Zitat von viva58
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Ist es ungerecht, wenn unser gutes Leben mit dem Tod endet und wir nicht wissen was da noch kommt, ... es also genauso endet wir das der Menschen (man), die kein so gutes Leben haben?
Wenn mehrere (viele) Menschen dasselbe behaupten, meinen sie nicht zwingend auch dasselbe, weil jeder Einzelne seine ureigensten Beweggründe (bspw. für ein solches Statement) hat. Es sind die Emotionen die bei jedem Einzelnen ausgelöst werden und sich gefühlt auf einem gemeinsamen Level mit offenbar Verbündeten/Gleich-denkenden zu vereinen hoffen. Dieser gemeinsame Level ist die Basis und trägt/repräsentiert die Herde, in der der Einzelne sich in einem "geschützten", weil offenbar gemeinschaftlich fühlenden, denkenden und ggf handelnden Kollektiv wähnt.
Von dem geschützten Rahmen der "Interessegemeinschaft" bis hin zu einer Verschwörung ist es nicht weit, wenn sich das Kollektiv gegen "alle anders denkenden Einzelnen oder Gruppen ver-schwört. Sie sind dann eine "eingeschworene" Gruppe die sich mit ihrer Überzeugung von allen anderen abheben will und gegebenenfalls "alle anderen mobben" wird, möglicherweise sogar alle anderen vernichten möchte ... wenn sich "alle anderen" mobben und vernichten lassen ... oder sich vielleicht in einem anderen Kollektiv sammeln, sich auch ver-schwören und so weiter. Ein uraltes Spiel anscheinend in einer Endlosschleife.
Im Grund beruhen beispielsweise die großen Weltreligionen auf dem Verschwörungsprinzip, weil jede von ihnen sich auf ihre metaphysische und praktisch gelebte Lebensphilosophie "eingeschworen" hat und die "anderen" als "nicht wahr und nicht richtig" ablehnen und (wie die Geschichte und der aktuelle Kultur-Clash uns zeigen) sogar bis auf den Tod bekriegen. Dabei gründen ihre Lebensphilosophien ausschließlich auf erworbenem Glauben und asozialer Doktrin, ... obwohl alle wissen müssten/sollten, dass alle dasselbe Wasser trinken und dieselbe Luft atmen.
Wir sind ausnahmslos alle von der Verschwörungs- und Glaubenssatz-Krankheit infiziert, nur verhältnisweise wenige von allen sind ausreichend resilient, um sich von der "der Versuchung" zu schützen und weitgehend unabhängig den eigenen Weg zu gehen, ohne dafür gleich in eine narzisstische Übervaterrolle schlüpfen zu müssen.


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