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Der Sinn des Lebens

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    #61
    ...das Leben er-leben klingt auf jeden Fall besser als diese Erdenzeit irgendwie zu ver-leben (oder im schlimmsten Fall: totzuschlagen).

    Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
    Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, zu leben.

    Schwierig wird es dann, wenn man sich fragt, ob das "alles" ist oder ob man eine Aufgabe zu erfüllen hat.

    Ich kenne diese Aufgabe nicht, also versuche ich so zu leben, daß ich die positiven Dinge teile und die negativen verarbeite.
    Du hast weiter oben von irgendwelchen abstrakten "Mannen" geschrieben, die sich fragen, ob das tatsächlich schon alles gewesen sein soll... - Fragst du dich denn manchmal, ob es alles ist, oder ob du eine Aufgabe zu erfüllen hast? Und welche Antwort klingt in dir nach, wenn du dir diese Frage stellst...?

    Ich weiß, dass diese Fragen sehr persönlich sind, liebe Spunk, und du musst sie ganz gewiss nicht beantworten, wenn sie dir zu persönlich erscheinen...

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      #62
      Ich habe schon lange an meiner Pinnwand einen Ausschnitt aus einem Artikel hängen, den ich mir immer durchlese, wenn mich mal wieder die Frage nach dem Sinn des Ganzen überfällt:

      "Menschen mit Kindern fragen selten nach Glück. Sie empfinden es. Weil sie einen Sinn darin sehen, ihren Nachwuchs großzuziehen. Trotz der Einschränkungen, die sie durch ihre Kinder auf sich nehmen, trotz unruhiger Nächte, verringerten Konsums und verminderter Freiheit erleben sie eine Bereicherung. Nicht anders fühlen Liebende, die selten nach dem Sinn ihres Lebens fragen. Sie sind in seinem Besitz. Gegen die innere Leere und die äußere Kälte, die viele beklagen und gegen die kaum einer ankommt, hilft Sinn - Sinn vermittelt Kräfte, Sinnlosigkeit aber entzieht sie."

      Leute mit Kindern und Liebende haben es also einfacher....?

      fragt sich und euch die Schnucke

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        #63
        Zitat von Schnucke Beitrag anzeigen
        Leute mit Kindern und Liebende haben es also einfacher....?
        Zu den Kindern kann ich nicht viel sagen. Aber ich erinnere mich daran, dass ich mich immer unbesiegbar und unsterblich fühlte, wenn ich geliebt habe...

        Kommentar


          #64
          Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
          Vermutlich beantwortet sich die Frage nach dem Sinn des Lebens für jeden Menschen ein bisschen anders. Aber wenn jemand tatsächlich zweifelsfrei nachweisen könnte, dass es der einzige Sinn dieses Lebens ist, das Leben (so gut wie möglich) zu leben, würde ich mein Ticket auf der Stelle zurück geben und aussteigen...
          Liebe Tintenweberin

          So wie ich Dich bisher kennengelernt habe, glaubt ich Dir sofort, dass Du dafür geschaffen bist, eine aktivere Rolle im Leben einzunehmen.

          Doch kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es Menschen gibt, deren innere Aufgabe es ist, das Leben in seiner ganzen Tiefe und Breite auszuloten. Vielleicht sogar ohne ein greifbares Resultat für die Aussenwelt. Und doch höchst erfüllend und befriedigend für den oder diejenige.
          Nicht zu verwechseln mit einem planlosen Dahintreiben-lassen, sondern einfach einem abstrakteren "Ziel".

          Das ist vielleicht im ersten Moment nicht ganz einfach zu fassen, doch hilft vielleicht der Gedanke an ein Leben im Kloster oder Ashram.

          Ich habe manchmal fast das Gefühl, dass wir, - ganz Kinder unserer Zeit und westlicher Kultur -, die Zielorientierung bis zur Perfektion verinnerlicht haben.
          Und uns dabei gar nicht mehr vorstellen können, dass es auch noch andere Ziele geben kann, als eines, welches einsam alles überragend, punktförmig und singulär am Ende des Weges steht.

          "
          Der Weg als Ziel", wie es vielleicht umschrieben werden kann.
          Oder
          "Der Weg als Weg", wie ich fast noch treffender finde.

          Serafin

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            #65
            Ich glaube, unserer ureigensten Bestimmung im Leben folgen wir so oder so. Egal, ob wir etwas dafür unternehmen oder nicht. Das Schicksal oder Gott sorgt schon dafür, dass wir die richtigen Lektionen zur richtigen Zeit lernen.
            Nur ist dieser Pfad für uns nicht so ohne weiteres sichtbar. Vielleicht so wie ein Schlepplift im stockdichten Nebel.

            Doch unser Lebensglück, denke ich, können wir ganz entscheidend beeinflussen, indem wir diesem Fluss folgen, oder komplett gegen unsere Natur handeln.
            Ich glaube, genau hier liegt unsere Wahlmöglichkeit im Leben.

            Das scheint mir auch die Kernaussage der Redewendung zu sein, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist.

            Nicht, dass wir den Lauf unserer Bestimmung verändern könnten, aber die Art und Weise, wie wir auf die daraus entstehenden Lebens-Situationen reagieren.

            Und je besser man sich und seinen Weg kennt, desto leichter und stimmiger fliesst auch das Leben. So dass es sich auf jeden Fall lohnt, sich Gedanken zum Sinn seines eigenen Lebens zu machen.

            So stelle ich mir das jedenfalls vor.

            Serafin

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              #66
              Zitat von Spunk Beitrag anzeigen

              Andersrum gefragt: wenn der Radius des bekannten Universums 14 Millionen Lichtjahre beträgt (Wahnsinn!)... was ist dann innerhalb dieses Universums alles möglich? Und was erst, wenn es noch weitere Universen gibt?
              Es sind ca.14 Milliarden Lichtjahre. Oder anders ausgedrückt 10 hoch 26m.
              Interessant aber auch die Frage, was nicht möglich ist, geht man mal davon aus das die Lichtgeschwindigkeit die höchste Geschwindigkeit ist, die erreicht werden kann.

              Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
              Angenommen, es gibt Leben in einem dieser anderen Universen... und weiter angenommen, auch die dort lebenden Wesen fragen sich nach dem Sinn des Lebens... gibt es etwas, das uns alle vereint.
              Zumindest diese gemeinsame eine Frage, denke ich.
              Das es Leben draußen im All gibt, denke ich dürfte wahrscheinlich sein, auch wenn es besonderer Bedingungen bedarf wenn es ähnlich gestaltet sein soll, wie das unsere.
              Aber ob wir jemals davon erfahren ist fraglich. Die Entfernungen sind so gigantisch, wie und wodurch sollen sie überbrückt werden?
              Vielleicht durch Radiowellen, die wir empfangen. Aber wenn eine Antwort auf dem Rückkanal wieder zehntausend Jahre dauert um jemand auf einem "nahen" Planeten zu erreichen, wird die Konversation etwas zäh.

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                #67
                Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                Es sind ca.14 Milliarden Lichtjahre. Oder anders ausgedrückt 10 hoch 26m.

                Sorry... hab ich während des Schreibens im Hirn falsch abgespeichert!

                Aber ob wir jemals davon erfahren ist fraglich. Die Entfernungen sind so gigantisch, wie und wodurch sollen sie überbrückt werden?
                Vielleicht durch Radiowellen, die wir empfangen. Aber wenn eine Antwort auf dem Rückkanal wieder zehntausend Jahre dauert um jemand auf einem "nahen" Planeten zu erreichen, wird die Konversation etwas zäh.
                Niemand käme auf die Idee, im Frühling einen Grashalm aus der Erde zu ziehen, weil er es nicht erwarten kann, wieder Grün um sich zu haben...

                Wenn für uns heute eine Kontaktaufnahme mit jemandem aus einem anderen Universum noch unvorstellbar ist... dann ist vielleicht einfach die Zeit noch nicht reif dafür?

                Ich denke einfach, daß es Dinge gibt, die für uns heute noch unvorstellbar sind. Aber das bedeutet vielleicht nicht grundsätzlich, daß sie vollkommen unmöglich sind...

                LG
                Spunk

                PS: Gerade geht mir durch den Sinn: "Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln"... aber das ist jetzt OT...

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                  #68
                  Zitat von Pippa Beitrag anzeigen
                  Nur, wie lebt man mit den Tatsachen:

                  1. nicht begründen und beweisen zu können, daß es Sinn gibt oder nicht gibt,
                  2. der offenbar in jedem Menschen angelegten Frage danach und daraus resultierender Suche und Auseinandersetzung mit den Antwortversuchen der Menschen vor einem,
                  3. der Tatsache, daß wir mit Vernunft ausgestattet sind, also wissen und beweisen wollen, aber dabei wissen, die letzten Fragen nicht lösen zu können
                  4. dem „Unsinn“ handeln zu müssen, obwohl man nicht beweisen kann, also ins Ungewisse, Offene, Bodenlose handeln zu müssen/sollen/wollen
                  5. der Ahnung, daß vielleicht jeder Lebensvollzug auch mitwirkt am „Entstehen von Sinn“?
                  Ja, wie lebt man damit? Ich denke nicht gut, denn es ist im Grunde ein zu schrecklicher Gedanke sich ausmahlen zu müssen in einem Zug ohne Lockführer zu sitzen. Denn wenn das so sein sollte, könnten wir genau genommen nicht mehr ruhig schlafen. Ich denke das ist auch der Grund warum in nahezu allen Kulturen so etwas wie Religon entstanden ist, der Glaube an eine "Zentralintelligenz", die versteht was geschieht.

                  Zitat von Pippa Beitrag anzeigen
                  Es gibt doch diese seltsame innere Evidenz oder innere Stimme oder wie immer man das nennen will, die hier mitspricht und nicht weniger eine Größe ist als die Vernunft.
                  Vielleicht könnte es (ein) Sinn des Lebens sein, die Frage danach in bewußter Anerkennung ihrer Unlösbarkeit und drängenden Natur, doch immer wieder zu stellen und zwar sowohl denkerisch als auch praktisch (d.h. die Spannung zu leben und zu halten zwischen Wissenwollen und nicht Wissenkönnen und doch nicht resignieren, sondern handeln, die Spannung also leben, ohne in einen Pol zu kippen oder ausgleichen zu wollen, sondern sie gerade als offen zu leben). Ein ziemlich anstrengender Weg und noch dazu mit der Notwendigkeit von viel Selbstbescheidung und Vertrauen, aber vielleicht ...
                  Albert Camus schrieb in diese Richtung, vielleicht hat er deshalb so viele in seinen Bann gezogen? Knapp fand ich das auch in den Schlußversen des Rilke-Gedichtes kondensiert:

                  Ja, ich denke Camus hielt das Leben einerseits für absurd, war aber andererseits der Auffassung die Lösung besteht darin das zu akzeptieren und damit zu leben und es lieben zu lernen. Über seinen Mythos von Sisyphos hat er, glaube ich, einmal sinngemäß gesagt, das wir uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen müssen , der dadurch, dass er auf alles verzichte, was jenseits seiner unmittelbaren Erfahrung liegt, und aufhört, nach tieferem Sinn und Inhalt zu suchen, triumphiert.

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                    #69
                    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen

                    Du hast weiter oben von irgendwelchen abstrakten "Mannen" geschrieben, die sich fragen, ob das tatsächlich schon alles gewesen sein soll... - Fragst du dich denn manchmal, ob es alles ist, oder ob du eine Aufgabe zu erfüllen hast? Und welche Antwort klingt in dir nach, wenn du dir diese Frage stellst...?
                    Ich hatte nicht geschrieben, ob das schon alles gewesen sein soll. Das macht in meinem Denken einen Unterschied. Schon alles gewesen... das hört sich so nach endgültig an, nach einem großen Fragezeichen und damit tatsächlich dann nach einer Frage nach dem Sinn des Ganzen.

                    Ich denke mal, ich hab jetzt so ungefähr die Hälfte meines Lebens hinter mir und da wäre es mir zu früh, mich zu fragen, ob das schon alles war.

                    Natürlich stelle auch ich mir manchmal die Frage, ob ich eine Aufgabe zu erfüllen habe. Da ich ein ungewolltes Kind war, könnte ich es mir mit der Antwort einfach machen und behaupten, daß es vielleicht meine Aufgabe war und ist, einfach nur zu überleben. Das hat bis heute ganz gut geklappt.

                    Aber das ist natürlich nicht die Antwort auf diese Frage. Manchmal bohrt sich so eine Art Vorahnung in meine Gedanken... das irgend etwas bevorsteht, von dem ich nicht weiß, was es ist... Wenn es mir in diesem Moment schlecht geht, schimpfe ich mich eine Närrin und tue es als Wunschdenken ab. Zukunftsträume, um der Gegenwart zu entfliehen.

                    Ich zerbreche mir aber nicht den Kopf über die Antwort auf diese Frage. Ich kenne meine Aufgabe nicht und es gibt niemanden, der sie mir nennen kann. Das heißt nicht, daß ich völlig gedankenlos in den Tag hinein lebe.

                    Aber manchmal, wenn ich hier so sitze und über das Leben nachdenke, dann empfinde ich einfach Dankbarkeit. Darüber, überhaupt zu leben und viele Dinge so bewusst wahrnehmen zu können. Angenommen, es gäbe eine Aufgabe für mich und ich würde sie, weil sie mir unbekannt ist, nur unzureichend erfüllen... glaube ich nicht, daß es dieses Gefühl von Dankbarkeit in mir überhaupt geben würde.

                    Ein mir besonders nahestehender Mensch hat mal zu mir gesagt, daß es vielleicht tatsächlich so ist, andere für eine Weile zu begleiten, bevor sich die Wege wieder trennen.

                    Vielleicht ist das meine Aufgabe. Menschen zu begleiten oder auch, mich von ihnen begleiten zu lassen. Ich weiß es nicht. Aber ich mag die Menschen und ich mag das Leben. Und das fühlt sich für mich sinnvoll und auch erfüllt an. Einfach da sein mit offenen Sinnen und leben.


                    Ob das "reicht"... kann ich nicht beurteilen.

                    LG
                    Spunk

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                      #70
                      Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
                      Niemand käme auf die Idee, im Frühling einen Grashalm aus der Erde zu ziehen, weil er es nicht erwarten kann, wieder Grün um sich zu haben...

                      Wenn für uns heute eine Kontaktaufnahme mit jemandem aus einem anderen Universum noch unvorstellbar ist... dann ist vielleicht einfach die Zeit noch nicht reif dafür?
                      Sicherlich, alles zu seiner Zeit. Nach heutigen Erkenntnissen nur sehr unwahrscheinlich.

                      I
                      Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
                      ch denke einfach, daß es Dinge gibt, die für uns heute noch unvorstellbar sind. Aber das bedeutet vielleicht nicht grundsätzlich, daß sie vollkommen unmöglich sind...
                      Nein, das kann es nicht bedeuten. Alles was wir logisch richtig ableiten wollen, geht immer von bestimmten Prämissen aus. Erweisen sie sich als nicht andwendbar für eine bestimmte Frage, ist auch das Ergebnis falsch. Und vielleicht ist auch Logik nicht das einzige richtige Instrument auf alle diesbezüglichen offenenen Fragen.



                      Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
                      PS: Gerade geht mir durch den Sinn: "Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln"... aber das ist jetzt OT...
                      ja, wobei mir da die Lichtgeschwindigkeit beim zurücklächeln ausreicht.

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                        #71
                        Hubert1

                        Zitat:
                        Zitat von Spunk
                        PS: Gerade geht mir durch den Sinn: "Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln"... aber das ist jetzt OT...

                        ja, wobei mir da die Lichtgeschwindigkeit beim zurücklächeln ausreicht.
                        @ Spunk und @ Hubert – danke für das Weitervertiefen!

                        Nein es ist nicht O-T und nicht der falsche Faden, sondern scheint mir eine „tiefsinning-sinnvolle“ Antwort auf die Frage nach dem „Sinn des Lebens“ um besser auszuhalten, daß wir nicht wissen können, ob der Zug einen Lokführer hat oder nicht.

                        Peter Paul Althaus, geboren in Münster, gestorben als poetischer „Traumstadtbürgermeister“ des verrückten Münchner Stadtteils Schwabing, scheint ähnlich gedacht zu haben:

                        „In der Traumstadt ist ein Lächeln stehn geblieben;
                        niemand weiß, wem es gehört.
                        Und ein Polizist hat es schon dreimal aufgeschrieben,
                        weil des den Verkehr, dort wo es stehn geblieben, stört.

                        Und das Lächeln weiß auch nicht, wem es gegolten;
                        Immer müder lächelnd steht es da,
                        ...

                        Langsam schleicht es sich von hinnen;
                        doch auf einmal wird es licht verklärt;
                        und dann geht es ganz nach innen –
                        und du weißt, wem es gegolten und gehört.“


                        Noch ein Hinweis:
                        Heute hörte ich eine sehr positive Rezension des folgenden Buches, gebe es einfach so weiter:
                        Eagleton, Terry
                        Der Sinn des Lebens, aus dem Englischen von Michael Bischoff, Ullstein Verlag, 2008, 160 S. ISBN: 978-3-550-08720-2

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                          #72
                          Nachtrag

                          Darf ich noch einen Nachtrag machen? Genau die Frage dieses Fadens behandelt ein Bilderbuch für Erwachsene des 2003 für sein Gesamtwerk mit dem Jugendbuchpreis ausgezeichneten Illustrators Wolf Erlbruch: "Die große Frage."

                          Darin geben verschiedenste Menschen oder Figuren Auskunft auf die Frage, „Warum bin ich auf der Welt“ – das ist doch die Frage Haben wir eine Aufgabe? dieses Fadens, oder? Antwort geben z.B. die Eltern, die Großmutter, ein Pilot, ein Matrose, ein Soldat, ein Kaninchen usw.
                          Das ist nichts anderes als Nomadas Frage vom Anfang des Fadens: Gibt es nur einen Sinn des Lebens?
                          Auch die Frage nach dem Tod, die im Faden schon gestellt wurde, setzt Erlbruch ins Bild mit umwerfend poetischem und tröstlichem Charme:

                          Der Tod ist dargestellt mit einem lächelnden Skelettschädel und gelb gepunktetem Kleid, wie er einer Biene in gleichen Farben nachschaut - der Text dazu:
                          "Sagt der Tod: 'Du bist auf der Welt, um das Leben zu lieben.''

                          Auch diese Variante war im Faden schon angesprochen.

                          Wer sich selbst ein Bild machen und inspirieren lassen will von den Bildern:
                          Erlbruch, Wolf, Die große Frage, Hammer Verlag, 2008, 52 S. ISBN: 978-3-7795-0151-0

                          Übrigens fiel mir auf, daß der Faden gerade an Weihnachten wieder stark aufgegriffen wurde. Vielleicht nicht nur wegen mehr freier Zeit, sondern weil das Fest dem „Geheimnis der Menschwerdung“ gilt – was man durchaus viel weiter als die christliche Deutung verstehen kann. Und Menschsein und Sinnsuche, gehört das nicht untrennbar zusammen? Auch wenn Mokka und Cynthia mit „42“ humorvoll die All-round-Frage geerdet haben!?!

                          Das nur als Dank für die anregenden Beiträge dieses Fadens, die in viele Richtungen greifen – und mit einem von Tintenweberin geliehenen Cent ...

                          LG Pippa

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                            #73
                            Vielen Dank für die Zusammenfassung der vielen unterschiedlichen Gedanken zu einem wunderschönen bunten Gedankenfaden und vielen Dank auch für den Buchtipp, liebe Pippa.

                            Ich werde ihn gleich an meine Mutter weiterreichen damit sie das Buch für ihre kleine Bücherei besorgen kann. Und dann bin ich die erste Ausleihleserin...

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                              #74
                              Da gibt's einen tollen Hägar-Witz, der leider im Deutschen nicht vollkommen zu übersetzen ist:

                              Hägar: "What's the meaning of life?"

                              Sven Glückspilz: "Not to die?"

                              Die Doppeldeutigkeit ist natürlich die, dass im Englischen der Satz von Häger beides bedeuten kann, "Was bedeutet das Wort "Leben"?", und "Was ist der Sinn des Lebens?", aber die philosophische Konsequenz aus diesem Witz ist auch im Deutschen die selbe: Leben hat keinen Sinn und Zweck, außer der Fortpflanzung, also der unendlichen Wiederholung des selben Zustandes mit anderen Akteuren. Die Frage des Sinnes erübrigt sich im Angesicht unserer realen Größe verglichen mit den Abmessungen des Weltraumes ohnehin, also bleibt eigentlich nur der Versuch, sich im Rahmen unserer Möglichkeiten ein schönes Leben zu machen und so wenig Leid und Schaden wie möglich anzurichten.

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                                #75
                                Zitat von Mooie
                                heute morgen habe ich gehört, dass alles vergehen wird, das einzige was nicht vergeht ist die liebe.
                                dann wird sie es aber schwer haben.

                                Im Grunde kann nichts ohne sein Gegenteil existieren. Es gibt eben kein Hell ohne Dunkel. Und ohne Trauer auch keine Freude. Und Leben, so wie wir es verstehen ist auch ohne Tod ist auch nicht vorstellbar. Wie sollte Liebe erkennbar sein, wenn das Gegenteil von Liebe nicht (mehr) existiert?

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