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Chakra, Meditation, Psychotherapie

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    Chakra, Meditation, Psychotherapie

    Mich zog im Geschäft – bei den CDs im Sonderangebot – eine CD mit dem Titel `Chakra Meditation´ an. Der Klappentext spricht von der heilenden Kraft der Musik.

    Die Beschallung der Chakren mit bestimmten Klängen würde helfen, blockierte oder gar geschlossene Chakren zu öffnen, denn Blockaden könnten körperliche und psychische Beschwerden und Missempfindungen hervorrufen.

    Kurzum: Die CD soll helfen, die Chakren zu öffnen und so zu einem spürbaren Gleichgewicht von Körper und Seele führen. (Die Klänge der CD hören sich so `gesund´ und gewöhnungsbedürftig an, dass sie - wie bei bitter schmeckender Medizin - einfach helfen müssen!)
    Und wenn ich mir meine körperliche Verfassung ansehe, dann müssen meine Chakren zubetoniert sein.

    Nun habe ich eine Frage an Euch. Ich habe mir die CD auf dem Sofa sitzend angehört. Reicht das? Muss ich mir die CD jetzt einfach nur anhören – und sonst dabei so wirklich gar nix tun? Muss ich dafür nicht irgendwas können und machen? Erhoffe ich doch, dass die `heilende Energie´ mich erreicht und wirkt.
    Welche Erfahrung habt Ihr mit derartigen Meditations-CDs?

    #2
    Ich würde sagen, du musst gar nichts.

    Ich gehe da immer folgendermaßen vor: Erst einmal atmen (also mich aufs Atmen konzentrieren) und zur Ruhe kommen. Oft ist das ja auch Teil von solchen Übungen, wobei es sich in deinem Fall so anhört, als wären es nur Klänge und Töne ohne irgendwelche Begleitbücher/Einführungen/...
    Zweiter Schritt, nachdem ich einigermaßen bei mir bei angekommen bin: Wahrnehmen. Wie ich mich fühle, wie sich mein Körper anfühlt, welche Gedanken mir durch den Kopf surren, ...
    Eventuell dritter Schritt: Aufkommenden Impulsen folgen. Summen, singen, tönen, tanzen, hüpfen, strecken, ...
    Und zuletzt: Ein Ende finden und wieder in die (Alltags)Welt zurückkommen.

    So mache ich das. Vielleicht passt für dich auch was, vielleicht nicht - ich glaub jedenfalls nicht, dass du irgendwas falsch machen kannst, wenn du auf das achtest, was sich bei dir so beim Zuhören meldet.

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      #3
      Danke, Hobbes, für Deine Ausführungen, die mir weiterhelfen, denn Deine Vermutung, dass die CD ohne weitere Erläuterungen ist, stimmt. Deshalb fühlte ich mich unsicher, wie ich die Meditation angehen soll und brauchte etwas zur Orientierung.

      Als ich abends über die Sache mit der CD nachdachte, sind mir folgende Gedanken durch den Kopf gegangen. Einerseits, dass ich kampfesmüde bin und die Schnauze voll habe. Und andererseits, dass ich das Gefühl haben möchte, etwas tun zu können und nicht aufgeben will. Aber vielleicht wäre genau das Aufgeben des Kampfes die Aufgabe und der Weg zur Gesundung?

      Jetzt handele ich nach dem Motto: Nur wenn ich etwas verändere, kann sich etwas verändern. Aufgeben wäre aber auch eine Veränderung, nur kann und will ich mich darauf nicht einlassen. Vielleicht ist das ein Teil meines Problems? Ich weiß es nicht.

      Jedenfalls sprechen mich mittlerweile überraschenderweise die Töne an, die sich anhören als würde ein buddhistischer Mönch ab und zu Oooom sagen und dazu auf Klangschalen und einer Holzflöte spielen.

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        #4
        liebe mistral,
        mich nötigt es dir mitzuteilen, das "aufgeben" nicht gleich "verlieren" ist.
        mancher kampf ist so unnötig und erst wenn man ihn aufgibt,
        gehen türen auf die einem die heilung offenbaren.
        und im nachhinein denkt man sich "wozu der krampf?"

        ein krampfartiges festhalten am kampf ist kein natürlicher prozess.
        ich bin eine verfechterin des natürlichen zyklus
        und ich denke, wenn dich die melodie schön langsam anspricht,
        werden dir gedanken kommen, die neu sind,
        die veränderungen anklingen lassen. hör dann genau hin
        lass es zu, dass sich womöglich alles dagegen sträubt.
        es ist nur die macht des alten. bleib aber dran.
        was würde den die veränderung bedeuten?
        wäre es wirklich ein *aufgeben* ? oder wäre es der gewinn einer
        neuen perspektive? bestimmt auch anstrengend zu beginn....
        aber den alten kampf weiterführen ist auch anstrengend...
        oder nicht?
        ich glaube du bist auf einem guten weg, ich wünsch es dir auf jeden fall vom herzen.

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          #5
          Hallo liebe Ulrike,

          Du hast es auf den Punkt gebracht. Tatsächlich setze ich Aufgeben mit Verlieren gleich. Was mich wirklich plättet, ist Dein Hinweis auf "krampfartiges Festhalten am Kampf." Uff. Das trifft zu. Da muss ich schlucken. Dahinter scheint mir noch mehr zu stecken als ich jetzt auf Anhieb sagen und erfassen kann. Vielen Dank für diesen Hinweis.

          *Verschlungene Pfade:
          Deinen Hinweis habe ich nur erhalten, weil ich mir a) die CD gekauft habe und ich mich b) einmal in diesem Forum angemeldet und c) in diesem Forum die Frage zu der CD gestellt habe.

          Ich bin immer noch erstaunt, wie sehr mich die CD mit ihren `Mönchsgesängen´, Klangschalen, Holzflöte, hell und zart klingen Glöckchen und kraftvollem, dumpf klingenden Gong und anderen Klängen anspricht. Das habe ich nach dem ersten Anhören nicht vermutet.

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            #6
            Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
            Nur wenn ich etwas verändere, kann sich etwas verändern. Aufgeben wäre aber auch eine Veränderung, nur kann und will ich mich darauf nicht einlassen. Vielleicht ist das ein Teil meines Problems? Ich weiß es nicht.
            Hallo nochmal. Ich würde das auch nicht "aufgeben" nennen. Wie wäre es mit "annehmen"?
            Sich in einer Haltung von neugierigem Interesse und ohne etwas daran ändern zu wollen das "Problem" anschauen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass dadurch auch Veränderung eintritt.

            Und wenn es körperliche Probleme sind: Mir hat dieses Jahr der Gedanke "Ich bin viel mehr als dieser Körper, ich bin viel mehr als dieser Schmerz" geholfen.

            Ich wünsch Dir weiterhin viel Freude mit Deiner CD. Und sonst auch.

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              #7
              Ich habe mich mit Euren Gedanken auseinandergesetzt:
              Zitat von ulrike207 Beitrag anzeigen
              (...)ein krampfartiges festhalten am kampf (...)
              Dahinter habe ich Verzweiflung entdeckt, denn das Festhalten am Kampf ist mein Strohhalm, an den ich mich klammern kann, weil ich nichts anderes sehe. Solange ich kämpfe, habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Sturheit ist auch damit verbunden.
              Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
              (...)Ich würde das auch nicht "aufgeben" nennen. Wie wäre es mit "annehmen"? (...)
              Was ich nicht annehmen kann, ist meine Unvermögen, das Gefühl der Ohnmacht, der Hilflosigkeit. Und dass es auch sonst nichts und niemanden gibt, der helfen kann. Ich fühle mich in dieser Hinsicht sehr allein. Annahme würde bedeuten, die zuvor genannten Aspekte zu akzeptieren.

              Danke für Euren Input.

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                #8
                Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
                Was ich nicht annehmen kann, ist meine Unvermögen, das Gefühl der Ohnmacht, der Hilflosigkeit. Und dass es auch sonst nichts und niemanden gibt, der helfen kann. Ich fühle mich in dieser Hinsicht sehr allein. Annahme würde bedeuten, die zuvor genannten Aspekte zu akzeptieren.
                Liebe Mistral,

                ich kann Dir nachfühlen, denn ich weiss, was es heisst, trotz aller Anstrengungen keinen Millimeter voranzukommen! Das ist total zermürbend! Und doch habe ich nun endlich nach 14 langen Jahren eine Therapie gefunden, die bei mir nützt!
                Es gibt bestimmt auch bei Dir eine passende Lösung! Die Kunst besteht einfach darin, diese zum richtigen Zeitpunkt zu entdecken.

                Ganz wichtig finde ich die Erkenntnis, dass die Zeitspanne bis zur Heilung nicht für die Katz ist! Wir alle neigen ja dazu, nur auf den Zeitpunkt hinzuleben, wenn wir dann endlich wieder gesund sind. Aber das Leben findet jetzt statt! Genau in diesem Moment und nicht in einer fernen Zukunft! Vielleicht wird man ja gar nie mehr gesund? Was dann? Wie frustrierend muss das sein, am Lebensende erkennen zu müssen, dass man die ganze Zeit nur einem Phantom nachgejagt ist und dabei das eigentliche Leben verpasst hat?
                Zu akzeptieren, dass das Leben genau jetzt in diesem Moment stattfindet, egal wie gut oder schlecht es gerade ist, hat mir viel Druck von den Schultern genommen. Das Leben jetzt zählt auch!

                Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
                Ich bin immer noch erstaunt, wie sehr mich die CD mit ihren `Mönchsgesängen´, Klangschalen, Holzflöte, hell und zart klingen Glöckchen und kraftvollem, dumpf klingenden Gong und anderen Klängen anspricht.
                Du kannst Dich ja auch selber auf eine Klangexpedition begeben. Das Rauschen der Blätter im Wind, ein murmelnder Bach, das Knarren eines Fensterladens, das satte Klacken einer Tür die ins Schloss fällt, Zivilisationsgeräusche, Musikinstrumente, akustische Naturimpressionen,...

                Ich glaube, der ganze Zauber liegt im aufmerksamen Hinhören, egal was es ist!

                Liebe Grüsse und viel Spass beim Entdecken der Klangwelten

                Serafin

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                  #9
                  Liebe Mistral,

                  Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
                  Ich bin immer noch erstaunt, wie sehr mich die CD mit ihren `Mönchsgesängen´, Klangschalen, Holzflöte, hell und zart klingen Glöckchen und kraftvollem, dumpf klingenden Gong und anderen Klängen anspricht. Das habe ich nach dem ersten Anhören nicht vermutet.

                  In meiner Depressionszeit habe ich auch eine CD mit "Klangschalenmeditationen" gekauft, die mir öfter zu einer sehr tiefgehenden Entspannung verholfen hat. Auch die Kanons und anderen Gesänge aus Taizé haben mich in dieser Zeit ganz besonders angesprochen. Ich denke, dass immer dann, wenn das Leben irgendwie kompliziert und verworren erscheint, "einfache" Musik der Seele besonders gut tut. "Einfach" kann eine Musik sein, die hauptsächlich von Klängen lebt (Gong, Klangschalen etc.). Diese Instrumente sind ja auch sehr reich an Obertönen, was ihre direkte Wirkung auf den Körper verstärkt (nicht zuletzt gibt es Klangschalenmassage). Man spürt diese Klänge also sehr elementar körperlich. Das ist ein guter Ausgleich zu jeder Form von Gedankenkarussel etc. "Einfach" kann eine Musik aber auch sein, indem sie sich einfacher Melodien und Harmonien bedient, und genau das ist bei den Taizé-Gesängen, bei indischen Mantren und vermutlich bei den "Mönchsgesängen" der Fall. Ich glaube (natürlich muss niemand diese Ansicht teilen), dass es einer gestressten Seele gut tut, wenn die Melodien und Harmonien nicht zu lange Spannungen aufbauen, sondern "wie von selbst" wieder zu ihrem Grundton zurückfinden. Damit erfüllt sich gewissermaßen die Hoffnung der Seele, aus dem eigenen Spannungen und Komplexitäten wieder herauszufinden und den eigenen Grundton wieder zu erreichen. Deswegen kann diese Musik mitunter so tröstlich sein.

                  Lieber Serafin,

                  Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
                  Ganz wichtig finde ich die Erkenntnis, dass die Zeitspanne bis zur Heilung nicht für die Katz ist! Wir alle neigen ja dazu, nur auf den Zeitpunkt hinzuleben, wenn wir dann endlich wieder gesund sind. Aber das Leben findet jetzt statt! Genau in diesem Moment und nicht in einer fernen Zukunft! Vielleicht wird man ja gar nie mehr gesund? Was dann? Wie frustrierend muss das sein, am Lebensende erkennen zu müssen, dass man die ganze Zeit nur einem Phantom nachgejagt ist und dabei das eigentliche Leben verpasst hat?
                  Zu akzeptieren, dass das Leben genau jetzt in diesem Moment stattfindet, egal wie gut oder schlecht es gerade ist, hat mir viel Druck von den Schultern genommen. Das Leben jetzt zählt auch!
                  Das hast Du wunderschön geschrieben! Danke!

                  Liebe Grüße,
                  Chaja

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                    #10
                    Hallo lieber Serafin,

                    ja, es ist quasi eine Nebenwirkung, der eigenen Zeit mehr Leben zu geben und, wie ich hinzufügen möchte, die Bewusstheit zu steigern und sie aber auch um seiner selbst Willen auf ein erträgliches Maß zu steigern.

                    Ich sehe es ähnlich wie Du. Das jetzige Leben zählt. – Im Hintergrund sind - mehr noch als die Hoffnung auf Gesundheit - die Gedanken an die Zukunft, die manchmal Oberhand gewinnen und das Jetzt ganz schön `versauen´ können. Sie sind im besten Fall aber Ansporn, das Gegenwärtige zu schätzen – idealerweise ohne ständig den Supergau als Negativmaßstab vor Augen zu haben. Man könnte Letzteres Unbefangenheit dem Jetzt gegenüber nennen. Aber die Sehnsucht nach Krankheitsstillstand bleibt.

                    Vielen Dank für Deine verständnisvollen Worte.


                    Liebe Chaja,

                    Deine Ausführungen zu dem Thema Musik, Grundton – Obertöne und deren Wirkung auf die Seele finde ich interessant. Herzlichen Dank dafür.

                    Wenn ich die CD höre, habe ich das Gefühl, in einem buddhistischen Kloster in Tibet bei dem Dalai Lama eingekehrt zu sein.

                    Ein wunderschön formulierter Satz, dessen inhaltliche Aussage mich berührt und erreicht.

                    Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                    (...) Damit erfüllt sich gewissermaßen die Hoffnung der Seele, aus dem eigenen Spannungen und Komplexitäten wieder herauszufinden und den eigenen Grundton wieder zu erreichen. (...)
                    Zuletzt geändert von Mistral1; 04.01.2013, 10:38.

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                      #11
                      Seit 6 Monaten mache ich nun die Chakra-Meditation.

                      Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten, die richtige “Dosis“ zu finden. Nach dem Motto: Viel hilft auch viel, hab´ ich es übertrieben. Dadurch wurde es zum Zwang und ich war genervt. Also Dosisreduktion.

                      Schon seit ganz zu Anfang ist das CD-Hören für mich so, als hätte ich einen Behandlungstermin in einem buddhistischen Kloster und einen solchen besonderen und wichtigen Stellwert hat es für mich auch. Ich betrachte und empfinde diese Meditation wie ein Medikament, das ich an einem besonderen Ort von besonderen Menschen erhalte.

                      Wie schon erwähnt, sprechen mich die Klänge und Oohms an, sie berühren mein Innerstes auf eine andere Art und einer anderen Ebene als Worte es können.

                      Unruhiger Geist: Immer wieder driften die Gedanken während der Meditation ab, wollen sich an irgendwas festhaken, darum kreisen.
                      Aufmerksamerer Geist: Ich habe meine alten Coué et.al. Unterlagen hervorgeholt. Und an anderer Stelle habe ich wie nebenbei eine für mich passende Autosuggestionsformel gefunden.

                      Fazit:
                      Mir geht es nicht besser und es geht mir nicht schlechter. Stillstand.
                      Das Beste, was wir für unsere Zukunft tun können, ist, dass wir uns so gut wir es vermögen, um den gegenwärtigen Moment kümmern. Wenn wir in den gegenwärtigen Augenblick investieren, dann investieren wir in die Zukunft.“ (Thich Nhat Hanh)

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                        #12
                        Ich greife zusätzlich zur Chakra-CD nach einem weiteren Strohhalm. Dauerhafter Krankheitsstillstand ist vonnöten. Fragen, die zu den Wurzeln von MS führen sollen.

                        Eine der Fragen lautet:
                        Was lähmt meinen Seelenmut?

                        Das Wort `Seelenmut´ kenne ich nicht. Ich habe es nie in irgendeinem Zusammenhang gehört.
                        Wisst Ihr oder habt Ihr eine Idee, was mit Seelenmut gemeint ist bzw. gemeint sein könnte?

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                          #13
                          Lebensfreude?

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                            #14
                            So würde ich das für mich übersetzen:

                            Was hindert mich an der Durchsetzung meiner inneren Wünsche?

                            Liebe Grüße
                            Glühwürmchen

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                              #15
                              Hallo Mistral,

                              habe den Ausdruck so auch noch nie gehört.
                              Spontan fällt mir dazu der Begriff "Vertrauen" ein, vielleicht ist ja Seelenmut verwandt mir Urvertrauen...?

                              Herzlichen Gruss, Sonea

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