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    #16
    Hallo Alle!

    Danke, jule, für deine Ausführungen.
    Hm, die "Techniken", um nicht auf alles sofort reagieren zu müssen, sind mir geläufig. Ich habe die "Anfälligkeit" eher auf die innerliche Verfassung bezogen. Ich nehme wahr, dass äußere Stresssituationen mich emotional leichter tangieren. Die Haltung des "Nicht-Bewertens" habe ich noch nicht verinnerlicht. Daher würde mich interessieren, ob es für diesen Aspekt auch spez. Übungen gibt oder ob man es einfach mit "learning by living" trainieren, oder sagen wir besser: entwickeln, kann.
    Das Üben von Achtsamkeit bereitet mir keinen Stress, im Gegenteil. Es funktioniert (nur) in entspannter Haltung.

    Ich habe meinen Konsum von Radio / TV / Internet / Handy etc. auch erheblich eingeschränkt und, jawohl, man überlebt trotzdem. ;)

    Viele Grüße und einen sonnigen Aprilsonntag

    energy

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      #17
      Hallo Energy,

      Zitat von energy Beitrag anzeigen
      Hm, die "Techniken", um nicht auf alles sofort reagieren zu müssen, sind mir geläufig.
      Ich stelle mir das schön vor, wenn man diese Techniken schon verinnerlicht hat. Ich bin da noch ziemlich im Anfängermodus unterwegs.

      Zitat von energy Beitrag anzeigen
      Ich habe die "Anfälligkeit" eher auf die innerliche Verfassung bezogen. Ich nehme wahr, dass äußere Stresssituationen mich emotional leichter tangieren. Die Haltung des "Nicht-Bewertens" habe ich noch nicht verinnerlicht. Daher würde mich interessieren, ob es für diesen Aspekt auch spez. Übungen gibt oder ob man es einfach mit "learning by living" trainieren, oder sagen wir besser: entwickeln, kann.
      Ich habe mir aus der Bücherei gerade das Buch "Mit Buddha zu innerer Gelassenheit" von Marie Mannschatz ausgeliehen. Dort sind einige Übungen drin, in denen es um Bewertungen geht. Aber vielleicht sind sie dir, wenn du schon fortgeschritten bist, zu simpel.

      Dir auch noch einen Sonntag,

      schöne Grüße

      jule

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        #18
        Guten Morgen!

        @jule: Ich habe mich wohl unklar ausgedrückt: "Geläufig" habe ich (leider) nicht als Synonym für "verinnerlicht" verwendet. Rational sind mir Techniken bekannt, mit dem zielgenauen Abrufen derselben im Bedarfsfall hapert es allerdings noch.
        Damit wäre dann auch die schmeichelnde Vermutung des Stadiums eines Fortgeschrittenen widerlegt. Im Gegenteil: völliger Laie mit aus dem www angelesenen Wissen und im Selbstversuch umgesetzten Übungen.

        Und danke für den "Sonntag" - wäre ja übel, wenn auf dem Samstag gleich Montag folgte ... *schmunzel*

        Guten und achtsamen Wochenbeginn

        energy

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          #19
          Hallo energy,

          Zitat von energy Beitrag anzeigen
          Und danke für den "Sonntag" - wäre ja übel, wenn auf dem Samstag gleich Montag folgte ... *schmunzel*
          Das war Un-Achtsamkeit in Perfektion. Was es doch ausmacht, wenn das "schön" vergessen wird...

          Dir auch einen guten Start in die neue Woche,

          liebe Grüße

          jule

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            #20
            Guten Morgen!

            Dem Titel des Fadens einigermaßen Rechnung tragend, stelle ich nachfolgend eine 3 Min.-Achtsamkeitsübung vor (Quelle: www.suite101, von dort anderen Schriften entnommen):

            Die Eingangsfragen einer dreiminütigen Achtsamkeitsmeditation lauten:
            Wo bin ich im Moment und wie geht es mir eigentlich gerade? Mit der Beantwortung dieser Fragen beschäftigt man sich die erste Minute. Bin ich traurig, nervös, wütend, glücklich, ausgeglichen, verliebt oder zufrieden? Fühlt sich das angenehm, unangenehm oder neutral an?
            Die nächste Minute der Drei-Minuten-Übung gilt der achtsamen Beobachtung des Atems. Dies kann zur Folge haben, dass der Atem ruhiger und tiefer wird, aber das ist nicht das Ziel. Der Atem wird nicht beeinflusst, sondern nur wahrgenommen.
            In der letzten Minute widmet man seine Aufmerksamkeit dem Körper, indem man mit dem sogenannten Body-Scan jeden Teil des Körpers bewusst spürt. Kribbeln, Wärme, Kälte, Verspannung, Entspannung, Schmerz, Leichtigkeit – jede Empfindung wird ohne Wertung wahrgenommen.

            Als Anfängerübung oder zwischendurch, wenn man gerade nicht die Zeit für ein 5 Stunden-Meditations-Sit-in hat, eine meiner Ansicht nach gut geeignete Möglichkeit, sich wieder in die Gegenwart zu holen.

            Viel Erfolg beim Austesten, wer mag.

            energy

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              #21
              Guten Morgen!

              Ich als Meditations-Legastheniker habe da mal eine Frage an die Profis: wie schafft ihr es, die empfohlenen Zeitabschnitte einzuhalten?

              Ich kann zwar in einer Minute wahrnehmen, wo ich gerade bin und wie es mir geht. Ich kann auch eine Minute lang meinen Atem wahrnehmen. Aber meinen Körper könnte ich niemals in einer Minute scannen. (Wobei das nicht am Volumen liegt.) Ich verliere mich dabei einfach völlig in der Zeit. So würde bei mir niemals eine dreiminütige Achtsamkeitsübung daraus (was eben auch bedeutet, daß es „nicht so zwischendurch“ passt).

              Wie macht ihr das? Habt ihr eine innere Uhr, die euch die Minuten anzeigt?

              Neugierige Grüße
              Spunk

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                #22
                Hallo Spunk!

                Interessant - bei mir ist es eher so, dass ich mich leicht in der zweiten Übung verliere, so vor mich hin atme und bei einem Blick auf die Uhr bemerke, dass mal fünf, mal zehn Minuten vergangen sind. Stufe drei wird dagegen zügig durchgescannt.

                Davon abgesehen, denke ich, dass es primär auf den Effekt ankommt, weniger auf die genaue Termineinhaltung. Mit steigender Übung kann ja ein Zeitmessinstrument zu Hilfe genommen werden (Pünktlichkeitsfanatiker können selbiges auch von Anfang an hinzuziehen.).

                Viele Grüße
                von
                energy
                ...der eigentlich gar nicht antworten dürfte, weil ja die "Profis" angesprochen worden sind.

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                  #23
                  Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
                  Guten Morgen!

                  Ich als Meditations-Legastheniker habe da mal eine Frage an die Profis: wie schafft ihr es, die empfohlenen Zeitabschnitte einzuhalten?

                  Wie macht ihr das? Habt ihr eine innere Uhr, die euch die Minuten anzeigt?
                  bei mir ists die übung und regelmäßigkeit...
                  bin ich gut "in schuß", was meine achtsamkeit, oder entspannungsfähigkeit betrifft, gehts "schnell" (bei bodyscans oder tiefenentspannung steigt man sozusagen schneller tiefer ab und ein, weil man promter wahrnimmt, was ist.), bzw. hat der körper ein genaueres zeitgefühl.

                  bin ich aus der übung, stell ich mir den handytimer, auf leistester stufe,, auf die max. erlaubte zeit, wenn ich wirklich pünktlich aufhören muß, (oder bitte eine vertraute anwesende person, mich langsam und leise zu "stören").

                  bin ich zeitlich nicht gebunden, laß ichs laufen und check nur im nachhinein zwischen subjektivem zeitgefühl und wirklicher zeit.
                  so entwickelte ich nach und nach eine innere meditationsuhr.

                  (in meinen besten zeiten konnt ich kurz-tiefenentspannung des körpers in der vollen straßenbahn in einer minute locker durchführen... das verlier im alltag wieder ein bißchen, hab ich auch schnell wieder, wenn ich wieder regelmäßig zu praktizieren beginne.)

                  so. auf ins nächste gespräch. heut ist das FTL scheinbar mein pausenfüller...
                  (zigarettenvermeidungstaktik)

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                    #24
                    Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
                    Aber meinen Körper könnte ich niemals in einer Minute scannen. (Wobei das nicht am Volumen liegt.) Ich verliere mich dabei einfach völlig in der Zeit. ... Wie macht ihr das?

                    das geht sich noch aus:

                    du könntests mit den atemzügen koppeln.
                    beispiel:
                    1. einatmen: auf die station mental fokussieren/zentrieren, mit ausatmung ankommen
                    2. einatmen: bleiben/ nochmal genauer hinspüren, ausatmen -gespürtes sinken lassen, entspannen
                    3. einatmen und ausatmen: nochmal kurz abschließend hinfühlen, innerlich bereit machen zum aufbruch, ausatmen: entspannen und loslassen

                    neuer zyklus an der nächsten scanposition.

                    gibt bei immer gleichbleibende scanpositionen immer ungefähr die selbe zeit im gesamten: 3 tiefe atemzügeXanzahl der scanpunkte. das kannst du mal ausprobieren und es variiert dann nur innerhalb der bandbreite, wie tief/oder schnell du atmest, aber das hält sich in einem eher geringen rahmen.

                    lg, die windige

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                      #25
                      Ein fröhliches Hallo in die Runde,

                      vielen Dank für eure hilfreichen Beiträge.

                      Vielen Dank für die Übung, die du, liebe energy, eingestellt hast.

                      Das Problem des fehlenden "Zeitgefühls" kenne ich auch. Ich habe bisher für mich fast nur die angeleiteten Versionen genommen. Von daher wusste ich, dass ich mich auf 40-45min. oder 20min. einlasse. An die Kurzversionen muss ich mich erst noch heranarbeiten und fand von daher eure Tipps sehr hilfreich.

                      Viele achtsame Grüße

                      jule

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                        #26
                        Zitat von energy Beitrag anzeigen
                        Interessant - bei mir ist es eher so, dass ich mich leicht in der zweiten Übung verliere, so vor mich hin atme und bei einem Blick auf die Uhr bemerke, dass mal fünf, mal zehn Minuten vergangen sind.
                        Vielleicht liegt das auch einfach daran, daß die Zeit in solchen Momenten weiter ist? *kopfkratz*

                        Liebe windfrau,

                        danke für Deinen Beitrag #24. Ich bin mir sicher, daß es so funktioniert.

                        LG
                        Spunk

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                          #27
                          Guten Morgen!

                          Hier serviere ich mal zwei Achtsamkeitsübungen, die sich gut in den Alltag einbinden lassen:
                          1) Job: Bewusst auf gedankliche Abschweifungen achten, Gedankenketten (Warum kritisiert mich xy jetzt? Wie soll ich die ganze Arbeit schaffen?) unterbrechen, z.B. durch ein gedankliches oder verbales "Stopp", physische Unterbrechung des Ablaufs (Kaffee holen, Spaziergang zum Kopierer ...). Der Effekt soll sein, dass die Gedanken weniger oft abschweifen bzw. man schneller wieder in das Hier und Jetzt zurückkehren kann.
                          2) Alltag (quasi universell anwendbar): Wahrnehmung trainieren; bewusst alle Sinne auf Empfang stellen, die Eindrücke für sich benennen, aber nicht bewerten. Als Beispiel meine "Übungseinheit" von heute morgen: Leichter Regen; Vögel zwitschern; Krokusse neben der Haustür verströmen ihren Duft. (Mag für manchen vielleicht albern klingen, aber vor kurzem hätte ich an derselben Stelle eher Gedanken gehabt, wie: *Grummel* Sch... Regen; wenn ich im Büro bin, muss ich als erstes ...; ... und der Kaffee hätte auch stärker sein können)

                          Wer mag, bediene sich und probiere.

                          Viele Grüße

                          energy

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                            #28
                            Hallo energy,

                            die zweite Übung habe ich heute Morgen unbewusst absolviert: Als meine Tochter heute morgen in mein Bett kam, kuschelte sie sich an mich, ich war inzwischen munter, atmete ein und aus und nahm das muntere frühmorgentliche, bunte Vogelgezwitscher wahr. Das währte aber nicht so lange, bis es einer Stille wich. Eine schöne Erfahrung.

                            Ich mag ja Regen sehr gern - besonders den Klang der Tropfen. Wenn ich draußen bin, mag ich auch gern den feinen Sprühregen auf der Haut spüren. Man merkt vielleicht, dass ich hier in Norddeutschland sozialisiert bin

                            Schöne Grüße

                            jule

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                              #29
                              Im Juni besuche ich übrigens einen Vertiefungstag im MBSR. Habe heute die Bestätigung bekommen und freue mich schon riesig darauf.

                              Liebe Grüße

                              jule

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                                #30
                                Guten Morgen!

                                Viel Spass und Erfolg bei dem Kurs! Bin gespannt auf deinen Erfahrungsbericht ...

                                Viele Grüsse
                                von
                                energy

                                Kommentar

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