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Was haltet ihr von Tierversuchen ?

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    Was haltet ihr von Tierversuchen ?

    Da ich in letzter Zeit und wahrscheinlich zukünftig damit konfrontiert bin und es innerfamiliär schon Diskussionen gab, wollte ich mal fragen, was ihr von Tierversuchen haltet ?
    Wenn man denn dagegen ist, weil es keine Achtung vor anderen Lebenwesen gibt und man sie missbraucht, dürfte man ja nichts mehr konsumieren, weder die Zahnpasta, noch irgendwelche Cremes, keine Kopfschmerztabletten etc ....oder was ist mit lebensrettenden Medikamenten ?
    Pro und Contras gibt es wohl viele.
    75

    #2
    Ich bin grundsätzlich gegen Tierversuche, so habe ich auch abgestimmt.
    Wenn die Medizin anders nicht weiterkommt, dann haben wir halt Pech gehabt.
    Zur Erhaltung und Lebensverlängerung der Menschheit darf in meinen Augen kein anderes Lebewesen gequält werden oder im wahrsten Sinne des Wortes als Versuchskaninchen missbraucht werden.
    Ich weiß, dass ich mit meiner Meinung auf Widerstand stoßen werde, aber das ist nun mal halt meine Meinung.

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      #3
      Niemand verurteilt dich wegen Deiner Meinung, Mensch ... du darfst sie ja haben.
      Was ich aber immer nicht so konsequent finde, ist, dass Menschen, die Tierversuche generell ablehnen, selbst z.B. Medikamente einnehmen (sei es wegen Diabetes oder gegen Depressionen), die natürlich in Tierversuchen getestet wurden. Ich denke eben, dass man dann generell sagen muss, dann sterbe ich halt (Pech gehabt), aber ich finde es nicht in Ordnung, dass die Medikamente in Tierversuchen erprobt wurden. Oder noch schlimmer, die ganze Branche der Kosmetika, die nun wirklich nicht unbedingt notwendig sind, um Menschenleben zu erhalten.

      Generell gibt es ja schon gewissen Kardinalsforderungen an Tierversuche. Es kann nicht einfach jemand daher kommen und sagen, ich nehme jetzt ein Tier und teste das und dies und jenes. Z.B. gibt es eben die Forderung, dass Alternativen gesucht werden ... sei es in der Zellkultur oder oder ... dabei frag ich mich gerade, ob in der Mikrobiologie die Züchtung und Tötung von Bakterien auch schon ethisch problematisch sind (z.B. zur Testung von Antibiotika etc...). Wieterhin ist zwingend, dass das Tier unter Narkose steht, dass die Versuche an phylogenetisch niederen Tieren durchgeführt werden, dass die Tierversuche auf das unerläßliche Maß beschränkt werden, dass sie nur von Sachkundigen Personen durchgeführt werden. Gibt da ja schon rechtlich festgeschriebenen Forderungen.

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        #4
        ... ist auch die Frage, was alles schon als Tierversuch gilt?
        ... bei Zahnpasta und so gibt es bestimmt auch Alternativen, dass kein Tier leiden musste (irgendwelche Infos im Netz dazu?)
        ... wenn die Forschung wichtige Sachen herausfindet, finde ich das klasse. Jeder Forscher hat für sich die Verantwortung ob die "Versuche" vertretbar sind. Schließlich leben auch unsere Haustiere in Gefangenschaft, das ist auch ein "Tierversuch", wenn man so will.
        ... manche Tiere lassen ihr Leben, um Menschen zu retten (Stichwort Organtransplantation) - ist das ein Tierversuch? Oder gilt das noch unter "Nutztier"?

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          #5
          Gesetzlich schreibt das der §7 des TierSchG:

          § 7

          (1) Tierversuche im Sinne dieses Gesetzes sind Eingriffe oder Behandlungen zu Versuchszwecken 1.an Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für diese Tiere oder
          2.am Erbgut von Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für die erbgutveränderten Tiere oder deren Trägertiere verbunden sein können.

          (2) Tierversuche dürfen nur durchgeführt werden, soweit sie zu einem der folgenden Zwecke unerlässlich sind: 1.Vorbeugen, Erkennen oder Behandeln von Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder körperlichen Beschwerden oder Erkennen oder Beeinflussen physiologischer Zustände oder Funktionen bei Mensch oder Tier,
          2.Erkennen von Umweltgefährdungen,
          3.Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Unbedenklichkeit für die Gesundheit von Mensch oder Tier oder auf ihre Wirksamkeit gegen tierische Schädlinge,
          4.Grundlagenforschung.
          Bei der Entscheidung, ob Tierversuche unerlässlich sind, ist insbesondere der jeweilige Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zugrunde zu legen und zu prüfen, ob der verfolgte Zweck nicht durch andere Methoden oder Verfahren erreicht werden kann.
          (3) Versuche an Wirbeltieren dürfen nur durchgeführt werden, wenn die zu erwartenden Schmerzen, Leiden oder Schäden der Versuchstiere im Hinblick auf den Versuchszweck ethisch vertretbar sind. Versuche an Wirbeltieren, die zu länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen oder Leiden führen, dürfen nur durchgeführt werden, wenn die angestrebten Ergebnisse vermuten lassen, dass sie für wesentliche Bedürfnisse von Mensch oder Tier einschließlich der Lösung wissenschaftlicher Probleme von hervorragender Bedeutung sein werden.
          (4) Tierversuche zur Entwicklung oder Erprobung von Waffen, Munition und dazugehörigem Gerät sind verboten.
          (5) Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen, Waschmitteln und Kosmetika sind grundsätzlich verboten. Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Ausnahmen zu bestimmen, soweit es erforderlich ist, um 1.konkrete Gesundheitsgefährdungen abzuwehren, und die notwendigen neuen Erkenntnisse nicht auf andere Weise erlangt werden können, oder
          2.Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Union durchzuführen.
          [Quelle:http://www.gesetze-im-internet.de/ti...12770972.html]

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            #6
            Hm, es sind einige Leute dagegen, aber eine Diskussion darum ist nicht entstanden .... traut sich keiner ? Wie oft nehmt ihr Medikamente ? (z.B. ganz harmlose Kopfschmerztabletten? ) Oder was ist mit Kosmetika ?
            Na ja , egal .... es gibt sicherlich einige emotionale Gründe gegen Tierversuche ... wem fällt es schon leicht, einer süßen Maus weh zu tun .... oder sie am Ende sogar zu töten. Niemand darf in Dtl. ein Tier ohne Sachkenntnisse töten ... auch eine Maus nicht. Stellt man aber zu Hause eine Mausefalle auf, fällt das in die Schädlingsbekämpfung und ist dann wieder etwas anderes.

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              #7
              Zitat von irrer Beitrag anzeigen
              Niemand darf in Dtl. ein Tier ohne Sachkenntnisse töten ... auch eine Maus nicht. Stellt man aber zu Hause eine Mausefalle auf, fällt das in die Schädlingsbekämpfung und ist dann wieder etwas anderes.

              Die Mausefalle ist im Vergleich zu der Katze einer Bekannten von mir, eher harmlos.
              Die Mausefalle führt natürlich auch ins Jenseits aber sie spielt nicht noch stundenlang mit der Maus, bevor sie sie tötet.
              Auch eine halbe Taube hat die Katze schon mal angeschleppt.
              Ich bin kein Befürworter von Tierversuchen und auf Medikamente bisher überhaupt nicht angewiesen, aber vorgestern entdeckte ich in einer bestimmten Ecke des Gartens einen Haufen von Federn. Ich weiß nicht, wer wen das aus welchem Grund gekillt hat, aber die Natur geht nicht gerade zimperlich mit ihren Geschöpfen um.

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                #8
                Ja das stimmt. Gibt es einen evolutionären Grund, warum Katzen mit ihrer Beute spielen ?
                Labortiere werden nur als solche extra für die Zwecke gezüchtet ..... und am Ende müssen sie oft getötet werden. Man kann das Knall auf Fall mit Genickbruch machen, oder aber mit einer Überdosis ....
                Wenn jetzt ein Labor Kosten spären will (z.B. für das Narkosemittel), dann greifen sie eher zum ersteren ... was aber jetzt "humaner" ist, keine Ahnung.
                Tiere mit nach Hause nehmen und sie vorm Tod bewahren ist auch verboten. Und ich vermute, dass sie auch nicht mehr als Futtermittel für andere Tiere genommen werden dürfen .... auch sterilisiert wohl nicht .....

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                  #9
                  Zitat von irrer Beitrag anzeigen
                  Tiere mit nach Hause nehmen und sie vorm Tod bewahren ist auch verboten. .
                  wenn ich im Leben immer nur das gemacht hätte, was erlaubt ist...

                  Jedenfalls habe ich vorletze Woche durch eine Vollbremsung einen Igel gerettet.
                  Ist glaube ich auch nicht erlaubt.
                  Egal, wer auffährt ist schuld.

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                    #10
                    Hubert bremst auch für Schnecken ! schnell wiedaaa wech

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                      #11
                      Du willst doch nicht sagen, dass Schnecken weniger wert sind als Igel ?

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                        #12
                        Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
                        Hubert bremst auch für Schnecken ! schnell wiedaaa wech

                        oder ich umfahre sie, wenn ich mit dem Fahrrad fahre.

                        Auf dem Weg, den Du hier siehtst,


                        Der Gespensterwald im Ostseebad Nienhagen - ein Maerchenwald

                        waren mal unzählige Nacktschnecken zu sehen.

                        eine ziemliche Slalomfahrt, mit wenigen Opfern und ein wunerschöner Urlaub.

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                          #13
                          Du willst doch nicht sagen, dass Schnecken weniger wert sind als Igel ?

                          nein !!! Schnecken sind Nahrungsmittel für Igel aber ich meine nur in der Not,wirklich gerne fressen die keine Schnecken.

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                            #14
                            Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                            Ich weiß nicht, wer wen das aus welchem Grund gekillt hat, aber die Natur geht nicht gerade zimperlich mit ihren Geschöpfen um.
                            Raubvögel rupfen ihre Beute, und wenn der überwiegende Teil der Flaumfedern fehlt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch... Fressen und gefressen werden. Soweit natürlich. "Unnatürlich" wird es erst, wenn der Mensch eingreift...

                            Ich habe schon vor dreißig Jahren nicht verstehen können, warum nicht mehr Forschungsmittel dafür eingesetzt werden, Testverfahren zu entwickeln, damit es dann keine Versuchstiere mehr braucht. Vermutlich aber - denke ich - sind Tiere einfach "billiger".

                            Seit die Labore keine tätowierten (und somit vermutlich registrierten) Tiere mehr annehmen dürfen, schneiden professionelle Tierfänger das "Beweismittel" (Ohr mit der Tätowierung) auch gerne mal einfach ab. Gechippte Tiere sind da im Vorteil, allerdings nützt ihnen das auch wenig, wenn sie dann kilometerweit weg von zu Hause wieder ausgesetzt werden, nicht registriert sind und somit der Halter nicht ausfindig gemacht werden kann.

                            In dieser ländlichen Gegend hier verschwinden von Zeit zu Zeit immer mal wieder mehrere Katzen. Meist ist dann vorher eine Altkleidersammlung (nicht von bekannten Institutionen wie DRK oder Bethel) durchgeführt worden. Es lässt sich vermutlich immer noch Geld mit diesem "Geschäft" machen...

                            Und wer in der Nachbarschaft erleben kann, wie ein Mensch versucht, einem Beagle, der ein Labor überlebt hat, ein halbwegs artgerechtes Leben zu bieten, der kann sich vielleicht ungefähr ausmalen, was nicht nur diverse Experimente, sondern auch die Aufzucht in einem Labor so auslösen können und was der Hund für den Rest seines Lebens mit sich rum schleppt.

                            Trotz all dem maße ich mir kein Urteil darüber an, ob Tierversuche allgemein noch gebraucht werden oder nicht. Alle (chronisch) Kranken, die heute ein Medikament nehmen (müssen), welches irgendwann mal an einem Tier getestet wurde, sehen das vielleicht anders.

                            LG
                            Spunk

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                              #15
                              Liebe Spunk,

                              vielen Dank für Dein Statement.

                              Zitat von Spunk Beitrag anzeigen

                              Ich habe schon vor dreißig Jahren nicht verstehen können, warum nicht mehr Forschungsmittel dafür eingesetzt werden, Testverfahren zu entwickeln, damit es dann keine Versuchstiere mehr braucht. Vermutlich aber - denke ich - sind Tiere einfach "billiger".
                              Eigentlich entwickelt man schon und bevor ein Tierversuch gemacht wird, müssen alle vorhandenen Alternativen abgeklopft werden. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben.
                              Es existieren bereits Computersimulationen, oder auch in der Zellkulturtechnik läßt sich einiges machen.
                              Gesetzlich ist allerdings derzeit auch noch, dass in der preklinischen Phase Medikamente erst am Tier ausprobiert werden, bevor sie in klinischen Studien am Mensch getestet werden. Und meist sind das Versuche, die z.B. rein mit Zellkulturtechnik nicht zu bewerkstelligen sind.


                              Seit die Labore keine tätowierten (und somit vermutlich registrierten) Tiere mehr annehmen dürfen, schneiden professionelle Tierfänger das "Beweismittel" (Ohr mit der Tätowierung) auch gerne mal einfach ab. Gechippte Tiere sind da im Vorteil, allerdings nützt ihnen das auch wenig, wenn sie dann kilometerweit weg von zu Hause wieder ausgesetzt werden, nicht registriert sind und somit der Halter nicht ausfindig gemacht werden kann.
                              Das das auch in der jüngster Vergangenheit so gewesen sein soll, kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Denn solche Tiere beinhalten Parameter, die für einen Versuch gar nicht mehr eingeschätzt werden können und Studien auf so einer Basis sinnlos wären. Aus diesem Grund züchtet man ja eben spezielle Tiere, die pathogenfrei sind, oder auch vollkommen steril. Und das gerade letzteres billiger sein soll, als die Entwicklung von Alternativen kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

                              Danke fürs schreiben
                              Es ist immer eine emotionale Geschichte, wenn Tiere für den Menschen leiden sollen. Und auch nur, weil der Mensch sich über das Tier stellt. Ob ich in der Lage wäre ein Tier einfach so zu töten ? Also bei Spinnen mach ich das hin und wieder, oder Fruchtfliegen und Motten etc ..... aber so unter Laborbedingungen .... ich weiß nicht.

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