Zitat von Tintenweberin
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Dann habe ich mein Schwert bei Seite gelegt und mich darauf verlegt, nach der Wahrheit hinter den Schatten zu suchen. Ich habe mit anderen darum gerungen, gemeinsam durch ihre und meine Schatten hindurch zu treten, um das wahre Wesen eines Konflikts zu erkennen. Ich war so sicher, dass uns dieser Kampf gemeinsam auf eine höhere Stufe des Bewusstseins bringen würde, aber meine "Gegenspieler" haben meine Worte so oft um und umgewendet, bis keine Wahrheit mehr darin war und meinen Gefährten wurde die Angelegenheit zu brenzlig oder zu unbequem.
Als ich angefangen habe, diesen Text zu schreiben, stand ich vor den Trümmern eines Traums und ich dachte darüber nach, ob ich nicht besser umkehren und wieder zum Schwert und der Rüstung der Kriegerin greifen soll. Ich hatte mich völlig en-blößt, hatte auf alle Tricks und Finten verzichtet und war dennoch kläglich gescheitert. Im Schreiben hat sich der dritte Absatz überhaupt erst entwickelt und ich kann selbst nur raten, was er zu bedeuten hat...
Der Krieger, der sein Schwert im Herzen trägt hat keine menschlichen Lehrer mehr, denn er ist der Schüler des Weges, der ihn ausgewählt hat. Er sieht die Welt wie sie ist, mit all ihrer Schönheit und mit ihrer Grausamkeit, aber er empfindet kein Mitleid. Er sieht, wie die Natur durch die Hand der Habgier zerstört wird und es lässt ihn kühl. Er sieht, wie Menschen durch Angst oder Zorn zerfressen werden, aber es berührt ihn nicht. Er tut sich auch selbst nicht Leid, obwohl er oft unter dem Unbill seines Weges leidet. Er folgt seinem Weg und er tut, was getan werden muss, weil er weiß, dass das seine Aufgabe ist.
Die letzten beiden Sätze verstehe ich auch (noch) nicht. Aber ich bin fast sicher, dass mir das Leben zeigen wird, was damit gemeint ist...

zwei prägefrische Cents
von der Tintenweberin (die es gerade ausgesprochen lustig findet, ihre eigenen Texte zu interpretieren...)



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