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Familienprobleme, ich brauch nen Rat

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    Familienprobleme, ich brauch nen Rat

    Hi,ich hab folgendes Problem, ich bin 21 und und lebe bei meinen eltern weil ich mir keine eigene Wohnung leisten kann und glaube es würde alles nur noch schlimmer werden wenn ich ausziehe.

    Meine Mam ist fast 60 und richtig depressiv, sie schaut jeden tag nur fern, von morgends bis abends,...okay ja sie kocht auch und wäscht und häkelt,aber generell alles vor der Glotze oder mit Kopfhörer um ihre 50 serien am tag zu sehen. Das ist schon seit Jahren so! Ich hab schon einiges versucht, hab zu ihr gesagt ich übernehme den haushalt damit sie mal ein paar tage für sich hat. Hab ihr vorschläge gemacht sich ein hobby zu suchen. Aber sie interessiert sich für nix. Malen?Schwimmen?Spazieren gehen? Rad fahren? ...bringt alles nix. Und ich bin echt auch mit meinem Latein am Ende. In Gesprächen versteht sie vieles falsch, nimmt alles sehr persönlich. heult nur noch!
    Nun bin ich die letzten Tage mit meinem Vater Rad fahren gewesen und wollte sie dazu anspornen. Bin mit ihr zu nem see gefahren nach langer diskussion, um ihr die schönen Plätze in der Natur zu zeigen...hat auch nix gebracht.
    Wenn man das Wort Therapie vorschlägt, blockt sie total ab! Sowas ist ihr peinlich. ..Da ich selbst ne zeit lang depri wahr hab ich antipressiva bekommen und ihr vorgeschlagen diese zu nehmen.Ohne Erfolg.

    Zur Vorgeschichte: Man muss sagen, meiner Mutter geht es seit dem ich denken kann nicht gut. Es waren schon immer schlimme Probleme in der Familie vorhanden. Gewalt vom Ehemann und abwertendes verhalten ihr gegenüber. Ihr Selbstbewusstsein müsste =0 sein. Leider hab ich als kind und jugendliche nicht bemerkt wie schlecht es meiner mutter geht. Aber damals wurde ich von ihr aufs übelste misshandelt, mit schlägen morddrohungen und auch von meinem vater...es war ziemlich schlimm alles, aber um mich geht es nicht. Ich bin hart im nehmen. Meine Mutter hat oft von Trennung gesprochen, aber es nie durchgezogen wegen den Kindern sagt sie immer, aber das dies eine Ausrede ist weiß sie hoffentlich selber.
    Oder hatte sie wirklich gedacht ich brauch nen gewalttätigen tyrann als Vater?
    Wie auch immer, jetzt hat es sich wieder gelegt, gewalt gibts keine mehr, aber mein vater, ist höchst aggressiv in seiner gestik und schmeißt mit seinen Worten wie mit Messern umher. Ich hab schon sehr sehr viel mit ihm geredet und er versucht es wirklich! Aber oft kann er sich eben nicht beherrschen und lässt dieses machoarschloch aus sich heraus.

    Ich steh total zwischen 2 Fronten, beide haben einen Hass gegenseitig entwickelt, keiner glaubt das der andere auch was gutes füt einen will.
    Mein Vater hat aber auch erkannt das seine Frau am Ende ist. Leider ist es so das ich in jeder siuation schlichte, versuche missverständnisse zu klären, für beide eine entscheidung treffe wenn sich beide nicht enigen können, damit es überhaupt mal vorwärts geht.Aber langsam verlassen mich auch meine Kräfte und ich frage mich eben, was soll ich noch machen?

    Meine Mutter muss wieder freude am leben haben! Mein Vater einen gang zurückschalten und den respekt vor seiner Frau wieder bekommen!

    Ja es hat mir schon eine Beraterin gesagt, ich soll mich um mein leben kümmern und nich mehr um meine Eltern, ABER was ist wenn es noch schlimmer wird? ich hab wirklich angst davor, weil es mir persönlich so auch nicht wirklich gut gehen kann. Meinem vater gehts nicht gut, er möchte aber keine Scheidung, meine Mutter würde sich nie im leben trauen den ersten schrit in richtung Scheidung zu gehen..beide sitzen also in diesem boot und gehen zusammen unter...

    Danke fürs lesen, vielleicht wisst ihr ja ne Lösung..

    #2
    Eine Lösung habe ich keine. Ich erlebe seit Jahren das gleiche und bin mit den Nerven soweit am Ende. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich es einfach nicht mehr ertragen KANN! Zum Glück wohne ich da schon lange nicht mehr, aber bei Besuchen holt mich alles wieder ein.
    Vielleicht gibt es hier ja noch andere, die gleiches oder ähnliches erlebt haben und einen Weg gefunden haben, um aus dieser Misere herauszukommen.

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      #3
      Zitat von Starlight21 Beitrag anzeigen
      Meine Mutter muss wieder freude am leben haben! Mein Vater einen gang zurückschalten und den respekt vor seiner Frau wieder bekommen!

      Ja es hat mir schon eine Beraterin gesagt, ich soll mich um mein leben kümmern und nich mehr um meine Eltern, ABER was ist wenn es noch schlimmer wird? .
      Liebe Starlight,

      Deine Beraterin hat Recht.

      Ich würde sogar noch eins draufsetzen: Du hast die Pflicht, Dich mit dem Einsatz Deiner ganzen Kraft um Dein eigenes Leben zu kümmern und zwar sofort.

      Ich bin ungefähr so alt wie Deine Eltern und habe keine Kinder.

      Ich habe mich LEIDER, LEIDER auch mein ganzes Leben lang mehr für die Realisierung der Träume meiner Mutter verantwortlich gefühlt als für das Kennenlernen und Umsetzen meiner eigenen Bedürfnisse. Insofern fühl ich mich durchaus kompetent in Sachen "Eltern, Eltern über alles".

      Glaub mir:
      Du kannst Deinen Eltern nicht helfen. Das können sie nur selbst.

      Wenn Deine Mutter mit diesem Leben zufrieden ist, wenn es sie selbst nicht so anwidert, dass sie es schafft, ihren Hintern aus eigener Kraft ihrem Fernsehsessel zu hieven, ist ihr nicht zu helfen. Auch Du kannst ihr nicht helfen.

      Wenn sie sich ein Leben lang von Deinem Vater demütigen lässt, dann ist ihr nicht zu helfen. Auch Du kannst ihr nicht helfen.

      Wenn Dein Vater es nötig hat, sein Ego aufzupolieren, indem er andere niedermacht, dann ist ihm nicht zu helfen. Jede andere Art Egohilfe erfordert zu viel Einsatz von ihm. Du kannst ihm nicht helfen.

      Du kannst aber Dir helfen.

      Mein Rat:
      1. Zieh sofort aus.
      2. Such Dir sofort soviel wie möglich Unterstützung für Dich. Du hast das recht und die Pflicht, Dein Leben so gut wie möglich zu gestalten, trotz der Eltern, die Dich nicht unterstützen, sondern Dich behindern.

      Vielleicht erhältst Du eine kontinuierliche Unterstützung bei Alanon oder EKA. Probier's auf jeden Fall.

      Aus der Sicht einer Frau im Alter Deiner Eltern kann ich auch sagen, dass ich es widerlich finde, wenn jemand in einer solchen Lebenssituation ist und nicht wenigstens darum kämpft, seine Lage zu verbessern und damit meine ich nicht Dich, sondern Deine Eltern.

      Es muss nicht heißen, dass sie es schaffen, nochmal den Karren rumzureißen, aber sie könnten es versuchen.
      Es ist aber auf keinen Fall Deine Aufgabe, es für sie zu tun, noch nicht einmal, sie auf die Idee zu bringen, darüber nach zu denken.

      Also - stürz Dich auf Dein eigenen Leben.
      Und glaub bloß nicht, dass das einfach wird.

      Viel Mut, viel Unterstützung und alles Glück der Welt wünscht Dir

      Brune

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        #4
        Liebe Starlight,
        ich warne dich!
        Nach dem Lesen deines Berichts dachte ich, ich hätte ihn geschrieben,bis auf einige Dinge identisch!
        Auch ich habe mich als Puffer zwischen meine Eltern geworfen und versucht,alles hinzubiegen.Auch meine Mutter war depressiv und lehnte eine Behandlung ab.
        Auch ich merkte schon recht früh (so wie du) ,dass ich an meine Grenzen stieß.
        Auch mir wurde schon rechtzeitig von Psychologen gesagt, ich dürfe nicht die Ehe meiner Eltern führen.
        Ich glaubte,ich könne das nicht umsetzen.Der "Dank" waren schlimme Depressionen,Angst- und Panikattacken,Psychiatrieaufenthalte...
        Glaub mir, es wird nicht besser,sondern nur noch schlimmer, vor allem wenn deine Eltern noch älter werden.
        Hol dir bitte professionelle Hilfe und versuch dringend, dich abzunabeln und lass dich dabei von einem Psychotherapeuten seelisch auffangen.
        Du wirst sonst so schwer krank wie ich.Ich musste meinen Beruf aufgeben, und du stehst doch erst am Anfang.
        Bitte hör auf mich und erspar dir den Gang durch die Hölle,den ich gegangen bin.

        Deine Mensch-Frau

        Kommentar


          #5
          Hallo,

          ich glaube die Antworten die du hier bekommst / bekommen hast werden dir im ersten Moment überhaupt nicht gefallen, denn es ist nicht wirklich das was wir hören wollen - aber gib dir die Möglichkeit darüber ganz in Ruhe nachzudenken!

          Je länger du bei deinen Eltern bleibst und dich in ihr Leben reinhängst um so mehr verschlimmerst du!!!! das Leben deiner Eltern und auch DEINS!

          Löse dich ganz schnell daraus - und habe Vertrauen, alles hat seinen Sinn auch wenn du es nicht sofort siehst - es wird sich auf jeden Fall etwas ändern für dich UND deine Eltern.

          Alles Liebe

          Verena

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            #6
            Liebe Starlight,

            ich kann mich den anderen nur anschließen.

            Du musst raus da. Schnell!!


            Du kannst beiden sagen, dass du sie liebst - weil das tust du eindeutig!! Aber sie sollen sich mal selber um ihren Kram kümmern!!

            Weißt du es ist möglich, dass du ihnen ihre Situation erträglich machst. Sie sind es ja so gewöhnt, anscheinend noch schlimmer.
            Jeder Mensch muss eine bestimmte tiefe Stufe erreichen, erst dann arbeitet er an Besserung.
            Eine Freundin sagte mal zu mir, als ich mich wieder mal über mein Leben bei ihr ausheulte. Dir geht es noch nicht schlecht genug, sonst würdest du dir Hilfe suchen. Und das hat gestimmt.

            Du kannst dich aus dieser Situation nur rausnehmen indem du ausziehst.
            Dann halte dich aber auch fern - triff zum Beispiel nur immer einen von beiden und mache dir aus, dass du über den anderen nicht mit ihnen sprichst.

            Übrigens: ich arbeite in einem beratenden Beruf und habe bitter gelernt, dass man für die Menschen die man am meisten liebt trotz des ganzen Wissens nichts tun kann und darf!! Meine einzige Möglichkeit ist sie an die passenden Stellen zu verweisen, wenn sie wollen.

            Wünsch dir alles Liebe und die Kraft Loszulassen!!
            amelie

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              #7
              Hallo ihr lieben!

              Vielen vielen Dank für eure Beiträge! Eigentlich wollte ich heute mit meinem Vater nach neuen Möbeln schauen für das Wohnzimmer, ja mir war klar das es wieder eine Aufgabe ist die eigentlich meiner Mutter zustünde zusammen mit meinem Vater. Da sie jedoch so überfordert mit allem ist, dachte ich diese arbeit übernehmen zu müssen. Ich hab mir eben vorgestellt, wenn die Wohnung super aussieht und ich mal weg bin, dann hat halt jeder ein eigenes Zimmer und es könnte wenigstens so sein wie in einer WG bei den beiden ohne große Umstände. Nun hab ich aber eure Beiträge gelesen, bin zu meiner Mutter hin, der schon alles egal ist, hauptsache sie hat ihre Ruhe. Ich hab sie gefragt ob es ihr überhaupt Recht ist wenn ich das mache und sie meinte ich solle machen was ich will. Nach längerem unterhalten, hab ich aber doch verstanden das ich es wirklich nur noch schlimmer machen würde. Denn erst sie müssen die Dinge klären, auch wenn es nie passiert! Ich hab ein wenig mehr zu meinem Vater gehalten, weil ich der Meinung war mit meiner Mutter kann man in so einem Zustand nicht reden, was auch eigentlich so ist. Aber REDEN muss mein Vater und nicht ich!

              Zum Stichwort ausziehen: DAS GEHT LEIDER NICHT! Ich hatte das schon vor dieses Jahr, aber nach langem überlegen hab bin ich zu der feststellung gekommen das es nicht machbar ist, denn ich arbeite schon um mir die teure Schule finanzieren zu können. Bafög bekomm ich keins und meine Eltern können mir momentan da sie schulden wegen der gekauften wohnung haben, kein Geld geben.
              Nach einem Jahr kann ich hoffentlich studieren gehen und meinen eigenen Weg.

              Es fällt mir wirklich sehr schwer die Situation, so wie sie jetzt ist, zu akzeptieren. Wie gern würde ich beide glücklich sehen, egal ob zusammen oder getrennt. Die Angst das sie ihr restliches Leben kaputt machen ist groß. Das sie es nicht hinkriegen sich aus dieser Lage zu befreien. Ich bin wirklich der Meinung das meine Mama schwer depressiv ist und ihre Erwartungen an meinen Vater zu hoch sind, da dieser selbst schwer mit sich zu kämpfen hat um ein besserer Mensch zu sein. Andererseits nimmt mein Vater alles zu locker und er ist derjenige der wirklich was ändern könnte, da er eben noch lebensfreude besitzt. Oh gott, was ist wenn sie Ihre Jahre nur so wegwerfen? wenn es sich nicht ändert und ich immer in ein unglückliches, kaputtes zu Hause gehen muss, wenn ich meine Eltern besuchen will? Eine Paartherapie würde vielleicht beiden gut tun, was meint ihr? Aber zwingen kann ich sie ja auch nicht und ich bezweifel das sie das machen würden. Die Sache ist die, wenn sie mich da nicht mitreingezogen hätten, müsste ich mir ja auch keine Gedanken machen. Aber jeder beschwert sich bei mir wegen dem anderen und ich verstehe BEIDE!

              Aber wenn ich daraus das positive ziehen müsste, wäre es die Erkenntnis wie es nicht sein sollte, wenn ich mal verheiratet bin und kinder habe. Das ich meine Kinder auf keinen Fall in so was reinziehen und mich einem Mann nicht aufopfern würde gerade auch den Kindern wegen.

              Wie geh ich nun mit so einer Situation um? Viel Abstand zu beiden erstmal, damit sie sich aussprechen können? Weiterleben wie bisher, jedoch mich NUR um meinen Kram kümmern? Es ist schon richtig, ich hab das Leben meiner Eltern geführt und nicht meines und ich fühle mich irgendwie verantwortlich. Aber
              es sind schon so viele Jahre vergangen in denen es zu keiner Änderung kommt.
              Dauernd immer nur diese Aussagen von wegen, man müsse sich trennen von meiner Mutter aber sie wartet darauf das er das endgültige GO dafür gibt, was aber nie passieren wird! Und sie kann nix alleine durchziehen und so vergingen und vergehen die Jahre.Traurig!

              Da ist noch eine Sache, meine Mama hat sich mit ihrern Geschwister und Mutter zerstritten. Wenn ich jetzt aber kontakt zu meiner Verwandtschaft habe, würde ich ihr damit in den Rücken fallen? Oder soll ich hinter ihr stehen? Die Sachlage kenne ich eben auch nur von ihrer seite! Sie leidet da auch sehr darunter, aber bleibt stur und erwartet den ersten und um verzeihung bittenden Schritt von ihrer Familie.

              Viele Grüße von einer etwas nachdenklichen Starlight

              Kommentar


                #8
                Führe du dein leben und wenn du Kontakt zur verwandtschaft möchtest,dann ist das so in Ordnung.
                Das einzige,was du noch tun könntest ist, mit dem Hauarzt deiner Mutter zu sprechen wegen der Verschreibung eines Antidepressivums,vielleicht kann er sie ja überzeugen.

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                  #9
                  Zitat von Starlight21 Beitrag anzeigen
                  Zum Stichwort ausziehen: DAS GEHT LEIDER NICHT! Ich hatte das schon vor dieses Jahr, aber nach langem überlegen hab bin ich zu der feststellung gekommen das es nicht machbar ist, denn ich arbeite schon um mir die teure Schule finanzieren zu können. Bafög bekomm ich keins und meine Eltern können mir momentan da sie schulden wegen der gekauften wohnung haben, kein Geld geben.

                  Es gibt 100% eine Möglichkeit, Deine Schule zu absolvieren UND auszuziehen, wenn Du es wirklich willst.


                  Es fällt mir wirklich sehr schwer die Situation, so wie sie jetzt ist, zu akzeptieren. Wie gern würde ich beide glücklich sehen, egal ob zusammen oder getrennt. Die Angst das sie ihr restliches Leben kaputt machen ist groß. Das sie es nicht hinkriegen sich aus dieser Lage zu befreien.

                  Da Du sie liebst, tut es Dir sehr weh, dass sie sich kaputt machen. Das kann ich gut verstehen.

                  Würdest Du denn auch sagen können:

                  Wie gern wäre ich glücklich, egal ob das meine Eltern auch sind oder nicht?



                  Aber wenn ich daraus das positive ziehen müsste, wäre es die Erkenntnis wie es nicht sein sollte, wenn ich mal verheiratet bin und kinder habe.
                  Das ich meine Kinder auf keinen Fall in so was reinziehen und mich einem Mann nicht aufopfern würde gerade auch den Kindern wegen.

                  Aber Du findest es OK, Dich für Deine Eltern aufzuopfern?

                  Du bist auf den besten Weg zur schweren Coabhängigkeit, die eine sehr gute Basis dafür bildet, sein eigenes Leben gründlich zu verdummbeuteln, nicht zu leben, nicht zu gestalten, es nicht wie ein kostbares Geschenk sondern wie eine wertlose Sache zu behandeln, die später dann mal zu dem Edelstein werden soll, den man jetzt für andere wegwirft.

                  Da ist noch eine Sache, meine Mama hat sich mit ihrern Geschwister und Mutter zerstritten.
                  Wenn ich jetzt aber kontakt zu meiner Verwandtschaft habe, würde ich ihr damit in den Rücken fallen? Oder soll ich hinter ihr stehen?

                  Das ist Coabhängigkeit pur.
                  Was willst Du denn machen? Du hast das Recht, zu machen, was Du willst, auch wenn es Deiner Mama nicht gefällt.

                  Die Sachlage kenne ich eben auch nur von ihrer seite!
                  Sie leidet da auch sehr darunter, aber bleibt stur und erwartet den ersten und um verzeihung bittenden Schritt von ihrer Familie.

                  Viele Grüße von einer etwas nachdenklichen Starlight

                  Liebe Starlight,

                  für Dich mögen sich meine Worte hart anhören, aber glaube mir, Dein eigenes, einziges Leben darfst Du für niemanden opfern.
                  Es ist Dein Pfund, mit dem Du wuchern sollst. Vergrab es nicht, um es dann später rauszuholen, wenn Deine Eltern glücklich sind.
                  Es wird - wie auch immer in irgendeiner Weise - zu spät sein.

                  Mit Tucholsky muss ich Dir sagen: "Erwarte NICHTS, HEUTE, das ist dein Leben."

                  Brune

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                    #10
                    Hi Starlight,
                    sag mal hat Dein Vater ein Alkoholproblem?
                    Es ist sehr schade, dass Deine Eltern so wenig Möglichkeiten miteinander gefunden haben zusammen
                    zu leben.
                    Aber Du tust Ihnen keinen Gefallen, wenn Du ihr Schicksal wiederholst!
                    Mach es anders - trau Dich!
                    Zieh aus und bau Dir Dein Leben auf !
                    Ich lebe mit einem Partner zusammen , der Alkoholprobleme hat und finde das Loslassen auch schwierig, aus vielen Gründen, die auch, aber nicht nur mit Co- strukturen zu tun haben.
                    Du kannst Dich gerne bei mir melden, wenn Du möchtest- per Pn, vielleicht kann ich Dir weiterhelfen.
                    herzlich Deine seven.
                    P.S.Urlaubsbedingt bin ich ab 17.8. wieder regelmäßig hier- weiß nicht , wie das mit Internet im Urlaub ist.

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                      #11
                      Liebe Starlight,

                      mache Dich auf Deinen eigenen Weg.

                      Es ist bestimmt schwer, die Eltern so stehen zu lassen wie sie sind. Aber es ist nicht richtig, Dich an Positionen zu stellen, die Deinem Vater oder Deiner Mutter zustehen.

                      Mein Elternhaus war auch nicht wirklich leicht, allerdings hatte ich 9 Geschwister, und so hab ich nur ein bischen was abbekommen, weil es sich bei so vielen einfach verteilt. Und am Ende hat man sich auch gegenseitig.

                      Ich bin dann auch mit 18 ausgezogen, hab' Schule gemacht, gejobt und es hat super hingehauen. Danach habe ich studiert und gejobt. Ich kenne viele, die das so gemacht haben. Auch Du kannst es schaffen. Such' Dir erst einen Job und dann eine WG. Das WG-Leben tut echt gut. Eine meiner heute besten Freundinnen habe ich in der WG kennengelernt.

                      Deine Eltern kommen auch ohne Dich zurecht. Sie sind erwachsene Menschen.

                      Ich glaube, es ist nicht möglich, dort wohnen zu bleiben und die nötige Distanz zu finden.

                      Ich wünsche Dir alle Gute und trau Dich!

                      DasLeben

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                        #12
                        Innere Emigration?

                        Hallo Starlight,

                        was Du beschreibst hat mich sehr berührt. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht.

                        Mir hat der Auszug sehr geholfen, Abstand zu gewinnen. Falls Du noch länger bei Deinen Eltern wohnen wirst, stellt das sicher eine schwierigere Ausgangslage dar, aber auch in dieser Situation kannst Du versuchen, Dich innerlich abzunabeln.

                        Ich weiß, wie schwer das fällt, denn auch ich wollte, daß es meinen Eltern gutgeht und meinte zu wissen, warum sie so denken, fühlen und handeln wie sie es tun. Deswegen habe ich viel Zeit mit "dolmetschen" und "Diplomatie" verbracht.

                        Aber: Sie sind erwachsen und damit für sich selbst verantwortlich. Du kannst ihnen zwar Informationen (z.B. über Hilfsangebote) geben. Die Bereitschaft dazu, sich mit diesen zu beschäftigen, muß aber von ihnen kommen. Wie schwer das ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Meine Mutter war und ist depressiv, zeitweise schwer depressiv und suizidgefährdet. Um ihretwillen würde sie sich nicht zu einer Behandlung aufraffen, doch da mein Bruder jetzt die Konsequenz gezogen hat, daß er nur noch mit ihr Kontakt haben wird, wenn sie ihm gegenüber ein wertschätzendes Verhalten an den Tag legen wird, hat sie sich jetzt endlich Hilfe gesucht. Offenbar war ein Schock nötig, denn vor einem Kontaktabbruch hat sie enorme Angst.

                        Außerdem würde ich an Deiner Stelle nochmal alle Möglichkeiten durchgehen, um vielleicht doch von zu Hause ausziehen zu können. Da können Beratungsstellen helfen. Ich bin leider nicht auf dem neuesten Stand, aber es könnte möglich sein, daß das Kindergeld statt an Deine Eltern an Dich ausgezahlt wird. Dazu vielleicht noch Wohngeld, falls Du nicht berechtigt bist, Bafög- oder HartzIV-Leistungen zu beziehen. Notfalls auch eine Art Studienkredit?

                        Eine meiner Mitschülerinnen hat gegen den Willen ihrer Eltern das Abitur gemacht. Sie konnte nicht von zu Hause ausziehen, aber ist dort nur noch zum Schlafen aufgetaucht. Selbst wenn Du noch bei Deinen Eltern wohnst, kannst Du den Kontakt reduzieren und Dich nicht in Diskussionen verwickeln lassen.

                        Ich wünsche Dir alles Gute und innere Freiheit. Die äußere kommt auch noch.

                        Freundin der Weisheit

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                          #13
                          Würdest Du denn auch sagen können:

                          Wie gern wäre ich glücklich, egal ob das meine Eltern auch sind oder nicht?
                          Generell eigentlich nicht…so ein Gedanke kommt nur wenn ich sehr wütend auf sie bin.
                          Vielleicht erwarte ich ja einfach nur die helfende Hand meiner Mutter und um das zu bekommen, will ich ihr helfen..damit ich wieder tochter und sie Mutter sein kann. Ich weiß es nicht, ich brauch sie obwohl ich im Moment sehr sehr entäuscht und wütend bin, das ich ihr so egal bin und sie nicht sieht wie belastend diese Situation für mich ist.

                          sag mal hat Dein Vater ein Alkoholproblem?
                          Nein! wäre ja zu schön gewesen, dann hätte ich die ganze Schuld dem Alkohol zugewiesen...er ist leider so wie er ist.

                          Im Moment gehts mir einfach nur total schlecht.. mein Vater scheint es doch nicht zu kapieren. Gestern hat er mich wieder gefragt ob wir möbel gucken gehen, obwohl ich ihm ausdrücklich gesagt hab das es ein Fehler von mir war und ich mich ab sofort raushalte in Dingen die er mit seiner Frau klären muss. Darauf krieg ich immer nur die Antwort, mit dieser Frau könne man doch nicht reden, du siehst es ja selbst und beleidigt mich zusätzlich weil ich ihn hängen lasse. Meine Mutter lebt in ihrer eigenen Welt. Auf meine Frage hin, ob sie jetzt mal ein Gespräch mit meinem Vater gesucht hat, kam die antwort:" warum muss ich mit ihm reden? Es gibts nix zu reden"...ich versteh die welt nicht mehr! Die ganze Zeit hieß es sie müssen die Lage erst klären.
                          Im Moment kann ich beide nicht ertragen und empfinde eine Art Hassliebe. Aber es ist nicht nur heute so, immer wenn es scheint einen Schritt vorwärts zu gehen, fall ich plötzlich wieder 3 zurück.
                          Vielleicht bin ich ja auch so abhängig, weil mein leben auch nicht gerade super läuft.
                          Ja ein Auszug wäre sicher gut, aber es ist nun mal auch total stressig nach möglichkeiten zu suchen, um mir eine wohnung leisten zu können, umzuziehen …dieses Schuljahr ist wahnsinnig wichtig und ich muss mich voll und ganz darauf konzentrieren.
                          Das einzige was mir übrig bleibt, ist einfach weniger Kontakt zu beiden halten, mich wirklich auf meine Aufgaben zu konzentrieren.

                          Ich danke euch allen für eure Hilfe.
                          Liebe Grüße
                          Starlight

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von Starlight21 Beitrag anzeigen
                            Hi,ich hab folgendes Problem, ich bin 21 und und lebe bei meinen eltern weil ich mir keine eigene Wohnung leisten kann und glaube es würde alles nur noch schlimmer werden wenn ich ausziehe.

                            Ja es hat mir schon eine Beraterin gesagt, ich soll mich um mein leben kümmern und nich mehr um meine Eltern, ABER was ist wenn es noch schlimmer wird? ich hab wirklich angst davor, weil es mir persönlich so auch nicht wirklich gut gehen kann. Meinem vater gehts nicht gut, er möchte aber keine Scheidung, meine Mutter würde sich nie im leben trauen den ersten schrit in richtung Scheidung zu gehen..beide sitzen also in diesem boot und gehen zusammen unter...

                            Danke fürs lesen, vielleicht wisst ihr ja ne Lösung..
                            Deine Eltern müssen leben mit dem was sie tun, und sie tun es auf ihre weis. Du hast alles versucht was möglich ist. Was geht?
                            Ich bin wegen ähnlichem damals ausgezogen, habe sie beide Sich Selbst überlassen. Manchmal ist Unterstützung nicht hilfreich. Da lasse ich den Dingen ihren Lauf, egal was sich daraus ergibt.

                            Wann ist es genug?
                            Es ist wohl Zeit für Dich, zu leben.

                            Gewehrt das Sozialamt keine Unterstützung für eine eigene Wohnung?
                            Worte vergehen - Das Handeln bleibt für die Nachwelt erhalten.

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