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mutters emotionale erpressung

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    Liebe Fortuna!
    Das klingt schon gut.
    Anstatt diese Frage - habt Ihr Angst -
    zu stellen, könntest Du ihnen klar sagen: Ich vergesse meinen Bruder nicht oder ich denke an meinen Bruder.

    Wie Cosmo so schön schrieb, immer beim ICH bleiben.

    Ich glaube ganz bestimmt, dass Deine Eltern aus Sorge um Dich so reagieren, dass es Dich nervt. (Ich weiß es nämlich auch von meiner Tochter, dass ich mit meiner Fürsorge oftmals nerve.)

    Liebe Grüße und wünsche Dir starke Nerven, aber auch Geduld.
    birdy

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      Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
      aber akzeptieren geht nicht....hmmm...
      Hej Fortuna!

      Ja, es ist auch meine Erfahrung, dass sich das nicht erzwingen lässt. Bei meinem Vater habe ich es notgedrungen akzeptiert, als allzu offensichtlich war, dass sich sein Verstand verabschiedet hatte. Bei meiner Mutter reichten mir eines Tages die Enttäuschungen.

      Liebe Grüße
      Fjäril

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        stand der dinge*

        hallo meine lieben,

        irgendwie ist mir heute danach, mal wieder zu berichten, auch wenn es nicht viel zu berichten gibt, jedenfalls keine dramen oder so...

        momentan geht es mir so, dass ich keinen kontakt mit meinen eltern wünsche. sie hatten mir diese woche mal kurz auf die mailbox gesprochen mit der bitte um rückruf, und ich war sogar kurz davor, die mailbox nicht abzuhören. hab ich dann doch gemacht, aber ich hab nicht zurückgerufen. da gestern der geburtstag meines verstorbenen bruders war, vermute ich, hatte der anruf bestimmt etwas damit zu tun.

        ich versuch mich nicht mehr so sehr damit zu beschäftigen, was mein verhalten mit meinem gegenüber macht, sondern primär zu schauen, was ich brauche. mir geht es gut ohne meine eltern- ich kann es drehen und wenden wie ich es will, und wer hier mitliest, weiß wie oft ich das ding schon gedreht und gebogen und getan und gemacht habe- mir geht es am besten ohne kontakt zu ihnen.

        das 4. gebot nagt an mir, aber meine gefühle bekommen immer mehr gewicht. und ein weiterer satz bekommt immer mehr macht: sie sind erwachsen, sie haben sich. ich trage nicht die verantwortung für sie.

        ich komme immer wieder an den punkt: darf man den kontakt zu seinen eltern abbrechen? alice miller sagt: ja, darf man. muss man manchmal sogar, um gesund werden zu können. eine zeitlang dachte ich, das ist doch irgendwie auch pubertär. ich bin stark, ich schaff das, ich krieg das hin! so wie ich schon immer alles irgendwei geschafft habe. ich will nicht mehr alles schaffen. ich will dinge auch akzeptieren. vieles liegt außerhalb meiner macht, kann ich nicht ändern, egal wie ich mich auf den kopf stelle und mit den zehen wackle.
        vielleicht will ich es nicht mehr schaffen. vielleicht schafft die zeit es für mich, oder auch nicht. ich lasse los. mal wieder. und vielleicht ist es für mich, ganz individuell, heilsam, diese (giftige) familie hinter mir zu lassen, und eine neue, liebevolle, zu gestalten. ich habe gerade eine so liebevolle beziehung, wie ich sie noch nie hatte. das scheint mir ein deutliches zeichen zu sein, was ich von diesem prozess nicht trennen kann oder will...

        liebe grüße

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          he liebe fortuna,

          erstmal schön wieder von dir zu lesen
          und alles in allem doch gaaaaanz anders als noch vor 1-2 jahren.
          naja und welch freude dass du mit deiner liebevollen beziehung doch noch zeit
          für einen kurzen report gefunden hast. mercie vielmals dafür

          liebe grüße ulrike

          Kommentar


            Zitat von ulrike207 Beitrag anzeigen
            he liebe fortuna,

            erstmal schön wieder von dir zu lesen
            und alles in allem doch gaaaaanz anders als noch vor 1-2 jahren.
            naja und welch freude dass du mit deiner liebevollen beziehung doch noch zeit
            für einen kurzen report gefunden hast. mercie vielmals dafür

            liebe grüße ulrike
            liebe grüße zurück an meine lieblingsulrike!!!!

            ja, hat sich viel verändert in der zwischenzeit...das meiste zum guten, wenn ich so nachdenke. ich bin freundlicher zu mir selbst geworden.

            es nagen immer noch die gleichen alten zweifel an mir, aber mein gefühl, was mir gut tut und was nicht, das ist stärker geworden. ich halte öfter mal aus, dass ich mich selbst für ein böses mädchen halte- und heimse meinen dadurch erreicheten vorteil ein...

            noch kostet es mich viel, zu mir zu stehen. es nicht zu tun, würde mich noch viel mehr kosten...

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              Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
              noch kostet es mich viel, zu mir zu stehen. es nicht zu tun, würde mich noch viel mehr kosten...
              herzlichen glückwunsch , fortuna, und viel erfolg au weitehin

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                *mal einen tabser hier lässt*

                Kommentar


                  Liebe Fortuna,

                  wenn es dir gut tut, zu deinen Eltern auf Distanz zu sein, ist es einfach richtig so. Möglicherweise wird die Zeit irgendwann reif sein für Änderungen, und dann werden die Änderungen eintreten.

                  Genieß es, dass der Abstand dir gut tut.

                  (und ja, viele Eltern schaden ihren Kindern, indem sie etwas aus Liebe tun, weil sie nicht sehen, dass das, was sie tun, ihrem Kind nicht enstpricht. Aber wenn Distanz die "gesunde" Konsequenz für dich ist, ist alles ok.)

                  Ganz liebe Grüße

                  Sabine

                  Und ja, ich freu mich auch, zu sehen, wie deine Arbeit an dir dir mehr Freiheit gebracht hat.

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                    liebe Sabine,

                    das denk ich auch. es wird passieren, was passieren soll.

                    ich komme momentan in einen für mich ganz neuen modus: ich muss nicht immer und sofort auf alles reagieren und eine antwort parat haben. mehr noch, oftmals habe ich keine lust, z.b. den AB abzuhören wenn ich ahne, da will jemand was von mir und ist mit dem was er gerade von mir gekommt nicht zufrieden...jepp ich "gönne" es mir, mir unangenehmes zu "ersparen".

                    nenn mich feige, verantwortungslos, egoistisch, whatever (du im übertragenen sinn, ich weiß dass du das mich nicht so nennen würdest). es ist richtig, weil ich es gerade brauche.

                    und vielleicht hat alice miller doch recht, dass manchmal kontaktabbruch das beste ist, um seinen frieden zu finden.

                    zu weihnachten bekam ich dieses jahr wieder da berühmt-berüchtigte päckchen, die karte hab ich erst gestern gelesen. sie beginnt mit:
                    ist es zuviel verlangt, seine armen alten eltern einmal anzurufen???! gefolgt von den üblichen ausführungen neuer krankheiten und der drohung, dass jederzeit einer der beiden sterben könne, wenn ich nicht...was mir einfiele, dass ich mich nicht gemeldet habe ob ich mein geburtstaggeschenk erhalten hätte, das wurde schließlich teuer versichert...zum glück hätte die frau meines bruders bescheid gegeben- genau deswegen hatte ich ihr bescheid gesagt. das übliche. es macht keinen spaß das zu lesen. es macht mich nicht mehr wütend, traurig oder was. so sind sie eben. es bestärkt mich darin, meinen weg ohne diese eltern zu gehen.

                    irgendwas sagt mir, dass es mich ansonsten auch krank machen würde. ich will nicht kämpfen, ich will mich nicht mehr anstrengen. ich will einfach ich sein. und ich mag keine menschen mehr in meinem leben, die kontakt mit vorwürfen beginnen. warum hast du nicht, du könntest aber auch, versteh ich nicht dass...warum sollte ich mir das antun- ich will nicht in die defensive. und gähn, picksen lass ich mich auch nicht mehr so, krieg sollen die anderen spielen. ich kann nicht mehr soviel ab wie früher, ich bin sensibler geworden, weicher. und das ist gut so.

                    wahrscheinlich wiederhole ich mich hier zum tausendsten mal, aber irgendwie muss auch das sein.

                    klar macht es mir immer noch etwas aus, zu wissen, mein verhalten macht einen oder zwei andere unglücklich. aber sie sind nicht glücklich zu machen. es steht nicht in meiner macht. ich wünschte ihnen, dass sie ihren seelenfrieden finden und ein schönes leben haben. doch das tu ich von herzen. ich weiß dass sie alles aus liebe machen, mit den ihnen zur verfügung stehenden mitteln. leider haben sie nie gelernt, das gegenüber einfach mal zu fragen, was es zum glücklich sein braucht. wir kommen nicht zusammen, that´s it.

                    aber es gibt da draußen viele menschen, die mich lieben. und das ist gut so. und meine eltern haben sich und ihre freunde. sie sind nicht allein.

                    liebe grüße an alle, die (noch) mitlesen. ich wünsch euch ein wunderschönes friedliches aufregendes neues jahr!

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                      Liebe Fortuna,

                      nur weil deine Eltern dich vielleicht feige, verantwortungslos, egoistisch nennen würden, bist du es nicht. Du hältst den Kontakt ja in einer Weise, dass du, wenn ihre Haltung weniger fordernd wäre, auf sie zu gehen würdest.

                      Ich würde dir gönnen, meine Bewunderung für deine Haltung so zu spüren, wie ich sie dir gerade entgegen bringe, natürlich der "online" Fortuna, die reelle kenne ich ja nicht, aber sie wird dem, was ich hier lese, sehr ähnlich sein... kein Zweifel. Ich wünsche dir sehr, dass sie dich mit ihren Vorwürfen immer weniger "treffen" können.

                      Und ich wünsche dir / euch auch alles Gute für das neue Jahr, vor allem Gesundheit, und viele ruhige (oder auch quirlige, so wie es jeder gerne hat), glückliche Momente.

                      LG

                      Sabine

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                        Liebe Fortuna,

                        Du machst das genau richtig!!!

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                          Liebe Fortuna!
                          Dir auch ein schönes Neues Jahr!

                          Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                          es macht mich nicht mehr wütend, traurig oder was. so sind sie eben.
                          So ähnlich ging es mir auch eines Tages, ein wenig traurig war ich aber immer. Gelegentlich kam noch ein Rückfall, aber letztlich ist es genau so richtig.

                          Mittlerweile muss sich meine Mutter nun hin und wieder anhören, wie schlecht es MIR geht. So hatte ich das eigentlich nicht gewollt, überhaupt nachdem meine beiden Geschwister tot sind und mein Vater so elend zugrunde ging, aber es ist unmöglich geworden die brave Tochter zu spielen, um die sie sich keine Sorgen machen braucht.

                          Wer weiß, warum „das Leben“ auf diese Weise abläuft, aber so ist es nun mal .. ..
                          Liebe Grüße
                          Fjäril

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                            Hallo liebe Fortuna,
                            Ich mag Dir gerade mal ein schönes, glückliches, zufriedenes, ich-bezogenes, liebevolles neues Jahr wünschen!
                            Snuffles

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                              hallo meine lieben,

                              gern möchte ich meine neuesten erkenntnisse mit euch teilen.

                              mir wurde gerade bewusst, dass mein verstand meinen eltern längst vergeben hat, ich weiß wie sie ticken und warum sie so ticken, ich weiß dass sie es nicht tun, weil sie böse sind, sondern weil sie nicht anders können. ich weiß dass ich daran nichts ändern kann und alles was ich anstoßen könnte hab ich längst angesprochen. mein verstand ist in frieden mit meinen eltern.

                              aber- mein herz ist an einem ganz anderen punkt. das kann heute vieles noch nicht verzeihen, wie sie mit meinem totkranken bruder umgegangen sind, dass sie mir zum letzten geburtstag seine todesanzeigen zugeschickt hatten und das sie eben so sind wie sie sind. mein herz hat noch nicht die stärke und gelassenheit, die hierfür nötig ist.

                              ich komme in regelmäßigen abständen an den punkt, dass ich gefühlt auf den tacho gucke und sage, so, wir haben also weitere 100 km geschafft, jetzt sind wir aber da, wo alle anderen längst angekommen sind! nein, bin ich noch nicht, und wenn ich mich dafür bestrafe und selber schlecht mache, wird es auch nicht besser.

                              ich sehe, dass ich genau wie meine mutter sie nicht so akzeptiere wie sie ist. sie könnte mir völlig zu recht genau den gleichen vorwurf machen. mein ziel ist es, sie so anzunehmen wie sie ist. eines tages. mit dem herzen.

                              meine seelische qual ist der anspruch an mich selber, dem ich nicht gerecht werden kann. sch...

                              ich kann nur mir selber immer und immer wieder vergeben.

                              mir fällt auf, dass ich im grunde schon lange meinen eltern keine wirklichen vorwürfe mehr mache, weil sie so sind wie sie sind und das seit langer zeit. die vorwürfe gelten nicht mehr ihnen, sie gelten MIR.

                              die vorwürfe gegen mich selber aber, die werden härter und dringlicher. ich versuche mich selber weich zu kochen und verschwende meine energie auf einen kampf mit mir selber. kopf gegen bauch. wie bekloppt. wie sehr wünsche ich mir, dass ich diesen kampf in mir endlich stoppen kann. in seltenen momenten gelingt es mir. und morgen geht es vermutlich wieder weiter, ich werde es wieder von mir erwarten, auch für diesen problem die beste lösung umzusetzen. anstatt einfach loszulassen.

                              ich weiß, ich hab das die letzten jahre gefühlt tausendfach geschrieben. und irgend etwas sagt mir, schreibs wieder auf. ich weiß nicht warum oder wozu es gut sein könnte. man soll die dinge ja aufschreiben, damit sie wahr werden können.

                              wie vergibt man sich selbst? kann das die härteste arbeit sein, die man so vor sich hat???

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                                Ja, das ist die härteste Arbeit, das weiß ich von mir selbst.

                                Vielleicht hilft es dir, wenn du dich so akzeptierst, wie du eben bist, auch mit deinen Schattenseiten. Du hast auch das Recht, fehlerhaft oder auch schlecht zu sein, ohne dass ich dir mir dem letzten Wort jetzt zu nahe treten möchte.
                                Wir sind nicht perfekt.
                                Nimm deine ungeliebten Seiten auch an, sie sind da und lassen sich nicht verdrängen. Manchmal gibst du ihnen nach, das ist halt so, dazu sind wir Menschen.
                                Sieh sie an und sage dir: Ja, das sind sie. So bin ich. Und dennoch bin ich liebenswert.

                                Was möchtest du dir denn vergeben? Dass du so bist, wie du bist? Da gibt es nichts zu vergeben, denn es hat nichts mit Schuld zu tun.
                                Nur mit annehmen, zulassen, akzeptieren.
                                Sieh dich als ganzen Menschen, mit Fehlern, wie sie auch andere haben und leben.

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