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dieses Buch kenne ich nicht. Gerne würde ich mir mal so eine Tagesseite ansehen.
Gedankengespinste oder Wie wichtig Sammlung ist
Du kannst die Vögel nicht davon abhalten, über deinen Kopf zufliegen, doch kannst du verhindern, dass sie ihn nisten. Franz von Assisi
In der Anfangszeit meiner Meditationspraxis habe ich einen Ausdruck geprägt, der meine Schwierigkeiten und Erfolge abbildet: "den Faden erhaschen«. In unserem Kopf ist jederzeit viel los, und es scheint sich immer altes nur um unsere eigenen Gedanken zu drehen - Wörter und Vorstellungen und darüber hinaus nicht viel Aufre*gendes. Trotzdem gibt es da, auch in all der Geschäftig*keit, einen Funken, der zu etwas anderem führen kann, Ich sehe diesen Funken gern als das Ende eines Fadens, der meist unbemerkt im Wind meiner Gedanken weht. Diesen Faden überhaupt zu bemerken und dünn zu grei*fen ist am Anfang alles andere als leicht doch wenn es Ihnen einmal gelungen ist, werden Sie ihn leichter erkennen und mit jedem weiteren Erfolg wird es noch leich*ter Dann können Sie sich an immer tieferen meditativen Zuständen vorantasten Wo von Meditation die Rede ist, gehl es um unser
Innenleben, also auch um unser Fühlen und Denken. Betrachten Sie einmal, was alles m Ihnen vorgeht Unser Denken ist keine übermäßig kultivierte Angelegenheit. Von morgens bis abends toben und stieben die Gedan*ken in unserem Kopf herum wie eine Horde Affen. Selbst ein disziplinierter Geist kann nicht über längere Zeit bei einem einzigen einfachen Gedanken bleiben. Wenn Sie alle Ihre ausgesprochenen und stummen Gedanken auf*zeichnen könnten, wären Sie beim Abspielen sicher ent*setzt Über das wirre Geschwätz, das eher an einen Geis*tesgestörten erinnert: Die Gedanken springen von einem Thema zum nächsten und kümmern sich überhaupt nicht um Folgerichtigkeit oder Eleganz, sie überschlagen und verknäulen sich und bilden alles in allem kaum mehr als leeres Geplapper.
Wer sich je auf einen einzigen Gedanken zu konzentrieren versucht hat, kennt sich damit aus. Beim Schreiben die*ses Buchs beispielsweise musste ich immer wieder das ge*rade erst Geschriebene überfliegen, weil mir schon wieder entfallen war, was ich eigentlich sagen wollte. Schriftstellerisch arbeitet , wird wissen, dass man vor allem lernen muss siech auf seinen jeweiligen Gegenstand zu sammeln,
Ähnlich ist es, wenn man anfängt zu meditieren. Den meisten fällt dann erst richtig auf, wie chaotisch und undiszipliniert es in ihnen zugeht…….
ist schoen zu sehen, dass sich hier so viele Leute fuer das THema Mediation interessieren. Ich versuche das auch schon seit laenegerer Zeit in meinen Tageablauf zu integrieren. Leider gehoere ich allerdings auch zu den Leuten, denen beim Sitzen im Schneider/Lotssitz ach recht kurzer Zeit die Beine so sehr einschlafen, dass es einfach nur unmoeglich ist, irgendwie weterzumachen... Hat jemand von Euch einen guten Rat, wie man damit umgehen kann?
Statt im Sitzen mache ich meine Meditation zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit (Fussweg zum Zug) indem ich mich entweder auf meine Schritte oder den Atem konzentriere und mich auf diese Weise zentriere.
Was ich aber auch festgestellt habe, ist dass man auch sehr gut in seine Mitte kommt, wenn man sich waehrend leichter koerperlicher Arbeit (z.B. im Haus oder Garten) sich bewusst auf seinen Atem konzentriert. Diese Routinearbeiten gehen mir dann wesentlich leichter von der Hand und ich bin haeufig am Ende sogar erholter als zu Beginn. Habt ihr so etwas schon einmal ausprobiert?
Ich beneide alle die sich Meditation selbst beigebracht haben. Also bei mir kommt immer irgendwann der Punkt, an dem ich finde, ich will etwas jetzt "seriös lernen" resp. gezeigt oder beigebracht bekommen. Also ging ich 2 Wochen in eines der Klöster von Thich Nhat Hanh. Er praktiziert in seiner Gemeinschaft Achtsamkeitsmeditation, ob nun beim Sitzen, beim Gehen, bei Garten- oder Küchenarbeit, das spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist einzig und allein, ganz im Moment zu sein, bei dem was man tut oder beim Sitzen ganz beim Atem zu bleiben.
Es war für mich ein absolutes Highlight am Morgen um 5.30 Uhr mit 40 anderen Frauen zusammen in der Buddha-Hall zu sitzen und zu meditieren, die Atmosphäre allein war schon erhebend. Eines Tages kam ich nach der Sitzmeditation beim ganz langsamen Gehen (1x rund um die Tischchen, ca 20 Meter) in ein Gefühl des "ganz-seins", ich fühlte mich völlig EINS. Das war total euphorisierend und natürlich wollte ich es wieder fühlen, natürlich wollte ich wieder dahin kommen.... nur funktioniert das dummerweise nicht mit wollen, seufz.
Seit meinem Aufenthalt (der mich anschliessend in der Welt hier draussen mind. für 3 Wochen unglaublich durchlässig gemacht hatte) meditiere ich nun jeden Morgen mind. 10 min. Es bringt mich definitiv mehr in meine Mitte und ich merke, dass ich (u.a. im Büro) viel klarer bin.
@Filu: mein Wecker klingelt also 10 min. früher, das finde ich gerade noch machbar und komischerweise kriege ich an den Arbeitstagen die Disziplin besser hin als am Wochenende. Am Abend schaffe ich es persönlich hier zu hause nicht.
Vielleicht warst du ja auch im Plum Village? Mich begleitet zur Zeit sein schön illustriertes Buch "sei liebevoll umarmt* mit Text und Foto zu jeder Woche (Thich Nhat Hanh)
Liebe Ference
Im Kloster sassen einige Menschen ganz einfach aufrecht auf einem Stuhl, die Füsse parallel auf den Boden gestellt, das Meditieren geht auch so, oder wie andere es gesagt haben auch beim Laufen oder bei irgendeiner Arbeit.
Das Buch "Meditation für Anfänger" verwirrt mich ehrlich gesagt mehr
als es mir nützt, ich habe es vorhin begonnen zu lesen und muss sagen dass diese
12!! verschiedenen Meditationen für jemanden wie mich echt ein Horror sind.
Ich bin jemand der einfach, feste strukturen liebt, vor allem anfangs. Ich will
nicht so viele Entscheidungen selber treffen sondern es soll alles gradlingig
und einfach sein, alles andere verwirrt mich meist zu sehr bei sowas...
Aber egal es ist dennoch innteressant
Eine Interessante Sache an diesem Buch ist,
dass die Meditation an sich anders beschrieben wird als ich sie immer (wenn ich sie allein und ohne Anleitung ausführte)
erlebt habe. Bevor ich meditierte war ich unruhig hin und her gerissen,
mit meiner Aufmerksamkeit nach außen gerichtet und abgelenkt.
Während ich meditierte kam ich immer zur Ruhe, ich wurde ruhig,
meine Konzentration verlagerte sich auf mich selbst und mir kamen
viele interessante Gedanken, mir wurde klar, dass es vieles gibt was ich
tun sollte, dass es so viel gibt was zu tun ist... Das heißt mein Verstand
kam zwar zur Ruhe aber er war dennoh aktiv, er begann in Ruhe
alles zu betrachten und mir Eingebungen zu machen.
Eigentlich war genau dies das, was mich an der Meditation so
faszinierte, dass ich ruhig wurde und vernünftig nachdenken
konnte. Nach der Meditation war mir vieles so klar, was ich
vorher schlicht vergessen hatte, es wurde mir dadurch so viel
Bewusst.
Nun lese ich in dem Buch, dass genau das aber nicht die Meditation ist,
sondern dass es das ist, was man während der Meditation versucht zu
verhindern. Meditation ist NICHT-denken. No-MIND, folglich
war das was ich als angenehm an der Meditation empfunden hatte
garnicht das Ergebnis echter Meditation, sondern nur das Ergebnis
ruhigen, entspannten, nachdenkens.
Wenn ich also nicht nach Meditation suche, wonach suche ich dann?
Ich denke ich suche nach Ruhe. Im Alltag bin ich oft so abgehetzt, so
abgelenkt und verwirrt, ich komme nciht zur Ruhe, ich bin nie wirklich
bei mir. Wenn ich mich still hinsetze, in Ruhe, und versuche einfach diese
Ruhe zu empfinden dann kommen diese ruhigen und guten Gedanken von
alleine.
Bei Patanjali ist die Meditation eine Etappe auf dem achgliedrigen Pfad zur Erleuchtung . Das bedeutet, dass die Reinform von Meditation schon ein hohes spirituelles Ziel ist.
So gehört der von Dir beschriebene Zustand sicherlich mit auf den Weg hin zur Meditation und klingt sehr gut in meine Ohren. Es ist immer die Frage, welche Ziele man hat, und jede Zwischenstufe von Yoga und Medtiation sind immer bereichernd und hilfreich.
Zuletzt geändert von sonnenfell; 24.01.2010, 20:00.
- und dann wird es zunehmend Momente geben, wo sich auch gedankenfreie Sekunden einschieben und da kannst Du sehr lichte Momente erleben. Es reicht völlig, wenn diese Momente kurz, aber sehr tief sind.
Hey!
vielen dank für eure netten Antworten! :)
Ja ich habe jetzt heute damit angefangen, mich nach der arbeit einfach mal 10 minuten ganz ruhig auf mein bett gesetzt, ohne meditation etc... ich denke ich werde jetzt jeden Tag so aufbauen dass ich 15 minuten einfach so sitze und denke, umherschaue, zur Ruhe komme und dann noch 15 Minuten die erste Meditation von Kornfield also Verbindung mit dem Atem aufnehmen, mache. Glaub da mch ich nix falsch mit :)
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