Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Erfahrungsaustausch MBSR gesucht

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Erfahrungsaustausch MBSR gesucht

    Schönen guten Abend in die Runde,

    ich habe von Januar bis März einen achtwöchigen MBSR-Kurs besucht, weil ich mich ständig unter Strom fühlte und lernen wollte, innerlich ruhiger zu werden.

    Hier ist zusammengefasst, worum es sich in den Kursen inhaltlich dreht und wie der organisatorische Aufbau ist.

    MBSR-MBCT Verband: MBSR-MBCT LehrerInnen

    Mich hat der Kurs enorm bereichert, weil ich sehr viel für mich gelernt habe:

    Vorher war ich fast ausschließlich auf der gedanklichen Schiene und ständig in Dauergrübelschleifen unterwegs. Im Kurs habe ich erstmals gelernt, durch Techniken wie Bodyscan, Yoga und Sitzmeditation Körperempfindungen zu spüren und Gefühle überhaupt als solche wahrzunehmen. Das fand ich sehr spannend.

    Mir war vorher die Bedeutung des Atems auch gar nicht bewusst. Inzwischen hilft es mir oft schon, in stressigen Situationen einfach nur ein- und auszuatmen und Gedanken/Gefühle/Körperempfindungen wahrzunehmen. Im Prinzip habe ich immer alle Ressourcen bei mir. Natürlich bin ich auch noch oft im Grübelmodus unterwegs - aber die Phasen sind kürzer geworden und mich beschäftigen Nichtigkeiten nicht mehr Tage lang.

    Immer, wenn ich mich auf das "Hier & Jetzt" konzentriert habe, habe ich für mich gelernt, dass fast alle Momente, die ich erlebe, an sich ok sind und ich nichts auszuhalten habe. Diese Erkenntnis fand ich für mich ganz beruhigend.

    Im Alltag nehme ich immer wieder kleine Momente wahr, in denen ich bewusst achtsam bin. Das genieße ich dann sehr und wünsche mir sehr, dass ich das zukünftig immer mehr ausbauen kann.

    Bestandteil des Kurses waren ja die täglichen Übungen. D.h. täglich mind. 45min. eine der o.g. Techniken zu üben. Für mich war das sehr herausfordernd, hier Zeitfenster zu finden, da ich morgens und abends zu müde bin und mir tagsüber oft die Zeit fehlt, weil ich entweder arbeite oder für mein Kind da sein möchte. Irgendwie habe ich es geschafft oder mich zumindest bemüht, aber ich empfand es schon als anstrengend. Ich bin immerhin kreativer geworden, was das Ausnutzen von zeitlichen Nischen betrifft und habe gelernt, dass man auch in einer lauten Indoor-Spielhalle gut meditieren kann.

    Nun zu meiner Frage: Hat jemand von euch auch solch einen Kurs absolviert und Lust auf einen Austausch? Denn jetzt, nach den acht Wochen, komme ich mir ein wenig verloren vor und möchte unbedingt am Ball bleiben, um den vertiefenden Einstieg zu finden. Denn noch sehe ich mich als Anfängerin. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen.

    Liebe Grüße

    jule

    #2
    Hi Jule,

    mich wuerden Deine Erfahrungen interessieren.

    Mich interessiert der Kurs, aber in meinem aktuellen Eck gibt es ihn nicht.
    Ueberlege (aber noch nicht umgesetzt) es in Eigenregie mit CDs von Jon kabat-Zinn oder dieser deutschen Dame zu versuchen - aber ich vermute im Team macht es mehr Spass?!

    Liebe Gruesse

    Kommentar


      #3
      Hallo Küstenkind,

      Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
      mich wuerden Deine Erfahrungen interessieren.
      Ich stehe gerade ein wenig auf dem Schlauch: Was meinst du mit Erfahrungen? Im Eingangsthread habe ich ein paar meiner Erkenntnisse aufgeschrieben. Geht es in diese Richtung? Oder mehr um den organisatorischen Aufbau? Wenn ich weiß, was dich interessiert, schreib ich gern mehr dazu.


      Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen

      Mich interessiert der Kurs, aber in meinem aktuellen Eck gibt es ihn nicht.
      Ueberlege (aber noch nicht umgesetzt) es in Eigenregie mit CDs von Jon kabat-Zinn oder dieser deutschen Dame zu versuchen - aber ich vermute im Team macht es mehr Spass?!
      Schade, dass es bei dir kein solches Angebot gibt. Ich musste aber auch lange suchen, bis ich einen passenden Kurs fand, der nicht zu weit entfernt ist und bei dem die Kurszeiten passen.

      Ich habe es erst auch im "Do-it-yourself-Verfahren" probiert, aber es hat nicht geklappt. Die CD, die einem Buch von Kabat-Zinn beilag, war zwar professionell aufbereitet, aber ich konnte verschiedene Begriffe nicht für mich deuten. Bei einer anderen CD, die ich mir aus der Bücherei ausgeliehen habe, bin ich mit der Stimme des Sprechers nicht klargekommen. Die CDs, die ich im Kurs bekommen habe, hat die Kursleiterin persönlich besprochen. Sie hat eine sehr klare, angenehme, wohltuende Stimme und ich fühle mich gut geführt.

      Das Lesen eines Buches von Kabat-Zinn hat mich auch nicht viel weitergebracht. Mir fehlten die Erklärungen hier der Leiterin und auch der Erfahrungsaustausch mit meinen Mitstreiterinnen. Mit dem Wissen aus dem Kurs werde ich jetzt das Buch besser verstehen. Wobei ich selbstkritisch sagen muss, dass ich mir nicht ganz das passende Buch ausgewählt habe. Mir ging es hauptsächlich um die CD. Das Buch hieß "Der achtsame Weg durch die Depression". Da ich aber nicht unter Depressionen leide, konnte ich mit vielem aus dem Buch nicht so viel anfangen. Mich bedrückte das Lesen eher. Insofern habe ich mir auch das falsche Buch ausgewählt.

      Die größte Schwierigkeit war für mich, wie oben beschrieben, Zeit zum Üben zu finden. Allein zu Hause, ohne den Kurs im Hintergrund, hat viel zu oft der innere Schweinehund gesiegt. Die wöchentlichen Treffen haben mir da Struktur gegeben, weil ich wusste: Ok, ich mache das jetzt 6x bis zum nächsten Treffen. Erst durch das regelmäßige Üben hat sich bei mir aber erst etwas getan.

      Ich habe aber noch viel mehr mitgenommen: Die Leiterin hat den Kurs sehr sorgfältig geplant, mit viel Liebe zum Detail umgesetzt, war sehr präsent und aufmerksam und hat mir viel mit auf den Weg gegeben: Sei es ein tolles Handbuch, das von Mal zu Mal dicker wurde, sehr bereichernde Kurzgeschichten, kurze einprägsame Sätze, die ich mir im Alltag oft als Anker ins Gedächtnis rufe, umfassende Literaturauslagen und -tipps, Übungen/Anleitungen/Fragebögen zum Beobachten, Wahrnehmen, Reflektieren.

      Liebe Grüße

      jule

      Kommentar


        #4
        Boah, das hört sich toll an. Schön, dass du so etwas mitnehmen/erleben konntest.

        Spannend auf jeden Fall jule. Ich wünsche mir immer, dass mir so etwas auch "per Zufall" zufliegt ..

        Kommentar


          #5
          Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen

          Spannend auf jeden Fall jule. Ich wünsche mir immer, dass mir so etwas auch "per Zufall" zufliegt ..
          Na ja, ich musste schon etwas suchen.

          Hier bei uns waren viele Kurse auch schon belegt, als ich mich informierte.

          Wenn es dich interessiert, könntest du doch recherchieren, ob auch bei dir so etwas angeboten wird.

          LG

          jule

          Kommentar


            #6
            Zitat von jule_l Beitrag anzeigen
            Ich stehe gerade ein wenig auf dem Schlauch: Was meinst du mit Erfahrungen? Im Eingangsthread habe ich ein paar meiner Erkenntnisse aufgeschrieben. Geht es in diese Richtung? Oder mehr um den organisatorischen Aufbau? Wenn ich weiß, was dich interessiert, schreib ich gern mehr dazu.
            Danke... auch was Du weiterfuehrend beschrieben hast, klingt sehr spannend.

            Generell....
            ich habe hier z.b. in einem Buch gelesen, dass in den USA man wirklich taeglich in die Stressklinik faehrt (bzw. einige Teilnehmer das taten)...
            wie war das bei Dir?
            Ich las ueber den sukzessiven Aufbau .. immer ein Schritt weiter in die Meditaion aber auch ueber ein Schweige-Wochenende.

            Lesen im Buch ist das eine... Praxiserfahrung mit dem schoen - subjektiven Touch der Wahrnehmung ist viiiiiel spannender.
            Also wahllos drauflos, ich bin gespannt

            ... und vielleicht hilft dir ja die Fruehlingsaktion im April standhaft taeglich zu meditieren?

            (ich bin uebrigens bis MO kaum on, also nicht wundern, wenn ich ruhig werde)

            Kommentar


              #7
              hallo Jule, ich hab die seite jetzt erstmal überflogen, liest sich aber sehr interessant.

              Ich kenne zwar diese Methode nicht, hab aber vor ca 15 Jahren eine Tanztherapieausbildung gemacht. Bei der Mehode sind Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen praktisch Kern der allen tuns und handelns (wie wohl bei allen Körpertherapien). Ich freue mich über die Entwicklung, dass diese so wichtige Sache auch immer mehr in die klassischen Therapieformen, und auch im nicht-therapeutischen Bereich Einzug findet. Denn tatsächlich ist Achtsamkeit und Wahrnehmung etwas, das in unserer heutigen Lebensweise verloren ging und wieder gepflegt und kultiviert gehört (meine Meinung). Ich finds immer wieder erschreckend, wie viele Menschen sich selbst- und damit auch dem Leben - entfremdet sind, und wie stark

              Im Moment mach ich ein Fernstudium zum Gesundheitsberater. Das sehe ich aber nur als Basis. Ich werde danach vermutlich irgendwas aufbauendes machen, das mit Entspannung und Bewegung zu tun hat, weil ich da auch meine Erfahrungen aus der Tanztherapie mit integrieren kann. Stressprävention ist z.B. auch so ein Thema, das mich sehr interessiert. Da würde sich diese Methode natürlich anbieten.

              Wenn dir jetzt die Struktur fehlt: du könntest dich doch an eine Meditations- oder Yogagruppe anschließen? Gibt es ja normalerweise recht zahlreich, z.B. vhs. Dann hättest du auch einmal wöchentlich einen Fixtermin. Und nach einer weile könntest du auch selbst eine Achtsamkeits-Gruppe gründen. Auf rein privater Basis. Das haben wir beim Tanzen auch so gemacht. Es bestand da auch die Möglichkeit, dass jeder mal was anleitet, also wenn es z.B. Leute sind, die da schon mehr Erfahrung haben. Gerade im Bereich Achtsamkeit gibt es ja unzählig viele Methoden, was man machen kann. Das könnte richtig bereichernd werden.

              Leute finden über regionale Communities, Tageszeitungen, Aushänge in Naturkostläden, Zentren etc. Wenn es keine private Räumlichkeit gibt, vll hat jemand Beziehungen, und ansonsten, wenn es ein paar Leute sind, liegt der Anteil bei ein paar Euronen, da kriegt man dann schon was.
              Wir konnten es damals in der Schule machen, in der unsere Hauptanleiterin arbeitete. Die Direktorin war da sehr aufgeschlossen.

              Kommentar


                #8
                Hallo Küstenkind,

                Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
                Generell....
                ich habe hier z.b. in einem Buch gelesen, dass in den USA man wirklich taeglich in die Stressklinik faehrt (bzw. einige Teilnehmer das taten)...
                wie war das bei Dir?
                Ich las ueber den sukzessiven Aufbau .. immer ein Schritt weiter in die Meditaion aber auch ueber ein Schweige-Wochenende.
                Ich habe einen Kurs besucht. Wir haben uns 8x am Mittwochvormittag für 3 Stunden getroffen. Zusätzlich gab es einen "Tag der Achtsamkeit", den wir in Stille verbrachten mit anschließendem Austausch. Der ging von 10Uhr bis 1630Uhr.

                Ich habe gehört, dass es im Süden von Hamburg eine Tagesklinik anbietet, in die man täglich fährt. Die folgt wohl dem Modell der "Stressklinik".

                Vom Aufbau her gibt es aber auch andere Modelle. Es gibt z.B. auch Kompaktkurse. Dort treffen sich die Gruppen mit etwas mehr Pause an einem Wochenendtag.

                Und ja, der Kurs baute sukzessive auf. So konnte ich erst mal mit einer Technik vertraut werden, Erlerntes auf mich wirken lassen, verarbeiten. Auch mit der Sitzmeditation ging es langsam los. Wir hatten Gelegenheit, Bänkchen, Stuhl, verschiedene Kissen auszutesten und zu gucken, womit wir am besten klarkommen, die ersten Meditationen gingen nur ein paar Minuten, um damit vertraut zu werden.

                Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
                Lesen im Buch ist das eine... Praxiserfahrung mit dem schoen - subjektiven Touch der Wahrnehmung ist viiiiiel spannender.
                Also wahllos drauflos, ich bin gespannt .
                Den Austausch fand ich in der Tat als sehr wertvoll. Ebenso die Möglichkeit, im Kurs Fragen stellen zu können.

                Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
                ... und vielleicht hilft dir ja die Fruehlingsaktion im April standhaft taeglich zu meditieren?.
                Danke für den Tipp. Ich werde mal schauen.

                Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
                ... (ich bin uebrigens bis MO kaum on, also nicht wundern, wenn ich ruhig werde)
                Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

                Liebe Grüße

                jule

                Kommentar


                  #9
                  Hallo Yule,

                  Zitat von _Yule Beitrag anzeigen
                  Ich kenne zwar diese Methode nicht, hab aber vor ca 15 Jahren eine Tanztherapieausbildung gemacht. Bei der Mehode sind Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen praktisch Kern der allen tuns und handelns (wie wohl bei allen Körpertherapien). Ich freue mich über die Entwicklung, dass diese so wichtige Sache auch immer mehr in die klassischen Therapieformen, und auch im nicht-therapeutischen Bereich Einzug findet. Denn tatsächlich ist Achtsamkeit und Wahrnehmung etwas, das in unserer heutigen Lebensweise verloren ging und wieder gepflegt und kultiviert gehört (meine Meinung). Ich finds immer wieder erschreckend, wie viele Menschen sich selbst- und damit auch dem Leben - entfremdet sind, und wie stark .
                  Ich war auch erstaunt, wie stark ich im Autopiloten beheimatet bin. Ich war auch richtig erschrocken, wie sehr ich wohl über Jahre über meine Grenzen gegangen sein muss. Denn als ich anfing, meinen Körperempindungen mal nachzugehen, merkte ich, wie müde ich einfach bin. Das anzuerkennen habe ich mir früher nie erlaubt, sondern einfach nur funktioniert.

                  Der Ansatz, sich mit seinen Körperempfindungen vertraut zu machen und Gefühle wahrzunehmen, war für mich sehr neu, weil ich früher negative Gefühle immer einfach weggeschoben und nicht an mich herangelassen habe.

                  Zitat von _Yule Beitrag anzeigen
                  Im Moment mach ich ein Fernstudium zum Gesundheitsberater. Das sehe ich aber nur als Basis. Ich werde danach vermutlich irgendwas aufbauendes machen, das mit Entspannung und Bewegung zu tun hat, weil ich da auch meine Erfahrungen aus der Tanztherapie mit integrieren kann. Stressprävention ist z.B. auch so ein Thema, das mich sehr interessiert. Da würde sich diese Methode natürlich anbieten..
                  Bewegung finde ich für mich auch sehr wichtig. An dem Programm fand ich auch gut, dass für jeden eigentlich eine Technik dabei sein sollte, denn eher bewegungsorientierte Menschen dürften z.B. mit Yoga gut fahren.

                  Aber im Endeffekt denke ich auch, ist es egal, ob man die Techniken aus dem MBSR-Effekt befolgt oder Übungen durchführt wie du sie beschreibst, weil sie den gleichen "Kern" treffen. Vermutlich ist das dann eher eine Frage, welcher Typ man ist, worauf man am besten anspricht.

                  Zitat von _Yule Beitrag anzeigen
                  Wenn dir jetzt die Struktur fehlt: du könntest dich doch an eine Meditations- oder Yogagruppe anschließen? Gibt es ja normalerweise recht zahlreich, z.B. vhs. Dann hättest du auch einmal wöchentlich einen Fixtermin. Und nach einer weile könntest du auch selbst eine Achtsamkeits-Gruppe gründen. Auf rein privater Basis. Das haben wir beim Tanzen auch so gemacht. Es bestand da auch die Möglichkeit, dass jeder mal was anleitet, also wenn es z.B. Leute sind, die da schon mehr Erfahrung haben. Gerade im Bereich Achtsamkeit gibt es ja unzählig viele Methoden, was man machen kann. Das könnte richtig bereichernd werden...
                  Danke für deinen Tipp. Die Schwierigkeit bei mir ist, dass ich abends nur an Treffen teilnehmen kann, die recht spät anfangen, da mein Mann abends erst spät nach Hause kommt, um auf unser Kind aufzupassen. Ich habe schon Ausschau nach Kursen gehalten, aber da passen die Zeiten nicht.

                  (Seit über einem Jahr suche ich nach einem Pilateskurs für mich, der um 20.00h beginnt, weil das Studio, in dem ich den Kurs belegte, aufgegeben wurde - es gibt hier nichts in der Umgebung. So ähnlich verlief dann auch meine Suche nach einem Meditationskurs. Aber ich werde weitersuchen:))

                  Einige Leute aus der Gruppe treffen sich auch. Allerdings wieder zu einer Zeit, zu der mein Mann nicht zu Hause sein kann. Auf Großeltern und Babysitter können wir nicht zurückgreifen, was das Ganze schwierig macht.

                  Zitat von _Yule Beitrag anzeigen
                  Leute finden über regionale Communities, Tageszeitungen, Aushänge in Naturkostläden, Zentren etc. Wenn es keine private Räumlichkeit gibt, vll hat jemand Beziehungen, und ansonsten, wenn es ein paar Leute sind, liegt der Anteil bei ein paar Euronen, da kriegt man dann schon was.
                  Wir konnten es damals in der Schule machen, in der unsere Hauptanleiterin arbeitete. Die Direktorin war da sehr aufgeschlossen.
                  Stimmt, das wäre eine Option. Wobei MBSR hier zwar im Kommen ist, aber doch noch recht wenig bekannt.

                  Aber gestern mailte mir die Leiterin, dass sie übelegt, einen Folgekurs an vier Vormittagen anbzubieten. Das wäre toll, wenn es klappen würde und ich hoffe, dass ich das mit meiner Arbeit abgestimmt bekomme.

                  Liebe Grüße

                  jule

                  Kommentar


                    #10
                    hallo Jule,

                    vll wirst du hier fündig bzgl. Babysitter:
                    Betreut.de

                    Wenn es nur darum geht, 1x die Woche 1-2 Std zu überbrücken, da müsste doch eine Lösung zu finden sein, oder?
                    Gibts bei euch ne Tauschbörse/nen Tauschring? dann kannst du z.B. Achtsamkeitstraining bieten und Babysitterdienst suchen, oder so was.

                    Wenn du vormittags eher Luft hast, gibts da keine Kurse? Bei uns gibts ein paar Sachen (Tai Chi, Qui Gong, etc) zu Tagesbeginn, also sehr früh so ne halbe Std. Läuft bei uns über vhs.

                    Wenn du so was mal selber anbietest, dann wirst du wohl auf nen ziemlichen Bedarf treffen. Vor allem, wenn du das Wort "Stress" miteinflechtest, das versteht jeder

                    Kommentar


                      #11
                      Hallo ihr Achtsamen!
                      Ich habe das Thema vor einiger Zeit auch für mich entdeckt und laienhaft geübt. In manchen Momenten klappt es ganz gut, es ist, als ob sich ein Fenster zur Gegenwart ein Stück weit(er) öffnet.
                      Ich nehme aber auch wahr, dass mein Rückzugsbedürfnis erheblich zugenommen hat und ich in manchen (Stress-)Situationen subjektiv eher anfälliger reagiere. Keine Ahnung, ob das "Zufall" ist oder Folge des intensiveren Gewahrwerdens von Emotionen.
                      Kennt jemand von euch solch eine Reaktion, ist das "normal", und vor allem, wie kann man dem begegnen? Konkreter gefragt: Wie lässt sich die Haltung des Nicht-Bewertens effektiver trainieren?

                      Achtsame Grüsse und schönen Abend
                      von
                      energy

                      Kommentar


                        #12
                        Hallo, liebe Yule,

                        vielen Dank für deine Ideen und Impluse.

                        Zitat von _Yule Beitrag anzeigen
                        vll wirst du hier fündig bzgl. Babysitter:
                        Betreut.de
                        Danke für den Tipp. Früher war ich sehr eifrig dabei, nach Babysittern zu suchen, aber aktuell verfolge ich das nicht mehr so intensiv. Wir wohnen hier in einem Mini-Dörfchen mit nur wenig Einwohnern, sodass ich nicht mal eben auf ein 16jähriges Mädel zurückgreifen kann, also bräuchten wir einen motorisierten Babysitter. Die hatte ich in verschiedenen Datenbanken dann nur mit Stundensätzen ab 12€ gefunden, was für uns so nicht machbar ist.

                        Früher habe ich hier händeringend nach einer Leihoma gesucht, die meine Tochter einmal in der Woche vom Kindergarten abholt und betreut, bis mein Mann dann übernehmen kann, weil ich arbeiten musste. Ich habe in der Hauptgemeinde Kontakt zu Vereinen aufgenommen, Zettel ausgehängt, Leute persönlich angesprochen - aber erfolglos. Mir wurde auch gesagt, dass es daran liegen kann, dass hier viele eigene Enkel haben, was natürlich auch nachvollziehbar ist und manche genießen lieber den Ruhestand, was ja auch ein legitimes Anliegen ist. In der Leihbücherei oder in der Kleiderkammer auszuhelfen, ist natürlich auch u.U. nicht so stressig. Das alles kann ich ja auch verstehen. An den Tagen, an denen ich arbeiten musste, hat sich dann mein Mann freigenommen, Überstunden abgebaut, viel von seinem Urlaub eingesetzt und es ging auch. Seitdem ich die Babysittersuche eingestellt habe, werde ich nicht mehr enttäsucht und es geht uns allen besser.

                        Wir wollten ja unbedingt ein Kind und wussten, was auf uns zukommt. Insofern will ich mich auch nicht beklagen, zumal es nur für eine absehbare Zeit ist. Und einmal im Jahr gehen wir zusammen aus. Neulich hatten wir einen richtig schönen Nachmittag und Abend. Letztes Jahr waren wir zum ersten Mal seit fünf Jahren im Kino - ein richtiges Highlight.

                        Zitat von _Yule Beitrag anzeigen
                        Gibts bei euch ne Tauschbörse/nen Tauschring? dann kannst du z.B. Achtsamkeitstraining bieten und Babysitterdienst suchen, oder so was.
                        Die nächst entfernten Tauschringe sind weiter entfernt. Mit dem PKW bräuchte ich eine halbe Stunde, um dorthin zu kommen. Einen Babysitter zu finden, der eine halbe Stunde fährt, dürfte schwierig werden.

                        Zitat von _Yule Beitrag anzeigen
                        Wenn du vormittags eher Luft hast, gibts da keine Kurse? Bei uns gibts ein paar Sachen (Tai Chi, Qui Gong, etc) zu Tagesbeginn, also sehr früh so ne halbe Std. Läuft bei uns über vhs.
                        Da will ich mal schauen. Bei mir ist es so, dass meine Arbeitseinsatztage variieren können. Drum hoffe ich, dass ich zumindest den MBSR-Folgekurs noch besuchen kann und er nicht mit beruflichen Terminen kollidiert.

                        Zitat von _Yule Beitrag anzeigen
                        Wenn du so was mal selber anbietest, dann wirst du wohl auf nen ziemlichen Bedarf treffen. Vor allem, wenn du das Wort "Stress" miteinflechtest, das versteht jeder
                        Aber ehrlich gesagt, würde mir die Organisation eines solchen mehr Stress bereiten. Ich habe derzeit eine 40h-Woche, ein Kind, Haushalt, kranke/pflegebedürftige Eltern/Schwiegereltern und einen ehrenamtlichen Job. Selbst noch Treffen zu organisieren, würde ich aktuell nicht schaffen. Zu Hause habe ich nicht die Möglichkeiten. Mich dann noch um Räumlichkeiten, Werbung usw. zu kümmern, würde meine Energie übersteigen.

                        Liebe Grüße

                        jule

                        Kommentar


                          #13
                          Hallo Energy,

                          Zitat von energy Beitrag anzeigen
                          Ich nehme aber auch wahr, dass mein Rückzugsbedürfnis erheblich zugenommen hat
                          Mein Rückzugsbedürfnis ist auch größer geworden. Früher konnte ich Stille nur schwer aushalten. Ich habe auch viel Radio gehört, um mich zu informieren. Inzwischen habe ich festgestellt, dass ich mit weniger Nachrichtenkonsum dennoch informiert sein kann. Die Stille hingegen tut mir richtig gut.

                          Zitat von energy Beitrag anzeigen
                          ...und ich in manchen (Stress-)Situationen subjektiv eher anfälliger reagiere.
                          Keine Ahnung, ob das "Zufall" ist oder Folge des intensiveren Gewahrwerdens von Emotionen.
                          Kennt jemand von euch solch eine Reaktion, ist das "normal", und vor allem, wie kann man dem begegnen?
                          Ich persönlich habe gelernt, nicht so schnell und sofort zu reagieren. Früher meinte ich immer, auf alles sofort reagieren zu müssen und reagierte schnell emotional.

                          Ich habe seit einiger Zeit versucht, den 3-Minuten-Atemraum für mich anzuwenden. Dadurch fahre ich oft innerlich runter. Sicherlich hat man nicht immer, z.B. wenn es sich um ein persönliches Gespräch handelt, die Möglichkeit, sich drei Minuten zurückzuziehen, aber atmen kann ich immer. Und wenn ich Rückfragen stelle, um mehr zu erfahren, ist mein Gegenüber in der Pflicht und ich kann mich sammeln und das Risiko einer Schnellschussaktion sinkt.

                          Wenn ich aber z.B. eine unangenehme Mail bekomme und nicht gefordert bin, sofort zu reagieren, habe ich mir angewöhnt, zunächst meine Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, mich über den Atem zu stabilisieren und die Aufmerksamkeit auf den Körper auszudehnen, um ihn als Ganzes wahrzunehmen. Danach erst bin ich dazu übergegangen, zu überlegen, wie ich auf die Mail reagiere. Das hat mir gut geholfen.

                          Zitat von energy Beitrag anzeigen
                          Konkreter gefragt: Wie lässt sich die Haltung des Nicht-Bewertens effektiver trainieren?
                          Effektiver trainieren klingt für mich ziemlich nach Stress. Ich denke, es ist vollkommen normal, dasss der Geist immer wieder auch während der Meditation abschweift, dass Gedanken aufkommen, dass man bewertet. Ich für mich freue mich ja schon, wenn ich das Abschweifen bemerke und wieder zur Meditation zurückkehre. Und so ergeht es mir während einer Meditation -zig Mal: Ich schweife ab - kehre zurück.

                          Dir auch noch einen schönen Abend!

                          Liebe Grüße

                          jule

                          Kommentar


                            #14
                            Alles was du hier schreibst, jule, könnte ich sein ..

                            V. a. dieses Symptom des "Sofort-Reagieren-Wollens/Müssens", des "Sofort-Reagieren-Müssens".

                            Kommentar


                              #15
                              Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
                              Alles was du hier schreibst, jule, könnte ich sein ..

                              V. a. dieses Symptom des "Sofort-Reagieren-Wollens/Müssens", des "Sofort-Reagieren-Müssens".
                              Seitdem ich erkannt habe, dass ich alle Ressourcen in mir habe, geht es mir besser. Die gelernten Übungen erlauben mir, auch mehr Distanz zu bekommen. Oft helfen ja schon ein paar Minuten, um Sachen anders zu bewerten statt mit Tunnelblick in einer Hauruckaktion zu reagieren.
                              Es ist also lernbar. Ich bin zwar noch totale Anfängerin, aber das Wissen beruhigt mich und ich merke schon, wie viel sich für mich in so kurzer Zeit zum Positiven getan hat.

                              Liebe Grüße

                              jule

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X