Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

NICHT ständig denken? Frage

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #91
    Einspruch... ich denke die meiste Zeit an nichts - oder kann ich es nur nicht wahrnehmen, was ich denke? In der übrigen Zeit habe ich wiederum ein solches Chaos im Kopf, dass ich auch nicht sagen könnte, woran ich gerade denke. Ich weiss nicht, ob es bloß Symptom meiner Krankheit ist (Depressionen), ich finde das jedenfalls beängstigend! Ich habe das Gefühl, ich verblöde und komme mir minderwertig vor, auch hier im Forum, wo ich das Gefühl habe, von lauter Intellektuellen umzingelt zu sein... ich würde so gern dazu gehören, aber die beiden Gehirnzellen, die ich mitbekommen habe, funktionieren anscheinend auch noch ganz besonders langsam.

    Kommentar


      #92
      Also ich finde das hochspannend, dass Du das kannst, an nichts zu denken. Ich wüsste zu gern, wie sich das anfühlt.

      Mein Partner kann das nämlich auch. Für ihn ist es normal, an nichts zu denken (der ist im übrigen genauso wenig blöde wie Du es zu sein scheinst ).

      Also schon zwei, die NICHT ständig vor sich hindenken. Interessant...

      Kommentar


        #93
        Zitat von aufdemWeg Beitrag anzeigen
        Also ich finde das hochspannend, dass Du das kannst, an nichts zu denken. Ich wüsste zu gern, wie sich das anfühlt.
        Hohl. Es fühlt sich an, als wäre man im wahrsten Sinne des Wortes hohl.

        Mein Partner kann das nämlich auch. Für ihn ist es normal, an nichts zu denken (der ist im übrigen genauso wenig blöde wie Du es zu sein scheinst ).
        Danke...

        Kommentar


          #94
          Ich denke auch oft nichts.
          Ich glaube aber, das hängt damit zusammen, dass ich die Gedanken nicht "bewusst" werden lasse.

          Kommentar


            #95
            Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
            dass ich die Gedanken nicht "bewusst" werden lasse.
            machst Du dass denn bewusst oder unbewusst?

            Kommentar


              #96
              Das weiß ich nicht.
              Wenn ich z.B. in den Garten schaue und diesen Blick genieße, dann denke ich meiner Ansicht nach nicht.
              Aber ich könnte diesen Anblick und die Stille ja wohl nicht genießen, wenn sie nicht in meine Gedanken einfließen würden, denn ich nehme ja offensichtlich eine Wertung vor.
              Aber es ist dann kein bewusster Gedanke da, der "spricht": Wie schön passt das eine Grün zum anderen, wie die Krokusse schon blühen, da ist eine Amsel usw.
              Ich weiß nicht, wie das Gehirn das macht, dazu kenn ich mich in der Hirnforschung nicht genug aus.
              Es ist eben nur sehr entspannend für mich, weil kein bewusster Gedanke da ist.

              Kommentar


                #97
                Wenn man die folgenden zwei Zitate vergleicht, dann stösst man unweigerlich auf die Antwort zur Eingangsfrage:
                Zitat von aufdemWeg Beitrag anzeigen
                ...Ich laufe durch die Stadt, und so sieht das in meinem Kopf aus: Der sieht aber traurig aus ah da ist der Brunnen huch das Geschäft ist ja raus hab ich eigentlich dran gedacht die Mail rauszuschicken eben irgenwie hab ich Hunger was kommt heute abend eigentlich im Fernsehen morgen treff ich mich ja mit XY oh man ich freu mich auf mein Bett das gestern war irgendwie komisch mit XX. Stimmt, ich muss noch zur Bank...
                Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                ...Wenn ich im Wald unterwegs bin und dem Funkeln der Sonnenstrahlen auf den eisüberzogenen Felsen, dem Duft der nassen Erde, dem Muster der Schrunden und Risse in der Baumrinde oder den ersten grünen Spitzen an den Haselsträuchern dafür danke, dass sie mich daran erinnern wie viel Schönheit in allen Dingen liegt, werden die Gedanken ganz still um sich ebenfalls an diesem Augenblick zu erfreuen...
                Wenn Tintenweberin unterwegs ist, dann ist sie im hier und jetzt. Alle ihre Sinne sind offen für das was sie in diesem Augenblick sieht, spürt, riecht und hört. aufdemWeg wiederum ist mit den Gedanken ganz woanders. Weiter vorne, in der Vergangenheit, in der Zukunft, nur nicht bei sich selber und nicht bei dem, was ihre Sinne unbewusst wahrnehmen.

                Vielleicht ist das des Rätsels Lösung: Sich das, was die Sinne unbewusst wahrnehmen, bewusst machen und im Augenblick leben; bei dem, was man gerade tut. Dazu muss man nicht unbedingt im Wald spazieren gehen. Das geht auch wenn man am einkaufen ist, oder gar beim Klo putzen. Wenn man merkt, dass man in Gedanken mal wieder ganz woanders ist, sich bewusst auf das konzentrieren, was man in diesem Augenblick gerade tut und die Sinne weit öffnen.

                Kommentar


                  #98
                  @ Lady Nivea,

                  *seufz* dashört sich soooo schön an! Ehrlich...! Aber ich krieg's nicht hin...

                  Heute Morgen, ich war (wie üblich) schon lange wach, als ich irgendwann die ersten Vögel draußen zwitschern hörte. "Okay", dachte ich mir zwischen zwei Grübelanfällen über dies und das, "mach doch einfach mal das Fernster auf und versuche, nur den Vögeln zu lauschen, ohne dabei an irgendwas zu denken. Nimm sie wahr, hör dir die verschiedenen Stimmen an, konzentrier dich drauf."

                  Und was soll ich sagen? Es klappte nicht!!! Ich hörte zwar das Gezwitscher, aber meine Konzentration, mein Ich (oder was auch immer) konnte nicht dort verweilen. Das Gequatsche in meinem Kopf ging munter weiter - in alle Richtungen gleichzeitig. Was ist da bloß los mit mir???

                  Kommentar


                    #99
                    Also wenn ich Dein Unterbewusstsein wäre: Ich könnte mich auch nicht entspannen, wenn mir jemand gegenüber säße, der mich anbrüllt: LOS, ENTSPANN DICH, HÖR DEN VÖGELN ZU, DENK AN NIX, JETZT!!!!!

                    Haben wir schon den Club "Nichtnettzusichselbst" aufgemacht?

                    Kommentar


                      Zitat von Lady Nivea Beitrag anzeigen

                      Wenn Tintenweberin unterwegs ist, dann ist sie im hier und jetzt. Alle ihre Sinne sind offen für das was sie in diesem Augenblick sieht, spürt, riecht und hört. aufdemWeg wiederum ist mit den Gedanken ganz woanders. Weiter vorne, in der Vergangenheit, in der Zukunft, nur nicht bei sich selber und nicht bei dem, was ihre Sinne unbewusst wahrnehmen.

                      Vielleicht ist das des Rätsels Lösung: Sich das, was die Sinne unbewusst wahrnehmen, bewusst machen und im Augenblick leben; bei dem, was man gerade tut. Dazu muss man nicht unbedingt im Wald spazieren gehen. Das geht auch wenn man am einkaufen ist, oder gar beim Klo putzen. Wenn man merkt, dass man in Gedanken mal wieder ganz woanders ist, sich bewusst auf das konzentrieren, was man in diesem Augenblick gerade tut und die Sinne weit öffnen.
                      Ja, da hast Du wohl recht. Ich möchte lernen, mehr bei mir zu sein. So gerne.

                      Kommentar


                        Also wenn ich Dein Unterbewusstsein wäre: Ich könnte mich auch nicht entspannen, wenn mir jemand gegenüber säße, der mich anbrüllt: LOS, ENTSPANN DICH, HÖR DEN VÖGELN ZU, DENK AN NIX, JETZT!!!!!
                        *grins* okay, ist klar soweit...! Aber ich frag mir hier schon in anderen Fäden 'nen Wolf, wo mir immer wieder gesagt wird, dass es so nicht geht. Aber keiner kann mir erklären, wie ich dann stattdessen vorgehen sollte. *ratlosguck*

                        Haben wir schon den Club "Nichtnettzusichselbst" aufgemacht?
                        Nein, haben wir noch nicht. Sollen wir...?! Wie machen wir das? Kenn' mich mit Clubs nicht aus... Du?
                        Vielleicht machen wir so einen Kombi-Club auf: Nichtnettzusichselbstundnichtimhierundjetztseinkön nen" *grins*

                        Kommentar


                          Ich bin die ganze Zeit am Überlegen, wie ich dir erklären könnte, wie ich das mache.
                          Ich "drifte" dann irgendwie ab, in einen Anblick versunken, meine Augen verharren auf einer Stelle oder bewegen sich nur ganz langsam, schweifen praktisch in Zeitlupe. Mein Blick nimmt zwar das Äußere wahr, ist aber eigentlich in mich gerichtet. Im Hirn empfinde ich dann eine angenehme Ruhe.

                          Kommentar


                            @Missisara: Ätzend, ne? Ich hätte auch total gern jemanden, der mich an die Hand nimmt und sagt: "Pass auf, aufdemWeg, so geht das, das und das musst du tun, und dann wird das so."

                            Mir dämmert langsam, dass ich selbst das rausfinden muss. Niemand kann mir MEINEN Weg vorgeben. Dass kann nur ich allein.

                            Aber von "ah, da dämmert mir was" bis hin zu "ich weiß, wie es geht" oder noch besser "ich weiß, wie es geht und kann es umsetzen" ist es ein weiter Weg glaub ich. Und ich bin so ungeduldig .

                            Kommentar


                              Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                              Ich bin die ganze Zeit am Überlegen, wie ich dir erklären könnte, wie ich das mache.
                              Ich "drifte" dann irgendwie ab, in einen Anblick versunken, meine Augen verharren auf einer Stelle oder bewegen sich nur ganz langsam, schweifen praktisch in Zeitlupe. Mein Blick nimmt zwar das Äußere wahr, ist aber eigentlich in mich gerichtet. Im Hirn empfinde ich dann eine angenehme Ruhe.
                              Cool. Möcht ich auch können.

                              Kommentar


                                @Missisara: Ätzend, ne? Ich hätte auch total gern jemanden, der mich an die Hand nimmt und sagt: "Pass auf, aufdemWeg, so geht das, das und das musst du tun, und dann wird das so."

                                Mir dämmert langsam, dass ich selbst das rausfinden muss. Niemand kann mir MEINEN Weg vorgeben. Dass kann nur ich allein.
                                Hm... ja, ich weiß, was du meinst. Dass ich den Weg alleine finden muss, ist mir schon klar. Jedoch schließt das in meinen Augen nicht aus, dass einem von außen Tipps gegeben werden, wie man vorgehen könnte. Ich vergleiche das jetzt mal mit einem Azubi im Sanitärhandwerk: Wenn dem Azubi niemand erklärt, wie man eine Heizungsanlage nach Umweltrichtlinien einstellt, kann er es auch nicht lernen. Weil er gar keine Ahnung hat, worauf er achten muss, wie er vorgehen muss und was er besser sein lässt.

                                Na ja, so geht es mir auch irgendwie. Ich habe ja kapiert, dass ich z. B. lernen muss, im Hier und Jetzt zu sein, ohne zu denken (= die Heizungsanlage muss nach Umweltrichtlinien eingestellt werden). Aber wie das geht (= stelle Regler A auf 12, dann überprüfe den Emissionswert, diesen Wert speichern und dann Regler B auf 28...), weiß ich nun mal nicht.

                                Weißt du, was ich meine...?

                                @ Mensch: Ich drucke mir diene Beschreibung mal aus und leses sie mir immer wieder durch. Vielleicht fällt der Groschen/Cent dann irgendwann...

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X