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Die Kraft der Gedanken

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    Zitat von Hubert1
    Die Kernaussagen dieser Bücher sind alle, dass das Leben planbar sei, Erfolg lernbar und Reichtum ohne Probleme erzielbar.
    Durch eine postive Denkrichtung sei es möglich (wenn nicht sogar sicher) grenzenlose Wahlmöglichkeiten zu nutzen und uneingeschränkes Glück zu erfahren.
    Unterschwellig entstehen so Botschaften wie Du bist für Dein Leben verantwortlich, Du hast Dein Glück selber in der Hand und Du kannst alle Ziele erreichen die du dir setzt.

    Armut, Mißerfolg und Unglück, werden führen so schnell zur eigenen Selbstverurteilung und zum Gefühl des eigenen Versagens. Eine Fehleinschätzung mit fatalen Folgen.
    (...) Das verhindert Gelassenheit, Glück und auch Vertrauen in sich selbst.
    Nichts hinzuzufügen.

    Zitat von Träumerin
    Manchmal, wenn ich innerlich total überzeugt von etwas bin, dann tritt es oftmals auch ein; gleichzeitig stelle ich da meistens fest, dass ich einer lockeren Haltung/entspannt bin. Irgendwie funktioniert es dann einfach (mit dem Parkplatz z. B.).
    (unterstrichen von mir)
    Danke für dein Beispiel, das sehr gut verdeutlicht, dass es nicht immer klappt und die "Erfolge" nicht verallgemeinert werden dürfen. Es klappt eigentlich nur dann, wenn man selbst (mit seinem kleinen inneren Universum) dahinter steht ... und selbst dann gibt es nicht immer eine Erfolgsgarantie ... weil unser Inneres (die unbewusste Kompetenz) vielleicht ganz andere Vorstellungen hat.


    @ alle

    Das Beispiel mit dem Parkplatz ist induktives Denken (manchmal sehr stark und wirksam), es verhindert jedoch nicht, dass "wenn du 10 Mal durch einen Wunsch ans Univbersum diesen Parkplatz erwischt hast, es auch immer so sein wird."
    Induktives Denken schließt offensichtliche Möglichkeiten oft aus, so dass man sich (nach einer hypothischen Einlage des Autors) vielleicht einen Schaden am Auto erspart hat, weil man genau an diesem Tag dort keinen Platz erwischen konnte ... und ein schlechter Parker den dort abgestellten Wagen beim Einparken beschädigte.
    Es kann auch sein, dass man, weil man an diesem Tag dort keinen Platz fand, auf der Suche nach einem anderen Parkplatz etwas Schönes erlebt hat, das einem entgangen wäre, wenn man den Parkplatz hätte belegen können.

    Man kann das so weit spinnen, dass einem Trunken wird. Man könnte einen spannenden Ratgeber damit füllen, Wahrscheinlichkeiten nennen, Möglichkeiten aufzählen und Behauptungen aufstellen und mit einer gekonnten Schreibe ein großes Publikum begeistern.

    Wenn alles im Leben so einfach wäre und man nur das Universum zu beanspruchen bräuchte, gäbe es nach der Logik der Universumsbeschwörer keine armen, keine unzufriedenen, keine unglücklichen usw. ... Menschen mehr.
    Und selbst wenn es einige Unglückliche gäbe, "dann hätten die bestimmt beim Wünschen nicht alles richtig gemacht".
    Dumm gelaufen.
    Zuletzt geändert von Shepherd; 02.09.2012, 15:28.

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      Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen

      Womit das Buch zumindest - wenn auch vom Autor wahrscheinlich ungewollt - einen "positiven" Zweck erfüllt hätte.
      Da wäre ich mir nicht so sicher, es sei denn, jemand durchschaut nach der Lektüre dieser Bücher deren Qualität und die Zusammenhänge und leitet Änderungen ein, die auf das eigene Reflektionsverhalten beruhen.



      Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
      Die haben ... dann die Chance ... zu reflektieren, warum bestimmte Dinge in ihrem Leben nicht funktionieren. Ob sie sie nutzen, steht auf einem anderen Blatt, ... bzw. vielleicht auch in einem anderen Universum.
      Eine entscheidene Frage ist auch, ob sie sie nutzen können.
      Im Supermarkt des Lebens kann nur der sinnvoll einkaufen, der die Produkte zu deuten weiß
      Es ist oft -nicht ausschließlich- eine Bildungsfrage und eine Frage des Reflextionsvermögens.
      Und: Änderung geschieht nicht wirkungsvoll und nachhaltig ohne große Emotionen. Das wird oft außer Acht gelassen.

      Kommentar


        Mit Wünschen aktiv leben und nicht passiv warten!

        "The Secret" hört sich interessant an, ich werde es lesen.
        The Secret hat mir nicht viel genützt. Ich habe nicht daran geglaubt, weil es nicht geht, wenn alle für nichts immer mehr wollen und alle setzen sich hin und wünschen sich alle etwas.

        Master Key System ist ein wochenlanger Kurs in dem man Schritt für Schritt anders "tickt". So wie man alle möglichen andere Dinge auch in Kursen lernt und übt.

        Kommentar


          "Das,
          was jemand von sich selbst denkt,
          bestimmt sein Schicksal."

          Mark Twain, Schriftsteller.

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            Und wenn man weiss, dass Mark Twain alles andere als ein gutgläubiger Mensch war, wird man auch ahnen, was er unter Schicksal verstanden hat.
            "Ich bin kein Christenkind, das man vorzeitig den Wert verbotener Früchte gelehrt hätte". von demselben. (aus. Briefe von der Erde)

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              hm ... ich kann die "gegen-argumente" gegen die bücher hier nicht unterschreiben....

              es steht in allen büchern,
              dass jeder SEINEM weg und SEINEN wünsche folgen darf....

              es steht auch, dass das, was nicht in erfüllung geht, auch einfach womöglich nicht zu uns gehört oder sogar besser für uns ist (wir es aber vielleicht erst nach jahren sehen können) ....

              es steht auch geschrieben, dass mit druck gar nix geht.. sondern mit ausdauer und eigenem zutun ....


              was ich gerne unterschreibe sind die ansätze , die mit dem lösen eigener blockaden aus der kindheit (oder mache glauben an noch ältere) einher gehen ... klar, die darf jeder mitlösen..
              meine erfahrung hat gezeigt, dass sich diese blockaden dann sehr deutlich zeigen.. um daraufhin gelöst werden zu dürfen...

              dies erinnert mich an die geschichte von dem mann, der während einer überschwemmung auf ein dach flüchtete und dort gott um hilfe anrief.
              einige zeit später kam ein floss vorbei, das ihn mitnehmen wollte. er hingegen sagte: "nein, gott wird mich retten!" einige zeit später kam ein boot vorbei und wollte ihn mitnehmen. er verneinte ebenfalls, weil er auf gottes rettung wartete. dann kam ein hubschrauber und wollte ihn mitnehmen, doch er verneinte wieder, weil er auf gott selbst wartete. schließlich starb der mann, weil auch das dach opfer der fluten wurde. erzürnt stand der mann vor gott und fragte: "warum hast du mich im stich gelassen? warum hast du mich nicht gerettet?" gott meinte: "du narr! ich habe dir ein floss, ein boot und einen hubschrauber geschickt! und du hast meine hilfe nicht angenommen!"

              was ich damit sagen will, ist folgendes:

              wenn ich herzenswünsche abschhicke, dann stellt mir das leben chancen oder möglichkeiten vor die nase. in den fällen von alten blockdaen kann das ein stimmiger therapeut sein oder ein seminar, ein ganz bestimmter mensch etc. es liegt nun an jedem selbst, diese chancen zu ergreifen, also ein bißchen handlung zu zeigen...

              wenn das mit der tat alleine so klappen würde, wie das einige von euch beschreiben, wären nur die fleißigsten in führungspositionen ... und ich bin sicher, dass jeder von uns weiß, dass dies nicht immer der fall ist.. es gibt also auch gegen die "gegenbeispiele" gegenbeispiele.

              und zu den statistiken und umfragen ist doch allen bekannt, dass immer die überzeugung desjenigen einfließt, der sie gestartet hat ..... somit wären wir wieder da, dass die grundgedanken selbst statistiken beeinflussen.. dies kann man allein damit "feststellen", dass es beinah zu jeder statistik eine gegenteilstatistik gibt ... und das wundert niemanden?

              und wie hier menschen bezeichnet werden, denen diese genannten bücher gefallen, die ihr leben daraufhin verändert haben und nun auch ein glücklicheres leben führen, finde ich echt seltsam.. wieso habt ihr es notwendig, so drauf hinzutreten? wieso könnt ihr es nicht einfach so stehen lassen, dass es für viele menschen so funktioniert?

              Kommentar


                @success:

                danke für die idee, sich auf einen post mit nummernangabe zu beziehen....
                konnte ich mir gleich eine nummer raussuchen!

                zu post nr. 158:
                das buch (oh nein, nicht doch ein buch ) ist ein klassisches beispiel dafür (danke nochmals schmetterlingsfrau fürs empfehlen! ), dass es wenig nützt, wenn man dieses buch "nur" liest... es ist ein arbeitsbuch... und es gilt dran zu bleiben, also SEINEN teil beizutragen... oder wie einige von euch es nennen wollen: etwas zu TUN!
                und wie ich heute von einer leserin gehört habe, hat bei ihr die konsequenz in den übungen ENORME KRAFT entfacht ... und positive veränderungen verursacht ...

                Kommentar


                  Zitat von success Beitrag anzeigen
                  "Das,
                  was jemand von sich selbst denkt,
                  bestimmt sein Schicksal."

                  Mark Twain, Schriftsteller.
                  da geb ich noch ein paar zeilen von kurt tepperwein oben drauf:

                  " ihr selbstbild bestimmt den größten teil ihres lebens. entscheidend ist, wie sie über sich selbst denken und reden."

                  Kommentar


                    Zitat von mystery Beitrag anzeigen
                    The Secret hat mir nicht viel genützt. Ich habe nicht daran geglaubt, weil es nicht geht, wenn alle für nichts immer mehr wollen und alle setzen sich hin und wünschen sich alle etwas.

                    Master Key System ist ein wochenlanger Kurs in dem man Schritt für Schritt anders "tickt". So wie man alle möglichen andere Dinge auch in Kursen lernt und übt.

                    Ich habe beides in einen Topf geschmissen.
                    Gut, dass Du es richtig gestellt hast.

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                      Zitat von regenbogenkolibri
                      es steht auch, dass das, was nicht in erfüllung geht, auch einfach womöglich nicht zu uns gehört oder sogar besser für uns ist (wir es aber vielleicht erst nach jahren sehen können) ....
                      ... womit die "Schuld", wenn es nicht klappt, nicht beim Universum, nicht beim Wunschsystem und nicht beim Autor, sondern - wie sollte es wohl anders sein - beim Probanten liegt.

                      Er oder sie hätte genauso gut schreiben können: "ohne Gewähr auf Erfolg", oder "keine Erfolgsgarantie", oder "wenns nicht klappt, gebt mir die Schuld nicht. Iiiiich hab ja nuur geschrieben, was zu tun ist, wenn ihr zu dumm dazu seid, bitte, dafür kann ich doch nichts."
                      Damit will ich sagen: egal wie es formuliert ist, der Autor und die Methode ist "aus dem Schneider", wenns nicht funktioniert.

                      Darüber kann man ellenlang polemisieren ...

                      Und: "etwas tun", ... ich denke, ohne etwas zu tun, will sagen: ohne selbst aktiv zu werden, läuft nichts. Das Universum wirft euch nichts in den Schoß.

                      wenn ich herzenswünsche abschhicke, dann stellt mir das leben chancen oder möglichkeiten vor die nase. in den fällen von alten blockdaen kann das ein stimmiger therapeut sein oder ein seminar, ein ganz bestimmter mensch etc. es liegt nun an jedem selbst, diese chancen zu ergreifen, also ein bißchen handlung zu zeigen...
                      Einspruch Euer Ehren: "das Leben" machen wir selbst, es stellt uns ergo nichts vor die Nase, was wir nicht selbst schon von vorneherein dürfen/haben/können/wollen und auch umzusetzen in der Lage sind.
                      Wir haben es schon längst vor der Nase, nur sehen wir mitunter vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.
                      Um dieses Können aufzurufen, genügt in der Tat (symbolisch) "ein Anruf ans Universum", will sagen: wir haben ein Bedürfnis und unser Unbewusstes (welches dadurch getriggert wurde) schickt uns eine Erinnerung, ein Gefühl oder ein Motiv, das uns an unsere Ressourcen und Kompetenzen erinnert. Unser "kleines inneres Universum" ist dazu in der Lage, weil es uns ohnehin zu X % führt ... und den Gedanken die Kraft und die Möglichkeit gibt, sie in die Realität umzusetzen.

                      Daran ist nichts mystisches und nicht universell außerirdisches. Es ist etwas "allzu menschliches"

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                        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                        Daran ist nichts mystisches und nicht universell außerirdisches. Es ist etwas "allzu menschliches"
                        Da kommen wir der Sache schon näher. Es ist etwas menschliches. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, wie ich es in einem vorherigen Beitrag beschrieb, dass das Wünschen beim Universum eher eine Zielsetzung ist und meine Zielerreichung nicht klappt, sollte ich mich fragen warum. Wenn ich meinen Wunsch aber trotzdem haben will, muss ich einen anderen Weg zum Ziel einschlagen.

                        Einsteins Theorie zum Geisteswahnsinn: Jeden Tag dasselbe tun, in der Hoffnung, abends ein anderes Ergebnis zu haben. Und da kann ich die Lebenshilfebücher nehmen, wie ich will, es wird überall so geschrieben.

                        Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                        Die Kernaussagen dieser Bücher sind alle, dass das Leben planbar sei, Erfolg lernbar und Reichtum ohne Probleme erzielbar.
                        Durch eine postive Denkrichtung sei es möglich (wenn nicht sogar sicher) grenzenlose Wahlmöglichkeiten zu nutzen und uneingeschränkes Glück zu erfahren.
                        Unterschwellig entstehen so Botschaften wie Du bist für Dein Leben verantwortlich, Du hast Dein Glück selber in der Hand und Du kannst alle Ziele erreichen die du dir setzt.
                        Erfolg ist planbar. Es kommt halt auf die Defination für Erfolg an. Für mich ist mein persönlicher Erfolg das Ergebnis meines Handelns. Die Einteilung in Erfolg und Misserfolg ist nur eine rationale Bewertung. Und ja, ab einem gewissen Alter sind wir für unser eigenes Leben verantwortlich. Als Kind, wenn wir abhängig von unseren Eltern sind, nicht, denn sie geben uns das Leben vor und die Schule und gibt dann weiteres dazu. Viele Muster von dem bleiben ein Lebenlang erhalten.
                        Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                        Armut, Mißerfolg und Unglück, werden einem selber zugeschrieben führen so schnell zur eigenen Selbstverurteilung und zum Gefühl des eigenen Versagens. Eine Fehleinschätzung mit fatalen Folgen.
                        Früh im Leben bzw. in der Kindheit erworbene Deutungsmuster haben sich tief eingebrannt und die streift man nicht einfach so ab.
                        Selbst wenn man Erkenntnisse noch und nöcher hat, wird sich eine wirkliche Änderung im Leben aus dieser Erkenntnis heraus nicht ergeben, jedenfall nicht annähernd, wie in diesen Büchern suggeriert.

                        Eigene Veränderung ist ein gewaltiges Vorhaben, dass oft über Jahre und Jahrzehnte manchmal nur unter fachmännischer Anleitung gelingen kann.
                        Bücher dieser Art, sind eher kontraproduktiv, weil sie dazu geeignet sind Druck auf den einzelnen auszuüben und ihn persönlich dafür verantwortlich machen, wenn der gewünschte Erfolg nicht eintritt.
                        Das verhindert Gelassenheit, Glück und auch Vertrauen in sich selbst.
                        Und gerade hier stimme ich zu. Denkmuster, die tief eingebrannt sind, streift man nicht einfach so ab. Jedoch ist es möglich. Einige brauchen dazu professionelle Hilfe, andere schaffen es auch ohne. Aber für alle ist es knallharte Arbeit. Ich habe in diesen Lebenshilfebüchern (ich habe gewiss nicht alle gelesen) noch nie gelesen, dass es von heute auf morgen geht. Hat man in diesen Denkmustern doch Jahre verbracht. Man muss sich immer wieder knallhart daran erinnern, vor den Augen halten, wie man sein altes Denkmuster durch ein neues ersetzen will. Es muss in Fleisch und Blut übergehen, wie das Autofahren, was automatisch geht. Denkt mal an eure erste Fahrstunde. Wie sah die erste Fahrt aus? Gas, Bremse, Schaltung, überall hat man hingeschaut und irgendwann immer weniger, weil der Vorgang in Fleisch und Blut übergegangen ist. Niemand wird in der ersten Fahrsunde ins Auto gestiegen sein und professionell losgefahren sein, außer er ist vorher schon schwarz gefahren, oder auf einem eingezeunten Gundstück.

                        Und trotzdem gibt es Denkmuster, die ein Leben lang bleiben, weil wir sie in uns gar nicht entdecken. Sie uns nicht auffallen. Und um die zu finden kommen wir auf eine zweite Aussage dieser Bücher, die Achtsamkeit. Wir müssen achtsam sein, gerade uns selber gegenüber, damit wir die Blockaden, die uns aufhalten, entdecken.

                        Und wenn das Wünschen beim Universum nicht klappt, liegt es oftmals daran, dass man nicht weiß, wo man wirklich hin will, oder gegen sein Naturell wünscht. Meine Haaarfarbe ist z. B. dunkelblond, bis braun. Wenn ich jetzt gerne rote Haare hätte, könnte ich sie mir wünschen, wie ich wollte, sie würden ehe grau, als rot, außer ich würde sie mir rot färben lassen.

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                          Zitat von regenbogenkolibri Beitrag anzeigen

                          und wie hier menschen bezeichnet werden, denen diese genannten bücher gefallen, die ihr leben daraufhin verändert haben und nun auch ein glücklicheres leben führen, finde ich echt seltsam.. wieso habt ihr es notwendig, so drauf hinzutreten? wieso könnt ihr es nicht einfach so stehen lassen, dass es für viele menschen so funktioniert?
                          Ich denke niemand, -zumindest ich nicht- hat hier Interesse auf irgend jemand zu treten, dem diese Bücher eine Hilfe sind und der damit etwas anfangen kann.
                          Es geht eher darum die Methoden tranparent zu machen , Verdrehungen Halbwahrheiten bis hin zu Lügen der Autoren dieser Bücher aufzuzeigen.
                          Wo ich diese sehe, bzw. warum sie so schädlich für andere Menschen sein können, habe ich schon geschrieben.
                          Ebenso, dass diese Bücher einer kritischen Betrachtung nicht standhalten können.

                          Ich würde gern noch einen kurzen Text anfügen wollen, den ich im Januar 2001 im Spiegel in einem Interwiev mit Wolf Singer gelesen habe. Dort sagt es zum Schluß:

                          "Wir müssten uns als in die Welt geworfene Wesen betrachten, die wissen, dass sie ständig Illusionen erliegen und keine wirklich stimmigen Erklärungen über ihr Sein, ihre Herkunft und noch viel weniger über ihre Zukunft abgeben können.
                          Ich könnte mir vorstellen, dass dabei humanere Systeme entstehen, als wir sie jetzt haben. Auch würden all jene unglaubwürdig werden, die vorgeben, sie wüssten, wie das Heil zu finden ist. Den mächtigen Vereinfachern würde niemand folgen wollen. So könnte ein kritisches, aber gleichzeitig von Demut und Bescheidenheit geprägtes Lebensgefühl entstehen, das durchaus Grundlage einer sehr lebbaren Welt sein könnte.
                          "

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                            Ich folge dieser Diskussion sporadisch und mit einem leisen Grummel ...

                            Ich unterhalte mich regelmäßig mit dem "Universum" und erkläre ihm dabei, wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle. Manchmal kommt es dann auch genau so, in anderen Fällen kommt es ein bisschen anders, aber es geht in jedem Fall in eine Richtung, die mir gefällt. Ich habe sogar angefangen, die Methode, die dahinter steckt, zu begreifen und zu lehren. Muss ich mich deshalb als Scharlatan oder Rattenfänger von der Universum-nein-danke-Fraktion geschimpft fühlen? Oder muss ich mich - was zugegebenermaßen noch schlimmer wäre - von der Alles-ist-gut-und-wird-täglich-besser-Fraktion vereinnehmen lassen ...?

                            Ich bin überzeugt davon, dass ich NICHT weiß, wie die Welt tickt. Ich weiß nicht, ob es darin einen Gott, eine Erdmutter oder ein allumfassendes Bewusstsein gibt, das sich ausgerechnet für mich interessiert, aber es würde mir erheblich besser gefallen als ein Universum, in dem Zufall, Chaos oder das uneingeschränkte Recht des Stärkeren regieren.

                            Ich bin außerdem überzeugt davon, dass auch kein anderer weiß, wie die Welt tickt. Auch die klügsten Köpfe und die hingebungsvollsten Visionäre erzählen uns nur Geschichten, die wir glauben können oder auch nicht. Ich habe mich vor vielen Jahren dafür entschieden, die Geschichten für wahr zu nehmen, die mir am besten gefallen (auch wenn sie anderen Leuten naiv oder skuril erscheinen mögen), bis mich jemand (oder etwas) davon überzeugt, dass eine andere Geschichte wahrer ist. Damit lebe ich erheblich entspannter, als wenn ich die Horrorgeschichten vom bevorstehenden Untergang der Welt (oder wenigstens des Abendlandes) glauben oder meine aktuelle Lieblingsgeschichte mit Zähnen und Klauen als alleinseligmachende Wahrheit verteidigen würde ...

                            Just my two cents
                            von der Tintenweberin

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                              Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                              "Wir müssten uns als in die Welt geworfene Wesen betrachten, die wissen, dass sie ständig Illusionen erliegen und keine wirklich stimmigen Erklärungen über ihr Sein, ihre Herkunft und noch viel weniger über ihre Zukunft abgeben können.
                              Ich könnte mir vorstellen, dass dabei humanere Systeme entstehen, als wir sie jetzt haben. Auch würden all jene unglaubwürdig werden, die vorgeben, sie wüssten, wie das Heil zu finden ist. Den mächtigen Vereinfachern würde niemand folgen wollen. So könnte ein kritisches, aber gleichzeitig von Demut und Bescheidenheit geprägtes Lebensgefühl entstehen, das durchaus Grundlage einer sehr lebbaren Welt sein könnte."
                              OK, damit würde jeder Religion die Grundlage entzogen und jeder Pastor, Pfarrer, Iman, oder Rabbi usw. wäre als Schalatan entarnt. So alt, wie die Menscheit ist, Menschen wollen glauben. Wenn die großen Religionen keine Antworten geben, suchen die Menschen ihr Wohl in Sekten, oder ähnliches.

                              In Lebenskriesen greifen Menschen gerne zu solchen Büchern (nicht alle), weil sie Antworten suchen. Und so lange sie niemand damit schaden, ist es doch in ordnung.

                              Und zu den Halbwahrheiten: Vieles, was heutzutage normal ist, war bis zu den Zeiten der eigenen Entdeckung, oder Belegung durch die Wissenschaft eine Halbahrheit, oder sogar falsch. Man erinnere sich nur an den Papst im Umgang mit Kopernikus. Hatte er doch glatt die Unverschämtheit zu behaupten gehabt, dass die Erde eine Kugel ist. tztz, so ein Schalertan, da würde man doch runterfallen. Damals hatte an noch keine Möglichkeit, die runde Erde zu belegen. Heutzutage wissen wir alle, dass er recht hatte. Und ein weiteres Beispiel. Als ich in den 90er Jahre mein erstes Handy hatte, hätte mich jeder für bekloppt erklärt, wenn ich ihm gesagt hätte, das ich demnächst damit immer im Internet sein unterwegs sein kann. Man hätte mich ganz blöde gefragt, was Internet überhaupt ist. Wer weiß, was man morgen alles beweisen und belegen kann, was wir uns heute gar nicht vorstellen können?

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                                Zitat von regenbogenkolibri
                                und wie hier menschen bezeichnet werden, denen diese genannten bücher gefallen, die ihr leben daraufhin verändert haben und nun auch ein glücklicheres leben führen, finde ich echt seltsam..
                                Nur eine Frage: wie werden denn hier Menschen bezeichnet, denen diese genannten Bücher gefallen usw. ... ?

                                wieso habt ihr es notwendig, so drauf hinzutreten? wieso könnt ihr es nicht einfach so stehen lassen, dass es für viele menschen so funktioniert?
                                Worauf treten wir hin? Ich jedenfalls trete auf niemand hin oder herum, der/die solche Bücher liest. Ich meckere allenfalls an der Methode herum, wie Menschen mit starken Bedürfnissen sich aus ihrer Notlage heraus von einigen Tantiemenfischern mit alles- und nichts-sagenden Ratgebern (die mitunter gekonnt suggestiv daher kommen) eine heile Welt vorgaukeln lassen.

                                Wenn diese Welten wirklich funktionieren würden, dann gäbe es seit Doktor Murphy (ich reden von den Fünfzigern und Sechzigern des vorigen Jahrhunderts) hier auf Erden nur noch Millionäre und glücklich umher tanzende Menschen.

                                Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie jemand "durch ein solches Buch" sein Leben umkrempelt und ein mehr oder weniger zufriedener, mit sich selbst klar kommender Mensche wird. Damit ihm dies gelingt (und dir ist es ja offenbar gelungen) bedarf es einiger Voraussetzungen, die leider nicht alle Leser dieser Ratgeber von vorneherein erfüllen: Bildung - und die ist in unserer Gesellschaft - z.B.nur im Gegensatz zur Verrohung - noch immer dringend entwicklungsbedürftig. Wieviele Leser akzeptieren auf Grund ihrer Bildung das Geschriebene in diesen Büchern texto und glauben Wort für Wort was da steht. Sie glauben daran, ohne zu hinterfragen, ohne sich weiterführende Gedanken zu machen, weil sie verzweifelt sind. WIe verzeifelt werden sie erst sein, wenn das, was ihnen da suggeriert und versprochen wird, nicht in Erfüllung geht? Für sie wird es eine Enttäuschung werden, da sie das, was da steht als bare Münze nehmen. Viele von ihnen werden noch tiefer in ihre Verzweiflung gedrückt, weil sie - da sie keinen Erfolg hatten - noch mehr an sich zu zweifeln beginnen und einige werden wohl zu dem Schluß kommen, dass sie nicht würdig seien, "vom Universum Hilfe zu erwarten".

                                Sicher, ich habe das jetzt ein wenig zugespitzt, doch es gibt nicht nur solche, bei denen das Geschriebene funktionniert >> siehe Millionäre, siehe Geld und Reichtum, siehe innere Zufriedenheit usw. ...

                                Ich kann mich noch ärgern, wenn ich sehe, dass einige Tantiemenfischer mit unverfrorener Gleichgültigkeit vorsätzlich Menschen zu Handlungen und Weltanschauungen verführen, die sie im Grund unglücklich machen. Diese Profiteure spielen vorsätzlich mit der Bedürftigkeit ihrer potentiellen Leser, wohl wissend, dass das, was sie suggerieren und "so wie sie es suggerieren" schlicht nicht funktionieren kann. Selbst ein tiefer Glaube kann das nicht wettmachen.

                                Dass es einigen Menschen (wie dir) gelingt, über Umwege (die dir unbewusst schon bekannt waren, ohne dass jemand es dir hätte in einem Buch schreiben müssen) zu einem "besseren Leben" zu kommen, ist nicht der Verdienst solcher Kladden, sondern allein deiner ... er ist auf einen kleinen Trigger zurück zu führen, der in deinen unbewussten Kompetenzen den richtigen Knopf fand, um im Verbund mit "der Kraft deiner Gedanken (und Gefühle!! ) eine Entwicklung in Gang zu bringen, ... welche Kraft deiner Gedanken(Überlegungen) und mit Hilfe deiner Ressourcen bei dir einen Wandel bewirkte und dir Erfolg brachte.
                                (Wobei wir wieder bei uns selbst und unseren Möglichkeiten angelangt sind.)

                                Der Trigger wurde nur indirekt durch das Buch und seinen Inhalt ausgelöst, doch das - und das behaupte ich - war mitnichten die Absicht des Autors, sondern allein der Verdienst des/der betroffenen Leser(in), der/die ausreichend gebildet und geistig offen genug war, um "sich seine eigenen Gedanken" zu machen. Nicht jeder ist von vorneherein in dieser glücklichen Lage. Ich wage es nicht zu spekulieren, bei wievielen Lesern der Trigger überhaupt nicht angeklungen ist. Aber gekauft hatten sie das Buch. Auf dem kommerziellen Büchermarkt zählt nur das... und bringt dem Autor seine Tantiemen.


                                Wäre es der ausdrückliche Zweck des Buches gewesen, diesen Trigger auszulösen, hätte ein viel kürzerer und viel einfühlsamer und themenbezogenerer Text genügt. Auf einen solchen Ratgeber warte ich noch immer ... und ich sicherlich nicht allein.

                                Es hat noch immer funktioniert, den Menschen mit seinen Wünschen und Bedürfnissen zu kitzeln und neugierig zu machen, wie er seine derzeitige Lage zu seinen Gunsten verbessern könnte. Man braucht nur zu wissen, wo man ansetzen muss. Wer möchte nicht reich werden? Wer möchte nicht ausgeglichen sein? Wer sucht nicht das "wahre Glück", die "wahre Liebe" ... ?

                                Es gibt zahlreiche Bücher, die beanspruchen für sich, den richtigen Weg zu zeigen. Sie werden millionenfach gelesen, beherzigt und die Ratschläge angewendet. Mit welchem Resultat?
                                Wie schön wäre es auf der Welt, wie zufrieden wären alle Menschen (die lesen können), wenn das, was in solchen Büchern postuliert wird, tatsächlich texto umsetzbar sei ... ohne dass sich der Leser selbst ein wenig anstrengt?

                                Damit ich einen Apfel essen kann, muss es einen Baum geben, auf dem er wächst und reift. Es muss einen fruchtbaren Boden geben, in dem der Baum wachsen und fruchtbar werden kann. Es muss zahlreiche Insekten und anderes Getier geben, damit der Boden fruchtbar für dem Apfelbaum wird.
                                Es braucht einen natürlichen Zyklus um auf Erden all die Ressourcen zu aktivieren, die benötigt werden um viele Apfelbäume mit vielen Äpfeln wachsen zu lassen.
                                Das ist Entwicklung.
                                Ich kann mir auch einen Apfel kaufen und keinen Gedanken daran verschwenden, warum es überhaupt möglich ist, dass ich das kann.

                                Ich kann auch glücklich sein und damit auf meine Weise sehr reich. Genau wie beim Apfel bedarf es auch zum "Glücklichsein" zahlreicher Voraussetzungen und Bedingungen.
                                Der Apfel seinerseits wächst durch sein kleines inneres Universum im großen Universum. Wir auch. Die Zusammenhänge finden wir wir solchen Büchern, wie die, die hier sowohl gelobt als auch verrissen wurden, bestimmt nicht.
                                Wenn es doch so wäre, bräuchte es keine weiteren Bücher und Autoren mehr, alles wäre rund und schön.

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