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Tiefste Liebe...aber Marijuana?

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    Tiefste Liebe...aber Marijuana?

    Hello liebe Forumleser,
    Vor 6 Jahren war ich mal aktiv in diesem Forum und war jetzt seit einiger Zeit still. Jetzt hat mir mein Leben einen Brocken auf den Weg gelegt und ich fuehle mich wieder so dankbar fuer dieses Forum.
    Einfach um es (mit)teilen zu koennen und wenn es sein soll, ein paar Worte und Aeusserungen aufnehmen zu duerfen. Ich habe ueber dieses Thema mit niemanden bisher gesprochen und ich trage es schwer im Herzen.
    Ich lebe jetzt seit fast einem Jahr zutiefst in der Liebe mit meinem Partner und koennte nicht gluecklicher sein mit meinem Liebsten. Ich schaetze ihn und hoffe noch viele Jahre mit ihm zu teilen...aber es gibt einen Schatten und ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll. Er war seit Jahren dem Marijuana verfallen und rauchte es auf taeglicher Basis. Seit fast 6 Monaten hat er nicht mehr geraucht, doch vor zwie Tagen fing er wieder an. Ich selber habe damit nichts am Hut und war frueher auch nicht so beruehrt davon wenn er rauchte oder nicht, aber jetzt auf einmal...bumm...ich kann absolut nicht damit umgehen. Es bringt verschiedenste Gefuehle in mich hoch. von, enntaeuscht, veraergert, veraengstigt, traurig zu fassungslos. Ich bin sehr ueberrascht ueber meine reaktion und fuehle mich nicht gut dabei. Ich habe das gefuehl wertend zu sein, ihn nicht anzunehmen mit allem was ihn ausmacht. Ich moechte in der Lage sein ihn einfach bedingungslos zu lieben und anzunehmen. Es beeinflusst auch nicht meine Liebe zu ihm, aber ich schaffe es einfach nicht mit dieser Situation umzugehen.
    Ich habe Angst, dass er abbhaengig wird. Ich fuehle mich alleingelassen, wenn er high ist und in dieser anderen Welt. Ich wuerde mich sogar schaemen, wenn jemand herausfinden wuerde, dass mein Partner Marijunana raucht. Irgndwo habe ich ein so grosses Problem damit, dass ich ihm nicht einmal mehr richtig in die Augen schauen kann. Und wenn ich ihn ansehe frage ich mich: "so, ist er jetzt high oder ist er da?" Ich moechte einfach frei davon sein. Ich moechte ihn nicht beurteilen. Ich moechte mit ihm sein koennen, egal was....
    Natuerlich fuehlt er sich auch verurteilt und ist auch aergstens ueberrascht.
    Ist es wirklich so ein grosses Problem wenn ein Partner Marijuana raucht und der andere nicht? Muss das eine Distanz kreiren. Nach meinem Verstaendnis sollte es kein Problem sein, aber meine Reaktion ist mir total unverstaendlich.
    Hat jemand eine Erfahrung mit diesem Thema? oder vielleicht kommen Gedanken auf, die mir eine bessere Perspektive anbieten koennten. Ich wuerde mich sehr freuen von Euch Lesern zu hoeren. Ich konnte bisher keine anderen Perspektiven, ausser die meinen sehen, da ich nicht ueber dieses Thema mit meiner Familie oder Mitmenschen reden moechte. Es ist auch einfach die Angst da, dass ihn dann andere, mir lieben Menschen, nicht annehmen wuerden.
    okay...habt lieben Dank fuer eure Zeit.
    Rebecca.

    #2
    vertrau deiner wahrnehmung und zerkrümmel dich nicht so, dope ist die illusion des kontaktes.
    ich würd dem partner keine gratis kontakttherapie geben.
    schau ob auch er sich engagiert für eure beziehungssuppe
    wenn du magst kannst du mich gerne anschreiben oder skypen, ich schreib nicht gern in foren...
    Zuletzt geändert von spacetime; 11.05.2008, 05:00.

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      #3
      Hallo Rebecca,
      zunächst finde ich es toll, dass du dir Hilfe suchst. Ich kann verstehen, dass du nicht mit deinen Bekannten darüber reden willst, da du befürchtest, dass du das Bild, das sie von deinem Freund haben (oder haben könnten) dann veränderst.
      Wir dagegen haben den Vorteil, dass wir deinen Freund nicht kennen und daher nicht Gefahr laufen, ihm später mal mit Vorurteilen gegenüber zu treten. Der Nachteil ist, dass wir daher auch nur eingeschränkt urteilen und raten können, da wir die Hintergründe nicht kennen.

      Möchtest du mehr von deiner Beziehung erzählen, oder ist dir das zu privat? Mich würde vor allem interessieren, ob und wie weit du eine gemeinsame Zukunft mit deinem Freund geplant habt. Wollt ihr Kinder (oder habt ihr bereits welche)? Wie alt ist dein Freund denn überhaupt? Gab es eine bestimmte Auslösesituation, dass er wieder mit Marihuana angefangen hat? Gibt es berufliche oder private Probleme? Hat er einen neuen Freundeskreis, der ihm das Kiffen wieder schmackhaft gemacht hat?

      Ich hatte beim Lesen deiner Geschichte ein eher ungutes Gefühl. Es ist ja heutzutage leider "normal", dass Jugendliche mit Drogen in Kontakt kommen und diese auch ausprobieren. Nicht normal ist, dass jeman, der diese Sturm-und-Drang-Zeit schon hinter sich hatte nochmal damit anfängt. Vielleicht liegt da doch irgendein Konflikt zugrunde.

      Ich habe bei deinem Bericht so herausgelesen, dass dich die Gefühle, die sein Drogenkonsum in dir hervorgerufen haben beunruhigen. Vielleicht irre ich mich, aber ich habe das Gefühl, dass du unbewusst glaubst, mit dir würde was nicht in Ordnung sein, da du das nicht so annehmen kannst.

      Glaube mir: mit dir ist alles in Ordnung. Ich denke eher, dass mit deinem Freund etwas nicht in Ordnung ist.
      Zu lieben heisst nicht, alles was der andere macht (oder auch flasch macht) hinzunehmen. Zu lieben heisst manchmal auch, dagegen zu gehen, wenn man merkt, dass der andere Fehler macht oder gar sich selbst schadet.

      Cannabis-Konsum macht zwar in der Regel keine rasche körperliche oder psychische Abhängigkeit, aber es sind durchaus schon Fälle von Abhängigkeit vorgekommen (und ich denke v.a. bei "Konfliktrauchern"

      Mein Rat (wie gesagt nur eingeschränkt beurteilbar, da ich nicht die Begleitumstände kenne): geh liebevoll und verständnisvoll mit deinem Freund um, versuche zu ergründen, warum er wieder angefangen hat. (Das wird erfahrungsgemäß nicht leicht sein, du wirst wahrscheinlich Fingerspitzengefühl brauchen). In einer zweiten"Sitzung" (die aber möglichst erst später stattfinden sollte) würde ich ihm dann erklären, dass du Drogenkonsum nicht gut findest und dir Sorgen um ihn machst.
      Auf jeden Fall aber: nimm deine "komischen Gefühle" ernst und zweifle nicht an deiner Liebe zu ihm.

      Ich wünsch dir alles Gute und viel Glück!!!

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        #4
        Danke fuer eure Antworten...fuer die Energie, die ihr investiert habt. Ich danke.
        Ja, wir haben grosse Plane fuer unsere zukunft. Ich war in meinem leben nie offen fuer die Idee kinder zu haben oder zu heiraten. doch seit dem wir uns gefunden haben, begann ein prozess der veraenderung in mir und in meinem leben. ein sehr starker, weitreichender prozess wo sich viele vorstellungen von meinem leben und was ich moechte veraendert haben. Ich liebe diesen menschen einfach so sehr und so tief, dass ich ihm gerne alles geben moechte, was ich zu geben habe und mich so wohl und geborgen und am richtigen platz fuehle...und das ist einen beidseitige freude.
        ja, ausser diese sache halt.
        Aber ja, wir haben grosse plaene miteinander und fuereinander und daran hat sich auch nichts geaendert, auch mit diesem schatten jetzt. fuer mich ist es mehr eine frage wie ich damit umgehen werde, als dass es vielleicht zu einer trennung kommen koennte. Wir sind auch nicht mehr im teenager alter. zwar noch lange nicht so reif wie viele von euch forumleser. wir sind mitte zwanzig. was auch zu meinem besorgnis beitraegt. es ist ja nicht so, dass wir in einem experimentellen alter sind wo man hier und da mal eine droge probiert. wir stehen im leben, haben unsere jobs, unser leben. er war seit vielen jahren taeglich "bekifft" falls man das so sagen kann und da frage ich mich, waechst man da nicht einmal raus?
        ich moechte sehr vorsichtig mit diesem thema mit ihm umgehen, da ich mit jeder bemerkung spuere wie defensiv er ist, da er sich wohl schon so lange dahinter versteckt. er ist sehr sensibel auf dieses thema anzusprechen und ich sehe wie er sich alleine dadurch dass ich es anspreche schon verurteilt fuehlt.
        Ich habe ehrlich nichts dagegen sollte er mal an einem feierabend sich die zeit nehmen und fuer sich einen spaziergang machen und in seinem space sein und was rauchen. obwohl ich es nicht tue und auch nicht moechte, kann ich damit leben. wir brauchen alle unseren raum und haben alle unsere "hobbies" und auch wenn ich denke, dass es ihm nicht gut tut kann ich damit leben. Doch wie in meinen letzten posting beschrieben beunruhigt mich etwas. - und das immer noch. es weckt einen alarm in mir, eine riesen angst. als ob ich ihn dadurch verlieren wuerde. denn kaeme es dazu, dass er wirklich taeglich raucht und sozusagen der droge verfallen waere, waere das fuer mich nicht okay.
        leider reicht mir jetzt nicht die zeit um es weiter zu erlaeurtern. nicht in diesem rahmen hier, ich werde es weiterhin in mir mit dem licht, dass ich in euren postings fuehle beleuchten und sehen was es mit mir macht.
        ich moechte euch jedenfalls danken. ich habe mich schon beruhigen koennen und bin aus dem "krisen" energiefeld raus. Ich fuehle wieder boden unter meinen fuessen und mein herz ist offen fuer ihn und offen um die situation zu erkunden, um das beste fuer uns beide zu erspueren und nachzugehen.
        alles liebe, rebecca

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          #5
          hi rebecca,
          bei mir ist es ähnlich :)

          ich bin jetzt 1,5 jahre mit meinem freund zusammen. bevor wir zusammen waren hat er sehr sehr viel gekifft. ich war sehr dagegen. er hatte das erstmal eingestellt, aber jetzt raucht er auch wieder. fast täglich.

          wir haben schon sehr oft darüber disskutiert aber es bringt nichts. ich glaube wir müssen unseren liebsten das gewähren.

          ich hatte lange zeit probleme im bekifften zustand mit ihm umzugehen, aber versuche das jetzt einfach zu akzeptieren.

          ich selber rauche gar nichts.

          ich kann sehr gut nachvollziehen was du schreibst.

          vll. ist es gerade einfach nur ein phase von deinem freund. lass ihm das. das wird sich sicher wieder einpendeln.

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            #6
            Zitat von *zoe* Beitrag anzeigen
            vll. ist es gerade einfach nur ein phase von deinem freund. lass ihm das. das wird sich sicher wieder einpendeln.
            Genau. Da ist definitiv kein Unterschied, ob jemand kifft oder Alkohol trinkt. Beides ist jederzeit zu beenden. Im Zweifel beenden irgendwann die Auswirkungen der Sucht das Elend.

            Richtig ist: Du kannst absolut NICHTS dagegen tun. - Ich habe dieses Thema inzwischen mehrfach durch: sowohl als Kind einer Abhängigen als auch als Partnerin. Heute weiß ich, das ist eine Krankheit wie Diabetes. Trotzdem würde ich heute die Beine in die Hand nehmen, wenn ich einen Partner hätte, der regelmäßig kifft, andere Drogen nimmt oder alkoholabhängig ist.

            Ich möchte einfach keinen "netten toten Menschen" an meiner Seite. Ich möchte jemanden der lebendig ist und in der Lage all seine Gefühlslagen zu leben, statt sie "auszuknipsen". Und ich möchte mit meinem Partner jederzeit in Verbindung bleiben können (nicht müssen). Das ist definitiv nicht möglich, wenn er "dicht" ist.

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              #7
              Hallo Rebekka,
              erstmal möchte ich dir für dein gesamtes Leben empfehlen, dich NIEMALS zum Affen machen zu lassen. Andererseits solltest du nie jemanden zwingen sich zum Affen zu machen. Kriegst du das unter einen Hut, ist jedes Problem gelöst.
              Generell würde ich einen Unterschied machen mit dem handeslsüblichen Shit wie ihn schon die Hippie- Generation vergnüglich verkostete und dem leider heute weit verbreiteten holländischen Turbogras. Das Zeugs macht Paranoia vom Finstersten, während ein feiner Grüner aus Marrokko oder der Türkei eine durchaus spirituelle Komponente und unter Umständen sogar therapeutische Wirkung haben kann.
              So lange dein Süßer sein Leben aus eigener Kraft geregelt kriegt, würde ich da mal keinen Film von machen. Saufen ist, entgegen der hier vorher vertretenen Meinung, ungleich kritischer. Die Intention ist eine Andere, wenn du weißt was ich meine.
              Wenn er mit irgendwelchen weißen Pulvern rum macht, solltest du die Kurve kratzen- vorher ist jede Aufregung für'n Hintern.
              Lieber breit und lieb als clean und ätzend drauf. Dann sind eure Kinder insgesamt besser aufgehoben.
              Lass dir das von einem alten Knacker gesagt sein.

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                #8
                ...ein wahres Wort

                Hardy, Du "alter Knacker" - find ich super gut, was Du geschrieben hast.

                Ich kenne Menschen(Genußmenschen) die den Rauch zelebrieren und dabei tatsächlich hochinteressante Gespräche möglich sind...also ich meine jetzt Gespräche/Gedanken, die am nächsten Tag immer noch interessant sind zu verfolgen.

                Mir genügt oft nur ein Glas Wein und ein guter Gesprächsparner, um eingefahrene Muster zu verlassen und nichtlinear zu denken zu können.
                Oft, nicht immer, kommt dabei ne Lösung zustande.

                Gruß von ner alten Knackerin
                Lu.

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                  #9
                  Guten morgen (vom anderen Ende der Welt),
                  Danke fuer eure Gedanken. Die letzten zwei Beitraege haben mich ein wenig zum schmunzeln gebracht. Ich schaetze ich nehme die Situation wirklich sehr ernst und womoeglich kommt es mir und der Lage zugute wenn ich ich ein wenig entspanne. Tatsache ist, dass ich mit diesem Menschen zusammen sein moechte und dieser Twist mich nicht zum Aufgeben bringen wird. Ich sehe es jetzt mehr als eine Moeglichkeit meine Kapazitaet loszulassen, seinzulassen und zu lieben zu vergroessern.
                  Ich spuere auch einen Unterschied zwischen exzessives Trinken und ab und zu Mal zu Rauchen. Im Moment gibt es absolut keine Anzeichen, dass er es zu einem taeglichen Ritual machen wird und ich habe es ganz klar gemacht, dass es fuer mich schwierig waere mit ihm umzugehen und mit ihm zu sein, wenn er oft oder sogar taeglich bekifft waere. Da meine Reaktion zu dem ersten Mal wo er wieder rauchte so stark war und ich sogar eine Trennung fuer zwei Tage wollte, wo ich "umzog" und mich fangen konnnte, gehen er (und ich) sehr vorsichtig mit dem Thema um.
                  Es ist eine Herausforderung fuer mich, aber ich moechte von der Intensitaet ablassen, denn ich denke, dass ich wirklich uebertreibe. Haette ich das Gefuehl, dass es wirklich Schaden fuer ihn oder fuer uns anrichten koennte, wuerde ich meiner Reaktion nachgehen. Doch mein Gefuehl ist, dass hier das Problem bei mir liegt. Ich stimme den letzten beiden postings zu.
                  Es ist eigentlich wirklich interessant, welche Gedanken bei ihm hochkommen wenn er geraucht hat und es wirft sicherlich ein ganz neues Licht auf ihn, uns und das Leben.
                  ...und ich muss auch ehrlich sein und sagen, dass ich nicht die Stimme in mir los bin, die sagt: "Aber muss es denn sein, dass man dafuer rauchen muss...?"
                  Alles Liebe...
                  Rebecca

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                    #10
                    Zitat von Rebecca Beitrag anzeigen
                    Ich spuere auch einen Unterschied zwischen exzessives Trinken und ab und zu Mal zu Rauchen.
                    Es ist mir hier noch einmal wichtig klarzustellen, dass ICH nicht von exzessivem Trinken sprach. Ein Alkoholiker muss nicht zwangsläufig ewig betrunken sein. Wichtig ist: es nicht LASSEN zu können (egal, welche Menge). DAS ist Abhängigkeit. Dazu kann auch schon ein Glas Rotwein am Abend sein ... OHNE DAS es aber eben nicht geht.

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                      #11
                      Der größte Fehler den man in Beziehungen (Mann- Frau/ Kinder- Eltern/...- ...) machen kann, ist Druck auf einander auszuüben. Druck zerstört innere Freiheit und die braucht es zwingend, damit die Liebe schön wird.
                      Konsequenz ist eigentlich nur die Übertragung eigener Vorstellungen auf das Gegenüber, verbunden mit einer nicht hinterfragten Anspruchshaltung.
                      Und übrigens: Drogen gab und gibt es in der gesamten Menschheitsgeschichte. Die Frage ist, ob man das seelische Rüstzeug besitzt, sich nicht damit zu ruinieren. Gerade Marihuana ist eine gute Möglichkeit, mal über den Tellerrand zu blicken ohne dass gleich der Anfang vom Ende naht.
                      Ich würd mir da wirklich nicht verfrüht ins Hemd pupen...

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                        #12
                        Zitat von Hardy Beitrag anzeigen
                        Ich würd mir da wirklich nicht verfrüht ins Hemd pupen...
                        Hallo Hardy!

                        Wer pupt sich hier Deiner Meinung nach verfrüht ins Hemd... und wenn ja, warum empfindest Du das so?

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                          #13
                          Entschuldige die saloppe Wortwahl. Ich meinte das im Sinne von "Angst haben", beunruhigt sein, aber ganz bestimmt nicht abwertend. Wie käm' ich auch dazu.

                          Ich beobachte das Leben ja schon das ein oder andere Jahrzehnt. Ich habe Partnerschaften werden und vergehen sehen noch und nöcher, und Fazit aus meinen Beobachtungen ist, dass in einer gleichberechtigten Beziehung sowas wie gegenseitige Beeinflussung nichts zu suchen hat.
                          Keine der Beziehungen in denen "Sie" versucht hat, "Ihm" das Kiffen madig zu machen war von langer Dauer. Oder der Ärmste war der Dame unterlegen, aber die haben dann das Saufen angefangen. Arme Schweine.
                          Ich will nicht dem Drogenkonsum das Wort reden, ganz und gar nicht. Aber ich plädiere für eine differenzierte Betrachtung der Dinge. Es gibt Drogen, da sollte man wirklich die Finger davon lassen. Es gibt ja Süchte wie Sand am Meer, da werden Amphetamine, Barbiturate, Psychopharmata, Opiate und Alkohol konsumiert, dass die Schwarte kracht. Wenn einer so anfängt, würde ich jeder Frau umgehend empfehlen die Kurve zu kratzen, und zwar schleunigst.
                          So'n bisschen Kiffen ist echt kein Drama. Das sind meist die feinfühligeren und partnerschaftstauglicheren Gesellen mit etwas mehr Abstand zu Sportschau und Flaschenbier. Da kann Frau doch froh sein, wenn sie so Einen beim Wickel hat.

                          Was alles überhaupt nicht bedeuten soll, dass man nicht ganz ohne Drogen eventuell genau so glücklich werden kann. Das hängt von den persönlichen Voraussetzungen und der Schwere der Schädigungen im Kindesalter ab. Aber nicht Jeder ist in dieser glücklichen Lage oder derart blutarm und bedürfnislos.

                          Auf jeden Fall kann ich gar nicht oft genug betonen, dass die Partnerschaften, in denen die Beteiligten sich gegenseitig am Schlips gezupft haben, allesamt den Bach runter gegangen sind.

                          So weit sollte man seinen seelischen Schließmuskel unter Kontrolle haben. :D

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                            #14
                            Hallo @Hardy!

                            Deine Worte haben Klarheit für mich gebracht und ich bin nicht länger irritiert. Danke.

                            Ich schließe mich den Worten von BV in vollem Umfang an. Es ist für mich definitiv nicht von Belang, welche Droge konsumiert wird (die nichtstofflichen Süchte finde ich persönlich sogar noch viel schwieriger, weil sie weniger schnell zu erkennen sind ... Arbeitssucht z.B. ist sogar gesellschaftlich etabliert). Wichtig ist auf für mich die Komponente des "Dichtmachens" und damit Kontakt und Verbindung Verlierens. Was für mich "Sucht" bedeutet, habe ich ja schon oben geschrieben.

                            Zustimmen möchte ich Dir @Hardy auf alle Fälle dabei, dass es keinen Sinn macht, den Drogenkonsumierenden von seinem Verhalten durch Druck oder Maßregelung abbringen zu wollen ... aber das war ja wohl auch nicht Rebeccas Frage. Gerade wenn jemand süchtig ist, führt das meist zur Entzweiung zwischen den Partnern. Ich habe allerdings auch schon Partnerschaften gesehen, wo der Süchtige ganz klar die Pistole auf die Brust gedrückt bekommen hat und sich dann dafür entschieden hat, seinen "Stoff" beiseite zu lassen und sich wirklich um sich, seine Gefühle und Erfüllung seiner Bedürfnisse zu kümmern. Diese Partnerschaften haben das alle überstanden und sind sogar dadurch fester und intensiver geworden. In diesem Moment ist nämlich für beide Entwicklung und Veränderung angesagt.

                            Ich habe sehr viel Respekt für die Menschen in meinem Umfeld, die genau DAS geschafft haben.

                            So... Wort zum Sonntag ...
                            Cynthia

                            P.S.: Wenn es um den berühmten Blick über den Tellerrand und die Seelenerweiterung geht, gibt es genauso effektive Methoden, die auch ohne "Stoff" auskommen.

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                              #15
                              Meine Meinung dazu: Bewusstseinsverändernde Drogen und persönliche Entwicklung passen überhaupt nicht zusammen! Sie hindern uns auch daran, einem anderen Menschen wirklich zu begegnen...

                              Drogen sind in meinen Augen Medikamente und ein Medikament brauche ich (vielleicht) um einen körperlichen oder seelischen Zustand, der aus dem Gleichgewicht geraten ist, ein bisschen leichter wieder ins Lot zu bringen. Aber wenn ich damit beschäftigt bin, mich selbst zu "entwackeln" (indem ich mich mit einem Glas Bier oder Wein auf den Boden der Realität zurück hole, wenn ich gerade mal wieder völlig überdreht bin), dann bin ich vollauf mit mir beschäftigt und kaum in der Lage einen anderen Menschen mit seinen Bedürfnissen überhaupt wahr zu nehmen.

                              die Tintenweberin

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