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    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
    Siehst du, solange wir noch solchen Blödsinn machen können und uns ausschütten vor lachen, werden wir doch nicht vorzeitig und freiwillig den Löffel abgeben, selbst wenn wir in Pampers rumlaufen müssen. Dann geht beim Lachen wenigstens nichts in die Hose!
    Also wenn ich an Leute wie Stephen Hawking oder Helen Keller denke, dann können solche schlichten Dinge wie Windeln nicht bei jedem ausreichen, den Lebenswillen zu nehmen. Da bin ich ganz anspruchsvoll: da muss mehr kommen! Wenn DIE so weitermachen, schmeiß ich wegen ner vollen Windel auch nicht hin.

    Klar hab ich auch Dinge, die würden mich tief treffen und die ich mir gar nicht vorstellen mag - aber in dem Moment wird wohl der Autopilot einschalten bis ich wieder auf den Beinen und "ich selbst" bin.

    Ich war schon mal an dem Punkt aufzugeben und bin durch und drüber weg - schätze das ist eine Erfahrung, die den Lebenswillen bzw. die Zuersicht einfach auch stärkt: wenn ich DAS überstanden habe, was soll jetzt noch kommen, das mich "zerbricht"?

    Und Lachen geht inzwischen fast immer. Die Welt ist voller komischer Situationen.

    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
    (jetzt lob mich auch, wie geschickt ich zum Thema zurückgefunden habe! )
    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

    Zitat von Condor2 Beitrag anzeigen
    Sie ist doch noch da... Kreativ-Werkstatt - Treffpunkt Leben brauchst nur was rein zu schreiben.
    Scherzkeks!

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      Ich knabbere an dem Tod einer ehemaligen Kollegin herum, so alt wie ich, die im Hospiz gestorben ist (habe ich heute erfahren).
      Ob sie wohl überlegt hat, ihrem Leben vorzeitig ein Ende zusetzen, als sie wusste, was kommen würde? Ihr Mann ist Arzt, die Möglichkeit hätte sie sicher gehabt.

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        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
        Ich knabbere an dem Tod einer ehemaligen Kollegin herum, so alt wie ich, die im Hospiz gestorben ist (habe ich heute erfahren).
        Das kann ich verstehen. Mich hat es schwer geschockt, dass eine Klassenkameradin von mir schon mit unter 30 gestorben ist - und irgendwie trifft es mich auch immer, wenn ich Todesanzeigen von Leuten lese, die jüger waren als ich. Mensch, ich hab doch noch so viel vor - was müssen die noch für Pläne gehabt haben? Welche Erfahrungen, die ich in einem höheren Alter als sie gemacht haben, bleiben ihnen nun "verwehrt"?

        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
        Ob sie wohl überlegt hat, ihrem Leben vorzeitig ein Ende zusetzen, als sie wusste, was kommen würde? Ihr Mann ist Arzt, die Möglichkeit hätte sie sicher gehabt.
        Vermutlich nicht. Oder wäre sie dann überhaupt erst ins Hospiz gegangen?

        Ich glaube, je jünger man ist, desto "anspruchsvoller" ist man in Bezug auf die "Lebensqualität" im Alter: "Bevor ich Windeln tragen muss, geb ich mir die Kugel!" Der Gedanke an manche Umstände scheint unvorstellbar schrecklich. Mit der Zeit und der Lebenserfahrung stellt man dann fest, dass es mehr und "wichtigeres" gibt und dass das, was man für sooooooo schrecklich gehalten hat, dann in den Hintergrund tritt. Der Blick wird weniger "schwarz-weiß" und man stellt fest, dass man viel mehr "ertragen" kann (ohne dass es einem, wenn es so weit ist wie ein "ertragen" vorkommt), als man gedacht hat. Und man lernt, dass es gar kein Drama ist, wenn einen jemanden füttert - als junger Mensch ist "Dankbarkeit" eher was, das man vermeiden will. Alles selbst machen, ist das Motto. Nur nicht "zur Last fallen". Oder so. Vielleicht schließe ich auch zu allgemein von mir auf andere.

        Das Alter spielt sicher auch insofern eine Rolle, als man irgendwann akzeptieren kann, dass das Sterben zum Leben gehört und es keinen Grund gibt, das nicht auch "zu leben". Und wenn man auf ein "erfülltes" Leben zurückblickt, ist es vermutlich noch selbstverständlicher, "natürlich" zu sterben und dafür keine andere "Lösung" zu suchen. Wobei es sicher auch Schmerzen und Leiden gibt, die Menschen zum "Abkürzen" treiben.

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          Es kommt wohl sehr auf die Einstellung an, da gebe ich dir Recht.
          Meiner Schwester (morgen ist sie 4 Jahre tot) war alles peinlich. Sie ließ sich sogar im Krankenhaus nur von uns füttern. Zu keinem Zeitpunkt konnte sie sich mit ihrem Zustand in irgendeiner Form arrangieren.
          Dadurch war sie in ihren letzten Lebensjahren sehr unglücklich.
          Ich hoffe, wenn ich mal dran bin, dass ich nicht ähnlich reagiere.

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            Oh. Das ist jetzt natürlich ein "blödes Timing".

            Du kennst Dich doch und kannst belastbare Vermutungen über Dein künftiges Verhalten anstellen.

            Klar wirst Du vermutlich mit dem Schicksal hadern, wenn es Dir "richtig schlechte Karten" gibt - aber ich habe von Dir schon den Eindruck, dass Du nach einer gewissen "Rebellion" gegen die Umstände auch den Punkt erkennen kannst, wo eine Änderung einfach nicht mehr in Deiner Hand liegt, und dass Du Dich dann eher arrangierst als Dich "aufzugeben" und (dauerhaft) zu hadern.

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              Ich denke auch, dass ich eher der Arrangiertyp bin; warten wir es ab. Man weiß nie, in welche Lage man mal kommt.
              Ich rege mich eigentlich immer mehr auf, wenn es um meinen Mann geht , als wenn es mich selbst trifft.

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                Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                IIch rege mich eigentlich immer mehr auf, wenn es um meinen Mann geht , als wenn es mich selbst trifft.
                Hm. Kennst Du seine "Maßstäbe"? Kannst Du die akzeptieren? Ich halte Deinen Mann in Bezug auf gesundheitliche "Probleme" auch für ziemlich "arrangeirfähig".

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                  Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                  (...) Ich rege mich eigentlich immer mehr auf, wenn es um meinen Mann geht , als wenn es mich selbst trifft.
                  Das kann ich absolut verstehen. Denn hier geht es nicht um Deinen Mann, sondern um Dich und Deine Gefühle für ihn. Du liebst ihn und möchtest, dass ihn nichts Übles trifft. Du leidest mit ihm mit, aber vielleicht auch stellvertretend für ihn. Beachtenswert wäre, ob die Grenzen zwischen Dir und Deinem Mann verschwimmen.

                  Eine Frage könnte z.B. sein, wo leidest Du an einer tatsächlichen krankheitsbedingten Sache mit ihm, weil Du ihn liebst und wo leidest Du schon mal vorsorglich (weil Deine Phantasie mit Dir durchgeht), und wo leidest Du, weil die Grenzen zwischen Euch = Ich und Du verschwommen sind und dadurch so viel Wir entsteht, das es Dir nicht gut tut.

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                    Mistral, du stellst sehr überlegenswerte Fragen........
                    aaaaaaaber, wenn ich ganz ehrlich bin, und das bin ich, das ist ein absolut egoistisches Mitleiden, weil ich nicht möchte, dass er stirbt, weil ich dann alleine bin.
                    Natürlich möchte ich auch nicht, dass er leidet, das ist klar; aber das ihn nicht verlieren wollen steht, glaub ich, im Vordergrund.

                    In wieweit mein Mann arrangierfähig ist, FirstSunshine, ich weiß es nicht. Ich befürchte, dass er vieles für sich behält, um mich nicht zu belasten. Er weicht da meist sehr geschickt aus.

                    Allerdings habe ich arge Befürchtungen für den Fall, dass ich sterbe. Er sagt immer, dass er dann auch stirbt (????). Auf meinen Hinweis, dass das wohl nicht so geht, sagt er dann: Du wirst schon sehen!
                    Ich habe das bereits seiner Schwester mitgeteilt, damit sie dann auf ihn aufpasst.

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                      Das tut mir leid für dich.

                      Ich finde es allerdings gut, in einem Hospiz zu sterben, würde ich später auch lieber, als zu Hause. Ich hab das bei meiner Schwiegermutter erlebt, die zu Hause gestorben ist und der Leichengeruch erst nach über einem Jahr weg war. Das würde ich niemandem antun wollen. - Im Hospiz dagegen kümmern sich Menschen um einen, die mit dem Tod tagtäglich zu tun haben und viel professioneller damit umgehen können, als nächste Angehörige. Außerdem wissen die auch, wann man wirklich tot ist.

                      Ich finde, dass du dich nicht mit ihr und ihrem Alter vergleichen solltest, weil ich glaube, dass dich das nur runter zieht.

                      Es kann allerdings nicht schaden, sich zu informieren. Meinen Eltern habe ich neulich ein Merkheft, das lag bei meinem Anwalt herum, gegeben, was man tun muss, wenn ein naher Angehöriger stirbt. Das haben sie sehr gern angenommen und wohl auch gelesen. War einfach, aber direkt geschrieben. Ein Testament haben meine Eltern auch. Finde ich auch gut, habe selbst auch eines, damit unter den Hinterbliebenen kein Streit aufkommt.

                      Sicher kann man sich verrückt machen, wenn man älter wird, aber sollte man das wirklich oder lieber jeden Tag genießen? Ich finde genießen schöner, als sich verrückt zu machen.

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                        Marys Tod zieht mich nicht runter. Aber ein wenig traurig darf ich sicher sein? Ich mochte sie gerne, und es tut mir leid, dass es sie so früh erwischt hat.
                        Da kommen halt Gedanken hoch, die wollen gedacht werden und nicht in irgend eine Ecke gedrängt werden.
                        Wenn sie fertig gedacht sind, ziehen sie von dannen, wie die Wolken, auf einer von ihnen sitzt vermutlich Mary, und ich höre ihr hell klingendes Lachen....

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                          Mein Beileid, Bonny!

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                            Lieben Dank, Maika; soo eng waren wir nicht mehr, aber trotzdem.
                            Ich stehe halt immer wieder unfassbar erstaunt da, wenn Menschen sterben, die ich gut gekannt habe und von denen ich weiß, wie gesund sie gelebt haben.
                            Dass die dann sterben und ich krauche mit meinen ganzen Erkrankungen und kaputten Knochen immer noch hier herum, ich weiß ja auch nicht, womit das zusammenhängt.

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                              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                              Ich stehe halt immer wieder unfassbar erstaunt da, wenn Menschen sterben, die ich gut gekannt habe und von denen ich weiß, wie gesund sie gelebt haben.
                              Warum? - Kannst du nicht glauben, dass der Tod und wann er kommt nichts mit der Ernährung oder mit dem Lebensstil zu tun haben?

                              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                              Dass die dann sterben und ich krauche mit meinen ganzen Erkrankungen und kaputten Knochen immer noch hier herum, ich weiß ja auch nicht, womit das zusammenhängt.
                              Weil deine Zeit noch nicht gekommen ist. Freu dich!

                              Wenn die Sanduhr durchgelaufen ist, ist sie durchgelaufen. Daran ändern Ernährung und Lebensstil auch nichts. Oder anders ausgedrückt, wenn es so sein soll, dann soll es so sein.

                              Natürlich kann das plötzliche Ende eines Lebens für die Hinterbliebenen sehr schmerzlich und traurig sein und manchmal auch erlösend. Das liegt am Mensch-Sein. Die Seele des Verstorbenen ist aber, so glaube ich, an einem Ort, wo sie frei ist, frei von allem Irdischen und da geht es ihr sicherlich besser als hier.

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                                Ja, Condor, im Grunde genommen bin ich überrascht, dass man auch mit einem total gesunden Lebensstil früher sterben kann als mit meinem ungesunden (zumindest, was das Rauchen angeht.)
                                Allerdings habe ich ja in der Familie die Erfahrung gemacht, dass man mit ungelösten, herumgeschleppten psychischen Problemen offenbar dem Tod schneller nah kommt, als die meisten meinen.
                                Ich hab ja so viele Erkrankungen, dass im Grunde genommen jede meinen frühzeitigen Tod auslösen könnte. Man sagt aber auch, dass eine Tasse mit Sprung länger hält als eine nicht angeschlagene.

                                Dass ich einen kleinen und manchmal größeren Sprung in der Schüssel habe, habt ihr ja sicher schon gemerkt.

                                Ein Prost auf ein langes Leben!

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