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Wirtschaftswunderwald

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    #16
    Hallo Chrysothemis,
    danke, ja die Ausbildung ist zum Glück abgeschlossen. Aber wahrscheinlich werde ich nicht mehr auf diesem Gebiet arbeiten. Ich glaub meine Tage als Maschinistin sind gezählt und es darf etwas Neues kommen. Ich bin jetzt dabei Bewerbungen zu schreiben, habe aber noch keine Antworten erhalten. Ist eben grad etwas blöd jetzt in der Ferienzeit, ich hoffe, dass sich ab nächster Woche etwas tun wird

    Liebe Grüsse, Sonea

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      #17
      Liebe Sonea,

      ich habe gerade gelesen, wie gut es Dir tut, Morgenseiten zu schreiben. Das freut mich riesig für Dich! Dein Vergleich "wie ein Staubwedel für die Psyche" gefällt mir unglaublich gut, denn genau so habe ich das auch erlebt: es wird etwas frei dadurch, entschlackt vielleicht oder eben frei geputzt für Neues, Schönes und ja: für die eigene Kreativität, die so leicht unter solchen Belastungen leidet oder gar verschüttet wird. Und - wer weiß, was dabei herauskommt?

      Ich hatte übrigens von Deinem ersten Beitrag an das Gefühl, dass Du unter anderem auch ein "Sprachmensch" bist. Hast Du vielleicht schon mal literarische Texte (kurze, lange, Skizzen, Geschichten, Romane, Gedichte, Dramen oder was auch immer) geschrieben? Ich könnte mir bei Dir so einiges in diese Richtung vorstellen... (nur mein persönlicher Eindruck natürlich...)

      Weiterhin viel Freude am Schreiben und alles Gute!
      Deine Chaja

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        #18
        Liebe Chaja,
        schreibst du im Moment auch noch Morgenseiten? Oder hast du über längere Zeit damit Erfahrungen gesammelt? Ich bin sehr gespannt und interessiert daran, wie sich diese "Arbeit" weiterentwickelt und ich wüsste gerne, ob es auch Anderen damit so ergeht wie mir. Ich habe festgestellt, dass sich bei mir alle paar Tage mein Schreibstil und auch der Fokus markant verändern können.
        Der "Staubwedel" bringt wirklich einiges zum Vorschein

        Ich freu mich wirklich, dass du mich als "Sprachmensch" einschätzt, ich denke das bin ich tatsächlich. Dafür vielleicht nicht ganz so begabt in Mathe
        Ja ich habe schon vieles zu Papier gebracht, viele Notiz- und Tagebücher gefüllt mit Gedanken und Geschichten. Früher habe ich recht fleissig Gedichte geschrieben, heute sind es meistens Analogien und Bilder, in denen ich die kleinen und grösseren Dramen meines Lebens beschreibe und verarbeite. Immer wenn mich etwas sehr beschäftigt muss ich schreiben. Bis anhin immer von Hand, manchmal sogar mit Tinte und Federkiel
        Erst jetzt, unter Anderem durch diese Forum, setze ich mich ernsthaft mit einer Computertastatur auseinander
        Schreiben ist auf jeden Fall ein tolles Werkzeug!
        Auch du liebe Chaja, scheinst es oft und gerne zu nutzen?

        Herzlichst, Sonea

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          #19
          Liebe Sonea,

          Du kannst Musikinstrumente bauen?
          Das ist wirklich ein toller Beruf. Finde ich!
          Ich war vor Jahren mal zur Besichtigung in einer Geigenbauschule.
          Ganz ehrlich, am liebsten wäre ich da geblieben und hätte mir alles erklären lassen und sofort eine Geige gebaut.

          Ich fühlte mich sofort wohl in dieser Atmosphäre. Nur schade, dass da so wenig Frauen waren.

          Ich möchte Dich nur daran erinnern, nicht zu vergessen sondern Dich zu besinnen, was für einen wundervollen Beruf Du hast. Und glaube mir, das Wirtschaftswunderland hat sein Tücken, wie Du ja leider selbst erfahren musstest/durftest.

          Welchen Weg wirst Du als nächstes einschlagen?

          Viele Grüße!
          Heartbeat

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            #20
            Liebe Sonea,

            in aller Kürze (denn eigentlich ist es gerade viel zu heiß, um mit einem Laptop auf den Knien dazusitzen):
            Zitat von Sonea Beitrag anzeigen
            Liebe Chaja,
            schreibst du im Moment auch noch Morgenseiten? Oder hast du über längere Zeit damit Erfahrungen gesammelt?
            Ja, ich schreibe auch Morgenseiten, phasenweise, immer wieder, weil es einfach gut tut. Nach einiger Zeit erlaube ich mir auch mal wieder einen Blick in frühere Morgenseitenbücher und finde es erstaunlich, was dabei alles schon zu Tage gefördert wurde. Ein gewisser Anteil der Morgenseiten ist bei mir reines Säubern und Entschlacken von Stressthemen etc. Wenn das erst einmal "erledigt" ist, kann anderes hervorkommen und das tut es dann erfreulicherweise auch. Mir helfen die Seiten einerseits bei der Frage, was ich wirklich will bzw. was mir wichtig ist im Leben, eine Art Standortbestimmung, immer wieder neu über die Jahre hinweg. Außerdem entstehen Ideen, und wenn sie eine gewisse Standfestigkeit haben, wachsen sie auch, werden konkreter, nehmen Gestalt an....

            Ich freu mich wirklich, dass du mich als "Sprachmensch" einschätzt, ich denke das bin ich tatsächlich. Dafür vielleicht nicht ganz so begabt in Mathe
            Ja ich habe schon vieles zu Papier gebracht, viele Notiz- und Tagebücher gefüllt mit Gedanken und Geschichten. Früher habe ich recht fleissig Gedichte geschrieben, heute sind es meistens Analogien und Bilder, in denen ich die kleinen und grösseren Dramen meines Lebens beschreibe und verarbeite. Immer wenn mich etwas sehr beschäftigt muss ich schreiben. Bis anhin immer von Hand, manchmal sogar mit Tinte und Federkiel
            Ja, so etwas in diese Richtung habe ich vermutet Schööööön! Kannst Du Deine Zeit in der aktuellen Situation auch für's Geschichtenschreiben nutzen, oder ist da noch zuviel in Umwälzung begriffen?

            Ja, Schreiben hilft, davon bin ich zutieft überzeugt. Schon deswegen finde ich Poesie- und Bibliotherapie auch einen so spannenden Bereich! (Da diese Bezeichnung nicht allzu bekannt ist, hier ein Link dazu: Poesie- und Bibliotherapie ? Wikipedia ). Ich habe mal eine entsprechende Ausbildung begonnen, konnte die berufsbegleitenden Seminare aber dann mit meiner Arbeit zeitlich nicht mehr unter einen Hut bringen. Ich würde da gerne noch einmal fortsetzen - irgendwann...

            Dir noch einen schönen Abend und weiterhin viel Schreibfreude!

            Deine Chaja

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              #21
              @Chaja:
              Du liest Deine Morgenseiten später nach? Habe ich nie gemacht. Das hat zwei Gründe: zum einen die Vorgabe von Julie Cameron, dies nicht zu tun sondern das Schreiben einfach wirken zu lassen. (Das bezieht sich auf die Zeit direkt nach dem Schreiben; ist also kein Widerspruch dazu, diese Seiten mit grossem Abstand nochmal zu lesen.), zum anderen könnte ich meine überhaupt nicht entziffern. Deshalb schreibe ich meine Bücher voll und danach werden sie geschreddert. Natürlich: wenn ein wirklich wichtiger Punkt in den Morgenseiten auftaucht, dann ist der im Anschluss so präsent, dass es den Weg in mein Tagebuch findet.

              @Sonea:
              Freut mich, dass Dir die Morgenseiten hilfreich sind!

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                #22
                Lieber Martin,

                Zitat von Martin Mutig Beitrag anzeigen
                @Chaja:
                Du liest Deine Morgenseiten später nach? Habe ich nie gemacht.
                Es ist nicht so, dass ich die Bücher voller Morgenseiten durchlesen würde. Das meiste bleibt im Gegenteil völlig ungelesen. Aber manchmal fällt mir ein, dass ich zu einer bestimmten Idee schon einmal etwas geschrieben habe und dann blättere ich manchmal in früheren Büchern. Allerdings muss der Zeitabstand stimmen: ich lese z.B. nichts aus den letzten 12 Monaten.

                Du schreibst außerdem noch Tagebuch? Das finde ich spannend! Das ist ja eine ganz andere Art des Schreibens, aber auch eine offene Form mit der man vielfältig umgehen kann. Ich weiß nicht, ob ich das immer so trennen könnte. Wenn ich beim Schreiben "in Fluss" gerate, wird das textsortenmäßig "Kraut und Rüben"

                Liebe Grüße,
                Chaja

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                  #23
                  Na ja, "Tagebuch" ist übertrieben; da finden wichtige Themen 'rein oder auch mal ein kurzer Abriß über die wichtigsten Ereignisse der letzten drei Monate ... Also sehr unregelmässig.

                  Wobei ich da auch analytisch vorgehe, also Entscheidungen mit dem Für und Wider abwäge, also ganz anders als Morgenseiten.

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                    #24
                    Hallo Heartbeat,
                    ich danke dir für deinen Hinweis, dass ich mich an meinen Lehrberuf erinnern soll. Da hast du ja wirklich Recht. Ich habe ihn in den letzten Jahren kurzerhand aussen vor gelassen und war mir sicher, dass ich nicht mehr in diese Branche zurückkehren würde. Aber jetzt, wo alles so offen ist geht mir schon manchmal durch den Sinn, ob ich mich wieder von einem Musikhaus anstellen lassen soll.
                    Ja, theoretisch könnte ich dir einen Flügel oder ein Klavier bauen Aber gross geworden bin ich in Restaurationsbetrieben, habe repariert und vor allem im Aussendienst gestimmt, da in der Schweiz keine Produktion mehr stattfindet. Erfahrungen im Neubau konnte ich mir nur durch Volontariate in Deutschland aneignen. Man findet hier und da schon Frauen, die diesen Beruf ausüben, heute mehr als noch vor 10 Jahren.
                    Die Atmosphäre in diesen Gefilden ist auf jeden Fall eine ganz Eigene und Klavierbauer sind schon ein spezielles, teilweise möcht ich sagen (im positiven Sinne) sogar leicht fanatisches Völkchen. So wie auch die Kundschaft, die oft sehr spannend bis kompliztiert sein kann. Ich kann mir vorstellen, dass auch andere Instrumentenbauer (Streicher, Bläser, ect.) von Musikprofessoren, Orchestermitgliedern oder Künstlern im weiteren Sinne beinahe zur Verzweiflung gebracht werden können
                    Ich werde nächste Woche mal abklären, wie die Auftragslage so aussieht und ob in meiner Umgebung eine Stelle als Klavierbauerin/Stimmerin frei wäre. Ich glaube das wäre schon "heimelig", wieder unter Tastenlöwen unterwegs zu sein.
                    Wie du siehst ist der weitere Weg im Moment immer noch unklar, aber ich leide nicht mehr darunter so wie am Anfang. Sondern bin selber gespannt, was es denn werden wird.

                    Hi Chaja: Schön dass du das Schreiben auch so geniessen und schätzen kannst Und danke für den Hinweis zu Poesie-und Bibliotherapie, ich habe nicht gewusst, dass es sowas gibt, obwohl Schreiben für mich schon immer eine Art von Selbsttherapie war. Habe mir nun zwei Bücher zu diesem Thema bestellt, (aus der Liste von Wikipedia) dieses Gebiet interessiert mich total! Es ist schade, dass du diese Ausbildung unterbrechen musstest. Hast du die Seminare in Deutschland besucht und wäre es denn möglich für dich, da wieder anzuknüpfen wo du aufgehört hast? Oder müsstest du wieder bei Null anfangen..?
                    Neben den Morgenseiten schreibe ich auch unregelmässig Tagebuch, wobei ich es so ähnlich halte wie Martin Mutig. Der Unterschied zu den Morgenseiten ist, dass ich beim Tagebuch schon einen Plan habe, wenn ich anfange zu schreiben. Habe also ein bestimmtes Thema das mich beschäftigt und das ich vertiefen und/oder analysieren möchte.
                    Morgenseiten wieder gelesen habe ich bis jetzt noch nie, damit lass ich mir noch Zeit. Aber irgendwann werde ich sicher mal ein bisschen darin stöbern gehen, das stelle ich mir spannend und auch unterhaltsam vor
                    Über die aktuelle Situation habe ich eine Zeit lang sehr intensiv geschrieben, aber jetzt ist da langsam "die Luft raus", es kommt nichts mehr....ich nehme an, das ist ein gutes Zeichen
                    Kürzlich habe ich mir überlegt, ob ich einiges davon mit euch teilen könnte. Ich habe solche Texte von mir noch nie jemandem gezeigt und ich habe mich gefragt, wie sie wohl wirken mögen, wenn sie nur für sich gelesen werden. Ohne die ganzen Hintergründe im Schlepptau mein ich. Werde mich da mal hinsetzen und einiges davon abtippen, ist ja bis jetzt alles von Hand geschrieben. Mal schauen ob ich daraus dann einen Faden spinnen kann

                    Liebe Grüsse und einen gemütlichen Sonntag, eure Sonea

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                      #25
                      Zitat von Sonea Beitrag anzeigen
                      Hallo Heartbeat,
                      Die Atmosphäre in diesen Gefilden ist auf jeden Fall eine ganz Eigene und Klavierbauer sind schon ein spezielles, teilweise möcht ich sagen (im positiven Sinne) sogar leicht fanatisches Völkchen. So wie auch die Kundschaft, die oft sehr spannend bis kompliztiert sein kann.
                      Ich weiß genau was Du meinst!

                      Ich habe viele Jahre in einem Verlag für Klassische Musik in Deutschland gearbeitet. Den kennst Du bestimmt. Ich kenne das Völkchen von dieser Seite und habe mich da sehr wohl gefühlt.

                      Lieben Gruss und viel Glück beim Finden des richtigen Weges.

                      Heartbeat

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                        #26
                        Na wenn das so ist, brauch ich dir ja nichts erzählen
                        Hab vielen Dank für die guten Wünsche und sei herzlich gegrüsst

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                          #27
                          Liebe Sonea,

                          mir ist gerade eher nach Rückzug zumute, weshalb ich mich zur Zeit hier seltener blicken lasse. Aber ich möchte Dir wenigstens Deine Fragen kurz beantworten.

                          Es freut mich natürlich, dass Du mit dem Hinweis auf die Poesie- und Bibliotherapie etwas anfangen kannst! Ich wusste bis vor ein paar Jahren auch nicht, dass es so etwas in (halbwegs) instutionalisierter Form gibt, war aber sehr froh über diese Entdeckung. Ich konnte da einiges finden, was ich schon länger gesucht habe.

                          Zitat von Sonea Beitrag anzeigen
                          Es ist schade, dass du diese Ausbildung unterbrechen musstest. Hast du die Seminare in Deutschland besucht und wäre es denn möglich für dich, da wieder anzuknüpfen wo du aufgehört hast? Oder müsstest du wieder bei Null anfangen..?
                          Die Ausbildung habe ich an der deutschen Niederlassung des Fritz-Perls-Institut begonnen, es gibt aber auch jeweils eine Niederlassung in der Schweiz und in Österreich (siehe hier: Poesietherapie - EAG FPI ). Im Prinzip könnte ich die "Ausbildungsblöcke" wohl auch mit größeren Abstände einzeln absolvieren. Ich weiß allerdings nicht, ob es da eine Obergrenze für den Abstand gibt.

                          Kürzlich habe ich mir überlegt, ob ich einiges davon mit euch teilen könnte. Ich habe solche Texte von mir noch nie jemandem gezeigt und ich habe mich gefragt, wie sie wohl wirken mögen, wenn sie nur für sich gelesen werden. Ohne die ganzen Hintergründe im Schlepptau mein ich. Werde mich da mal hinsetzen und einiges davon abtippen, ist ja bis jetzt alles von Hand geschrieben. Mal schauen ob ich daraus dann einen Faden spinnen kann
                          Ich würde mich sehr freuen, mal etwas von Dir hier lesen zu dürfen!

                          Sei ganz lieb gegrüßt von
                          Chaja

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                            #28
                            Liebe Chaja,
                            hab vielen Dank für deine Antwort. Ja, Zeiten des Rückzugs sind manchmal einfach nötig, das kenne ich gut. Ich freu mich, dass du trotzdem vorbeischauen magst
                            Der Sache mit der Poesie- und Bibliotherapie werde ich sicher noch etwas weiter auf den Zahn fühlen und mich schlau machen, wie es so aussieht damit in der Schweiz. Das wäre eine Ausbildung, die mich auch interessieren könnte.... jedenfalls merci für den Link!

                            Liebe Grüsse und hab einen geruhsamen, entspannten Abend

                            Sonea

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