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Das Leben - verschiedene Grundauffassungen

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    #31
    Zitat von solipsist Beitrag anzeigen
    Rein genetisch mag das wohl stimmen, aber wenn das unser einziger Lebenszweck wäre, dann hätten ihn wohl viele Menschen verfehlt (ich auch). Ich denke, es gibt schon noch viele andere Möglichkeiten, seinem Leben einen Sinn zu geben. Da gibt es viele Lebensinhalte, die den Menschen Sinn geben können (z.B. wenn man schöne oder wichtige Dinge schaffen oder entwerfen kann, oder für andere Menschen Unterstützung bieten kann, eigene Ideen verwirklichen kann, und so weiter).
    Damit hast Du natürlich recht.
    Es ist mir auch ein wichtiges Anliegen anderen Menschen zu helfen, aber das ist eher meiner Lebenseinstellung geschuldet als dass es nüchtern betrachtet der Sinn des Lebens sein kann.
    Ich gehe dabei von der Intention eines Größeren aus, eines Schöpfers aller Dinge bei der Frage nach dem warum wir leben. Dabei kommt mir nur eine Antwort in den Sinn, die die logische Konsequenz ist: Nur wenn es Fortpflanzung gibt, stirbt eine Art nicht aus, ansonsten wäre die Schöpfung sofort beendet gewesen.

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      #32
      Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
      Ich gehe dabei von der Intention eines Größeren aus, eines Schöpfers aller Dinge bei der Frage nach dem warum wir leben. Dabei kommt mir nur eine Antwort in den Sinn, die die logische Konsequenz ist: Nur wenn es Fortpflanzung gibt, stirbt eine Art nicht aus, ansonsten wäre die Schöpfung sofort beendet gewesen.
      Was ist dann die Intention dieses Größeren, Fortpflanzungsendstationen wie Kinderlosigkeit zuzulassen?

      Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
      und behaupte heute, dass der einzige Sinn im Weitergeben von Leben liegt, weil wir sowohl genetisch als auch karmisch in unseren Nachfahren weiterleben und wir das Resultat unserer Ahnenschaft sind.
      Karin, auch ich bin über diesen Satz gestolpert. Hättest du geschrieben, dass es für dich persönlich und somit nur für dich der einzige Sinn ist, wäre ich nicht gestolpert.

      Doch so pauschal ausgedrückt schüttle ich den Kopf und denke an die vielen Frauen, die keine leiblichen Kinder haben, die jedoch ebenso etwas von sich an nicht leibliche Nachfahren weitergegeben haben und weitergeben, seien es Gedanken, Erfahrungen, Taten, Produkte und somit in diesen nicht leiblichen Nachfahren weiterleben. Ich denke zum Beispiel an meine kinderlosen Betreuerinnen in meiner Kindergartenzeit, die mir Werte vermittelt haben, die bis heute mein Denken und Handeln beeinflussen. Ich denke an meine kinderlose Nachbarin, die meine Pakete annimmt, wenn ich nicht zu Hause bin und die mir an der Nasenspitze ansieht, wenn es mir schlecht geht und mich dann tröstend oder ermunternd an die Hand nimmt. Ich denke auch an mich. Kinderlos und arbeitend. Auch wenn ich nur ein kleines Rädchen bin, lebe ich in den Produkten, in denen meine Ideen, meine Arbeit stecken, weiter.

      Ist es vielleicht – ich möchte dir damit nichts unterstellen und unbeachtet der Existenz eines Größeren – ein klitzekleiner egoistischer Gedanke eigens in leiblichen Nachkommen weiterzuleben?

      Oft lese ich von Frauen - dich meine ich nicht - über deren Abneigungen gegenüber Frauen, die kinderlos (geblieben) sind und die deshalb pauschal gleichgesetzt werden mit dem Bild der verwöhnten, reichen Gattin oder der emotionslosen, geldgeilen Karriere-Tussi.

      Dies stimmt mich sehr nachdenklich, denn diese Karriere-Tussi hat ihre Kinderlosigkeit möglicherweise zum Anlass genommen zu arbeiten um auf diese Art etwas an andere weiterzugeben. Dass sie im Kostüm mit hochgesteckten Haaren, dezent geschminkt an der Discounter-Kasse steht, weil sie innerhalb von 34 Minuten ihre Mittagspause erledigen muss, weil dies so im Arbeitsvertrag steht, wird nicht gesehen. Es wird auch nicht gesehen dass die Art ihres Äußeren so im Arbeitsvertrag verankert sein kann. Ich sehe, ich werde jetzt wirklich OT. Es ist ein spannendes Thema und ist sicherlich einen eigenen Faden wert.

      Zurück zu deinem Posting. Wie gesagt, hättest du geschrieben, dass für dich persönlich der einzige Sinn im Weitergeben von Leben ist, wären mir diese Gedanken nicht durch den Kopf geschossen.

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        #33
        Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
        Dabei kommt mir nur eine Antwort in den Sinn, die die logische Konsequenz ist: Nur wenn es Fortpflanzung gibt, stirbt eine Art nicht aus, ansonsten wäre die Schöpfung sofort beendet gewesen.
        Sicher, aber dazu reicht es aus, wenn eine genügend große Anzahl an Individuen sich tatsächlich fortpflanzt. In jeder Art gibt es wohl auch immer einen bestimmten Prozentsatz an Einzelwesen, die sich nicht fortpflanzen, ohne dadurch den Erhalt der Art zu gefährden.

        Insbesondere die Menschheit leidet derzeit sowieso nicht an der Gefahr, wegen zu geringer Fortpflanzungsraten auszusterben. In sofern denke ich, dass es durchaus legitim ist, neben der Fortpflanzung auch andere Lebensinhalte zu suchen und zu gestalten.

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          #34
          Wie konnte ich diesen Faden übersehen?!

          @Chaja: Danke auch von mir für dieses Thema!

          Ich bin dabei, brauche noch ein wenig Nachdenk- und Einfühlzeit, lauft inzwischen nicht weg!

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            #35
            Zitat von solipsist Beitrag anzeigen
            Sicher, aber dazu reicht es aus, wenn eine genügend große Anzahl an Individuen sich tatsächlich fortpflanzt. In jeder Art gibt es wohl auch immer einen bestimmten Prozentsatz an Einzelwesen, die sich nicht fortpflanzen, ohne dadurch den Erhalt der Art zu gefährden.

            Insbesondere die Menschheit leidet derzeit sowieso nicht an der Gefahr, wegen zu geringer Fortpflanzungsraten auszusterben. In sofern denke ich, dass es durchaus legitim ist, neben der Fortpflanzung auch andere Lebensinhalte zu suchen und zu gestalten.
            Das sehe ich genau so wie Solipsist.
            Im Gegenteil, m. E. werden viel zu viele Menschen geboren auf der Welt. Darin sehe ich auch ein Zerstörungspotential der Umwelt und danach dann auch für die Menschheit selbst.
            Ich sehe auch einen Sinn des Lebens darin, es sich so schön wie möglich zu gestalten, es zu genießen, sich am Leben zu erfreuen. Selbstverständlich nicht nur auf Kosten anderer.

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              #36
              Zitat von Hilla123 Beitrag anzeigen
              Was ist dann die Intention dieses Größeren, Fortpflanzungsendstationen wie Kinderlosigkeit zuzulassen?


              Karin, auch ich bin über diesen Satz gestolpert. Hättest du geschrieben, dass es für dich persönlich und somit nur für dich der einzige Sinn ist, wäre ich nicht gestolpert.

              Doch so pauschal ausgedrückt schüttle ich den Kopf und denke an die vielen Frauen, die keine leiblichen Kinder haben, die jedoch ebenso etwas von sich an nicht leibliche Nachfahren weitergegeben haben und weitergeben, seien es Gedanken, Erfahrungen, Taten, Produkte und somit in diesen nicht leiblichen Nachfahren weiterleben. Ich denke zum Beispiel an meine kinderlosen Betreuerinnen in meiner Kindergartenzeit, die mir Werte vermittelt haben, die bis heute mein Denken und Handeln beeinflussen. Ich denke an meine kinderlose Nachbarin, die meine Pakete annimmt, wenn ich nicht zu Hause bin und die mir an der Nasenspitze ansieht, wenn es mir schlecht geht und mich dann tröstend oder ermunternd an die Hand nimmt. Ich denke auch an mich. Kinderlos und arbeitend. Auch wenn ich nur ein kleines Rädchen bin, lebe ich in den Produkten, in denen meine Ideen, meine Arbeit stecken, weiter.

              Ist es vielleicht – ich möchte dir damit nichts unterstellen und unbeachtet der Existenz eines Größeren – ein klitzekleiner egoistischer Gedanke eigens in leiblichen Nachkommen weiterzuleben?

              Oft lese ich von Frauen - dich meine ich nicht - über deren Abneigungen gegenüber Frauen, die kinderlos (geblieben) sind und die deshalb pauschal gleichgesetzt werden mit dem Bild der verwöhnten, reichen Gattin oder der emotionslosen, geldgeilen Karriere-Tussi.

              Dies stimmt mich sehr nachdenklich, denn diese Karriere-Tussi hat ihre Kinderlosigkeit möglicherweise zum Anlass genommen zu arbeiten um auf diese Art etwas an andere weiterzugeben. Dass sie im Kostüm mit hochgesteckten Haaren, dezent geschminkt an der Discounter-Kasse steht, weil sie innerhalb von 34 Minuten ihre Mittagspause erledigen muss, weil dies so im Arbeitsvertrag steht, wird nicht gesehen. Es wird auch nicht gesehen dass die Art ihres Äußeren so im Arbeitsvertrag verankert sein kann. Ich sehe, ich werde jetzt wirklich OT. Es ist ein spannendes Thema und ist sicherlich einen eigenen Faden wert.

              Zurück zu deinem Posting. Wie gesagt, hättest du geschrieben, dass für dich persönlich der einzige Sinn im Weitergeben von Leben ist, wären mir diese Gedanken nicht durch den Kopf geschossen.
              Du siehst das ganze aus einer anderen Perspektive wie ich.
              Ich habe mich oft gefragt wann ich bereit wäre zu gehen, wann würde mir das Sterben nicht mehr schwer fallen. Im Endeffekt verblassen dann alle Gedanken daran, was man alles getan hat und alle Lebenserfahrungen relativieren sich. Ich stellte fest, dass es von tiefer Befriedigung ist, wenn man Enkel bekommt. Man hat das Gefühl, dass irgendwas von einem bleibt, wenn man geht.

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                #37
                @ Karin:

                Warum glaubst Du, das einzig Nachkommen das Mittel sind, der Welt etwas zu hinterlassen?

                Es gibt z.B. so viele Künstler, Dichter, Komponisten, die der Welt so viel gegeben haben.
                Ihre Werke haben unzähligen Menschen Freude geschenkt oder in verzweifelten Momenten Trost gespendet. Über Jahrhunderte!

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                  #38
                  Zitat von spark Beitrag anzeigen
                  @ Karin:

                  Warum glaubst Du, das einzig Nachkommen das Mittel sind, der Welt etwas zu hinterlassen?

                  Es gibt z.B. so viele Künstler, Dichter, Komponisten, die der Welt so viel gegeben haben.
                  Ihre Werke haben unzähligen Menschen Freude geschenkt oder in verzweifelten Momenten Trost gespendet. Über Jahrhunderte!
                  Ich rede immer hier für mich.
                  Aber denke an die Natur. Jedes Tier, jede Pflanze lebt durch seine Nachkommenschaft weiter. Aus dem Blickwinkel des göttlichen Betrachters sind wir da alle gleich.
                  So wie wir im Tod auch alle gleich sind. Niemand kann etwas mitnehmen, weil das letzte Hemd keine Taschen hat, insofern macht die Reduktion auf das Wesentliche Sinn.

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                    #39
                    Ja niemand kann etwas mitnehmen. Aber jeder hinterlässt etwas u.z. nicht nur Nachkommen ... sondern all seinen Energieverbrauch, egal wodurch der gedeckt wurde, seinen Wasserverbrauch, egal woher der kam, seinen ANteil, an der Vernichtung anderer Arten ... allein deshalb , weil er hier auf der Erde weilt .....
                    Und je mehr Menschen wir sind, desto größer wird das Artensterben, desto größer der Energieverbrau, desto größer der Wasserverbrauch und mit allen folgen, die es mit sich bringt.
                    Und aus diesem Grund täten wir gut daran, dafür zu sorgen, dass die Weltbevölkerung nicht weiter wächst und es sollte sch... egal sein, ob wirtschaftliches Wachstum das wichtigste überhaupt ist. dann brauchen wir eben ein neues System. So einfach ist das .......... für manche zumindest ..........

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                      #40
                      Hi Chaja,

                      Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                      Was ist das (menschliche) Leben für Euch? Könnt Ihr in Worte oder sprachliche Bilder (wie das vom Puzzle oder der Busfahrt) fassen, was Eure Grundauffassung vom Leben ist? Was leitet Ihr dementsprechend als Lebensaufgabe oder "Sinn des Lebens" ab?
                      Für mich ist der Sinn des Lebens das Leben selbst, also dass ich da bin, dass ich Erfahrungen sammle und lebe.

                      Ich bin auf der Erde (so, wie ich denke alle anderen Menschen auch), damit Gott durch mich lernen kann.

                      Und damit Gott auch durch mich lernen kann, besitzen alle Menschen (nach meiner Auffassung) eine Seele.

                      Diese Seele besteht meiner Meinung nach aus einem kleinen Licht, welches für das menschliche Auge unsichtbar ist und ist somit der Teil Gottes in uns, durch das Gott mit den Menschen in Verbindung treten kann und umgekehrt. Also, was ich fühle, fühlt auch Gott und was Gott fühlt, fühle auch ich.

                      Gott ist für mich ein Wesen, welches aus Milliarden von Lichtern besteht. Je eins dieser Lichter bringt Gott schon vor der Geburt in jeden einzelnen Menschen. - Das ist für mich übrigens auch die Erklärung, dass die christliche Kirche lehrt, dass wir Menschen Gottes Kinder seien.

                      Da ständig Lichter von Gott gehen, aber auf der anderen Seite auch ständig Lichter zu Gott zurückkehren, ist Gott immer in Bewegung.

                      Ich glaube, dass Gott den Menschen erschaffen hat, von den Riesen bis zum heutigen Menschen. Der Homo Sapiens ist sein Meisterstück.

                      Ich spreche oft mit Gott, aber nicht in Ehrfurcht vor ihm, sondern eher wie mit einem guten Kumpel und Gott redet auch genauso mit mir. Diese Gespräche sind nicht lang, aber oft sehr lustig.

                      Mit dem Tod habe ich mich schon lange beschäftigt (auch weil ich jahrzehntelang zum Teil sehr schwere Depressionen mit Suizidgedanken und -versuchen hatte) und ich komme immer mehr dahin, dass es eigentlich egal ist, wie man sein Leben lebt (das hat höchstens etwas mit dem menschlichen Wohlbefinden zu tun), wenn die Sanduhr durchgelaufen ist, ist Ende, da kann man nichts mehr machen. Es soll dann einfach so sein.

                      Ich hoffe aber noch auf einige schöne Jahre, denn ich habe noch so viel vor.

                      Condor

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                        #41
                        Zitat von Kaktus2 Beitrag anzeigen
                        Ja niemand kann etwas mitnehmen. Aber jeder hinterlässt etwas u.z. nicht nur Nachkommen ... sondern all seinen Energieverbrauch, egal wodurch der gedeckt wurde, seinen Wasserverbrauch, egal woher der kam, seinen ANteil, an der Vernichtung anderer Arten ... allein deshalb , weil er hier auf der Erde weilt .....
                        Und je mehr Menschen wir sind, desto größer wird das Artensterben, desto größer der Energieverbrau, desto größer der Wasserverbrauch und mit allen folgen, die es mit sich bringt.
                        Und aus diesem Grund täten wir gut daran, dafür zu sorgen, dass die Weltbevölkerung nicht weiter wächst und es sollte sch... egal sein, ob wirtschaftliches Wachstum das wichtigste überhaupt ist. dann brauchen wir eben ein neues System. So einfach ist das .......... für manche zumindest ..........
                        Ich glaube nicht an eine Überbevölkerungstheorie, denn normalerweise hilft sich die Natur da selbst, dass das so nicht kommt. Ich glaube auch nicht daran, dass Ressourcen endlich sind. Der Mensch hält sich für zu einflussreich gegenüber der Schöpfung, derweil ist er im Weltgetriebe nur ein ganz kleines Licht.
                        Ganz empfindlich habe ich etwas gegen das ungezügelte von Menschen künstlich konstruierte Wirtschaftswachstum, das ohnehin immer kollabiert irgendwann. Dazu gibts mehrere sehr gute Vorträge, in denen das mathematisch bewiesen wird.
                        Gerade deshalb bin ich für einen nachhaltigen Lebensstil, um diesem künstlichen System, das sich Menschen wie Sklaven hält, die Basis zu entziehen.

                        condor, eine sehr interessante Darstellung zum Gott-Mensch-Verhältnis.

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                          #42
                          Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                          Ich glaube nicht an eine Überbevölkerungstheorie, denn normalerweise hilft sich die Natur da selbst, dass das so nicht kommt. .
                          Ja, durch von Menschen (=Natur) gemachte Kriege..., Seuchen und so weiter...

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                            #43
                            Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                            Aber denke an die Natur. Jedes Tier, jede Pflanze lebt durch seine Nachkommenschaft weiter. Aus dem Blickwinkel des göttlichen Betrachters sind wir da alle gleich.
                            Dann habe ich als nachkommenfreie, alternde Frau den Sinn meines Daseins aus dem Blickwinkel deines göttlichen Betrachters also völlig verfehlt. Schade eigentlich!

                            Ich denke, aus Gründen meines Seelenfriedens halte ich mich dann lieber weiterhin an den Blickwinkel meiner früheren Medizinlehrerin. Sie hat mich gelehrt, dass Kinder durch den göttlichen Funken der Liebe in die Welt kommen aber erst durch die Unterstützung des ganzen Stammes ihren Platz in dieser Welt finden können ...

                            Just my two cents
                            von der Tintenweberin

                            Kommentar


                              #44
                              Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                              Aber denke an die Natur. Jedes Tier, jede Pflanze lebt durch seine Nachkommenschaft weiter.
                              Auch bei vielen Tierarten sorgen bei weitem nicht alle Individuen für die Nachkommenschaft. Oft ist es doch so, dass sich nur das Leittier paaren und fortpflanzen darf, die übrigen Tiere des Rudels oder der Herde haben andere (sozusagen soziale) Aufgaben und tragen indirekt zum Erhalt der Gruppe bei.

                              Deshalb denke ich, dass es auch beim Menschen durchaus im Sinne der Natur ist, wenn nicht jeder Mensch sich fortpflanzen muss, sondern sich nach seinen Fähigkeiten für seine Gruppe oder für andere Menschen einsetzt.

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                                #45
                                Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                                Dann habe ich als nachkommenfreie, alternde Frau den Sinn meines Daseins aus dem Blickwinkel deines göttlichen Betrachters also völlig verfehlt. Schade eigentlich!
                                Hallo Tintenweberin, ich teile dein schweres Schicksal.

                                Ich glaube nicht an eine Überbevölkerungstheorie, denn normalerweise hilft sich die Natur da selbst, dass das so nicht kommt.
                                Karin, wie passt da die Medizin in dein Weltbild, die z.B. das Säuglingssterben deutlich reduziert und die Lebenszeit des Menschen signifikant erhöht hat?

                                Deine Einstellung sei dir unbenommen. Für dich scheint sie stimmig zu sein und du scheinst gut damit zu leben. Damit kann ich auch leben. Aber ganz ernst nehmen kann ich es nicht, wenn jemand menschgemachte Umweltverschmutzung, Artensterben, Überbevölkerung, Ressourcenverschwendung usw. usf. so komplett ausblendet, ebenso wie die fundierten Beiträge der anderen User hier.

                                Ja, die Überbevölkerung wird sich schon von selbst regulieren. Kriege und Seuchen gab es zu allen Zeiten. Aber so effektiv, wie heute in ihrer Selbstzerstörung war die Menschheit noch nie. Der Planet wird das nicht überstehen. Mich wird es hoffentlich nicht mehr treffen, denn ich habe ja keinen Teil von mir in der Welt hinterlassen.

                                @Condor: Ich finde deine Theorie sehr interessant und irgendwie beruhigend. Was mir aber dabei fehlt sind unsere Mitlebewesen. Haben nur Menschen dieses göttliche Licht in sich? Warum? Wenn man die Evolution betrachtet, kann ich mir das nicht vorstellen. Oder gehst du davon aus, dass Gott die Schöpfung tatsächlich in 7 Tagen erschaffen hat? Alle Lebewesen auf der Erde gehen doch auf den selben Ursprung zurück. Denke ich zumindest. Wie kann es da sein, dass nur der Mensch den göttlichen Funken in sich trägt? Logischerweise müste dieser Funke doch von Anfang an vorhanden gewesen und weiter getragen worden sein.

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