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...und wieder habe ich alles hingeschmissen...

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    ...und wieder habe ich alles hingeschmissen...

    Was anderes fiel mir wieder mal nicht ein.
    Ich bin ein stiller, sensibler Mensch.
    Bis eben liiert mit einem Menschen, der dies sicher auf eine Art auch ist.
    Jedoch leider nicht so, dass ich mich aufgehoben fühle.
    Er kann sich ausdrücken, ist sehr belesen, und dadurch „verliere“ ich quasi in jedem Gespräch, das wir führen.
    Ich habe viel gefühltes Wissen, aber das zählt halt nicht, wenn wir diskutieren.
    Er versteht oft nicht, was ich meine, weil er mehr auf der Verstandesebene spricht,
    Und er begeht (wie eben ) manchmal solche Fauxpas, dass er mir Dinge sagt, bei denen mir die Lampe durchbrennt, sodass ich gehe. Wenn er wie eben sagt, dass meine Gefühle zu einer Äußerung in der Vergangenheit lächerlich waren.
    Ich habe ihm die Schlüssel hingeworfen und gesagt, dass ich keinen Freund brauchen kann, neben dem ich keinen Raum habe.
    Das ist das Gefühl das ich habe.
    Ich muss mir alles „erkämpfen“.
    Und genau das will ich nicht mehr in meinem Leben.
    Es gibt so viele Beziehungen zu den unterschiedlichsten Menschen, die ich deswegen abgebrochen, bzw. auf Minimum gefahren habe.
    Es ist einfach nicht meine Art zu sagen, seht her, wie toll ich bin und was ich alles kann und weiß.
    Zumal ja alle immer Fakten hören wollen.
    Gefühltes Wissen, das zählt wenn dann nur unter Frauen.
    Wenn ich etwas gut kann, dann findet er garantiert Fragen, die ich nicht beantworten kann...was ich anfangs egal fand. Aber das passiert so oft, dass ich mich entweder doch unwissend fühle oder eben sauer werde, weil ich Methode dahinter vermute.
    In seiner Art würde ihm dies allerdings niemand unterstellen, der ihn nur so kennt.
    Er macht das alles sicher nicht, um mir weh zu tun.
    Aber ich habe das Gefühl von ihm unbewusst benutzt zu werden, die eigene Größe zu spüren.
    Nehme ich ein Medikament, will er wissen, auf welcher Basis das erzeugt wurde.
    Klar, dass ich das nicht weiß. Selbst wenn, könnte ich mit dem Wissen nichts anfangen (er auch nicht).
    Er nutzt diese Frage, um mir zu erklären, woraus Medikamente hergestellt werden.
    Ich denke bei solchen Gelegenheiten mittlerweile ironisch: kluger Junge...brav.
    Egal was ich erzähle, es gibt entweder prinzipiell seine Gegenmeinung, die die „Richtige“ ist oder gar kein Feedback.
    Im Grunde könnte ich mich mit einer Mauer unterhalten.
    Da prallt auch alles ab.
    Auf der anderen Seite (das ist die Zeit zu 95%) kann er so liebevoll sein.
    Er tut viel für mich (natürlich ist auch das Egoismus, aber jede Handlung ist letztendlich egoistisch motiviert egal, wie selbstlos sie aussieht).
    Ich könnte jetzt noch ganz viel Positives schreiben, damit die Schilderung ihm gerecht würde.
    Er ist ein wirklich liebenswerter Mensch für mich und das Schlüsselhinwerfen finde ich selber nicht in Ordnung, war ein Kurzschlusshandlung.
    Aber ich habe das Gefühl, dass es bei uns nie wirklich um mich geht.
    Vielleicht habe ich ein Problem, wenn ich in seinen Handlungen sehe, dass er gelobt werden will. Obwohl ich andererseits glaube, dass er schon möchte, dass es mir gut geht.
    Aber auch wiederum nur um bestätigt zu sehen, dass man es mit ihm gut aushalten kann.
    Ach, wahrscheinlich tue ich ihm unrecht und ihr könnt es eh nicht beurteilen.
    Darum geht es mir auch nicht.
    Ich verstehe es einfach nicht.
    Kann das, was er mir gibt nicht nehmen wie er es meint und ich gebe ihm das „Falsche“, soll heißen, auch er versteht es nicht.
    Und in Gesprächen darüber, weiß ich mich nicht so auszudrücken, dass er es versteht.
    Er wird wütend, mauert, schiebt alles von sich und am Ende kommt dann heraus, dass nur ich ein Problem mit meinem Selbstbewusstsein habe.
    Was haltet ihr davon?
    Meint ihr es gibt für uns einen Ausweg?
    Auch wenn davon jetzt nicht so viel rüber gekommen ist: es gibt so viel liebenswertes an ihm und unserem gemeinsamen Leben, dass mir eigentlich viel daran liegt.
    Andererseits habe ich Angst, wieder in eine Beziehung zu geraten, in der ich nicht ich sein kann, keinen Raum habe und nicht gesehen werde.
    Franziska.

    #2
    Guten Morgen, Franziska,

    hier schreibt Morgenfrau zum Thema.

    Ich glaube, Dein Gefühl trügt Dich nicht. Dein Posting hat mich sehr berührt.

    Wenn es denn sein sollte, dass er Dich für etwas "benutzt", dann frage ich mich, warum hast Du Dir so einen Partner ausgesucht?

    Kann es sein, dass jeder den "Schatten" des anderen Partners lebt?

    Damit meine ich, mit dem Aussuchen eines bestimmten Partners möchte ich doch etwas für mein Leben erreichen. Ich habe doch Gründe, warum ich einen bestimmten Menschen wähle.

    Bei mir war es so, dass ich zweimal in meinem Leben den "perfekten falschen" Partner aussuchte (natürlich nacheinander/grins).
    Das 1. Mal war es die Wiederholung des Elternmodells, denn ich kannte es ja nicht anders, das 2. Mal als Suchtmensch ebenfalls einen Suchtmenschen.

    Jetzt nach jahrelanger Therapie und Lösung meines Suchtproblems bin ich gerne ein gewollter Single, und es geht mir sehr zufriedenstellend. Ich musste erst für mich selbst sorgen, mich selbst finden.

    Zurzeit habe ich überhaupt nicht vor, mich wieder zu binden, denn ich liebe meine Unabhängigkeit.

    Liebe Grüße
    Morgenfrau

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      #3
      Liebe Morgenfrau,

      das freut mich, dass Du Deinen Weg gefunden hast und weitergehst.

      Ich selber war 2 Jahre bewusst und gewollt solo.
      Mir ging es ähnlich wie Dir.
      Dieser Mensch ist jedoch zu meinen früheren Partnern sehr verschieden , weil er mir durchaus viel gibt und so viel Zeit mit mir verbringen möchte.
      Das kenne ich aus früheren Partnerschaften nicht und deswegen dachte ich, endlich aus alten Mustern entwachsen zu sein.
      Er hat mich in den ersten Monaten seinen Freunden so positiv vorgestellt, dass ich das Gefühl hatte, zum ersten mal jemanden gefunden zu haben, der mich „sieht“.
      Nun, im Wochenendbeziehungsalltag, merke ich wie schwer es ist, gesehen zu werden, wie ich bin. Dass ich jedes Bedürfnis, das nicht in seinen Plan passt, erkämpfen muss.
      Es war ein Trugschluss. Er sieht etwas anderes in mir, als ich geglaubt habe, ja sogar, als er vor sich selber zuzugeben bereit ist.
      Seine Fähigkeiten, sich selbstkritisch zu betrachten sind nicht sehr ausgeprägt.
      Dazu muss ich wohl erwähnen, dass er selbständig ist und ca. 20 Mitarbeiter beschäftigt, bis jetzt die Krise positiv durchsteht...

      Ich finde es am schlimmsten, dass ich so laut sein muss, damit ich gehört werde.
      Und selbst dann werde ich nicht verstanden. Aber mir liegt so viel daran.

      Franziska.

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        #4
        Liebe Franziska,

        kann dir sehr gut nachfühlen, und verstehe glaube ich genau was du meinst.
        Ich finde auch, dass du es sehr schön und verständlich erklärt hat.
        Für die Worte: Zwischen den Zeilen - gibt es eben keine Worte

        Die Frage, was du nun tun willst, ist sicherlich nicht mit einem klaren ja zu der Beziehung, ebensowenig mit einem klaren nein, zu beantworten.

        Du hast sehr genau beschrieben, was du dir wünscht, schon hattest und nicht mehr willst. ---Die Antwort?

        Dann hat er sehr viele Eigentschaften, die du schätzt und möchtest eigentlich mit ihm zusammensein. ---Die Antwort?


        Was bist du bereit von dir zu geben, Akzeptanz, dass er so sein kann wie er ist und du dich trotzdem gesehen fühlst? (Von dir gesehen fühlst, was passiert dann, wie agierst du dann?- beendest du die Beziehung dann, weil es nicht auf Resonanz stößt?)

        Oder du legst deinen Fokus auf die anderen schönen Seiten, und fühlst dich trotzdem gesehen? (Von dir selbst).

        Sich von sich selbst gesehen zu fühlen, ist etwas sehr Klares und Eindeutiges.
        Eigentlich kann der andere nur klar und eindeutig reagieren. Entweder mit Bestätigung oder mit dem Gegenteil.

        Das sind meine ersten Gedanken dazu, ich hoffe du kannst damit etwas anfangen.

        Herzlich

        Gesang

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          #5
          hallo Franziska,

          mir hat dein post auch berührt. hör auf dein gefühl.
          mich schießen diverse gedanken durch den kopf, bei meinem letzten ex DACHTE ich auch, aber der ist doch ganz anders als der davor...
          aber die struktur war die gleiche, bei beiden dachte ich, ich könnte sie retten. der handwerker hatte leider ein alkoholproblem und auf der suche nach einer frau, die ihn da raus holt. der hatte auch eine vorstellung von einer frau, der ich wohl recht nahe gekommen bin auf den ersten blick...

          ich habe da ein halbes jahr lang darum gekämpft, so gesehen zu werden wie ich wirklich bin! ich dachte, ich muss kämpfen, ich muss mich durchsetzen, ich kann nicht erwarten, dass er weiß was ich brauche. neee, wissen kann er das nicht. aber eine beziehung ist auch kein kampfplatz, wo jeder sich sein territorium erobert, sondern ein platz, wo sich beide raum geben und dafür interessieren, wie der andere tickt.
          nach 8 monaten, in denen es mir immer schlechter ging und er immer unfreundlicher wurde und irgendwann kaum noch mit mir redete, allerdings immer ganz klar sagte, mit dir will ich alt werden und kinder kriegen und ein haus kaufen (ist doch alles in ordnung ich weiß gar nicht was du schon wieder willst,stell dich doch nicht so an und such nicht nach problemen...!) hab ich mich dann getrennt.
          weil mein gefühl ein ganz anderes war, als was an worten im raum stand. ich sollte eine rolle erfüllen. das konnte ich nicht. ich hatte mir diesen partner deshalb gewählt, weil es für mich aussah, als ob er alles im griff hat und ernsthaft an einer intensiven partnerschaft interessiert ist. unterbewusst bin ich auf meine alten muster (er ist eben doch bedürftig wg alkoholsucht) angesprungen, sonst hätte ich in den ersten beiden wochen erkannt, dass wir absolut nicht zusammen passen. er zwar so tat, als hätte er die gleichen interessen, hätte ich die dinge nur intensiver hinterfragt, wäre das offensichtlich geworden...

          nun, wir lernen aus unseren erfahrungen. meine erfahrung sagt mir, hör auf bauch und herz. schau ganz genau hin. letztendlich hat mich mein gefühl noch nie im stich gelassen. ich hab es nur oft mit abstrusen erklärungskonstrukten zerredet- bis es dann mit aller macht wieder durch kam.

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            #6
            Zitat von Franziska Beitrag anzeigen
            Andererseits habe ich Angst, wieder in eine Beziehung zu geraten, in der ich nicht ich sein kann, keinen Raum habe und nicht gesehen werde.
            Franziska.
            Ich denke, das ist das Entscheidende. Letztlich funktioniert Partnerschaft doch nur auf Augenhöhe. Deshalb sehe ich die Schwäche auch eher bei ihm. Warum erkennt er das nicht?

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              #7
              @Gesang,
              Was bist du bereit von dir zu geben, Akzeptanz, dass er so sein kann wie er ist und du dich trotzdem gesehen fühlst? (Von dir gesehen fühlst, was passiert dann, wie agierst du dann?- beendest du die Beziehung dann, weil es nicht auf Resonanz stößt?)
              das ist das, was zur Zeit abläuft.
              Ich akzeptiere wie er ist und gebe ihm, was er scheinbar braucht: Anerkennung...oder auch nur ein Ohr.
              Wenn ich etwas dazu von mir erzähle, ist das unerwünscht, nervt ihn.
              Dann bin ich verletzt und reagiere verschieden.
              Zuletzt mit Beenden der Beziehung.
              Ich bin mir zu schade als Statist in einer Beziehung zu sitzen und meine Bedürfnisse ständig hintenan zu stellen.
              Sicher ist es das Wichtigste, dass man sich selber sieht.
              Ich habe keine Werkzeuge in meinem Leben gelernt, mich zu zeigen, eher umgekehrt, anderen ein Forum zu bieten sich zu zeigen.
              Ich will das verändern und kann es nicht, wenn ich jedesmal für meinen Raum den Menschen neben/vor mir zur Seite schieben muss.
              @Fortuna
              Danke Fortuna für Deine Antwort.
              Das wäre z.B. nebenbei bemerkt so ein typischer Kommentar von mir zu einem Thema, das ihn berührt: dass ich aus eigener Erfahrung etwas schildere, das ähnlich gelagert ist. Sowas will er nicht hören. Er hört dann nur noch, ich auch und fühlt sich dann selber nicht mehr wichtig genommen mit seinem Problem.
              weil mein gefühl ein ganz anderes war, als was an worten im raum stand. ich sollte eine rolle erfüllen. das konnte ich nicht. ich hatte mir diesen partner deshalb gewählt, weil es für mich aussah, als ob er alles im griff hat und ernsthaft an einer intensiven partnerschaft interessiert ist. unterbewusst bin ich auf meine alten muster (er ist eben doch bedürftig wg alkoholsucht) angesprungen
              Eine Rolle erfüllen, genau den Eindruck habe ich auch, dass ich das soll.
              @Hubert1
              Ich denke, das ist das Entscheidende. Letztlich funktioniert Partnerschaft doch nur auf Augenhöhe. Deshalb sehe ich die Schwäche auch eher bei ihm. Warum erkennt er das nicht?
              Ja, warum erkennt er das nicht?
              Ich weiß es nicht. Er redete anfangs genau davon: Beziehung auf Augenhöhe führen.
              Und immer bin ich diejenige, die ein Problem hat...
              Selbstreflexion ist für ihn eine für mich nie dagewesene Reaktion.

              Ich weiß immer noch nicht weiter...
              Danke euch allen für eure Gedanken.
              Franziska.

              PS: Sorry für die schlechten Zitate aus euren Beiträgen.
              Irgendwie verstehe ich scheinbar nicht, wie man das richtig macht...

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                #8
                hallo Franziska,

                also, dass mit den zitaten klappt doch super. ich krieg das nicht so hin

                ich glaube, dass wichtigste ist, dass du aufmerksam bist. hey, du bist nicht alleine für das wohlfühl-gefühl in eurer beziehung zuständig, ich finde du darfst auch mal verletzt oder sauer oder sogar ungerecht sein- dann darf er auch mal einen schritt auf dich zumachen...wenn ihr BEIDE diese beziehung wollt.

                ich hab immer diesen bescheuerten satz: du kannst von einem ochsen kein kalbfleisch bekommen, oder wahlweise, du kannst einen hund nicht zum miauen überreden, im kopf. die sind aber so stimmig! ein hund kann keine katze sein, wenn wir aber was leises, anmutiges brauchen, dann ist ein lauter ruppiger kläffer nicht das richtige für uns! für jemand anders sieht das ganze schon wieder ganz anders aus!

                übrigens hab ich meine letzte beziehung insgesamt 4 mal beendet und in gedanken noch viel öfter...manchmal dauert es, bis mensch gewissheit hat, dass es der richtige schritt ist. vielleicht wendet sich das blatt ja auch noch, wenn er spürt, wie sehr dich sein verhalten gerade belastet. wenn ihr beide einen schritt aufeinander zu gehen könnt und euch mitfühlend miteinander auseinandersetzen könnt. ich wünsch es dir sehr!

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                  #9
                  Liebe Mooie,
                  Du hast völlig recht: das ist immer noch mein Thema.

                  Ich sehe es nicht als Schuldzuweisung keine Angst.
                  Ich bin froh, wenn mir jemand eine Idee geben kann.

                  Aber wie meinst Du das an anderer Stelle?
                  Ich selber sehe mich, kann mich aber nicht so für mich stark machen, dass ich gesehen werde neben jemandem wie meinem Freund.
                  Das kostet so viel Energie...

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                    #10
                    Zitat von Franziska Beitrag anzeigen
                    Das kostet so viel Energie...
                    Hallo Franziska

                    Sich zu verbiegen kostet tatsächlich sehr viel Energie und ist auf Dauer wahrscheinlich nicht aufrechtzuerhalten. Deshalb möchte ich dir Mut machen, zu deiner eigenen Art zu stehen.

                    Wenn dein Freund aufmerksam und willens ist, lernt er dazu. Doch wenn er das nicht schafft, wirst du ihn auch nicht mit Gewalt dazu bringen können, seine Ansichten zu ändern.

                    Sich selber treu zu bleiben, finde ich etwas ganz Wichtiges.

                    Serafin

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                      #11
                      Liebe Mooie,

                      danke für Deine Schilderung Deiner eigenen Erfahrung.
                      Ich empfinde das immer als Geschenk, wenn mir jemand wie Du oder ein paar Beiträge Fortune, eine ähnliche Geschichte aus eigenem Erleben erzählt.

                      Ich denke, das war auch mein Problem, dass ich zuviel vorausgesetzt bzw. ausgehalten habe, ohne etwas zu sagen.
                      Das Problem ist glaube ich, dass ich nach wie vor Menschen anziehe, die mich als unkompliziert sehen, weil ich mich tatsächlich auch innerlich nicht über sehr viel aufrege.
                      Ich kann sehr gut Aussprüche und Taten anderer nicht persönlich nehmen.
                      Das bringt mir soviel mehr Lebensqualität, einfach die Andersartigkeit des anderen zu sehen und sein Verhalten nicht persönlich zu nehmen.
                      Es suggeriert allerdings beim anderen auch, dass man mich nicht kränken kann.
                      Und das stimmt natürlich nicht.
                      Ich mache mich seit 6 Jahren für meine Belange stark, weil ich auch diese Erkenntnis hatte. Sicher zuwenig, denn oft wäge ich ab, ob eine Hilfe, tatsächlich ein Hilfe wäre.
                      Die meisten Dinge habe ich alleine schneller erledigt.
                      Wenn ich dann mal etwas habe, ist wie in diesem Fall mein Freund dann völlig von der Rolle. Er muss sich nicht oft reflektieren, deswegen erwähnte ich die Selbständigkeit.
                      Sein Erfolg gibt ihm Recht, niemand sonst wagt es ihn zu kritisieren, also was soll das bei mir dann schon wieder sein, außer ein Hormonkoller.

                      Vielleicht bin ich mit meinen Äußerungen zu zaghaft, wenn ich lauter bin dabei dann zu undiplomatisch.
                      Ich lerne, mich für mich selber stark zu machen...eines Tages.
                      Jedenfalls finde ich herausfordernde Übungspartner dazu in meinem Leben

                      Liebe Grüße an euch alle
                      Franziska.

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                        #12
                        Hallo Franziska,

                        ich habe mir jetzt alles durchgelesen. Irgendwie finde ich keinen Punkt wo ich anknüpfen könnte obwohl ich hin und her überlege.

                        Mir fällt nur auf, dass Dein Freund, durch sein Verhalten, in erster Linie wirkliche Nähe verhindert.

                        Gruss, Margit

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                          #13
                          @Mooie

                          Zitat:"wenn jemand in meinem umfeld irgendein problem hatte, war ich immer und gerne bereit zu helfen. von mir selbst habe ich allerdings erwartet, dass ich mit meinem kram allein klar komme und war sogar stolz darauf, im grunde genommen keinen zu brauchen.

                          deswegen habe ich meine angelegenheiten auch nirgends auf den tisch gepackt, war aber innerlich immer etwas betrübt darüber, dass anscheinend kein mensch bereit war, auf meine anliegen einzugehen.

                          die crux war nur, dass keiner um meine sorgen wusste, weil ich es im grunde als schwäche empfand andere mit meinem kram zu belasten."

                          Mensch, das ist genau mein Problem, das Du da beschreibst - nur habe ich im Gegensatz zu dir leider noch keine Lösung gefunden.

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                            #14
                            Hallo zusammen,

                            nun hat es gestern eine Aussprache gegeben.
                            Ich war froh, zwischendurch eine lange Mail geschrieben zu haben, in der ich ihm alles geschildert habe, was mich bedrückt in unserer Beziehung.
                            Normalerweise bin ich kein Freund von Streitklärungen per Email, aber so hatte ich die Hoffnung, dass er mir einfach zulesen muss. Zuhören ist oft schwierig, weil er sich von mir mit Vorwürfen bombardiert sieht und dann sofort dicht macht.
                            Er war über das Bild, das ich ihm von sich gespiegelt habe, entsetzt.
                            Nichts dergleichen mag er selber an anderen und er hat mich gebeten, ihn weiterhin darauf hinzuweisen. Aber bitte mit mehr Diplomatie.
                            Damit mache ich es mir sicher selber schwer, aber ich bin eben geradeheraus und mag es auch am liebsten klar und deutlich, damit ich nicht so lange überlegen muss, was der andere mir sagen will.

                            Ich denke, die von Dir, liebe Mooie aufgezeigten Ziele widersprechen sich nicht.
                            Wenn ich es schaffe, mich für mich stärker zu machen, dann am besten so, dass der andere mich hört ohne, dass ich Vorwürfe aussprechen muss.
                            Die Form ist glaube ich sehr oft das Entscheidende bei mir.
                            Da ich es nicht gelernt habe mangels Vorbildern anders zu agieren, fehlen mir bei angelesenen Alternativen die Rückmeldungen von Außenstehenden, ob ich nun wieder völlig daneben gelegen habe oder ob mir dies mein Gegenübern nur wieder zeigen will, um zum eigenen Recht zu kommen.
                            Ich neige dann nämlich leider immer noch dazu, ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
                            So gefestigt werde ich hoffentlich eines Tages sein...

                            Franziska.

                            Kommentar


                              #15
                              Hallo Mooie,

                              "Die Wahrheit beginnt zu zweit" kenne ich und habe ich mit früheren Partnern versucht zu praktizieren.
                              Ich fand es auch sehr hilfreich, Gesprächsregeln festzulegen.

                              Ich habe dies meinem Freund am Sonntag auch vorgeschlagen.
                              Insgesamt fand er es zwar nicht schlecht, aber er hatte natürlich wieder Einwände über die Form und Häufigkeit.

                              Wir sehen...
                              Auf jeden Fall: danke für Deine Tipps.
                              Das Buch über Selbstbewusstsein werde ich mir mal vormerken.

                              Liebe Grüße
                              Franziska

                              Kommentar

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