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    Zitat von Vanillene Beitrag anzeigen
    Als ich deine Aufzählung gerade gelesen habe, habe ich mich gefragt:

    Sind das denn nicht alles Mosaiksteine der Liebe?
    Hm?
    Vanillene, die Liebe ist glaube ich was anderes.

    Sie ist in aller erster Linie in mir.
    Und Liebe ist was großes, das würde ich nicht auf einen Menschen/Mann beschränken.

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      Naja, ich weiß es auch nicht. Für mich gehören diese Dinge alle mit dazu.

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        Zitat von Margit Beitrag anzeigen
        Ich möchte noch ein paar Gedanken hier schreiben, die mich so beschäftigen zum Thema.

        Ich wage zu schreiben, ich suche nicht nach DER Liebe zu einem Mann.

        Ich suche bei einem Mann: Austausch, Inspiration, Ruhe, Anziehung, Interesse, Leichtigkeit, Spannung und Entspannung, Sex, kuscheln, Körperlichkeit, Ehrlichkeit, Offenheit etc.

        Liebe habe ich in mir!
        Finde ich schön, dass Du das sagen kannst.

        Ich brauch keinen Mann für die Liebe.
        Ja, nicht unbedingt! Aber ich glaube wir brauchen Menschen oder soziale Wesen für die Liebe, denn ich liebe Menschen und ich glaube die Liebe wächst nur mit der Liebe. Ich habe mal für mich versucht Liebe (nicht die Verliebtheit) zu benennen.

        Liebe ist für mich Geborgenheit, Freiheit, Nähe, Distanz, Vertrauen, Kraft, Mut, Wille, Antrieb .... und aus meiner Sicht die Verbindung für "das Leben".

        Stellt sich die Frage für mich ist Liebe erlernbar oder ist sie in unseren Genen einprogrammiert? Sprich ein genetischer Liebesfunke der im Laufe des Lebens zum Feuer wird, sofern er mit Liebe gefüttert wird! Sind wir ohne Liebe liebes fähig?

        Kann sein, das ich mit meiner Fragestellung schon wieder vom Thema "nicht Verlieben" entfernt habe. Wenn Ihr eigene Antworten habt sollten wir diese in folgendem Faden weiterführen. http://www.forum-treffpunkt-leben.de...r-liebe-6.html
        (ich hoffe interne Links unter 50 Beiträge sind erlaubt)

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          Zitat von ibini Beitrag anzeigen
          (ich hoffe interne Links unter 50 Beiträge sind erlaubt)

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            Liebe Margit,

            deine Zeilen unterschreibe ich voll und ganz. Ich habe inzwischen auch die Erfahrung gemacht, dass ich viele Männer lieben kann. Was mir selbst irgendwie enorme Erleichterung gibt, weil ich mich nicht mehr zu sehr an einen bestimmten binde sondern weiß, es gibt mehr da draussen

            Wobei das Wort "Liebe" im 1. Schritt fast ein bisschen hoch gegriffen ist, sagen wir so: Viele Typen von Männern sprechen mich an. Es ist bei jedem eine Summe dessen, von dem ich schon gute Erfahrungen gemacht habe, was mir gefällt und mich anspricht. Das sind zB (verdächtig oft) blaue Augen, eine gewisse Art Lachen, Gentleman-Manieren, also im Grunde ein buntes "Von - Bis". Ich kann und will es auch gar nicht an bestimmten "Merkmalen" festmachen, ob mir einer gefällt oder nicht. Ich spüre das einfach irgendwann mal, und entweder ich bleibe dann, oder ich gehe.

            Ich suche auch nicht nach DER Liebe in einem Mann. Das hast du übrigens wunderbar formuliert! Mein derzeitiger potenzieller LAP ist ein ganz eigener Charakter, und ich hab schon die eine oder andere Angewohnheit entdeckt, die mich im ersten Augenblick die rechte Augenbraue hochziehen lässt, aber einfach zu ihm dazugehört und im Grunde alles ok ist Er ist definitiv anders als alle davor, aber das ist wohl eine Erfahrung, die ich ohnehin und auch mit jedem anderen gemacht hätte. Überhaupt ist er der 1. Mann seit meinem 8-Jahres-Ex, mit dem es jetzt wirklich tiefer und ernster wird. Darum tapse ich auch noch ein bisschen unbeholfen vor mich hin, aber wir helfen uns da glaub ich gegenseitig

            Ich mag ihn sehr, weil er einfach gut zu mir ist. Er verbringt Zeit mit mir, ohne dass ich ihn danach fragen muss. Er ruft mich an, ohne dass er bemängelt, dass ich so gut wie nie anrufe. Er brachte mir gestern Pralinen mit Er strahlt auf mich so eine Ruhe und eine Wärme aus, dass ich gar nicht anders kann, als seine körperliche Nähe zu suchen.

            Mit solchen kleinen Aktionen und Gesten erobert er einfach Stück für Stück mein Herz. Er gibt mir das Gefühl, dass ich wichtig für ihn bin. Manchmal, wenn ich mittendrin bin, ihm was zu erzählen, schau ich ihn an und sehe einfach nur ein Strahlen, das mich einfach nur glücklich macht. Ich kann es nicht anders beschreiben. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich ein Mann zuletzt so angesehen hat.

            So, was wollte ich jetzt eigentlich sagen

            ...und das ist mir alles so viel wichtiger als "das Bild" des berühmten Blitzschlags mit rasendem Herzklopfen, der rosaroten Brille oder auch andersrum, um ihn werben zu müssen, ihn erobern zu müssen. Was ich sowieso aus Prinzip nicht mehr mache

            Jedenfalls bewirkt das alles, was er mir gibt, dass ich auch gebe. Gestern abend zum Beispiel habe ich ihn bekocht. Weil ich es von Herzen gerne einfach für ihn getan habe. Das wiederum gefällt ihm, und so geben wir uns gegenseitig und bauen da grad den Grundstock von wasauchimmer auf


            Hallo Ibini,

            ist Liebe erlernbar - hm. Ich glaube, jeder, der schon mal Liebe erfahren hat, in welcher Form auch immer, kann Liebe empfinden. Im Grunde sind wir alle ein Produkt von zumindest körperlicher Liebe, das müsste eigentlich auch heißen, dass wir die "Fähigkeit zu lieben" in uns tragen.

            Ich glaube allerdings auch, dass wir ein viel zu hohes Ideal von Liebe oder Partnerschaft haben. Kein Partner kann einen "persönlichen Mangel" (sorry für die vielleicht etwas harte Formulierung) ausgleichen. Ich könnte mich nie so auf den jetzigen Mann einlassen, würde ich das von ihm verlangen, was ich vor drei Jahren verlangt habe. Ich würde sowieso gehen, früher oder später, weil er das nicht "bringt". Weil er es auch gar nicht bringen kann! Und es auch gar nicht seine Aufgabe ist! Auch der derzeitige Kandidat weist mich dezent und durch die Blume manchmal darauf hin, dass ich schon wieder "zu schnell" bin oder zu viel will. Ich glaube, ich halte auch deshalb Ausschau nach "älteren" Männern (er ist 41), weil die mich einfach machen lassen, ohne mich zu beurteilen, und mich einfach sachte auf Spur bringen. Mit einem Gleichaltrigen kann ich nicht wirklich was anfangen, das zeigt sich immer wieder...

            Der jetzige Mann ist in dem Moment in mein Leben getreten, in dem ich voller Freude, Lust und froher Zukunftsgedanken mein Leben "ohne Partner" geplant habe! Als ich angefangen habe, mir mein eigenes kleines Häuschen zu suchen, von Wochenende zu Wochenende zu leben, als ich mir keine Gedanken mehr darüber gemacht habe. Ich war mit drei Männern ein Wochenende lang campen, war im Grunde durchgehend betrunken und habe zwei Packungen Zigaretten geraucht (ich bin Nichtraucher). Und es war super! Die beste Party meines Lebens! Und dann steht mein potenzieller LAP auf einmal mit einer Rose vor meiner Haustür. Ich kann das streckenweise noch gar nicht fassen, was da grad abläuft, ist alles grad noch ein bisschen nebelig, ich weiß nur, ich mag es.

            LG
            Kathi

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              Zitat von Vanillene Beitrag anzeigen
              Als ich deine Aufzählung gerade gelesen habe, habe ich mich gefragt:

              Sind das denn nicht alles Mosaiksteine der Liebe?

              Austausch, Inspiration, Ruhe, Anziehung, Interesse, Leichtigkeit, Spannung und Entspannung, Sex, kuscheln, Körperlichkeit, Ehrlichkeit, Offenheit etc.

              Ich habe für mich festgestellt, all das, was ich oben aufgezählt habe, kann ich auch für jemanden empfinden den ich nicht liebe.

              Ich wage zu behaupten, dass ich über das verliebtsein, zu einem Mann, noch nie hinausgekommen bin.

              Die Erkenntins hat mir geholfen, die Gefühle, die ein Mann bei mir auslöst nicht mit Liebe zu verwechseln. Bei meinen Begegnungen mit Männern war es bisher eher das verliebtsein, Hormone, Projektionen, die mich nervös machten.

              Vorallem war es ja immer einseitig. Also kann da was nicht stimmen.

              Es wäre schön wenn sich mein Herz für die Männer noch weiter öffnen könnte.

              Und jetzt kümmere ich mich weiter liebvoll nur um mich und schaue was passiert.


              Liebe = immer Liebe

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                Zitat von ibini Beitrag anzeigen
                Finde ich schön, dass Du das sagen kannst.

                Ja, nicht unbedingt! Aber ich glaube wir brauchen Menschen oder soziale Wesen für die Liebe, denn ich liebe Menschen und ich glaube die Liebe wächst nur mit der Liebe. Ich habe mal für mich versucht Liebe (nicht die Verliebtheit) zu benennen.

                Ich denke auch, wir brauchen Gemeinschaft und Liebe in der Gemeinschaft und in den Ehen und Freundschafte, Firmen und und und...

                Ich kann und will Liebe nicht mit 20, 50 oder 100 Worten, wie Du Sie unten beschrieben hast, beschreiben. Das geht einfach nicht. Das wäre alles zu wenig. Alles ist Liebe. Da gibt es für mich keinen Anfang und kein Ende.


                Liebe ist für mich Geborgenheit, Freiheit, Nähe, Distanz, Vertrauen, Kraft, Mut, Wille, Antrieb .... und aus meiner Sicht die Verbindung für "das Leben".

                Stellt sich die Frage für mich ist Liebe erlernbar (Liebe ist immer da und findest Du am einfachsten in Dir.) oder ist sie in unseren Genen einprogrammiert? Sprich ein genetischer Liebesfunke der im Laufe des Lebens zum Feuer wird, sofern er mit Liebe gefüttert wird! Sind wir ohne Liebe liebes fähig? niemand ist ohne Liebe

                Kann sein, das ich mit meiner Fragestellung schon wieder vom Thema "nicht Verlieben" entfernt habe. Wenn Ihr eigene Antworten habt sollten wir diese in folgendem Faden weiterführen. http://www.forum-treffpunkt-leben.de...r-liebe-6.html
                (ich hoffe interne Links unter 50 Beiträge sind erlaubt)
                Es gibt halt den riesen Unterschiede zwischen verlieben und Liebe.
                Das verlieben hat für mich eher mit einer Person, einem Gegenstand, Katze, Maus, Hund, Land zu tun.

                In einen Mann verliebe ich mich einfach mal. Und da jetzt all meine Liebe reinzuinterpretieren wäre dem auserwählten sicher zu viel. Der arme Kerl wäre sicher total überfordert.
                Deswegen bleibe ich erstmal bei der Selbstliebe.

                Hoffentlich versteht mich noch jemand?
                Ist wohl gerade eine Erkenntnis, die ich verinnerlicht habe.

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                  Zitat von cinqueterre Beitrag anzeigen
                  Ich glaube, ich halte auch deshalb Ausschau nach "älteren" Männern (er ist 41),
                  Danke, Kathi!
                  Deine Aussage hat schon was. Heute Morgen beim Blick in den Spiegel bin ich mir tatsächlich etwas ältlich vorgekommen!

                  Und sag jetzt nicht, man ist so alt, wie man sich fühlt!

                  Kommentar


                    Zitat von Serafin Beitrag anzeigen

                    Und sag jetzt nicht, man ist so alt, wie man sich fühlt!
                    Nur beim Mann, bei der Frau so, wie sie sich (an)fühlt.
                    Nein, ein Scherz!

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                      Zitat von Margit Beitrag anzeigen
                      Ich brauch keinen Mann für die Liebe.
                      He der Satz hätte ja von mir sein können.

                      Wahnsinnig wichtige Erkenntnis finde ich. Ich brauche auch niemand für die Liebe. Nicht mal meine Familie. Dennoch möchte ich nicht ohne sie leben müssen.

                      Jetzt verstehe ich auch, was für dich "Wahl" bedeutet. Dann vergiss meinen Einwand zum Thema Wahl, da muss ich mir erst eine neue Frage an dich ausdenken.

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                        Zitat von Margit Beitrag anzeigen
                        Es gibt halt den riesen Unterschiede zwischen verlieben und Liebe.
                        Ja ich stimme Dir zu, ich will eigentlich auch nur lieben ohne "ver"

                        Das verlieben hat für mich eher mit einer Person, einem Gegenstand, Katze, Maus, Hund, Land zu tun.

                        In einen Mann verliebe ich mich einfach mal. Und da jetzt all meine Liebe reinzuinterpretieren wäre dem auserwählten sicher zu viel. Der arme Kerl wäre sicher total überfordert.
                        Ich würde mal sagen das kommt auf den Mann an

                        Deswegen bleibe ich erstmal bei der Selbstliebe.
                        Du hast in meinem letzten Beitrag geschrieben (Liebe ist immer da und findest Du am einfachsten in Dir.)

                        Das ist bei mir nicht der Fall, ich finde sie leider nicht, entweder ich bin Blind oder sie ist nicht da wo sie sein sollte. Ich denke Selbstliebe ist auch mit den Begriffen Selbstwert und Selbstvertrauen verbunden und beides bekommen wir doch nur durch Vertrauen, Wertschätzung und Liebe durch unsere Eltern bzw. Bezugspersonen sprich Menschen die uns dies durch Liebe vermitteln. Und da gab es schon einen gewissen Knacks in meiner Geschichte.

                        Kann ein Mangel an Selbstliebe das einseitige Verlieben begünstigen?

                        Vielleicht weil ich mir Liebe vom Anderen ersehne und hoffe das Loch in mir damit stopfen zu können.
                        Schon alleine die Vorstellung Sie liebt mich, lässt mich von innen nach außen erstrahlen. Doch der Gedanke, dass Sie mich nicht liebt tut weh und lässt einen resignieren oder wütend werden.

                        Wenn ich also Selbstliebe in mir habe, brauche ich mich nicht mehr zu verlieben. Nicht erwiderte Liebe kann mich nicht verletzen so lange die Selbstliebe mich trägt.

                        Was meint Ihr dazu?

                        @Kathi Also ich glaube, dass wir nicht immer ein Produkt von "körperlicher Liebe" sind. Es gibt Situationen die zur Schwangerschaft führen wo von Liebe nach meiner Definition nichts zu spüren ist. Ich glaube das die Liebesfähigkeit (wahrscheinlich auch die "körperliche Liebe") in der Kindheit sehr geprägt wird von den Bezugspersonen bzw. den Eltern.

                        Wenn ich deinen Beitrag so lese, freue ich mich sehr für Dich, da Du den Eindruck vermittelst, gerade eine sehr liebevolle Beziehung zu haben.

                        @Vanillene schön das ich dich zum gebracht habe.

                        LG IbinI

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                          Zitat von ibini Beitrag anzeigen
                          Wenn ich also Selbstliebe in mir habe, brauche ich mich nicht mehr zu verlieben. Nicht erwiderte Liebe kann mich nicht verletzen so lange die Selbstliebe mich trägt.
                          Ja, ich sehe das ganz genauso. Nach erlangter Selbstliebe, kommt der nächste Schritt. Letztendlich braucht man die Liebe gar nicht mehr, man ist die Liebe. Das heißt, man denkt nicht mehr darüber nach, man sorgt sich nicht mehr darum, es ist kein Thema mehr. Es erübrigt sich einfach.

                          Wie man das erreicht? Dafür gibt es keine bestimmte Methode. Es ist ein Prozess der Entwicklung und jeder hat seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo, aber es ist für jeden letzendlich schaffbar. Alles was man dazu braucht, hat jeder in sich und kann auch nicht verloren gehen.

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                            Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
                            Danke, Kathi!
                            Deine Aussage hat schon was. Heute Morgen beim Blick in den Spiegel bin ich mir tatsächlich etwas ältlich vorgekommen!

                            Und sag jetzt nicht, man ist so alt, wie man sich fühlt!
                            Hihi Serafin.

                            Darum habe ich das "älter" ja ganz soft und wattig zwischen Anführungszeichen verpackt.

                            Ich bin 29, da sind +11 Jahre schon "älter". Irgendwie.

                            *und jetzt besser nix mehr sag*

                            Kommentar


                              Zitat von Margit Beitrag anzeigen


                              Liebe habe ich in mir!

                              Ich brauch keinen Mann für die Liebe.


                              Zitat von Yasinee Beitrag anzeigen
                              He der Satz hätte ja von mir sein können.

                              Wahnsinnig wichtige Erkenntnis finde ich. Ich brauche auch niemand für die Liebe. Nicht mal meine Familie. Dennoch möchte ich nicht ohne sie leben müssen.
                              Hallo Mädels,

                              wenn ihr das so seht, dann seit ihr für mich eher klassische Einzelgänger und das ist auch ok so. Wie wollt ihr denn jemanden an Euch ran lassen, wenn sich da nicht noch jemand in die Selbstliebe mit einhaken darf? Irgendwie fällt mir keine bessere Formulierung ein.

                              Klar sollte man sich selbst lieben und zu sich selber stehen, aber wenn man sich dann schon mal verliebt und diese dann auch noch wächst, dann sollte das nach sehr schöner Vertrautheit auch Liebe werden.

                              Oder habe ich da was ganz falsch verstanden?
                              Einen schönen Tag wünsch ich Euch
                              Willi


                              PS: Da hab ich noch einen für Euch zum Nachdenken


                              Der Pelikan, der sich seine Brust aufreißt, um seine Jungen mit seinem Blut zu füttern, ist ein altes christliches Sinnbild der aufopfernden Liebe.

                              Art des Liebesobjekts

                              • Selbstliebe: Selbstliebe wird in der Regel als immer vorhanden angesehen; von Einigen auch als die Voraussetzung zur Fähigkeit zum Lieben und zur Nächstenliebe angesehen, wobei nach Auffassung von Erich Fromm Selbstsucht Selbsthass bedeute. Selbstsucht äußere sich in der Liebe durch besitzgieriges Interesse. Fromm behauptet, dass zu starke Selbstlosigkeit keine Tugend sei, sondern ein Symptom, durch das unbeabsichtigter Schaden entstehen könne. Pathologische Selbstliebe („Eigenliebe“) wird als Narzissmus bezeichnet.
                              • Partnerliebe: Die geschlechtliche Liebe kann in gegengeschlechtliche (Heterosexualität) und gleichgeschlechtliche Liebe (Homosexualität) unterschieden werden und findet oft in Liebesbeziehungen Ausdruck, für die in heutigen europäischen Kulturen das Ideal der Partnerschaft, vermischt mit dem ehemals höfischen Ideal der romantischen Liebe, betont wird. Eine besondere Rolle nimmt in vielen Gesellschaften die eheliche Liebe ein, die oftmals Exklusivität für sich in Anspruch nimmt (siehe Monogamie). Nicht auf exklusiven Zweierbeziehungen beruhende Liebesmodelle (Polygamie) spielen in außereuropäischen Kulturen und in den letzten Jahrzehnten auch im Westen („Polyamory“) eine größere Rolle.
                              • Familiäre Liebe: Neben der partnerschaftlichen Liebe sind insbesondere die Liebe zwischen (engen) Verwandten (Vaterliebe, Mutterliebe, Kindesliebe) und die Freundesliebe in menschlichen Gemeinschaften von größter Bedeutung.
                              • Nächstenliebe: Die Nächstenliebe gilt im Sinne von Religion und Ethik primär den Bedürftigen, während die Philanthropie sie zur allgemeinen Menschenliebe ausdehnt (vgl. Menschlichkeit). Die Feindesliebe ist eine im Neuen Testament auf Feinde bezogene Nächstenliebe, die oft als christliche Besonderheit gilt, aber in abgeschwächter Form auch in anderen Religionen vorkommt. Noch weiter geht das Konzept der „Fernstenliebe“.
                              • Objekt- und Ideenliebe: Insbesondere in jüngerer Zeit ins Zentrum gesellschaftlicher Begriffe gerückt sind auch „Tierliebe“ oder die „Liebe zur Natur“. In der weitesten sprachlichen Auslegung „liebt“ man seine Hobbys oder Leidenschaften und kann diese dann auch als Liebhaberei oder Vorlieben bezeichnen. Auch Ideale können demnach geliebt werden, etwa durch den Begriff „Freiheitsliebe“ dargestellt, aber auch Zugehörigkeiten wie Vaterlandsliebe (Patriotismus). Diese Vorlieben können bis hin zu Fanatismus gehen, der Begriff Fan wird aber heutzutage auch für nichtfanatische Formen der Bewunderung, Verehrung bzw. Anhängerschaft verwendet.
                              • Gottesliebe: Eine besondere Rolle nimmt die Gottesliebe ein, in ihrer allgemeinen Form die in verschiedenen (keinesfalls allen) Religionen vorausgesetzte Liebe Gottes zu seiner Schöpfung und insbesondere dem Menschen. Der gleiche Begriff bezeichnet auch die Liebe zu einem Gott.
                              • „Objektlose Liebe“: Liebe als Grundhaltung benötigt für christliche Mystiker wie Meister Eckhart kein Objekt. Liebe wird hier als bedingungsloses öffnen verstanden. Der Philosoph und Metaphysiker Jean Émile Charon bezeichnet diese „universale“ Liebe als „Finalität der Evolution“ und „Selbsttranszendenz des Universums“.
                              Zuletzt geändert von ; 05.10.2010, 11:05.

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                                Hallo Willi,

                                ich verstehe die Aussage anders. Für mich geht es darum, daß man auch alleine jemand ist und nicht abhängig ist davon, ob da ein Partner ist oder nicht. Das man nicht nur als die Hälfte eines Doppels da ist, sondern man auch für sich allein zufriedenes Leben führen kann. Dieses "ich kann nur glücklich sein, wenn ich einen Partner habe" habe ich nie verstanden.
                                Ich bin jetzt über 20 Jahre verheiratet (also bestimmt kein klassischer Einzelgänger)...aber wenn mein Mann nicht da ist, bin ich auch noch wer und kann was mit mir anfangen.
                                So verstehe ich die Aussagen der beiden, aber vielleicht liege ich ja hier daneben?

                                Liebe Grüße,
                                Glühwürmchen

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