Hallo Ihr Lieben,
ich hatte in letzter Zeit mehrere spannende Gespräche, in denen es um das ging, was häufig als der "Sinn des Lebens" bezeichnet wird. Was wir - ob wir es nun in Worte fassen können oder nicht - als den "Sinn des Lebens" ansehen, hängt - so denke ich - ganz eng damit zusammen, wie wir das (menschliche) Leben aufgrund unserer Erfahrungen wahrnehmen, verstehen, empfinden...
Ein Verwandter z.B. schilderte mir seine Auffassung von Leben so: Das Leben sei wie ein Puzzle, in dem es für jedes Teil einen einzigrichtigen Platz gebe. Die Aufgabe im Leben bestehe darin, das Puzzle vollständig und richtig zusammenzusetzen. Wenn etwas nicht zusammenpasse, habe man etwas falsch gemacht oder sei "vom Hersteller" betrogen worden, der einem ein inkomplettes Puzzle-Set oder gar die vermischten Teile von verschiedenen Puzzlen in die individuelle Kiste gepackt habe. Er verzweifele aktuell über seinem Teile-Set, weil er nicht wisse, ob er alles falsch gemacht habe oder er gar keine Chance habe, die nicht-zusammengehörigen Teile korrekt miteinander zu verbinden.
Von anderer Seite hörte ich: Das Leben sei wie eine Fahrt in einem Bus, der mit absoluter Sicherheit auf einen Abgrund zusteuere und aus dem man nicht aussteigen könne. Das beste, was man tun könne, sei es deswegen, die Aussicht und die Fahrt so intensiv wie möglich zu genießen, denn an dem radikalen Ende der Fahrt könne man sowieso nichts ändern.
Mein eigenes Lebensgefühl ist weder mit der ersten noch mit der zweiten Auffassung vereinbar. Es ist vielmehr von der Vorstellung geprägt, dass man die Aufgabe oder gar die Pflicht habe, die Welt am eigenen Platz ein kleines bisschen besser zu machen, auch wenn das auf Kosten des eigenen Genusses ginge.
Bevor Ihr fragt: ich sehe die Problematik nicht nur an den mir fremden Entwürfen, sondern auch an meiner eigenen, kann sie aber nur in einem gewissen Maße modifizieren, jedoch nicht vollständig umkrempeln.
Mich würde einfach interessieren: Was ist das (menschliche) Leben für Euch? Könnt Ihr in Worte oder sprachliche Bilder (wie das vom Puzzle oder der Busfahrt) fassen, was Eure Grundauffassung vom Leben ist? Was leitet Ihr dementsprechend als Lebensaufgabe oder "Sinn des Lebens" ab?
Liebe Grüße in die Runde!
Eure Chaja
ich hatte in letzter Zeit mehrere spannende Gespräche, in denen es um das ging, was häufig als der "Sinn des Lebens" bezeichnet wird. Was wir - ob wir es nun in Worte fassen können oder nicht - als den "Sinn des Lebens" ansehen, hängt - so denke ich - ganz eng damit zusammen, wie wir das (menschliche) Leben aufgrund unserer Erfahrungen wahrnehmen, verstehen, empfinden...
Ein Verwandter z.B. schilderte mir seine Auffassung von Leben so: Das Leben sei wie ein Puzzle, in dem es für jedes Teil einen einzigrichtigen Platz gebe. Die Aufgabe im Leben bestehe darin, das Puzzle vollständig und richtig zusammenzusetzen. Wenn etwas nicht zusammenpasse, habe man etwas falsch gemacht oder sei "vom Hersteller" betrogen worden, der einem ein inkomplettes Puzzle-Set oder gar die vermischten Teile von verschiedenen Puzzlen in die individuelle Kiste gepackt habe. Er verzweifele aktuell über seinem Teile-Set, weil er nicht wisse, ob er alles falsch gemacht habe oder er gar keine Chance habe, die nicht-zusammengehörigen Teile korrekt miteinander zu verbinden.
Von anderer Seite hörte ich: Das Leben sei wie eine Fahrt in einem Bus, der mit absoluter Sicherheit auf einen Abgrund zusteuere und aus dem man nicht aussteigen könne. Das beste, was man tun könne, sei es deswegen, die Aussicht und die Fahrt so intensiv wie möglich zu genießen, denn an dem radikalen Ende der Fahrt könne man sowieso nichts ändern.
Mein eigenes Lebensgefühl ist weder mit der ersten noch mit der zweiten Auffassung vereinbar. Es ist vielmehr von der Vorstellung geprägt, dass man die Aufgabe oder gar die Pflicht habe, die Welt am eigenen Platz ein kleines bisschen besser zu machen, auch wenn das auf Kosten des eigenen Genusses ginge.
Bevor Ihr fragt: ich sehe die Problematik nicht nur an den mir fremden Entwürfen, sondern auch an meiner eigenen, kann sie aber nur in einem gewissen Maße modifizieren, jedoch nicht vollständig umkrempeln.
Mich würde einfach interessieren: Was ist das (menschliche) Leben für Euch? Könnt Ihr in Worte oder sprachliche Bilder (wie das vom Puzzle oder der Busfahrt) fassen, was Eure Grundauffassung vom Leben ist? Was leitet Ihr dementsprechend als Lebensaufgabe oder "Sinn des Lebens" ab?
Liebe Grüße in die Runde!
Eure Chaja


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