Schönen guten Abend in die Runde,
ich habe von Januar bis März einen achtwöchigen MBSR-Kurs besucht, weil ich mich ständig unter Strom fühlte und lernen wollte, innerlich ruhiger zu werden.
Hier ist zusammengefasst, worum es sich in den Kursen inhaltlich dreht und wie der organisatorische Aufbau ist.
MBSR-MBCT Verband: MBSR-MBCT LehrerInnen
Mich hat der Kurs enorm bereichert, weil ich sehr viel für mich gelernt habe:
Vorher war ich fast ausschließlich auf der gedanklichen Schiene und ständig in Dauergrübelschleifen unterwegs. Im Kurs habe ich erstmals gelernt, durch Techniken wie Bodyscan, Yoga und Sitzmeditation Körperempfindungen zu spüren und Gefühle überhaupt als solche wahrzunehmen. Das fand ich sehr spannend.
Mir war vorher die Bedeutung des Atems auch gar nicht bewusst. Inzwischen hilft es mir oft schon, in stressigen Situationen einfach nur ein- und auszuatmen und Gedanken/Gefühle/Körperempfindungen wahrzunehmen. Im Prinzip habe ich immer alle Ressourcen bei mir. Natürlich bin ich auch noch oft im Grübelmodus unterwegs - aber die Phasen sind kürzer geworden und mich beschäftigen Nichtigkeiten nicht mehr Tage lang.
Immer, wenn ich mich auf das "Hier & Jetzt" konzentriert habe, habe ich für mich gelernt, dass fast alle Momente, die ich erlebe, an sich ok sind und ich nichts auszuhalten habe. Diese Erkenntnis fand ich für mich ganz beruhigend.
Im Alltag nehme ich immer wieder kleine Momente wahr, in denen ich bewusst achtsam bin. Das genieße ich dann sehr und wünsche mir sehr, dass ich das zukünftig immer mehr ausbauen kann.
Bestandteil des Kurses waren ja die täglichen Übungen. D.h. täglich mind. 45min. eine der o.g. Techniken zu üben. Für mich war das sehr herausfordernd, hier Zeitfenster zu finden, da ich morgens und abends zu müde bin und mir tagsüber oft die Zeit fehlt, weil ich entweder arbeite oder für mein Kind da sein möchte. Irgendwie habe ich es geschafft oder mich zumindest bemüht, aber ich empfand es schon als anstrengend. Ich bin immerhin kreativer geworden, was das Ausnutzen von zeitlichen Nischen betrifft und habe gelernt, dass man auch in einer lauten Indoor-Spielhalle gut meditieren kann.
Nun zu meiner Frage: Hat jemand von euch auch solch einen Kurs absolviert und Lust auf einen Austausch? Denn jetzt, nach den acht Wochen, komme ich mir ein wenig verloren vor und möchte unbedingt am Ball bleiben, um den vertiefenden Einstieg zu finden. Denn noch sehe ich mich als Anfängerin. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen.
Liebe Grüße
jule
ich habe von Januar bis März einen achtwöchigen MBSR-Kurs besucht, weil ich mich ständig unter Strom fühlte und lernen wollte, innerlich ruhiger zu werden.
Hier ist zusammengefasst, worum es sich in den Kursen inhaltlich dreht und wie der organisatorische Aufbau ist.
MBSR-MBCT Verband: MBSR-MBCT LehrerInnen
Mich hat der Kurs enorm bereichert, weil ich sehr viel für mich gelernt habe:
Vorher war ich fast ausschließlich auf der gedanklichen Schiene und ständig in Dauergrübelschleifen unterwegs. Im Kurs habe ich erstmals gelernt, durch Techniken wie Bodyscan, Yoga und Sitzmeditation Körperempfindungen zu spüren und Gefühle überhaupt als solche wahrzunehmen. Das fand ich sehr spannend.
Mir war vorher die Bedeutung des Atems auch gar nicht bewusst. Inzwischen hilft es mir oft schon, in stressigen Situationen einfach nur ein- und auszuatmen und Gedanken/Gefühle/Körperempfindungen wahrzunehmen. Im Prinzip habe ich immer alle Ressourcen bei mir. Natürlich bin ich auch noch oft im Grübelmodus unterwegs - aber die Phasen sind kürzer geworden und mich beschäftigen Nichtigkeiten nicht mehr Tage lang.
Immer, wenn ich mich auf das "Hier & Jetzt" konzentriert habe, habe ich für mich gelernt, dass fast alle Momente, die ich erlebe, an sich ok sind und ich nichts auszuhalten habe. Diese Erkenntnis fand ich für mich ganz beruhigend.

Im Alltag nehme ich immer wieder kleine Momente wahr, in denen ich bewusst achtsam bin. Das genieße ich dann sehr und wünsche mir sehr, dass ich das zukünftig immer mehr ausbauen kann.
Bestandteil des Kurses waren ja die täglichen Übungen. D.h. täglich mind. 45min. eine der o.g. Techniken zu üben. Für mich war das sehr herausfordernd, hier Zeitfenster zu finden, da ich morgens und abends zu müde bin und mir tagsüber oft die Zeit fehlt, weil ich entweder arbeite oder für mein Kind da sein möchte. Irgendwie habe ich es geschafft oder mich zumindest bemüht, aber ich empfand es schon als anstrengend. Ich bin immerhin kreativer geworden, was das Ausnutzen von zeitlichen Nischen betrifft und habe gelernt, dass man auch in einer lauten Indoor-Spielhalle gut meditieren kann.

Nun zu meiner Frage: Hat jemand von euch auch solch einen Kurs absolviert und Lust auf einen Austausch? Denn jetzt, nach den acht Wochen, komme ich mir ein wenig verloren vor und möchte unbedingt am Ball bleiben, um den vertiefenden Einstieg zu finden. Denn noch sehe ich mich als Anfängerin. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen.
Liebe Grüße
jule



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