genau weiß ich auch noch gar nicht, was ich überhaupt wieder will/möchte.
Jedoch: manchmal fehlen mir schon Kontakte. Nur: wie finde ich herau, was ch wirklich noch will?
Habe mir (beinah) abgewöhnt, mich von "irgendwelchen" Kontakten abhängig zu machen. Die ganze Zeit alleine zu sein, fällt mir - leider - immer noch oft schwer ...
Nur: wie finde ich heraus, was ich wirklich noch will?
Genau das ist eine Frage, die Dir viele nicht beantworten wollen/können, oder daran scheitern. Da bist Du nicht die einzige.
Einen Tipp, den ich Dir geben kann ist: Setze Dich mit einem Stift und Blatt Papier hin, mache darauf zwei Spalten. In der linken schreibst Du, was Du nicht willst. Das fällt vielen nämlich einfacher. In der rechten Spalte kannst Du dann den Gegensatz reinschreiben. Was will ich stattdessen? Aus Ich will nicht alleine sein wird dann Ich will Kontakte mit anderen Menschen haben.
Aber vielleicht hat ja jemand anderes eine Idee, die Dir vielleicht besser liegt?
Aber vielleicht hat ja jemand anderes eine Idee, die Dir vielleicht besser liegt?
Man kann da sicherlich die eine oder andere Methode ausprobieren, aber bringt das wirklich den entscheidenen Durchbruch?
Es geht um den grundsätzlichen Umgang mit den Dingen. Träumerin hat durch das damalige "Gespräch" mit ihrer Vorgesetzen eine tiefe Kränkung erfahren.
Da wo andere sagen "da pell ich mir doch ein Ei drauf" nimmt sie sich so etwas sehr zu Herzen.
Eine derartige Kritik würde ich mich, wenn sie von einem Lebensparter oder sehr engen Freunden kommen würde sicherlich längere Zeit nachdenklich machen, aber doch nicht von einem Vorgesetzten, geschweige denn von Kollegen.
Das ist ein Job, mehr nicht. Aber so eine Einstellung kann man nicht "willentlich haben", sondern kann sie sich "erarbeiten", durch Reflektionen, durch Relativierungen, durch Abstand.
Wenn man jeden Tag jedoch wieder mit dem jetzigen Arbeitsplatz konfrontiert wird, wird das schwer.
Wenn eine Versetzung realistisch erscheint, hätte ich sie wahrscheinlich schon beantragt.
In Deutschland wird täglich von Millionen eine Arbeitsleistung erbracht und bewertet, mal richtig mal falsch, mal alles ein bisschen,von Beidem. Wer sich davon abhängig macht, dem räumt man sehr viel Macht über die eigene Person ein.
Die Arbeit ist nicht das Leben, auch wenn viele das meinen, sondern ein Teil davon.
Aus meiner Sicht kann der Weg nur sein, eine andere Bewertung der eigenen Situation vorzunehmen, sich vom Urteil anderer (emotional) unabhäniger zu machen und das in einem längerfristigen Prozeß unter Zuhilfename geschulter Leute.
Man kann da sicherlich die eine oder andere Methode ausprobieren, aber bringt das wirklich den entscheidenen Durchbruch?
Ich kann Deinen Beitrag nur unterschreiben. Und den Durchbruch gibt es durch meine beschriebene Methode alleine bestimmt nicht.Es geht ja in erster Linie erst einmal darum, was will ich?
Eine betreffende Aussage, die ich mal bekommen habe ist folgende: Wer nicht an sich selbst arbeitet, an dem wird gearbeitet. Ich deute diese Aussage für mich folgendermaßen:
Wenn ich weiß, wo ich hin will, können mir andere erzählen, was sie wollen, ich gehe meinen Weg. Wenn ich nicht weiß, wo ich hin will, höre ich eher auf das, was andere sagen und bin dann für deren Aussage empfänglicher. Logisch kann ich damit nicht verhindern, dass andere Menschen versuchen, mir einen Weg zu diktieren. Jedoch lasse ich mich unter Umständen weniger von den anderen Menschen mit ihrer Aussage beeinflussen. Für meinen Teil ist es unmöglich, es jedem Recht zu machen und wenn ich es trotzdem versuche, bleibe ich selber auf der Strecke. Vielleicht ist genau das ja mit Träumerin!? passiert?
Aber dies ist Träumerins Faden und ich will ihn jetzt auch nicht mit einer Diskussion über meine Vorgehensweise kaputt machen.
Kommentar