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    #61
    Nachtrag:
    Wen es interessiert, kann hier einige Infos zum Thema Gragtuch finden.
    Weiß aber nicht, ob der Link funktioniert??

    PM

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      #62
      P.S.
      ich meine natürlich das GRABTUCH...
      Meine Fingernägel sind so lang, ich rutsche immer von den Tasten...lacht

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        #63
        Auch ich hab diesen Thread mit großem Interesse gelesen und möchte nun auch meinen Senf dazu abgeben.

        Ich bin vom Elternhaus nicht sonderlich christlich erzogen worden, vielmehr galten hier einfach zwischenmenschliche Werte, allerdings war ich auf einer Klosterschule ...

        Das hat bei mir insoweit Spuren hinterlassen, dass ich mich viele Jahre intensiv mit Kirche auseinandergesetzt habe und für mich nun zu dem Schluss gekommen bin, dass ich mit der Kirche als Institution nichts anfangen kann und die Bibel zwar durchaus ein sehr interessantes, aber trotzdem für mich ein Märchenbuch ist von Menschen geschrieben.
        Nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass ich nach einigen man kann sagen christlichen Werten lebe.

        Grenzen aber zeigt mir die Kirche oder sonst was keine auf, nur solche, die ich für mich okey finde. Für mich existieren die Grenzen nur in mir und ich mache niemanden dafür verantwortlich.

        Sex ohne Liebe war für mich z.B. lange nicht möglich und das lag auch daran, weil ich Angst vor mir selber hatte. Liebesbedüftig wie ich bin, dachte ich, ich könne das eine nicht vom anderen trennen und vor lauter emotionalem Notstand jede und sei es nur eine körperliche Zuwendung aufsauge wie ein Schwamm und es mit Liebe verwechsle. Inzwischen habe ich mir das schonungslos klargemacht und siehe da, nun war es möglich, Sex ohne Liebe auch für mich als Frau . Aber ich für mich habe festgestellt, dass so ein paar schöne Stunden bei mir immer einen schalen Beigeschmack und eine Traurigkeit hinterlassen und dass mir dadurch der Preis zu hoch ist. Außerdem habe ich mir eingestanden, dass ich das nur gemacht habe, weil ich im Grunde wohl der Meinung bin, dass ich keine wahre Liebe verdient habe und mich deshalb mit dem zufrieden geben muss, dass ich eben kriegen kann.
        Das hat aber gar nichts mit Kirche oder gesellschaftlichen Regeln zu tun.

        Ich empfinde mich nicht als liebenswert und finde wohl deshalb keinen Partner, der mich wirklich liebt.
        Erst wenn ich es mal geschafft habe, davon überzeugt zu sein, dass ich liebenswert bin, dann wird das auch mit einer guten liebevollen Partnerschaft klappen. Davon bin ich für mich überzeugt. Und dabei spielt Internet, Politik oder Kirche oder sonstwas überhaupt keine Rolle.
        Das spielt sich nur in mir ab und ist manchmal besser und manchmal schlechter zu ertragen.

        Liebe Grüße
        Libärty

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          #64
          @Libärty

          Ich weiß wovon du schreibst, ich habe es auch so hinter mir.

          Die Leere im Nachhinein ist unerträglich gewesen, habe mich selbst verachtet danach.
          Ich verstehe nicht, wie es Männer auf Dauer ferig bringen so zu leben?

          Aber das soll nicht meine Sorge sein, ich versuche meine eignenen Werte zu leben.
          Ich möchte jemand sein, der geliebt wird, weil er ist wie er ist.
          Ich möchte mich nicht verbiegen, niemandem nach dem Mund reden, ich möchte "Echt" sein!

          In diesem Sinne,
          ein schönes Leben allen

          LG Softvelvet

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            #65
            Hi Softvelvet,
            ja, das wünsch ich mir auch, vollends authentisch zu bleiben/werden und trotzdem oder gerade deshalb geliebt zu werden.
            Und es ist trotzdem gut, seine eigenen Grenzen ab und zu zu überschreiten und wenns nur deshalb ist, sich selbst besser kennenzulernen und sie hinterher mit diesem Wissen neu zu definieren.
            Meine Erfahrung ist, dass Männer, die dauerhaft so leben, sich darüber überhaupt keinen Kopf machen. Deshalb gehen ihnen wohl "hinterher" auch die 3 magischen Worte so leicht über die Lippen und so schnell vergessen sie sie auch wieder. Im Grunde wissen sie gar nicht, wovon sie reden.
            Ich wünsch Dir wirklich alles Gute
            Libärty

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              #66
              Die Leere danach..?
              Achso!

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                #67
                @flash

                ...es gefällt mir, wie du darüber denkst...lacht

                Kommentar


                  #68
                  Warum Beziehungen nicht funktionieren

                  @softvelvet, @alle

                  Hier noch meine Antwort auf deine Frage, softvelvet, zu meinem vorherigen Beitrag (auf Seite 5) - es könnte auch ein ganzes Buch werden, aber ich versuche mich kurz zu fassen.

                  Zuerst einmal: Ich habe schon alle möglichen Erfahrungen mit Beziehungen gemacht, gute und schlechte. Zu dem Thema, wie alles begann (das Schalten einer Internet-Anzeige mit erwarteten Reaktionen der Männer) kann ich in abgewandelter Form nur auf das verweisen, was Hubert schon geschrieben hat: Wenn man Schokolade kaufen will, darf man eben nicht in ein Fischgeschäft gehen und sich hinterher darüber aufregen, dass es da nur Fisch gibt. Meine Erfahrungen (man muss ja alles mal versuchen, um mitreden zu können) im Internet sind ähnlich - ich glaube, die meisten betrachten das als einen Selbstbedienungsladen, in dem man eben schnell mal die Nummer zum Trieb-Ablassen finden kann, und selbst wenn Leute was "Ernsthaftes" suchen, ist das Angebot eben so groß, dass man so lange sucht, bis der vermeintlich perfekte Partner gefunden ist (was vermutlich nie passieren wird) - und bis dahin probiert man nur aus und durch und checkt ab und trifft dann halt gleich wieder die nächste neue Verabredung...

                  Was an Beziehungen so schwierig ist, sind vor allem unsere Konditionierungen sowie auch unsere Erwartungen. Da erwartet man, dass der andere einen glücklich mache - und der andere erwartet das vielleicht auch... Der andere soll also etwas tun! Außerdem soll er sich gefälligst so verhalten, wie man selbst das erwartet - z. B. lästige Gewohnheiten ablegen, sich nicht mehr mit bestimmten Freunden treffen, die man selbst nicht mag...

                  Ja, und dann sieht man den Partner aufgrund der Konditionierungen eben nicht so, wie er ist, sondern so, wie man ihn durch die eigene Brille sieht . Wer also mit früheren Partnern eine bestimmte Erfahrung gemacht hat (z. B. um beim Thema zu bleiben, dass die Männer nur Sex wollten und keine feste Beziehung/ keine Verantwortung übernehmen wollten), der wird beim nächsten Menschen auch gleich wieder dieses Verhalten vermuten. Oder wer sich als Kind ungeliebt gefühlt hat, der wird das auch als Erwachsener mit rumschleppen. Da kann man nur rauskommen, wenn man sich solche Konditionierungen bewusst macht und an ihnen arbeitet.

                  Tja, zu dem Thema, dass die meisten Männer (und auch einige Frauen, aber nicht so viele ) eben keine Verantwortung übernehmen wollen, kann ich nur sagen, dass ich diese Erfahrung auch schon oft gemacht habe. Sie haben eben auch ihre Konditionierungen - und sei es nur, dass sie sich unabhängig fühlen wollen, um sich ihren Wert zu bestätigen, und es als Schwäche ansehen, sich für eine Person zu öffnen. In der Yoga-Lehre heißt es übrigens, dass bei allen Menschen ein bestimmtes Chakra vorherrscht, und grundsätzliches Ziel ist es, die Energien der unteren drei Chakren in die erhabeneren oberen zu "transportieren". Wenn ein Mensch nun also genusssüchtig bzw. vom Streben nach Genüssen (in diesem Fall also Sex ohne Liebe) dominiert ist, heißt dass, dass sein 2. Chakra, Svadisthana (ich glaube auch Sexual-Chakra genannt) vorherrscht - er ist also noch nicht so entwickelt, den Sexualtrieb zu dominieren und aus Liebe zu handeln.

                  Übrigens geht es im Tantra nicht allein um das Ausüben verschiedener sexueller Stellungen (manche denken das), sondern um Liebe und das Erkennen des Göttlichen im anderen. Das ist doch eine schöne Vorstellung! Und damit sind wir auch schon beim Spirituellen bzw. der Religion: Ich glaube, dass strenge religiöse Erziehung, die z. B. Sexualität verteufelt, bestimmt zu negativen Konditionierungen beiträgt, weil der Trieb einfach da ist, aber nicht ausgelebt werden kann oder nur mit schlechtem Gewissen. Das wusste ja schon Freud, dass Triebunterdrückung zu Frustration führt. Blindes Befolgen von Dogmen und Verboten führt also zu gar nichts. Das ist sicherlich ein negativer Aspekt der Kirche bzw. von streng dogmatischen Religionen. Was anderes - und eher das Gegenteil - ist aber ein Leben nach ethischen Grundsätzen, in dem man den Nächsten (wie auch sich selbst) achtet und respektiert, z. B. die 10 Gebote - und das ist ein positiver Aspekt von "Kirche" und "Religion". Man kann natürlich auch nach solchen Grundsätzen leben ohne einer Institution anzugehören, entscheidend ist, wie man sich verhält.

                  Mein Fazit also: Kirche hat positive und negative Aspekte, und kirchliche strenge Regeln haben nicht allein dazu beigetragen, dass viele Menschen nicht (mehr) beziehungsfähig sind.

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                    #69
                    Hallo Softvelvet,
                    es sind 2 Wochen vergangen und niemand mehr hat hier etwas geschrieben.
                    Habe in den letzten 2 Stunden diesen ganzen Thread gelesen und obwohl ich im Augenblick nicht weiß was ich schreiben will, fange ich trotzdem erstmal damit an.
                    Es kann sein, daß es mir heute besonders gut geht, aber ich hätte dir, auch wenn kein Alkohol im Spiel gewesen wäre, keine gelbe Karte gezeigt, einfach weil ich Verständnis habe wenn es jemanden nicht gut geht und es sich austoben und alles rauslassen will was ihn belastet. (hoffe daß der Ralf sich dadurch nicht zu nah getreten fühlt) Das sollte ein Grundbedürfnis sein und müßte in unsere Gesellschaftsregeln eingebaut werden. Aber soweit sind wir noch nicht.

                    Es gibt so vieles was man (oder Frau) ändern kann, aber es muß zuerst die Zeit reif sein und es muß die richtige Person (oder Personen) am richtigen Platz sein.
                    Das meine ich in Bezug auf die ganze Facetten unserer Lebens: Kirche, Politik, Familie, Erziehung, Berufsleben, Wirtschaft und schließlich - und da bin ich schon beim Thema - auch die Partnerschaft mit allem was dazu gehört.

                    Vor langer Zeit habe ich ein Buch gelesen in dem es sinngemäß hieß:
                    Wenn mann sich über etwas beschwert, hat man gleichzeitig die Verantwortung übernommen, es besser zu machen.
                    Hoffe, daß sich dein Schmerz in der Zwischenzeit etwas gelegt hat, damit du das besser verstehen kannst. Wenn man Schmerzen hat, kann das rationale Verstehen mehr oder weniger eingeschränkt sein.

                    Dieser Satz begleitet mich seit 20 Jahren obwohl ich dieses Buch seitdem nicht mehr aufgeschlagen habe, denn es gehört nicht zu meinen Lieblingsbücher.
                    Was habe ich aus diesem Satz gelernt? Ich habe mich immer über die Unfähigkeit der Schulmedizin beschwert (Mag sein daß es in bestimmte Fälle lebensrettend ist). Also bin ich ein Therapeut geworden, einen der zeigen will, daß man es besser machen kann, und das mit großer Leidenschaft. Ich liebe es ein Therapeut zu sein. Nach vielen Jahren des Lernens, eröffne ich in wenigen Tagen endlich meine eigene Praxis.

                    Liebe Softvelvet, daß du aus einem Schmerz heraus in diesem Thread geschrieben hast, ist offensichtlich und schon gesagt worden.
                    Aber hier ist mein weiterer Eindruck:
                    Dein Schmerz hat sehr viel mit deiner Mutter und ihr Dauerpredigen zu tun. Sie hat die Fäden in der Hand gehabt und hat dich in deine Kindheit beeinflußt und hat dabei andere Stellen benutzt um Druck auf dich auszuüben, weil sie sich selbst als schwach gefühlt hat. Sie hat dich in ihre Gewalt gebracht und dich nach ihre Vorstellung geformt um dir zu helfen bzw. um dir das Leben leichter zu machen und leztzendlich um sich besser zu fühlen. Leider ist der Schuß nach hinten gegangen und das Ergebnis kennst du schon...

                    Soviel ist auf einmal für dich rausgekommen. Ich finde es ok wenn dir mein Eindruck nicht gefällt. Du darfst so sein wie es sich für dich gut anfühlt.

                    Lieben Gruß von Jonathan

                    Kommentar


                      #70
                      Danke Jonathan

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                        #71
                        Positive Erlebnisse...

                        ...die uns zeigen, dass es auch anders geht!

                        Wenn ich den Freund nicht hätte, der gerade für ein paar Tage bei mir zu Besuch war,
                        würde es mir noch immer schlecht gehen.

                        Ein paar Tage abschalten, raus aus meiner Hütte, Sonne auf der Haut spüren,
                        den Wind von vorn...sprüren das man lebt.
                        Ein paar mal Sex haben, zu wissen das es noch geht... auch nicht schlecht.


                        Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich mich nicht mehr mit dem alten Kummer beschäftigen möchte.
                        Viel Zeit habe ich dafür investiert es zu verstehen, jetzt ist genug damit.

                        Die Vergangenheit lässt sich nicht weg diskutieren, sie bleibt,
                        ich kann jetzt anders damit umgehen.
                        Ich möchte im Heute weniger Fehler machen, um in der Zukunft ein leichteres Leben zu haben.

                        In meinem Kopf ist jetzt Ruhe ein gekehrt, so soll es bleiben.

                        Ich wünsche allen hier alles Liebe und Gute.

                        Liebe Grüße
                        Softvelvet


                        P.S. wer mir weiter schreiben möchte kann das gern tun.
                        PN oder auch Mail
                        Ich werde alles beantworten, versprochen

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