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    #76
    Liebe mikie,

    ja, es hilft sicherlich, wenn du dich damit auseinandersetzt, welchen Anspruch du an einen Job hast. Und neben einem eventuellen Job, der dem Broterwerb dient, hast du vielleicht plötzlich Zeit und Muse, dich neuen und/oder schönen Dingen zu widmen und kannst daraus Energie schöpfen. Damit würde der Job auch nicht mit zu großen Erwartungen überfrachtet werden. (Wobei ich nicht ausdrücken möchte, dass du an deinen derzeitigen Job überhöhte Erwartungen hattest. Du hattest m.E. vollkommen realistische Vorstellungen/Wünsche.)

    LG

    jule

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      #77
      Ich schreib einfach mal weiter. Vielleicht ist mein Beitrag für manche von euch interessant, vielleicht gibt es Leser/innen, die aus meinen Fehlern / Erfahrungen lernen können. Ich lese auch eure Beiträge, aber im Antworten bin ich, glaube ich, manchmal ungeschickt.

      Nach dem Personalgespräch am Dienstag bin ich innerlich auf die Palme gegangen. Meine Symptomatik mit Angst und Panik ist zurückgekehrt. Abgenommen hatte ich sowieso schon. Mein Hausarzt hat mich am Mittwoch erneut krank geschrieben. Aber mit dem Krankschreiben kann ich nicht gut leben. Das Problem war nicht behoben. Ich habe den Einrichtungsleiter angerufen, dass ich erneut krank sei und aus gesundheitlichen Gründen um einen sofortigen Aufhebungsvertrag bitte. Wir haben am Telefon die Bedingungen ausgemacht, wobei er sich diesmal auf meinen Vorschlag eingelassen hat: Aufhebung zu sofort und Bezahlung aller Überstunden. Er hat von sich aus den Vorschlag gemacht, abends bei mir vorbeizugucken, den Vertrag zu bringen und hat dann hier noch Kaffee getrunken und einen Schnack gehalten.

      Jetzt lassen meine Symptome nach. In erster Linie bin ich erschöpft, wie nach einem langen Kampf. Vermutlich werde ich von der Krankenkasse Krankengeld bekommen, war gestern dort. Die Sachbearbeiterin sagte in einem Nebensatz, "das haben sie richtig gemacht", obwohl sie die ganze Geschichte doch gar nicht kennt.

      Sie sagte, sie sei selbst schon an einem solchen Punkt gewesen, werde aber seitens des Arbeitgebers gut betreut mit Angeboten zur Gesundheitsförderung und konnte mir gleich ein paar hiflreiche Anregungen mit auf den Weg geben.

      Jetzt werde ich mich in erster Linie um mich selbst kümmern. Gott sei Dank scheint heute die Sonne. Ich werde in die Sonne gehen und Licht tanken. Ich werde ruhen, mich auf meine Hausarbeit beschränken. Ich werde für mich sorgen und neue Kraft schöpfen.

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        #78
        liebe mikie, warum hast du das gefühl, beim antworten "ungeschickt" zu sein?
        du musst es hier niemandem recht machen, es ist ein buffet, wer will, legt was von sich auf den tisch, wenn andere es wollen, holen sie es sich, wenn es nicht passt, lassen sie es liegen... ungeschickt hab ich noch keinen deiner beiträge empfunden.

        hey, dass angst und panik zurückkamen, kann ich supergut verstehen. ich rödel schon bei kleineren geschichten auf der arbeit (kenn zwar panik-attacken nciht, aber schlaflose nächte mehr als mir lieb ist...)

        ich find, du hast das mit dem aufhebungsvertrag super gemacht!!!!!! und überhaupt hab ich das gefühl, dass du sehr "erwachsen" und verantwortlich mit dieser extrem schwierigen situation umgehst.

        ich wünsch dir von herzen, dass du gut wieder bei dir selbst ankommst, in deine kraft kommst, deine stärken zu würdigen weisst und bald ne arbeit findest, bei der du so richtig glücklich sein kannst....

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          #79
          Zitat von mikie Beitrag anzeigen
          Jetzt werde ich mich in erster Linie um mich selbst kümmern. Gott sei Dank scheint heute die Sonne. Ich werde in die Sonne gehen und Licht tanken. Ich werde ruhen, mich auf meine Hausarbeit beschränken. Ich werde für mich sorgen und neue Kraft schöpfen.

          liebe mieke, ich kann mich erst jetzt einbringen, weil in der vorherigen situation,
          nach meinem empfinden, die dinge so individuell sind, dass unterstützung
          von außen ganz schwierig ist.
          zu was ich dich aber echt ermutigen möchte, da ich auch das schon selbst erlebt habe,
          ist der zitierte absatz.

          du wirst sehen, wenn du für dich sorgst und neue kraft schöpfst
          werden auch neue perspektiven kommen.
          vll auch die offenheit dass es den traumjob doch gibt.
          zuerst allerdings gehört das vergangene verdaut und dazu hilft
          licht, luft und wärme.

          ich werd auf jeden fall weiterhin bei dir mitlesen und gegebenenfalls
          auch etwas beisteuern, sofern es mir relevant erscheint

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            #80
            liebe mikie,

            im moment weiss ich gar nicht, was ich dir schreiben soll ausser, dass es mir leid tut, dass die geschichte so ein ende genommen hat. aber alles in allem ist es die logische entwicklung der dinge. du hast schon sehr früh gespürt, dass dieser traumjob im grunde kein solcher war, aber hast mit allem was dir möglich war dafür gekämpft. mehr als du gemacht hast, geht wirklich nicht und wenn die pappnasen dort nicht kapieren, was sie an so einer arbeitskraft wie dir haben, haben sie dich dort einfach nicht verdient. nach dieser erfahrung brauchst du erstmal eine lange phase der erholung. dafür wünsche ich dir die dafür nötige ruhe. es wäre toll, wenn du den faden nicht einfach dicht machst, sondern uns auch noch am guten ende, dass irgendwann ganz bestimmt kommen wird, teilhaben lässt.

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              #81
              So ganz ist mein altes Arbeitsverhältnis noch nicht abgewickelt. Es fehlen noch Zeugnis, Unterlagen und natürlich die Bezahlung für den Rest der Zeit sowie der Überstunden.

              Traurig bin ich immer noch. Es ist/war wie unglücklich verliebt.

              Momentan sitze ich etwas planlos zuhause herum. Ich hab zwar "meine" Hausarbeit und Familie, aber Hobbies und Kontakte haben in den letzten anderthalb Jahren arg gelitten. Ich kann nicht da weitermachen, wo ich vor der Arbeitsaufnahme gestandet habe und ein neues Ziel ist noch nicht in Sicht.

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                #82
                liebe mikie, das ist einfach doof, dass diese sachen noch nicht erledigt sind... sie binden deine energie, halten dich wie noch im alten fest...

                deine traurigkeit kann ich sehr gut verstehen, ich habe letztes jahr zwar nicht ein arbeitsverhältnis lösen müssen aber doch auch im privaten einen sehr schweren schritt gehen müssen und leide da auch heute noch immer wieder drunter, dass ich mit so viel hoffnungen und erwartungen und hohem engagement es nicht verändern oder meinen weggang nicht verhindern konnte.

                ich wünsch dir den blick auf das schöne, das auch jeden tag passiert und ganz viel sonnenstrahlen, die dein herz erhellen - und dass du die ruhe, die du nun hast, auch ein wenig geniessen kannst.

                alles liebe dir

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                  #83
                  liebe mikie, liebe tanzende

                  evtl. bin ich im begriff diesen faden hier ganz fürchterlich zu sprengen, aber versuch macht klug. wenn es nicht passt und ihr das nicht vertiefen wollt, dann geht einfach nicht darauf ein

                  eure statements, dass ihr lange noch auf einer sache herumzukauen habt, haben mich ziemlich getroffen. es gibt so 2-3 dinge über die ich nach jahren nicht hinweg gekommen bin, aber bei scheinbar ganz ähnlichen dingen gelang es mir relativ problemlos.

                  zuerst habe ich überlegt, dass es vielleicht daran liegen könnte, das man sehr viel energie in etwas investiert, um es sozusagen "retten" zu können. aber auf meine ganz besonderen erlebnisse trifft das nicht zu. sie kamen sozusagen aus heiterem himmel ....

                  aber wovon ich bei einem verlorenen job ziemlich überzeugt bin ist, das man erstmal wieder irgendwo anders fuss gefasst haben muss, um sich innerlich weit genug distanzieren zu können.

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                    #84
                    Liebe Tanzende,

                    ja, das kann sein, dass das noch nicht Erledigte meine Energie bindet. Ich bin auch nicht nur oder ständig traurig. Eine Kollegin hatte mich heute morgen gebeten, alle meine Tätigkeiten zu notieren und zu schicken. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich im Prinzip alles (bis auf die Personalangelegenheiten) gerne gemacht habe. Daraufhin habe ich erneut alles überdacht und bin noch einmal zu dem Schluss gekommen, dass es die richtige Entscheidung war.

                    Liebe just me,

                    der Verlust der Arbeit ist noch keine vier Wochen her und kam letztlich doch plötzlich für mich. Ich erlaube mir noch, daran "rumzukauen", schließlich habe ich auch erfahren, wo meine Schwachstellen sind und wo ich beim nächsten Mal bei einem anderen Arbeitgeber besser aufpassen muss. Obwohl, als ich den vorherigen Absatz an Tanzende schrieb, dachte ich selbst, "na schön, heute morgen hast du noch einmal über "richtig und falsch" nachgedacht aber jetzt will ich es damit gut sein lassen. Es war richtig." Was ich nicht verstehe ist, warum dich meine Aussagen getroffen haben (würde ich gern verstehen).

                    Was ich bei Jobsachen ganz anders sehe, ist, dass ich nicht glaube, woanders Fuß gefasst haben zu müssen um mich innerlich zu distanzieren. Bislang war ich damit fertig, bevor ich eine neue Tätigkeit aufgenommen habe.

                    Liebe Grüße, mikie
                    Zuletzt geändert von mikie; 04.04.2013, 23:26.

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                      #85
                      liebe mikie,

                      es ist eine sache, die ich schon sehr lange mit mir herumschleppe, die mich durch eure worte betroffen gemacht hat. aber ich werde mich damit wohl noch einmal mehr intensiv beschäftigen müssen. danke sehr für's aufmerksam machen.

                      natürlich ist es richtig, dass du nach der kurzen zeit völlig zurecht noch am verdauen bist.

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                        #86
                        Liebe Mikie,

                        wenn man seinen Job verliert, dann ist es sicher sehr schmerzvoll und auch nicht gut fürs Ego. Du schreibst, daß Du Deine Schwachstellen jetzt besser kennst und es beim nächsten Arbeitgeber besser machen willst.

                        Nach meiner Erfahrung ist oft nicht nur der Arbeitnehmer schuld. Manchmal gerät man ganz einfach in Rahmenbedingungen, die garnicht funktionieren können. Und scheitert und sucht dann die Schuld bei sich. Ich habe es schon so oft erlebt, daß Leute, die irgendwo gescheitert sind, an einem neuen Platz super zurecht kamen. Und das lag nicht daran, daß sie sich 100% geändert hatten, sondern, daß das Umfeld einfach kompatibler für sie war.
                        Man kann ja auch nicht mit allen Menschen gleich gut tanzen. Mit manchen klappt es garnicht und mit manchen wunderbar. Ist ein doofer Vergleich, nur so als Verdeutlichung dafür gemeint, was ich meine.

                        Also mein Rat daraus: versuche, nicht zu viel darüber nachzugrübeln, was da schief gelaufen ist. Schau nach vorn: Neue Stelle, neues Glück.
                        Und laß Dir Dein Selbstwertgefühl nicht völlig davon kaputt machen. Wer weiß, was da alles noch im Hintergrund gelaufen ist, von dem Du nichts weißt.

                        Liebe Grüße
                        Glühwürmchen

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                          #87
                          Heute kann ich Gutes berichten:

                          Meine Überstunden haben ich auf die Stunde genau bezahlt bekommen. Das hat mich total erleichtert - weil ich sonst mit dem Gedanken rechtlicher Schritte hätte spielen müssen, und das hätte mir sehr widerstrebt.

                          Das Zeugnis war nicht so gut ausgefallen, durchweg eine drei. Bei einigen Punkten konnte ich es akzeptieren, z. B. bei Fachwissen und Auffassungsgabe. Da war ich oft selbst nicht mit mir zufrieden. Bei den Punkten persönlicher Einsatz, Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Bewohnern und Kollegen und Belastungsfähigkeit habe ich um Korrektur auf eine zwei gebeten - und auch bekommen!

                          Ihr müsst wissen, es fällt mir schwer, mich für meine eigenen Interessen einzusetzen. Ich hatte schon befürchtet, dass sie mein Schreiben ignorieren, denn aus meiner Tätigkeit in der Firma weiß ich, dass befriedigende Zeugnisse gang und gäbe sind. Und nun sind sie meinen Änderungswünschen quasi sofort entgegengekommen, Dienstag in die Post gegeben, heute mittag erhalten.

                          Dafür mache ich mir ein Sternchen in meinen Kalender.

                          Einen kurzen Moment habe ich mich geärgert, dass ich nicht darum gebeten habe, das ganze Zeugnis auf "zwei" zu ändern. Aber ich will ja auch kein Gefälligkeitszeugnis. Und wenn das Zeugnis zu gut ist, wecke ich bei potentiellen Arbeitgebern vielleicht falsche Erwartungen.

                          Liebe Grüße und Euch allen noch einen schönen Tag wünscht mikie!

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                            #88
                            liebe mikie,

                            es freut mich sehr zu lesen, dass du alles mit deinem ehemaligen arbeitgeber regeln konntest. nimm den schwung mit in das was nun kommt

                            alles liebe dir

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                              #89
                              Neues Ziel gesucht...

                              Mein Traumjob ist geplatzt. Jahrelang hatte ich mich darauf vorbereitet, Impulsworkshops besucht, Bücher gelesen - bis ich drauf kam, was ich am liebsten machen würde. Dann hatte ich das Ziel tatsächlich erreicht, die alte Arbeit aufgegeben und bin im neuen Job gestartet. Den Rest kennt Ihr ja.

                              Jetzt sitze ich zuhause ohne jedes Ziel. Die Agentur hat mir aufgetragen, bis Juli fünf Bewerbungen zu schreiben. Die fünfte ist jetzt fertig. Aber bei dreien denke ich, hoffentlich werde ich nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Ich bin vollkommen planlos und weiß nicht, was ich will. Die nächsten Jahre vorwiegend zuhause zu sitzen und kein Geld zu verdienen ist ebenfalls undenkbar. Ein Luxusproblem, die meisten Menschen müssen allein wegen des Geldes arbeiten. In meiner Familie wird es erst knapp, wenn mein ALG nicht mehr kommt. Also hätte ich noch 9 Monate Zeit.

                              Wie komme ich aus meiner Demotivation wieder heraus? Es ist auch Angst dabei. Angst, etwas Neues anzufangen und gleichzeitig Angst, zuhause sitzen zu bleiben.

                              Heute Nachmittag besuche ich einen Vortrag zum Thema Betreuung. Ich überlege, eine rechtliche Betreuung für einen Senioren zu übernehmen, ehrenamtlich, aber selbst da weiß ich gerade nicht, ob das das Richtige für mich ist. Aber den Vortrag, der in einer Senioreneinrichtung stattfindet, will ich auf jeden Fall besuchen.

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                                #90
                                liebe mikie,

                                das mit den büchern und den workshops klingt ein bisschen theoretisch. ich kann eine arbeit und das dazugehörige umfeld erst dann einschätzen, wenn ich drin stecke. und da kann es in ein und demselben job riesige unterschiede geben.

                                hier bei uns gibt es sogenannte "standort-bestimmungskurse", die einem helfen wenigstens grob eine richtung einschlagen zu können. und manchmal reicht es auch aus, im bestehenden beruflichen umfeld die branche herauszufinden, in die man am besten passt. das kann auch mit dem alter zusammenhängen.

                                ich wünsche dir, dass bei dir bald wieder "land in sicht" ist.

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