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    #16
    Ich frag mich ,was mit dem Tross ist ,der hinter dem Esel steht.

    Die mitleiden und Angst vor dem Nichtsaufen haben.
    Und dann auch noch merken ,das es dem Esel scheißegal ist.

    Da fällt mir nur loslassen ein und gut für sich selbst sorgen

    Rosie

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      #17
      Vorsicht vor freilaufenden Eseln!

      Also ich kann nur von mir ausgehen und wenn ein Esel ganz offensichtlich unzurechnungsfähig wäre, dann riefe ich die Rettung, um ihn in Obhut nehmen zu lassen. Ist er das jedoch nicht, dann ist er erwachsen und muss selbst wissen was er tut (oder eben nicht).

      Da bin ich extrem rigoros. Ich lehne Zwangsbeglückungen strikt ab.

      Liebe Grüße!
      Frau Mond

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        #18
        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        Meine Frage war grundsätzlich gemeint.
        Ich weiss dass es schwer ist, den Mut und die Verantwortung zum Mut und der anschießenden Handlung beziehungsweise Antwort aufzubringen.
        Nur, es geht doch hier nicht darum, den Esel zu was zu zwingen. Der Zwang Etwas tun zu müssen, ohne das nötige Verständnis des Esels, ist kontraproduktiv und wird kaum zum dauerhaften Erfolg führen.
        Es geht um die Frage, kann/darf/muss oder nicht ich ihn zwingen?
        Wie würdest du einen Esel, der aus seelischen Gründen kein Verständnis und keinen Willen aufbringen kann, dazu bringen "um sein Leben zu trinken"?
        Nun, da ich davon überzeugt bin, dass mir aufgrund der Anziehung nur die Esel(Problemen) begegnen, denen ich auch gewachsen bin, würde ich ihn als erstes meine Hilfe anbieten…Wege des wie und warum aufzeigen….dann den Vorteil klar machen, dass es sich lohnt zu trinken…und wenn ich alle meine Argumente aufgefahren habe, die das Leben lebenswert machen, diese ihm nahegebracht habe, und der Esel immer noch stur sein Ding machen will, liegt meine Lektion für mich darin, anzuerkennen, dass es nun an mir ist „loszulassen“. Den Esel ziehen zu lassen um sich einen anderen Wegweiser zu suchen.

        Es ist sein freier Wille das zu tun was er für sich als richtig empfindet. Es ist sein Weg den er gehen will und muss. So wie ich meinen gehen will und muss. Wir sind uns begegnet um uns gegenseitig auf unserem individuellen Weg genau das anzubieten, was wir als Erkenntnis voneinander benötigen.

        Übrigens, ich war mal so ein Esel. Das werde ich meiner Lebtage nicht vergessen. Ein Esel, welcher nach vielen verbalen Hinweisen/Hilfestellungen/Aufmunterungen im Akutfall, einfach nur erschöpft auf dem Boden sitzengeblieben ist. Trotzig wie ein kleines Kind, das einfach nicht mehr mag. Einer nach dem anderen hat das Handtuch geworfen, bis auf Einen. Dieser Freund hat mir das Ziel nochmals in aller Ruhe schmackhaft gemacht. Alle Sorgen und Ängste die mich in dieser Situation sozusagen gelähmt haben, versucht mit den Verlockungen des Ziels, schön ausmalend, hervorzuheben. Ich saß da und hatte keine Kräfte mehr, ich war schlichtweg platt. Körperlich, moralisch und seelisch. Er meinte zum Schluss, „du kannst das“ und jetzt steh auf und komm mir nach. Er beabsichtige nicht, den Anschluss der letzten Bahn zu verpassen. Und wenn ich mich tatsächlich nicht trauen sollte,“ na dann musst du eben hier übernachten“. Kurz, er hat mich tatsächlich Mutterseelen alleine sitzen lassen. Ich bin noch mehr in Verzweiflung geraten. Ich hab alles nochmals überdacht und hab meinen ganzen Mut und die letzten Kräfte mobilisiert, um ebenfalls die Bahn auf den letzten Drücker zu erreichen. Ich bin über meine Grenzen hinausgewachsen. Dank des Mutes des Freundes, mich in meinem Elend sitzen zu lassen. Der Esel hat sich fürs (Über)Leben entschieden.

        Den Esel am Bach stehen lassen, wird ein Arzt/Therapeut wohl kaum machen, da es sein Beruf ist und es mitunter auch nicht tun darf (unterlassene Hilfeleistung?).
        Aus deiner Sicht wird er das vielleicht nicht tun. Der Behandler trifft seine eigene Entscheidung.
        Der Behandler/Jeder trifft auch nur auf die Klienten/Patienten/Person die er aufgrund seiner Muster anzieht. Und somit ist diese Anziehung schon seine Entscheidung die er getroffen hat. Welche er weiterhin in der Interaktion trifft, hängt von seiner Herausforderung ab, die dahinter steckt.

        Sowieso: Irgendeiner wird sich den Schuh - in unserem Gesundheits- und Rechtssystem - anziehen müssen. Echten Eseln mag man den Gnadenschuß geben. Bei metaphorischen Eseln verbietet es das Gesetz. Dann werden sich (als letzte "Hilfeleistung" vor dem sozialen Aus) wohl die Ruhigsteller in den psychiatrischen Klinikabteilungen oder in einer Klapse den Schuh anziehen, oder? Das nennt man dann nicht unterlassene Hilfeleistung, sondern "die Allgemeinheit vor ihm und den Betroffenen vor sich selbst schützen". ... eine unserer "humanistischen (menschenfreundlichen) Maßnahmen ... um Unbequemes zu "entsorgen".
        Aus der möglichen Nachsorge wird dann Aufbewahrung
        So sieht die kollektive Übereinkunft dahingehend aktuell aus.



        Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
        Meine Fragen bezogen sich auf den "Esel", der aus freien Stücken entscheidet "Lieber sterb' ich, als das Zeug zu saufen". Inweiweit darf man ihm dann ein (Weiter-)Leben aufzwingen, das er selbst nicht führen will? Darf ihm dann ein Mitmensch, ein Therapeut, ein Richter, "die Gesellschaft" eine Zwangbehandlung antun oder hat er das Recht, selbst zu entscheiden, ob er "trinkt"?
        Aus meiner Sicht.
        Wir begegnen dem, dem wir begegnen sollen und wollen. Es ist aufgrund der Anziehung unsere eigene Entscheidung, wie wir mit dem was wir vorfinden, umgehen. Der Esel biete sich einem an und umgekehrt. Beide interagieren und geben sich gegenseitig die Chance an dieser speziell kreierten Erfahrung zu wachsen.



        Zitat von Rosie Beitrag anzeigen
        Ich frag mich ,was mit dem Tross ist ,der hinter dem Esel steht.

        Die mitleiden und Angst vor dem Nichtsaufen haben.
        Und dann auch noch merken ,das es dem Esel scheißegal ist.

        Da fällt mir nur loslassen ein und gut für sich selbst sorgen
        Der Tross hinter dem Esel hat sich versammelt, weil der Esel ihnen die Möglichkeit bietet, die eigenen diversen Ängste zu erkennen. Der Esel sein eigener Herr ist und er letztendlich selber seine Entscheidung trifft.
        Man kann sich entscheiden, am sturen Verhalten des Esels zu verzweifeln oder aber sich selber so weit verändern, um den Esel vertrauensvoll seinen Weg gehen lassen zu können. Durch ihn zu lernen, loszulassen.
        Loslassen können ist mE eine überaus große Herausforderung.

        Kommentar


          #19
          Danke Faszi, für deine ganz persönliche Sicht

          Die Esel, die im Tross sind ,haben auch ihre Geschichte.
          Vielleicht haben sie erlebt,das Stillstand und Nichttun zum Untergang und Tod führen (können).

          Und deshalb schieben und drücken sie den Esel zum Wasser ,das er trinken soll und lassen keine Ruhe.

          Der eine Esel sollte lernen loszulassen und zu vertrauen und sich um sich selbst kümmern und das zwanghafte Kontrollettiverhalten langsam sein zulassen.

          Und der Esel .der nicht saufen will ,der sollte über Selbstverantwortung nachdenken.

          Wegweiser gibts genug.


          LG Rosie

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            #20
            Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
            Nund der Esel immer noch stur sein Ding machen will, liegt meine Lektion für mich darin, anzuerkennen, dass es nun an mir ist „loszulassen“. Den Esel ziehen zu lassen um sich einen anderen Wegweiser zu suchen.
            Loslassen können ist mE eine überaus große Herausforderung.
            Loslassen heisst/bedeutet auch fallenlassen. Was ist das für ein Wegweiser, der fallen lässt, anstatt aufzufangen?

            Es ist sein freier Wille das zu tun was er für sich als richtig empfindet. Es ist sein Weg den er gehen will und muss. So wie ich meinen gehen will und muss. Wir sind uns begegnet um uns gegenseitig auf unserem individuellen Weg genau das anzubieten, was wir als Erkenntnis voneinander benötigen.
            Das sind wieder zwar kluge aber gleichzeitig wenig hilfreiche Worte ... für jemand der durch seine "seelischen Umstände und daraus erwachsenen Handlungsweisen" nicht in der Lage ist, sie zu "begreifen", geschweige denn umzusetzen.

            Der Behandler/Jeder trifft auch nur auf die Klienten/Patienten/Person die er aufgrund seiner Muster anzieht. Und somit ist diese Anziehung schon seine Entscheidung die er getroffen hat. Welche er weiterhin in der Interaktion trifft, hängt von seiner Herausforderung ab, die dahinter steckt.
            Auf das Vorherige bezogen, hieße das, dass der Helfer mehr oder weniger in derselben Lage ist wie der Andere. Wenn das so ist (wäre), dann ist (wäre) der Behandler in der Tat nicht in der Lage dem Anderen zu helfen.
            Zitat von Shepherd
            Aus der möglichen Nachsorge wird dann Aufbewahrung
            Zitat von Faszinosum
            So sieht die kollektive Übereinkunft dahingehend aktuell aus.
            Das scheint mir reichlich zynisch angesichts dessen, dass wir gleichwertige (und die meisten hier christliche und ihren Nächsten angeblich liebende) Menschen sein sollen. Außerdem ist die Übereinkunft nicht "kollektiv" im Sinn von "normativ", da ich (und vielleicht noch jemand anders) diese Übereinkunft nicht teile.
            Zitat von Faszinosum
            Aus meiner Sicht.
            Wir begegnen dem, dem wir begegnen sollen und wollen. Es ist aufgrund der Anziehung unsere eigene Entscheidung, wie wir mit dem was wir vorfinden, umgehen. Der Esel biete sich einem an und umgekehrt. Beide interagieren und geben sich gegenseitig die Chance an dieser speziell kreierten Erfahrung zu wachsen.
            In dieser Darstellung fehlen nach meiner Erfahrung zu viele Komponenten, als dass ich sie - nicht mal grundsätzlich - akzeptieren könnte.

            Zitat von FrauMond
            Also ich kann nur von mir ausgehen und wenn ein Esel ganz offensichtlich unzurechnungsfähig wäre, dann riefe ich die Rettung, um ihn in Obhut nehmen zu lassen.
            Obhut oder Aufbewahrung. Und wenn Aufbewahrung, dann zu welchem Zweck?
            Ist er das jedoch nicht, dann ist er erwachsen und muss selbst wissen was er tut (oder eben nicht).
            Gibt das da keine Grauzone? Muss er das? Muss er zu jedem Moment in der Lage sein, zu wissen was er tut? Wissen wir in jedem Moment was wir tun?

            Da bin ich extrem rigoros. Ich lehne Zwangsbeglückungen strikt ab.
            Ich nicht, ... siehe ein paar Zeilen zuvor.

            Zitat von FirstSunshine
            Meine Fragen bezogen sich auf den "Esel", der aus freien Stücken entscheidet "Lieber sterb' ich, als das Zeug zu saufen".
            Dann sprichst du nicht von dem Esel, den ich meine. Meiner "schnallt" in dem Moment nicht, ob er oder ob er nicht.
            Inweiweit darf man ihm dann ein (Weiter-)Leben aufzwingen, das er selbst nicht führen will? Darf ihm dann ein Mitmensch, ein Therapeut, ein Richter, "die Gesellschaft" eine Zwangbehandlung antun oder hat er das Recht, selbst zu entscheiden, ob er "trinkt"?
            In der Lage und in dem Moment ist der Esel, den ich meine, kognitiv überhaupt nicht entscheidungsfähig, weil er von starken inneren (seine seelisch-körperliche Lage bestimmenden) Widerständen daran gehindert wird. Er steht sich sozusagen selbst im Weg.
            Zitat von Rosie
            Und der Esel der nicht saufen will ,der sollte über Selbstverantwortung nachdenken.
            Für dich selbst würde oder sollte das eine Erkenntnis sein. Für den Esel in meinem Beispiel ist das - wie schon vorher gesagt - in dem Moment gar nicht möglich.

            Mein Fazit und dann bin ich hier weg:

            Im Prinzip erhält ein Wegweiser von einem anderen Menschen einen Auftrag, weil er sich als Wegweiser angeboten hat und sein Angebot beim Klienten Hoffnungen und Motivationen weckte. Den Auftrag kann er annehmen oder ablehnen. Wenn er ihn annimmt, übernimmt er die Verantwortung für sein Handeln. Wenn er ihn annimmt und von vorneherein schon Zweifel hegt, diesen Auftrag erfüllen zu können, oder mit sich selbst über einen möglichen Erfolg in polemische Ausflüchte gerät und womöglich befürchtet, vielleicht daran zu scheitern, dann sollte er sich selbst einen Wegweiser holen und gegebenenfalls bis auf weiteres erst mal kleinere Brötchen backen, oder sich vielleicht umschulen lassen.


            Da die Gegenwart nur aus Momenten und nicht aus (polemischen oder kategorischen) Ausreden aus dem Moment besteht, gibt es im nächsten Moment immer wieder einen anderen Weg, als den vorherigen. Diesen Weg kann man wagen, oder man kann verharren, beziehungsweise erstarren.
            Letzteres blockiert die Entwicklung/Entfaltung und hiesse, dass wir das, was wir als Grenzen angeblich nur für uns selbst festlegen, auch auf unser Zusammenleben mit Anderen übertragen. Die Grenzen wirken nicht nur von außen nach innen, sondern auch umgekehrt.

            Wir leben nicht in einer Ich-Gemeinschaft, sondern in einer Wir-Gemeinschaft, denn ohne den Gegenüber würden wir uns unserer selbst gar nicht bewusst werden und dieser Asutausch hier würde gar nicht stattfinden. Indem wir also - nur um das Wort noch einmal aufzugreifen - jemand "zwangsbeglücken", tun wir dasselbe mit uns ... und die Betonung lege ich dabei auf "Glück" und nicht auf "Dummglück". Im Klartext heisst das immer wieder dasselbe: wenn ich nichts tue, geschieht auch nichts.
            Ich mache es mir in den Augen anderer vielleicht nicht "einfach", doch das ist meine Wahl und ich und etliche Nutznießer davon liebe(n) sie.

            btw: Wegweiser werden gerne (und oft und zu Recht) als Freunde bezeichnet:
            Ein Freund sagt zum anderen: "Hilf mir."
            Der Andere antwortet: "Was soll ich tun?"
            Freundschaft ist einfach. Nur nicht-wirkliche-Freunde verkomplizieren sie.



            lG
            Zuletzt geändert von Shepherd; 19.03.2017, 15:24.

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              #21
              Lieber Shepherd.

              Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
              Loslassen heisst/bedeutet auch fallenlassen.
              Nice try! Und noch vor einem Jahr wäre ich voll drauf reingefallen.

              Nein, heißt es nicht. Es heißt schlicht stehenlassen. Das "fallen"lassen impliziert, dass der Wegweiser durch den von ihm "verursachten" Sturz einen zusätlzlichen Schaden anrichtet, wenn er den Esel loslässt.

              Der steht aber genauso wie zuvor vor dem Wasser und trinkt nicht, ob der Wegweiser ihn nun "stehen"lässt oder nicht. Und wer weiß: vielleicht trinkt er ja gerade dann. Weil der Wegweiser weg ist und dem Esel nur noch bleibt, Verantwortung für sich zu übernehmen und zu handeln.

              Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
              Was ist das für ein Wegweiser, der fallen lässt, anstatt aufzufangen?
              Vielleicht einer, der einfach im Rahmen seiner Möglichkeiten handelt. "Fang" mal einen Esel auf, wenn Du nur aus einem Pfosten und einem Brett bestehst! Da musst Du heftig rotieren, um ein ausreichend großes Netz für einen Esel zu imitieren.

              Vielleicht auch einer, der sich seiner selbst, seiner Fähigkeiten und seiner Grenzen bewusst ist und sich nicht einredet (bzw. dahin manipulieren lässt), dass er die Aufgaben eines Netzes erfüllen "müsste".

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                #22
                Mal eine Verständnisfrage Shepherd, schreibst du aus der Position eines Coaches/Therapeuten heraus?
                Oder aus der Sicht des normalen Mitmenschens?

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                  #23
                  Habe den Thread gerade gelesen - eine interessante (und mitunter lebenswichtige) Frage.

                  Obwohl die Metapher mit dem Esel gewählt wurde, würde ich gerne mit 1,2 Beispielen einen vielleicht etwas konkreteren Bezug schaffen, weil ich manchmal das Gefühl hatte, es ist manchen nicht klar, welche Bedeutung es hat.
                  Einen Esel lassen manche evtl leichter mal eben stehen als einen Menschen, den sie sehr lieben, an dem sie hängen und um den sie sehr trauern würden.

                  Wie zB wenn ein geliebter Partner/Partnerin eine Krebsdiagnose bekommt und die Frage im Raum steht, noch mal kämpfen oder nicht, für wen, für was, etc ?
                  Wenn ein geliebter Mensch depressiv erkrankt und ständig an Selbstmord denkt und es sich nicht vorstellen kann, wie es ist, wenn es ihm/ihr wieder gut geht.
                  Wenn ein geliebter Mensch dabei ist, sich zu Tode zu saufen.

                  Wie viele andere Faktoren auch, beeinflussen besonders auch manche Krankheit den so genannten freien Willen bzw die Entscheidungsfähigkeit, so dass es schon mal etwas mehr Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen kann als das, wonach mancher üblicherweise vielleicht denkt "dann halt nicht".

                  Und eine Frage habe ich vermisst: als Wegweiser mit dem Esel zu reden, was tatsächlich dessen Wunsch, dessen Ziel ist, was wäre für ihn ein Erfolg ?
                  Mitunter hilft es Missverständnisse zu vermeiden, Gründe zu verstehen, auf jeden Fall ist ein Informationsaustausch wichtig.

                  sky

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                    #24
                    Hallo Shepherd.....

                    Obhut oder Aufbewahrung. Und wenn Aufbewahrung, dann zu welchem Zweck?
                    Ist das mein Problem? Mein Problem ist doch nur, dass ich im konkreten Falle Hilfe leiste indem ich an Profis vermittele. Da ich selbst kein Profi bin, überlasse ich diesen dann gerne das Feld und die Abschätzung. Ich persönlich sehe mich da nicht in der Pflicht.

                    Gibt das da keine Grauzone? Muss er das? Muss er zu jedem Moment in der Lage sein, zu wissen was er tut? Wissen wir in jedem Moment was wir tun?
                    Ich sehe das so: Ich bin für mich und meine Lieben zuständig. Alles was darüber hinausgeht, geht mich nur im rudimentären Sinne etwas an. Jeder muss sehen wie er zurechtkommt, das musste ich auch. Es war eine harte Schule. Aber am Ende bin ich daran gewachsen. Dauernde Betüddelungen oder gar zwanghaftes Verhindern, dass ich auch mal ordentlich auf der Nase lande, hätte mir die Chance auf dieses Wachstum genommen.

                    Daher meine (zugegeben recht fatalistische) Einstellung (nicht nur zu Eseln).

                    Lieben Gruß!
                    Frau Mond

                    PS:

                    Im Prinzip erhält ein Wegweiser von einem anderen Menschen einen Auftrag, weil er sich als Wegweiser angeboten hat und sein Angebot beim Klienten Hoffnungen und Motivationen weckte.
                    Deshalb biete ich mich auch nicht als Wegweiser an, das wäre mir viel zu anstrengend. Und selbst ein Wegweiser ist "nur" ein Wegweiser, nicht Mama oder Papa. Und folglich ist der Klient auch noch immer eigenverantwortlich und nicht entmündigt (oder gar adoptiert/unter Vormundschaft gestellt). Jeder hat mAn ein Anrecht auf seine eigenen Aussetzer und die Erfahrungen/Konsequenzen daraus, die oft sehr lehrreich sind.

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                      #25
                      Ich denke, dass in den Beispielen dem Wegweiser nicht nur die Rolle des Wegweisers zugeordnet wird sondern z.B. von Shepherd eine Menge an Verantwortung aufgebürdet wird.

                      Das ist aber nicht die Rolle eines Wegweisers.

                      Im primitivsten Fall ist der Wegweiser ein Schild "Hier geht's zum Wasser."

                      Diese Art von Wegweiser kann den Esel nicht lenken, nichtsdestotrotz ist es ein Wegweiser.

                      Auf Menschen übertragen wäre sowas ein Ratgeber (Buch). Das kann auch nicht beeinflussen, ob der Leser sich danach richtet oder eben nicht.

                      Dann gibt es Wegweiser, die etwas mehr können. Z.B. das Navi im Auto. Wenn der Esel nicht den Weg zum Wasser nimmt, würde das Navi die neue Route berechnen und sagen "Hier geht's zum Wasser." Die Entscheidung bleibt beim Esel.

                      Übertragen auf uns Menschen:
                      Sowas ist z.B. hier im Forum möglich. Da habe ich jemand z.B. gesagt, dass Achtsamkeitstraining ein guter Weg für ihn wäre. Wenn neue Aspekte seitens des Betreffenden hinzukommen oder der Weg für ihn unpassend ist, kann ich evtl. eine andere Empfehlung bezüglich des Weges geben. Aber immer ist der andere derjenige, der entscheidet, was er tut.

                      Und damit ist auch die Rolle des Wegweisers erschöpft.

                      Wenn der Wegweiser jetzt noch Verantwortung übernimmt, dann ist er nicht mehr nur Wegweiser sondern etwas anderes. Vielleicht Arzt oder Therapeut oder Eigentümer des Esels, der ja ein Interesse daran hat, dass er säuft.

                      Dann sollte das auch entsprechend benannt werden.

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                        #26
                        Zunächst sollte definiert werden, was jeder unter "Wegweiser" überhaupt versteht.

                        Für mich ist ein Wegweiser, schlicht und einfach der/die/dasjenige, mit dem ich in Verbindung trete.
                        Das Gegenüber(Lebewesen) ist mir und ich ihm ein Wegweiser.
                        Es ist ein geben und nehmen. Wir haben mit ähnlichen Themen zu tun und können uns, wenn wir es annehmen wollen, gegenseitig unterstützen.

                        Jedes Gespräch, jeder Blick, jeder Artikel, alles was ich sehe und höre. Dies alles wird von meinem aktuell gültigen Realitäts-Wertesystem abgeglichen, auf seine Gültigkeit geprüft.
                        Es beeinflusst meine Entscheidungen, wohin, was und wem ich mich zuwende.

                        Diese Wegweiser können mitunter für mich, mit ganz unbekannten Sichtweisen daherkommen, welche ich mir anschauen kann oder auch nicht.
                        Tue ich es nicht, bleibt alles wie gehabt. Wage ich es und tue ich es doch, kann mein Weg eine andere Richtung nehmen.

                        Als Kind stehen Eltern... Lehrer..... als klare Wegweiser auf meinen Wegen, welche kaum in Frage gestellt werden, da man als Kind noch nicht reflektieren kann.
                        Als Erwachsener kann ich den mir begegnenden Wegweisern zustimmen oder auch nicht.

                        Und all diese, meine Wegweiser haben von mir (welche ich aufgrund der Anziehung in meine Realität hole) den Auftrag erhalten, mir zu spiegeln, wie sich meine aktuelle Realität aufgrund meines Wertesystems darstellt, wie ich sie sehe.

                        Wenn mir eine Person/Situation begegnet, dem ich aus meiner Kraft/Wissen heraus nicht mehr in der Lage bin weiter zu helfen/kommen, ist es meine mir und ihm/Situation gegenüber geschuldete Pflicht, nichts an mir festzubinden, sondern sie ziehen zu lassen, um die für sie passenden Wegweiser zu kommen.
                        Wobei ich mich glücklich schätzen kann, wenn ich loslassen kann.

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                          #27
                          Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                          So sieht die kollektive Übereinkunft dahingehend aktuell aus.
                          Das scheint mir reichlich zynisch angesichts dessen, dass wir gleichwertige (und die meisten hier christliche und ihren Nächsten angeblich liebende) Menschen sein sollen. Außerdem ist die Übereinkunft nicht "kollektiv" im Sinn von "normativ", da ich (und vielleicht noch jemand anders) diese Übereinkunft nicht teile.
                          Ich sehe daran nichts zynisches.
                          Es kommt eben darauf an, wer in den Gremien sitzt, welche das sagen haben. Und unser irdisches System ist dahingehend ausgerichtet, dass die Mehrheit (gewählte Mehrheit), oder aber Diktaturen, das sagen hat.

                          Wenn die Personen die auch deine Ansicht vertreten die Mehrheit darstellen, und gewählt werden, werden sie das Sagen haben (den Weg weisen können) und nach ihren Wertvorstellungen, diese Übereinkunft gestalten.

                          Der Massenfokus (Ängste/Wertevorstellungen), die Mehrheit hat das Steuer in der Hand und weist den Weg.

                          Kommentar


                            #28
                            Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
                            Der Massenfokus (Ängste/Wertevorstellungen), die Mehrheit hat das Steuer in der Hand und weist den Weg.
                            Und zum Glück muss man nicht darauf hören. Selbst wenn man kein Esel ist - oder gerade dann.

                            ...

                            Kommentar


                              #29
                              PS: ich bevorzuge den Ausdruck Wegbegleiter statt Wegweiser.

                              Ich glaube nicht, das so viele gerne jemand anderem das Weisungsrecht übertragen würden.
                              Abgesehen davon beinhaltet es für mich auch ein anderes Verständnis der übernommen Aufgabe und Verantwortung.

                              Zudem - wurde schon angesprochen - ein Wegweiser hat ein bestimmtes Ziel.
                              Unterwegs sollte es aber auch die Möglichkeit geben, Weg und Ziel jederzeit anpassen zu können.

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                                #30
                                Vielleicht hat der eine oder andere Interesse an diese Textpassage, wessen geistiges Kind der Wegweiser ist.


                                Auszug aus : Die Natur der persönlichen Realität von Jane Roberts Sitzung 610
                                ...
                                Jane Roberts (* 8. Mai 1929 ,† 5. September 1984 )...tut mir leid, da ist noch Urheberrecht drauf! Moderatorin_Glühwürmchen
                                Zuletzt geändert von Moderatorin Glühwürmchen; 20.03.2017, 17:58.

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