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    #16
    Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
    .jene, die keine Zertifizierung vorweisen können, aus welchen Gründen auch immer...?...wo bleiben die?....
    irgendjemand wird immer Richtlinien aufstellen(müssen).
    ja, wo bleiben die, ich halte das für einen gefährlichen Irrtum, Gedankengang. Es wird immer Richtlinien geben. Und wo jeder das Recht hat, sagen zu dürfen was er will, hat auch jeder das Recht nicht hinzuhören.

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      #17
      Na ja Shepherd, wenn es so leicht wäre die Richtung zu ändern. ...... Natürlich kann ICH eine andere Partei wählen, die jedoch in der Gesellschaft nicht mehrheitsfähig ist. Nützt es was? Nein, es verstärkt das Gefühl, als einzelne Person keinerlei Einfluß zu haben. Das habe ich ja schon öfters mal hier geschrieben.

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        #18
        Viva, weshalb sind denn aus Deinem Haus keine Leute zur Wahl gegangen? Ich vermute, weil sie das Thema nicht interessiert und sie zufrieden sind mit Status quo bzw. es so hinnehmen, wie die anderen eben mehrheitlich abstimmen.

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          #19
          Zitat von viva58 Beitrag anzeigen
          das klingt ein bisschen Arg nach Erst und Zweitklass-Menschen.
          Erste, zweite und letzte Klasse gibt es in unserer aktuellen Gesellschaftsform auch, und mir wäre es erheblich lieber, wenn sich die Menschen durch Bildung für die erste Klasse qualifizieren müssten als durch den Besitz von Geld.

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            #20
            Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
            Wie Zertifikate zustande kommen, welchen Inhalt sie haben und erfüllt werden müssen ...
            In meiner Vision geht es zum Beispiel um die Frage, wie ein Dorf seine Energieversorgung regelt: Sollen Windräder auf den umliegenden Hügeln stehen? Wird eine Biogasanlage gebaut? Wird der Strom (weiterhin) eingekauft oder lohnt sich eine Zusammenarbeit mit den anderen drei Dörfern in diesem Tal? In meinem Dorf wird (mehr oder weniger hitzig) über diese und andere Fragen diskutiert und es werden verschiedene Lösungsansätze erarbeitet, irgendwann gibt es eine (oder meinetwegen auch zwei) Veranstaltungen, in denen Experten, über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lösungen referieren, die Besucher der Info-Veranstaltung füllen im Anschluss an die Veranstaltung einen Fragebogen aus, der beweist, dass sie den Abend nicht verschlafen haben, und bekommen ein (nicht übertragbares) Ticket, das sie berechtigt, mitzuentscheiden, wenn über die endgültige Lösung entschieden wird.

            Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
            ... jene, die keine Zertifizierung vorweisen können, aus welchen Gründen auch immer...?...wo bleiben die?....
            Zuhause. Sie werden mit den Entscheidungen derer leben müssen, die vorher auch nicht zuhause geblieben sind.
            Zuletzt geändert von Tintenweberin; 10.03.2018, 11:41.

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              #21
              Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
              ... irgendwann gibt es eine (oder meinetwegen auch zwei) Veranstaltungen, in denen Experten, über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lösungen referieren, die Besucher der Info-Veranstaltung füllen im Anschluss an die Veranstaltung einen Fragebogen aus, der beweist, dass sie den Abend nicht verschlafen haben, und bekommen ein (nicht übertragbares) Ticket, das sie berechtigt, mitzuentscheiden, wenn über die endgültige Lösung entschieden wird.
              Das hat eben auch seine Tücken, weil damit eine Vorauswahl geschaffen wird. Wenn hier die Populisten z.B. das Thema "Minaretverbot" auf die Traktandenliste setzen, würde ich garantiert keine Zeit und Energie verschwenden, um an einer solchen Veranstaltung teilnehmen, ganz einfach, weil mir das Thema zu blöd ist. Trotzdem wäre es mir nicht egal, wenn dann so etwas durch käme, einfach weil nur diejenigen abstimmen können, die sich für solche Themen ereifern.

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                #22
                Zitat von viva58 Beitrag anzeigen
                Ich glaube, oder erlebe es so, dass ungebildete, wenn man sie mal so nennen darf, gar nicht zur Abstimmung gehen, aber auch Gebildete gehen nicht immer.
                In unserem Haus war ich die einzige die am 4. März ging und hier hat es einige normal gebildete.
                Das verstehe ich nicht, wie es den Leuten dermassen egal sein kann, was um sie herum geschieht. Weil heute kann ja jeder brieflich abstimmen. "Keine Zeit" ist also kein Argument. Ob es wohl eher an der Bequemlichkeit liegt? Oder fühlen sich die Leute überfordert von den Abstimmungsfragen und dem ganzen Prozedere?

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                  #23
                  Ich glaube mit der Zeit funktionieren solche Systeme ganz gut. Denn die Schweizer akzeptieren das Ergebnis so einer Abstimmung ja, auch wenn nicht der Wille aller erfüllt wird.
                  Die Türe geht sozusagen in zwei Richtungen. Wenn ich mich nicht kümmere, mich nicht informiere, dann entscheiden andere für mich und ich muss mit den Konsequenzen leben. Also werden die, die sich engagieren öfter ihren "Willen" bekommen, als die, denen alles egal ist.
                  Um abstimmen zu können, muss ich mir ja erst mal eine Meinung bilden, außer, ich habe sie schon.
                  Es ist ein Erfolgserlebnis dass ich als einzelner Bürger etwas bewirken kann. Denn das worüber abgestimmt wurde muss innerhalb einer festgelegten Frist auch umgesetzt werden, da kann kein Politiker, egal welcher Coleur sich darum herummogeln.
                  Das gibt ein besseres Gefühl als für ein schöngefärbtes Parteiprogramm zu stimmen, dass danach größtenteils den Zwängen von Koalitionsverhandlungen und den Zwängen eines knappen Budgets zum Opfer fällt.
                  Für mich fühlen sich Wahlen meistens sinnlos an. Ich gehe zwar, habe aber nicht das Gefühl, damit etwas zu bewirken.

                  Und diese Abstimmungen zeigen auch ziemlich genau, wo ein Volk, eine Gemeinschaft gerade steht. Und das weckt den einen oder anderen Schlafenden bestimmt auch auf.

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                    #24
                    Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen

                    Wie Zertifikate zustande kommen, welchen Inhalt sie haben und erfüllt werden müssen ...
                    Zitat von Tintenweberin
                    In meiner Vision geht es zum Beispiel um die Frage, wie ein Dorf seine Energieversorgung regelt: Sollen Windräder auf den umliegenden Hügeln stehen? Wird eine Biogasanlage gebaut? Wird der Strom (weiterhin) eingekauft oder lohnt sich eine Zusammenarbeit mit den anderen drei Dörfern in diesem Tal?
                    Fett von mir
                    Diese Initiativen funktioniert mitunter für geringeren Strombedarf, aber nicht wenn nebenan zum Beispiel ein Automobilwerke auf der Wiese steht.

                    Eine Regierung(en) ist für Groß und Klein zuständig. Die Regierung entsteht aus der Dorfversammlung hin zu Gemeinde, Land, Bund, EU, Weltgemeinschaft.

                    Und vieles von den Großprojekten wird von Otto-Normal mitunter nicht wirklich verstanden, weil er den Überblick, die x-Querverbindungen welche sich in die ineinander greifenden Räder und Rädchen, nicht mal auf dem Radar hat.

                    In meinem Dorf wird (mehr oder weniger hitzig) über diese und andere Fragen diskutiert und es werden verschiedene Lösungsansätze erarbeitet, irgendwann gibt es eine (oder meinetwegen auch zwei) Veranstaltungen, in denen Experten, über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lösungen referieren,
                    Klingt für mich nach aktuell gängiger Gemeinde Landtag und Regierungsarbeit.....EU....Weltgemeinschaft.

                    x-Debatten um auf einen einigermaßen von der Mehrheit angenommenen Kompromiss zu gelangen.

                    die Besucher der Info-Veranstaltung füllen im Anschluss an die Veranstaltung einen Fragebogen aus, der beweist, dass sie den Abend nicht verschlafen haben, und bekommen ein (nicht übertragbares) Ticket, das sie berechtigt, mitzuentscheiden, wenn über die endgültige Lösung entschieden wird.
                    Es gäbe dann sozusagen vorgefertigte Fragen, deren Inhalt wer(?) als maßgebend wichtig/richtig erachtet? Was ist mit diversen/individuellen Fragen welche eventuell immer noch im Raum stehen und nicht aufgeführt sind?

                    Erneute Veranstaltung anberaumen um die nicht gestellten Fragen auf dem vorherigen vorgefertigten Fragebogen zusätzlich zu erörtern, zu diskutieren, zu beantworten und dann erneut einen Fragebogen zu erarbeiten um einen neuen Zertifizierungsticketanlauf zu starten?....eine Entscheidungsfindung kann sich hinziehen, und bis dahin ist alles eben mal auf unbestimmte Zeit in der Schwebe.

                    Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen

                    ... jene, die keine Zertifizierung vorweisen können, aus welchen Gründen auch immer...?...wo bleiben die?....
                    Zuhause.
                    OH! Okay: also Alte, Schwache, Kranke, Behinderte, nicht Mobile, nicht so Intelligente. Wer kein "ich-habs-kapiert-Zertifikat" vorlegen kann hat schlichtweg sein Stimmrecht verwirkt.

                    Sie werden mit den Entscheidungen derer leben müssen, die vorher auch nicht zuhause geblieben sind.
                    Kurz gesagt, alles bleibt wie es ist.
                    Wer sich engagiert bekommt (vielleicht) das was er wollte (Kompromisse wir es immer geben müssen).
                    Wer zuhause bleibt, weiß eh, dass er mit dem leben muss und ja auch will, was andere entschieden haben.

                    Vorteil des aktuellen System's ist, es bezieht die Alten, Kranken, Gehandicapten ... mit ein. Sie haben noch ein Stimmrecht und Anteil mit ihrer Entscheidung.

                    es ist mE nicht so einfach, alle individuellen Vorstellungen unter einen Hut zu bringen. Kritik üben ist eben immer doch leichter als ein kritikfreies Ganzes zu gestalten.

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                      #25
                      Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
                      Kritik üben ist eben immer doch leichter als ein kritikfreies Ganzes zu gestalten.
                      q.e.d.

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                        #26
                        Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                        q.e.d.
                        ?

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                          #27
                          Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
                          Kurz gesagt, es wird immer jemanden geben müssen, der bestimmt wer was darf oder kann oder überhaupt Gehör findet.
                          Wer sollte denn "der(die)jenige(n) sein und wer würde ihn oder sie zu ihrer Funktion bestimmen?
                          Ich schrieb auch, dass das in meiner Überlegung der Schwachpunkt sei, ... allerdings:
                          Ich gehe nicht von der unrealistischen Prämisse aus, dass "ALLES sozusagen von Null an" zu bewerkstelligen sei. Wir können das aktuelle System nicht einfach so "löschen" und bei Null anfangen. Es würde eine längere Übergangsphase geben und "natürlich" würden nützliche und wichtige soziale Errungenschaften und Einrichtungen nicht aboliert werden, genauso wie wir "eingefleischte" Verhaltensweisen der Menschen nicht einfach so ändern können.
                          Zitat von Shepherd
                          Das erste ausgewählte und die ihm nachfolgenden Team (...) würde die Belange eines Staates und seiner Bürger nach geltenden Gesetzen und sozialen Maßstäben "verwalten".
                          Wie gesagt, wird vieles aus dem alten System zwangsläufig und für den Anfang wo übernommen werden müssen, wie es ist. Das bedeutet auch, dass - beispielsweise - Vetternwirtschaft nicht gänzlich ausgemerzt werden könnte.

                          Wie Zertifikate zustande kommen, welchen Inhalt sie haben und erfüllt werden müssen..jene, die keine Zertifizierung vorweisen können, aus welchen Gründen auch immer...?...wo bleiben die?....
                          irgendjemand wird immer Richtlinien aufstellen(müssen).
                          ... und irgendjemand wird (aus welchem Grund auch immer) "immer?" am Rande bleiben, bis er - nach deiner Idee - sich "irgendwann" aus eigener Kraft verändert oder bequemerweise im Strom mit schwimmt ohne dafür das Rummäkeln aufzugeben.

                          Und vieles von den Großprojekten wird von Otto-Normal mitunter nicht wirklich verstanden, weil er den Überblick, die x-Querverbindungen welche sich in die ineinander greifenden Räder und Rädchen, nicht mal auf dem Radar hat.
                          Gehe ich richtig in der Annahme, dass diese "Lage von Otto-Normalverbraucher" nach dem Modell deiner Lebensweise vielleicht auf konstruktive Weise zu verändern sei?
                          eine Entscheidungsfindung kann sich hinziehen, und bis dahin ist alles eben mal auf unbestimmte Zeit in der Schwebe.
                          Auch das ist ein Lernprozess und es wird sich herausstellen, wie lange es fürder hin dauern wird, bis Entscheidungen fließender gefällt werden. Außer diesem Prozess wird es für "jeden Bürger" einiges zu "lernen" geben. Nach der Vereinigung Deutschlands gab es auch viel zu lernen, ... und gibt es immer noch.
                          Vielleicht liegt es am Unwillen Lernprozesse durchzustehen, dass das aktuelle System qualitativ stagniert, wenn nicht sogar langsam den Bach hinunter geht ... und solche Bürger generiert, die das System im Detail - wenn überhaupt - "gar nicht auf dem Schirm haben".
                          Kritik üben ist eben immer doch leichter als ein kritikfreies Ganzes zu gestalten.
                          Stimmt. Diese Erkenntnis wird allerdings erst dann konstruktiv, wenn du aus ihr die Konsequenzen ziehst.

                          Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
                          Das hat eben auch seine Tücken, weil damit eine Vorauswahl geschaffen wird. Wenn hier die Populisten z.B. das Thema "Minaretverbot" auf die Traktandenliste setzen, würde ich garantiert keine Zeit und Energie verschwenden, um an einer solchen Veranstaltung teilnehmen, ganz einfach, weil mir das Thema zu blöd ist. Trotzdem wäre es mir nicht egal, wenn dann so etwas durch käme, einfach weil nur diejenigen abstimmen können, die sich für solche Themen ereifern.
                          Meinungsbildung allgemein oder z.B. durch lokale oder regionale Vorauswahl wird nicht aus der Welt zu schaffen sein. Ob sie praktisch umgesetzt werden kann oder wird, wird nicht auf lokaler Ebene entschieden sondern in einer neutralen und "realitätsbezogenen" Prüfung des Veraltungsgremiums.
                          Anders ausgedrückt, darf am Stammtisch oder im Hyde-Park jeder blöken und philosophieren, über seine Frau, seine Kinder, seinen Arbeitgeber, den Staat und das letzte Fußballspiel oder den Karnevalsmontag herziehen.... Diese "bürgerliche Freiheit" wird - wie viele andere auch - keinesfalls beschnitten werden.

                          (OT - (nicht persönlich Serafin) Wer sich heutzutage in einem mehr oder weniger sozialen und freiheitlich funktionierenden System noch mit dem Recht auf ein würdiges Begräbnis für überfahrene Hühner, über gesundheitsschädliche Nutzung von Kopftüchern und den lebensbedrohlichen Besuch von Minaretten, über den nutritiven Wert oder Unwert von veganem Vogelfutter oder ähnlich welt-umstürzlerischen Themen öffentlich profilieren zu müssen glaubt, hat wohl keine anderen Probleme als wahrscheinlich einen schlechten Stuhlgang oder Blähungen. [OT]

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                            #28
                            Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
                            ?
                            q.e.d. = quod erat demonstrandum (lat.: was zu beweisen war)

                            Und ich will damit sagen, dass du an meinen Ideen herumkritisiert hast, ohne selbst wenigstens den Versuch zu unternehmen "ein kritikfreies Ganzes" zu gestalten.

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                              #29
                              Alles gut Shepherd und Tintenweberin
                              Es war nicht meine Absicht, euch auf die Füße zu treten
                              Ich persönlich habe mit der Demokratie in unserem Lande kein Problem.

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                                #30
                                Ich habe hier keine Füße rumstehen, auf die irgendwer treten könnte. Ich habe mich nur von Shepherds Frage ...

                                Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                                Wie sähe die nahezu ideale, wenn nicht sogar perfekte Gesellschaftsform aus, die ihr euch vorstellen könntet ... immer im Rahmen der realistisch machbaren.
                                ... und den Nachdenklichkeiten einiger Mitschreiberinnen in einen Austausch von Ideen und Phantastereien locken lassen. Ich finde es bedauerlich, dass nicht mehr Leute die eine oder andere Anregung dazu beitragen, aber es ist vermutlich einfacher, die Ecken, Kanten und Fehler in den Hirngespinsten anderer dingfest zu machen, als diese Ideen durch eigene Ideen runder zu machen und zu bereichern ...

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