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    #76
    Hallo Tänzerin,

    wenn ich das über Deine Familiengeschichte so durchlese, finde ich durchaus Ähnlichkeiten zu meiner Geschichte.

    Was gedenkst Du denn jetzt zu tun?

    Schluß machen und zum Therapeuten gehen?


    Ja genau, such dir lieber wieder einen der dich schlecht behandelt und leide weiter.

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      #77
      Das sind harte Worte...

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        #78
        Liebe Tänzerin,

        wenn ich das richtig im Kopf habe, kannst du im Moment keine Therapie machen, der Krankenkasse wegen.

        Vielleicht gibt es doch jemanden, der dich ein wenig begleiten könnte.
        Ein guter Seelsorger, eine gute Seelsorgerin oder eine Lebensberatung (gibt es in vielen Städten).

        Und zugleich:
        Der Weg, den Shaina angedeutet hat, steht dir immer offen:
        Du kannst etwas für dich tun,
        du kannst lernen, deinen Gedanken und Gefühlen nicht einfach ausgeliefert zu sein, sondern sie wahrzunehmen und zu entscheiden, wie du mit ihnen umgehen willst.
        Das ist ein langer Weg, ohne Frage, ein Weg mit Rückschritten, einer, auf dem du das vielleicht nie ganz beherrschen wirst -
        aber es geht
        und du bist es wert.

        Und diese neue, so ganz andere Liebe kann dir dabei helfen -
        wenn du sie zum "Aufwachen" nutzt, wie ich es oben zu skizzieren versucht habe.

        Vielleicht liest du wirklich mal Cheri Hubers "Leiden ist deine Entscheidung" - sie zeigt nämlich auch, wie man sich entscheiden kann, glücklich zu sein statt weiterzuleiden...

        LG
        tinka-etoile

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          #79
          Schau nach vorne!

          Hallo Tänzerin!

          Ich habe nach einer Teamsitzung den Weg in diesen Faden "gesucht". Deine Geschichte hört sich ja grausam an.
          Dein ganzes "Denken" spielt in der Vergangenheit und blockiert Dir die Sicht nach vorn. Klammere Dich nicht an dem Erlebten fest - richte Dein Blick auf das Leben verlasse Deine Opferrolle !

          Ich schreibe Dir hier etwas zum Beherzigen:

          Selbstbilligung ist durch Gottes Liebe gerechtfertigt.

          Selbstbilligung bedeutet, dass wir sowohl unsere Fähigkeiten und Talente als auch unsere Fehler liebevoll annehmen. Wenn wir uns nicht so lieben, wie wir sind, wie könnten andere uns lieben?

          Glücklicherweise steht es uns frei, unser Selbstbild zu ändern.
          Wenn wir andere entscheiden lassen, wie und wer wir sind, verlieren wir Macht.
          Nur wir selbst kennen unseren inneren Wert. Wenn wir uns so schätzen, wie wir sind, heilen wir bewusst die Wunden unseres Selbstwertgefühls; wir werden stärker und realistischer, so dass wir Herausforderungen besser bewältigen. Es kann ein Leben lang dauern, bis wir die Liebe, das Gute und die Heilung bekommen, die wir verdient haben.
          Aber Gottes Liebe ist immer da und sie ist bedingungslos.

          Gebet
          Geliebter Engel der Selbstbilligung, heile die Wunden unserer Trennung vom wahre Selbst. Lehre uns, dass wir uns so billigen dürfen, wie wir sind.
          Hilf uns den Tempel unseres inneren Lichts neu zu errichten, indem wir uns selbst lieben und akzeptieren, so wie unser himmlischer Vater uns liebt.


          Meditation:
          Selbstbilligung heißt, gütig zu sich selbst sein und seine Stärken nutzen. Tun Sie das von nun an jeden Tag. Denken Sie an Ihr bisheriges Leben zurück: an Kummer, die Prüfungen, die Ängste, die Sie erfahren haben. Billigen Sie, was Sie sind und was Sie getan haben. Dadurch geben Sie Ihrem Leben Sinn.
          Klopfen Sie sich jedesmal auf die Finger, wenn Sie glauben, sich selbst verabscheuen zu müssen.
          Bedingungslose Liebe schließt Selbstbilligung ein. Transformieren Sie sich durch Liebe, und akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind.
          Das haben Sie verdient.

          Das ist aus "Wesen der Engel" von Ambika Wauters.
          Ich schlage jeden Tag eine ganz beliebige Seite auf. Heute war es der Engel der Selbstbilligung und ich denke ich wurde auch in diesen Faden geführt, um Dir dies mitzuteilen.

          Ich wünsche Dir eine Korrektur Deiner Einstellung, Heilung und Gottes Segen!

          LG birdy

          Zuletzt geändert von birdy; 29.08.2008, 00:08. Grund: Korrektur

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            #80
            Danke erstmal für die vielen Ratschläge, auch dir birdy, obwohl ich nicht an Gott glaube. Ich glaube ich habe dazu oben schon was gesagt, weiß nicht genau.

            Ja, natürlich entscheide ich, ob ich weiterleiden will. Aber auch nur z.T., denn ich weiß nicht wie ich meine Gefühle steuern soll. Gestern Abend, er war auf ner Betriebesfeier, ist mir Eifersucht fast Atem weggeblieben. Als ich heute morgen aufwachte, war mein erster Gedanke wieder da, was er wohl gestern Abend da gemacht hat. Sofort war dieses drückende schlechte Gefühl zurück! Ich weiß, er wird wahrscheinlich nichts gemacht haben, worauf ich eifersüchtig sein müsste, aber letztendlich könnte es ja sein. Vielleicht hat er da ne andere getroffen, die toller ist als ich.
            Ich kann mich nicht wehren, all diese Gefühle sind da und so stark! Die gleiche Eifersucht besteht schon für seinen Urlaub nächsten Freitag, wenn er ne Woche wegfliegt.
            Ich kann mich jemandem nur ganz nah oder ganz fern fühlen.
            Bei mir ist einfach nichts normal.

            Ich weiß aber auch nicht wirklich wie ich aus all diesen Teufelskreisen rauskommen soll: Therapie kann ich für 2-3 Jahre nicht mehr machen! Ich kann mich nicht einfach mal eben so selbst lieben! Ich kann auch nicht mal eben so plötzlich voller Vetrauen sein!

            Ich war gestern sehr enttäuscht. Habe mich mit meiner besten Freundin getroffen. Sonst konnte ich immer gut mit ihr reden, aber als ich ihr gestern alles erzählt habe, zuckte sie grinsend mit den Achseln und meinte "du hast Sorgen. dann lass das doch".
            Einen genauso qualifizierten Satz sagte vor 11 Jahren mein damaliger Freund zu mir bzgl. meiner Bulimie: "Dann hör doch auf damit!"
            Ich kann mir vorstellen, dass meine Probleme für andere unvorstellbar sind. Aber ich zaubere sie ja nicht vorbei. Oder doch? Sind sie ganz allein selbstgemacht?

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              #81
              Hier der link zur Lied, das tinka-etoile empfiehlt:

              YouTube - How could anyone - Shaina Noll (songwriter: Libby Roderick)

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                #82
                Liebe Tänzerin

                den ganzen Nachmittag schon geht mir dein Posting durch Kopf und Herz.
                Mal schauen, ob ich meine Gedanken und Gefühle sortiert bekommen.

                Was ich ganz stark bei dir spüre, ist ein Bedürfnis danach, verstanden zu werden.
                Und vielleicht ist es das, was mich an diesem Faden nicht loslässt - viele der Gedanken, die du formulierst, kenne ich so oder so ähnlich von mir.
                Ich kenne das "Gefühl" nicht normal zu sein.
                (Gefühl in Anführungszeichen, weil es eigentlich keine Emotion wie Freude, Traurigkeit usw. ist, sondern eben schon meine Sicht der Dinge, eine Interpretation der Wirklichkeit - aber das kann ich in diesen Momenten halt nicht wahrnehmen).

                Ich hatte immer wieder in meinem Leben den Eindruck, meine Schwierigkeiten seien anderen nicht vermittelbar (ich hab das Vermitteln allerdings auch nicht immer ernsthaft versucht, ich glaubte ja schon zu wissen, dass die anderen mich ja nicht verstehen können...).

                Nein, du zauberst deine Probleme nicht herbei.
                und vielleicht ist das größte im Moment, dass du nicht daran glauben kannst, dass du diese Probleme erfolgreich angehen kannst.

                Und mit dieser Mutlosigkeit in dir (kannst du die eigentlich irgendwo in deinem Körper spüren?) möchte ich dich in den Arm nehmen. So wie du bist, darfst du sein!!! Brich nicht länger dein Herz...

                Und zugleich:
                So, wie du bist, musst du nicht bleiben!
                Klar kannst du dich nicht von jetzt auf gleich selbst lieben.
                Klar kannst du nicht sofort voller Vertrauen sein.

                Aber wozu ich (und andere hier) dich ermutigen wollen, ist, dich auf den Weg zu machen. Weil wir erfahren haben, dass es geht, dieses Aufbrechen, und das es sich lohnt!!!

                Für das "Wie" hast du eine Menge Möglichkeiten aufgezeigt bekommen - das Worken kenne ich und kann es empfehlen, die oben genannten Bücher auch.

                Fang an, geh los, ganz kleine Schritte schon bringen dich weiter.
                Und du zeigst dir damit, dass du dich magst.
                Jeder kleine Schritt auf dem Weg ist eine Liebeserklärung an dich selbst...

                Und beim Gehen findest du hier im Forum sicher immer jemand, mit dem du Gelungenes Teilen und Weniger Gelungenes zuest betrauern und dann noch einmal anschauen kannst.

                LG
                tinka-etoile

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                  #83
                  Ich bin sehr dankbar, dass ihr mir zuhört und mit mir sprecht! Gerne würde ich wieder zu meinem Therapeuten, aber das geht halt nicht. Meinen Freunden kann ich zum Großteil meine Probleme nicht zumuten bzw sie nehmen sie nicht ernst, hatte ja glaube ich von meiner Freundin geschrieben. Naja, oft wünschte ich, ich hätte eie Mutter, die für moch da sein könnte, aber sie ist selbst viel zu schwach! Oder eine Schwester oder so! Ich habe meine Tante, leider wohnt sie in Holland. Sie spricht nicht so gut Deutsch und ich nicht so gut Niederländisch. Also wenn wir uns sehen gehts, aber am Telefon ists schwierig!
                  Gestern kam er zu mir, allerdings nur für 3 Stunden, weil er dann schlafen musste, weil er Nachtschicht hatte.
                  Fand das sehr süß. Sind ja immerhin 30km.
                  Er war nicht so gut drauf und wie immer, denke ich dann es liegt an mir und er denkt übers Schlussmachen nach!
                  Es ist in den letzten Tagen wieder eine völlig andere Dynamik aufgekommen: Ich bin wieder in meinem alten Verlustangstschema drin! Wir sehen und erst Dienstag wieder, weil er heute bis Dienstag zu seinen Eltern fährt.
                  Ich weiß ja dass er mich mag und mich sehen möchte, klar, sonst würde er es nicht tun. Im Gegensatz zu mir, ist sein Lebensmittelpunkt bei ihm selbst! Mein Lebensmittelpunkt hat sich mal wieder verschoben! Ich kenne die Dynamik, kenne das alles und es fühlt sich sch*** an, dass es wieder so ist, dass ich das Gefühl habe, ich bin dem ausgeliefert!
                  Ich war gestern Abend so müde, bin um halb zehn ins Bett, obwohl ich physisch keinen Grund hatte. Ich vermute mal, das ist das Kopfkino, was mich so müde macht! Vielleicht ist diese Müdigkeit mein Gefühl von Mutlosigkeit, meinen Ängsten ausgeleifertsein.
                  Ich habe Angst mich einzulassen, habe ngst wieder verletzt, wieder verlassen zu werden. Und weil ich weiß, dass man so schnell verlassen werden kann, habe ich Angst zu vertrauen und mich fallen zu lassen.

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                    #84
                    Ach so, was ich noch erzählen wollte: Ich weiß nicht, ob ich das durch meine Art auslöse (habe nicht das Gefühl zu klammern) oder ob es ein generelles Problem ist, was er hat: Ich habe den Eindruck, er hat Angst vor zuviel Nähe, davor, dass jemand in sein Leben eingreift. Er hat mehrmals betont, was ihm auch z.B. von seinen Eltern vorgeworfen wird, er sei so rational und gefühlskalt. Seltsamerweise hatte ich von Anfang an dem Eindruck, er ist ein extrem emotionaler Mensch. Seiner Rationalität ist nur da, wenn er bewusst handelt, wenn er sich angreifbar fühlt. Mit dieser Rationalität schafft er sich eine gewisse Distanz.
                    Einerseits sagt er, er möchte wie seine Eltern heiraten, eine Familie haben, für diese Familie da sein und einstehen. Andererseits sagt er, er könne sich gar nicht vorstellen mit jemandem zusammenzuziehen und zu heiraten, hat z.B. gestern so sehr betont, dass er das nicht könnte wie manche Paare sich jeden Tag zu sehen und so.
                    Versteht ihr was ich meine? Ich habe das Gefühl, dass er bewusst anders handelt als er fühlt bzw als das, was in ihm ist.
                    Ich weiß nicht, vielleicht kommt es von seiner Familie. Vielleicht lag es auch an seinen Exfreundinnen.
                    Ich finde es schade, dass er so ist, habe den Eindruck, er schützt sich vor irgendwas.

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                      #85
                      Ich glaube aber ich bin noch nicht so weit!

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                        #86
                        Hallo kleine Tänzerin,

                        ich bin neu hier und habe - bis eben - deine Geschichte gelesen.

                        Es hat mich sehr berührt, was ich da las und in einigem konnte ich mich wiederfinden.
                        Ich saß mitunter kopfschütteld da und dachte "das könnte ich sein."
                        Ich kenne diese Zerissenheit und das nie-endende Gefühl, dass es nie besser werden wird. Es ist wirklich ein Teufelskreis - und immer wieder gerät man an seine Grenzen...
                        Ich fühle mit Dir mit und hoffe, dass es Dir etwas besser geht...

                        Liebe Grüße, HG

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                          #87
                          Liebe Tänzerin

                          sag mal, möchtest du denn überhaupt etwas an deiner Situation ändern? Ich finde diese unterstützenden Hinweise der andern sehr hilfreich.

                          viel Glück
                          Shaina

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                            #88
                            "Man denkt an das, was man verließ;
                            Was man gewohnt war, bleibt ein Paradies."

                            Johann Wolfgang von Goethe

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                              #89
                              Ich möchte schon etwas ändern und ich habe auch schon viel geändert. Ich gehe seit Jahren einen sehr steinigen Weg und kann schon behaupten mich arg weiterentwickelt zu haben.
                              Ich weiß gerade nicht welcher Weg nun der richtige ist. Es mag blöd klingen, aber ich habe Angst davor diesen Brief zu schreiben. Und letztendlich bin ich von den Erfolgschancen bzgl. meiner Probleme nicht überzeugt. Denn ich kann egal was ich mache weder Versöhnung noch Rache anstreben. Es wird alles so bleiben wie es ist: Er ist sich keiner Schuld bewusst und schimpft noch auf mich und ich sitzt hier mit meinem Salat. Außerdem - ist mir so eingefallen - müsste ich eigentlich selbigen Brief an meine Mutter schreiben! Ich verstehe mich zwar gut mit ihr, aber sie ist mit an allem Schuld, denn sie ist genauso, nein schlimmer, denn sie ändert wirklich nichts. Es gibt manchmal so Tage, z.B. am Donnerstag, da habe ich meine Mutter wieder so gehasst! Seit Jahren höre ich mir ihre Probleme an, seit Jahren gebe ich ihr Ratschläge und seit Jahren sehe ich zu wie sie einfach nichts macht! Sie leidet so gerne, sie ist so gerne Opfer! Es war schon meine Oma so! In meiner Familie waren die Frauen die Opfer, die sich Männer suchten, die sie ausnutzten und niedermachten! Oh Mann, was meine Mutter sich alles gefallen lässt, erst von meinem Vater, dann von dem Lebensgefährten und dann bis jetzt von ihrem zweiten Mann. Seit Jahren sage ich meiner Mutter sie soll eine Therapie machen, aber sie möchte lieber unglücklich sein. Ist ja okay, ist ihre Sache, wenn sie mich damit nicht immer so belsten würde und mir immer wieder sagen würde, dass sie sich umbringen will usw. Ich wünschte ich hätte einfach jemanden, der für mich da ist, bei dem ich mich anlehnen kann, wo nicht ich die Starke seine muss! Ich liebe meine Mutter und ich weiß, dass sie nichts von all dem, was sie hat passieren lassen und mit dem was sie mir vorgelebt hat, mir schaden wollte. Aber sie hat es.

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                                #90
                                Hallo Tänzerin!

                                Für dich und für alle, die sich grade ungeliebt und allein fühlen oder in einer Krise stecken (so wie ich auch grade), habe ich diesen wunderbaren Text gefunden:

                                YouTube - Have You Been Told?

                                Liebe Grüße von der Schnucke

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