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    #31
    Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen
    Sie bringen also etwas. Nur mein Selbstwertgefühl wurde dadurch noch nicht nachhaltig gestärkt. Vom Kopf her weiß ich was ich tun muss und mache ich auch. Nur das Gefühl mag sich (vielleicht noch) nicht einstellen.
    Was du nicht erwähnt hast, aber vielleicht trotzdem tust: In kleinen Schritten immer wieder das tun, was dir Angst macht, was dich herausfordert.
    Das hat mir am meisten gebracht. Ging allerdings auch nicht von heute auf morgen, auch nicht von einem Monat auf den anderen.

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      #32
      @ Bewusstsein

      Da du einen Therapeuten suchst (wenn du noch keinen gefunden hast), schau nach einem, der "dich an der Seele packt" und dir dabei hilft die Türen und Tore (den Panzer) zu deinen Emotionen(deinem Unbewussten) zu öffnen. Um das zu erreichen, kannst du eine reine Verhaltenstherapie von vorneherein ausschließen.

      Vor allem sollte es dir unwichtig sein, zu wissen, nach welchen Formaten oder mit welchen Methoden er arbeitet. Es geht dir ja nicht darum die Wirkungsmacht einer Methode oder eines Formats (an dir) zu bestätigen, sondern darum, dass du mit dir selbst besser zu Rande kommst. Dass heisst im Klarttext: dich auf deinen Therapeuten einzulassen und mit seiner Hilfe deinen Panzer zu brechen oder aufzulösen.

      Es ist/sind nicht die Bezeichnungen der Arbeitsmethode(n) des Therapeuen, die dir hilft/helfen, sondern DAS, was in DEINER Therapie IN DIR in Bewegung kommt. Wenn du sämtliche bewährten und dir bislang unbekannten Methoden oder Formate ausprobieren willst, wird dir keine Zeit mehr bleiben, um DAS überhaupt einmal zu sammeln, was du dabei für dich herausgefunden hast, geschweige denn zu wählen, welchen Weg du denn jetzt einschlagen solltest.
      Dein Therapeut ist "nur" dein Begleiter, du - bitteschön - bist der, welcher arbeitet und wer sich "verändern" will.

      Wer deinen vorletzten Beitrag liest, kommt nicht umhin festzustellen, dass du (und du weisst das) deine Probleme ausschießlich über den Kopf zu lösen trachtest. Es wird Zeit, dich ernsthaft (und für einmal ausdauernd) mit deinen Emotionen und Motiven auseinander zu setzen.
      Wie das geht, wirst du anhand von nachhaltigen Erfolgen merken ... und die stellen sich nur ein, wenn du "wirklich" an dir arbeitest, dich sozusagen "renovierst" und nicht bloß neue Tapeten auf die alten kleisterst.

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        #33
        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        @ Bewusstsein

        Da du einen Therapeuten suchst (wenn du noch keinen gefunden hast), schau nach einem, der "dich an der Seele packt" und dir dabei hilft die Türen und Tore (den Panzer) zu deinen Emotionen(deinem Unbewussten) zu öffnen. Um das zu erreichen, kannst du eine reine Verhaltenstherapie von vorneherein ausschließen.
        Habe extra einen Therapeuten gesucht, der Verhaltenstherapie praktiziert. Naja, dass lässt sich jetzt auf die Schnelle auch nicht mehr ändern.

        Ich habe nächste Woche das erste Gespräch und werde versuchen es gleich auf den Punkt zu bringen, so wie du es oben beschrieben hast.
        Es ist für meine nachhaltige Veränderung tatsächlich wichtig, den verkrusteten Panzer aufzubrechen und zu schauen, was da in meinem Innersten ist.
        Bei dem Gedanken beschleicht mich allerdings ein ziehmlich ungutes Gefühl in der Bauchgegend. Da brauche ich schon jemand dem ich vertrauen kann und der mich auf diesem Weg begleitet.

        Wenn der Therapeut auf meinen Wunsch nicht eingeht, werde ich mir gleich jemand anderen suchen, statt meine Zeit zu verplempern.


        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        Dein Therapeut ist "nur" dein Begleiter, du - bitteschön - bist der, welcher arbeitet und wer sich "verändern" will.
        Scheint einer deiner Lieblingssätze zu sein. Das ist mir schon klar. Der Arzt macht mich nicht gesund. Der Genesungs- und Heilungsprozess findet in mir statt und es liegt an mir das notwendige dafür zu tun.

        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        Es wird Zeit, dich ernsthaft (und für einmal ausdauernd) mit deinen Emotionen und Motiven auseinander zu setzen.
        Wie das geht, wirst du ....
        Meiner Emotionen bringen mich völlig durcheinander. Ich habe verlernt meine Gefühle richtig zu deuten und ihnen zu vertrauen. Mein Verstand und meine Gefühle scheinen, doch öfters als mir lieb ist, in unterschiedliche Richtungen zu gehen.

        Zum Beispiel beim Thema Beziehung. Ich denke, dass es mal wieder an der Zeit wäre eine Beziehung einzugehen. Ich stelle es mir schön vor, mein Leben mit einem anderen Menschen zu teilen. Dann lerne ich eine Frau kennen, habe die Möglichkeit dazu und mein Gefühl sagt gleich: Nein nein lieber BewusstSein, eine Beziehung ist gefährlich, lass mal lieber die Finger davon und lebe weiterhin für dich. Dein Leben läuft doch gerade gar nicht so schlecht.
        Erst wenn ich alles hinschmeiße, beruhigt sich mein Körper wieder. Ich kann wieder ruhig schlafen, habe wieder Appetit und das Gedanken-Gefühlskarusell hat ein Ende.

        Das war jetzt wirklich nur als Beispiel gedacht.

        Höre ich auf mein Gefühl, dann lenkt es mich in eine andere Richtung, in die ich eigentlich will. Das ist doch paradox.
        Oder lenkt es mich doch in die richtige Richtung und dass was ich denke, dass das Richtige für mich wäre, ist verkehrt?

        Was stimmt nun Gefühl oder Gedanke?

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          #34
          Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen


          Meiner Emotionen bringen mich völlig durcheinander. Ich habe verlernt meine Gefühle richtig zu deuten und ihnen zu vertrauen. Mein Verstand und meine Gefühle scheinen, doch öfters als mir lieb ist, in unterschiedliche Richtungen zu gehen.

          Erst wenn ich alles hinschmeiße, beruhigt sich mein Körper wieder. Ich kann wieder ruhig schlafen, habe wieder Appetit und das Gedanken-Gefühlskarusell hat ein Ende.

          Das war jetzt wirklich nur als Beispiel gedacht.

          Höre ich auf mein Gefühl, dann lenkt es mich in eine andere Richtung, in die ich eigentlich will. Das ist doch paradox.
          Oder lenkt es mich doch in die richtige Richtung und dass was ich denke, dass das Richtige für mich wäre, ist verkehrt?

          Was stimmt nun Gefühl oder Gedanke?
          Es stimmt beides. Es muß nur wieder zusammengeführt werden. Nehmen wir ein Beispiel:
          Du warst neugierig (Gefühl) und hast in eine Flamme gegriffen, dabei deine Hand etwas angebrannt (schmerzhaftes Gefühl). Dann hast du schnell die Hand zurück gezogen und gelernt (Gedanke), daß Feuer heiß ist und du nicht mehr hineingreifen wirst. Hier ist also alles im Einklang.
          Jetzt kommen aber von allen Seiten "Experten" und erklären, daß du mit deinem Gedanken - Feuer ist heiß und schmerzt - falsch liegst. Sie sagen "versuch es doch noch einmal und du wirst sehen, daß gar nichts passiert". Deine Gedanken sind also falsch oder/und deine Gefühle (Schmerz) sind falsch. Jetzt wirst du dich entscheiden müssen, was eher richtig ist - die Gedanken oder die Gefühle.

          Ich denke mal, du hast dich für die Gedanken entschieden.

          Das ist zwar ein plumpes Beispiel, aber in viele solcher Situationen kommt man im Laufe seines Lebens. Es fängt mit der kindlichen Angst vor z.B. Dunkelheit an, wo einem gesagt wird "ach stell dich nicht so an" (aber man fühlt doch, daß es einem Angst macht) und geht immer so weiter. Kein Wunder also, daß man irgendwann seinen eigenen Gefühlen nicht mehr traut. Wir werden eigentlich dazu erzogen, mehr auf unseren Verstand zu hören und wenn sich das eingespielt hat, verliert man den Bezug zu seinen Gefühlen - vielleicht denkt man sogar, man hätte keine Gefühle.

          Ich könnte mir vorstellen, daß es dir helfen würde, dich selber zu fragen, was dich an z.B. einer Beziehung "abschreckt". Dann stößt du ja automatisch auf deine Gefühle (Angst verletzt, verlassen, betrogen oder sonst was zu werden) und kannst sie wieder mit deinen Gedanken abstimmen: Ja, es besteht das Risiko, daß ich verletzt werde, aber für eine glückliche Partnerschaft gibt es keine Garantie.

          Kannst du damit was anfangen, so von Kopfmensch zu Kopfmensch ?

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            #35
            Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen

            Was stimmt nun Gefühl oder Gedanke?
            Beide "stimmen". Die Frage wäre: was war zuerst da, das Ei oder das Huhn? In deinem Fall (als Beispiel) ist es das Ei.
            Spaß beiseite.


            Wie entsteht ein Gedanke?

            Zuerst gibt es einen Impuls (eine Ursache). Dazu "entsteht" ein Gefühl (ein Gefühl das schon vorhanden ist, wird aufgerufen). Die Wahrnehmung reagiert auf den Impuls und das Gefühl zum Impuls und "macht sich ein Bild von dem, was sinnlich wahrgenommen und emotional dazu gefühlt wird".
            Die Reflexion "schaltet sich ein" und analysiert, katalogisiert und wertet das Bild. Durch die Wertung werden erneut bezügliche Gefühle aufgerufen, die das Denken und ergo die Wertung wiederum beeinflussen. Dazwischen funkt auch noch die Phantasie und wirkt ihrerseits auf die Wahrnehmung und die damit einhergehenden Gefühle ....

            Alles wiederholt sich interaktiv und "ent-wickelt" sich ... und das ein Leben lang.

            Die einzige Ausnahme ist der Schlaf/Traum, auf den das Bewusstsein keinen direkten Einfluß hat. Nichtsdestoweniger können der Schlaf und der Traum durch "Wahrnehmungen" beeinflusst werden (Berührung, Geruch usw.)

            Beides stimmt also.

            Doch dieser theoretische Zinnober hilft dir nicht weiter, genau wie deine Frage.

            Erst wenn ich alles hinschmeiße, beruhigt sich mein Körper wieder. Ich kann wieder ruhig schlafen, habe wieder Appetit und das Gedanken-Gefühlskarusell hat ein Ende.
            Dann"schmeiss das hin", was dich an diesem guten Zustand stört ... nämlich deine Denkspiralen.
            Der Genesungs- und Heilungsprozess findet in mir statt und es liegt an mir das notwendige dafür zu tun.
            Punkt.

            Dann denke (brüte) weniger und handle umso mehr!
            Denke nicht dein Leben, sondern lebe es und lerne von ihm.

            Wenn du auf die Schnauze fällst, heisst das nicht, dass du alles falsch gemacht hast und die Methode nichts taugt. Es heisst lediglich, dass du einmal keinen Erfolg hattest. Es heisst nicht, dass du beim zweiten Mal auch keinen haben wirst. Es heisst auch nicht, dass du beim zweiten Mal Erfolg haben wirst.
            Und es heisst nicht, dass die Chance besteht, dass du beim zweiten Mal Erfolg haben könntest. Das findest du erst dann heraus, wenn du etwas tust.
            Und selbst dann, wenn du zum zehnten Mal reingefallen bist, wirst du nicht verbindlich wissen, ob es beim elften oder achzehnten Mal dann doch endlich klappen könnte.

            Wenn du (bildlich) fällst, heisst das lediglich, dass du "gefallen bist". Steh auf und geh weiter, anstatt liegen zu bleiben und dein Ziel aus den Augen zu verlieren, ... weil du unnützerweise darüber nachdenkst, ob du jetzt über den rechten oder den linken Fuß gestolpert bist, oder doch vielleicht über den blöden Stein da, oder .... ??

            Wir alle tun unser Leben lang Dinge, die uns nicht gelingen. Bei weitem nicht alle bleiben liegen, wenn sie gefallen sind.

            Das Leben wird nach vorne gelebt, nicht auf der Stelle. Wenn du an deinem Etappenziel angekommen bist, hast du reichlich Zeit rückwärts zu schauen und dir auf die Schulter zu klopfen: "gut gemacht!" ... und danach die nächste Etappe anzupeilen.

            Ich weiss nicht mehr wer es gesagt hat, es geht etwa so:
            Wer dauernd im Kreis geht, übersieht, dass er sich selbst vor und sich selbst hinter sich hat. Eigentlich könnte er sich selbst in den Hintern treten.

            lG

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              #36
              Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigen
              Ich denke mal, du hast dich für die Gedanken entschieden.
              Aber nur um eine Erklärung für dieses Gefühlswirrwarr zu finden. Andere schaffen es doch auch, eine erfüllende Beziehung einzugehen. Bei mir ist Beziehung immer mit Angst verbunden.

              Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigen
              Ich könnte mir vorstellen, daß es dir helfen würde, dich selber zu fragen, was dich an z.B. einer Beziehung "abschreckt".
              Keine Kontrolle zu haben, dem anderen Emotional ausgeliefert zu sein, verlassen zu werden und diesen Schmerz ganz allein aushalten zu müssen.

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                #37
                Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen
                Aber nur um eine Erklärung für dieses Gefühlswirrwarr zu finden. Andere schaffen es doch auch, eine erfüllende Beziehung einzugehen. Bei mir ist Beziehung immer mit Angst verbunden.



                Keine Kontrolle zu haben, dem anderen Emotional ausgeliefert zu sein, verlassen zu werden und diesen Schmerz ganz allein aushalten zu müssen.
                Hi BewusstSein,

                schön wieder von dir zu lesen, ich hoffe, dir geht es gut.

                Angst haben und es trotzdem tun - das ist ein Satz, der eigentlich alles aussagt. Du hast ohnehin keine Kontrolle, das ist nur etwas, das uns Sicherheit suggeriert.

                In einer Beziehung läßt man sich gegenseitig emotional aufeinander ein, ist aber nicht ausgeliefert - das wäre ja schrecklich .

                Wenn du verlassen wirst, wirst du den Schmerz ganz allein aushalten können. Vertrau darauf, daß du es überstehen wirst.

                Wie würde die Alternative aussehen? Ich hörte von einer Person, daß sie nichts im Leben bereut, außer die verpassten Gelegenheiten, die sie aus Angst ausgeschlagen hat. Die Alternative wäre immer allein zu bleiben und wenn du jetzt schon "Sehnsucht" nach einer Beziehung hast, ist immer ziemlich lang.

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                  #38
                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen

                  Dann"schmeiss das hin", was dich an diesem guten Zustand stört ... nämlich deine Denkspiralen.
                  Punkt.
                  Der einzigste Grund, warum ich mit dem Meditieren angefangen habe. Ich habe es gar nicht mehr mitbekommen, wenn ich mich mal wieder in so einer Sinnlos-Spirale befunden und mal wieder versucht habe, alles auf Verstandes (oder besser Fantsieebene) zu ergründen.


                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Denke nicht dein Leben, sondern lebe es und lerne von ihm.
                  Mach ich auch immer öfters. Und ich muss sagen, das positive Gefühl überwiegt dabei. Ich hätte die letzten drei Jahre nicht so viel erlebt, wenn ich mein Leben nicht leben würde .

                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Wenn du auf die Schnauze fällst, heisst das nicht, dass du alles falsch gemacht hast und die Methode nichts taugt. Es heisst lediglich, dass du einmal keinen Erfolg hattest.
                  Wenn du (bildlich) fällst, heisst das lediglich, dass du "gefallen bist". Steh auf und geh weiter, anstatt liegen zu bleiben und dein Ziel aus den Augen zu verlieren
                  Für mich ist es ein Gefühl, versagt zu haben. Es schmerzt mich immer viel zu sehr, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie ich es mir vorstelle. Ich nehme mir soetwas einfach zu sehr zu Herzen.
                  Inzwischen habe ich zumindest aufgehört noch zusätzlich auf mir rumzuhacken, sondern ich mache mir Mut und versuche es nochmal, zumindest bei den "kleinen" Dingen des Lebens.
                  Beim Thema Beziehung fehlt mir einfach noch der Mut um gegen meine Angst anzukommen.

                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Das Leben wird nach vorne gelebt, nicht auf der Stelle.
                  Aber mit den Narben der Vergangenheit. Und diese Narben an der Seele sind nicht mit den kleinen körperlichen Narben zu vergleichen. Auch wenn immer wieder dieser verniedlichende Vergleich mit den juckenden Narben gezogen wird.

                  Ich habe das Gefühl, es gibt Dinge, die tun echt ein Leben lang weh und man kann nur versuchen diesen schmerzauslösenden Faktoren aus dem Weg zu gehen. Die Konfrontation hat bei mir bisher nur zu erneuten Verletzungen und nicht zur Heilung beigetragen.

                  Ich gehe jetzt einfach mal in eine andere Richtung, welche mir gut tut. Ich muss Kraft sammeln um mich neuen Herausforderungen (und auch meinen Ängsten) stellen zu können. Ich kann nicht die ganze Zeit weiterkämpfen, obwohl der Akku eigentlich schon seit langer Zeit auf Reserve ist.

                  Momentan macht mir auch die Krankheit und die damit verbundene Medikation zu schaffen. Das kostet ganz schön Kraft.

                  Mit dem Therapeuten habe ich ein sehr offenes Gespräch geführt. Wir sind anschließend übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Kognitive Verhaltenstherapie für mich nicht das Passende ist. Jetzt weiß ich das zumindest auch.

                  Für mich klang Verhaltenstherapie in Bezug auf soziale Ängste immer als ein ganz vernünftiges Mittel.
                  Ich dachte, dass durch die andere (vom Therapeuten vorgeschlagene) Herangehensweise an meine Probleme und die daraus hervorgehenden Erkenntnisse, meine Sicht und mein Gefühl für das Leben, sich verändern würden. Ganz pragmatisch eben.

                  Nun denn, ich kann kaum noch die Augen offen halten und fange schon wieder an im Kreis zu denken. Zeit für heute das Schreiben aufzuhören.

                  Gut´s Nächtle

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                    #39
                    Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen
                    Für mich ist es ein Gefühl, versagt zu haben. Es schmerzt mich immer viel zu sehr, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie ich es mir vorstelle. Ich nehme mir soetwas einfach zu sehr zu Herzen.
                    Vorstellungen sind Phantasiegebilde, die sich aus Wünschen entwickeln. Vorstellungen sind mit sehr viel Vorsicht zu genießen, da sie sich "in uns festsetzen können" (mithilfe der Hoffnung) und wir schließlich "glauben", dass es so und nicht anders laufen wird. Die Vorstellungen wird zur "Vorab-Realität", das heisst, dass wir nicht mehr "nur daran glauben" dass es so geschehen wird, wir benehmen uns, als wüsten wir schon, dass es sein wird.

                    Die Ent-Täuschung ist dann umso größer, je größer und stärker die Vorstellung war. Die Vorstellung war eine Täuschung, die wir uns selbst zuzuschreiben haben, ... weil wir willig und bequem "daran geglaubt hatten".
                    Wenn es dann schief ging neigen wir dazu, unserer Ent-Täuscung noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen: wir werten es als Versagen und machen uns dadurch zum Versager.
                    Dass wir nicht versagt haben, leuchtet uns nur schwer ein. Wir verstehen und akzeptieren auch nicht, dass "wir uns durch falsche oder schnelle und bequeme Lösungs-Vorstellungen selbst in diese Versager-Rolle hinein manövriert haben. Es fällt uns makabrerweise leichter, uns in die Opfer-Rolle, bzw. die Leidens-Rolle hineinzuleben, ... wozu? ... damit wir vielleicht weiter leiden können? ... weil wir es gewohnt, nur als Leidende die Aufmerksamkeit zu bekommen, von der wir glauben, dass sie uns gut tut.
                    Fakt ist jedoch, dass die erhaltene Aufmerksamkeit lediglich das Bedürfnis nach mehr oder andauernder Aufmerksamkeit zementiert. Die Aufmerksamkeit per se tut nämlich rein gar nichts, um meine Lage zu verbessern.

                    Du hast "keinen Respekt vor dir selbst" , weil du deine "guten" Seiten dauernd mit den "schlechten" auf die Waage legst und vergleichst.
                    Vielleicht legst du auf der Platte mit den "schlechten Seiten" noch die Hand dazu, damit die "schlechten Seiten" auch genug Schwere erhalte um dich mit Gewißheit auch unten zu halten.

                    !!!
                    Nebenbei sind es vor allem deine Vorstellungen, die an der Entstehung deiner Ängste maßgeblich beteiligt sind ... und die sie üppig nähren. !

                    Aber mit den Narben der Vergangenheit.
                    Narben sind Überreste von verheilten Verletzungen. Sie sind an sich nicht mehr gefährlich. Gefährlich wird es nur, wenn du noch heute (nach Jahren) noch immer die Verletzung im Auge hast ... und nicht die Narbe. Die Narbe sollte dir sagen, dass "es vorbei ist". Wenn es nicht so wäre, wäre es noch eine offene Wunde. Die jedoch ist verheilt. es sind ergo "nur" deine Vorstellungen an das, was "vorher" war, deine Erinnerungen, mit denen du im Gegensatz zu deinen Narben, nicht hast abschließen wollen.
                    Mach einen Strich darunter. Es war so. Vergangenheit. Es ist nicht so. Gegenwart. Wenn es nicht mehr so ist, wird es auch nicht mehr so sein. Zukunft.
                    Und wenn du das auch nicht hinkriegst, dann "tu so als ob du es hingekriegt hättest" und genieße das Gefühl, das dich dabei (wenn du es wirklich so tust) überkommt. Lebe und genieße jedesmal dieses Gefühl, wenn du merkst, dass du wieder auf dem Weg in die Spirale bist. Das Gefühl wird dir dabei helfen, nicht einzusteigen.

                    Ich habe das Gefühl, es gibt Dinge, die tun echt ein Leben lang weh und man kann nur versuchen diesen schmerzauslösenden Faktoren aus dem Weg zu gehen. Die Konfrontation hat bei mir bisher nur zu erneuten Verletzungen und nicht zur Heilung beigetragen.
                    Siehe meine Zeilen davor.

                    dir auch eine gute Nacht



                    Noch eine persönliche Anmerkung:

                    Manchmal werde ich noch ein klein bisschen traurig wenn ich beispielsweise sowas, wie das hier lese.
                    Mit dem Therapeuten habe ich ein sehr offenes Gespräch geführt. Wir sind anschließend übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Kognitive Verhaltenstherapie für mich nicht das Passende ist. Jetzt weiß ich das zumindest auch.
                    Warum werde ich dann traurig? Weil Menschen wie du offenbar einen Titel mit Kittel brauchen um etwas zu glauben, was man ihnen sagt und erklärt. Nächstens werde ich hier dann auch meinen Kittel anziehen und mit einem Titel wedeln. Vielleicht glaubst du mir es dann sofort und brauchst nicht nochmal einen anderen Kittel zu strapazieren, um von ihm dasselbe zu hören.
                    Zitat von Shepherd
                    Da du einen Therapeuten suchst (wenn du noch keinen gefunden hast), schau nach einem, der "dich an der Seele packt" und dir dabei hilft die Türen und Tore (den Panzer) zu deinen Emotionen(deinem Unbewussten) zu öffnen. Um das zu erreichen, kannst du eine reine Verhaltenstherapie von vorneherein ausschließen.
                    Warum glaubst du (und vielleicht noch einige andere), sitze ich hier vor der Glotze und verbringe Zeit, um mich mit dem auseinander zu setzen, was dich bewegt und dir nach bestem Wissen und Gewissen einiges mit auf den Weg zu geben? Weil ich sonst nicht zu tun hätte? Weil ich mich nur profilieren will? Vielen Dank auch.
                    Zuletzt geändert von Shepherd; 27.10.2013, 21:49.

                    Kommentar


                      #40
                      Hallo Chrysothemis,

                      Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigen
                      In einer Beziehung läßt man sich gegenseitig emotional aufeinander ein, ist aber nicht ausgeliefert - das wäre ja schrecklich .
                      Ich bin nicht ausgeliefert, fühle mich aber ausgeliefert. Der andere geht und ich muss anschließend den Schmerz aushalten. Es kümmert den anderen in dem Moment überhaupt nicht was ich empfinde. Diesbezüglich fühle ich mich dem anderen ausgeliefert.

                      Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigen
                      Wenn du verlassen wirst, wirst du den Schmerz ganz allein aushalten können. Vertrau darauf, daß du es überstehen wirst.
                      Ich weiß aus Erfahrung, dass ich das aushalten kann. Ich habe die Situation ja auch wieder und wieder erlebt. Immer bin ich der Verlassene.

                      Die andere Seite ist die, ob ich das immer wieder erleben will. Das ist ja eine richtig extreme Situation. Nicht mal nur die, als ob ich mal nur kurz Bauchschmerzen oder Kopfweh habe.

                      Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigen
                      Die Alternative wäre immer allein zu bleiben und wenn du jetzt schon "Sehnsucht" nach einer Beziehung hast, ist immer ziemlich lang.
                      Ein Gedanke, der mir Angst macht. Vielleicht beschäftigt mich das Thema genau aus dem Grund so sehr. Nicht weil ich unbedingt jetzt und sofort eine Beziehung will, sondern weil ich Angst davor habe, dass es vielleicht bei mir nicht mehr klappt.

                      Aber diese Denkerei führt, wie Sheph weiter oben bereits geschrieben hat zu nichts. Einfach mein Leben leben und wenn es denn passieren soll passiert es.

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                        #41
                        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                        Vorstellungen sind Phantasiegebilde, die sich aus Wünschen entwickeln. Vorstellungen sind mit sehr viel Vorsicht zu genießen, da sie sich "in uns festsetzen können" (mithilfe der Hoffnung) und wir schließlich "glauben", dass es so und nicht anders laufen wird.......

                        ...Und wenn du das auch nicht hinkriegst, dann "tu so als ob du es hingekriegt hättest" und genieße das Gefühl, das dich dabei (wenn du es wirklich so tust) überkommt. Lebe und genieße jedesmal dieses Gefühl,
                        Das bekomme ich nicht auf die Reihe. Warum ist die Vorstellung, das Phantasiegebilde einmal so negativ behaftet und beim nächsten mal soll etwas Positives daraus resultieren.

                        Wenn ich so tue als ob, dann entspringt das Ganze doch auch meiner Vorstellung und Phantasie. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, auf die Schnautze zu fallen und enttäuscht zu werden, doch genauso hoch wie bei anderen Gedankenkonstrukten.
                        Und das Schlimme ist, dass ich ja tatsächlich nur so tue als ob, so wie ein Schausspieler und unter der Oberfläche modert es doch noch genauso wie vorher auch. Geht dieser Ansatz nicht doch sehr weit in Richtung Verhaltenstherapie?


                        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                        Es fällt uns makabrerweise leichter, uns in die Opfer-Rolle, bzw. die Leidens-Rolle hineinzuleben, ... wozu? ... damit wir vielleicht weiter leiden können? ... weil wir es gewohnt, nur als Leidende die Aufmerksamkeit zu bekommen, von der wir glauben, dass sie uns gut tut.
                        Fakt ist jedoch, dass die erhaltene Aufmerksamkeit lediglich das Bedürfnis nach mehr oder andauernder Aufmerksamkeit zementiert. Die Aufmerksamkeit per se tut nämlich rein gar nichts, um meine Lage zu verbessern.
                        Das habe ich dank deiner Predigten inzwischen Verstanden. Vom Mitleid der anderen kann ich mir nichts kaufen. Ich will auch gar keine bemitleidenswerte Person mehr sein Punkt.



                        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                        Narben sind Überreste von verheilten Verletzungen. Sie sind an sich nicht mehr gefährlich. Gefährlich wird es nur, wenn du noch heute (nach Jahren) noch immer die Verletzung im Auge hast ... und nicht die Narbe. Die Narbe sollte dir sagen, dass "es vorbei ist". Wenn es nicht so wäre, wäre es noch eine offene Wunde.
                        wenn du merkst, dass du wieder auf dem Weg in die Spirale bist. Das Gefühl wird dir dabei helfen, nicht einzusteigen.
                        In dem Fall habe ich vielleicht die Wunden noch gar nie verheilen lassen. Ich habe sie nur irgendwie abgedeckt, versteckt und dort muffen sie nach wie vor vor sich hin. Und dann tuts einfach extrem weh, wenn ich nochmal genau auf die Stelle eine drauf kriege. Wird Zeit den Verband abzunehmen und Luft dran zu lassen. Wie mache ich das. Zum Aufreißen den Verbandes fühle ich mich zu schwach (ängstlich) und ich habe auch gerade keine Schere (Methode/ Vorgehensweise) parat.


                        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                        Manchmal werde ich noch ein klein bisschen traurig wenn ich beispielsweise sowas, wie das hier lese.

                        Warum werde ich dann traurig? Weil Menschen wie du offenbar einen Titel mit Kittel brauchen um etwas zu glauben, was man ihnen sagt und erklärt.
                        Ich habe dir auch vorher schon geglaubt. Nur wie ich weiter oben geschrieben habe, stand der Termin bereits. Ich hatte so im persönlichen Gespräch nochmal die Möglichkeit, mir ein genaueres Bild von der Verhaltenstherapie zu machen.
                        Ich bin dank deinem Wink auch ziemlich zielstrebig ins Gespräch eingestiegen. Also denk nicht gleich, dass ich dich und deinen Rat nicht ernst nehme, nur weil ich nochmal mit jemand anderem persönlich über das Thema sprechen wollte.

                        Grüßle

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                          #42
                          Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen
                          Das bekomme ich nicht auf die Reihe. Warum ist die Vorstellung, das Phantasiegebilde einmal so negativ behaftet und beim nächsten mal soll etwas Positives daraus resultieren.
                          Weil du zur Zeit (schon eine Weile) darauf verhaftet bist, sozuusagen "ein Versager" zu sein, dem nichts wirklich gelingt, der vor den meisten seiner Unternehmen Angst hat - und - wie aus diesem Beitrag von dir ersichtlich, so "zweifelnd/kritisch" wurde, dass er alles von vorneherein erstmal "weg argumentiert" und dann vielleicht - nachdem er zum y-ten Mal auf die Nase fiel - damit beginnt, sich zu fragen, ob er doch nicht vielleicht unter Umständen einmal "ganz bewusst und gezielt, wegen der "neuen Érfahrung" so tun sollte "als ob" er seine Ziele schon erreicht hätte.
                          Deine Phantasie folgt selbstverständlich dem Ziel, nämlich deiner momentanen Grundeinstellung. Ergo kann sie nur "negativ" sein, bzw. dich durch deine Vorstellungen "dort halten, wo du stehst".
                          Es geht um deine Ziele, nicht um das, wovor du Angst hast. Es sei denn, du hast auch (sogar) Angst vor deinen eigenen Zielen. ?? Das würde heissen, dass du dir im Grund "überhaupt nichts zutraust".

                          Dabei traust du dir doch zu, zum Beispiel mir zu widersprechen (ich sehe mich darin nicht als Maßstab, sondern nur als Beispiel) oder meine Beiträge in Frage zu stellen. Heh!! Da hast du keine Angst, sondern gehst ganz forsch ran. Vielleicht solltest du diesen Elan mal auf deine Entwicklung anwenden. Etwas mehr Dynamik, etwas mehr "Gewalt" im Umgang mit dir selbst. Du behandelst dich wie einen Softi. (Hab ich dir schon mal in anderen Worten gesagt) SO wie du mit dir umgehst, behandelt man auch keinen Mann ... und das willst du doch sein.
                          Du bist es auch, nur scheint es mir, als würdest du den Mann in dir unterdrücken - unbewusst und mit allen möglichen Glaubenssätzen und Entschuldigungs-Erklärungen - z.B. deine "Erklärung" zu den Narben und einiges mehr aus älteren Posts.

                          Wenn ich so tue als ob, dann entspringt das Ganze doch auch meiner Vorstellung und Phantasie. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, auf die Schnautze zu fallen und enttäuscht zu werden, doch genauso hoch wie bei anderen Gedankenkonstrukten.
                          Danke ! DAS ist mal ein treffendes Beispiel, wie man sich eine Vorstellung zusammenbastelt, ... die (folgerichtig zu meinen Ausfürhungen) nur "zweifelnd/kritisch" und "dich selbst runter ziehend" ausfallen kann.
                          Und das Schlimme ist, dass ich ja tatsächlich nur so tue als ob, so wie ein Schausspieler und unter der Oberfläche modert es doch noch genauso wie vorher auch.
                          Weil du es "geschehen" läßt, nicht weil du es selbst und bewusst und "mit Zuversicht" (selbstbewusst und selbstsicher) machst. Da gibt es eine "kleine" Nuance.
                          Geht dieser Ansatz nicht doch sehr weit in Richtung Verhaltenstherapie?
                          Eine Voll-Therapie (oder einer solchen enstprechende Überlegungen) bedient sich Elementen aus allen vorhandenen und wirksamen Schulen und Rand-Disziplinen, so auch Elementen aus der Verhaltenstherapie ... weshalb sie umfassender und gründlicher wirkt ... sofern der Klient mitarbeitet und nicht "alles geschehen lässt", bzw. dem Therapeuten überlässt. Wunder geschehen nur, wenn man sie selbst macht.

                          ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Therapie

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                            #43
                            Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen
                            Hallo Chrysothemis,



                            Ich bin nicht ausgeliefert, fühle mich aber ausgeliefert. Der andere geht und ich muss anschließend den Schmerz aushalten. Es kümmert den anderen in dem Moment überhaupt nicht was ich empfinde. Diesbezüglich fühle ich mich dem anderen ausgeliefert.

                            Ich weiß aus Erfahrung, dass ich das aushalten kann. Ich habe die Situation ja auch wieder und wieder erlebt. Immer bin ich der Verlassene.

                            Die andere Seite ist die, ob ich das immer wieder erleben will. Das ist ja eine richtig extreme Situation. Nicht mal nur die, als ob ich mal nur kurz Bauchschmerzen oder Kopfweh habe.

                            Ein Gedanke, der mir Angst macht. Vielleicht beschäftigt mich das Thema genau aus dem Grund so sehr. Nicht weil ich unbedingt jetzt und sofort eine Beziehung will, sondern weil ich Angst davor habe, dass es vielleicht bei mir nicht mehr klappt.

                            Aber diese Denkerei führt, wie Sheph weiter oben bereits geschrieben hat zu nichts. Einfach mein Leben leben und wenn es denn passieren soll passiert es.
                            Wer hat die Erfahrung noch nicht gemacht?
                            Da gibt es Leute, die nicht ohne Partner leben können und die wirklich fast verrückt werden, wenn sie verlassen werden. Die suchen sich aber ganz schnell eine neue Beziehung. Die fallen ständig wieder auf die Nase, aber sie geben nicht auf.

                            Vielleicht solltest du ganz ehrlich darüber nachdenken, ob du wirklich eine Beziehung willst - ob jetzt oder später, egal. Vielen Singles geht es ja so, daß sie neidisch werden, wenn sie Paare sehen und wenn sie dann irgendwann selbst ein "Paar" sind, fühlen sie sich unglücklich. Es ist nicht die Beziehung, die sie unbedingt wollen, sondern ihre Vorstellung von Beziehung. Manchmal auch der Druck der Umwelt "was, du bist alleinstehend?!?".

                            Ich selbst bin aus Vernunftgründen ein Single. Ich weiß, daß ich in einer Beziehung unglücklich wäre, weil mir das alles zu eng ist und zu zwanghaft. Also entwickelte ich immer Strategien, den anderen so sehr zu nerven, daß er irgendwann die Schnauze voll hatte. Ich sehne mich auch nicht danach, auch nicht, wenn Hundert verliebte Paare um mich sind.
                            Vielleicht bist du ja auch jemand, der eigentlich als Single am glücklichsten ist.

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                              #44
                              Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                              Narben sind Überreste von verheilten Verletzungen. Sie sind an sich nicht mehr gefährlich. Gefährlich wird es nur, wenn du noch heute (nach Jahren) noch immer die Verletzung im Auge hast ... und nicht die Narbe. Die Narbe sollte dir sagen, dass "es vorbei ist". Wenn es nicht so wäre, wäre es noch eine offene Wunde. Die jedoch ist verheilt. es sind ergo "nur" deine Vorstellungen an das, was "vorher" war, deine Erinnerungen, mit denen du im Gegensatz zu deinen Narben, nicht hast abschließen wollen.
                              Hallöchen Shepherd,
                              ich will dir nicht widersprechen, habe dazu aber eine Frage.
                              Ist eine Narbe nicht vielleicht besonders empfindlich? Will heißen, kann sie nicht leicht aufgekratzt werden und von neuem bluten?

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                                #45
                                Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigen
                                Hallöchen Shepherd,
                                ich will dir nicht widersprechen, habe dazu aber eine Frage.
                                Ist eine Narbe nicht vielleicht besonders empfindlich? Will heißen, kann sie nicht leicht aufgekratzt werden und von neuem bluten?
                                Oder es ist so vernarbt, dass dort gar nichts mehr zu spüren ist. Ich denke, beides kann gehen.

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