Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bonnys Diskutiereckchen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Hm... Der Teekesselchen-Faden hat mich gerade mal wieder darauf gestoßen, wie "flüchtig" manche Kindheitserinnerungen doch sind. Gibt mir grad ein ganz komisches Gefühl.

    Irgendwie habe ich den starken Drang mal wieder "nach Hause" zum Haus-und Hofimker zu fahren, mir ein Eimerchen leckeren Tannenhonig zu kaufen und damit ein bisschen Kindheit "zurück zu holen". Bei dieser Imkerei haben wir in meiner Kindheit schon eingekauft und auch Jahre später noch und der alte Imker, den es sicher seit vielen Jahren nicht mehr gibt, hat mit einer Engelsgeduld alles über Bienen und Honiggewinnung erklärt - und irgendwie ist durch Alltag und Entfernung diese schöne Gewohnheit auf der Strecke geblieben. Jetzt gibt's den Honig nicht mehr im Pfand-Eimer "vom Nachbarn" sondern er wird mit all dem anderen Kram beim Alltagseinkauf mitbesorgt.

    Tja, und da ich ein verfressener Mensch bin, frage ich mich in diesem Zusammenhang, ob es meine Lieblings-Belgischen-Pralinen in Wadern noch gibt. Ich muss als nächsten Urlaub wohl eine kulinarische Reise in die Vergangenheit planen.

    Kommentar


      ........ und kommst dazu ins Saarland? Das wäre doch schön!

      Ja, die Kindheitserinnerungen haben mich derzeit auch am Haken. Nur......etliches weiß ich nicht mehr genau, und leider ist niemand mehr da, den ich fragen könnte.
      Das stößt mir momentan sehr auf, dass ich zu Lebzeiten meiner Herkunftsfamilie nicht genug gefragt und gesammelt (Rezepte) habe.
      Sowas fällt einem meist erst dann auf, wenn es zu spät ist.
      Neulich wurde in irgendeinem Faden nach dem Lieblingsbuch gefragt. Ich weiß noch den Titel: Der glückliche Löwe. Auch an das Umschlagbild erinnere ich mich genau; der Verfasser ist mir entfallen. Wenn es das noch gäbe, würde ich es mir glatt kaufen.

      Kommentar


        Ooooooooh! Ich habs gefunden, es gibt es noch, nur mit einem nicht so schönen Titelbild, aber das macht nichts.

        http://www.amazon.de/Der-Gl%C3%BCckl.../dp/3451705788

        Kommentar


          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
          ........ und kommst dazu ins Saarland? Das wäre doch schön!
          Das war in jungen Jahren immer eine schöne Tour für einen Freitag, den 13. Wenn die Abergläubischen aus Angst vor Unfällen die Straßen freihalten: FH schwänzen, "schnell" mal durch die Pfalz ins Saarland, für 100 Mark vier Kilo Pralinen einkaufen und dann wieder zurück düsen. Allein das Gesicht der Verkäuferin war's wert: "500 Gramm von den Vanilleherzen? Sie meinen fünfzig. Wirklich 500? Oh... Da muss ich mal kurz ins Lager, soviel hab ich nicht in der Auslage."

          Hab vorhin mal nachgeschaut: es gibt an dem Platz noch eine Pralinerie, aber inzwischen unter einem anderen Namen - ob die wohl noch das gleiche einmalig leckere Sortiment wie damals haben? Die Maronenfüllung war zum totfressen! *seufz*

          Falls ich die Tour im Leben nochmal schaffe, darf ich mich dann bei Dir zu einem Kaffee einladen?

          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
          Ja, die Kindheitserinnerungen haben mich derzeit auch am Haken. Nur......etliches weiß ich nicht mehr genau, und leider ist niemand mehr da, den ich fragen könnte.
          Pfff... Selbst wenn noch jemand da ist, kann der sich auch nicht mehr zuverlässig erinnern. "Ach Kind, das weiß ich nicht mehr. Wann soll das gewesen sein...?"

          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
          Das stößt mir momentan sehr auf, dass ich zu Lebzeiten meiner Herkunftsfamilie nicht genug gefragt und gesammelt (Rezepte) habe.
          Sowas fällt einem meist erst dann auf, wenn es zu spät ist.
          Ich habe zum Glück Omas Rezeptbuch geerbt. Die gute alte Paula Horn von (festhalten!) 1923 mit einer Zettelsammlung an Familienrezepten zwischen den Seiten. Allein die Schrift ist manchmal ein Drama. Deutsch oder Sütterlin, wie es Oma grad in den Sinn kam. Aber die guten Kartoffelklößchen wurden leider nirgends erwähnt.

          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
          Neulich wurde in irgendeinem Faden nach dem Lieblingsbuch gefragt. Ich weiß noch den Titel: Der glückliche Löwe. Auch an das Umschlagbild erinnere ich mich genau; der Verfasser ist mir entfallen. Wenn es das noch gäbe, würde ich es mir glatt kaufen.
          Hihi. Kenne ich auch! Hat schon meinem Papa gehört, als der Kind war. Wurde nur leider irgendwann an ein anderes Kind verschenkt. (Als ob ich jemals zu alt für Kinderbücher sein könnte!!! Eltern, echt!!!)

          Das Löwen-Thema erinnert mich an ein anderes Buch meiner Kindheit "Die Hexe Alexa und der Flöwe Murxel" oder so ähnlich. Handelt von einer schusseligen, kleinen Hexe, die versehentlich einen Flöwen hingemurkst hat, als sie was ganz anderes zaubern wollte. Das war noch in "echter" lateinischer Ausgangsschrift gedruckt - mein Kind könnte es bei den Kraklen, die sie heute als Schreibschrift-Buchstaben lernen, gar nicht mehr lesen. Wobei mir grad aufgeht, dass mich das "steile", abgehackte Schriftbild sehr an die Schrift meiner Oma erinnert. Da fehlen mir einfach die schönen runden Schwünge.

          Ey, ich werd jetzt wirklich alt: früher war tatsächlich alles besser!

          Kommentar


            Bonny, das ist ja witzig, ich kenne das Buch auch - und habe es mir vor drei Jahren tatsächlich nochmal gekauft, weil es neu verlegt wurde! Ich habe das auch total geliebt als Kind.

            Kommentar


              Hätt ich gar nicht gedacht, dass das damals so bekannt war.
              Ich weiß noch, dass ich es von der Freundin meiner Mutter geschenkt bekam.

              Kommentar


                Der Glückliche Löwe??? - Nein, kenne ich nicht, aber wir haben die LP davon zu Hause, weil meine Partnerin diese Platte als Kind jeden Tag über 6 Wochen lang gehört hat, wo sie Krupphusten hatte... ihre Mutter ist fast wahnsinnig geworden.

                Ich hab da so andere LP´s und Kassetten gehört... "Hui Buh", "Der Schweinehirt", der "Gurkenkönig" und "Von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen". Bei den beiden Letzteren bin ich sehr traurig, weil die meine Mutter wohl weggeworfen hat und meine Mutter hat viel von meinen Sachen weggeworfen, wenn ich nicht aufgepasst habe.

                Als meine Oma starb, habe ich ihr Kochbuch "geerbt", naja, ich hab es mir unter den Nagel gerissen, bevor das auch noch wegkam. Daraus koche ich viel, weil das so ein ganz tolles, altes Kochbuch ist, wo einfach alles drin steht, was man so braucht. Heute habe ich versucht, selbst Sülze aus Eisbein zu machen, denn die Sülze von meiner Oma war echt legendär.

                Aber sie muss erst fest werden, also kann ich erst Morgen sagen, ob sie was geworden ist.

                Meine Mutter hat noch ein Kochheft, da hat sie ihre ersten Rezepte rein geschrieben. Ich habe ihr schon gesagt, dass ich das haben will, wenn sie es nicht mehr braucht. Aber ich kann auch vieles von dem, was meine Mutter immer gekocht hat, selbst auswendig kochen.

                Condor2

                Kommentar


                  Anlässlich des Todes von Helmut Schmidt ist es mir wieder aufgefallen, genau wie bei Bennos Tod.
                  Ich wünsche mir, dass wir all das, was wir den Menschen nach ihrem Tod sagen und über sie schreiben, schon zu Lebzeiten sagen.
                  Nach dem Tod ist es für vieles einfach zu spät.

                  Kommentar


                    Da hast du recht und das war auch ein Grund, warum ich den Kontakt zu meiner Schwester wieder aufgenommen habe und der jetzt sporadisch, aber liebevoll ist.

                    Condor2

                    Kommentar


                      Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                      Nach dem Tod ist es für vieles einfach zu spät.
                      Da ist was dran

                      Kommentar


                        Ich wünsche mir, dass wir all das, was wir den Menschen nach ihrem Tod sagen und über sie schreiben, schon zu Lebzeiten sagen.
                        Nach dem Tod ist es für vieles einfach zu spät.
                        *zustimme*
                        Und nicht nur nach dem Tod des anderen - auch nach dem eigenen ;)

                        Bin auch dabei, es etwas mehr zu "trainieren" - ich finde es nicht so leicht, anderen Menschen so zu begegnen und all das zu sagen, was man ansonsten hinterher evtl bereuen würde, nicht gesagt oder getan zu haben.
                        (Ein mMn passendes Buch zu dem Thema habe ich im Buchstabenthread gepostet.)
                        Finde es hilfreich, die Aufmerksamkeit mal auf gewisse Dinge zu lenken, insbesondere die Selbstverständlichkeiten.

                        Kommentar


                          Ich hab mir das Schweigen abgewöhnt, sky; man schweigt doch nur aus Angst, sich ggf. lächerlich zu machen oder eine Abfuhr zu bekommen.

                          Kommentar


                            Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                            Ich hab mir das Schweigen abgewöhnt
                            Ich mir auch.

                            Condor2

                            Kommentar


                              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                              Ich hab mir das Schweigen abgewöhnt, sky; man schweigt doch nur aus Angst, sich ggf. lächerlich zu machen oder eine Abfuhr zu bekommen.
                              Ich versuche, mir das Schweigen abzugewöhnen, aber gleichzeitig muss ich mich eben daran gewöhnen, dass man sich dann auch mal lächerlich macht oder angefeindet wird.

                              Kommentar


                                Die meisten Menschen freuen sich, was ja auch meine Absicht ist.
                                Ansonsten sind mir die Reaktionen der anderen ziemlich egal; Hauptsache, ich sitze nicht eines Tages da und denke: Das hättest du unbedingt noch sagen müssen.

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X