Zitat von spark
Beitrag anzeigen
2. Was die Verantwortung für die eigene Gesundheit betrifft, möchte ich den Punkt, den Frau Mond beschrieben hat, noch etwas ausweiten. Auch Alkoholkranke und Süchtige sind nicht nur selber schuld. Es gibt immer Gründe, die nicht in ihrer Verantwortung liegen. Und sie haben ihren Karren nicht in den Dreck gefahren, weil sie es so toll finden.
OT
Es gibt immer Gründe und Ursachen, für alles mögliche und für jeden im einzelnen. Der Depressive, der Abhängige, der Gestörte und/oder wer auch immer "ist per se nicht schuldig", er trägt (entsprechend unserem Verständnis von Gemeinschaft und Zwischenmmenschlichkeit) jedoch die Verantwortung für sich und sein Wohlbefinden. Dieses Dilemma ist alles andere als "gerecht", nur wer, wenn nicht der Mensch, hat diese "Gerechtigkeit" eingeführt?
Wenn ein Mensch diese Verantwortung (oder die Gerechtigkeit) von seinem seelischen Paket her und/oder aus Krankheitsgründen oder aus Bildungsdefizit nicht erfüllen kann, ist er dem "Wohlwollen" seiner Mitmenschen ausgeliefert ... seiner Familie, seiner Freunden und Mitmenschen ... und zu denen gehören nun mal auch die Mediziner. Er ist ein Opfer des Systems, das von ihm selbst und Seinesgleichen aufgebaut wurde und aufrecht gehalten wird. Er lebt darin und ist abhängig davon.
OT
Auch Patienten sind Menschen, genau wie Ärzte. Das mit der Sachlichkeit ist so eine Sache. Ja für die Diskussion, natürlich. Aber in der Sache selbst würde ich mir von den Entscheidungsträgern oft (keine Verallgemeinerung
) etwas mehr Menschenfreundlichkeit wünschen.
) etwas mehr Menschenfreundlichkeit wünschen.
Ist es denn nicht meistens (nicht immer > Unfall usw.) der Kranke, der die erste Entscheidung trifft und trägt, indem er sich der Medizin anvertraut (oder mangels Alternativen oft auf fatalistische Weise unterwirft)?
Ich versuche, soweit wie möglich, ohne Ärzte auszukommen. Geht leider nicht immer. Ich habe gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn es eine Hall of Fame für Ärzte gäbe, wüßte ich ein paar zu nennen. Aber das krasse Gegenteil habe ich auch erlebt.
Wer will sich - angesichts des von FirstSunshine erwähnten "Dummglücks" (eigentlich ihr ganzer Beitrag) denn dazu "versteigen" irgendetwas zielführendes und hilfreiches zu unternehmen - unfähig, unwissend und vertrauensgeschädigt wir wir nun mal alle zu sein scheinen, .. oder betrifft das nur die Kranken?
Sitzen wir nicht ausnahmslos alle in demselben Boot ... indem jeder für sich am liebsten seine eigenen Interessen, sein eigenes Ziel anrudern will? In dem fast jeder seine eigene Meinung haben und durchsetzen will und am liebsten auch danach leben würde, wenn er sich den traute, ... beziehungsweise danach lebt. Einige halten es auch gerne so, dass sie fern jeder Beteiligung am "Ganzen" Gottes Wasser über Gottes Land laufen lassen oder nach dem Prinzip leben, "nach mir die Sintflut".
Und wenn sie Letztere überleben sollten, werden sie sich wiederum bemühen einen oder mehrere Schuldige zu finden ... und sich selbst natürlich ausklammern. Wo kämen wir denn hin, wenn es keine Bösen ... und keine Guten mehr gäbe.


) leiden.
..bin schon weg...
Kommentar