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    #91
    Zitat von !Wot! Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Anneliese,
    schön dass du dich nochmal zu Wort meldest, danke!
    Eigentlich wollte ich dir vor ungefähr 60 min einen Beitrag schreiben, aber in der Zwischenzeit haben sich meine Eltern telefonisch aus dem Urlaub zurückgemeldet und das geht nicht in 10 oder 15 min - und das ist auch gut so.
    Ich möchte dir gerne meine Interpretation der für mich wichtigen Eckpunkte dieses Fadens näher bringen:

    1. Um zu sich selbst zu finden kann es notwendig sein sich eine gewisse Zeit zu isolieren - aber der Weg zur Lösung familiärer Missverständnisse kann nur über die gemeinsame Kommunikation erfolgen.

    2. Ich hab das Gefühl, dass der Großteil der Mitschreibenden den Weg zur Kommunikation mit den Eltern schon gefunden hat, beziehungsweise erkannt hat dass Schuldzuweisungen nicht die Lösung sein können.

    3. Und das Wichtigste ist doch gegenseitiges Verständnis und aufeinander zugehen - und auch das lese ich aus diesem Faden für mich heraus. Und zu wissen, dass da immer eine Türe und ein Herz offen ist.

    4. Und natürlich geht es auch darum die eigenen Ängste, Interpretationen, Kinder, Familie, Eltern letztendlich loszulassen und zu erkennen dass es gut war so wie es war.

    5. Und mal ganz abstrakt - wenn alle Beziehungen um mich herum nur ein Spiegel von mir selbst sind, wie können dann meine Eltern schuld an irgendetwas sein?

    Es geht nur um Weiterentwicklung!

    Es umarmt dich, der !Wot!

    @all: Euch natürlich auch und danke für alles!

    __________________
    Und dann begreifst du, wenn du daran nicht zerbrichst, dann reifst du.
    Und dann entdeckst du, wenn du das überstehst, dann wächst du. (Thomas D.)
    Lieber !Wot!

    ich stimme Dir da vor allem beim 5. Punkt voll zu und gerade das macht es ja schwierig. Erkennen zu können was Eltern/Kinder/Partner/Freunde etc. spiegeln.
    Auch ihr im Forum spiegelt mir etwas und löst immer wieder etwas in mir aus zB das Gefühl von Traurigkeit wenn ich von Rückzug, von Kontaktabbruch lese. Aber ich weiß/erkenne noch nicht wirklich was ihr mir damit spiegelt.
    Aber ich sehe auch dass euch eure Eltern etwas spiegeln und deshalb finde ich es schade wenn ihr nicht in Beziehung bleibt sondern euch zurückzieht, weil ihr dann - meiner Meinung nach - nicht die Möglichkeit ergreift etwas ändern zu können. Nur: Vielleicht glaube ich es ja auch nur weil ich eben das Empfinden habe dass Kontaktabbruch 'negativ' ist?
    Vielleicht ist ein Kontaktabbruch auch mal sinnvoll um zu sich selbst zu finden nur ich kann es mir selbst nicht zugestehen aus alten Erfahrungen/Verletzungen raus?
    Tja, alles sehr kompliziert!

    Hab vielen Dank und liebe Grüße
    Anneliese

    Kommentar


      #92
      hallo Anneliese,

      du schreibst selber, es ist eine höchstpersönliche angelegenheit, dass du probleme mit kontaktabbruch hast.
      wenn ich damals nicht den kontakt zu meinen eltern abgebrochen hätte, und das hatte ich getan nach dem großen streit, bevor meine mutter sich entschuldigt hatte, wäre es vermutlich nie dazu gekommen und wir hätten immer noch unser giftiges krankes familensystem am laufen!
      all mein guter wille und oder meine rebellion hat nichts gebracht. es musste mir schon sehr ernst sein, damit sich etwas bewegen konnte. es gibt momente, wo ich mich selbst an erste stelle setzen muss, und wo ich eben auch mal keine rücksicht auf die befindlichkeiten anderer nehmen kann. und ich denke das ist der schlüssel zur heilung. MEIN schlüssel zur heilwerdung!


      es gibt dysfunktionale familien und für manche kinder ist es sehr wichtig, sich zurückzuziehen oder auch den kontakt abzubrechen. mir liegt das anliegen von Alice Miller: du musst vater und mutter nicht ehren, wenn es dir nicht gut tut, sehr am herzen. und das ist mir hier in meinem faden auch sehr wichtig.
      es gibt verschiedene phasen in unserem leben, und in manchen ist rückzug sehr sinnvoll und gut für uns. um zur ruhe zu kommen, um stärke zu gewinnen, what ever!

      ich kann dir deine angst nicht nehmen und ich wünsche dir, dass du einen weg da durch findest und deine seele heilen kann. aber mir ist wichtig, dass beides hier nebeneinander stehen kann.
      es gibt eine zeit des kontaktes und es gibt eine zeit des nicht-kontaktes. beides hat seinen sinn. klärung kann auch alleine stattfinden. ist aber im kontakt bestimmt einfacher und wirkungsvoller. aber das soll jeder selbst entscheiden können.

      Kommentar


        #93
        Liebe Anneliese,
        die Meinung Fortunas kann ich so komplett unterschreiben - ohne Wenns und Abers. Von Alice Miller habe ich auch schön einiges gelesen und finde ihre Erkenntnisse tief beeindruckend - ich habe mich in vielem, was sie schreibt, wiedererkannt bzw. es sind Gefühle hochgekommen, die ich tief in mir vergraben hatte.
        Ich habe mir deinen Beitrag sehr aufmerksam durchgelesen und auch, was du damit meinst, dass jeder Mensch uns etwas spiegelt, was in uns selber liegt. Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann sind alle Menschen, die bestimmte Emotionen in uns wach rufen, nur die `Auslöser` sind, die eigentliche `Ursache`aber immer in uns selbst zu finden ist und wir diese auch nur bei/ in uns selbst beheben können. Wenn ich etwas falsch verstanden habe, dann korrigiere mich bitte.
        Wenn du es so siehst, dann hinkt diese Ansicht meiner Meinung in einigen Punkten. Ich denke, dass wir alle als liebevolle kleine Babys auf diese Welt gekommen sind mit allen positiven Fähigkeiten, die ein Mensch zum Leben braucht - ich spreche jetzt hier nicht von evtl Behinderungen, die dies beeinträchtigen könnten - und dass wir alle auch mit einem gesunden Selbstvertrauen auf die Welt gekommen sind und sozusagen als tabula rasa, mit noch keinen gespeicherten Informationen darüber, wie die Welt und wie wir sind. Nun werden wir geprägt im Laufe unseres Lebens und das zuallererst durch unsere nächsten Bezugspersonen, die Eltern - später kommen natürlich noch viele andere Menschen und Einflüsse dazu. Wenn Menschen nun aber ``nur`` Auslöser dafür sein können, die tieferliegende ``Ursachen`` von mir selbst spiegeln, dann würde das ja bedeuten, dass ich diese ``Ursachen``, in diesem Fall die negativen Gedankenmuster und Gefühle über mich - schon von Beginn meines Daseins an in mir getragen habe - und das glaube ich einfach nicht und das widerspricht auch sämtlichen psychologischen und entwicklungsgeschichtlichen Erkenntnissen - und das würde in letzter Konsequenz bedeuten, dass uns niemand - also sprich unsere Umwelt - prägt, weder positiv noch negativ.
        Dann würde aber auch Erziehung überhaupt keinen Sinn machen, dann könnten wir das Baby einfach im Welt aussetzen, ihm die entsprechende Nahrung zur Verfügung stellen und dann abwarten, was am Ende für ein Mensch dabei herauskommt, da es ja eigentlich schon alles in sich trägt.
        Wo ich dir zustimme, ist, dass in meinem heutigen Leben einige Menschen etwas auslösen, was mich an frühere Situationen/ Beziehungen erinnert und diese Menschen dann tatsächlich ``nur`` Auslöser und nicht die ``Ursachen`` sind. Aber auch diese ``Ursachen`` sind irgendwann mal von irgendjemandem/ etwas in mir aktiviert worden.
        Also um deine Theorie mal etwas praktischer verstehen zu können, liebe Anneliese, möchte ich dich bitten, mir folgende Frage zu beantworten:
        Wenn ein Vater sein Kind Tag für Tag brutal zusammenschlägt - ist mir Gott sei Dank nicht passiert, aber das kommt ja häufig genug vor - was will/ kann denn dieser Vater seinem Kind damit spiegeln als Àuslöser`? Wo ist da die Ursache im Kind selbst zu finden? Ist es nicht vielmehr so, dass
        dieser Vater seine eigenen Ursachen ``nur`` an sein Kind weitergibt, weil er selbst viele Ursachen in seinem eigenen Leben nicht verarbeitet hat, die ihm seine eigenen Bezugspersonen angetan haben? Was kann er seinem Kind damit spiegeln können? Das Kind ist ihm ja völlig schutzlos ausgeliefert - und deshalb ist z.B. so ein Vater nicht einfach nur ein `Auslöser`,sondern ein ganz brutaler `Verursacher` für das ein katastrophales emotionales Erleben des Kindes, was sein ganzes weiteres Leben prägen wird.
        So, das ist nun sehr lang geworden. Was ich dir unbedingt noch sagen möchte liebe Anneliese: Es geht mir hier nicht darum, dich zu kritisieren in dem Sinne, dass ich deine Ansicht angreifen bzw. schlecht machen will, sondern um ein besseres Verständnis deiner Ansicht.
        Bin gespannt, wie sich unserer beiden Ansichten hier weiterentwickeln.
        Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht libertas/ einschönertag

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          #94
          liebe Libertas,

          mich deinen worten aus ganzem herzen anschließe
          ...und damit ganz bestimmt nicht Anneliese angreifen will, sondern um verständnis werben möchte...

          ich weiß nicht ob ich damit richtig liege, aber mir scheint, sich spiegeln macht nur bei menschen auf augenhöhe sinn...wenn beide die gleichen rechte/möglichkeiten haben...

          sprich, das kann nicht bei abhängigen kleinen kindern und deren erziehungsberechtigten/eltern, what ever funktionieren, da die kinder wenig wahlmöglichkeiten haben und schlicht und ergreifend unterlegen/abhängig sind. bis sie selbst erwachsen sind und für sich selber sorgen können.

          herzliche grüße

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            #95
            hallo ihr lieben,
            die spiegelgesetz-methode wende ich auch gerne an, und ich möchte mich fortunas meinung anschliessen, dass ich auch glaube, dass dies NICHT für abhängige kinder gilt......es macht für mich auch erst für erwachsene sinn...oder zumindest ab einem fortgeschrittenen alter.....(und ich bilde mir ein, ich habe das sogar schon mal von einem profi gehört)...
            außerdem ist sie EINE methode unter vielen...und ist auch EINE möglichkeit von vielen, WARUM jemand in meinem leben ist....es MUSS NICHT immer ein spiegel sein....es kann auch einen ganz anderen grund geben...der gründe und erklärungen gibt es auf der welt bereits viele....das ist mir sehr wichtig zu sehen......
            meine eltern haben mir zum beispiel eine ehe vorgelebt, die ich auf KEINEN FALL leben wollte.....ich habe einen anderen weg gewählt....und er gefällt mir weit aus besser....ich habe als kind aufgrund der unfähigkleit meiner eltern, beziehung zu leben, sehr gelitten, mir aber fürs erwachsenenleben viel mitgenommen, weil ich wusste, dass SCHWEIGEN, NICHT AN DER BEZIEHUNG ARBEITEN, KEINE KOMMUNIKATION, EINANDER RUNTERMACHEN, KÄLTE, FLUCHT,...usw...zum tod einer beziehung führen...und zum hass...und zum unglücklichseine der kinder bis zu selbstmordgedanken.....

            diese unfähigkeit aushalten zu müssen, hat mich an den rande meiner seelischen grenzen als kind und jugendliche gebracht...und ich musste in meiner beziehung viiiel lernen....teilweise schmerzlich.....
            aber ich habe gewusst, dass EHRLICKEIT, KOMMUNIKATION, KAMPFESGEIST (nicht aufgeben, lösungen suchen), MOTIVATION DES PARTNERS, HILFESUCHEN UND NEHMEN, AUSTAUSCH MIT ANDEREN PAAREN, PARTNERSEMINARE, RESPEKT, WÄRME, SICH DEN PROBLEMEN STELLEN eine dauerhafte beziehung möglich machen.....

            so gesehen bin ich meinen eltern fast dankbar, dass sie mir ihre unfähigkeit "geschenkt" haben....
            ich sehe diese erlebnisse nicht als spiegel sondern als lektion fürs leben, wie es NICHT geht......

            was ich damit nochmal sagen will: es gibt so viele gründe, warum wer wie und warum in unserem leben ist.....wer kann das schon immer beantworten...?
            OS

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              #96
              manchmal muss eine generation etwas tun, damit es die nächste NICHT MEHR tut!

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                #97
                Hallo libertas, Hallo ihr alle,

                Zitat von libertas Beitrag anzeigen
                Du kannst deiner Mutter Unterstützung geben, soweit du es in deinem Rahmen kannst - und kannst gleichzeitig deutlich machen, dass du dein eigenes Leben lebst.
                Das ist so ein Problem. Da hängt auch noch einiges zwischen mir und meiner Mutter in der Luft. Ich würde gern mein Leben leben. Tu ich auch, aber es funktioniert nur, weil ich 100 km weit weg wohne. Würde ich in der Nähe wohnen, dann würde es ständig Streit geben. Ich weiß, dass sie es lieb meint und dass sie mich vor der großen bösen Welt beschützen will, nicht möchte dass ich negative Erfahrungen mache und gern möchte, dass ich "ordentlich" lebe... Aber ich möchte meine eigene Welt haben. Das fällt ihr sehr schwer zu akzeptieren. Ich kann ihr nur versuchen zu sagen und zu zeigen, dass ich sehr wohl alleine (was ich ja nicht bin) klarzukommen im Stande bin. Ich bin eben doch alt genug mir selbst meine Kleidung zu kaufen... usw... Wenn ich ihr Hilfe anbieten kann, bei den Punkten, an denen sie nicht weiterkommt, dann freue ich mich sehr. Und noch mehr, wenn das dazu beiträgt, dass sie (endlich) sieht, dass ich ein selbständiger Mensch bin.
                Die Idee von der Mutter als Freundin, mit der man eben mal Kaffee trinken geht und seine Probleme "von gleich zu gleich" bespricht,.. die gefällt mir sehr. Da möchte ich mal hin!


                Zitat von libertas Beitrag anzeigen
                Was ich nicht weiß, ist, ob deine Mutter dich für ihre Krankheit verantwortlich macht und/ oder dir versucht, Schuldgefühle einzureden, wenn du dich nicht (immer) um sie kümmerst, sondern dein Recht auf dein Eigenleben deutlich machst. Wie sieht es da in der Beziehung mit euch beiden aus?
                Sie macht mir keine Schuldgefühle, weil ich mich nicht um sie kümmere. Klar, sie meint schon, dass ich öfter anrufen könnte. Aber es ist für sie auch kein Problem, wenn sie den Hörer als erstes in die Hand nimmt.

                Für die Krankheit an sich.. tja, schwer zu sagen. Es ist definitv auf ihren Lebensstil zurückzuführen. Und da hänge ich ja zu einem großen Teil auch mit drin. Aber sie würde mir nie einen Vorwurf daraus machen. Wenn, dann mache ich das selbst. Und versuche es mir im gleichen Augenblick wieder auszureden, weil ich ihr Leben nicht bestimmt habe. Ich war/bin nur Teil davon.
                Richtig darüber reden können wir wohl erst, wenn sie selbst über ihre Motive und Emotionen klar geworden ist. Aber ich denke, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis sie mit diesem Prozeß an einem Punkt ist, wo sie von selbst das Gespräch sucht. Bis dahin möchte ich nichts anschieben, da ich ihre emotionale Lage kenne und sie nicht überfordern möchte.


                @anneliese: jede Situation hat genau so viele Seiten, wie Personen beteiligt sind. Und jeder sieht sie anders. Vielleicht sehen deine Jungs in Situationen, die du als sehr wichtig erlebst (weil du ihnen genau JETZT etwas für dich sehr wichtiges vermitteln willst) ganz anders. Und andersherum, vielleicht kommt den Jungs in einer für dich ganz banalen Situation ein Blitz und sie verstehen plötzlich Zusammenhänge, von denen du gar nicht ahnst, dass sie darüber nachdenken. Und ich denke, genau in den Situationen, die unterschiedlich bewertet werden liegt das Konfliktpotential.
                Kleines Beispiel: Ich bin 2 oder 3. Ich bin fürchterlich stolz darauf, dass ich es geschafft habe mir passende Schuhe (Sommer=Sandale) herauszusuchen und diese auch selbst anzuziehen (mit Schnalle!). Meine Mutter guckt mich aus meiner Sicht sehr vorwurfsvoll an und meint "Och nein, was ist das denn?!" und zieht sie mir wieder aus. Aber nicht, weil sie mich nicht mag. Sondern, weil ich nicht auf die rosa Hose und die völlig unpassenden leuchtroten Schuhe geguckt habe, sie in Zeitnot ist, mein Bruder brüllt und ich die Schuhe auch noch links und rechts vertauscht habe.
                Ich glaube nicht, dass sie sich noch an diese Situation erinnert... für mich war sie extrem deprimierend. Obwohl sie bestimmt nichts böses wollte.
                Verstehst was ich meine? Viele kleine "Missverständnisse" und Unachtsamkeiten, gegen die man sich als Kind nicht wehrt (kann oder will) führen eben manchmal zu Situationen, die mehr als verfahren sind. Ohne, dass man jemandem die Schuld geben kann oder gar die Erziehung völlig falsch gelaufen ist. Es sind Emotionen.

                Liebe Grüßis
                die Stoffel

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                  #98
                  @anneliese: ... habe eben in dem andern Faden gelesen... genau das meine ich...

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                    #99
                    Hallo @all,

                    ich habe nur kurz überflogen, kann daher nicht sagen, ob es jetzt passt ...

                    Das einzige, was ich merke ist, wenn ich mich zurückziehe von meinen Eltern, scheinen sie das zu spüren. Dann klappt es meistens ganz gut.

                    Was ich allerdings nicht schaffe ist, dass ich auch mal meinen Ärger/Unmut über bestimmte Dinge äußere. Das fällt mir wahnsinnig schwer. Es ist wohl in meiner Kindheit/Erziehung begründet. Das soll absolut keine Schuldzuweisung sein, zumindest nicht meinen Eltern gegenüber, eher mir gegenüber, dass ich das in meinem Alter immer noch nicht gelernt habe, zu meinen Gefühlen zu stehen.

                    Vielleicht gelingt es mir eines Tages. Ich wünsche es mir sehr. Ich wünsche mir, endlich authentisch sein zu können, meine Bedürfnisse/Wünsche/Anliegen formulieren zu können - ohne schlechtes Gewissen, dass ich ich bin und manches anders sehe als meine Eltern! Besser kann ich es leider momentan nicht ausdrücken.

                    Hoffnungsvolle

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                      Hoffentlich nicht OT: von wegen, die anderen spiegeln ja "nur". Selbst wenn man auf Augenhöhe redet drängt sich bei mir immer wieder die Frage auf, ob ich da wirklich immer mein Spiegelbild suchen muss. Wenn mein Partner ausrastet und beschimpft - muss ich da wirklich immer nach meinem Spiegelbild suchen? Ich frage deshalb, weil ich in letzter Zeit mal dachte, ich bringe viel zu viel Verständnis und Rücksicht für mein Gegenüber auf, er spiegelt ja "nur" und ich muss bei mir selber suchen, warum mich das trifft... Und vor lauter Überlegung verpasse ich den Moment, mich vor weiteren emotionalen Schlägen ganz einfach in Sicherheit zu bringen... Ist jetzt etwas überspitzt ausgedrückt und mir ist klar, dass ich da an anderer Stelle nicht auf mich aufgepasst habe. Aber mir ist da aufgegangen: das muss ich manchmal schon differenzierter betrachten. Geht vielleicht anderen auch so...

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                        jepp, Nomada, geht anderen auch so...

                        für mich hat das viel mit bloß keine fehler machen zu tun und steht somit konträr zu meinem: ich darf alle fehler machen, die ich machen muss, um daraus zu lernen...oder so ähnlich....
                        von wegen perfektionsanspruch und loslassen dessen...

                        und mein zweiter leitsatz: gut auf mich selber aufpassen, nicht mehr die gefühle meines gegenübers wichtiger nehmen als meine. wichtig nehm ich sie eh, aber ich will meine 1% wichtiger nehmen.

                        und: ich bin dafür verantwortlich, mich selber zu schützen, wenn es nötig ist. wenn mich jemand anschreit z.b., dann steht schutz an erster stelle und nicht verständnis...

                        wie orange seahorse auch meinte, es gibt so viele gründe warum was wann und wie passiert, das denk ich auch...

                        und um die brücke zurück zu den eltern zu schlagen: wenn alle, eltern und kinder, darauf achten, dass sie innerhalb ihres rahmens bleiben und mitgefühl für den anderen haben, dann löppt die sache doch. es läuft ja mindstens einer aus dem ruder (hat ansprüche an den anderen, z.b. du bist mein kind und ich will es so und so...), wenn es nicht klappt. bringt also nichts, wenn einer verständnis zeigt oder nachgibt.

                        authentisch sein, scheint mir die lösung, bei sich bleiben...(die gfk-bücher wirken...)

                        liebe grüße
                        Zuletzt geändert von Fortuna; 06.07.2009, 15:01. Grund: dat wichtigste vergessen!

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                          Verdammt, Fortuna, Du hast Recht mit dem "keine Fehler machen".

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                            hab mir gerade von Möglichkeiten aus dem faden von sandraunterwegs die anregung geholt, sich seine familie als figürchen aufzustellen und hab mir sofort begeistert meine kleine kitsch-sammlung vom fensterbrett gegrabscht und mich an meine therapie-anfänge erinnert...als ich noch nicht in der lage war, meine gefühle zu fokussieren geschweige zu benennen....war das DIE lösung für mich!

                            danke liebe Möglichkeiten für die idee!

                            also 4 figürchen vor mich hingestellt, benannt wer wer sein soll und aufgestellt...verschiedene positionen durchgespielt...
                            am liebsten mochte ich es, wenn mein bruder dicht neben mir stand...
                            meinen vater hab ich hinter meiner mutter versteckt...
                            dann hab ich ihn hervorgeholt und mich direkt vor ihn hingestellt...ging erstaunlich gut...
                            auch neben meiner mutter, kein problem...
                            hab meinen aktuellen platz "gefunden", alle in einer reihe im halbkreis, links mein bruder, dann ich, mein vater, meine mutter...erstaunlich...
                            ich in der mitte und das fühlt sich- mal so zuhause auf meinem schreibtisch- gut an...

                            vielleicht hat ja noch jemand lust auf ein solches experiment...

                            schönen abend!

                            kann man im eigenen faden OT sein? ich finde es passt zum thema, im weitesten sinne

                            Kommentar


                              nette idee...mal ein ganz persönliches familienstellen. probier ich demnächst auch! danke für die idee und deren weitergabe .-9
                              os

                              Kommentar


                                Erinnert mich an die Familienaufstellung von Hellinger, über die ich in der letzten Zeit einiges gelesen habe. Hast du daraus deine Anregungen? Oder bist du anderweitig auf diese Idee gekommen?
                                liebe Grüße von libertas

                                Kommentar

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