...und immer wieder die gleche Wand
Hallo an alle
bin neu hier und habe die ersten Beiträge gelesen. Auch mich erstaunt es, daß sich die Geschichten so ähneln. Und auch ich hatte/habe das gleiche Problem.
Doch ich denke, auf einem guten Weg zu sein.
Als erstes habe ich mir klargemacht, daß die Aufgabe meiner Eltern, mich zu erziehen, vorbei ist. Damit entfällt auch, daß ich mich abhängig von Lob und Zuspruch durch sie mache. Sie waren dafür zuständig, als ich noch Kind war, jetzt bin ich erwachsen, alt genug, um auf eigenen Füßen zu stehen und mein eigenes Leben zu leben. Dazu gehört auch, daß ich mir, wenn ich es denn überhaupt brauche, mein Lob woanders hole und nicht von meinen Eltern.
Als zweites habe ich für mich anerkannt, daß auch meine Eltern ihr eigenes Leben leben. Sie leben es so, wie sie es wollen. Das hat mit ihren eigenen Äußerungen darüber überhaupt nichts zu tun. Wenn sie es lieber anders hätten, würden sie dafür sorgen. Aber sie fühlen sich scheinbar wohl in ihrer Rolle und in ihrem derzeitigen Gefüge.
Dieses anzuerkennen war für mich sehr schwer.
Der dritte Schritt war der allerschwerste für mich. Ich habe es geschafft, meine Eltern "trotz allem", was früher war, zu würdigen. Und ich tu es immer noch.
Sie haben alles getan, was sie aus ihrer Sicht konnten und was sie für richtig hielten. Und auch das, was "damals normal" war. Es waren damals andere Zeiten als jetzt.
Das Wichtigste, was ich von ihnen bekommen habe, ist mein biologisches Leben. Und sie haben es geschafft, mich erwachsen zu kriegen. Nun bin ich selbst dran.
Jetzt kann ich mir selbst aussuchen, wer mir Zuspruch erteilt, wer mich lobt, mit wem ich zusammen sein wil u.v.a.m.
Warum sollte ich mir das immer wieder antun und mir meine End-Täuschung abholen? Ich weiß es doch vorher, daß sie nichts positives von mir hören wollen. Also lasse ich es.
Die Gespräche zwischen uns sind seit langer Zeit auf Smalltalk eingestellt. Jegliche Provokationsversuche, mich aus der Reserve zu locken, blocke ich ab, mal mehr mal weniger geschickt. Aber es funktioniert.
Und ich spüre, daß es beide Seiten erleichtert.
Ich wünsche euch allen alles Gute und viel Kraft auf eurem Weg
Liebe Grüße
susi
Hallo an alle

bin neu hier und habe die ersten Beiträge gelesen. Auch mich erstaunt es, daß sich die Geschichten so ähneln. Und auch ich hatte/habe das gleiche Problem.
Doch ich denke, auf einem guten Weg zu sein.
Als erstes habe ich mir klargemacht, daß die Aufgabe meiner Eltern, mich zu erziehen, vorbei ist. Damit entfällt auch, daß ich mich abhängig von Lob und Zuspruch durch sie mache. Sie waren dafür zuständig, als ich noch Kind war, jetzt bin ich erwachsen, alt genug, um auf eigenen Füßen zu stehen und mein eigenes Leben zu leben. Dazu gehört auch, daß ich mir, wenn ich es denn überhaupt brauche, mein Lob woanders hole und nicht von meinen Eltern.
Als zweites habe ich für mich anerkannt, daß auch meine Eltern ihr eigenes Leben leben. Sie leben es so, wie sie es wollen. Das hat mit ihren eigenen Äußerungen darüber überhaupt nichts zu tun. Wenn sie es lieber anders hätten, würden sie dafür sorgen. Aber sie fühlen sich scheinbar wohl in ihrer Rolle und in ihrem derzeitigen Gefüge.
Dieses anzuerkennen war für mich sehr schwer.
Der dritte Schritt war der allerschwerste für mich. Ich habe es geschafft, meine Eltern "trotz allem", was früher war, zu würdigen. Und ich tu es immer noch.
Sie haben alles getan, was sie aus ihrer Sicht konnten und was sie für richtig hielten. Und auch das, was "damals normal" war. Es waren damals andere Zeiten als jetzt.
Das Wichtigste, was ich von ihnen bekommen habe, ist mein biologisches Leben. Und sie haben es geschafft, mich erwachsen zu kriegen. Nun bin ich selbst dran.
Jetzt kann ich mir selbst aussuchen, wer mir Zuspruch erteilt, wer mich lobt, mit wem ich zusammen sein wil u.v.a.m.
Warum sollte ich mir das immer wieder antun und mir meine End-Täuschung abholen? Ich weiß es doch vorher, daß sie nichts positives von mir hören wollen. Also lasse ich es.
Die Gespräche zwischen uns sind seit langer Zeit auf Smalltalk eingestellt. Jegliche Provokationsversuche, mich aus der Reserve zu locken, blocke ich ab, mal mehr mal weniger geschickt. Aber es funktioniert.
Und ich spüre, daß es beide Seiten erleichtert.
Ich wünsche euch allen alles Gute und viel Kraft auf eurem Weg
Liebe Grüße
susi

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