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Der Sinn des Lebens

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    #46
    Um mal wieder zum Thema zurückzukehren:

    Ich habe mal im Philosophiekurs gelernt, dass das Leben keinen Sinn macht, sondern dass man dem Leben einen Sinn geben muss!

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      #47
      Ja, man sollte seinem Leben einen Sinn geben, jedenfalls bevor es andere tun.
      Schließlich ist man von Sinngebern und guten Ratgebern umzingelt. Die Absichten sind immer die gleichen. Schließe Dich uns an, werde einer von uns.
      Ich bin da immer sehr vorsichtig, auch weil ich nicht davon überzeugt bin, dass es mir mehr nutzt als den anderen. Zu oft schon hatte ich dabei das gefühl es geschieht um jemanden für sich zu gewinnen, sei es aus finanziellen, religiös-sektiererischen, idologischen oder politischen Gründen.

      Bevor man den eigenen Sinn finden kann, scheint es mir notwendig zu sein, sich zunächst von allen Sinn- und Inhaltgebern ein wenig zu entkoppeln.

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        #48
        hallo Sprecher,

        OT
        das leben als restaurant, das bild gefält mir.
        "mein" restaurant hat aber deutlich mehr als nur reis zu bieten- ok, jeden tag sahnetorte haben sie nicht, aber meist sind schon so 2-3 gerichte zur auswahl....OT

        PS übrigens hab ich entdeckt, dass ich notfalls auch nachwürzen oder auch mal den teller tauschen kann....

        und zurück zum faden- im idealfall verleihe ich meinem leben den nötigen sinn, in dem ich mir überlege, welches der drei gerichte mir heute schmecken könnte. puh, kurve gekriegt!
        Zuletzt geändert von Fortuna; 22.11.2008, 15:34. Grund: ergänzung

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          #49
          Sinn des Lebens?

          Das war in der 8.Klasse bei uns mal im Reli-Unterricht ein Thema!
          Es gab viele Unterschiedliche Meinungen! Ich denke mal das da jeder anders drüber denken kann!

          Ich selbst habe den Sinn meines Lebens noch nicht gefunden! Ich weiß das ich lebe und das ich das so nehmen muss wie es ist,... Aber warum???

          Gefragt habe ich mich das schon sehr oft! Wo ist mein Platz im Leben? Wo gehöre ich hin?

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            #50
            Hallo momoko, du bist noch sehr jung und wirst den Sinn deines Lebens auch noch finden. Der fällt einem nicht so von jetzt auf gleich ein, sondern kommt auch mit positiven und negativen Erfahrungen langsam in dein Leben hinein.
            Horche mal immer wieder in dich hinein und du wirst mit der Zeit eine Linie erkennen.

            Liebe Grüße, die Mensch-Frau

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              #51
              Zitat von Momoko Beitrag anzeigen

              Ich selbst habe den Sinn meines Lebens noch nicht gefunden! Ich weiß das ich lebe und das ich das so nehmen muss wie es ist,... Aber warum???
              Viel mehr gibt es da auch nicht zu finden, denke ich.
              Dieses "so nehmen, wie es ist", bereitet vielen Schwierigkeiten, weil sie Erklärungen haben wollen, für die es wohl keine gibt.
              Manche meinen welche gefunden zu haben, aber ob sie tragfähig sind?
              Vielleicht nur für die betreffenden selber!

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                #52
                Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst. (Richard David Precht, Philosoph)

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                  #53
                  Puuuh Sinn des Lebens - wie es in der Werbung heißt - "schwere Kost" -

                  die Restaurantvariante gefällt mir da schon ganz gut.

                  So wie im laufe des Lebens vielleicht die Lieblingsspeisen wechseln -
                  sollte man hin und wieder auch mal ein anderes Restaurant besuchen
                  um mal zu sehen, was andere so essen. Entweder um das Restaurant
                  zu wechseln oder zu erkennen, dass das alte doch das Bessere war.

                  Zur Zeit bin ich am Restaurant wechseln

                  Den Sinn gefunden hab ich leider noch nicht -
                  war zu lange auf dem falschen Weg (bzw. falschen Restaurant).

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                    #54
                    Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, zu leben.

                    Schwierig wird es dann, wenn man sich fragt, ob das "alles" ist oder ob man eine Aufgabe zu erfüllen hat.

                    Ich kenne diese Aufgabe nicht, also versuche ich so zu leben, daß ich die positiven Dinge teile und die negativen verarbeite.

                    Wer oder was auch immer ihn geschaffen hat... der Mensch ist ein Wunderwerk, dessen Körper darauf ausgelegt ist, in jedem Moment zu leben. Das kann nicht sinnlos sein.

                    LG
                    Spunk

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                      #55
                      Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
                      . Das kann nicht sinnlos sein.
                      LG
                      Spunk
                      Vielleicht hast Du ja Recht, aber gibt es dafür eine Begründung.
                      Viele sagen ja, was nicht sein kann, das nicht sein darf, aber
                      was ist es was Dich glauben macht, dass dahinter irgend ein Plan oder so etwas steckt.
                      Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluß, das wir über diese Dinge wirklich nichts wissen. Auch nichts wissen können, weil sie zu komplex sind. Alleine schon die Vorstellung, dass der Radius des bekannten Universums 14 Milliarden Lichtjahre beträgt lässt mich schwindlig werden. Niemand weiss, wie viele Universen es gibt. Vielleicht macht das alles einen Sinn. Vielleicht können wir ihn "Fühlen", erkennen wird schwierig.

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                        #56
                        Hallo Hubert,

                        es gibt keine Begründung dafür. Um zumindest den Ansatz einer Begründung formulieren zu können, müsste man Realist sein. Ich bin eher Possibilist.

                        Ich weiß nicht, ob hinter all dem ein Plan steckt. Kann ich nicht wissen, denn - da hast Du absolut Recht - das Ganze ist viel zu komplex.

                        Andersrum gefragt: wenn der Radius des bekannten Universums 14 Millionen Lichtjahre beträgt (Wahnsinn!)... was ist dann innerhalb dieses Universums alles möglich? Und was erst, wenn es noch weitere Universen gibt?

                        Wenn wir die Welt immer nur unter dem Gesichtspunkt "was nicht sein kann, das nicht sein darf" betrachten, dann verringern sich diese 14 Millionen Lichtjahre. Ungenutze Möglichkeiten...

                        Angenommen, es gibt Leben in einem dieser anderen Universen... und weiter angenommen, auch die dort lebenden Wesen fragen sich nach dem Sinn des Lebens... gibt es etwas, das uns alle vereint.

                        Unmöglich?.... möglich...

                        LG
                        Spunk

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                          #57
                          Danke,

                          @ Spunk
                          @ Hubert

                          Eure Beiträge bringen das Dilemma auf den Punkt, wie man es knapper kaum zuspitzen könnte – samt schlagendem Beispiel. Nur, wie lebt man mit den Tatsachen:

                          1. nicht begründen und beweisen zu können, daß es Sinn gibt oder nicht gibt,
                          2. der offenbar in jedem Menschen angelegten Frage danach und daraus resultierender Suche und Auseinandersetzung mit den Antwortversuchen der Menschen vor einem,
                          3. der Tatsache, daß wir mit Vernunft ausgestattet sind, also wissen und beweisen wollen, aber dabei wissen, die letzten Fragen nicht lösen zu können
                          4. dem „Unsinn“ handeln zu müssen, obwohl man nicht beweisen kann, also ins Ungewisse, Offene, Bodenlose handeln zu müssen/sollen/wollen
                          5. der Ahnung, daß vielleicht jeder Lebensvollzug auch mitwirkt am „Entstehen von Sinn“?

                          Es gibt doch diese seltsame innere Evidenz oder innere Stimme oder wie immer man das nennen will, die hier mitspricht und nicht weniger eine Größe ist als die Vernunft.
                          Vielleicht könnte es (ein) Sinn des Lebens sein, die Frage danach in bewußter Anerkennung ihrer Unlösbarkeit und drängenden Natur, doch immer wieder zu stellen und zwar sowohl denkerisch als auch praktisch (d.h. die Spannung zu leben und zu halten zwischen Wissenwollen und nicht Wissenkönnen und doch nicht resignieren, sondern handeln, die Spannung also leben, ohne in einen Pol zu kippen oder ausgleichen zu wollen, sondern sie gerade als offen zu leben). Ein ziemlich anstrengender Weg und noch dazu mit der Notwendigkeit von viel Selbstbescheidung und Vertrauen, aber vielleicht ...
                          Albert Camus schrieb in diese Richtung, vielleicht hat er deshalb so viele in seinen Bann gezogen? Knapp fand ich das auch in den Schlußversen des Rilke-Gedichtes kondensiert:

                          „Über die Geduld
                          ...
                          Man muß Geduld haben
                          mit dem Ungelösten im Herzen,
                          und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
                          wie verschlossene Stuben,
                          und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
                          geschrieben sind.
                          Es handelt sich darum, alles zu leben.
                          Wenn man seine Fragen lebt,
                          lebt man vielleicht allmählich,
                          ohne es zu merken,
                          eines fremden Tages
                          in die Antworten hinein.“

                          Und von Thomas von Aquin, der das Problem Glauben und Wissen ein Gelehrtenleben lang untersuchte, las ich den Satz:
                          „Das Staunen ist eine Sehnsucht nach Wissen“.

                          Sind nur gedankensplittrige Fragen – mir ist klar, daß der Verweis auf eine Antwortmacht von Poesie und Literatur anfechtbar ist, vielleicht dennoch legitim angesichts der Unlösbarkeit der Sinnfrage? Vielleicht helfen Bilder und Symbole diese Spannung zu leben, wenn schon die Frage nicht zu lösen ist?

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                            #58
                            Sinn

                            Im Christentum ist der Sinn des Lebens die Liebe. Das wird hier ganz nett erklärt:

                            www.weristgott.info

                            Kommentar


                              #59
                              Ich möchte auch allen nichtchristlichen Sinnsuchern Mut machen, weiter nach dem Sinn ihres Lebens zu forschen.

                              Ich schreibe es nicht zum ersten Mal, dass meine Fragen nach dem Sinn und der Aufgabe meines Lebens tatsächlich auf einer Visionssuche beantwortet wurden. Diese Antworten tragen mich immer noch und sie geben mir die Kraft meinem Weg auch in schweren Zeiten zu folgen. Wenn ich nicht - bei allen Anfällen von Zweifel und Kleinmut - die Gewissheit hätte, dass mich dieser Weg zu einem Ziel führt, das jede Mühe wert ist, dann wäre mir das Leben in dieser Form schon längst zu anstrengend geworden.

                              Vermutlich beantwortet sich die Frage nach dem Sinn des Lebens für jeden Menschen ein bisschen anders. Aber wenn jemand tatsächlich zweifelsfrei nachweisen könnte, dass es der einzige Sinn dieses Lebens ist, das Leben (so gut wie möglich) zu leben, würde ich mein Ticket auf der Stelle zurück geben und aussteigen...

                              Just my two cents
                              von der Tintenweberin

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                                #60
                                Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                                Aber wenn jemand tatsächlich zweifelsfrei nachweisen könnte, dass es der einzige Sinn dieses Lebens ist, das Leben (so gut wie möglich) zu leben, würde ich mein Ticket auf der Stelle zurück geben und aussteigen...
                                Liebe Tintenweberin,

                                wenn mir das jemand angeblich zweifelsfrei nachweisen wollen würde, würde ich ihm sowieso nicht glauben.

                                Vielleicht könnte man sich darauf einigen, das Leben zu er-leben, statt es, wie es so viele tun, zu ver-leben.

                                LG
                                Spunk

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