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Pittis Tage-(Bilder)Buch

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    So schön, mit Euch zu teilen.

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      Sehr stimmungsvolles Bild! Danke für's Teilen!

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        Ich bin noch dabei, langsam und genüsslich, diesen inspirierenden Faden zu entdecken..
        Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
        Du bist doch die Spezialistin für "Fussreflexfotografie"!
        Hier habe ich eben "Flussreflexzonenphotographie" gelesen und fand das sehr sehr schön.

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          Boah, voll erwischt! Genau das hab ich heute jemandem da gelassen, mein Mitleid. Weil ich spontan keine alternativsprache dafür hatte. Eigentlich wollte ich schreiben.. so was wie.. ich sehe dich, ich kann mich in dich einfühlen, weil ich ähnliches erlebt habe, ich bin keine von denen, die dich deswegen anklagen, ich sehe dich als Mensch und Du darfst sein - und es ist natürlich gar nicht an mir, das überhaupt Tu entscheiden, was Du darfst... Dafür hab ich mir nicht die Zeit genommen. Statt dessen dieses 'das tut mir leid'. Warum? Da we're ich nun mal drüber nachdenken.
          Zitat von Pitti Beitrag anzeigen
          [IMG]http://*************/a/img689/1416/v5cv.jpg[/IMG]

          Auch Sprache treibt "Blüten"....

          Durch einen leicht "anderen" Knochen-Bauplan Zeit meines Lebens ist mir durch andere Menschen einiges an Merkwürdigkeiten "passiert"... Das ging von Mitleid über Verachtung, Abwendung, Neugier, auch "Flucht" (wovor auch immer???), vor allem Unsicherheit - die ganze menschliche Palette rauf und runter. Ich habe meinen Umgang damit gefunden.

          Womit ich immer noch nicht klar komme, das ist Mitleid. Ein "Oh, das tut mir leid" oder gar "Du tust mir leid" macht mich immer noch wütend.

          Wer tut hier wem ein Leid, wenn so etwas gesagt wird? Was soll der Quatsch? Da denken andere, das "müsse mir doch weh tun", also gehen sie in ein Schein-Mitgefühl voller Schmerz, und fühlen sich auch noch "gut-menschig"???

          Mir tut nichts weh, außer ich erlebe dieses Mitleids-Gefasel! Dann kriege ich einen schmerzenden Klops im Hals, weil sich jemand selbst Leid kreiert und auch noch meint, ich sei der Auslöser! Und er denkt auch noch, er meint es gut mit mir.... Uahhhh.... Was soll ich damit anfangen? Nichts! Und warum tun die so Denkenden und Redenden sich das selbst an? - Und nichts anderes ist das für mich!

          Fühlen sich Bemitleidete besser, wenn jemand ihretwegen leidet????

          Ich komme drauf, weil ich immer öfter ein "Oh, das tut mir leid" lese/höre. Gar nicht immer in meine Richtung. Aber diese Leid-Kreationen der ach so Mitfühlenden ist für mich üble Kost.

          Auch wenn es (vielleicht.... bestimmt) gut gemeint ist.... Manchmal ist gut gemeint das Gegenteil von gut....

          So. Das musste ich mal schriftlich raushauen.... Mir mal gönnen, meiner Empfindlichkeit Raum zu geben - tun ja andere auch... Pah... (durchatme).

          Sollte ich hier mal jammern wollen/dürfen/müssen, und jemand meint, er mag was dazu da lassen, dann freue ich mich über Fragen. Oder einfach nur Zulesen. Oder ein "Ich sehe dich".... oder auch Mitgefühl. Echtes. Ohne Leiden.

          So. Nun geht's mir besser.

          Da kann ich jetzt glatt noch ein Blüten-Foto hier lassen. Nur so. Aus Spass an der Freude an puren Blüten....

          [IMG]http://*************/a/img853/1603/7pzv.jpg[/IMG]
          Was ist das denn bei Dur, Pitti, wofür wir Mitleid haben könnten und nicht bräuchten?

          Eine ehemalige ArbeitsKollegin hatte mich schon einmal auf dieses Thema sensibilisiert, das fällt mir jetzt wieder ein. Sie fand das Mitleid, das ihr immer wieder entgegenschwappte so doof, dass sie sich folgende Konversation angewöhnt hatte:
          - Mein Vater starb als ich noch ganz klein war
          - Oh, das tut mir leid.
          - Ach DU warst das!!
          Und nach den entsetzten Reaktionen ihrer Gegenüber und herzlichem Lachen beiderseits über den gelungenen Schock, kam sie dann ins Gespräch, über Dinge, die halt einfach so sind.

          Danke, Pitti, für den Aufruf zu Achtsamkeit!

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            Bitte entschuldige die ganzen Vertipper. Touchpads sind doof und ich fürchte ich könnte es nur schlimmer machen, wenn ich da jetzt nochmal beigeh..

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              Zitat von Tar Retaw Beitrag anzeigen
              ...

              Eine ehemalige ArbeitsKollegin hatte mich schon einmal auf dieses Thema sensibilisiert, das fällt mir jetzt wieder ein. Sie fand das Mitleid, das ihr immer wieder entgegenschwappte so doof, dass sie sich folgende Konversation angewöhnt hatte:
              - Mein Vater starb als ich noch ganz klein war
              - Oh, das tut mir leid.
              - Ach DU warst das!!
              Und nach den entsetzten Reaktionen ihrer Gegenüber und herzlichem Lachen beiderseits über den gelungenen Schock, kam sie dann ins Gespräch, über Dinge, die halt einfach so sind.


              Oh, *japs*, die Reaktion Deiner Arbeiskollegin treibt mir gerade die Lachtränen aus den Augen.... Ge-ni-al! - Danke dafür!

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                Zitat von Tar Retaw Beitrag anzeigen
                Boah, voll erwischt! Genau das hab ich heute jemandem da gelassen, mein Mitleid. Weil ich spontan keine alternativsprache dafür hatte. Eigentlich wollte ich schreiben.. so was wie.. ich sehe dich, ich kann mich in dich einfühlen, weil ich ähnliches erlebt habe, ich bin keine von denen, die dich deswegen anklagen, ich sehe dich als Mensch und Du darfst sein - und es ist natürlich gar nicht an mir, das überhaupt Tu entscheiden, was Du darfst... Dafür hab ich mir nicht die Zeit genommen. Statt dessen dieses 'das tut mir leid'. Warum? Da we're ich nun mal drüber nachdenken.


                Was ist das denn bei Dir, Pitti, wofür wir Mitleid haben könnten und nicht bräuchten?
                Ulkig, diesen "alten" Text von mir noch mal zu lesen.... und wundervoll zugleich, weil mich Deine obigen Gedanken und Deine Frage "Was ist das denn bei Dir..." anregen, noch einmal genauer hinzuspüren... Ich lasse die Frage mal in mir wirken.....

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                  Ich sage das auch öfters - und habe noch nie empfunden, dass es falsch war, auch nicht, wenn jemand diesen Satz zu mir gesagt hat.

                  Hmmm, darüber muss ich auch erstmal weiter nachdenken.
                  Denn nicht jeder wird sagen, wenn es ihn stört, denke ich mal? Weil es gesellschaftlich anerkannt ist, diesen Satz von sich zu geben? Und weil ich es, wenn ich ihn sage, nicht als geheuchelt empfinde? Was wäre eine Alternative?

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                    ich sage 'tut mir leid' nur, wenn ich es meine.
                    das bringt manche Verlegenheitspause mit sich - eben weil es viele gesellschaftlich normale Situationen gibt, in denen man den Satz sagen sollte - und ich halt den Mund halte

                    @Pitti, das Schwanenbild ist toll!!!

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                      Zitat von Anke56 Beitrag anzeigen
                      Ich sage das auch öfters - und habe noch nie empfunden, dass es falsch war, auch nicht, wenn jemand diesen Satz zu mir gesagt hat.

                      Hmmm, darüber muss ich auch erstmal weiter nachdenken.
                      Denn nicht jeder wird sagen, wenn es ihn stört, denke ich mal? Weil es gesellschaftlich anerkannt ist, diesen Satz von sich zu geben? Und weil ich es, wenn ich ihn sage, nicht als geheuchelt empfinde? Was wäre eine Alternative?
                      Wenn es nicht als geheuchelt gesagt wird, dann braucht "es" vielleicht keine Alternative....

                      Hm.... Noch mal rein-spüre...

                      Wenn "tut mir leid" so gesagt und gemeint ist, also aus dem "gesellschaftlich anerkannten Floskel-Topf" gefischt wird, dann beißt mich das kaum.... Zeigt mir über den "Fischer", dass er in der Begegnung mit mir sich an Floskeln bedient - warum auch immer.... das verbuche ich als freundliches (wohlwollendes?) "Bla-bla" *nichtbösegemeint*

                      Wenn mir jemand auf die Füße latscht, das mit einem "Huch, tut mir leid" kommentiert, dann hat es für mich die Bedeutung, dass jemand mir gerade aus Versehen einen Schmerz bereitet hat, es gemerkt hat und mir signalisiert, dass es nicht von ihm beabsichtigt war. Auch gut!

                      ... Die Formulierung "tut..." macht für den "Sager" irgendwas Aktives....

                      Wenn ich über einen aktuellen eigenen Schmerz kommuniziere, und jemand mit theatralischem "tut mir leid" kommt, dann fängt es für mich an zu quietschen... und ich bin völlig irritiert.... Wieso tut mein Schmerz ihm ein Leid? Tue ich ihm ein Leid? .... und ein "Tut mir leid für dich" macht es auch nicht besser. Wieso tut mein Schmerz ihm ein Leid - und dann auch noch "für" mich? -

                      Irgendwie unterscheide ich in meiner Irritation wohl "Leid" und "Schmerz".
                      Mein Schmerz ist mein Schmerz ist mein Schmerz.
                      Ihn einfach pur zu fühlen ist für mich kein Leid. Im Gegenteil, ihn pur fühlen ist schon ein Heilungs-Prozess, quasi mittendrin...

                      Ihn nicht haben wollen, das macht es für mich leidvoll. So als wenn die Bezeichnung "Leid" etwas aus dem Schmerz macht, was da gar nicht hingehört....

                      Würde ich Schmerz als auch vom anderen nur als Schmerz wahrgenommen fühlen, dann hätte er die Chance, durch das Durchfühlen in die Heilung zu kommen. Ihn als "Leid" zu benennen, wird ihm, dem Schmerz nicht gerecht, verhindert sein So-Sein... und macht den Heilungsprozess fast kaputt....
                      So wird für mich aus gut gemeintem "Floskel-Blabla" etwas völlig Unpassendes....

                      Und kommuniziere ich über Vergangenes - so wie im obigen Beispiel sogar "nur" als Fakt, das z. B. in meiner Vergangenheit jemand gestorben ist, und jemand macht im Gespräch "tut mir leid", also "Leid" daraus, wird der möglicherweise längst abgeschlossene Heilungsprozess auf Leid reduziert, was so, im Schmerz-Bewältigen, vielleicht gar nicht stattgefunden hat.

                      Ich merke beim Schreiben gerade, dass "tut mir leid" unglaublich vielschichtig ist.... und je nach Absicht des Aussprechens völlig verschiedene Bedeutung hat/haben kann.

                      So weit erst mal....
                      Könnt ihr mit meinen Gedanken etwas anfangen?

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                        Gerade hat sich in mir ein Bild "nachgeschoben"....

                        Seelen-Bild auf "Kinder"-Ebene...

                        Ein Kind ist hingefallen, hat sich das Knie aufgeschürft, es blutet ein bisschen, tut weh, und das Kind weint - weil's gerade weh-tut!
                        Ein elterliches (gern wortloses) "In-den-Arm-nehmen" und trösten würdigt den Schmerz, und der Körper entwickelt in ziemlicher Schnelle eine Heilungsschicht und eine Kruste darüber...
                        Ein immer wieder "Befummeln" des Knies, Abkratzen der Kruste, macht Leid daraus, stört den Heilungsprozess....

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                          Noch etwas "ploppt zum Thema gerade hoch.... eine Erinnerung....

                          Meine Neffe, wohl damals ca. 5jährig, hatte sich beim Spielen den Fuß "verdreht" und schrie über den Schmerz wie am Spieß.
                          Mein Schwager kam aus dem Haus geschossen, schon mit "Tod und Teufel" rechnend, fand seinen Sohn schreiend vor, konnte aber nichts Gebrochenes oder Blutendes sehen und reagierte sau-wütend. Er schimpfte lauthals, er, der Kurze, solle sich nicht so anstellen, so ein Geschrei wegen "Nichts".... Und der Kurze schrie immer lauter und lauter, sagte, er könne nicht mehr auftreten, sein Papa solle ihn tragen. "Du gehst selber! Da ist nichts" war dessen Antwort. Kein Trost, kein Tragen, buchstäblich "nichts". Der Kurze war darüber sooo wütend, dass er immer lauter schrie. Mein Schwager schaute mich hilflos an und stapfte zurück ins Haus.

                          Ich ging dann auf meinen Neffen zu und alles, was dann passierte, war nur noch "intuitiv". Ich fragte ihn, wo genau es weh tut. Er zeigte grob in die Richtung seines Fusses, der sichtlich angeschwollen war. Ich redete immer leiser und gleichzeitig immer deutlicher mit meinem Neffen. Er sollte mir genau zeigen, wo der Schmerz war. Und auch er wurde ruhiger - zitterte aber am ganzen Körper - und wurde konkreter. Ich hielt die Hand über den Fuss und versuchte zu spüren.... Und konnte Wellen spüren, die von einer bestimmten Stelle ausstrahlten.... "Von da bis da?" fragte ich ihn... "Ja-ha" schniefte er. Und dann bot ich ihm an, dass wir den Schmerz zusammen "einsammeln" und gemeinsam beruhigen. Er war neugierig und einverstanden. Mit den Händen ging ich an die äußeren Grenzen der Wellen und ließ sie "zurück schwappen", was der Kurze mit "Autsch" kommentierte... "Haben wir sie erwischt?" fragte ich bei den jeweiligen Einsammel-Bewegungen... Und er unterstützte mich im Einsammeln. Als wir alles wieder "auf den Punkt" hatten, war sein Schmerz am größten. Und wir hielten beide die Hände drüber und ich ermunterte ihn, zu fühlen, was da passierte.... Wir schafften es gemeinsam, alles zu sammeln und den Punkt von selbst verebben zu lassen.... Wir staunten beide dabei und waren eine Weile konzentriert dabei. Sein Zittern hörte auf, die Schwellung wurde klein und kleiner, und er konnte schlussendlich auftreten und mit mir ins Haus kommen.

                          Hm... warum fällt mir das jetzt wieder ein?

                          Gerade denke ich: Schmerz ist nicht "Nichts" - und Mit-Leid oder Tragen hätte nicht geholfen!

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                            Hast du heilende Hände?
                            Das frage ich ganz im Ernst.

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                              Für mich ist es, "meine Hände gucken lassen" , sie nehmen "etwas" wahr und geben Bilder, Farben oder Wellen in meine bewusste Wahrnehmung.

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                                Eine tolle Geschichte, Pitti, ich hätte nicht geglaubt, dass so etwas möglich ist

                                Wenn ich so darüber nachdenke, benutze ich das "tut mir leid" doch gar nicht so oft, weil ich viel öfters wortlos in den Arm nehme als etwas sage in den Fällen. Wahrscheinlich, weil ich nicht weiss, was ich sagen soll?

                                Als "Entschuldigung" kann es da schon eher vorkommen, dann tut es mir leid, mich falsch verhalten zu haben - aber das hat nix mit "Leiden" oder "Mitleid" zu tun. Denke ich jedenfalls - das Thema ist schwierig.

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