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mutters emotionale erpressung

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    ...vermutlich gibt es da tatsächlich keine ideale Lösung.

    Auch meine Eltern schleppen jede Menge unaufgearbeitete Traumata mit sich herum- sie haben sich -anders als ich- nie therapeutische Hilfe gesucht. (Was für Hintergründe dazu gehörten, schreibe ich nicht öffentlich.)
    Aber auch sie haben sich Strategien entwickelt, sich durchs Leben zu kämpfen. Die Kinder teils zu instrumentalisieren. Das Umfeld hat meistens mit Anpassung reagiert und jedliche form von Aggressivität toleriert, ja, teil sogar als "richtig" verteidigt. Mich hat es fast seelisch zerstört.
    Deshalb bin ich als letzte Konsequenz damals in den Kontaktabbruch gegangen.

    Richtig, Du bist nicht ihre Therapeutin. Sie sind eigenständige, erwachsene Menschen, die selbst für sich sorgen müssen. Und erkennen, dass da etwas zerbricht- als Preis für ihre Lebensentscheidung. Als Tochter tut das immens weh, so hilflos zu sein.

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      ..diese Erpressungen können sau weh tun. Hab grad ne Ohrfeigenmail von meinem Vater bekommen..Entsprechend bescheiden gehts mir grad

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        Beim archivieren meiner Emails fand ich eine Email mit ein Link der vielleicht von Interesse ist. Als ich die Nachricht erhielt, beeindruckte es mich schon damals und heute beim Lesen auch wieder. Es geht um Narzissmus in der Familie - und die Folgen. Hier ist aber der Fokus auf Töchter narzisstischer Mütter....
        Töchter narzisstischer Mütter - Home

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          Vielen Dank, Samsara. Ich hab mir den Link gespeichert, das muss ich mir sehr genau ansehen.

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            Liebe Fortuna,

            ... heile welt, ein kind das uneingeschränkt für sie da ist. dass es aber nicht und nie rechtmachen wird. damit muss ich lernen klar zu kommen. so sind sie. ich muss mich halt immer abgrenzen und gut für mich sorgen. weglaufen wäre zu einfach. vermutlich muss ich insgesamt lernen, mich besser zu behaupten....
            Dein Thema ist auch mein Thema. Aber mir steigt die kalte Wut hoch - nicht auf dich, sondern auf das, was unsere Eltern, speziell unsere Mütter da mit uns anstellen. Und das wir denklen, wir müssen, wir seine verpflichtet... *kreisch* da stellen sich bei mir inzwischen sämtliche Nackenhaare auf und ich möchte deine Mutter anschreienn "Sag mal, welchen Teil von 'ICH melde mich' hast du noch nicht begriffen? Wenn du noch ein einziges Mal fragst, oder sonst irgendwelche Andeutungen machst, dass ich kommen soll und allgemein eine bvesser Tochter sein soll, dann ktram schon mal ein Foto vonmir heraus. Denn das wird dann das einzige sein, was du von mir für den Rest deinens Lebens von mir zu sheen bekommst!"

            Tja, so sehr fühlt sich etwas in mir unter Druck gesetzt, Dinge zu tun und auszuhalten und Erwartungen zu erfüllen, dass dieser Teil von mir bei der kleinsten Kleinigkeit mit am liebsten mit Schreien reagieren will. "Lass mich endlich in Ruhe!!!" möchte ich schreien. Du bist mir nie die Mutter gewesen, die ich gebraucht hätte. Du hast dich nie für mich interessiert und wirst es auch nie tun. Weil du dich für niemanden wirklich interessierst, da deine einzuige Motiovation imUmgang mit anderen Menschen ist, es ihnen recht machen zu wollen - bis zur Selbstaufgabe!

            Was in Gottes Namen glaubst du zu erreichen, wenn du mir sagst "Ach, du könntest ja noch eine Tag länger bleiben...", obwohl du ganz genau weißt, dass Bahnfahrkarten für bestimmte Tage und sogar bestimmte Züge gelten. Was soll also dieser Scheiß? Tja, was wohl? Es geht nur um das was DU gerne haben willst. Dass ich es nicht will, ist dir scheißegal! Du akzeptierst es einfach nicht, sondern bohrst in bestimmten Abständen immer wieder nach und stellst immer wieder die selben Fragen. Lass es einfach sein, verdammt noch mal!!!"

            Das ist so ungefähr das, was ich meiner Mutter am liebsten sagen würde... Da ich es aber ebenfalls nicht übers Herz bringe, ehrlich (und daraus resultierend endgültig) zu sein, eiere ich genau so herum wie du.

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              Was mich sehr überrascht, dass eure Mütter genauso sind, wie meine war.
              Sie sind doch in einer ganz anderen Zeit aufgewachsen als meine Mutter, die immerhin 2 Weltkriege und eine absolut rigide Gesellschaft mitgemacht hat. Als ich dann geboren wurde, war meine Mutter schon 43 Jahre alt.
              Ich dachte immer, heutige Mütter seien anders, aufgeschlossener und würden ihre Kinder "frei lassen", wenn es soweit ist.
              Die "modernen" Mütter, die ich kenne, sind so, wie ich es gerne gehabt hätte.
              Scheint aber doch weiter verbreitet zu sein, als ich annahm, diese emotionale Erpressung durch die Mutter.

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                Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                Die "modernen" Mütter, die ich kenne, sind so, wie ich es gerne gehabt hätte.
                Und ich vermute, dass sich auch die Töchter dieser "modernen" Mütter in dieser oder einer anderen Form kritisch über die Frauen äußern, die wir kennen und mögen. Die kritische Auseinandersetzung mit den Eltern der Kindheit ist eine notwendiger Phase in der Zeit des Erwachsenwerdens. Mir tut es nur immer um alle Beteiligten Leid, wenn diese Zeit partout nicht zu Ende gehen darf ...

                Um Wolf Büntig zu zitieren: "Wer niemals (die Botschaften von) Mutter und Vater totgeschlagen hat, wird nicht erwachsen. Wer damit die alten Leute behelligt, die dafür gesorgt haben, dass er die ersten Tage und Jahre seines Lebens mehr oder weniger unbeschadet überlebt hat, ist nicht erwachsen."

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                  Ich bin immer wieder dankbar, dass wir keine Kinder haben; die Fehler meiner Mutter setzen sich aber dennoch in mir fort, indem ich halt an anderen Personen klammere.
                  Ich geb mir zwar große Mühe, habe aber dennoch enormste Schwierigkeiten mit dem Loslassen. Der Vorteil ist lediglich, dass es sich dabei um erwachsene Menschen handelt, die wesentlich besser damit umgehen können als ein Kind, das so groß geworden ist.
                  Ich hoffe, dass ich nicht allzu großen Schaden anrichte.

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                    liebe Tintenweberin,
                    Um Wolf Büntig zu zitieren: "Wer niemals (die Botschaften von) Mutter und Vater totgeschlagen hat, wird nicht erwachsen. Wer damit die alten Leute behelligt, die dafür gesorgt haben, dass er die ersten Tage und Jahre seines Lebens mehr oder weniger unbeschadet überlebt hat, ist nicht erwachsen."
                    dann hat es bei mir zwar verdammt lange gedauert, aber dann bin ich inzwischen erwachsen. ich bin seit vielen jahren für mich selbst verantwortlich, und sehe uns alle als erwachsene mit jeweils eigenen bedürfnissen und ansprüchen. weil:

                    liebe queenie,
                    deine sätze sind meiner mutter oft genug um die ohren geflogen, vor einigen jahren. ich war so lange wütend ... in der therapie hab ich gelernt, dass es nicht mein part ist, etwas gegen meinen willen zu tun, sondern erwachsen mit meinem eltern zu verhandeln. mein nein bringt sie nicht um, sie können mit enttäuschung umgehen (mag aber niemand gerne).

                    was mich immer wieder frustriert, sind die rückfälle in alte verhaltensmuster. das gefühl, aufpassen zu müssen. ja, andere menschen können sich im kreise ihrer familie fallen lassen. ein gefühl, dass ich dort nie kennengelernt habe. leider. und das darf ich auch vermissen. gell.

                    liebe Bonny,
                    ich hatte auch nie einen kinderwunsch, weil ich weiß, ich wäre genauso mit meinen kindern wie meine mutter damals war. wobei es dazu auch verschiedene theorien gibt, u.a. bin ich wohl ein klassisches beispiel der nachkriegsenkel, von denen erstaunlich viele kinderlos geblieben sind.

                    liebe Samsara,
                    interessanter link. ich weise fast alle symptome der narzistischen tochter auf - kein wunder.
                    ich glaube ich muss mich mal intensiver mit dem thema prägung beschäftigen.

                    momentan bin ich ja eher damit beschäftigt, frieden mit mir zu schließen, anstatt immer dagegen anzukämpfen, wie und wer ich nun mal bin. ich denke, wenn ich es schaffe, sanft zu mir selbst zu sein, kann ich auch viel toleranter mit anderen umgehen. es muss auch noch andere wege geben, als den weg des kämpfens. oder der anpassung. noch suche ich ...

                    liebe grüße

                    ich finde es gut, und freue mich, wie viel anklang das thema immer noch findet ...

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                      Zitat von ladymaryann Beitrag anzeigen
                      ..diese Erpressungen können sau weh tun. Hab grad ne Ohrfeigenmail von meinem Vater bekommen..Entsprechend bescheiden gehts mir grad
                      das tut mir leid, liebe ladymaryann. wenn du magst, schreib dir hier deinen frust von der seele, dazu ist dieser faden da.

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                        Ich hatte damals so eine Wut im Bauch auf meine toten Eltern,das ich Angst hatte deren Gräber zu verwüsten.
                        Aber erst ,als ich mich erinnern konnte an alles.
                        Ein Zipfelchen hat mich dann noch abgehalten.Gott sei Dank.

                        Ich sollte dann in der Therapie einen Brief ,als meine Mutter, an ihre Tochter Rosie schreiben.

                        Da ist mir einiges klar geworden.
                        Und bei uns spielte ja auch Sucht die große Rolle.

                        Suchtkranke haben einen starken Gegner haben ,eben diese Sucht,
                        und das sie dann auch nicht die Sorge tragen können ,die wir als Kind brauchen würden.
                        Auch suchtkranke Eltern würden gerne für ihre Kinder gut sorgen wollen.

                        Heute kann ich reden, auch mit meinen Töchtern.
                        Mit den Eltern habe ich Frieden gemacht.
                        Rosie
                        Zuletzt geändert von Rosie; 27.12.2015, 19:58. Grund: Schreibfehler

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                          Mütter, bei uns gab es das auch, nicht ganz so extrem, aber wenn meine Mutter mal sagte, sie hätte mich vermisst, wusste ich, dass sie mir nur das Gefühl geben wollte wichtig für sie zu sein, weil sie es in meiner Kindheit verpasst hatte mich überhaupt zu bemerken, deshalb fühlte ich mich jeweils nur kurz unwohl, mit meinen Kindern läuft das anders, ich bin froh wenn ich nichts helfen muss, die Enkel nicht hüten usw

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                            Zitat von ladymaryann Beitrag anzeigen
                            ..diese Erpressungen können sau weh tun. Hab grad ne Ohrfeigenmail von meinem Vater bekommen..Entsprechend bescheiden gehts mir grad
                            das ist ja furchtbar, nur nicht einschüchtern lassen, die versuchen es so wie Kinder jeweils bei ihren Eltern die Grenzen gesucht haben, klare Ansage machen und Punkt, die können immer noch was lernen.

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                              Liebe Fortuna,

                              du kennst mich, ich verstehe manche Dinge nicht und dann muss ich nachfragen. Ich schreibe meine Fragen direkt in rot und fett in das folgende Zitat (und unterstreiche dort in deinem Text den für meine Frage relevanten Teil), dann ist's vermutlich besser zu sehen, was ich meine...

                              liebe queenie,
                              deine sätze sind meiner mutter oft genug um die ohren geflogen, vor einigen jahren. ich war so lange wütend ... in der therapie hab ich gelernt, dass es nicht mein part ist, etwas gegen meinen willen zu tun, (meinst du hier etwas wie "zu Weihnachten besuchen" oder auch nur Telefonate?) sondern erwachsen mit meinem eltern zu verhandeln. (Was meinst du mit Verhandeln: "Ich melde mich, wenn ICH will, wenn euch das nicht passt, breche ICH den Kontakt ganz ab!"? - fände ich jetzt kein wirkliches Verhandeln, sondern eher Erpressung. Daher vermute ich, dass du etwas anderes meinst) mein nein bringt sie nicht um, sie können mit enttäuschung umgehen (mag aber niemand gerne).

                              was mich immer wieder frustriert, sind die rückfälle in alte verhaltensmuster. das gefühl, aufpassen zu müssen. (Worauf aufpassen zu müssen: dich nicht in die alten Muster ziehen zu lassen? Oder aufpassen, dass du an dich denkst?) ja, andere menschen können sich im kreise ihrer familie fallen lassen. ein gefühl, dass ich dort nie kennengelernt habe. leider. und das darf ich auch vermissen. gell. Ja, das darfst du. Und ich darf es auch. Jedoch hört es dadurch, sich diese Erlaubnis gegeben zu haben nicht auf, weh zu tun, dass ich es nicht habe/nicht kann.

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                                liebe Queenie,

                                verhandeln würde bedeuten, nicht darauf eingehen UND nicht aus dem kontakt gehen - meisterübung! also bspw. zu sagen: ich weiß nicht, wann mein nächster besuch sein wird, mehr kann ich dir zum jetzigen zeitpunkt nicht sagen, lass uns jetzt bitte über etwas anderes reden. was macht deine schulter? erwachsen zu seinen bedürfnissen stehen, ohne den kontakt trotzig/beleidigt/genervt/etc. zu beenden.

                                aufpassen zu müssen: genau das nicht zu machen, anfangen zu brüllen, beleidigt den kontakt abbrechen, oder klein beigeben und innerlich aber kochen. nicht in die rolle des ohnmächtigen kleinen kindes zu rutschen. das bin ich nicht mehr. ich habe verschiedene möglichkeiten zu reagieren. egal welche, sie bringt weder meine eltern noch mich um.

                                und genau das alles ist nicht leicht.

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