Ich empfinde, dass je älter ich werde, desto schneller geht die Zeit vorbei. Woran mag das liegen?
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Das Leben zu Ende leben
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Gast
Keine Ahnung; wenn ich noch so viel zu tun hätte, dass der Tag zu wenig Stunden hätte. Aber das ist ja gar nicht so.
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Ich weiss nicht, ob Euch das hilft.
Aber für mich habe ich oft den Eindruck, wenn ich viel in die Zeit packe ( im.Urlaub, beim Umzug etc) , dann vergeht zwar einerseits die Zeit schnell, aber ich habe auch den Eindruck, dass die Zeit erfüllt ist und entsprechend i Nachhinein sehr lange dauerte.
Wenn ich nix Nennenswertes mache, mich evtl. sogar durch den Tag quaele, dann ist die Zeit einfach zeronnen. Reines Gefühl.
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Das scheint mir einleuchtend:
und uns allen eine schöne ZeitHede Helfrich, Leiterin des Instituts für Psychologie der Universität Hildesheim nennt zwei Ursachen für die im Alter schneller laufende Zeit. Die biologische Innere Uhr des Menschen laufe mit zunehmendem Alter langsamer, deshalb werde die physikalische Zeit als schneller empfunden. Hinzu kommen die Effekte der sogenannten Ereigniszeit, also Zeiträume, in denen viel passiert. Folgen viele Ereignisse schnell aufeinander, dann wird die dabei vergehende Zeit als kurz empfunden. Physikalisch gleich lange, ereignislose Zeiträume, die mit Routinearbeiten oder Warten gefüllt sind, werden dagegen als lang wahrgenommen.
Zeitempfinden : Warum Jahre rasen und Sekunden schleichen - Nachrichten Wissenschaft - DIE WELT
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Wenn in einem bestimmten "Alter" die Zeit "davon zu rennen beginnt". bzw. wenn die Betroffenen das so empfinden, dann steckt dahinter u.a. oft eine versteckte, nicht wahrgenommen-werden-wollende Angst, "dass es nun dem Ende zu geht". Manchmal heisst es ja, dass es ab einem gewissen Alter (bildhaft gesehen) nur noch bergab ginge, ergo ginge es dann ja auch vergleichsweise "schneller".Zitat von ManeIch empfinde, dass je älter ich werde, desto schneller geht die Zeit vorbei. Woran mag das liegen?
Mitunter tauchen dann alte ungestillte Bedürfnisse aus der Erinnerung auf und die Betroffenen "beeilen" sich, diese Bedürfnisse noch - so lange sie Zeit haben - zu befriedigen zu versuchen.
Dinge, die man als noch "sehr frisch" in Erinnerung hat (weil sie für den Einzelnen markant waren), entpuppen sich oft als Vorkommnisse, die schon vor Monaten geschahen/stattfanden. also "lange her" sind und dann heisst es manchmal mit einem weinenden und einem lachenden Auge:"Wie schnell doch die Zeit vergeht".
Wenn der (alte oder ältere) Mensch beginnt über sein Ende nachzudenken, bezieht er auch die Zeit mit ein, die ihm seiner Erwartung nach noch bleiben wird, kann, oder sollte und blickt auf die Zeit und den Weg zurück, die schon hinter ihm liegen. Anstatt diese Gedanken beispielsweise als "erdrückend" zu betrachten, als "runterziehend", könnte er/sie den Zeitdruck - unter er/sie sich dann vielleicht stellt - auch dazu nutzen, um mit sich und der Umwelt ins Reine zu kommen, um Unerledigtes und Aufgeschobenes (ein längst fälliges Gespräch mit den Kindern oder dem Lieblingsfeind bspw.) nachzuholen, bzw. zu Ende zu führen/bringen - um lästigen und zeitlebens unerwünschten Ballast abzuwerfen - um sich einen bis dato nicht erfüllbaren Wunsch jetzt und hier zu erfüllen ...
Alles das, was auch immer noch aussteht und erledigt werden will - sozusagen um "bereit zu sein", irgendwann die Bühne des Lebens in Ruhe und "in Würde vor sich selbst" verlassen zu wollen.
Bei den allermeisten gibt es noch genug zu tun, um die "schnell verrinnende Zeit" zweckmässig zu füllen, ... anstatt da zu sitzen und auf den rieselnden Sand der Sanduhr zu starren.
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Gast
Ich betrachte diese "rasende" Zeit nicht als bedrückend, ich konstatiere lediglich.
Ich starre auch nicht auf die Sanduhr.
Wenn ich jedoch die zunehmende Geschwindigkeit der vergehenden Zeit in Bezug setze auf mein nahendes Ende, dann dürfte es sehr schnell kommen.
Wahrscheinlich sollte ich diesen Bezug nicht herstellen.
Allerdings hat der Film bereits begonnen, der im Tod vor dem inneren Auge abläuft.
Und: Das erschreckt mich noch nicht einmal.
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Kuestenkind, so wie Du es beschreibst, habe ich den eingestellten Link von Mistral verstanden.Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigenfür mich habe ich oft den Eindruck, wenn ich viel in die Zeit packe ( im.Urlaub, beim Umzug etc) , dann vergeht zwar einerseits die Zeit schnell, aber ich habe auch den Eindruck, dass die Zeit erfüllt ist und entsprechend i Nachhinein sehr lange dauerte.
Wenn ich nix Nennenswertes mache, mich evtl. sogar durch den Tag quaele, dann ist die Zeit einfach zeronnen. Reines Gefühl.
Allerdings erst nach dem zweiten Lesen wurde mir bewusst, wie dieser Beitrag gemeint war.
Die Zeit, wie wir sie alltäglich erleben, vergeht nicht im gleichen Tempo. Wenn uns z.B. langweilig ist oder wenn wir deprimiert oder krank sind, dann vergeht die Zeit, subjektiv gesehen, sehr langsam. Wenn wir uns jedoch im Nachhinein an diese Zeit erinnern, wirkt sie kurz, so als hätten wir nichts erlebt. So mag es vielen im Alter ergehen, die nur noch ihre Alltagsroutine und kaum noch Neues erleben.
Umgekehrt scheint die Zeit sehr schnell zu vergehen, wenn wir uns z.B. gut unterhalten, eine spannende Arbeit machen und die Zeit "vergessen". Wenn wir uns hier im Nachhinein auf die Zeit besinnen, wo wir viele interessante Dinge erlebt haben, kommt uns diese Zeit von langer Dauer vor.
Auch Shepherds Erklärungen finde ich einleuchtend.
Vielleicht können wir die noch verbleibende Zeit etwasZitat von ShepherdWenn der (alte oder ältere) Mensch beginnt über sein Ende nachzudenken, bezieht er auch die Zeit mit ein, die ihm seiner Erwartung nach noch bleiben wird, kann, oder sollte und blickt auf die Zeit und den Weg zurück, die schon hinter ihm liegen. Anstatt diese Gedanken beispielsweise als "erdrückend" zu betrachten, als "runterziehend", könnte er/sie den Zeitdruck - unter er/sie sich dann vielleicht stellt - auch dazu nutzen, um mit sich und der Umwelt ins Reine zu kommen, um Unerledigtes und Aufgeschobenes (ein längst fälliges Gespräch mit den Kindern oder dem Lieblingsfeind bspw.) nachzuholen, bzw. zu Ende zu führen/bringen - um lästigen und zeitlebens unerwünschten Ballast abzuwerfen - um sich einen bis dato nicht erfüllbaren Wunsch jetzt und hier zu erfüllen ...
Alles das, was auch immer noch aussteht und erledigt werden will - sozusagen um "bereit zu sein", irgendwann die Bühne des Lebens in Ruhe und "in Würde vor sich selbst" verlassen zu wollen.
Bei den allermeisten gibt es noch genug zu tun, um die "schnell verrinnende Zeit" zweckmässig zu füllen, ... anstatt da zu sitzen und auf den rieselnden Sand der Sanduhr zu starren.
"dehnen", so dass sie nicht so schnell verrinnt. Indem wir die Alltagsroutine durchbrechen, uns neuen Erfahrungen aussetzen und auch im Alter unser Leben noch "auf den Kopf" stellen.
Bonny, ich persönlich sehe noch nicht (jedenfalls nicht bewusst) auf das Ende meines Lebens. Wahrscheinlich werde ich nicht das hohe Alter meiner Mutter erreichen (jetzt 93 Jahre), glaube jedoch noch viele schöne Jahre vor mir zu haben.Zitat von BonnyWenn ich jedoch die zunehmende Geschwindigkeit der vergehenden Zeit in Bezug setze auf mein nahendes Ende, dann dürfte es sehr schnell kommen.
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Wäre eine gute Alternative zum "warten". Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass "das Leben im Alter auf den Kopf stellen" eine sehr nützliche Entscheidung ist.Zitat von ManeVielleicht können wir die noch verbleibende Zeit etwas "dehnen", so dass sie nicht so schnell verrinnt. Indem wir die Alltagsroutine durchbrechen, uns neuen Erfahrungen aussetzen und auch im Alter unser Leben noch "auf den Kopf" stellen.
Kleines Beispiel als OT
Ich weiss nicht mehr wo, doch es gibt eine Einrichtung, die vielleicht Schule machen könnte. Gegenüber einem Altersheim wurde eine "Wellness-Einrichtung" für Alte eröffnet und die Freiwilligen aus dem ALtersheim gegenüber dorthin versetzt. Die AUsstattung dieses "Wellness-ALtersheimes" ist im Schnitt so eingerichtet wie die Häuser und öffentlichen Gebäude zu der Zeit, als die Alten noch jung waren. Auf den Parkings stehen Autos aus jener Zeit, die Möbel sind passend, die Kleidung der Bediensteten ebenfalls und unter anderem gibt es dort auch die Musik aus jener Zeit (und keine aus den Jahrzehnten danach), Filme und Literatur, kurz alles Dinge, die mit der Jugend der "Insassen" übereinstimmen. Sozusagen eine Retrowelt.
Die Menschen dort fühlten sich spontan wohl und nach einem (oder zwei ?) Jahr(en) wurden die Alten physisch und psychisch untersucht. Überraschung ! Bei fast allen wurde zum Beispiel im Knochenbau eine Regeneration festgestellt. AUf organischem Plan wurden fast keine Verschlimmerungen von Krankheiten notiert usw. Psychische Untersuchungen ergaben im Schnitt eine "Verjüngung" der geistigen Fähigkeiten/Kapazitäten.
Dies nur kurz und unvollständig, weil du davon geredet hast, die "Zeit zu dehnen". Man kann diese Dehnung also durchaus in einen nutzbringenden Rahmen setzen.
OT
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Gast
Katzengewohnheiten:
Ich wusste gar nicht, dass Katzen solche Gewohnheitstiere sind.
Mein Mann öffnet normalerweise als erstes Futter morgens ein Schälchen Thunfisch in Tomatengelee, das von unserem Kater sofort gierig verschlungen wird.
Heute Morgen griff er zum falschen und servierte Seelachs in Soße.
Der Kater kam angestürzt, bremste abrupt ab, zog sich angewidert rückwärts zurück, setzte sich auf seinen dicken Hintern und warf meinem Mann einen Blick zu: "Vergiftet!"
Mein Mann kam nicht drumherum, ihm das richtige Schälchen noch obendrauf zu packen; Kater fischte sich die richtigen Bröckchen raus und ließ das andere liegen.
Jetzt, nachdem er draußen war und danach seinen Seelachs mit Soße bekommt, konnte man die Reste einwandfrei fressen!
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LaLoba59
Hallo Bonny,
bei deinem Text "Katzengewohnheiten" musste ich lachen. Ich kenn das von meinen beiden Katzen.
Vor einiger Zeit wollte ich Katzenstreu kaufen. Ich kaufe normalerweise immer eine bestimmte Sorte in einem bestimmten Laden. An dem besagten Tag hatte ich allerdings nicht viel Zeit, musste aber noch in eine Drogerie und kaufte dort dann Katzenstreu, natürlich nur das Beste vom Besten: weich für die zarten Pfötchen und Biostreu
Zuhause hab ich dann nur ein Katzenclo damit bestückt und das war auch gut so. Denn beide haben sich geweigert, dieses Katzenclo auch nur zu betreten. Sie haben lieber gemeinsam das andere, nicht ganz so saubere Katzenclo benutzt, bis ich dann Montagsabend das RICHTIGE Streu gekauft hatte und beide Katzenclos dann wieder von meinen Damen angenommen wurden ....
so sind sie halt .... unsere Katzen

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