Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Der Krieger des Lichts...

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Tintenweberin
    antwortet
    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
    Der Krieger, der von den Meistern seiner Zunft unterrichtet wurde und ein meisterliches Schwert in seinen Händen hält, ist ein gefährlicher Gegner. Doch er ist nicht unbesiegbar. Ein Moment des Zweifels oder die Erinnerung an die Angst vergangener Tage führen leicht dazu, dass er verwundet und nieder gerungen wird.

    Gefährlicher ist der Krieger, der sein Schwert auf der Zunge trägt und die Kunst der alten Meister studiert hat. Aber auch er ist nicht unüberwindlich. Intrigen und übler Nachrede sind Fußangeln, mit denen selbst die Tapfersten zu Fall gebracht werden und aus Angst vor den Gespenstern einer schreckensvollen Vergangenheit oder einer düsteren Zukunft, verleugnen ihn seine Gefährten wie Petrus es einst tat.

    Unbesiegbar ist allein der Krieger, der die Kunst des guten Kampfes in der Einsamkeit hoher Berggipfel oder finsterer Täler studiert hat und der das Schwert in seinem Herzen trägt. Obwohl er kein Mitleid kennt, fühlt er mit allem was ist. Obwohl er die Nöte der Welt sieht, nimmt er keine Herausforderung an. Wenn er sich dennoch zum Kampf rüstet, ist ihm der Sieg gewiss.

    (Tintenweberin, Persönliche Notizen zum Handbuch des Kriegers des Lichts)
    Als ich den Text geschrieben habe, hatte ich dabei meine eigene Entwicklung im Kopf... - Früher habe ich oft gekämpft. Um Gerechtigkeit, um Anerkennung oder um Liebe. Nicht nur für mich sondern oft auch für andere. Ich habe mich mit allem, was mir zur Verfügung stand in diese Gefechte geworfen. Ich habe hart gearbeitet, um meinen Wert zu beweisen und viele Bücher gelesen, um die Richtigkeit meiner Ideen zu belegen. Aber ich bin dabei allzuoft über meine eigenen Füße und über meine Vergangenheit gestolpert. Ich habe gegen Phantome gekämpft und wurde von meinen eigenen Ängsten oder Hoffnungen besiegt.

    Dann habe ich mein Schwert bei Seite gelegt und mich darauf verlegt, nach der Wahrheit hinter den Schatten zu suchen. Ich habe mit anderen darum gerungen, gemeinsam durch ihre und meine Schatten hindurch zu treten, um das wahre Wesen eines Konflikts zu erkennen. Ich war so sicher, dass uns dieser Kampf gemeinsam auf eine höhere Stufe des Bewusstseins bringen würde, aber meine "Gegenspieler" haben meine Worte so oft um und umgewendet, bis keine Wahrheit mehr darin war und meinen Gefährten wurde die Angelegenheit zu brenzlig oder zu unbequem.

    Als ich angefangen habe, diesen Text zu schreiben, stand ich vor den Trümmern eines Traums und ich dachte darüber nach, ob ich nicht besser umkehren und wieder zum Schwert und der Rüstung der Kriegerin greifen soll. Ich hatte mich völlig en-blößt, hatte auf alle Tricks und Finten verzichtet und war dennoch kläglich gescheitert. Im Schreiben hat sich der dritte Absatz überhaupt erst entwickelt und ich kann selbst nur raten, was er zu bedeuten hat...

    Der Krieger, der sein Schwert im Herzen trägt hat keine menschlichen Lehrer mehr, denn er ist der Schüler des Weges, der ihn ausgewählt hat. Er sieht die Welt wie sie ist, mit all ihrer Schönheit und mit ihrer Grausamkeit, aber er empfindet kein Mitleid. Er sieht, wie die Natur durch die Hand der Habgier zerstört wird und es lässt ihn kühl. Er sieht, wie Menschen durch Angst oder Zorn zerfressen werden, aber es berührt ihn nicht. Er tut sich auch selbst nicht Leid, obwohl er oft unter dem Unbill seines Weges leidet. Er folgt seinem Weg und er tut, was getan werden muss, weil er weiß, dass das seine Aufgabe ist.

    Die letzten beiden Sätze verstehe ich auch (noch) nicht. Aber ich bin fast sicher, dass mir das Leben zeigen wird, was damit gemeint ist...

    zwei prägefrische Cents
    von der Tintenweberin (die es gerade ausgesprochen lustig findet, ihre eigenen Texte zu interpretieren...)

    Einen Kommentar schreiben:


  • cassiopeia
    Ein Gast antwortete
    OS umarme....

    Trampolin, wie cool ist das denn !!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Kap Horn
    Ein Gast antwortete
    Hej OS

    Wie ich lese, so gibt es Hoffnung, wenn die Zukunft von Menschen wie Dir mitgeformt wird.

    Erzähl den Kindern, erzähl!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Orange Seahorse
    Ein Gast antwortete
    die kriegerin des lichts sprang im regen der natur...sie spürte den regen an ihrer haut...fühlte den wind...lauschte den regentropfen...es war ein wunderbares erlebnis....ihr gefährte, der gerade noch gejammert hatte, wie heiss es in den innenräumen heute ist und dadurch mies gelaunt war, zeigte sich mit einem lächeln auf der terrasse, als er ihr bei ihrem treiben zu sah...auch ihr kleines wesen auf 4 beinen wagte sich aufgrund ihrer tätigkeit bei diesem wetter in den garten, obwohl er das sonst nie tat...
    da wusste die kriegerin des lichts, dass man manchmal einem menschen ein lächeln auf die lippen zaubern kann- nicht weil man etwas für jemanden tut oder für jemanden auf etwas verzichtet sondern- einfach nur, weil man seinen eigenen weg geht......
    die kriegerin des lichts stiess auch an ihre grenzen und wusste wieder, wie sehr sie stadtmensch war, als sie mit den blättern und kleinen ästchen auf dem trampolin kämpfte, die bei diesem nassen wetter eine seltsame eigenständigkeit und hartnäckigkeit hatten... sie kämpfte und....siegte!
    doch wie sehr war sie wieder mit der natur versöhnt, als ein gewaltiger windstoss kam und ihre bäume um sie herum sich willig darein fügten und auch ihr rot-orangenes haar mit wehte...es war ein wunderbares gefühl...die kriegerin des lichts fühlte sich in diesem moment als wunderbarer teil dieser gewaltigen natur...und etwas erfüllte ihre seele mit grosser glückseligkeit...und sie sprang höher und stärker als sonst....sie war so nass und so glücklich....
    und sie fragte sich, wer es gewesen ist, der diese wetter als "schlecht" betitelt hat, wo es doch so gut tun kann.....
    die kriegerin des lichts wusste, dass es kein "schön" und "schlecht" gab in der natur, sondern dass es die menschen sind, die das hinein interpretieren....es ist nicht das wetter, das "schlecht" ist, es sind die begrenzungen, die menschen sich selber geben, weil sie vielleicht sagen: "bei diesem wetter kann ich nicht trampolin springen gehen!" doch eine kriegerin des lichts weiss, dass sie kann und weiss auch, wie glücklich sie das macht!
    und sie weiss, das sie am nächsten tag den kleinen kriegern des lichts davon erzählen wird...und sie weiss auch, dass sie es ihr gleich tun wollen .....
    OS

    Einen Kommentar schreiben:


  • Orange Seahorse
    Ein Gast antwortete
    und jetzt geht die kriegerin des lichts in den regen trampolin springen! denn eine kriegerin des lichts weiss, dass das irher seele und ihrem körper sehr gut tun wird....und obendrein ihre punkteliste hinaufschnellen lassen wird...
    OS

    Einen Kommentar schreiben:


  • Orange Seahorse
    Ein Gast antwortete
    puuhh! danke, tintenweberin! hab schon an meiner buchseitensuchfähigkeit gezweifelt! puh! schweissvonderstirnwisch.
    danke dir auch, dass ich wegen deinem schönen text das buch wieder zur hand nahm und mich inspirieren liss.... einfach schön diese zeilen...
    mmmmmhh.....meine seele nährt sich...
    OS

    Einen Kommentar schreiben:


  • Tintenweberin
    antwortet
    Zitat von Pippa Beitrag anzeigen
    Ob es möglich ist, daß Du diese beiden Sätze erklärst? Das Buch, auf das sich dieser Faden zu beziehen scheint, kenne ich zwar nicht, doch sind die beiden Sätze vielleicht auch aus sich heraus verständlich.
    Ups! Die Frage habe ich ja jetzt erst gesehen...

    Versprochen, ich werde sie beantworten, sobald ich die Muse dazu finde.

    @ Orange Seahorse: Diesen Text wirst du in Coelhos Buch nicht finden weil ich ihn selbst geschrieben habe...
    Zuletzt geändert von Tintenweberin; 15.07.2009, 19:50.

    Einen Kommentar schreiben:


  • cassiopeia
    Ein Gast antwortete
    Ein unbesiegbarer Krieger des Lichts, hat das Schwert im Herz....
    und handelt somit, aus dem Herz...
    Eine unbesiegbare Kriegerin des Lichts, ist vehement, ohne Mitleid, aber in Mitgefühl mit allem, was ist.... also mit sich selbst auch....
    einer der, die Illusionen, als Illusionen erkennt.... und sich nicht hineinstürzt, in die Dramen des Lebens...
    eine die, wenn sie kämpft, weiss, dass sie siegt...
    weil er nicht verlieren kann,
    es gibt keinen Gewinn oder Verlust....
    nur Liebe, Licht...


    das hast du sehr schön gesagt, Tintenweberin... mir gefällt es sehr...

    so habe ich das jetzt verstanden....

    Einen Kommentar schreiben:


  • Orange Seahorse
    Ein Gast antwortete
    ich möchte hier auch gerne eine seite einstellen, die mir persönlich sehr gut gefällt:

    __________________________________________________ ______________
    "wenn der bogen gespannt ist", sagt eugen herrigel im buch "zen in der kunst des bogenschiessens" zu seinem zen-meister, "kommt ein augenblick, in dem ich fühle, dass mir, wenn ich nicht sofort schiesse, die puste ausgeht."
    "solange du versuchst, den augenblick des abschusses herbei zu zwingen, wirst du das bogenschiessen nie erlernen", sagt der zen-meister. "manchmal behindert der allzu grosse aktive wille des schützen die genauigkeit des schusses."
    ein krieger des lichts denkt masnchmal: "was ich nicht tue, wird nie getan."
    das stimmt so nicht: er soll handeln, aber er soll auch dem universum erlauben, im günstigsten augenblick zu handeln.
    __________________________________________________ ________________



    für mich ist das der regenbogen zwischen himmel und erde..zwischen eigenem handeln und loslassen...zwischen bodenständigkeit und spiritualität....

    und ein hinweis darauf, dass allzu verbissenes hinarneiten auf ein ziel kontraproduktiv sein kann...
    in der ruhe liegt die kraft....
    OS


    OS

    Einen Kommentar schreiben:


  • Orange Seahorse
    Ein Gast antwortete
    hi,
    habe nun mein buch genommen, habe versucht, die zeilen zu finden..und bin drauf gekommen, dass im buch "handbuch des kriegers des lichts" sehr viele themen dieses forums behandelt werden....vertrauen, "nein", grenzen setzen, kampf für das gute, wunder, zuhören, einsamkeit.....
    hab dieses buch seit 2004 (ich schreib mir das immer in meine bücher)..ein freund gab es mir mal...ich war so begeistert von paulo coelho, dass ich alle gelesen und bei mir im regal stehen hab...manche haben total mein leben verändert...huch......
    was ich zu den oberen zeilen nur sagen kann: mit kampf ist der "gute" kampf gemeint (also der für sich stimmige)...
    OS

    Einen Kommentar schreiben:


  • Kap Horn
    Ein Gast antwortete
    Hej

    Auch ich bin auf die Antwort mal gespannt!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Pippa
    antwortet
    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
    ... Obwohl er kein Mitleid kennt, fühlt er mit allem was ist. Obwohl er die Nöte der Welt sieht, nimmt er keine Herausforderung an. Wenn er sich dennoch zum Kampf rüstet, ist ihm der Sieg gewiss. ...
    Ob es möglich ist, daß Du diese beiden Sätze erklärst? Das Buch, auf das sich dieser Faden zu beziehen scheint, kenne ich zwar nicht, doch sind die beiden Sätze vielleicht auch aus sich heraus verständlich.

    Was ist das für ein Krieger, wofür rüstet er sich und kämpft er, wenn er keine Herausforderung annimmt? Was nützt mitfühlen, wenn kein tätiges Mit-Leiden und Leidens-Ursache-Bekämpfen daraus wächst, denn die Stärke dazu hätte der Krieger ja offensichtlich?

    Nur wenn @ Tintenweber-Kriegerin ein Stückchen wertvolle Ferienzeit für eine Antwort opfern mag, um zwei Cents auszuprägen auf ihrem Münzstock ... sonst einfach die Frage in den Büffet-Papierkorb fallen lassen!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Tintenweberin
    antwortet
    Der Krieger, der von den Meistern seiner Zunft unterrichtet wurde und ein meisterliches Schwert in seinen Händen hält, ist ein gefährlicher Gegner. Doch er ist nicht unbesiegbar. Ein Moment des Zweifels oder die Erinnerung an die Angst vergangener Tage führen leicht dazu, dass er verwundet und nieder gerungen wird.

    Gefährlicher ist der Krieger, der sein Schwert auf der Zunge trägt und die Kunst der alten Meister studiert hat. Aber auch er ist nicht unüberwindlich. Intrigen und übler Nachrede sind Fußangeln, mit denen selbst die Tapfersten zu Fall gebracht werden und aus Angst vor den Gespenstern einer schreckensvollen Vergangenheit oder einer düsteren Zukunft, verleugnen ihn seine Gefährten wie Petrus es einst tat.

    Unbesiegbar ist allein der Krieger, der die Kunst des guten Kampfes in der Einsamkeit hoher Berggipfel oder finsterer Täler studiert hat und der das Schwert in seinem Herzen trägt. Obwohl er kein Mitleid kennt, fühlt er mit allem was ist. Obwohl er die Nöte der Welt sieht, nimmt er keine Herausforderung an. Wenn er sich dennoch zum Kampf rüstet, ist ihm der Sieg gewiss.

    (Tintenweberin, Persönliche Notizen zum Handbuch des Kriegers des Lichts)

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mensch
    Ein Gast antwortete
    Die Kriegerin des Lichts hat einen langen Tunnel durchschritten,endlich sieht sie Licht; das Licht der Natur,das nur darauf wartet,die Kriegerin des Lichts wieder liebevoll zu empfangen und mit neuer Energie zu erfüllen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • wilson
    antwortet
    Der Krieger des Lichts geht seinen Weg in Treue, Liebe und Achtung zu sich selbst und vor anderen Menschen.

    Er respektiert damit sowohl die eigenen Grenzen als auch die Grenzen seiner anderer Menschen.

    Gelegentlich widerfährt es auch einem Krieger des Lichts, dass er Grenzen verletzt.

    Er hat die Gabe sich mit sich selbst zu versöhnen oder andere um Verzeihung zu bitten.

    So wird er eins mit sich selbst.

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X