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Mein Leben ab 50

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    Mein Leben ab 50

    Hallo,

    mich beschäftigen in letzter Zeit so einige Fragen.
    Vielleicht hat ja jemand Lust meine Fragen zu lesen, darüber nachzudenken und zu antworten?

    Mein Leben war steinig und schwer obwohl ich alle Vorraussetzungen hatte für ein erfolgreiches, gutes Leben in jeder Hinsicht.
    Leider hatte ich immer Phasen von Depressionen und 2 Burnouts und befand mich in einer negativ Energieblase von meiner Ursprungsfamilie, von der ich mich erst durch eine Aufstellung erlösen konnte. Kein Therapeut wäre je darauf gekommen, was mit mir los ist. Tja, kaum wurschtelt man sich 45 Jahre durch, findet man auch schon die Lösung.

    Mal ganz pauschal gefragt:
    Wer glaubt ihr ist besser für mich geeigent für eine Beziehung?
    Ein Mann der selbst schlimmes erlebt hat und sich durch gewurschtelt hat?
    Oder einer, der es gut hatte im Leben und so richtige Krisen gar nicht kennt?

    Ich habe nicht den richtigen gefunden, bis jetzt. Und suche auch nicht mehr danach aus verschiedenen Gründen.

    Ausserdem noch gefragt:
    Habe ich überhaupt noch Chancen bei Männern, wo ich doch jetzt mitten in den Wechseljahren bin?
    Ich frage mich ernsthaft ob ich mich so einem Mann zumuten kann/soll?
    Auf den Datingseiten habe ich festgestellt, das sich gleichaltrige kaum noch für mich interessieren.

    Ich bin traurig weil ich keinen Partner gefunden habe und gleichzeitig nicht mehr gewillt mich auf Kompromisse einzulassen.

    Ich bleibe lieber alleine als irgendeinen Mann neben mir zu haben, der ständig nur von sich spricht oder von Themen spricht, die mich nicht die Bohne interessiert haben. Und wenn der Sex dann auch noch mittelmäßig bis schlecht war, frage ich mich ernsthaft warum ich überhaupt noch eine Beziehung eingehen oder weiter führen sollte?

    Ich bin, wie ihr lesen könnt, de-ilusiniert.

    Wie ging oder geht es euch so in dieser Zeit, so um die fufzig?

    LG
    Hearbeat








    #2
    Hallo Heartbeat,

    ich glaube, das Hauptproblem ist weniger dein Alter, sondern dass du von einem Partner erwartest, dass er dich glücklich macht! Für einen potentiellen Partner ist das eine ziemliche Hypothek, sich darauf einzulassen, weil das eine unmöglich zu erfüllende Forderung ist.
    Also wird jeder mit einem glücklichen Leben einen Bogen um dich machen, weil er nur verlieren kann. Übrig bleiben dann diejenigen, die ähnliche Probleme haben und sich dasselbe von dir erhoffen, nämlich dass du sie glücklich machst. Keine optimale Ausgangslage, wie du unschwer erkennen kannst.

    Ich würde mein Augenmerk deshalb zuerst einmal darauf richten, wie du dein Leben leichter und unbeschwerter gehen kannst. Das hat einerseits viel mit Glaubenssätzen zu tun. An denen kannst du arbeiten.
    Und andererseits lohnt sich ein Blick auf das, was Eckhart Tolle den "Schmerzkörper" nennt. Das ist sozusagen der Anteil in uns, der uns "süchtig" nach Schmerz macht und uns dazu bringt, immer und immer wieder mit Ärger, Stress und schwierigen Situationen konfrontiert zu werden. Das bleibt so lange ein Thema, wie man sich mit dem Schmerz und der Negativität identifiziert. Ich spreche hier nicht von "positivem Denken" und Schönreden! Sondern es geht darum, eine distanziertere Haltung einzunehmen, auf das, was einem das Leben so präsentiert. Dann erst hat das Leben eine Chance, "für einen zu arbeiten", jetzt mal etwas salopp ausgedrückt.
    Auf Youtube findest du ein paar gute Videos von Eckhart Tolle zum Thema "Schmerzkörper" oder dann detailliert in seinem Buch "Jetzt!"

    Fünfzig ist eine gute Zeit, um noch etwas zu verändern und die Weichen für die zweite Lebenshälfte zu stellen. Also nur Mut!

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      #3
      Wenn ich das lese, seh ich eine traurige, trockene, verschrumpelte Weintraube vor mir ....

      Sorry, ist nicht bös gemeint, sondern soll nur ausdrücken,wie es/Du auf mich wirkst, so wie du schreibst.

      Also, ich finde fünfzig ein tolles Alter (auch wenns bei überwiegend beschwerlich war/ist, aber das ist ein anderes Thema).
      Aber mit den Männer ist so einen Sache - ganz ehrlich: ich hab mal gesagt, Frauen ab fünfzig sind besser dran mit einem Hund und/oder einer Katze (oder anderes Getier), mehr brauchts eigentlich nicht.
      Die sind alle offen & ehrlich - da weiß man, woran Frau ist - dafür liebe und schätze ich sie.

      Früher dachte ich, das das mit den Männern, bzw. mit meinem Eigenen immer besser wird, da man ja mit der Zeit viel lernen kann, aber dem ist nicht so - es gibt Dinge, da beissen wir uns die Zähne aus (und meiner Meinung nach liegt das natürlich an ihm!!!)
      Allerdings kamen mir auch die Wechseljahre in die Quere und haben das ganze Unterfangen nicht grade einfacher gemacht.
      Und diese/unsere Generation ist darauf auch überhaupt nicht vorbereitet worden.
      Ich bleibe dran!

      Was für mich eigentlich viel frustrierender ist, ist das allgemeine Geschehen auf unserer Erde - diese Ausbeutung von Umwelt,
      Tier & Mensch, dieses Zugrunderichten trotz sehenden Auges.
      Ich habe vieles getan, Demos, Petitionen, Tierschutz, Proteste, Spenden usw. und war immer guten Glaubens, das sich was ändern wird, aber mittlerweile ziehe ich mich immer mehr zurück, weil ich müde bin, weil es so aussichtslos scheint.

      Dabei tut sich eigentlich so viel, aber die Rede ist immer nur von dem, was schlimm ist - schlagt die Tageszeitung auf und ihr wisst was ich meine.

      Boah, jetzt habe ich mich in Schnapslaune geschrieben - und mir fällt noch soviel Scheiß ein....... ich mach erstmal Schluß hier

      Flora,
      die sich grad wie die letzte schrumpelige Pflaume fühlt

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        #4
        Um einfach mal auf Deine Frage einzugehen:
        sicherlich bist Du mit einem Mann besser dran, der acuh schon durch schwere zeiten gegangen ist. weil der einfach auch Verständinis für so etwas hat.

        Ansonsten finde ich, hat Serafin alles gesagt.

        Und warum sollen Deine Wechseljahre ein Problem für einen Mann sein?

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          #5
          Liebe Heartbeat,

          dein Stichwort Wechseljahre bringt mich auf den Gedanken, ob dies vielleicht eine Zeit ist, zu der wir eine Art Lebensbilanz ziehen. Bzw. uns auch mit dem auseinandersetzen, was im Leben nicht gelungen ist und wozu, zumindest in meinem Fall, meine Kraft und inzwischen auch mein Wille nicht mehr reichen, es zu erreichen. Meine Hoffnung ist, dass dieses Trauern letztendlich zu einer vermehrten Akzeptanz der Situation, so wie sie ist, führt. Ich habe zwei schöne Berufsausbildungen, einige Talente - konnte sie jedoch nie langfristig an einer Arbeitsstelle einbringen und bin nun mit erst 55 Jahren aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkung berentet. Dabei kann ich in meinem Leben auch auf Gelungenes und Geschenktes blicken aber traurig, dass das, wofür ich soviel Kraft invenstiert habe nicht wirklich langfristig erfolgreich war, bin ich doch.

          Vielleicht geht es dir ähnlich, dass du eine Art Bilanz ziehst?

          Für eine Familiengründung mit Kindern etc. mag es zu spät sein, aber für eine Partnerschaft? Da ist meine Antwort: nein! Eine meiner Freundinnen ist 60, war seit mehr als 30 (!!!) Jahren alleinstehend und ist jetzt seit gut einem halben Jahr erstmals wieder mit einem Mann zusammen, der ebenfalls sehr sehr lange alleinstehend war. Dieser Mann hat genau wie meine Freundin eine schwere Vergangenheit hinter sich.

          Ich selbst bin jedoch ein Beispiel für die andere Variante. Meine ersten 21 Jahre (im Elternhaus) waren genau wie du auch beschreibst, von negativer Energie geprägt, die Jahre darauf schwer. Mein Mann ist in einer behüteten Familie aufgewachsen und wie ich es manchmal etwas boshaft sage, er konnte die ersten dreißig Jahre seines Lebens ausschlafen. In unserer Partnerschaft passt das sehr gut.

          Das sind meine Gedanken/Erfahrungen zu deinem Thema.

          Liebe Grüße sendet dir mikie!

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            #6
            Um sagen zu können wer für DICH besser geeignet wäre, dazu müsste man dich vermutlich persönlich kennen. Aber ganz allgemein würde ich sagen, dass ein Mensch, der ein Leben ohne grössere Krisen hatte, wahrscheinlich weniger Verständnis für jemanden aufbringen kann, der sich durchkämpfen musste und vielleicht sogar frühkindliche Traumata erlebt hat. Andererseits können sich zwei Menschen, die beide ein hartes Leben hatten, gegenseitig runterziehen.

            Aber ist es nicht so, dass Menschen unbewusst von etwas angezogen werden, was der andere ausstrahlt? Schau dir die Menschen in deinem engeren sozialen Umfeld an und du siehst dich. Oder eben das, was du ausstrahlst. Dein steiniges Leben hat dich geprägt und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass jemand, der es einfach hatte, und der dir eigentlich gut tun würde, dich einfach übersieht. Sein Radar reagiert vermutlich nicht auf dich.

            Mit den Wechseljahren hat das absolut nichts zu tun. Die Männer in deinem Alter wollen meist keine Kinder mehr. Es erschreckt mich ein wenig, dass du meinst, eine Zumutung für einen Mann zu sein. Mach dich nicht selber kleiner als du bist. Niemand ist eine Zumutung für jemand anderen. Wenn sich ein Mann für dich interessiert, ist es seine eigene Entscheidung. Er wird ja nicht dazu gezwungen. Wie kannst du da eine Zumutung sein?

            Ich mache ähnliche Erfahrungen wie du. Auch ich habe ein Leben lang kämpfen müssen. Das sogenannte Urvertrauen war mir nicht vergönnt und es dauert sehr lange, bis ich zu jemandem Vertrauen fasse. Zu lange, als dass eine Beziehung auf Dauer bestehen konnte.

            ***
            Ich finde die Sache mit der Aufstellung (ich nehme an Familienaufstellung) sehr interessant. Magst du näheres darüber sagen wie du das erlebt hast und was das bei dir ausgelöst hat?


            P.S. Ich grüsse alle Mitglieder mal ganz herzlich. Ich habe mich für längere Zeit von allen Forumsaktivitäten zurückgezogen. Jetzt bin ich wieder da und hoffe genug Zeit zu finden um wieder aktiver mitzumachen.

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              #7
              Ich bin mit meinen 53 Jahren ja inzwischen auch über die magische Grenze des 50. Geburtstags gerutscht. Bisher habe ich allerdings noch keine altersbedingte Krise durchlebt und fühle mich nicht übermäßig frustriert. Zwar kommt mir schon manchmal der Gedanke "Lohnt sich das Angehen von Veränderungen und neuen Lebensplänen überhaupt noch?", aber andererseits habe ich einfach Lust darauf, mein Leben weiterhin zu gestalten und mich nicht dem "Lebensabend" passiv zu ergeben.

              Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich relativ viele Altersgenossen in eine gewisse Passivität zurückziehen und dem Leben oft weniger Interessantes abgewinnen können als früher. Jedenfalls finde ich es zunehmend schwierig, noch Menschen zu finden, die mit mir gemeinsam etwas unternehmen wollen (egal ob Kino, Theater, Städtetrip, Wanderung, Museumsbesuch, etc.). Viele winken ab und wirken müde.... Aber ich habe mich daran gewöhnt, mir mein Leben auch ohne Beteiligung anderer schön und interessant zu gestalten.

              Einen Partner habe ich, aber auch er scheint zunehmend das Interesse an solchen gemeinsamen Unternehmungen zu verlieren. Immer häufiger höre ich "Zu anstrengend", "ich will mich einfach nur erholen und nichts unternehmen" und so weiter. Zum Glück spricht dann nichts dagegen, dass ich meine Interessen dann eben allein pflege.

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                #8
                Hallo ihr Lieben,

                es tut mir leid, dass ich nicht mehr geantwortet habe.

                Ein bisschen etwas konnte ich aus allen euren Antworten für mich heraus lesen.

                Ich gehe abends nicht mehr so gerne weg weil es überall so voll und laut ist.
                Manchmal überwinde ich mich und treffe Freunde in regelmäßigen Abständen.
                Da ich aber einen beidseitigen Tinnitus habe, stresst mich das sehr wenn wir uns in Lokalen treffen.

                Beruflich läuft es eigentlich gut. Aber nach meinem burn out vor 6 Jahren bin ich oft sehr erschöpft nach der Arbeit.
                Obwohl ich nicht mehr Vollzeit arbeite.

                Vor 3 Monaten hatte ich eine kurze Affäre mit einem Mann im Urlaub.
                Ich wiege zwar nur 55 kg aber ich hatte das Gefühl, dass ich ihm Figurmässig nicht gefallen habe.
                Er sagte, er stehe auf schlanke Frauen. Da tat mir schon weh!

                Naja, das meine ich mit dem Älter werden....

                Ich bin sehr reisefreudig und fahre oft weg. Mache wieder Sport soweit meine Ressourcen reichen.

                Aber ich bin oft sehr erschöpft und müde.
                Eigentlich müßte ich die Stunden bei der Arbeit reduzieren.

                Tja, das nur mal so zum Stand der Dinge.

                Heartbeat





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