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Die wollen vermutlich alle in deinen Keller. Da ist es nicht ganz so kalt und schön feucht, wenn ich richtig verstanden habe ...
Ein schöner, alter Gewölbekeller - die werden sich dort bestimmt wohl fühlen, zumal auch für ausreichend Nahrung in Form von Mücken und Spinnen gesorgt ist. Und wenn sie dann im Frühjahr die zähe Kost leid sind, dürfen sie sich im Garten nach Herzenslust an den saftigen Schnecken und deren Eiern bedienen!
Der neue Bauer auf dem Hof nebenan hat heute die wunderschöne Rosskastanie gefällt, welche den Weiler massgeblich geprägt hat. Angeblich weil sie eine unbedeutende Regenwasserleitung beschädigt haben soll. Alternativen zum Fällen wurden gar nicht geprüft.
Mir fehlen gerade die Worte...!
So ein gut gewachsener, schöner alter Baum, das ist tragisch. Ich hoffe, es lebten keine Tiere, wie z. B. Fledermäuse darin und dass der Bauer verpflichtet ist, an anderer Stelle einen adäquaten Ersatzbaum zu pflanzen.
In solchen Dingen sind manche Landwirte wirklich schmerzfrei. Wenn ich mir die Lage des Baumes anschaue, kann ich mir vorstellen, dass er ihn einfach beim Rangieren mit Trecker und Co. gestört hat.
Der Hof wechselt Ende Jahr den Besitzer. Aber bereits jetzt sind die Neuen (Vater und Sohn) fleissig dabei, den Hof nach ihren Wünschen umzugestalten. So nach dem Motto, das Alte muss weg! Und da sie auch nachher nicht hier wohnen werden, fällt die Entscheidung natürlich leicht, "am Arbeitsort" schnell mal einen Baum zu fällen.
Ja, diese Beobachtung mache ich hier auch, dass nicht wenige Bauern die "Natur" einzig unter dem ökonomischen Gesichtspunkt betrachten und eigentlich keinen Bezug zu den ganzen ökologischen Zusammenhängen haben. Da wird zwar ein liebloser, subventionierter Stein- oder Asthaufen angelegt und mit einer Hinweistafel versehen, wie unglaublich wertvoll nun diese oder jene Massnahme für die Biodiversität sei. Gleichzeitig sägen sie ohne mit der Wimper zu zucken alte Hochstammbäume um und kaufen sich den leistungsstärksten Traktor, der noch in die Garage passt, Bodenverdichtung hin oder her.
Wobei, selbst die abgebrühtesten Menschen lässt das Fällen eines solchen Baumes nicht ganz kalt. Gestern war spannend zu beobachten, wie alle Beteiligten immer wieder um den Baumstumpf herum standen und sich gegenseitig darin bestärkten, dass das Fällen die einzig richtige Massnahme gewesen sei. Der sei ja sowieso morsch gewesen, stehe zu nahe am Haus, nehme zu viel Licht weg, mache die Leitungen kaputt, Blitzschlagefahr, Äste die herunterfallen könnten, das ganze Laub im Herbst, usw. bla, bla... 1000 Gründe, weshalb umsägen alternativlos war.
Ich trauere auch um jeden alten und großen Baum, der in meiner Umgebung gefällt wird - und bei manchen Bäumen habe ich auch den Verdacht, dass er einfach jemanden gestört hat. Mir tut es in der Seele weh, zu sehen, wie leichtsinnig manches Mal diese Riesen beseitigt werden - damit z. B. der Garten dahinter wieder mehr Sonne bekommt....
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