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Woran erkenne ich, ob ich überhaupt noch beziehungsfähig bin?

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    Woran erkenne ich, ob ich überhaupt noch beziehungsfähig bin?

    Hallo Leute,

    mir "brennt diese Frage auf den Nägeln". Ich frage mich nach jahrelangem Singledasein (mehr oder weniger freiwillig), ob ich überhaupt noch beziehungsfähig bin. Woran kann ich das erkennnen? Heute abend bin ich sehr nachdenklich und frage mich dieses.

    Könnt ihr mir weiterhelfen? Bin dankbar für alles!

    Hoffnungsvolle

    #2
    hallo hoffnungsvolle,
    bin an deiner frage hängen geblieben...und das obwohl oder weil (?) ich das gegenteil des singledaseins darstelle...ich weiss nicht, ob es mit singledasein oder in beziehungleben zu tun hat, ob jemand tatsächlich beziehungsfähig ist....
    was ist beziehungsfähig????
    hatte früher eine langjährige singlefreundin...sie war gewohnt, in ihrer wohnung zu bestimmen und nur nach ihren regeln, gewohnheiten und zeiten zu leben.....bei ihr hatte ich irgendwann das gefühl, dass sie immer weniger und weniger die "rechte" und "bedürfnisse" der anderen wahrnahm und gelten lassen konnte...
    und vielleicht verliert sich da dann das, was man beziehungsfähig nennen könnte......
    beziehungsfähig hat für mich viel mit kompromiss zu tun...mit achtung vor meinen bedürfnissen und derer des anderen......
    und um das kämpfen auch langjährig zusammenseinende paare...denn bedürfnisse ändern sich.....familien erweitern, verkleinern oder verändern sich.....
    ws ist für dich beziehungsfähig????
    hast du das gefühl, dass du dich durch dein singledasein verändert hast? und wenn ja, wie?
    OS

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      #3
      Ja, davor habe ich "Angst". Dass ich das selber irgendwann gar nicht mehr erkenne, da sich mein Leben nur noch um mich dreht.

      Ja, was ist beziehungsfähig? Rücksichtnahme auf den anderen. Nicht nur egoistisch seine eigenen Wünsche durchsetzen wollen. Wobei Theorie und Praxis klaffen da wahrscheinlich weit auseinander (wenn es evtl. mal ernst wird - ich befürchte, dass das wahnsinnig schwierig sein wird, wenn ich mal auf einen Partner treffe - kommt wahrscheinlich drauf an, wie lange jeder Single ist).

      Mit Sicherheit verändert einen das Singledasein. Ich bin nur ungerne Single. Je länger ich allerdings darüber nachdenke - und je länger ich Single bin - desto mehr stelle ich mir diese oben genannte Frage. Vieles erkenne ich vielleicht schon gar nicht mehr, da ich nur noch auf mich gestellt bin.

      Vielleicht können sich noch mehr Leute zu diesem Thema äußern. Leute, die in Beziehungen sind, Leute, die (langjährig) Single sind.

      Vielen Dank.

      Hoffnungsvolle

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        #4
        liebe hoffnungsvolle,

        ich denke auch, die frage des bewusstseins ist entscheidend. in wie weit man sich und die anderen, die beduerfnisse und wuensche erkennt, in einem miteinander kommuniziert und umsetzt. ob du single bist oder nicht. hm, du kannst als single z.b durchaus in einer wg wohnen .. genau wie du als partner in einer fernbeziehung leben kannst.

        ich stelle bei mir fest (und ich lebe bereits ziemlich lang allein), dass zum beispiele das miteinander in meiner wohnung-fremden wohnungen immer stark davon abhaengt, wie aehnlich die lebensrhythmen sind und wie gut man sich versteht. eine aenderung vom alltag, zb. nicht erst ins bad oder die kueche geht einfach... aber es wird dann nervig, wenn einem im grunde der gegenueber nervt (habe zb regelmaessig 2 wochen besucher hier oder hatte fernbeziehungen, wo sich im uebrigen immer prompt ein vertrauter gemeinsamer rhythmus entwickelte)
        aktuell geniesse ich mein alleinsein mal bewusst. weil ich vermute, die naechste beziehung bedeutet langzeit zusammensein mit kindern und dann wird es keine faulen sonntage im bett mehr geben oder ungeplante dinner mit freunden etc. (keine rechenschaft-abstimmung ist grad noetig)

        in wie weit man nun sein bewusstsein auf andere ausrichtet, das liegt ja auch in einem selbst. also ich bin der festen ueberzeugung, dass man durchaus von zeiten, in denen man sehr um sich kreist auch wieder umschwenken kann. sonst koennten leute auch gar nicht vom paar-sein auf kinderkriegen und familie-sein umschwenken. und im rentenalter auch wieder sinnvolle beschaeftigungen ohne arbeit finden. ich denke, wenn man es so etwas allumfassender betrachtet, dann findest du vielleicht leichter die antwort.

        sprich: wenn du deine 'angst' loswerden moechtest, na dann suche dir doch einfach ein feld, in dem du die beduerfnisse der anderen spueren kannst... und auch mal ueber deine stellst. aber es ist eben eine ganz wichtige grenzen zu finden... naemlich die das ganze nicht bis zur selbstaufgabe zu treiben.

        das klappt schon, wenn der richtige um die ecke kommt

        alles liebe vom
        kuestenmaedel

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          #5
          Zitat von Hoffnungsvolle Beitrag anzeigen
          Vielleicht können sich noch mehr Leute zu diesem Thema äußern. Leute, die in Beziehungen sind, Leute, die (langjährig) Single sind.
          Für mich trifft beides zu. Bin seit zwölf Jahren in Beziehung, davor habe ich gut zehn Jahre (nach Trennung von meiner ersten Frau) als Single gelebt, gern und aus Überzeugung.
          Die Frage, ob ich beziehungsfähig bin, habe ich mir in den zehn Jahren nie gestellt. Allerdings habe ich viel an meinem persönlichen Wachstum gearbeitet, habe Kurse und Seminare gemacht. Das Ziel war eher Liebesfähigkeit.

          Tja und dann schoss Amor ganz heimlich einen Pfeil ab und eine neue Frau trat in mein Leben, die ich zunächst nicht als meine neue Liebe erkannt habe. Nach einigen Jahren Fernbeziehung sind wir zusammengezogen und haben nach allerlei Schwierigkeiten jetzt eine sehr schöne, harmonische und erotische Ehe.

          Deine Fragestellung, hoffnungsvolle, ist aus meiner Sicht überflüssig. Die Frage ist vielmehr, wie kannst du dich vorbereiten? Wie ist dein Interesse an Männern (ich gehe mal davon aus, dass du hetero bist)? Was kannst du einem Mann "bieten"? Wie geht es deinem Selbstwertgefühl? Das sind Dauerthemen, an denen man arbeiten kann bis zum Tage X.
          LG
          Dr'Stier

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            #6
            vielleicht erkennt man das daran, ob mensch interesse an einer beziehung hat....?

            definitv beziehungsunfähig ist man dann, wenn man ganz klar beschließt, ich lasse nie wieder einen menschen an mich ran. ich erzähle nie wieder jemand, wie es mir geht, welche gefühle ich gerade hege, welche wünsche ich habe, welcher quatsch mir gerade durch die birne summst....mein herz bleibt verschlossen. aus die maus.

            eingeschränkt beziehungsfähig ist man, wenn man prinzipiell die interessen und bedürfnisse anderer als wichtiger als seine eigenen erachtet, sich dadurch komplett unterordnet und damit aber gar nicht glücklich ist. (könnte man ja auch akzeptieren, dass die gewichtung so verteilt ist...)

            beziehungsfähig ist man in meinen augen, wenn man sich selbst annehmen kann und bereit, zu geben und zu nehmen, wenn man so sein kann, wie man ist und sich darin und mit dem anderen wohlfühlt. sich täglich neu aufeinander einlassen will. bereit ist, das risiko einzugehen auch auf die gefahr hin, verletzungen einzustecken in dem wissen, dass sie auch wieder heilen werden.

            so, frau dr fortuna hat gesprochen. arbeite (momentan noch alleine) intensivst an punkt 3

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              #7
              Hallo Hoffnungsvolle,

              ich denke, dass man zunächst zwischen verschiedenen Beziehungen unterscheiden muss. Um mal zwei Beispiele zu nennen: wenn zwei junge Leute sich zusammentun um eine Familie und eine Firma zu gründen, dann ist das etwas ganz Anderes als wenn reife Menschen nachholen wollen, was sie in früheren Beziehungen vermisst haben.

              Unterschiedliche Beziehungen stellen auch verschiedene Anforderungen an die Beziehungsfähigkeit.

              Wobei das Wort "Beziehungsfähigkeit" ja irgendwie schon nach Verzicht klingt, nicht wahr? Ich wage jetzt mal die Theorie, dass DAS genau der fundamentale wie weit verbreitete Irrtum ist, der den größten Teil aller Trennungen zu verantworten hat:
              Niemand muss in einer Beziehung auf etwas verzichten, wenn beide Partner bemüht sind, den Anderen in seiner Freiheit und Entfaltung zu fördern, statt lediglich seine Aufmerksamkeit und Hingabe zu fordern. Wenn das nicht klappt, klappt gar nix, zumindest nicht auf lange Zeit.
              So.

              Und nun finde mal einen Kerl, mit dem das geht.

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                #8
                Beziehungsfähig?

                Einen schönen guten Morgen allerseits,

                erst einmal herzlichen Dank euch allen für eure Antworten. Ein paar Fragen habe ich nun dazu.

                @D'r Stier:

                Zitat: Deine Fragestellung, hoffnungsvolle, ist aus meiner Sicht überflüssig. Die Frage ist vielmehr, wie kannst du dich vorbereiten? Wie ist dein Interesse an Männern (ich gehe mal davon aus, dass du hetero bist)? Was kannst du einem Mann "bieten"? Wie geht es deinem Selbstwertgefühl? Das sind Dauerthemen, an denen man arbeiten kann bis zum Tage X.

                Kannst du mir das näher erläutern? Ich glaube, da liegt der "Haken": wie kann ich mich vorbereiten?

                Was kann ich einem Mann "bieten"? - Wie ist das gemeint?

                Wie geht es meinem Selbstwertgefühl? Gibt es da irgendeine gute Anleitung dazu, wie man sein Selbstwertgefühl "aufpäppeln" kann?

                Mit all diesen Fragen/Anregungen tu ich mir schwer und fühle mich oft verloren damit!

                @Fortuna:

                Zitat: so, frau dr fortuna hat gesprochen. arbeite (momentan noch alleine) intensivst an punkt 3

                Dieser Punkt interessiert mich sehr. Magst du darüber berichten, WIE du dich darauf vorbereitest, wie du daran arbeitest? Welche Methoden/Werkzeuge gibt es dazu?

                Liebe Grüße an euch alle. Und: vielen Dank für eure Hilfe. Freue mich über Beiträge jeglicher Art.

                Hoffnungsvolle

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                  #9
                  Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                  beziehungsfähig ist man in meinen augen, wenn man sich selbst annehmen kann und bereit, zu geben und zu nehmen, wenn man so sein kann, wie man ist und sich darin und mit dem anderen wohlfühlt. sich täglich neu aufeinander einlassen will. bereit ist, das risiko einzugehen auch auf die gefahr hin, verletzungen einzustecken in dem wissen, dass sie auch wieder heilen werden.

                  so, frau dr fortuna hat gesprochen. arbeite (momentan noch alleine) intensivst an punkt 3

                  frau doktor fortuna..... wunderschoen beschrieben
                  ich schliesse mich an!

                  irgendwie ist der punkt 3 ja parallel auch die optimale beschreibung einer partnerschaft, beidseitig, intensiv...

                  damit sei dem zutaten fuer unsere optimale partner genau dieses bewusstsein und wunschdenken auch zugemischt, denn nur zusammen wird's dann so richtig stimmig

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                    #10
                    Beziehungsfähig

                    Zitat Hardy: "Ich wage jetzt mal die Theorie, dass DAS genau der fundamentale wie weit verbreitete Irrtum ist, der den größten Teil aller Trennungen zu verantworten hat:
                    Niemand muss in einer Beziehung auf etwas verzichten, wenn beide Partner bemüht sind, den Anderen in seiner Freiheit und Entfaltung zu fördern, statt lediglich seine Aufmerksamkeit und Hingabe zu fordern. Wenn das nicht klappt, klappt gar nix, zumindest nicht auf lange Zeit.
                    So. "

                    Du sprichst mir aus der Seele!! Ich werde mir Deinen Ausspruch glaub ich mal an den Spiegel heften!!

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                      #11
                      Ich sehe das mit der Beziehungs(un)fähigkeit so: Wenn man länger allein ist, sich nicht auf jemand anderen einstellen muss, keinerlei Verpflichtungen hat, dann gewöhnt man sich natürlich an diese Unabhängigkeit, vor allem, wenn man diese auch lebt. Nach langem Singledasein ist man wohl in einer neuen Beziehung immer erst einmal beziehungsunfähig, weil man sich erst wieder daran gewöhnen muss, aber das kommt auf die Bereitschaft an und geht wahrscheinlich auch recht schnell.
                      Wirkliche Beziehungsunfähigkeit ist für mich dann vorhanden, wenn jemand sich einfach nicht binden kann, Angst davor hat und zwar dauerhaft.

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                        #12
                        Beziehungsunfähig wird man durch große Verletzungen, die man in vorherigen Beziehungen erlitten hat. Erst wenn diese Wunden verarbeitet / verheilt sind, kann man sich so richtig auf jemanden einlassen. Die Singlephasen sind eben für diesen Heilungsprozess bestimmt und dauern bei jedem Menschen unterschiedlich lang.

                        Meiner Meinung nach besteht die Beziehungsunfähigkeit nur vorübergehend, sie ist ein natürlicher Selbstschutzmechanismus, der einen Reife- und Heilungsprozess anregt.

                        Meine Freundin war jahrelang Single nach wirklich üblen Beziehungen. Mittlerweile lebt sie seit über einem Jahr mit ihrem neuen Freund zusammen.

                        Auch ich bin jetzt seit über einem halben Jahr Single und ich kann mich immer noch nicht so richtig öffnen, aber ich arbeite an mir. Ich habe mich zwar wieder daran gewöhnt, alleine zu leben und es hat auch seinen Reiz, aber ich würde das sofort aufgeben, wenn ich die Liebe meines Lebens finden würde.

                        Insofern gibt es weniger Beziehungsunfähigkeit als Beziehungsunwilligkeit. Manche wollen einfach nicht mit jemandem zusammen sein. Aber wie du, Hoffnungsvolle, es schilderst, bist du ja ungerne Single. Damit wären wir beide bei vorübergehender Beziehungsunfähigkeit, an der wir arbeiten können.

                        Und zum Schluss: richtig beziehungsunfähig sind eigentlich nur Geisteskranke / Menschen mit Persönlichkeitsstörung.

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                          #13
                          @ Avvenenza:

                          Genau so würde ich das auch sagen! Unterschreib ich.

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                            #14
                            hallo Hoffnungsvolle,

                            wie ich daran arbeite?

                            -meine vergangenen beziehungen revue passieren lassen und genau analysieren, was hat mir gefallen, was will ich auch zukünftig in einer beziehung er-leben und welche teile mochte ich nicht, möchte ich nicht mehr haben?
                            - aufgrund des ersten punktes: männer beobachten! ich hatte leider aufgrund meines eigenen geringen selbstwertgefühls oftmals sehr schwache männer, denen ich meist unter die arme greifen musste, finanziell, psychisch, praktisch...das will ich nicht mehr. ich will ein gleichgewicht, jedenfalls halbwegs. jetzt will ich den umgang mit männern üben, die ihr leben alleine gewuppt kriegen und keine größeren probleme (alkohol, etc) haben.
                            -selber bewußt leben, sprich: geben kann ich gut, jetzt lerne ich annehmen. eine hilfestellung, ein kompliment, wenn mir jemand die tür aufhält oder etwas weiß, was ich noch nicht wußte. und nicht sofort mit einer riesengegenleistung antworten. e auch mal stehen lassen. gar nicht so einfach...
                            - beziehungsgeschichten "aufsaugen". anderen menschen, die in einer glücklichen beziehung stecken, ganz genau zuhören: wie kam es dazu, wie bleibt es lebendig, welche probleme gibt es und wie werden diese bewältigt?
                            - auch dann noch lieben und nicht in die abwertung verfallen, wenn der andere sich abwendet und unsere zuneigung auf keinen fruchtbaren boden fällt. eines tages wird es klappen, es schmälert unseren wert nicht, wenn es nicht gleich klappt...
                            -sich nicht selbst einreden,dass man das mit den beziehungen eben nicht hinbekommt. mein schwierigster punkt gerade: ist doch zu verführerisch, zu sagen, ich kann andere dinge eben besser. klappt nicht, mein leben ist auch ohne recht schön. klar will ich. aber ich kann es nicht erzwingen. will ich auch nicht. viel besser ist, sich zu sagen, dass man momentan noch ein paar veletzungen ausheilen lassen möchte, prinzipiell aber großes interesse an zweisamkeit hat. und immer wieder die positive affirmation: ich bin liebenswert und ich werde einen wunderbaren partner eines tages an meiner seite haben.
                            -augen offen halten.

                            herzliche grüße

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                              #15
                              @Küstenmädel:

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