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Das Leben - verschiedene Grundauffassungen

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    #61
    Hi Karin,

    ich glaube, dass jeder Mensch dann stirbt, wenn es für ihn an der Zeit ist. Und nichts anderes.

    Was du in meine Worte hinein interpretierst, bleibt dir überlassen.

    Condor

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      #62
      Hallo Condor, danke für die Erklärung und die Denkanstöße. Ich werde darüber nachdenken und nachlesen. Das mit den Riesen war mir völlig neu.

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        #63
        Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
        Absolut falsch!
        .
        Ich persönlich mag diese "absolut"-Aussagen nicht, denn meistens sind die Dinge eben nicht absolut nur so oder nur so. Die Fälle in meinem Bekanntenkreis passen jedenfalls nicht zu deiner Beschreibung.

        Ob ich mir selbst eine Chemo antun würde, wenn ich Krebs hätte, weiß ich auch nicht, aber wenn nicht, dann sicher nicht mit der Absicht, mein Leben damit zu verlängern. Denn meiner Ansicht nach kann Chemo nicht jeden Krebs heilen und nicht jedes Leben retten, aber es ist zumindest eine Chance.

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          #64
          Mein Mann hat mit der Chemo bei seinem Blasenkrebs jedenfalls gute Erfahrungen gemacht.
          Ich schließe mich da Solipsist an. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab, ob man eine Chemo macht oder nicht und wer sich dafür oder dagegen entscheidet.
          Karin, du machst auf mich den Eindruck, dass du in sehr vielen Bereichen hopp oder topp entscheidest. Die Grauabstufungen zwischen Schwarz und Weiß siehst du nicht oder willst du nicht sehen.
          Warst du schon immer so, hat sich das mit der Zeit so entwickelt oder hat dich ein einmaliges Ereignis zu dieser Einstellung gebracht?

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            #65
            Zitat von solipsist Beitrag anzeigen
            Ich persönlich mag diese "absolut"-Aussagen nicht, denn meistens sind die Dinge eben nicht absolut nur so oder nur so. Die Fälle in meinem Bekanntenkreis passen jedenfalls nicht zu deiner Beschreibung.

            Ob ich mir selbst eine Chemo antun würde, wenn ich Krebs hätte, weiß ich auch nicht, aber wenn nicht, dann sicher nicht mit der Absicht, mein Leben damit zu verlängern. Denn meiner Ansicht nach kann Chemo nicht jeden Krebs heilen und nicht jedes Leben retten, aber es ist zumindest eine Chance.
            In meiner Vorsorgevollmacht habe ich diese vermeintliche "Chance" ausgeschlossen, ebenso wie übrigens die Organspende. Da ich oft in Österreich drüben bin, wo nur ein eingetragener Widerspruch gilt, habe ich auch diesen getätigt. In Länder, wo es gar keine Widerspruchsmöglichkeit gibt, wie z.B. Bulgarien, würde ich niemals fahren.

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              #66
              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
              Mein Mann hat mit der Chemo bei seinem Blasenkrebs jedenfalls gute Erfahrungen gemacht.
              Ich schließe mich da Solipsist an. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab, ob man eine Chemo macht oder nicht und wer sich dafür oder dagegen entscheidet.
              Karin, du machst auf mich den Eindruck, dass du in sehr vielen Bereichen hopp oder topp entscheidest. Die Grauabstufungen zwischen Schwarz und Weiß siehst du nicht oder willst du nicht sehen.
              Warst du schon immer so, hat sich das mit der Zeit so entwickelt oder hat dich ein einmaliges Ereignis zu dieser Einstellung gebracht?
              Jeder wird durch die Ereignisse in seinem Leben geprägt und wenn solche Ereignisse sich häufen, zieht man für sich daraus die Konsequenzen.
              Es gibt ja viele Menschen, denen es schwer fällt, Entscheidungen zu treffen, dazu gehöre ich absolut nicht. Ich mache immer Nägel mit Köpfen. Man könnte es auch Reife nennen.
              Zuletzt geändert von Karin7356; 12.08.2016, 09:04.

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                #67
                Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                In meiner Vorsorgevollmacht habe ich diese vermeintliche "Chance" ausgeschlossen,
                Naja, es ist schon mehr als eine "vermeintliche" Chance...

                Mir scheint, du hast ein extrem großes Misstrauen gegenüber der Medizin in jeder Hinsicht. Das ist schon recht ungewöhnlich, finde ich.

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                  #68
                  Zitat von sskkyy Beitrag anzeigen
                  Hallo,


                  Deine Logik klingt ungefähr so, wie wenn du sagst, ein Krebskranker stirbt, weil er Tabletten geschluckt hat – dabei aber dummerweise ignorierst, dass er dadurch einige Jahre länger und gut gelebt hat als Vergleichsfälle.


                  Solch eine Meinung höre ich nicht zum ersten Mal – denke, das gibt sich schnell, wenn die Betreffenden selbst mal ernsthaft krank werden...
                  Sofern du selbst danach lebst und die Medizin nicht in Anspruch nehmen möchtest, ok.

                  Bisher habe ich immer mehr den Eindruck, dass insbesondere Menschen mit großer Angst vor dem Tod so denken – kann aber auch Zufall sein, dass sich das Zusammentreffen häuft.
                  Wenn ich allerdings lese:


                  scheint es meine Vermutung wieder zu bestätigen.


                  Da muss ich dich enttäuschen, das Wort ist nicht neu – wird dadurch aber auch nicht besser.
                  Und ja, es wird von solch Verschwörungstheoretikern gebraucht – passt auch prima in deren gestrickte Gedankenwelt.


                  Faschistische Mülltrennung ? g
                  Oh, dann ist die StVO (bzw. das Knöllchen wegen zu hoher Geschwindigkeit oder Falschparkens) für dich auch faschistisch ?


                  Liest sich wie ein Widerspruch.
                  Man könnte fast meinen, du fändest Gefallen an degrowth - ?
                  Statt "nach mir die Sintflut" heißt es bei dir "nach mir die Enkel"... g


                  Die letzten sechs Worte finde ich gut

                  sky
                  sky, tut mir leid, dass ich Deine langen Ausführungen erst gerade entdeckt habe. Ihr habt ja alle ganz schön viel geschrieben als ich unterwegs war.
                  Die Thematik scheint ganz schön aufwühlend zu sein.

                  Um nicht den ganzen langen Film von Al Gore zerlegen zu müssen, picke ich mir mal einen einzigen Punkt heraus aus seinen Thesen, nämlich die anthropogene, also menschengemachte Klimaerwärmung.
                  Sieht man sich dazu die Aufzeichnungen der Klima-bzw. Temperaturkurven an, wird man feststellen, dass es sich lediglich um einen natürlichen Rhythmus handelt, den aber nicht der Mensch verursacht haben kann, denn vor unserer heutigen Epoche (z.B. in der mittelalterlichen Warmzeit) gab es ähnliche Phänomene ohne dass die Menschen Autos, Industrie oder gar Mülltrennung hatten.
                  Übrigens widersprechen mir diesbezüglich alle in meiner Familie, weil sie entweder eine solche Wissenschaft studiert haben oder ein einschlägiges Ehrenamt begleiten. Es ist ein permanentes Gesprächsthema bei uns seit Jahren.
                  Vor 8 Jahren etwa hat mein Großer noch im Leistungskurs Geographie gelernt, dass es zu Al Gore`s Thesen noch gleichrangige gegenthesen gibt. Das war Inhalt des Lehrplans in Bayern. heute dürfte das als "Verschwörungstheorie" abgewunken werden. Mit diesem Totschlagbegriff, der alles Unerwünschte in eine Schublade steckt, würgt man jegliche kritische Überprüfung ab, sodass auch die Lehre nicht mehr frei agieren kann.

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                    #69
                    Zitat von solipsist Beitrag anzeigen
                    Naja, es ist schon mehr als eine "vermeintliche" Chance...

                    Mir scheint, du hast ein extrem großes Misstrauen gegenüber der Medizin in jeder Hinsicht. Das ist schon recht ungewöhnlich, finde ich.
                    Dieses Misstrauen ist berechtigt. Schließlich widme ich mich dieser Thematik schon seit meiner Kindheit, weil meine Eltern eine Praxis hatten.

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                      #70
                      Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                      Dieses Misstrauen ist berechtigt.
                      Würdest du dann sagen, dass Menschen ohne Zugang zu medizinischer Versorgung demzufolge besonders gesund und lange leben? Das müsste man doch dann beispielsweise in einigen Regionen Zentralafrikas beobachten können?

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                        #71
                        Hallo Karin,

                        Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                        Absolut falsch!
                        Menschen, die Krebs haben und sich nicht behandeln lassen, leben länger als jene, die z.B. Chemo bekommen.und die Unbehandelten sterben schmerzfreier als die mit Chemo. In jedem Fall verhindert die Chemo, dass der krebskranke noch paar schöne schmerzfreie Wochen erleben kann. Die Vergleichsfälle habe ich hautnah erlebt. Ich sah Lungenkrebs im Endstadium zwei Tage vor dem Tod: keinerlei Schmerzen ohne Schmerzmittel, einzig eine Atemmaske mit sauerstoff, die nach belieben genommen werden konnte. nachts friedlich entschlafen, da natürlich im Schlaf nicht ach der Atemmaske gegriffen wurde. Dagegen der Lungentumorkranke mit Chemo hatte einmal Hölle und leider auch gestorben.
                        Von zwei Fällen auf "Menschen, die Krebs haben" im allgemeinen zu schließen, halte ich schon für recht wagemutig. Natürlich orientiert sich jeder erstmal an den Fällen, die er selbst erlebt, aber der Blick über den Tellerrand der eigenen unmittelbaren Erfahrungen kann das Bild durchaus ergänzen: Auf jeder onkologischen Station gibt es hin und wieder mal einen oder zwei Patienten, die nichts weiter benötigen als Sauerstoffgaben und eventuell leichtere Schmerzmittel. Es gibt aber auch immer eine Reihe von Patienten, die unter so höllischen Schmerzen leiden, dass palliative Chemo- oder Bestrahlungstherapien sinnvoll sein können. Und das sind - im Gegensatz zu dem, was Du andeutest - nicht nur die Patienten, die vorher schon Chemotherapien oder ähnliches erhalten haben, sondern ebenso Menschen, deren Diagnose erst in diesem Endstadium gestellt wurde, wo es gar nicht mehr um Lebensverlängerung, sondern nur noch um palliative Schmerztherapie geht. Die individuelle Schmerzsituation ist von vielerlei abhängig, zu einem Gutteil aber auch von der Lokalisation und dem Zerstörungsgrad des gesunden Gewebes. Knochenmetastasen z.B. sind schmerzmäßig einfach ein anderes Kaliber als ein teilzerstörtes Organ. Aber natürlich ist auch jeder Mensch unterschiedlich schmerzsensibel.

                        Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                        Es gibt ja viele Menschen, denen es schwer fällt, Entscheidungen zu treffen, dazu gehöre ich absolut nicht. Ich mache immer Nägel mit Köpfen.
                        Entscheidungsfreudigkeit halte ich für eine gute Eigenschaft, solange man sich die Offenheit bewahrt, diese Entscheidungen ggfs. auch zu revidieren.

                        Grundsätzlich sind wir jetzt natürlich schon etwas vom ursprünglichen Thema abgekommen. Vielleicht möchte noch jemand etwas dazu schreiben, wie er/sie das Leben sieht bzw. was er/sie für den Sinn des Lebens hält?

                        Liebe Grüße in die Runde!
                        Chaja

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                          #72
                          Chaja, muss natürlich noch auf Dein posting antworten.

                          Wie kommst Du nur darauf, dass mir nur zwei Fälle bekannt sind?
                          Das interpretierst Du nur in mein Posting hinein.

                          Erzähl mir bitte nicht, dass Krebspatienten dankbar jubeln, wenn man ihnen gegen starke Schmerzen die Chemo anbietet. Genau das Gegenteil ist der Fall. Bereits zerstörtes Gewebe wird durch Chemo noch mehr zerstört, weil Chemo nicht selektieren kann zwischen gutem und bösem Gewebe und dadurch das gesunde auch noch mit zerstört wird.
                          Ich beschrieb Dir den Lungenkrebs im Endstadium mit und ohne Chemo.
                          Wäre nicht Ostern gewesen, hätte man dem Todkranken noch eine Chemo gemacht. Gsd, ist er noch rechtzeitig davor verstorben. So konnte er friedlich im Schlaf entschlafen.

                          Wusstest Du, dass es ganze Länder gibt, wo keine Chemo bei Krebs gemacht wird? Der Hammer ist, dass gerade es in diesen Ländern auch nur selten überhaupt Krebs gibt.
                          Welche Kühnheit der westlichen Welt ihre Krebstherapie uns als die einzig wahre verkaufen zu wollen! 1,3 Milliarden Chinesen sterben auch nicht wie die Fliegen weg, nur weil sie als therapeutisches Feld die westliche Schulmedizin nicht praktizieren.

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                            #73
                            Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                            1,3 Milliarden Chinesen sterben auch nicht wie die Fliegen weg, nur weil sie als therapeutisches Feld die westliche Schulmedizin nicht praktizieren.
                            Hm, soweit ich mitbekommen habe, praktiziert man auch in China inzwischen weitgehend die westliche Schulmedizin, zumindest in den Ballungsgebieten (parallel zur TCM, wobei ich nicht weiß, wie die verschiedenen Behandlungsmethoden prozentual verbreitet sind). Ich könnte mir vorstellen, dass die beiden Heilungsansätze in China weniger als konkurrierende, sondern als kooperierende Ansätze praktiziert werden.

                            Welche Länder wären das übrigens, in denen keine Chemo angewendet wird? Hast du da Listen und Statistiken? Wäre ja interessant...

                            Übrigens: soweit ich weiß, wird in vielen Fällen gegen starke Schmerzen bei Krebs nicht Chemo angewendet (die ja nicht zur Schmerzlinderung gedacht ist), sondern Morphium oder ähnlich starke schmerzunterdrückende Mittel. Die Mutter eines Freundes wurde jedenfalls mit diesen starken Schmerzmitteln behandelt - eine Chemo hat sie nicht bekommen, weil sie keine gewollt hat. Es wurde ihr auch keine Chemo aufgezwungen, das war eine freiwillige Entscheidung.

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                              #74
                              Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                              Wusstest Du, dass es ganze Länder gibt, wo keine Chemo bei Krebs gemacht wird? Der Hammer ist, dass gerade es in diesen Ländern auch nur selten überhaupt Krebs gibt.
                              Welche Kühnheit der westlichen Welt ihre Krebstherapie uns als die einzig wahre verkaufen zu wollen! 1,3 Milliarden Chinesen sterben auch nicht wie die Fliegen weg, nur weil sie als therapeutisches Feld die westliche Schulmedizin nicht praktizieren.
                              Welche Länder wären das denn? Ich hab mir mal die Mühe gemacht und kurz gegoogelt. Solltest du China meinen, sind deine Aussagen nicht richtig.

                              Ein Beispiel:
                              Chemotherapie: In China boomen Hotels für Krebspatienten - DIE WELT

                              Gerade in China erkranken überdurchchnittlich viele Menschen an Krebs. Ich habe mehrere Artikel gefunden, die deinen Aussagen widersprechen, nicht nur für China. Auch für Asien insgesamt und für Afrika treffen deine Aussagen nicht zu.

                              Aber vermutlich bin ich da auf ökofaschistische Propaganda hereingefallen.

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                                #75
                                Liebe Chaja,

                                wie gesagt, Dein Thema finde ich sehr schön.

                                Es fällt mir nicht so leicht, es in einem Beitrag erschöpfend zu beschreiben, es gibt immer wieder neue Aspekte, unter denen ich es betrachten kann.

                                Früher war ich der Überzeugung, dass ich meine Lebensaufgabe nicht finden kann und ich habe lange, sehr lange danach gesucht. Ich hatte Vorstellungen von "hehren" Taten, auf dem Gebiet der helfenden und heilenden Zunft und habe auch einige Unternehmungen gestartet. Mit mehr oder weniger Erfolg. All das, was in meinem täglichen Leben diesen Zielen nicht entsprochen hat, habe ich abgelehnt (unter anderem meinen "Brotjob") und ziemlich gelitten.

                                Heute halte ich es für meine "Aufgabe", mein Leben, so, wie es ist, gut zu leben und jeden Moment als Geschenk zu betrachten. Das muss ich mir noch oft genug in den Momenten vergegenwärtigen, wenn die alten Muster und der Verstand mir etwas anderes einflüstern wollen. Diese Haltung bekommt mir und meinen Mitmenschen sehr gut....

                                Im Umgang mit meinen Mitmenschen möchte ich handeln nach dem Grundsatz, dass jeder Mensch zu jeder Zeit das Beste gibt, was er geben kann, dass niemand von Grund auf böse ist und dass wir alle miteinander verbunden sind.
                                Das heißt nicht, dass ich als säuselndes Etwas durch die Gegend laufe. Eine weitere Überzeugung ist nämlich, dass wir auch alle hier sind, um Erfahrungen zu machen und zu lernen. Ich lerne von Anderen und Andere lernen von mir. Das kann eben auch mal in Auseinandersetzungen geschehen.

                                So, das wär´s fürs erste, Fragen und Anregungen sind jederzeit willkommen,
                                liebe Grüße,
                                Spark
                                Zuletzt geändert von spark; 12.08.2016, 16:01. Grund: Rechtschreibung

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