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Der Sinn des Lebens

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    #16
    Zitat von Nomada Beitrag anzeigen
    Spontaner Gedanke: gibt es nur EINEN Sinn? Ich meine, kann sich das nicht mit der Zeit ändern? Irgendwie ist immer nur von dem einen die Rede (pro Mensch betrachtet) *grübel*
    Glaubst du im Ernst, du hast die Wahl?

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      #17
      hallo Nomada,

      ich vermute, der sinn liegt darin, im einklang mit unseren gefühlen, sehnsüchten und bedürfnissen zu leben (geht das? das wäre doch schöööön...)

      was du meinst, sind ideen, interessen, lebensentwürfe. und die dürfen sich täglich ändern- finde ich!
      hab ich dich richtig "interpretiert"?

      lieben gruß

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        #18
        Zitat von expat Beitrag anzeigen
        Glaubst du im Ernst, du hast die Wahl?
        Darum ging es mir nicht. Wenn wir auf der Suche nach DEM Sinn des Lebens sind, impliziert das für mich, dass unser EIN Leben EINEN Sinn hat. Und vielleicht verpassen, dass es JETZT gerade einen hat, aber in 5 Jahren einen anderen. Von mir aus ohne Wahlmöglichkeit. Würde bedeuten, dass wir offen für Veränderungen bleiben sollten, bzw. nicht in so absoluten Masstäben denken sollten. Als Frage formuliert: wenn ich ihn mal gefunden haben sollte - behalte ich ihn dann?
        Ich denke doch nur gerade mal laut... ähm, schriftlich.

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          #19
          Danke Fortuna, für den Aufklärungsversuch. Deiner Sinndefinition kann ich auch in etwa folgen. Nein, es lässt sogar mein Herz hüpfen - obwohl ich im Gegensatz zur Tintenweberin noch kein klares Bild von Sehnsüchten und Bedürfnissen habe. Ich bin noch dabei, mir die Tomaten von den Augen zu holen!

          Mmmh, aber das mit den Lebensentwürfen... ganz klar trenne ich das wohl nicht (Sinn-Lebensentwürfe), es vermischt sich. Eigentlich meinte ich aber wirklich das, was ich als den Sinn (die Sinnfrage) empfinde. Auch hier im Faden ist es ja nicht sauber getrennt. Wenn jemand in seinem Leben durch seine Kinder einen Sinn bekommt - was passiert, wenn die aus dem Haus sind? Oder schlimmer: sich lossagen? Vielleicht empfinde ich eine Zeit lang als Sinn, dass ich meine Kinder in die Welt eingliedere, später etwas anderes?

          Mmmh, über die Trennung sollte ich vielleicht wirklich mal nachdenken, danke.

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            #20
            Vielleicht ist ja der Sinn des Lebens einfach nur das Leben selbst. Manchmal sehen wir vielleicht den Wald vor lauter Bäume nicht. Das Leben ist komplex, wir sind komplex, die Natur ist komplex .... wie soll man da eigentlich durchsteigen können ... wir kleinen Menschleins auf dieser Erde ... was sind wir schon im Riesengroßen komplexen Universum?

            Was ist Leben? Existieren? Nicht sooo schwer. Was noch? Fühlen? Tut jeder. Aber so mit seiner Existenz und seinen Erfahrungen umzugehen, sodass der Verstand, Körper und Gefühle miteinander harmonieren, sodass man zufrieden und glücklich ist ... das ist für mich zumindest ein Ziel meines Lebens. Ich sehe es auch als eine Kunst an. Vielleicht auch als DER Sinn?

            Eine Aufgabe haben? Kann nur jeder für sich herausfinden oder es einfach fühlen und ausleben.

            Ich glaube es gibt keinen allgemeinen Sinn des Lebens, außer einfach zu leben und sich vom Leben bereichern zu lassen .. in körperlicher, emotionaler, mentaler, geistiger und spiritueller Hinsicht (hab ich was vergessen??). Wir haben es selbst in der Hand wie wir uns davon bereichern (können). Ich könnte auch das Wort bereichern durch entwickeln ersetzen aber das ist halt mein persönlicher Sinn des Lebens. Ich lerne, lerne und lerne, weil ich es verdammt interessant finde was wir hier tun ... nämlich leben.

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              #21
              Zitat von expat Beitrag anzeigen
              Ein psychisch gesunder Mensch fragt nicht nach dem
              Sinn des Lebens: er fühlt ihn.
              Lieber Expat,
              damals als Du noch fast Kind warst, und nach dem Sinn gefragt hast, warst Du da psychisch sehr krank?

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                #22
                Zitat von indian summer Beitrag anzeigen
                Liebe DasLeben,

                was wäre denn die Konsequenz? Beziehungslos durch das Leben zu treiben, aus Angst vor Verletzungen oder Verlust? Für mich wäre diese Art zu leben sinnlos.

                Herzliche Grüße, Indy
                Liebe Indy,

                nein, das überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil glaube ich, dass Beziehungen ganz wichtig sind für uns. Ich musste nur vor 2 Jahren meinen Mann beerdigen, habe seitdem leider ein wenig Verlustängste was meine Kinder angeht. Und mir wurde klar, dass morgen alles anders sein kann. Es kann sein, dass ich alleine irgendwo bin, hier ein Erdbeben ist und alle Leute die ich liebe und die mich lieben nicht mehr sind. Das ist extrem hypothetisch, aber nicht völlig ausgeschlossen. Werde ich mich dann erhängen oder habe ich etwas, was mich antreibt, weiterzumachen. Wenn ja, was?

                Immer wieder mal, wenn mich der Tod meins Mannes einholt (es passiert zum Glück immer seltener), dann kann es schon so weit kommen, dass ich den halben Tag weine und mich frage, was es denn für einen Sinn macht. Auch mit meiner 6jährigen Tochter unterhalte ich mich darüber. Sie möchte, dass wir alle gleichzeitig sterben, weil das keiner von uns nochmal erleben will.

                Und weil mich diese Frage vor so 2 Monaten mal wieder massiv beschäftigt hat (eben auch so ein Tag, der für mich ganz schlimm war), dachte ich mir, vielleicht bin ich mit dierer Sinn-Frage auf dem falschen Weg.

                Ich bin sehr gläubig, glaube an ein Leben nach dem Tod, in welcher Form auch immer, das werde ich dann schon merken und in meinem Umfeld glauben viele, der Sinn sei Gott. Mich befriedigt diese Antwort nur nicht so sehr. Und so habe ich mal meine Konkordanz der Bibel aufgeschlagen und in der Bibel gibt es das Wort (Lebens)Sinn überhaupt nicht.

                Gott hat uns geschaffen um uns zu lieben und um eine Beziehung zu uns zu haben. Wir sind noch ein paar mehr von der Sorte, damit wir auch Menschen haben können, zu denen wir eine Beziehung haben. Damit wir uns gegenseitig lieben können (leider auch hassen)...

                Naja, ich falle wahrscheinlich irgendwann wieder in so ein Loch, und da würde ich gerne ein wenig weiter sein.

                Auf der anderen Seite ist es wahrscheinlich wie mit der Einsamkeit (siehe anderen Faden). Die Sinnfrage, die Einsamkeit, die Trauer.... da gibt es mehr, sind wohl auch Begleiter. Ohne sie würden wir vielleicht auch nicht an Tiefe, Mitgefühl ... gewinnen.

                Es ist auf alle Fälle echt schön, die Gedanken hier zu lesen. Ich nehme sie mit ins Bett, stehe damit auf und bin dankbar für Gedankenanstöße!

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                  #23
                  42

                  (oh ... da war ein Clown im Müsli!)

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                    #24
                    @Cynthia und @Mokka: sehr passend...

                    Aber ernsthaft: wollt Ihr damit sagen, man MUSS es nicht so ernst sehen? Ist natürlich auch ein nicht zu verachtender Ansatz. *weitergrübel*

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                      #25
                      @Mokka: so gesehen muss ich die 42 tatsächlich mitunterschreiben *kicher*

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                        #26
                        Zitat von Mooie
                        Phil 4,4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!

                        was meinst du, könnte das ein deal werden?
                        Seid ihr für Märchen nicht schon etwas zu alt?

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                          #27
                          Zitat von expat Beitrag anzeigen
                          Seid ihr für Märchen nicht schon etwas zu alt?
                          Wenn das mal keine Provokation ist.

                          Es beginnt zu wintern und da ist doch Zeit für Märchen .

                          OT:ENDE

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                            #28
                            Liebe DasLeben,

                            mir tut dein persönlicher Verlust sehr leid, nur annäherend kann ich mir deine Schmerzen vorstellen.

                            Mein persönlicher Alptraum wäre der Tod meines Mannes oder meines Sohnes. Aber diese Gedanken schiebe ich bewusst von mir fort, weil sie mich sonst lähmen würden. Wahrscheinlich ist dies ein gesunder Mechanismus.

                            Ich selbst hatte vor Jahren einen schweren Unfall und nach der Geburt meines Sohnes postpartale Depressionen. Mir ging es damals sehr schlecht und ich habe in diesen Zeiten auch keinen Sinn mehr im Leben gesehen. Aber ich hatte das Glück Menschen an meiner Seite zu haben, die mir beigestanden haben. Jetzt weiß ich, dass es manchmal solche dunkle Zeiten im Leben braucht, um seine Persönlichkeit zu entwickeln, seine bisherigen Werte auf die Waagschale zu werfen und um sich letztendlich seine ganz persönlichen Prioritäten im Leben bewusst zu machen.

                            Ob es darum geht, dass Leben einfach zu genießen oder sein Leben einer besonderen Aufgabe zu widmen...Hauptsache man ist im großen und ganzen glücklich und zufrieden...

                            Herzliche Grüße, Indy

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                              #29
                              Zitat von indian summer Beitrag anzeigen
                              Jetzt weiß ich, dass es manchmal solche dunkle Zeiten im Leben braucht, um seine Persönlichkeit zu entwickeln, seine bisherigen Werte auf die Waagschale zu werfen und um sich letztendlich seine ganz persönlichen Prioritäten im Leben bewusst zu machen.
                              Diese Erkenntnis kann ich nur voll und ganz unterschreiben.
                              Ich habe ein sehr schwieriges Jahr mit Krankheit, einem schlimmen Unfall und mehreren Schicksalsschlägen hinter mir und hätte mir noch vor ein paar Wochen nicht vorstellen können, dass ich das alles überstehe und ein besseres, glücklicheres Leben auf mich wartet am Ende des Tunnels.
                              Jetzt weiß ich es sicher!
                              Eine liebe Freundin schickte mir mitten im schlimmsten Chaos eine Karte mit dem Spruch:
                              "Über das Leben muss man nur eines wissen: Es geht weiter....."

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                                #30
                                Ich verstehe immer noch nicht, wie man den Sinn
                                des Lebens auf nach dem Leben verlagern kann.

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