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Medikamente - Unverträglichkeiten - Kontraindikationen

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    #91
    Zitat von spark Beitrag anzeigen

    1. Nicht jeder Mensch auf dieser Welt ist in der glücklichen Lage, soviel Bildung zu besitzen, dass er überhaupt abschätzen kann, was mit ihm passieren soll.
    Leider wahr. ... nur - um ein wenig umfassender auszuholen - ist das "gesamte System" in dem wir leben und das wir Menschen zu einem nicht geringen Teil (Understatement) im Kollektiv selbst zu verantworten haben und mit tragen, offenbar noch nicht so perfekt, ... weil wir uns (im Kollektiv und als Einzelner) immer noch selbstgerecht in Schuldzuweisungen/Entschuldigungen "retten" können/dürfen/müssen.

    2. Was die Verantwortung für die eigene Gesundheit betrifft, möchte ich den Punkt, den Frau Mond beschrieben hat, noch etwas ausweiten. Auch Alkoholkranke und Süchtige sind nicht nur selber schuld. Es gibt immer Gründe, die nicht in ihrer Verantwortung liegen. Und sie haben ihren Karren nicht in den Dreck gefahren, weil sie es so toll finden.
    Das ist jetzt nicht direkt eine Antwort an dich, doch es liegt mir oben und will raus - meine Art, meine Hilflosigkeit auszudrücken und den Zorn loszuwerden.
    OT
    Es gibt immer Gründe und Ursachen, für alles mögliche und für jeden im einzelnen. Der Depressive, der Abhängige, der Gestörte und/oder wer auch immer "ist per se nicht schuldig", er trägt (entsprechend unserem Verständnis von Gemeinschaft und Zwischenmmenschlichkeit) jedoch die Verantwortung für sich und sein Wohlbefinden. Dieses Dilemma ist alles andere als "gerecht", nur wer, wenn nicht der Mensch, hat diese "Gerechtigkeit" eingeführt?
    Wenn ein Mensch diese Verantwortung (oder die Gerechtigkeit) von seinem seelischen Paket her und/oder aus Krankheitsgründen oder aus Bildungsdefizit nicht erfüllen kann, ist er dem "Wohlwollen" seiner Mitmenschen ausgeliefert ... seiner Familie, seiner Freunden und Mitmenschen ... und zu denen gehören nun mal auch die Mediziner. Er ist ein Opfer des Systems, das von ihm selbst und Seinesgleichen aufgebaut wurde und aufrecht gehalten wird. Er lebt darin und ist abhängig davon.

    OT

    Auch Patienten sind Menschen, genau wie Ärzte. Das mit der Sachlichkeit ist so eine Sache. Ja für die Diskussion, natürlich. Aber in der Sache selbst würde ich mir von den Entscheidungsträgern oft (keine Verallgemeinerung ) etwas mehr Menschenfreundlichkeit wünschen.
    Wie soll ich das auseinander nehmen, beziehungsweise verstehen: wer ist "Entscheidungsträger"? Der Kranke(Patient) oder der Behandelnde Arzt?
    Ist es denn nicht meistens (nicht immer > Unfall usw.) der Kranke, der die erste Entscheidung trifft und trägt, indem er sich der Medizin anvertraut (oder mangels Alternativen oft auf fatalistische Weise unterwirft)?


    Ich versuche, soweit wie möglich, ohne Ärzte auszukommen. Geht leider nicht immer. Ich habe gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn es eine Hall of Fame für Ärzte gäbe, wüßte ich ein paar zu nennen. Aber das krasse Gegenteil habe ich auch erlebt.
    Dem kann ich mich anschließen. Bleibt (mir) nur noch die fast schon rhetorische Frage, wie oder was wir tun sollten/müssten, um die "krassen Gegenteile" eines Besseren zu belehren oder schlicht "weg zu machen", oder .... Weiss oder kennt jemand die Lösung?

    Wer will sich - angesichts des von FirstSunshine erwähnten "Dummglücks" (eigentlich ihr ganzer Beitrag) denn dazu "versteigen" irgendetwas zielführendes und hilfreiches zu unternehmen - unfähig, unwissend und vertrauensgeschädigt wir wir nun mal alle zu sein scheinen, .. oder betrifft das nur die Kranken?

    Sitzen wir nicht ausnahmslos alle in demselben Boot ... indem jeder für sich am liebsten seine eigenen Interessen, sein eigenes Ziel anrudern will? In dem fast jeder seine eigene Meinung haben und durchsetzen will und am liebsten auch danach leben würde, wenn er sich den traute, ... beziehungsweise danach lebt. Einige halten es auch gerne so, dass sie fern jeder Beteiligung am "Ganzen" Gottes Wasser über Gottes Land laufen lassen oder nach dem Prinzip leben, "nach mir die Sintflut".
    Und wenn sie Letztere überleben sollten, werden sie sich wiederum bemühen einen oder mehrere Schuldige zu finden ... und sich selbst natürlich ausklammern. Wo kämen wir denn hin, wenn es keine Bösen ... und keine Guten mehr gäbe.

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      #92
      Sind wir jetzt wieder bei der Frage, ob an jedem Ereignis einer Schuld haben muss?
      Ich lehne das ab.
      An meinem Katastrophensturz war dann Petrus schuld, weil er es hat schneien und frieren lassen, oder die ganze Menschheit, die uns durch die Klimaerwärmung die Wetterkapriolen eingebrockt hat.
      Das war mir in dem Moment jedoch so hoch wie breit.

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        #93
        Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
        Es wäre interessant, die "Gründe" zu beleuchten, die einen vermeintlich dazu gezwungen haben, süchtig zu werden.
        Diesen Satz könnte jemand als "pöse" bezeichnen, da er die Gründe und Ursachen, die geltend gemacht werden könnten, von vorneherein schon als "vermeintlich" bewertet.

        Den tatsächlichen Steuermann ausfindig zu machen, der den Karren (für denjenigen??)in den Dreck gesteuert hat.
        Wenn ich die beiden Fragezeichen aus der Klammer herausnehme, beginnt die Sache interessant und "vielleicht wirklich" zielführend zu werden.

        Wenn ich bei einem Nagel in die Wand schlagen, mir auf den Daumen haue, finde ich es mit Sicherheit nicht toll!

        Nur, wer ist jetzt an meinen Schmerzen schuld?
        Der Nagel, der Nagelhersteller, der Hammer, der Hammerhersteller, das Ding, weswegen ich den Nagel in der Wand haben wollte? Oder derjenige, für den ich den Nagel einschlagen wollte?

        Oder letztendlich doch nur ich, weil ich mich in diese Situation manövriert habe, diese Handlungen zu vollziehen?
        Wenn dein Beispiel mir passieren würde, würde ich vielleicht einmal kräftig (und je nach Schmerzen auch gotteslästerlich) fluchen (selbstverständlich auf mich, nicht auf den Hammer oder sonstwen oder sonstwas) und "dumm gelaufen" sagen. Danach würde ich mich wieder dem widmen, was ich tun wollte.

        Was von alledem würde jetzt (bei diesem Beispiel) nicht in meinen Verantwortungsbereich fallen?
        Ich kenne jemand, der würde das "nicht" in deiner Frage übersehen und antworten: "Alles! denn ich hatte eine schwere Kindheit."
        Er würde mit einem ellenlangen Erklärungsmonolog vielleicht deine Ausdauer und Empathie auf eine harte Probe stellen.
        "Weil ich männlich bin, waren es ohne Zweifel mein Vater und mein großer Bruder, die mir ihre Leichtfertigkeit und Verantwortungslosigkeit im Umgang mit Hammer und Nagel übertragen haben. Meine Mutter introjizierte mir, dass ich das sowieso nie und nimmer so hinkriegen würde wie mein Vater und mein Bruder - die es beide sowieso, auch wenn sie es nicht vertragen würden, wenn man ihnen das sagte - auch nicht ordentlich könnten. Sie unterstrich ihre Worte noch indem sie mich dazu verdonnerte, im Nageleinschlagen ein totaler und peinlicher Versager zu seni und das auch immer bliebe.
        Da ich kein aufmüpfiges Jugendgelübde abgelegt hatte, dahingehend, dass ich nie so werden wollte wie mein Vater und Bruder, lebte ich als Opfer meiner kindlichen Prägung bis heute. Jetzt - nach so vielen leidvollen Jahren - wollte ich mir endlich beweisen, dass auch ich einen Nagel einschlagen kann. Ich wollte all die Fehler vermeiden, die mein Vater und Bruder beim Nageleinschlagen gemacht hatten und musste trotzdem die niederschmetternde Bestätigung hinnehmen, dass ich im Nageleinschlagen tatsächlich ein totaler Versager bin. Ich bitte beide, Hammer und Nagel, vielmals um Entschuldigung, dass ich sie für meine Zwecke missbraucht hatte. Ich werde nie mehr einen Nagel mit einem Hammer einschlagen."


        Liebe Faszinosum, wenn du glaubst, dass ich dich auf den Arm nehmen wollte, hast du recht. Es war allerdings nicht böse gemeint, sondern eher aufheiternd.
        Denn wer schlägt denn heute noch einen Nagel mit dem eigenen Hammer ein, wo doch der Nachbar einen hat, den er einem sowieso nicht borgen würde.
        Zuletzt geändert von Shepherd; 16.03.2017, 15:37.

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          #94
          @Shepherd

          Schön dass ich dich zu einem Späßchen animieren konnte, um mich auf den Arm zu nehmen

          Alles im grünen Bereich.

          Ich finde es halt immer so schade, wenn Menschen sozusagen all das, was unangenehm war/ist, als unlösbar weit von sich schieben, WEIL die anderen schuld sind.

          Dieses ewige "alle anderen sind schuld" läßt sie ständig auf der Stelle treten.
          Sie nehmen sich selber die Chance, etwas zu erkennen, zu verstehen und zu verändern.

          LG

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            #95
            Zitat:
            Auch Patienten sind Menschen, genau wie Ärzte. Das mit der Sachlichkeit ist so eine Sache. Ja für die Diskussion, natürlich. Aber in der Sache selbst würde ich mir von den Entscheidungsträgern oft (keine Verallgemeinerung ) etwas mehr Menschenfreundlichkeit wünschen.
            Wie soll ich das auseinander nehmen, beziehungsweise verstehen: wer ist "Entscheidungsträger"? Der Kranke(Patient) oder der Behandelnde Arzt?
            Ist es denn nicht meistens (nicht immer > Unfall usw.) der Kranke, der die erste Entscheidung trifft und trägt, indem er sich der Medizin anvertraut (oder mangels Alternativen oft auf fatalistische Weise unterwirft)?
            Mit Entscheidungsträgern meinte ich die Menschen, die z.B. in den Gremien der Krankenversicherungen sitzen, die Politiker, die die Gesetze und Verordnungen in die Welt setzen. Die böse Pharmaindustrie sollte man auch nicht vergessen. Sie machen es möglich, dass Krankenhäuser und das restliche Gesundheitswesen unter finanziellen Druck gesetzt werden, unter dem wir (die wir diese Gesellschaft erschaffen haben und diese Politiker gewählt haben ) leiden.
            Irgendetwas läuft hier gewaltig schief. Und ich habe keine Ahnung, wie das zu stoppen ist.

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              #96
              Zitat von spark Beitrag anzeigen
              Irgendetwas läuft hier gewaltig schief. Und ich habe keine Ahnung, wie das zu stoppen ist.
              Dann sind wir schon zu zweit.

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                #97
                Zu dritt.

                Die Zahl regiert, nicht nur im Gesundheitssystem. Aber weil "die Zahl" eine Größe ist, die unter Lobbyverbänden ausgeschachert wird, kommt nicht das Optimum für die Gesundheit dabei heraus, sondern das Maximum an Renditen.

                Eine Idee für eine Verbesserung habe ich jedoch auch nicht.

                Shepherd, hier auch noch einmal, weil ich es fair finde: Danke für Dein Entgegenkommen, Dein faires und freundliches Verhalten im Hintergrund und meine überzogene Reaktion tut mir leid, denn sie hatte nichts mit Dir zu tun, sondern damit, dass ich wegen etwas Anderem total entnervt war, das ich dann an Dir ausließ, was nicht in Ordnung war. Ich schaue mal, wenn ich wieder mehr Ruhe habe, ob ich zu Deinem Post noch etwas weniger Lapidares zustande bringen werde.

                Liebe Grüße!
                Frau Mond

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                  #98
                  Danke. Kein Problem.

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                    #99
                    Zitat von spark Beitrag anzeigen
                    Mit Entscheidungsträgern meinte ich die Menschen, die z.B. in den Gremien der Krankenversicherungen sitzen, die Politiker, die die Gesetze und Verordnungen in die Welt setzen. Die böse Pharmaindustrie sollte man auch nicht vergessen. Sie machen es möglich, dass Krankenhäuser und das restliche Gesundheitswesen unter finanziellen Druck gesetzt werden, unter dem wir (die wir diese Gesellschaft erschaffen haben und diese Politiker gewählt haben ) leiden.
                    Irgendetwas läuft hier gewaltig schief. Und ich habe keine Ahnung, wie das zu stoppen ist.
                    Fette Hervorhebung von mir.

                    Die kollektive Erschaffung ist nichts anderes wie eine demokratisch gewählte Regierung.
                    Jeder, aufgrund seiner Vorstellungen und Bedürfnisse, legt seine Stimme (Fokus) in den kollektiven Topf.
                    Jene Energie, welche am stärksten vorherrscht, sitzt am Steuer.
                    "Jeder" trägt dazu bei.

                    Den Beitrag den jeder einzelne zur Veränderung beitragen kann ist, bewusst mit seinen Gedanken und Gefühlen umzugehen.
                    Sie sind es nämlich, welche das Miteinander sowohl ins persönlichen wie auch kollektiven Außen projizieren.

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                      Seid mir bitte nicht böse:

                      Dieser Faden von mir war ursprünglich gedacht dafür, bestimmte Medikamente zu benennen, bei denen man große Vorsicht walten lassen muss.
                      Wenn ihr weiter generell diskutieren wollt, geht bitte in mein Diskutiereckchen.
                      Wer als Gast hier anklickt, um sich darüber zu informieren, worauf er bei bestimmten Medis achten muss, der wird durch solch eine lange Diskussion das Interesse am Faden verlieren.

                      Danke.

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                        Hallo Bonny,

                        ich denke, die Diskussion wäre in einem ganz eigenen Faden am besten aufgehoben, so etwas wie "Medizin, Gesellschaft und Eigenverantwortung".

                        Was meinen die anderen?

                        Viele Grüße,
                        Freundin der Weisheit

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                          Guter Vorschlag!

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                            Zitat von Faszinosum
                            Dieses ewige "alle anderen sind schuld" läßt sie ständig auf der Stelle treten.
                            Sie nehmen sich selber die Chance, etwas zu erkennen, zu verstehen und zu verändern.
                            Um ihre Chance wahrnehmen zu können, müssen sie erst mal erkennen, dass ihre Opferhaltung ein (selbstgewähltes) Gefängnis ist. Erkenntnis fällt aber nicht vom Himmel und die meisten Menschen benötigen dazu Unterstützung irgendeiner Art.

                            Das Verharren in der Opferhaltung ist für mich kein bewusster Prozess, sondern einer, der erst bewusst gemacht werden muss. "Sie nehmen sich die Chance" klingt nach aktiver und bewusst gesteuerter Handlung. Wenn man das in dieser Weise sieht, ist es kein großer Schritt zu "selber schuld".

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                              Spark, bitte diese Diskussion auslagern!!!!!!!!!

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                                ..bin schon weg...

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