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    #76
    Gefühle sind für mich ein Zeichen dafür, dass ich lebe.

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      #77
      Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
      Ja.

      Gefühle sind die Interpretation selbst erlebter Emotionen, sie sind bewusst, kontrollierbar und auf ihrer Grundlage können Entscheidungen getroffen werden. Gefühle lassen sich verbergen und stimmen nicht zwingend mit dem Verhalten überein, sie sind deshalb auch nicht zwangsläufig am Verhalten ablesbar.
      Hallo Mistral, sagt mir Dein Smiley, dass es jetzt genug ist?

      Eine Frage stellt sich mir in diesem Zusammenhang,

      aber vielleicht haben andere ja auch eine Meinung dazu:

      Das heißt, Gefühle sind eigentlich nur "verdaute" Emotionen und durch den Abstand zum erstmaligen Auslöser der Emotionen sind sie beherrschbar(er) als aktuelle Emotionen?
      Für mich klingt da etwas schief.

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        #78
        Zitat von Nordhimmel Beitrag anzeigen

        Ich bin der Meinung dass Bewertung - egal ob positiv oder negativ - oft ein Hemmer von Lebensfreude ist.
        Mit der Bewertung habe ich eine bestimmte Erwartungshaltung die mich unflexibel macht und abhängig von der Meinung anderer.

        Ich sehe da immer kleine Kinder vor mir die sich oft stundenlang mit irgendetwas total "sinnlosem" beschäftigen können bevor man sie lehrt dass das "sinnlos" ist. Vorher haben sie Freude daran, danach leider nicht mehr.

        Es ist im Prinzip völlig egal was ich tue. Hauptsache ich habe Freude daran. Und die Freude würde leichter kommen wenn wir nicht ständig abgleichen würden ob das nun "sinnvoll" ist oder "prestigeträchtig".

        Nicht bewerten bedeutet in meinen Augen nicht, dass ich keine Gefühle mehr entwickle. Es ist Erziehungssache dass wir Dinge die wir als "schlecht" empfinden weil uns gesagt wurde, dass sie schlecht sind, nur mit schlechtem Gewissen tun können. Und Dinge die wir als "gut" empfinden weil uns gesagt wurde dass sie gut sind tun, obwohl wir keinen Spaß daran haben. Und es ist unheimlich schwer sich selbst zu betrügen obwohl auch das viele "gelernt" haben.

        Wenn ich "erwarte" dass ich bei dem was ich gerade tue "glücklich" sein muss, weil alle sagen es macht glücklich und dann merke dass es mich langweilt, denke ich, ich bin "falsch". Und dann kann ich schon gar nicht mehr glücklich sein, auch nicht mit den Dingen die mir vielleicht "echte" Freude bereiten. Denn es ist ja "falsch" an Dingen Freude zu haben die andere als "schlecht" oder "sinnlos" beurteilen, oder auch ich selbst weil ich so erzogen wurde.

        Nicht bewerten bedeutet für mich frei sein von eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer an mich. Und wenn ich dann etwas tue, egal was es ist, dann empfinde ich "echte" Befriedigung oder "echten" Frust. Alles andere ist nur gesellschaftliche Schminke.

        Mein Sinn des Lebens ist es jeden Tag möglichst viel "echte" Befriedigung zu erfahren und das gelingt mir nicht immer, aber schon relativ oft.

        Ein einfaches Beispiel wäre zum Beispiel dass ich, wenn ich abspüle nicht darüber nachdenke dass ich das nun ganz schnell hinter mich bringen muss damit ich dann danach etwas "schönes" tun kann weil abspülen ist ja Arbeit. ( Bewertung: Arbeit kann und darf keinen Spaß machen, sonst ist es keine Arbeit) Sondern dass ich dabei mit dem Schaum spiele, mit den Tassen Türme baue oder ähnliches .... und so Spaß habe während ich das tue was getan werden muss. Um das zu können, muss mir die Bewertung dass das "kindisch" ist, aber egal sein, sonst wird die Freude nicht auftauchen können.
        im Club!

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          #79
          Zitat von spark Beitrag anzeigen
          Hallo Mistral, sagt mir Dein Smiley, dass es jetzt genug ist?
          In gewisser Weise stimmt Deine Vermutung, Sparks. Das war als Tschüss, ich bin weg Smiley gemeint. Ich habe nicht daran gedacht, dass eine Nachfrage kommen könnte.
          Zitat von spark Beitrag anzeigen
          (...) Für mich klingt da etwas schief.
          So wie Du es darstellst, ist es auch schief.
          Ich formuliere es anders.

          Emotionen sind unbewusst sich vollziehende, spontane biologische Prozesse, die sich unserer Kontrolle entziehen und uns zum Handeln veranlassen (z.B. Weinen/Lachen) und der Ausdruck der Emotionen ist für andere erkennbar. Wir spüren diese Prozesse körperlich und wir interpretieren diese unsere Emotion. Und diese Interpretation ist dann das, was wir Gefühl nennen. Und damit befinden wir uns im Bereich des Bewussten. Bewusste Gefühle können wir kontrollieren und verbergen, d.h. sie sind für andere nicht zwangsläufig an unserem Verhalten erkennbar. Bewusstheit ist also hier ein wesentliches Merkmal.

          Zur Veranschaulichung ein vereinfachtes Beispiel aus dem Alltag:
          Bei McD treffe ich überraschend Bruce Willis. Mein Puls beschleunigt sich, mein Herz schlägt bis zum Hals. Diese körperlichen Empfindungen treten spontan auf und ich habe sie nicht unter Kontrolle. Wir sind im Bereich der Emotionen.
          Da sich Emotionen eben durch körperliche Prozesse äußern, dringen sie in das Bewusstsein. Und damit kommen wir in den Bereich der Gefühle. Gefühle sind die Interpretation der Emotionen, die wir erleben. Ich interpretiere meine Reaktion auf Bruce Willis als Schwärmerei. Dieses Gefühl der Schwärmerei ist mir nun bewusst, ich kann es kontrollieren und gegebenenfalls verbergen. Und weil Bruce Willis nicht wissen soll, dass ich ihn gut finde und einige DVD´s von ihm habe, verberge ich meine Gefühle vor ihm und verpasse dadurch vielleicht mein Lebensglück.

          Ich finde es nicht so einfach, eine Theorie verständlich zu erklären, wenn ich dafür einiges ausspare, damit es überschaubar bleibt und nicht zu verschachtelt wird, aber dennoch verständlich ist und der rote Faden erkennbar bleibt.
          Ich hoffe, es ist mir jetzt gelungen und es ist verständlicher geworden. (SchweißvonderStirnwisch)

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            #80
            Da gab es mal einen Mann, der vor Reichtum und Ansehen nur so strotzte. Eines Tages wollte er, nun da er seiner Ansicht nach, alles erreicht hatte, was man erreichen kann. nach seinem persönlichen Sinn des Lebens suchen.

            Also Reiste er um die Welt, suchte nach Abenteuern, nach Weisen und Philosophen und Unternahm alles, um diese Frage sich zu beantworten. Eines Tages, kam er in ein kleines und doch recht Ärmliches Dorf.

            Er begegnete den Einheimischen dort und stellte ihnen seine Frage nach dem Sinn des Lebens. Die gaben ihm den Rat, im Angrenzenden Gebirge nach einem Eremiten zu suchen, der dort leben soll.

            Also machte er sich dorthin auf den Weg und fand dann eine Hütte, in der dieser Eremit lebte. Er trat ein, stellte sich vor und stellte dem Eremit die Frage, " was ist der Sinn des Lebens"?

            Der Eremit schaute ihn eine weile an, ging in seine Küche und kam mit einem Esslöffel und einer Flasche Olivenöl wieder. Er goß vorsichtig auf den Esslöffel das Öl und sagte" dort ist ein Hinterausgang in meinen Garten. Wenn du es schaffst diesen Garten einmal zu Umrunden, ohne das Öl auf dem Löffel zu verschütten, ja dann wirst du den Sinn des Lebens verstehen"!

            Gesagt, getan! Er ging also Unendlich Vorsichtig mit diesem gefüllten zum Hinterausgang und Umrundete diesen doch recht großen Garten und stand dann eine Weile später wieder vor dem Eremiten.

            Er fragte, was er denn jetzt verstehen hätte sollen?! Er hatte keinen tropfen verschüttet. Der Eremit schaute sich den vollen Löffel an und fragte, ob er ihm beschreiben könne, wie sein Garten aussehen würde.

            Als er Ratlos dreinschaute,gab ihm der Eremit wieder die selbe Aufgabe, nur diesmal möge er bitte im Anschluss ihm erzählen, wie sein Garten aussehen würde.

            Erneut ging er durch den Hinterausgang..und kam aus dem Staunen nicht Raus!! Der Garten war so Unbeschreiblich schön, dass es mit nichts zu vergleichen war. Nach einer weile kam er zum Eremiten zurück uns beschrieb sehr lange und überschwenglich, wie schön sein Garten sei.

            Als er fertig war, fragte der Eremit nach dem Löffel mit dem Öl. Er schaute hinunter zum Löffel und stellte fest, dass er alles verschüttet hatte..und es nicht einmal bemerkt hatte.

            Das ist der Sinn des Lebens.

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              #81
              Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
              Emotionen sind unbewusst sich vollziehende, spontane biologische Prozesse, die sich unserer Kontrolle entziehen und uns zum Handeln veranlassen (z.B. Weinen/Lachen) und der Ausdruck der Emotionen ist für andere erkennbar. Wir spüren diese Prozesse körperlich und wir interpretieren diese unsere Emotion. Und diese Interpretation ist dann das, was wir Gefühl nennen. Und damit befinden wir uns im Bereich des Bewussten. Bewusste Gefühle können wir kontrollieren und verbergen, d.h. sie sind für andere nicht zwangsläufig an unserem Verhalten erkennbar. Bewusstheit ist also hier ein wesentliches Merkmal.
              Ich bin langsam der Meinung, dass die Begriffe Gefühl und Emotion nicht genau zu definieren sind. Die eine Theorie sagt so, die andere andersherum....

              Für mich sieht`s so aus:
              Ein Gefühl ist etwas, was ich fühlen kann, es entsteht im Körper als Reaktion auf einen inneren oder äußeren Reiz. Die Wut im Bauch oder die kalten Füße entstehen und ich kann es nicht verhindern und nicht beherrschen, denn sie werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

              Alles , was ich möglicherweise kontrollieren kann, ist der Ausdruck und die Wahrnehmung der Gefühle. Ich kann versuchen, nach außen ganz entspannt zu wirken, auch wenn ich innerlich koche, oder meine Tränen herunterschlucken, auch, wenn ich verzweifelt bin. Ob mir das gelingt, hängt doch eher davon ab, wie meine schauspielerischen Fähigkeiten sind und wie stark die Gefühle sind.

              Manchmal weiß man eben auch nicht, dass es gerade Wut ist, was man da fühlt. Oder wenn man das Gefühl hat, dass der ganze Körper sich zusammenzieht kommt nicht jeder darauf, dass es Trauer sein kann.
              Die Folgerung ist, man kann sich nicht immer seiner Gefühle sicher sein , oder sich ihrer bewusst sein.

              Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
              Gefühle sind die Interpretation der Emotionen, die wir erleben. Ich interpretiere meine Reaktion auf Bruce Willis als Schwärmerei. Dieses Gefühl der Schwärmerei ist mir nun bewusst, ich kann es kontrollieren und gegebenenfalls verbergen..
              Um bei dem Beispiel zu bleiben: Woher kommt die Angst, dass Du etwas verbergen willst und hast Du das Gefühl "Angst" wahrgenommen? was für Gefühle oder Emotionen kommen dazu, die gar nicht erkannt werden? Scham, ein Gefühl der Minderwertigkeit, etc. Ist Scham ein Gefühl oder eine Emotion ? Kann ich "Scham" beherrschen? Doch wohl nur nach außen, für mich selber wäre ein wahrscheinlich längerer therapeutischer Prozess notwendig, nicht, um sie zu beherrschen, sondern um sie aufzulösen.


              Wer ein ganz starres Bild von sich selbst hat, in dem bestimmte Gefühle (meist negativer Art) nicht vorkommen dürfen, der wird diese Gefühle auch nicht wahrnehmen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

              Allerdings wirken sich diese verdrängten, unterdrückten und nicht bewussten Gefühle trotzdem aus. Nicht umsonst ist die Psychosomatik ein eigenständiges Fachgebiet geworden.

              Ich finde es wichtig zu wissen, was meine Gefühle mit mir machen, woher sie kommen, wie sie im Zusammenhang mit meiner persönlichen Geschichte stehen und wie ich negative Gefühle auflösen kann. Wohlgemerkt auflösen im Unterschied zu beherrschen. Was ich auch in den Sinn meines Lebens einbeziehe. (Damit wir wieder zum Thema kommen )

              Fühl Dich bitte nicht verpflichtet zu antworten, Mistral! Vielleicht haben andere ja noch etwas beizutragen

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                #82
                Ist es wichtig, einen Unterschied zwischen Gefühl und Emotion zu formulieren?
                Für mich nicht.
                Ich lasse meine Gefühle und/oder Emotionen zu, weil ich mit Verdrängung schlechte Erfahrungen gemacht habe.
                Gefühle, die mir beim Leben Schwierigkeiten bereiten, versuche ich loszulassen. Ich bin mir ihrer bewusst, unterdrücke sie nicht; ich schaue sie an, überlege, ob sie Raum benötigen oder aus einer früheren Zeit stammen und jetzt überflüssig sind; ist das so, lasse ich sie los und versuche, in meinen Gelassenheitsmodus zu gelangen.
                Das gelingt mir immer besser.

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                  #83
                  ich verstehe den Unterschied zw. Emotion und Gefühl gar nicht ... ausser das Gefühl, was bewusstes sein soll. Das halte ich für Schwachsinn.

                  Ich mache mir doch nicht bewußt, dass mich jetzt was ärgert und sage dann ... ach, jetzt bin ich aber ärgerlich .... und betitel das dann als Gefühl .....

                  während dem eine Emotion namens Ärger voraus ging ????????????????

                  Und dazwischen denken wir ..... Bewertung ist in jedem Fall bewußt, das halte ich für ein Gerücht ... ich denke, dass Bewertung der Ursprung unserer Emotion/Gefühl ist ........... und das passiert nicht unbedingt bewußt ..............

                  meine Erfahrung oder Meinung .....

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                    #84
                    Zitat von Kaktus2 Beitrag anzeigen
                    ich verstehe den Unterschied zw. Emotion und Gefühl gar nicht ... ausser das Gefühl, was bewusstes sein soll. Das halte ich für Schwachsinn.
                    Ich denke auch, das der Unterschied nicht so wichtig ist.

                    Zitat von Kaktus2 Beitrag anzeigen
                    Ich mache mir doch nicht bewußt, dass mich jetzt was ärgert und sage dann ... ach, jetzt bin ich aber ärgerlich .... und betitel das dann als Gefühl .....
                    Vielleicht ist das sich bewusst machen, was für ein Gefühl mich da gerade aus der Bahn zu werfen droht, gar nicht so schlecht. Wenn ich nämlich weiß, ob ich traurig oder wütend oder beleidigt bin, kann ich den Dingen auf den Grund gehen und vielleicht ein andere Haltung zu dem Vorgang einnehmen.

                    Wenn man unter bestimmten Gefühlen immer wieder leidet, gibt es meistens in der Vergangenheit ein prägendes Erlebnis. Indem man da ein wenig Forschungsarbeit leistet, kann man in Zukunft möglicherweise anders reagieren als mit dem bekannten (Leid verursachenden) Gefühlsmuster, weil einem bewusst ist, dass die jetzige Situation mit der Vergangenheit nichts zu tun hat.

                    Zitat von Kaktus2 Beitrag anzeigen
                    Und dazwischen denken wir ..... Bewertung ist in jedem Fall bewußt, das halte ich für ein Gerücht ... ich denke, dass Bewertung der Ursprung unserer Emotion/Gefühl ist ........... und das passiert nicht unbedingt bewußt .....
                    Etwas neutral (ohne positive oder negative Gefühle) zu betrachten, kann eine große Erleichterung und Befreiung sein. Aber das geht nur, in dem man sich bewusst macht, dass man gerade etwas (mit seinen Gefühlen) bewertet.

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                      #85
                      Ich finde es schon wichtig, den Unterschied zu definieren, weil anderenfalls der eine über das und der andere über dieses redet, was aber zunächst keinem auffällt, weil sie dasselbe Wort dafür verwenden.

                      In der Definition von "Gefühl" gehe ich mit Sparks d'accord. Ein Gefühl ist auch in meiner Welt immer etwas Körperliches.

                      Eine Definition von Emotion, die mich sehr anspricht, stammt von einer früheren Medizinlehrerin von mir. Sie übersetzte das Wort "emotion" gerne mit "energie in motion", und behauptete, dass es eigentlich nur zwei (echte) Emotionen gäbe, eine die uns anzieht und eine die uns abstößt. Alles, was wir sonst als "Emotionen" wahrnehmen, sei erlernt ...

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                        #86
                        Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                        Eine Definition von Emotion, die mich sehr anspricht, stammt von einer früheren Medizinlehrerin von mir. Sie übersetzte das Wort "emotion" gerne mit "energie in motion", und behauptete, dass es eigentlich nur zwei (echte) Emotionen gäbe, eine die uns anzieht und eine die uns abstößt. Alles, was wir sonst als "Emotionen" wahrnehmen, sei erlernt ...
                        "Energie in motion" gefällt mir, das ist schön! Und besser als E-motion - Elektrik motion? (E-bike) oder Elektronik motion? (e-book)

                        Gefühle etwas rein körperliches, das klingt erstmal neu für mich, ja sicher, fühlen tut der Körper, aber doch auch die Seele? Gefühle für einen anderen Menschen z.B. immer rein körperlich? Hmmmm.

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                          #87
                          Zitat von Kaktus2 Beitrag anzeigen
                          Und wenn man dann so darüber nachdenkt .... sollte nicht jeder frei über sein Leben entscheiden können ? Es wird ja immer gesagt, jeder hat selbst die Verantwortung für sein Leben. Wieso gibt es dann z.B. Zwangseinweisungen in Psychiatrien bei Eigengefährdung ? Oder warum gibt es keine aktive Sterbehilfe, wenn jemand wirklich schwer krank ist ?
                          "Freie Entscheidung" fände ich auch gut, für alle. Und das ist gar nicht so leicht, sobald wir feststellen, dass alles miteinander verknüpft ist. Außer Deinen Beispielen, wo die Freiheit beschnitten wird, gibt es ja noch unzählige andere. Wieso sagen wir zu SelbstmordAttentätern oder Mördern nicht "oh wie schön, dass sie ihr Leben so frei gestaltet haben"? Genau, weil sie in die Selbstbestimmung anderer eingegriffen haben, ohne zu fragen.

                          Ganz schön kompliziert, das Leben und die Freiheit.

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                            #88
                            Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                            Ich finde es schon wichtig, den Unterschied zu definieren, weil anderenfalls der eine über das und der andere über dieses redet, was aber zunächst keinem auffällt, weil sie dasselbe Wort dafür verwenden.

                            In der Definition von "Gefühl" gehe ich mit Sparks d'accord. Ein Gefühl ist auch in meiner Welt immer etwas Körperliches.

                            Eine Definition von Emotion, die mich sehr anspricht, stammt von einer früheren Medizinlehrerin von mir. Sie übersetzte das Wort "emotion" gerne mit "energie in motion", und behauptete, dass es eigentlich nur zwei (echte) Emotionen gäbe, eine die uns anzieht und eine die uns abstößt. Alles, was wir sonst als "Emotionen" wahrnehmen, sei erlernt ...
                            Was ich im zitierten Text fett gekennzeichnet habe, ist doch auch nichts anderes> ein gutes/anziehendes oder schlechtes/abstoßendes Gefühl/Emotion.
                            Wie ich mit meinen Gefühlen/Emotionen umgehe liegt daran, was mir vorgelebt wurde, wie ich damit umgehen darf.
                            Ein Baby weiß nur, ich will, oder ich will nicht und drückt sein empfinden aus. Somit könnte man gefühl und Emotion als übergegriffen > Empfindung ausdrücken.

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                              #89
                              Meiner Meinung nach werden auch wir diese Frage nicht zufriedenstellend beantworten können.

                              Mir geht es eigentlich nur darum, festzustellen, das die meisten Gefühle/Emotionen gelernt und antrainiert sind. Das heißt, die Menschen haben eine "Gefühlslage" mit fast allen emotionalen Reaktionsmustern schon in der Kindheit erworben und solange ich mir diesen Prozess nicht bewusst mache, werde ich aus diesen Mustern und Gefühls/Emotionswirrwarr nicht herausfinden.

                              Dazu ist Selbstbeobachtung notwendig, Forschungsarbeit. Irgendwann kann man dann feststellen: Diese Emotion/das Gefühl war vor dreißig/vierzig/fünfzig Jahren in einer ähnlichen Situation richtig und wichtig für mich, heute bin ich ein anderer/erwachsener/gereifter Mensch und dieses Gefühl leistet mir keinen guten Dienst mehr. Heute kann ich darüber lachen, statt Angst zu haben. So, oder ähnlich....

                              Ist das geschafft, fällt es viel leichter, Probleme zu lösen, wie: Warum falle ich jedes Mal auf die falschen Menschen herein, warum macht mir mein Chef solche Angst, warum kann ich dieses oder jenes nicht ertragen, etc., etc.

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                                #90
                                Ich wüßte nicht, wann ich eine ICH-Auflösung gelernt hätte oder ein Irrealitätsgefühl ... im Gegenteil .... mein Vater ist bis heute Materialist ......... eine objektive Realität ist unabdingbar für eine Wahrnehmung .......... und niemand ist in der Lage, die objektive Realität komplett abzubilden ... und eine absolute wahrheit gibt es .... und niemand wird sie je erreichen

                                Als Kind hatte ich kein derartiges Gefühl ........ Angst ja, aber nicht oben genanntes Gefühl ........ ob ich als Säugling Gefühle hatte ... sorry, kann mich nicht erinnern und da hilft mir auch kein noch so intensive Selbstbeobachtung ....

                                Der eine sagt: Emotion ist das körperliche, der nächste meint Gefühl ist etwas körperliches ... was denn nun ?

                                Mich nervt es eigentlich, dass Leute, die die Gefühle nicht im geringsten nachempfinden können, klugkackerisch daherkommen und meinen, man müsse nur auf Spurensuche gehen, und dann ergibt sich alles von selbst und die Seele gesundet auch von selbst, wenn man weiß, woher was kommt ........

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