Tja, wie die Kategorie-Überschrift schon sagt: ich habe ein Problem...
Die Ausgangssituation:
Ich habe zu meinen Eltern kein wirkliches Verhältnis. Sie sind liebe, nette Menschen, aber sie sind mir letztendlich egal und waren das auch eigentlich immer schon. Wir kommen ganz gut miteinander aus, aber wir haben uns nix zu sagen. Das war immer schon so: Alle Gespräche fanden und finden nur an der Oberfläche statt, so dass wir einander im Endeffekt auch gar nicht kennen.
Das war jahrelang kein Thema, aber inzwischen sagt speziell meine Mutter, dass ihr ihre Kinder und Enkel fehlen (meine Eltern wohnen ca. 700 Kilometer entfernt). Also bemüht sie sich um Kontakt, den sie auch mit meinem Bruder und dessen Familie hat. Es gibt wöchentliche Telefonate und auch ab und zu Besuche in beiden Richtungen.
Ich habe früher auch öfter mit meinen Eltern telefoniert, aber irgendwann habe ich gegen dieses nichtssagende "Bei uns scheint die Sonne, aber gestern war es etwas kühler und Papa will heute Nachmittag noch in den Baumarkt..." eine regelrechte Aversion entwickelt. Ich habe irgendwann aufgehört, anzurufen, weil meine Mutter ja eh jeden Sonntag gegen 10:30 Uhr anrief. Inzwischen ruft sie nur noch alle paar Wochen an, und ich spüre, wie sehr sie bemüht ist, ein Thema zu finden, was mich vielleicht interessiert. Oder aber sie redet über irgendeine Belanglosigkeit wie gerade beschrieben. Aber es ist alles halt bemüht und völlig verkampft.
Wir kommen der Sache näher... denn:
Ich will das nicht mehr! Egal was meine Mutter redet, egal, wie sehr sie sich um Kontakt zu mir bemüht, ich kann es einfach nicht ertragen. Alleine der Gedanke daran, dass ich irgendwann wieder mit meiner Mutter "belanglosifinieren" muss, schlägt mir auf den Magen. Sie meint es ja nur gut und so ist mein schlechtes Gewissen ihr, aber auch meinem Vater gegenüber riesengroß.
Denn einerseits verstehe ich ja den Wunsch nach mehr Nähe, aber andererseits will ich nun mal mit meinen Eltern nicht mein Leben (mit)teilen. Ich stecke beispielsweise zur Zeit in einer .... nun ja, sagen wir mal, recht "fordernden" Beziehung. Eine "normale" Tochter würde sicher auch ihren Eltern mal davon erzählen. Aber ich will es nicht. Ich will diese Dinge, mein Innerstes, meine Sorgen und Nöte nicht mit ihnen teilen, weil sie es eh nicht verstehen. Bzw. weil sie sich nie dafür interessiert haben und mein Seelenleben schon früher allenfalls etwas zum Belächeln war (wenn ich z. B. als Teenie in einen Filmstar verknallt war), aber keinesfalls Anlass für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem, wer und was ich bin.
Inzwischen ist es auch ein Stück weit so, dass ich gar nicht mehr will, dass sie es (mich) verstehen. Denn dann müsste ich Nähe zu ihnen zulassen. Das kann ich aber nicht bei Menschen, dir mir nun mal nicht nahe sind.
Und nun zu meinem Problem:
Ich möchte gerne meinen Eltern sagen, dass für mich ein Kontakt reicht, der nur dann entsteht, wenn man sich wirklich etwas zu sagen/erzählen hat. Klar, ich könnte genau das sagen: "Ich möchte nur Kontakt mit euch, wenn es um etwas Wichtiges geht. Den Austausch von Wetterberichten und Alltagsaktivitäten brauche ich nicht.".
Aber dann...! *hilflosguck*
Denn probiert habe ich es ja schon und weiß daher, dass speziell meine Mutter fragen wird "Wieso?" und "Was haben wir dir getan?", worauf ich bislang immer nur herumgedruckst habe, weil ich mich nicht traute, die Wahrheit zu sagen: "Ihr habt mir nichts getan, aber ich bin einfach an Kontakt mit euch nicht interessiert." Ich meine, dass kann ich denen doch nicht einfach so vor den Latz knallen!!! Sie wollen wissen, warum - was ich völlig legitim finde. Aber was sage ich da? Wie formuliere ich es? "Ihr seid mir egal."? "Mit Interesse an mir hättet ihr vor 30, 40 Jahren anfangen müssen."? "Nur weil ihr Sehnsucht nach mir habt, muss ich doch nicht automatisch dem Wunsch entsprechen, wenn ich es doch nicht will."? "Nur weil wir verwandt sind, müssen wir uns doch nicht mögen."?
Ich weiß: "wasch mich, aber mach mich nicht nass!". Und dennoch geht meine Frage in eine andere Richtung. DASS ich etwas unternehmen, etwas sagen muss, ist mir klar. Ich habe nur keine stichhaltigen, überzeugenden Argumente. Und ohne solche werden sie sauer sein. Und dann haben wir "die Kacke am Dampfen".
Zum Schluss noch ein wichtiger Punkt:
Es geht mir hier jetzt NICHT um die Lösung des generellen Problems mit meinen Eltern, ein besseres Verhältnis herstellen und so. Das ist zu komplex und kompliziert, als dass ich es hier in aller Tiefe ausbreiten kann und will und es spielen noch andere (Dritt)-Faktoren da mit rein.
Da aber - wie ich gestern durch Zufall (!) von meiner Schwägerin erfuhr - meine Eltern morgen zum Geburtstag meines Bruders kommen (das hatte meine Mutter beim Muttertagstelefonat am Sonntag natürlich "vergessen" zu sagen, solche Belanglosigkeiten muss man ja nicht erwähnen... *sarkastischguck*), ist bei mir schon wieder alles auf Alarm programmiert. Na ja, vielleicht hat der ein oder andere hier ja eine Idee, wie man ein solches Gespräch führen - zumindest aber überleben - kann...
Für Vorschläge wäre euch echt dankbar
Eure Queenie
Die Ausgangssituation:
Ich habe zu meinen Eltern kein wirkliches Verhältnis. Sie sind liebe, nette Menschen, aber sie sind mir letztendlich egal und waren das auch eigentlich immer schon. Wir kommen ganz gut miteinander aus, aber wir haben uns nix zu sagen. Das war immer schon so: Alle Gespräche fanden und finden nur an der Oberfläche statt, so dass wir einander im Endeffekt auch gar nicht kennen.
Das war jahrelang kein Thema, aber inzwischen sagt speziell meine Mutter, dass ihr ihre Kinder und Enkel fehlen (meine Eltern wohnen ca. 700 Kilometer entfernt). Also bemüht sie sich um Kontakt, den sie auch mit meinem Bruder und dessen Familie hat. Es gibt wöchentliche Telefonate und auch ab und zu Besuche in beiden Richtungen.
Ich habe früher auch öfter mit meinen Eltern telefoniert, aber irgendwann habe ich gegen dieses nichtssagende "Bei uns scheint die Sonne, aber gestern war es etwas kühler und Papa will heute Nachmittag noch in den Baumarkt..." eine regelrechte Aversion entwickelt. Ich habe irgendwann aufgehört, anzurufen, weil meine Mutter ja eh jeden Sonntag gegen 10:30 Uhr anrief. Inzwischen ruft sie nur noch alle paar Wochen an, und ich spüre, wie sehr sie bemüht ist, ein Thema zu finden, was mich vielleicht interessiert. Oder aber sie redet über irgendeine Belanglosigkeit wie gerade beschrieben. Aber es ist alles halt bemüht und völlig verkampft.
Wir kommen der Sache näher... denn:
Ich will das nicht mehr! Egal was meine Mutter redet, egal, wie sehr sie sich um Kontakt zu mir bemüht, ich kann es einfach nicht ertragen. Alleine der Gedanke daran, dass ich irgendwann wieder mit meiner Mutter "belanglosifinieren" muss, schlägt mir auf den Magen. Sie meint es ja nur gut und so ist mein schlechtes Gewissen ihr, aber auch meinem Vater gegenüber riesengroß.
Denn einerseits verstehe ich ja den Wunsch nach mehr Nähe, aber andererseits will ich nun mal mit meinen Eltern nicht mein Leben (mit)teilen. Ich stecke beispielsweise zur Zeit in einer .... nun ja, sagen wir mal, recht "fordernden" Beziehung. Eine "normale" Tochter würde sicher auch ihren Eltern mal davon erzählen. Aber ich will es nicht. Ich will diese Dinge, mein Innerstes, meine Sorgen und Nöte nicht mit ihnen teilen, weil sie es eh nicht verstehen. Bzw. weil sie sich nie dafür interessiert haben und mein Seelenleben schon früher allenfalls etwas zum Belächeln war (wenn ich z. B. als Teenie in einen Filmstar verknallt war), aber keinesfalls Anlass für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem, wer und was ich bin.
Inzwischen ist es auch ein Stück weit so, dass ich gar nicht mehr will, dass sie es (mich) verstehen. Denn dann müsste ich Nähe zu ihnen zulassen. Das kann ich aber nicht bei Menschen, dir mir nun mal nicht nahe sind.
Und nun zu meinem Problem:
Ich möchte gerne meinen Eltern sagen, dass für mich ein Kontakt reicht, der nur dann entsteht, wenn man sich wirklich etwas zu sagen/erzählen hat. Klar, ich könnte genau das sagen: "Ich möchte nur Kontakt mit euch, wenn es um etwas Wichtiges geht. Den Austausch von Wetterberichten und Alltagsaktivitäten brauche ich nicht.".
Aber dann...! *hilflosguck*
Denn probiert habe ich es ja schon und weiß daher, dass speziell meine Mutter fragen wird "Wieso?" und "Was haben wir dir getan?", worauf ich bislang immer nur herumgedruckst habe, weil ich mich nicht traute, die Wahrheit zu sagen: "Ihr habt mir nichts getan, aber ich bin einfach an Kontakt mit euch nicht interessiert." Ich meine, dass kann ich denen doch nicht einfach so vor den Latz knallen!!! Sie wollen wissen, warum - was ich völlig legitim finde. Aber was sage ich da? Wie formuliere ich es? "Ihr seid mir egal."? "Mit Interesse an mir hättet ihr vor 30, 40 Jahren anfangen müssen."? "Nur weil ihr Sehnsucht nach mir habt, muss ich doch nicht automatisch dem Wunsch entsprechen, wenn ich es doch nicht will."? "Nur weil wir verwandt sind, müssen wir uns doch nicht mögen."?
Ich weiß: "wasch mich, aber mach mich nicht nass!". Und dennoch geht meine Frage in eine andere Richtung. DASS ich etwas unternehmen, etwas sagen muss, ist mir klar. Ich habe nur keine stichhaltigen, überzeugenden Argumente. Und ohne solche werden sie sauer sein. Und dann haben wir "die Kacke am Dampfen".

Zum Schluss noch ein wichtiger Punkt:
Es geht mir hier jetzt NICHT um die Lösung des generellen Problems mit meinen Eltern, ein besseres Verhältnis herstellen und so. Das ist zu komplex und kompliziert, als dass ich es hier in aller Tiefe ausbreiten kann und will und es spielen noch andere (Dritt)-Faktoren da mit rein.
Da aber - wie ich gestern durch Zufall (!) von meiner Schwägerin erfuhr - meine Eltern morgen zum Geburtstag meines Bruders kommen (das hatte meine Mutter beim Muttertagstelefonat am Sonntag natürlich "vergessen" zu sagen, solche Belanglosigkeiten muss man ja nicht erwähnen... *sarkastischguck*), ist bei mir schon wieder alles auf Alarm programmiert. Na ja, vielleicht hat der ein oder andere hier ja eine Idee, wie man ein solches Gespräch führen - zumindest aber überleben - kann...

Für Vorschläge wäre euch echt dankbar
Eure Queenie



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