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Du, der Du mir immer so fern warst, und auch so nah…
Manchmal so ungut nah, dass es mir Angst gemacht hat.
Nach fast fünf Jahren der unterdrückten Trauer, der unterdrückten Wut, wage ich es,
mich meinen Gefühlen zu stellen.
Ich trauere um das, was hätte sein können und nicht war,
Ich trauere um Dich und Deine Chancen, die Du nicht wahrgenommen hast, nicht hast wahrnehmen können.
Ich bin wütend auf Dich, weil Du von mir das gleiche erwartet hast.
Ich bin wütend auf Dich, weil Du Dir nie Deine eigenen Befürfnisse erfüllt hast und deshalb immer depressiver wurdest.
Ich bin wütend und traurig, weil Dich das alles sprachlos gemacht hat.
Ich bin wütend und traurig, weil mich das alles sprachlos gemacht hat.
Reden war tabu.
Nicht über Deine traumatischen Erlebnisse in der schweren Zeit, nicht über bestehende Probleme reden….
Nicht über große Freuden reden….
Es könnten ja Emotionen hochkommen…man könnte Dinge über sich selbst erfahren…
Und trotzdem, ich bin traurig.
Weil ich weiß, dass Du mich geliebt hast. Und ich habe Dich geliebt, wütend, wie ich war.
Diesen Faden habe ich eben erst in Ruhe gelesen. Dankeschön für eure Kommentare. Vieles hat mich sehr berührt.
Großes Danke auch an Dich, sparks. Deine Worte haben mich sehr aufgewühlt. Gerade auch dieses "Ungelebte" geht mir nahe.
Es gab schon schwere Verluste in meinem Leben. Auch hatte ich schon viele Bücher über das Thema "Tod und Trauer" gelesen. Und dennoch hat mich dann der Schmerz über den Verlust meiner Eltern umgehauen, die innerhalb weniger Jahre nacheinander starben. Früher dachte ich immer, das Elternhaus zu verlieren, wenn man selber schon ein reiferes Alter erreicht hat, wäre nicht ganz so schlimm. Auch im Vergleich zu Menschen, die ihre Eltern schon in jungen Jahren verlieren.
Aber das stimmt nicht.
Immerhin wird es jetzt nach und nach leichter.
Das wünsche ich allen Trauernden hier auch.
wieder jährt sich dein Todestag. Du bist nicht vergessen, sicher nicht nur von mir.
Ich bin sicher, du hast deine Ruhe und deinen Frieden inzwischen gefunden in deiner neuen Existenz. Irgendwie beneide ich dich.
Ich hatte verschiedene Möglichkeiten, auch in diesen Zustand zu geraten, aber offenbar sind meine Aufgaben hier auf der Erde noch nicht erledigt, so dass mich Gott immer noch am Leben erhält.
Wenn du von deiner Wolke hier ins Forum schaust, würdest du bestimmt in dem einen oder anderen Thread deine Spuren hinterlassen, sie würden uns zum Nachdenken anregen, sicher auch mal zum Lachen.
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