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    #16
    hallo Franziska,

    das finde ich richtig gut: dein inhalt ist bei ihm angekommen! und er ist bereit, sich darüber mit dir auseinanderzusetzen. da sollte es doch ein klacks und eine herausfprderung für dich sein, an einer hübschen verpackung zu arbeiten. welch schönes geschenk für dich!

    emails oder briefe find ich bei konflikten übrigens extrem hilfreich --> von wegen formulierungen überarbeiten, nicht unterbrochen werden, nachdenken...

    halt uns auf dem laufenden, ob es funktioniert, ja?

    liebe grüße

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      #17
      Hallo Fortuna, Mooie, Serafin, Margit und alle anderen,

      wir hatten erneut eine Auseinandersetzung zu diesem Thema.
      Es ist für mich oft sehr schwierig, nicht einfach wegzulaufen in solchen Situationen.
      Ich kann mir nicht erklären, was mich da so weg treibt.
      Immerhin habe ich es geschafft, nur für ein paar Minuten aus dem Raum zu gehen und dann wieder zurück zu kommen.
      Diese Zeit konnte ich jedoch nutzen, um wieder zu mir zu kommen und die Charakterisierung, die mich so auf die Palme gebracht hat wirken zu lassen, vor allem auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
      Ich musste zugeben, dass mein Freund recht hatte und fragte mich, warum das so ist.
      Die Art, mit der er „nicht Kommuniziert“, indem er mir kein Feedback gibt in manchen Bereichen, erinnert mich an meinen Vater.
      Ich habe als Kind verzweifelt versucht, in Gesprächen Kontakt zu ihm zu bekommen und er hat immer wieder nur weiter über sich geredet und meine Antworten, ja nicht mal meine Fragen gehört.
      @Margit
      Ja, wie Du schon sagtest: er verhinderte dadurch Nähe.
      Man kann meinen Partner sicher nicht mit meinem Vater vergleichen. Da findet deutlich mehr Austausch statt.
      Es ist jedoch trotz allem so, dass sein Verhalten mich manchmal sehr verletzt.
      Und dass sich das genauso anfühlt, wie bei meinem Vater und in meiner langjährigen Exbeziehung auch.
      @Mooie
      Ja, ich habe schon sehr vieles ausprobiert, dabei vieles gelernt und mich entwickelt.
      Jedoch nutzt das meist nur soweit, wie meine Partner da mitlaufen, zumindest was die gemeinsame Entwicklung angeht.
      Ich befürchte, bei nur seltenen Gesprächen wird es nicht diesen offiziellen Rahmen eines Zwiegespräches geben.
      Man wird sich dann eher zufällig wesentlich unterhalten.
      Was auch wertvoll ist, jedoch nicht störungsfrei und mit ausgesprochenen Gesprächsregeln (also nicht so bewusst) stattfinden wird.

      Ich habe das Buch die Spiegelgesetzmethode bekommen und werde nachher darin lesen.
      Ich bin gespannt, ob ich so herausfinden kann, was mir meine Partner in meinem Leben spiegeln...
      In meinem Leben hatte ich schon so oft das Gefühl im Dunkeln zu tappen...
      Ich hoffe, es wird nun etwas Licht ins Dunkel geraten und werde euch berichten.
      Danke euch für´s zulesen und eure Gedanken dazu.
      Franziska.

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        #18
        Ja, liebe Mooie,

        genau das Gefühl habe ich nun auch wieder.

        Vor allem sehe ich die Ursache in meinem alten Gefühl und meiner Geschichte.
        Sicher werde ich da ansetzen können.
        Mein Freund meint, ich solle ihm doch einfach öfter von meinen Ängsten erzählen, anstatt ihm Vorwürfe zu machen.
        Darüber würde er gerne mit mir reden.
        Da glaube ich ihm gerne und will ich wohl beherzigen,s oweit ich das kann.
        Denn oft ist es so, dass ich schon lospoltere, bevor ich gemerkt habe, dass ich eigentlich verletzt bin...auch das habe ich ihm gesagt und ihn gebeten, soweit es ihm möglich ist, mich zu fragen, was ich fühle...

        Ich bin voller Hoffnung.

        Liebe Grüße
        Franziska.

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          #19
          Liebe Franziska,

          tja, das Gefühl kenne ich auch gut. Vor allem das man nicht immer so sein kann wie man eigentlich gerne möchte. Aber kannst Du wenn Du eine Beziehung führst überhaupt jemals Du selbst sein? Ich bin mir da nicht mehr sicher.
          Irgendwie muss man doch immer ein Stück von sich aufgeben, damit die Beziehung bestehen bleibt. Aber ich denke das bedeutet nichts schlechtes da man ja auch in gewisser Weise wieder ein neues Ich dafür bekommt. Und dieses neue Ich bereichtert uns doch sehr, oder?

          Du hast geaschrieben zu 95% sind es gute Zeiten und das ist doch mehr als in den Beziehungen oder Ehen!!

          Alles Gute und Grüße

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            #20
            liebe Franziska,

            unterbewusst suchen wir durchaus partner, die unseren eltern ähnlich sind, um mit ihnen das unheil aus unserer kindheit zu reinszenieren und "jetzt", in der aktuellen beziehung zu heilen.
            ABER- dein partner ist nicht dein vater, de facto. du bist nicht abhängig von seinem wohlwollen. du kannst heute anders reagieren als du es früher konntest. ich finde, es lohnt sich auch hier längs zu denken...oder was meinst du?

            schöne grüße

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              #21
              Liebe Mooie,
              dass eure Zwiegespräche euch weitergebracht haben finde ich sehr schön.
              Ich habe gerade mit einer Freundin geredet, die sich dieses Buch auch von mir geliehen hat und ihren Freund dafür begeistern konnte, Zwiegespräche zu führen.
              Ich glaube, dass es eine Grundbasis des Verständnisses geben muss, um überhaupt soweit zu kommen. Die sehe ich bei uns leider (noch) nicht.
              Mein Freund ist wie ich bereits erwähnte sehr verkopft und steht Empathie scheinbar ablehnend gegenüber.
              Sowohl sich empathisch zu verhalten, als auch Empathie zu nehmen fällt ihm schwer.
              Ich möchte nicht darüber spekulieren, warum das so ist.
              Das heißt nicht, dass er kein Mitgefühl hat. Er ist nicht in der Lage es so zu zeigen, dass ich es als solches erkenne.
              @Sonnentanz
              Ich wünsche mir doch sehr, dass ich in einer Beziehung so sein kann wie ich bin.
              Dass ich das immer noch oft nicht lebe ist Fakt. Aber ich arbeite daran.
              Es ist mein eigener Mut, den ich brauche, um zu mir zu stehen.
              Wenn mein Partner mich so wie ich bin nicht aushalten kann, müssen wir darüber reden und umgekehrt. Wir holen uns scheinbar Spiegel ins Leben, die uns zeigen wer wir sind. Sich zu verbiegen in einer Beziehung, macht sicher auf Dauer krank.
              Ich denke, dass sich jeder (in diesem Fall ich) den Partner sucht, den er braucht, um etwas zu leben oder zu lernen (je nach Intention).
              Unbewusst haben wir uns sicher beide angezogen, weil wir etwas voneinander lernen sollen/wollen.
              @Fortuna
              Genau, was Du sagst ist der Fall.
              Ich bin froh, das erkannt zu haben. Und ich bin sicher, dass ich mich dabei weiterentwickeln werde. Ich hoffe, dass auch mein Partner nicht entwicklungsresistent ist. Auch wenn eher ich diejenige bin, die zumindest verbal eine Erkenntnis für sich formuliert, so hoffe ich doch, dass meine Veränderungen und unsere Gespräche auch Veränderungen bei ihm bewirken, die uns gemeinsam weitergehen lassen.

              Ich kann nicht voraussetzen, dass jeder meine Entwicklung und damit verbundene Erkenntnisse (die ich nur durch das Durchleben alter Geschichten erfühlen konnte) nachvollziehen kann. Nach fast 4 Jahren Therapiegruppe ist es sicher, dass ich eine andere Sprache habe, als jemand, der damit nie etwas zu tun hatte und auch nicht wollte.
              Trotzdem sehe ich Fortschritte und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

              Wir sind jedenfalls in Bewegung und das fühlt sich immer besser an, als Stillstand und Enge.

              Gute Nacht alle
              Franziska.

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                #22
                liebe Franziska,

                wenn du dich und dein verhalten änderst, bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als ebenfalls anders als vorher zu re-agieren...und dir bleibt es überlassen, wie du auf sein bekanntes verhalten re-agierst...
                sobald einer sich verändert, verändert sich die situation. mir scheint, er ist ziemlich stark und stur, und du die sensible. ich glaube, du musst dir um sein wohlergehen nicht so viele sorgen machen

                ich möchte dich darin bestärken, deinen weg zu gehen, und wenn er stark ist und deiner würdig, dann kommt er mit. freiwillig. weil er dich toll findet. liebt. niemand soll sich gegenseitig ertragen. wir sollen freude aneinander haben, aneinander lernen. reibung, durch die wärme entsteht...konflikte, durch die nähe entsteht...der funke, der überspringt....

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                  #23
                  Hallo Franziska,

                  mir geht in letzter Zeit folgendes durch den Kopf.

                  Vielleicht versuchen wir altes garnicht aufzuarbeiten in dem wir uns ähnliche Partner suchen wie unsere Väter. Könnte doch auch sein, dass wir selbst ein bischen so sind und uns deswegen diesen Partner gesucht haben und uns einfach mit ihm weiter entwickeln wollen.

                  Ich habe natürlich auch entdeckt, dass ich meinem Vater sehr ähnlich bin. Obwohl ich nicht mal bei ihm aufgewachsen bin und ihn kaum kenne. Also sind´s auch die Gene.

                  Grüsse, Margit

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                    #24
                    Hallo Margit,
                    also das mit den Genen kannst du so gut wie ausschließen, da empfehle ich ein Blick ins Buch "Liebe ein unordentliches Gefühl von Richard David Precht".
                    Allerdings leben wir alle mit Verletzungen und Missverständnissen die wir durch Freunde, Familie, Partner, Projektion lösen wollen / können / sollten.
                    Bert Hellinger schrieb:"Wenn wir einen oder beide unserer Eltern nicht achten, übernehmen wir automatisch alle negativen Eigenschaften dieser Person und der Zugang zu deren positiven Eigenschaften und ihrer Kraft bleibt uns verschlossen. Wenn wir beide Eltern achten, übernehmen wir automatisch ihre Kraft und alle positiven Eigenschaften, ohne die negativen übernehmen zu müssen."
                    Und natürlich zieht es uns immer wieder zu Partnern hin, die Verhaltensweisen an den Tag legen die wir schon kennen - oder auch mal das genaue Gegenteil.

                    Ich musste 42 Jahre alt werden um festzustellen, dass die Beziehungsunfähigkeit die ich meinen Partnerinnen immer vorgeworfen hab -> meine eigene ist.

                    LG vom !Wot!

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