Aus den Fehlern udn Erfahrungen anderer zu lernen scheint eine Seltenheit zu sein.
Flyvbergs Datenbank war mir ein Begriff, aber den zuständigen Politikern offenbar nicht.
Ich lebe ja seit einigen Jahren in den Niederlanden und kann die hiesigen Problemfälle miterleben:
Noord-Zuidlijn (Bau einer weiteren U-Bahn-Linie in Amsterdam): Start 2003, Inbetriebnahme laut Plan 2011, tatsächlich frühestens 2017, geplante Kosten: 1.46 Milliarden Euro (davon 317 Millionen durch Amsterdam). Nun sind die Kosten auf 3.1 Miliarden gestiegen, den Großteil des Kostenanstiegs muß Amsterdam tragen, was zulasten vieler anderer Projekte geht.
Diverse Museumsrenovierungen und -neubauten mit mehrjähriger Verzögerung und Kostensteigerung.
Im Bahnsektor wollen sie jetzt unbedingt all das ausprobieren, was in Deutschland schon vor zehn Jahren scheiterte (Zugbindung von Fahrkarten verbunden mit langfristig im voraus zu tätigenden Kartenbuchungen - in einem Land, in dem v.a. Pendler die Züge nutzen). Mehdorn hatte ja damals auch versucht, den Bahnkunden das Verhalten von Flugzeugkunden aufzuzwingen und Interregios durch Umlackierung zu teureren ICs gemacht.
Mit dem Entwurf und Bau eines neuen Schnellzugs zwischen den Niederlanden und Belgien haben sie eine italienische Firma beauftragt, die damit keine Erfahrung hat (war so schön billig ...), statt der Erbauer von Shinkansen, TGV oder ICE. Der Zug ist jetzt das erste Mal gefahren (5 Jahre später als geplant) und hat mehr Verspätung gehabt als die reguläre Fahrzeit. Den Haag ist inzwischen vom internationalen Bahnverkehr abgekoppelt.
Die neuen Nahverkehrszüge haben keine Toiletten, angeblich, weil der Durchschnittspassagier nur 15 Minuten im Zug verbringt (die Gesamtfahrzeit kann aber drei Stunden betragen). Für absolute Notfälle soll nun der Lokführer die Passagiere im Führerhäuschen in einen Beutel machen lassen. Kein Witz, leider!
Usw. usf.
Flyvbergs Datenbank war mir ein Begriff, aber den zuständigen Politikern offenbar nicht.
Ich lebe ja seit einigen Jahren in den Niederlanden und kann die hiesigen Problemfälle miterleben:
Noord-Zuidlijn (Bau einer weiteren U-Bahn-Linie in Amsterdam): Start 2003, Inbetriebnahme laut Plan 2011, tatsächlich frühestens 2017, geplante Kosten: 1.46 Milliarden Euro (davon 317 Millionen durch Amsterdam). Nun sind die Kosten auf 3.1 Miliarden gestiegen, den Großteil des Kostenanstiegs muß Amsterdam tragen, was zulasten vieler anderer Projekte geht.
Diverse Museumsrenovierungen und -neubauten mit mehrjähriger Verzögerung und Kostensteigerung.
Im Bahnsektor wollen sie jetzt unbedingt all das ausprobieren, was in Deutschland schon vor zehn Jahren scheiterte (Zugbindung von Fahrkarten verbunden mit langfristig im voraus zu tätigenden Kartenbuchungen - in einem Land, in dem v.a. Pendler die Züge nutzen). Mehdorn hatte ja damals auch versucht, den Bahnkunden das Verhalten von Flugzeugkunden aufzuzwingen und Interregios durch Umlackierung zu teureren ICs gemacht.
Mit dem Entwurf und Bau eines neuen Schnellzugs zwischen den Niederlanden und Belgien haben sie eine italienische Firma beauftragt, die damit keine Erfahrung hat (war so schön billig ...), statt der Erbauer von Shinkansen, TGV oder ICE. Der Zug ist jetzt das erste Mal gefahren (5 Jahre später als geplant) und hat mehr Verspätung gehabt als die reguläre Fahrzeit. Den Haag ist inzwischen vom internationalen Bahnverkehr abgekoppelt.
Die neuen Nahverkehrszüge haben keine Toiletten, angeblich, weil der Durchschnittspassagier nur 15 Minuten im Zug verbringt (die Gesamtfahrzeit kann aber drei Stunden betragen). Für absolute Notfälle soll nun der Lokführer die Passagiere im Führerhäuschen in einen Beutel machen lassen. Kein Witz, leider!
Usw. usf.




Aber die anderen halte ich deswegen nicht für besser...
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