Hallo Zusammen,
meine Tochter wird bald 5 Jahre alt und ist ganz versessen darauf Schreiben zu lernen. Wir hatten so eine Phase vor einem Jahr schon einmal, dann war wieder anderes wichtiger, aber jetzt scheint sie es "ernst" zu meinen.
Damals wollte sie "alle Buchstaben kennenlernen" und wir haben das "ABC-Lied" geübt (und dabei mit den Fingern auf ein geschriebenes Alphabet gezeigt), ich habe ihr Buchstaben und Worte (in großen Druckbuchstaben) vorgeschrieben und sie hat sie abgemalt. Buchstabiert hat sie in Silben.
Inzwischen sind "wir" soweit, dass sie einen Buchstaben als solchen und auch seinen Klang in einem Wort benennen kann. Sie spricht auch Worte Laut für Laut vor sich hin uns schreibt die dann auf. Oder sie "liest" Worte in Großbuchstaben. Das heißt, sie spricht die Laute nacheinander, immer schneller, bis sie "hört" was sie da sagt, also bis sie das Wort erkennt.
Und jetzt wird es für mich "pädagogisch schwierig".
Erstens stolpere ich immer wieder über Laute, die verschieden klingen können oder unterschiedliche Buchstaben, die gleich klingen. Ein "f" ist halt nicht immer ein "f" und ein "w" auch nicht, z.B. Wasser - Vase - Vogel. Heute wird in der Grundschule, so wie ich es verstanden habe, "in Lauten" buchstabiert. Also nicht Te-A-Es-Es-E sondern T-A-S-S-E. Was machen die nur mit dem verflixten F-V-Problem?
Und dann noch die ganzen Dehnungsregeln. Mal hab ich ein zusätzliches "E" (Beet) oder ein "H" (Reh). Wie erkläre ich die Verwendung von Buchstaben, die man nicht eindeutig hören kann? Mein Kind ist immer ganz frustriert, wenn sie augerechnet so ein Wort "probiert" und es dann nicht stimmt.
Und dann noch dieses blöde Englisch überall in der Kinderwelt. Lass nen Anfänger mal "LITTLEST PET SHOP" lesen oder "LIGHTNING MC QUEEN" oder "POWERDRINK FÜR KIDS". *seufz*
Von der "neuen" deutschen Rechtschreibung sprech ich jetzt mal gar nicht, ich schreibe bisher wie ich's für richtig halte und dachte, ich hätte noch ein paar Jahre bis ich mich damit ernsthaft befassen muss.
Hat das hier schon jemand durch und kann mir Tipps geben? Bzw. sind hier Grundschullehrerinnen unterwegs, die mir gerne ans Herz legen würden, womit ich ihnen die spätere Arbeit erschweren würde, und was ich jetzt (bitteschön!) tunlichst richtig machen sollte
? Ist es besser ein "BEHT" oder ein "RE/E" zu loben und ihr irgendwann später mal zu sagen, dass es halt doch nicht so ganz der Rechtschreibung entspricht oder sollte ich solche Fehler sofort korrigieren, damit sie es sich nicht falsch einprägt?
Kann mir jemand sagen, welche Bücher in Großbuchstaben (sowas gibt es ja zum Glück) tatsächlich für Anfänger in diesem Alter geeignet sind? Sie sollten kaum Erklärungsbedarf zu Dehnungslauten, englische oder französische Begriffe (also keine Balett-Geschichten bitte) oder sowas beinhalten und nicht auf dem Niveau "Ball - Hund - Maus - Haus" liegen sondern tatsächlich "einfach formulierte" aber für eine 4-jährige sinnvolle Texte enthalten. Kleinbuchstaben mag ich noch nicht einführen. Sie weiß zwar, dass es die gibt, aber akzeptiert, dass sie die erst später lernen wird.
Oder hat jemand einen Tipp, wo ich online "kindgerechte" Texte finde, die ich dann selbst in Großbuchstaben formatieren und ausdrucken kann?
Bin dankbar für alle Hinweise.
meine Tochter wird bald 5 Jahre alt und ist ganz versessen darauf Schreiben zu lernen. Wir hatten so eine Phase vor einem Jahr schon einmal, dann war wieder anderes wichtiger, aber jetzt scheint sie es "ernst" zu meinen.
Damals wollte sie "alle Buchstaben kennenlernen" und wir haben das "ABC-Lied" geübt (und dabei mit den Fingern auf ein geschriebenes Alphabet gezeigt), ich habe ihr Buchstaben und Worte (in großen Druckbuchstaben) vorgeschrieben und sie hat sie abgemalt. Buchstabiert hat sie in Silben.
Inzwischen sind "wir" soweit, dass sie einen Buchstaben als solchen und auch seinen Klang in einem Wort benennen kann. Sie spricht auch Worte Laut für Laut vor sich hin uns schreibt die dann auf. Oder sie "liest" Worte in Großbuchstaben. Das heißt, sie spricht die Laute nacheinander, immer schneller, bis sie "hört" was sie da sagt, also bis sie das Wort erkennt.
Und jetzt wird es für mich "pädagogisch schwierig".

Erstens stolpere ich immer wieder über Laute, die verschieden klingen können oder unterschiedliche Buchstaben, die gleich klingen. Ein "f" ist halt nicht immer ein "f" und ein "w" auch nicht, z.B. Wasser - Vase - Vogel. Heute wird in der Grundschule, so wie ich es verstanden habe, "in Lauten" buchstabiert. Also nicht Te-A-Es-Es-E sondern T-A-S-S-E. Was machen die nur mit dem verflixten F-V-Problem?
Und dann noch die ganzen Dehnungsregeln. Mal hab ich ein zusätzliches "E" (Beet) oder ein "H" (Reh). Wie erkläre ich die Verwendung von Buchstaben, die man nicht eindeutig hören kann? Mein Kind ist immer ganz frustriert, wenn sie augerechnet so ein Wort "probiert" und es dann nicht stimmt.
Und dann noch dieses blöde Englisch überall in der Kinderwelt. Lass nen Anfänger mal "LITTLEST PET SHOP" lesen oder "LIGHTNING MC QUEEN" oder "POWERDRINK FÜR KIDS". *seufz*
Von der "neuen" deutschen Rechtschreibung sprech ich jetzt mal gar nicht, ich schreibe bisher wie ich's für richtig halte und dachte, ich hätte noch ein paar Jahre bis ich mich damit ernsthaft befassen muss.

Hat das hier schon jemand durch und kann mir Tipps geben? Bzw. sind hier Grundschullehrerinnen unterwegs, die mir gerne ans Herz legen würden, womit ich ihnen die spätere Arbeit erschweren würde, und was ich jetzt (bitteschön!) tunlichst richtig machen sollte
? Ist es besser ein "BEHT" oder ein "RE/E" zu loben und ihr irgendwann später mal zu sagen, dass es halt doch nicht so ganz der Rechtschreibung entspricht oder sollte ich solche Fehler sofort korrigieren, damit sie es sich nicht falsch einprägt?Kann mir jemand sagen, welche Bücher in Großbuchstaben (sowas gibt es ja zum Glück) tatsächlich für Anfänger in diesem Alter geeignet sind? Sie sollten kaum Erklärungsbedarf zu Dehnungslauten, englische oder französische Begriffe (also keine Balett-Geschichten bitte) oder sowas beinhalten und nicht auf dem Niveau "Ball - Hund - Maus - Haus" liegen sondern tatsächlich "einfach formulierte" aber für eine 4-jährige sinnvolle Texte enthalten. Kleinbuchstaben mag ich noch nicht einführen. Sie weiß zwar, dass es die gibt, aber akzeptiert, dass sie die erst später lernen wird.
Oder hat jemand einen Tipp, wo ich online "kindgerechte" Texte finde, die ich dann selbst in Großbuchstaben formatieren und ausdrucken kann?
Bin dankbar für alle Hinweise.


Sie will schreiben, nennt mir dann irgendein Wort oder einen Satz und wir "basteln" uns das dann gemeinsam anhand der Laute zusammen. Manchmal sind das eben nicht die "schlichten" Worte, die ein Pädagoge für Leseanfänger aussuchen würde, sondern die mit den "doofen Ausnahmen". Deshalb würde ich gerne, wenn so eine Ausnahme kommt die passende Regel nennen können - und irgendwann bleibt das dann schon in ihrem Köpfchen hängen. Manchmal kommt sie auch mit einem Zettel an und zeigt mir ein Wort, das sie selbst geschrieben hat. Ganz süß fand ich "laisä". Da habe ich ihr ihr dann (nach einem dicken Lob, dass sie das Wort ganz toll gehört und auch genau so geschrieben hat) erklärt, dass "ai" und "ei" gleich klingen und "e" und "ä" ähnlich und dass "ei" und "e" häufiger sind und sie immer erst mal das nehmen kann - wenn es eine der seltenen Ausnahmen ist, sag ich ihr das dann. So würde ich das gerne mit anderen "Regeln" auch halten. Und sie war trotzdem frustriert, dass es nicht "perfekt" war - obwohl ich es für einen der ersten Versuche ganz und gar super finde!
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